Die Karten auf den Bildern liegen verdeckt.
Eine Legeart zeigt Plätze, keine Blätter – welche Karte wohin
kommt, entscheidet das Mischen. Die Zahlen sagen, in welcher
Reihenfolge gelegt wird.
Tageskarte 1 Karte
Eine Karte für den Tag.
1
- Für heute
So legst du sie:
Mischen, abheben, die oberste Karte aufdecken. Mehr ist es nicht – und mehr braucht es für einen Tag auch nicht. Wer unsicher ist, ob er richtig liest, fängt hier an: Eine Karte am Morgen, abends nachsehen, was daraus geworden ist.
So deckst du sie auf:
Die eine Karte an ihrer Stelle umdrehen – seitwärts über die lange Kante, wie ein Buchblatt. Nicht aufnehmen: Auch bei einer einzelnen Karte gewöhnt man sich den Griff an, den man bei neun braucht.
So liest du sie:
Aufdecken und ansehen. Nicht lange grübeln – die erste Regung ist meist die richtige. Merk dir ein Wort dazu und sieh am Abend nach, was daraus geworden ist. So lernt man die Karten schneller als aus jedem Buch.
Drei Karten 3 Karten
Was war, was ist, was kommt.
- Was war
- Was ist
- Was kommt
So legst du sie:
Mischen, abheben, dann 3 Karten von oben abnehmen und von LINKS nach RECHTS nebeneinanderlegen. Die Reihenfolge ist die Bedeutung: Was zuerst liegt, gilt zuerst. Erst alle aufdecken, dann lesen – wer nach jeder Karte deutet, verbaut sich den Blick auf das Ganze.
So deckst du sie auf:
Die Karten bleiben LIEGEN. Nicht aufnehmen und woanders offen hinlegen – der Platz ist die Bedeutung. Jede Karte wird an ihrer Stelle umgedreht, und zwar seitwärts über die lange Kante wie ein Buchblatt. Dreht man sie über die kurze, steht sie danach auf dem Kopf. Aufgedeckt wird in der Reihenfolge, in der gelegt wurde: von links nach rechts, alle 3 nacheinander. Erst wenn die letzte offen liegt, wird gedeutet.
So liest du sie:
Erst liegen alle Karten verdeckt, dann werden sie ALLE aufgedeckt – nicht eine nach der anderen gedeutet. Die dritte Karte ändert oft, was die erste bedeutet. Gelesen wird von links nach rechts: zuerst jede für sich, dann die ganze Reihe als einen Satz. Zwei Karten, die nebeneinander liegen, färben aufeinander ab – erst zusammen ergeben sie den Sinn.
Entscheidung 5 Karten
Fünf Karten, wenn zwei Wege offenstehen.
- Die Lage
- Der eine Weg
- Der andere Weg
- Was du übersiehst
- Der Rat
So legst du sie:
Mischen, abheben, 5 Karten abnehmen. Sie liegen im Bogen: die mittlere oben, die äußeren tiefer. Gelegt wird trotzdem der Reihe nach von links nach rechts. Der Bogen ist keine Zierde – er zeigt, dass die Mitte den Kern trägt und die Ränder ihn einfassen.
So deckst du sie auf:
Die Karten bleiben LIEGEN. Nicht aufnehmen und woanders offen hinlegen – der Platz ist die Bedeutung. Jede Karte wird an ihrer Stelle umgedreht, und zwar seitwärts über die lange Kante wie ein Buchblatt. Dreht man sie über die kurze, steht sie danach auf dem Kopf. Aufgedeckt wird von links nach rechts, so wie gelegt wurde – auch wenn nachher von der Mitte her gelesen wird. Aufdecken und Lesen sind zwei verschiedene Reihenfolgen; das verwechselt man leicht.
So liest du sie:
Alle verdeckt legen, dann alle aufdecken. Gelesen wird von der MITTE her: Dort steht der Kern. Danach die beiden daneben, zuletzt die äußeren – die sagen, wo es herkommt und wohin es geht. Der Bogen ist also keine Reihe, die man von links abarbeitet, sondern ein Kern mit einer Einfassung.
Beziehungslegung 7 Karten
Sieben Karten – seine Seite, ihre Seite, die Mitte.
- Du
- Was du fühlst
- Was du willst
- Zwischen euch
- Was er oder sie will
- Was er oder sie fühlt
- Wohin es führt
So legst du sie:
Mischen, abheben, sieben Karten abnehmen. Die ersten drei legst du untereinander nach links – das bist du. Die vierte in die Mitte: was zwischen euch steht. Die fünfte und sechste nach rechts – das ist der andere. Die siebte unter die Mitte: wohin es führt. Lies erst jede Seite für sich, dann die Mitte, dann das Ende.
So deckst du sie auf:
Die Karten bleiben LIEGEN. Nicht aufnehmen und woanders offen hinlegen – der Platz ist die Bedeutung. Jede Karte wird an ihrer Stelle umgedreht, und zwar seitwärts über die lange Kante wie ein Buchblatt. Dreht man sie über die kurze, steht sie danach auf dem Kopf. Aufgedeckt wird reihenweise, wie gelegt wurde: erst die obere Reihe von links nach rechts, dann die mittlere, dann die untere. Nicht mit der Mitte anfangen – die kommt erst beim Lesen zuerst dran.
So liest du sie:
Alle verdeckt legen, dann alle aufdecken. Zuerst deine Seite von oben nach unten, dann die des anderen – jede für sich, ohne die andere schon dazuzudenken. Erst danach die Karte in der Mitte: Sie sagt, was zwischen euch steht, und liest sich ganz anders, wenn man beide Seiten kennt. Die unterste zuletzt.
Keltisches Kreuz 10 Karten
Zehn Karten – die ausführlichste Legung im Tarot.
- Die Lage
- Was kreuzt
- Die Wurzel
- Was vergeht
- Das Ziel
- Was kommt
- Du selbst
- Das Umfeld
- Hoffnung und Furcht
- Das Ergebnis
So legst du sie:
Mischen, abheben, zehn Karten abnehmen. Die erste in die Mitte. Die zweite QUER darüber – daher der Name; sie ist das, was sich in den Weg legt. Dann die dritte darunter, die vierte links, die fünfte darüber, die sechste rechts: das Kreuz. Die letzten vier kommen rechts daneben als Stab, von unten nach oben. Gelesen wird erst das Kreuz, dann der Stab – und die zehnte Karte zuletzt.
So deckst du sie auf:
Die Karten bleiben LIEGEN. Nicht aufnehmen und woanders offen hinlegen – der Platz ist die Bedeutung. Jede Karte wird an ihrer Stelle umgedreht, und zwar seitwärts über die lange Kante wie ein Buchblatt. Dreht man sie über die kurze, steht sie danach auf dem Kopf. Aufgedeckt wird in der Legereihenfolge: erst die Mitte, dann die quere darüber, dann das Kreuz, dann der Stab von unten nach oben. Die quere Karte bleibt quer – sie wird nicht geradegerückt, das ist ihr Platz.
So liest du sie:
Alle zehn verdeckt legen, dann aufdecken. Zuerst die beiden in der Mitte zusammen – Karte 1 und die quer darüber sind EIN Gedanke, nie zwei. Danach das Kreuz im Uhrzeigersinn: unten die Wurzel, links was vergeht, oben das Ziel, rechts was kommt. Zuletzt der Stab von unten nach oben, und die zehnte Karte ganz am Ende – sie fasst zusammen, was die neun davor gesagt haben.
Horoskoplegung 13 Karten
Dreizehn Karten – zwölf Häuser im Kreis und du in der Mitte. Die ausführlichste Legung.
- Du in der Mitte
- 1 · Ich
- 2 · Besitz
- 3 · Umfeld
- 4 · Herkunft
- 5 · Freude
- 6 · Alltag
- 7 · Der andere
- 8 · Wandlung
- 9 · Weite
- 10 · Ziel
- 11 · Freunde
- 12 · Verborgenes
So legst du sie:
Mischen, abheben, dreizehn Karten abnehmen. Die erste in die Mitte: das bist du. Die übrigen zwölf im Kreis darum herum, jede für einen Lebensbereich. Gelesen wird die Mitte zuerst, dann die Häuser, die zur Frage gehören – man muss nicht alle zwölf deuten. Gegenüberliegende Häuser gehören zusammen und antworten einander.
So deckst du sie auf:
Die Karten bleiben LIEGEN. Nicht aufnehmen und woanders offen hinlegen – der Platz ist die Bedeutung. Jede Karte wird an ihrer Stelle umgedreht, und zwar seitwärts über die lange Kante wie ein Buchblatt. Dreht man sie über die kurze, steht sie danach auf dem Kopf. Aufgedeckt wird die Mitte zuerst, dann der Kreis im Uhrzeigersinn – dieselbe Runde wie beim Legen. Der Kreis bleibt dabei, wie er liegt; keine Karte wird zum Betrachter hingedreht.
So liest du sie:
Alle dreizehn verdeckt legen, dann aufdecken. Zuerst die Mitte: Sie färbt alles andere. Danach NICHT alle zwölf Häuser der Reihe nach – nur die, die zur Frage gehören. Wer nach der Arbeit fragt, liest das sechste und das zehnte Haus, nicht das fünfte. Gegenüberliegende Häuser antworten einander: Das erste und das siebte sind du und der andere, das vierte und das zehnte Herkunft und Ziel.
Alle Karten und ihre Bedeutung78 Karten
Was eine Karte an ihrem Platz bedeutet, hängt immer auch von ihren Nachbarn ab. Hier steht der Kern – der Rest ergibt sich aus der Legung.
1 · Der NarrEin Anfang ohne Sicherheiten. Der Sprung ins Offene.
2 · Der MagierDas Können ist da. Es fehlt nur der Entschluss, es zu nutzen.
3 · Die HohepriesterinWissen, das nicht ausgesprochen wird. Hör nach innen.
4 · Die HerrscherinFülle, Fürsorge, Wachsen lassen.
5 · Der HerrscherOrdnung, Führung, klare Grenzen.
6 · Der HierophantÜberlieferung, Rat, der gewohnte Weg.
7 · Die LiebendenEine Entscheidung des Herzens.
8 · Der WagenVorwärts, mit Zügeln in der Hand.
9 · Die KraftSanfte Stärke. Zähmen statt bezwingen.
10 · Der EremitRückzug, um klar zu sehen.
11 · Das Rad des SchicksalsEs dreht sich. Was unten war, kommt nach oben.
12 · Die GerechtigkeitKlarheit, Abwägung, Folgen.
13 · Der GehängteStillstand mit Sinn. Die Sicht ändert sich.
14 · Der TodEin Ende, das Platz schafft. Fast nie wörtlich.
15 · Die MäßigkeitDas rechte Maß. Mischen statt entscheiden.
16 · Der TeufelEine Abhängigkeit. Die Kette ist nicht abgeschlossen.
17 · Der TurmEin Einsturz. Danach steht nur, was hält.
18 · Der SternHoffnung und ein klarer Blick nach vorn.
19 · Der MondUnklarheit, Ahnung, Täuschung.
20 · Die SonneKlarheit, Freude, Gelingen.
21 · Das GerichtEin Ruf. Etwas wird abgeschlossen und neu bewertet.
22 · Die WeltVollendung. Der Kreis schließt sich.
23 · Ass der StäbeEin Funke. Der Anstoß zu etwas Neuem.
24 · Zwei der StäbePlanen, bevor man losgeht.
25 · Drei der StäbeDer erste Schritt ist getan. Warten auf Antwort.
26 · Vier der StäbeEin Fest. Ein sicherer Ort ist erreicht.
27 · Fünf der StäbeReibung. Viele wollen dasselbe.
28 · Sechs der StäbeEin Sieg, den andere sehen.
29 · Sieben der StäbeBehaupten. Der Stand ist gut, aber umkämpft.
30 · Acht der StäbeSchnell. Alles kommt in Bewegung.
31 · Neun der StäbeErschöpft, aber noch nicht am Ende.
32 · Zehn der StäbeZu viel getragen. Etwas muss abgegeben werden.
33 · Bube der StäbeEine Nachricht, die Lust macht.
34 · Ritter der StäbeAufbruch mit Schwung, ohne viel Plan.
35 · Königin der StäbeWarm, selbstbewusst, mitreißend.
36 · König der StäbeFührung mit Weitblick.
37 · Ass der KelcheEin Gefühl beginnt zu fließen.
38 · Zwei der KelcheZwei begegnen sich auf Augenhöhe.
39 · Drei der KelcheFeiern, in guter Runde.
40 · Vier der KelcheSatt und unzufrieden. Etwas wird übersehen.
41 · Fünf der KelcheTrauer über das Verschüttete. Zwei stehen noch.
42 · Sechs der KelcheErinnerung. Etwas Altes kehrt zurück.
43 · Sieben der KelcheViele Bilder, wenig Boden.
44 · Acht der KelcheAufbrechen von etwas, das gut war.
45 · Neun der KelcheDer Wunsch geht in Erfüllung.
46 · Zehn der KelcheGlück, das geteilt wird.
47 · Bube der KelcheEine zarte Botschaft.
48 · Ritter der KelcheEin Antrag, romantisch vorgetragen.
49 · Königin der KelcheVerstehen ohne Worte.
50 · König der KelcheRuhe im Gefühl. Beherrschte Tiefe.
51 · Ass der SchwerterEin klarer Gedanke schneidet durch.
52 · Zwei der SchwerterNicht hinsehen wollen. Die Wahl steht trotzdem an.
53 · Drei der SchwerterEin Schmerz, klar benannt.
54 · Vier der SchwerterRuhe verordnet. Kein Rückzug aus Schwäche.
55 · Fünf der SchwerterGewinnen und doch verlieren.
56 · Sechs der SchwerterWegfahren aus schwerem Wasser.
57 · Sieben der SchwerterEin Alleingang. Nicht alles liegt offen.
58 · Acht der SchwerterGefesselt - aber die Fesseln sitzen locker.
59 · Neun der SchwerterSorge in der Nacht. Größer als die Sache.
60 · Zehn der SchwerterDer Tiefpunkt. Tiefer geht es nicht.
61 · Bube der SchwerterWachsam. Eine Nachricht mit Kante.
62 · Ritter der SchwerterAngriff. Schnell und ohne Umweg.
63 · Königin der SchwerterKlarsicht ohne Illusion.
64 · König der SchwerterUrteil und Verstand.
65 · Ass der MünzenEine handfeste Gelegenheit.
66 · Zwei der MünzenZwei Dinge gleichzeitig in der Luft halten.
67 · Drei der MünzenGemeinsam gebaut. Können wird gesehen.
68 · Vier der MünzenFesthalten. Sicherheit, die eng wird.
69 · Fünf der MünzenDraußen im Kalten. Hilfe ist näher als gedacht.
70 · Sechs der MünzenGeben und Nehmen, in gutem Verhältnis.
71 · Sieben der MünzenWarten, bis es reif ist.
72 · Acht der MünzenÜben, verbessern, dranbleiben.
73 · Neun der MünzenErreicht. Und zwar allein.
74 · Zehn der MünzenWohlstand, der über einen hinausreicht.
75 · Bube der MünzenLernen wollen. Ein sachlicher Anfang.
76 · Ritter der MünzenLangsam, aber unbeirrbar.
77 · Königin der MünzenPraktisch und großzügig.
78 · König der MünzenErfolg, gewachsen und gesichert.
Keine dieser Legungen ist Vorschrift. Sie
sind Ordnungen, die sich bewährt haben – weil sie eine Frage in
Teile zerlegen, die man einzeln ansehen kann. Wer eine eigene
Ordnung braucht, darf sie sich ausdenken; sie muss nur vor dem
Mischen feststehen.