Traumdeutung Lexikon

3343 Traumbilder in 10 Gruppen – gefunden werden sie über 6679 Suchwörter. Hat ein Wort einen eigenen Eintrag, bekommst du ihn auch: Nelke führt zur Nelke, nicht zur Blume. Nur was keinen eigenen Eintrag hat, wird weitergereicht – Klo landet im Bad. Bei jedem Bild steht nicht nur, was es bedeutet, sondern woran du erkennst, in welche Richtung es bei dir geht – denn dasselbe Bild heißt nicht bei jedem dasselbe. Nichts hier ist eine Vorhersage.

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A

Aal Tiere

Nicht zu greifen.

Der Aal steht für alles, was sich der Festlegung entzieht: eine Zusage, ein Mensch, ein Gedanke. Je fester man zugreift, desto sicherer ist er weg.

Aas Tiere

Etwas ist gestorben und liegt noch da.

Aas ist nicht der Tod, sondern das, was er hinterlässt und was niemand wegräumt. Im Traum steht es für etwas Abgestorbenes, das noch im Weg liegt – eine Sache, die beendet ist und immer noch riecht.

Abbeißen Was man tut

Sich nehmen, was man haben will, mit dem Mund.

Abbeißen ist die unmittelbarste Art, sich etwas anzueignen – ohne Werkzeug, ohne Umweg. Im Traum steht es für einen Zugriff ohne Höflichkeit, und der Geschmack danach sagt, ob es das wert war.

Abbiegen Wege und Fahrzeuge

Die Richtung wechseln, ohne stehenzubleiben.

Abbiegen ist die kleine Schwester der Entscheidung: Man hält nicht an, man überlegt nicht lange, man geht ab jetzt woanders hin. Im Traum steht es für eine Wendung, die schon geschehen ist, während man noch denkt, man überlege sie noch. Wichtig ist, ob du selbst abgebogen bist oder ob der Weg es für dich tat.

Abbrennen Was man tut

Alles weg, und der Platz ist frei.

Etwas brennt ab, und danach ist nichts mehr da – aber auch nichts mehr im Weg. Im Traum ist das eines der zweischneidigsten Bilder: Es meint den Verlust und den Neuanfang in einem, und welches überwiegt, sagt dein Gefühl beim Zusehen.

Abbruch Was man tut

Aufhören, bevor es fertig ist.

Ein Abbruch ist kein Ende, sondern ein Riss: Es bleibt etwas übrig. Träume davon kommen, wenn im Wachen etwas offen liegt, das weder weitergeht noch abgeschlossen ist.

ABC-Schütze Menschen

Der allererste Tag, an dem man dazugehört.

Der Schulanfang ist die erste Schwelle, die ein Mensch bewusst überschreitet: Von hier an wird er beurteilt. Im Traum eines Erwachsenen kommt das Bild, wenn irgendwo wieder von vorn angefangen wird – und die Aufregung von damals gleich mitkommt.

Abdanken Was man tut

Freiwillig aufhören, wo man etwas zu sagen hatte.

Abdanken ist kein Scheitern, sondern ein Entschluss: Man legt eine Rolle ab, die einem zustand. Im Traum steht es für die Frage, ob man eine Aufgabe noch will – oder nur noch hat.

Abend Zustände und Gefühle

Etwas geht zu Ende – noch nicht schwer.

Der Abend steht für Abschluss und Rückblick. Er ist kein trauriges Bild, sondern ein ruhiges.

Abendessen Was man tut

Der Tag wird abgeschlossen.

Das Abendessen steht für Rückschau und Zusammenkommen. Wer dabei fehlt, fehlt im Traum deutlich.

Abendläuten Zustände und Gefühle

Der Tag wird ausgeläutet.

Das Abendläuten setzt einen Schlussstrich unter den Tag, den niemand selbst ziehen muss. Es steht für ein Ende, das von außen kommt und guttut.

Abendrot Natur und Wetter

Der Tag verabschiedet sich schön.

Abendrot ist ein friedliches Bild und zugleich ein Ende. Wer davon träumt, sieht auf etwas zurück – und es war meistens gut, sonst hätte der Traum ein anderes Licht gewählt.

Abendspaziergang Was man tut

Gehen, ohne irgendwo hinzumüssen.

Der Abendspaziergang hat kein Ziel, und deshalb ist er eines der friedlichsten Traumbilder überhaupt. Er kommt, wenn jemand wach zu wenig Zeit hat, in der nichts erledigt werden muss.

Abendstern Natur und Wetter

Das erste Licht, wenn es dunkel wird.

Der Abendstern kommt, wenn der Tag vorbei ist, und er ist allein. Im Traum steht er für Hoffnung nach einem Abschluss – nicht für Aufbruch, sondern für Trost.

Abenteuer Was man tut

Etwas, dessen Ausgang offen ist.

Ein Abenteuer im Traum ist kein Urlaubswunsch. Es steht für die Bereitschaft, etwas zu tun, ohne zu wissen, wie es ausgeht – und es kommt besonders oft in Zeiten, in denen alles geregelt ist.

Abfluss Dinge

Wo es hinaus soll.

Ein verstopfter Abfluss steht für etwas, das nicht abfließen kann: ein Ärger, eine Trauer, ein Gespräch. Das Wasser steigt, weil der Weg zu ist.

Abfuhr Zustände und Gefühle

Gefragt und nicht bekommen.

Eine Abfuhr trifft nicht die Sache, sondern den Mut, der dazugehörte zu fragen. Im Traum steht sie für eine Stelle, an der jemand sich vorgewagt hat – und genau deshalb ist sie kein schlechtes Zeichen.

Abgang Was man tut

Der Augenblick, in dem jemand geht.

Ein Abgang im Traum ist nie nebensächlich – er wird bemerkt. Wer geht und wie er geht, sagt mehr über das Verhältnis als alles, was vorher gesprochen wurde.

Abgase Dinge

Was übrigbleibt, wenn etwas läuft.

Abgase sind der Preis der Bewegung: Es geht voran, und es bleibt etwas zurück, das niemand will. Im Traum steht das oft für die Nebenwirkungen eines Vorhabens, über die man nicht gern nachdenkt.

Abgeholt werden Was man tut

Jemand kommt und nimmt dich mit.

Abgeholt zu werden ist eines der zweischneidigsten Bilder überhaupt. Es kann heißen, dass endlich jemand kommt – und es kann heißen, dass man keine Wahl hat. Was von beidem gilt, sagt das Gefühl im Traum, nicht die Person an der Tür.

Abgenutzt Dinge

Lange gebraucht und nicht ersetzt.

Abnutzung ist kein Schaden, sondern Gebrauch, den man sieht. Im Traum steht sie für etwas, das gute Dienste geleistet hat und langsam ans Ende kommt – ein Gegenstand, eine Gewohnheit, manchmal eine Beziehung.

Abgeschleppt worden Zustände und Gefühle

Jemand hat es entfernt.

Etwas Abgeschlepptes ist nicht gestohlen und trotzdem weg. Es steht für eine Folge eigener Nachlässigkeit, die einen unvorbereitet trifft.

Abgeschnitten Zustände und Gefühle

Die anderen sind da und nicht erreichbar.

Abgeschnitten zu sein ist etwas anderes als Einsamkeit: Es gibt jemanden, aber die Verbindung fehlt. Im Traum zeigt sich das als Glas, Wasser, Entfernung. Das Bild kommt bei Menschen, die von vielen umgeben sind und sich nicht gemeint fühlen.

Abgesondert sein Zustände und Gefühle

Getrennt, zum Schutz.

Abgesondert zu sein verbindet Fürsorge und Einsamkeit. Im Traum steht es für einen Rückzug, der begründet ist und trotzdem weh tut.

Abgespannt Körper

Die Kraft ist nicht weg, sie ist alle.

Abgespannt sein ist nicht dasselbe wie müde: Schlaf hilft nur bedingt. Im Traum steht es für eine Erschöpfung, die sich über Wochen angesammelt hat und die niemand bemerkt hat, auch der Träumende nicht.

Abgesperrt Orte und Räume

Hier ist Schluss, sagt jemand.

Eine Absperrung ist kein Hindernis, sondern eine Anweisung. Sie steht für eine Grenze, die andere gezogen haben – und die man übertreten könnte.

Abgeworfen werden Zustände und Gefühle

Die Kraft macht nicht mehr mit.

Abgeworfen zu werden, steht für den Verlust der Führung über etwas Eigenes. Es ist kein Unglück, sondern eine Korrektur – und man steigt wieder auf.

Abgrund Natur und Wetter

Der Rand dessen, was man überblickt.

Ein Abgrund im Traum ist seltener eine Gefahr als eine Grenze: Hier hört auf, was du kennst. Davor zu stehen heißt, vor einer Entscheidung zu stehen, deren Folgen du nicht absehen kannst.

Abhängigkeit Zustände und Gefühle

Nicht loskommen, obwohl man will.

Abhängigkeit im Traum meint selten ein Suchtmittel. Sie meint ein Verhältnis, aus dem man nicht heraus kann, ohne etwas zu verlieren, das man braucht – das kann ein Mensch sein, eine Gewohnheit oder eine Vorstellung von sich selbst.

Abholzen Was man tut

Wo etwas stand, steht nichts mehr.

Ein abgeholzter Wald ist ein sehr lautes Traumbild: Es ist hell geworden, und das ist kein Gewinn. Es steht für einen Kahlschlag im eigenen Leben – etwas Gewachsenes wurde in kurzer Zeit weggeräumt.

Abkommen Was man tut

Zwei einigen sich.

Ein Abkommen im Traum beendet einen Streit, ohne dass jemand recht bekommt. Ob du dabei zufrieden warst oder nur erleichtert, ist die eigentliche Auskunft.

Abkühlen Was man tut

Die Wärme geht, ohne dass jemand etwas tut.

Abkühlen geschieht von selbst – das ist der Punkt. Es braucht keinen Streit, keine Entscheidung, nur Zeit und Abstand. Im Traum steht es für Verhältnisse, die niemand beendet hat und die trotzdem enden.

Abladen Was man tut

Die Last irgendwo hinstellen.

Abladen ist das körperliche Bild für Erleichterung – und für die Frage, wo man seine Last abstellt. Wer im Traum bei jemand anderem ablädt, kennt das im Wachen meistens auch.

Ableger Natur und Wetter

Aus einem Stück des Alten wird etwas Neues.

Ein Ableger ist dieselbe Pflanze und ein neues Leben – beides zugleich. Im Traum ist er eines der hoffnungsvollsten Bilder: Was du aufbaust, muss nicht bei null anfangen, du darfst etwas mitnehmen.

Ablehnen Was man tut

Eine Grenze ziehen.

Nein zu sagen ist im Traum oft schwerer als im Wachen. Gelingt es, ist das ein gutes Zeichen – dann ist die Grenze schon da.

Abmachung Was man tut

Zwei haben sich auf etwas geeinigt.

Eine Abmachung gilt, weil beide sie wollten – nicht weil jemand sie erzwingt. Im Traum geht es fast nie um den Inhalt, sondern darum, ob sie gehalten wurde.

Abmagern Körper

Weniger werden, sichtbar.

Abmagern im Traum handelt nicht vom Gewicht, sondern von Substanz: Etwas zehrt. Wer davon träumt, gibt im Wachen oft mehr, als nachkommt.

Abmessen Was man tut

Genau wissen wollen, wie viel.

Wer im Traum misst, will Sicherheit: Es soll passen. Solche Träume kommen, wenn im Wachen etwas auf Kante steht – Zeit, Geld oder Kraft.

Abnabelung Was man tut

Die Verbindung, die einen ernährt hat, wird durchtrennt.

Die Abnabelung ist das älteste Bild für Selbständigwerden – und sie tut beiden Seiten weh. Im Traum betrifft sie fast nie ein Kind, sondern eine Bindung, die nicht mehr passt.

Abneigung Zustände und Gefühle

Etwas stößt dich ab, und du weißt nicht recht warum.

Abneigung im Traum ist ein starkes Zeichen, weil sie ohne Begründung kommt. Sie zeigt auf etwas, das du nicht in dir haben willst – und deshalb lohnt die unbequeme Frage, was du mit dem Abgelehnten gemeinsam hast.

Abonnement Dinge

Etwas läuft weiter, ohne dass man es jedes Mal will.

Ein Abonnement im Traum steht für Verpflichtungen, die von selbst weitergehen. Sie fallen erst auf, wenn man sie loswerden will – und dann sind sie zäh.

Abräumen Was man tut

Das Ende einer Zusammenkunft.

Abgeräumt wird, wenn es vorbei ist. Im Traum ist das selten traurig und fast immer endgültig: Was auf dem Tisch stand, kommt so nicht wieder. Wer allein abräumt, hat meistens auch allein aufgedeckt.

Abrechnung Was man tut

Am Ende wird gezählt.

Die Abrechnung hat im Deutschen zwei Gesichter: die nüchterne Zahl und die späte Rache. Der Traum meint fast immer beides ein wenig – etwas wird jetzt gegeneinander aufgewogen.

Abreise Wege und Fahrzeuge

Der Augenblick, in dem etwas endgültig wird.

Bei einer Abreise ist die Entscheidung gefallen, aber man ist noch da. Genau dieser Zwischenzustand macht sie zum Traumbild: Der Koffer steht, das Alte gilt nicht mehr, das Neue noch nicht. Träume von Abreisen kommen, wenn im Wachen etwas beschlossen ist und noch nicht angefangen hat.

Abriss Orte und Räume

Es wird nicht repariert.

Ein Abriss meint das Ende einer Lebensform. Er ist endgültiger als Verfall und wird von jemandem beschlossen – im Traum meist von dir selbst.

Absage Zustände und Gefühle

Ein Nein, das man aushalten muss.

Eine Absage im Traum trifft härter als im Wachen, weil nichts sie abmildert – kein höflicher Satz, keine Begründung. Sie steht für eine Zurückweisung, die noch nachwirkt. Wer dagegen selbst absagt, hat im Traum die Kraft dazu gefunden, und das ist eine ganz andere Aussage: Manchmal ist ein Nein die einzige Ordnung, die noch hilft.

Abschaum Zustände und Gefühle

Was ganz unten schwimmt.

Ein hartes Wort, und im Traum meint es fast immer den, der träumt: Es steht für die Stelle, an der jemand sich selbst am wenigsten wert findet. Wer es von anderen hört, hört meistens die eigene Stimme.

Abschicken Was man tut

Aus der Hand geben, was man nicht zurückholen kann.

Etwas abzuschicken ist im Traum der Punkt ohne Umkehr: Der Brief ist weg. Deshalb kommen solche Träume vor Entscheidungen, die man nicht rückgängig machen kann.

Abschied Was man tut

Der Augenblick, in dem etwas aufhört.

Abschiedsträume sagen nichts über bevorstehende Trennungen. Sie zeigen, dass etwas in dir schon weiß, dass eine Sache zu Ende geht – und oft weiß es das früher als du.

Abschied nehmen Was man tut

Bewusst gehen lassen.

Sich im Traum zu verabschieden ist gesünder, als es sich anfühlt: Es meint, dass etwas anerkannt wird, statt einfach aufzuhören.

Abschleppwagen Dinge

Es geht nicht mehr weiter, und jemand holt dich.

Abgeschleppt zu werden heißt zweierlei: Man kommt nicht allein weiter, und man bekommt Hilfe. Ob im Traum die Erleichterung überwog oder die Blamage, entscheidet die Deutung.

Abschluss Zustände und Gefühle

Ein Abschnitt ist zu Ende.

Der Abschluss ist einer der wenigen klaren Schlusspunkte, die das Leben setzt. Im Traum steht er für etwas Zuendegebrachtes – und für die Frage, was jetzt kommt.

Abschlussball Was man tut

Ein Ende, das gefeiert wird.

Der Abschlussball ist die seltene Gelegenheit, an der ein Ende ausdrücklich begangen wird, statt einfach einzutreten. Im Traum steht er für einen Abschied, der noch aussteht – und für den Wunsch, ihn nicht stillschweigend zu erledigen.

Abschreiben Was man tut

Etwas vorzeigen, das man nicht selbst gemacht hat.

Abschreiben ist die Angst, nicht zu genügen, in einer einzigen Handlung. Im Traum gehört es meistens zur Schule und kommt bei Erwachsenen dann, wenn sie sich irgendwo fühlen wie damals: geprüft und nicht vorbereitet.

Abschwören Was man tut

Sich laut von etwas lossagen.

Abschwören ist mehr als aufhören – es ist ein Satz, den jemand ausspricht und an den er sich gebunden fühlt. Im Traum kommt es vor, wenn eine Entscheidung noch nicht gefallen ist und der Träumende sich selbst überzeugen muss.

Abseits Orte und Räume

Dabei und nicht dazu.

Am Rand zu stehen gibt Übersicht und Einsamkeit. Der Traum zeigt damit oft, wie jemand seine Stellung in einer Gruppe erlebt.

Absitzen Was man tut

Zeit vergehen lassen, ohne sie zu nutzen.

Etwas abzusitzen heißt, es nicht zu verändern, sondern auszuhalten. Im Traum steht es für einen Abschnitt, den jemand hinter sich bringt statt ihn zu leben – ein Jahr, eine Stelle, manchmal eine Ehe.

Absperrung Dinge

Hier geht es nicht weiter, und zwar mit Ansage.

Anders als eine Mauer ist eine Absperrung vorübergehend und von Menschen gemacht. Im Traum steht sie für ein Verbot, nicht für ein Hindernis – und Verbote kann man hinterfragen.

Abstauben Was man tut

Wieder sichtbar machen.

Staub wegzuwischen, bringt zum Vorschein, was die ganze Zeit da war. Es steht für die Wiederentdeckung von etwas Vernachlässigtem.

Abstellkammer Orte und Räume

Wo hinkommt, was man nicht wegwirft.

Die Rumpelkammer steht für Aufgehobenes ohne Zweck: alte Gewohnheiten, alte Kränkungen, alte Pläne. Sie ist voll und wird nie durchgesehen.

Abstieg Wege und Fahrzeuge

Der Weg nach unten, und er ist der schwerere.

Bergsteiger wissen, dass die meisten Unfälle beim Abstieg geschehen: Das Ziel ist erreicht, die Aufmerksamkeit lässt nach. Im Traum steht der Abstieg für die Zeit nach einem Erfolg – und dafür, dass sie nicht die leichtere ist.

Abstimmung Was man tut

Andere entscheiden mit.

Eine Abstimmung im Traum handelt davon, dass eine Sache nicht allein bei dir liegt. Warst du in der Minderheit, ist das die Auskunft – und im Wachen findet sich meistens die Stelle, an der es genauso ist.

Abstoßen Was man tut

Etwas von sich wegdrücken.

Abstoßen ist eine deutliche Bewegung: Es geht nicht darum, etwas nicht zu wollen, sondern darum, es aktiv fortzuschieben. Im Traum betrifft das oft etwas, das einem zu nahe gekommen ist.

Absturz Was man tut

Der Halt ist weg, und es geht schnell.

Der Absturz ist der ältere Bruder des Fallens: Er hat einen Anfang, ein Oben, von dem aus es losging. Deshalb lohnt die Frage, wo du vorher gestanden hast – und ob du dort hingehört hast.

Abszess Körper

Etwas eitert unter der Haut.

Der Abszess ist das Bild für einen Konflikt, der nicht heraus darf und deshalb schlimmer wird. Er tut weh, solange er zu ist, und wird besser, sobald er aufgeht – im Traum wie im Leben.

Abtreibung Was man tut

Etwas Angefangenes kommt nicht zur Welt.

Dieses Bild trifft hart und meint im Traum fast nie eine Schwangerschaft. Es steht für ein Vorhaben, das nicht zu Ende getragen wird – aus eigenem Entschluss oder weil die Umstände es nicht zuließen. Beides ist eine Trauer wert.

Abtrocknen Was man tut

Nach dem Nassen wieder trocken werden.

Abtrocknen kommt nach dem Wasser – und Wasser steht im Traum für Gefühle. Es ist deshalb ein Bild für das Danach: Man fasst sich wieder, nachdem etwas über einen hinweggegangen ist.

Abtrünnig Menschen

Jemand geht, der dazugehört hat.

Der Abtrünnige ist kein Feind, sondern ein Ehemaliger – und deshalb schwerer zu ertragen. Im Traum steht er für einen Bruch mit einer Gruppe, einem Glauben oder einer Familie, in der man einmal selbstverständlich war.

Abwaschen Was man tut

Was nach dem Essen übrig ist.

Der Abwasch ist die unbeliebteste und selbstverständlichste Arbeit im Haus. Stehengeblieben steht er für alles, was man nach einer schönen Sache noch erledigen muss.

Abwehren Was man tut

Etwas von sich halten, das näher kommt.

Wer sich im Traum wehrt, hat die Gefahr erkannt und ist nicht erstarrt – das allein ist schon die halbe Auskunft. Das Bild sagt weniger über den Angreifer als über dich: Du kannst. Ob es gelingt, ist zweitrangig; dass du die Hände hebst, ist der Unterschied zum Lähmungstraum.

Abweisen Was man tut

Nicht hereingelassen werden.

Abgewiesen zu werden trifft schärfer als Streit, weil es ohne Auseinandersetzung geschieht: Man kommt gar nicht erst herein. Wer im Traum selbst abweist, kennt die Stelle meistens auch von der anderen Seite.

Abwerfen Was man tut

Etwas schüttelt dich ab.

Abgeworfen zu werden – vom Pferd, vom Fahrzeug, von einer Rolle – heißt, dass etwas dich nicht mehr trägt. Der Traum fragt weniger nach dem Sturz als nach dem, worauf du gesessen hast.

Abwesenheit Zustände und Gefühle

Der leere Platz eines Bestimmten.

Abwesenheit ist nicht dasselbe wie Alleinsein: Hier fehlt jemand Bestimmtes. Der Traum nennt damit einen Menschen, ohne ihn zu zeigen – und das ist oft deutlicher, als ihn zu zeigen.

Abwickeln Was man tut

Etwas Aufgewickeltes wieder lang machen.

Abwickeln ist geduldige Arbeit an etwas Verknotetem. Im Traum steht es für das Auseinanderlegen einer Sache, die man lange nur als Knäuel gesehen hat.

Abwiegen Was man tut

Genau wissen wollen, wie schwer.

Wer im Traum wiegt, vergleicht: Reicht es, ist es zu viel, ist es gerecht verteilt? Selbst auf der Waage zu stehen ist etwas anderes – dann wird man beurteilt.

Abzahlen Was man tut

Eine Last, die jeden Monat kleiner wird.

Abzahlen ist das Gegenteil von Schulden machen und dauert sehr viel länger. Im Traum steht es für etwas, das abgetragen wird – nicht nur Geld: auch eine Schuld, ein Versprechen, eine Dankbarkeit.

Abzehrung Körper

Langsam weniger werden.

Abzehrung ist kein Ereignis, sondern ein Verlauf – man sieht es erst auf alten Bildern. Im Traum steht sie für etwas, das jemanden über lange Zeit aufbraucht, ohne dass ein einzelner Tag daran schuld wäre.

Abzeichen Dinge

Was man trägt, damit andere es sehen.

Ein Abzeichen sagt ohne Worte, wer man ist oder wozu man gehört. Im Traum steht es für ein Bedürfnis nach Anerkennung – oder für eine Rolle, die man nicht mehr loswird.

Achat Dinge

Ein Stein, dem man die Jahre ansieht.

Der Achat ist in Schichten gewachsen, eine nach der anderen. Im Traum steht er für etwas, das lange geworden ist – und dafür, dass man die Geschichte daran ablesen kann.

Achse Dinge

Das Unbewegte, um das sich alles dreht.

Die Achse bewegt sich selbst nicht und ermöglicht jede Bewegung. Im Traum steht sie für den Punkt, an dem bei dir alles hängt – und eine gebrochene Achse ist ein deutliches Bild.

Achsel Körper

Das Zeichen für „ich weiß es nicht".

Die Achsel kommt im Traum fast immer als Geste vor: Jemand zuckt mit den Schultern. Sie steht für Gleichgültigkeit oder Ratlosigkeit – und meist ist entscheidend, wer gezuckt hat.

Acht Zustände und Gefühle

Die liegende Unendlichkeit.

Acht steht für Wiederkehr ohne Ende – die Zahl, die man ohne abzusetzen schreibt. Sie kommt bei Themen, die kein Ende finden.

Achterbahn Orte und Räume

Rauf und runter, ohne selbst zu lenken.

Die Achterbahn ist das Bild für heftige Gefühlswechsel bei festgelegter Strecke: Es geht ordentlich hoch und tief, und aussteigen kann man nicht. Ob du geschrien oder gelacht hast, ist die Auskunft.

Achtung Zustände und Gefühle

Als jemand behandelt werden, nicht als etwas.

Achtung ist nicht Bewunderung, sondern Gleichrangigkeit. Träume, in denen jemand von oben herab spricht oder man selbst kleiner wird als die anderen, handeln davon – und meistens gibt es im Wachen eine Stelle, an der genau das geschieht.

Ackern Was man tut

Arbeiten, bis nichts mehr geht.

Ackern ist Arbeit ohne Kunst: viel davon, immer dasselbe, und am Ende ist der Acker um. Im Traum steht es für eine Mühe, bei der es nicht auf Können ankommt, sondern nur darauf, durchzuhalten.

Adam Menschen

Der Anfang von allem – und der erste Fehler.

Adam ist auch für Menschen ohne Glauben ein starkes Bild: der Anfang, die Unschuld und ihr Ende in einem. Im Traum steht er für eine Grenze, die man überschritten hat und nicht zurücknehmen kann.

Adel Menschen

Rang, den man nicht verdient hat.

Der Adel im Traum handelt von Herkunft statt Leistung. Er kommt oft dort vor, wo jemand sich fragt, ob ihm etwas zusteht – und ob er es sich selbst erarbeitet hat.

Ader Körper

Leitungen des Lebendigen.

Adern stehen für das, was im Verborgenen fließt und alles versorgt: Zuneigung, Geld, Kraft. Wo sie hervortreten, ist die Anstrengung sichtbar geworden.

Aderlass Körper

Etwas wird abgelassen, damit es besser wird.

Der Aderlass ist ein Opferbild: Man gibt etwas Wertvolles her, weil es zu viel geworden ist. Im Wachen entspricht dem oft eine Entscheidung, bei der man auf etwas verzichtet, um Luft zu bekommen.

Adler Tiere

Überblick aus großer Höhe.

Der Adler sieht alles und ist weit weg. Er steht für Weitsicht und für die Gefahr, den Boden aus den Augen zu verlieren.

Admiral Menschen

Wer auf dem Wasser die Richtung bestimmt.

Ein Kapitän steuert durch etwas, das sich nicht steuern lässt – das Wasser. Deshalb steht er für Führung in Lagen, die niemand ganz beherrscht. Wer selbst am Ruder stand, ist die andere Deutung.

Adoption Was man tut

Zu jemandem gehören, ohne verwandt zu sein.

Adoption im Traum handelt von Zugehörigkeit aus Entschluss statt aus Herkunft. Sie kommt oft bei Menschen vor, die sich in ihrer eigenen Familie fremd fühlen – oder anderswo mehr zu Hause sind.

Adressbuch Dinge

Alle, die man erreichen könnte.

Das Adressbuch zeigt Möglichkeiten, keine Menschen. Wer darin blättert und niemanden findet, zu dem er möchte, träumt von Einsamkeit inmitten vieler Bekannter.

Adresse Dinge

Wo jemand zu finden ist – oder eben nicht.

Eine Adresse ist der Beweis, dass jemand irgendwo hingehört. Im Traum geht es deshalb selten um Straßen: Es geht darum, ob du weißt, wo du jemanden erreichst, und wo du selbst zu erreichen bist. Eine Adresse, die nicht stimmt, ist eines der einsamsten Traumbilder überhaupt.

Adventszeit Zeit und Erinnerung

Warten auf etwas, das kommt.

Der Advent ist reine Erwartung: Es ist noch nicht so weit, und es wird so weit sein. Im Traum steht er für eine Zeit, in der etwas vorbereitet wird – und für die Ungeduld dabei.

Affäre Was man tut

Etwas, das niemand wissen darf.

Die Affäre im Traum bedeutet selten Untreue. Sie steht für etwas Verborgenes, das man führt – ein Wunsch, ein Plan, eine zweite Meinung. Die Heimlichkeit ist das Bild, nicht die Sexualität.

Affe Tiere

Uns ähnlich, und das ist unangenehm.

Der Affe hält einen Spiegel vor: Er macht nach, was er sieht, ohne zu verstehen. Im Traum meint er eigenes Verhalten, das man übernommen und nie geprüft hat.

Afrika Orte und Räume

Weite, Hitze und etwas Ursprüngliches.

Ferne Erdteile stehen im Traum nicht für Reiseziele, sondern für das, was man mit ihnen verbindet. Bei Afrika ist das meistens Ursprünglichkeit – etwas, das älter ist als alles Eingerichtete.

Agent Menschen

Jemand beobachtet, und du weißt nicht, wer.

Agenten im Traum handeln fast nie von Spionage, sondern von dem Gefühl, unter Beobachtung zu stehen. Wer davon träumt, hat im Wachen oft den Eindruck, dass etwas über ihn gesprochen wird.

Aggression Zustände und Gefühle

Kraft, die nach außen will.

Aggression im Traum ist kein Charakterfehler, sondern gestaute Energie. Wichtig ist, wohin sie ging: gegen jemanden, gegen einen Gegenstand oder nach innen. Das Letzte ist das Unangenehmste und das Häufigste.

Ahorn Natur und Wetter

Sät im Fliegen.

Der Ahorn schickt seine Samen segelnd davon. Er steht für Ideen oder Kinder, die den eigenen Ort verlassen – und genau dadurch weiterleben.

Ähre Natur und Wetter

Das Korn sitzt oben.

Die Ähre steht für ein Ergebnis, das ganz am Ende eines langen Wachsens kommt. Volle Ähren neigen sich – auch das ist ein Bild.

Akazie Natur und Wetter

Dornen und ein Duft, der weit trägt.

Die Akazie hat Dornen und blüht trotzdem süß, und sie wächst auf schlechtem Boden. Im Traum steht sie für etwas Zähes, das schön bleibt – Widerstandskraft, die nicht hart gemacht hat.

Akelei Natur und Wetter

Eine alte Gartenblume, die sich selbst aussät.

Die Akelei steht in alten Gärten, und niemand hat sie dorthin gepflanzt – sie kommt jedes Jahr an einer anderen Stelle wieder. Im Traum steht sie für etwas Zähes und Freundliches, das man nicht planen kann.

Akkordarbeit Zustände und Gefühle

Der Takt kommt von außen.

Am Band zu stehen heißt, sich nach einer Geschwindigkeit zu richten, die niemand mit einem abgestimmt hat. Ein genaues Bild für Fremdbestimmung.

Akkordeon Dinge

Musik, die vom Zusammendrücken lebt.

Das Akkordeon macht nur Töne, wenn man es zieht und drückt – aus Gegensatz entsteht die Melodie. Im Traum steht es für Lebendigkeit, die aus Spannung kommt, und für Erinnerungen an früher.

Akku Dinge

Die Kraft reicht nicht bis zum Schluss.

Ein leerer Akku im Traum ist das modernste Bild für eine sehr alte Sache: Es geht zu Ende, und zwar mitten in etwas. Meistens steht er weniger für das Gerät als für den Träumenden selbst.

Akrobat Menschen

Hält das Gleichgewicht über dem Abgrund.

Der Akrobat macht aus Gefahr eine Kunst. Er steht für eine Lebenslage, die andere bewundern und die dich jeden Tag Konzentration kostet.

Akte Dinge

Alles ist aufgeschrieben.

Die Akte steht für Vorgänge, die verwaltet werden. Ein Stapel davon meint Aufgaben, die sich angesammelt haben, ohne dass jemand sie erledigt.

Aktien Dinge

Besitz, der sich über Nacht ändert.

Aktien im Traum handeln nicht von Geld, sondern von Unsicherheit: Man besitzt etwas, dessen Wert andere bestimmen. Wer davon träumt, hat im Wachen oft etwas, das er nicht in der Hand hat.

Akzent Menschen

Die Herkunft hört man, auch wenn man sie nicht nennt.

Ein Akzent verrät, wo jemand herkommt, bevor er es sagt – und er lässt sich nicht ablegen. Im Traum steht er für einen Teil der eigenen Geschichte, der immer mitkommt, ob man will oder nicht.

Alarm Dinge

Etwas verlangt sofort Aufmerksamkeit.

Ein Alarm im Traum steht für einen Zustand, der keinen Aufschub mehr duldet. Woran du es erkennst: Meistens weißt du beim Aufwachen sofort, was gemeint ist.

Albatros Tiere

Fliegen ohne Flügelschlag.

Der Albatros kann stundenlang segeln, ohne die Flügel zu bewegen – er nutzt, was ohnehin da ist. Im Traum steht er für die seltene Lage, in der etwas ohne Kraftaufwand gelingt.

Albtraum Zustände und Gefühle

Ein Traum, der einen nicht loslässt.

Ein Albtraum ist kein schlechtes Zeichen, sondern ein lautes: Etwas will unbedingt gesehen werden. Sie häufen sich in belasteten Zeiten und werden seltener, sobald das Belastende einen Namen hat.

Alchemie Was man tut

Aus Wertlosem Wertvolles machen wollen.

Die Alchemie hat nie Gold hergestellt und trotzdem etwas gefunden – deshalb ist sie ein gutes Traumbild: Sie steht für ein Vorhaben, das anders ausgeht als geplant und trotzdem nicht umsonst ist.

Algen Natur und Wetter

Was im Wasser wuchert und die Sicht nimmt.

Wenn Wasser für Gefühle steht, sind Algen das, was sich darin festsetzt: nicht gefährlich, aber trübend und schwer zu entfernen. Wer sich darin verfängt, träumt von alten Gefühlen, die nicht loslassen.

Alibi Dinge

Der Beweis, nicht dabei gewesen zu sein.

Ein Alibi braucht nur, wer verdächtigt wird. Im Traum steht es für das Bedürfnis, sich zu rechtfertigen – und häufig auch für ein schlechtes Gewissen, das mit der Sache gar nichts zu tun hat.

Alle halfen mit Zustände und Gefühle

Zusammen geht es.

Wenn im Traum alle mit anfassen, zeigt das ein Vertrauen in die Umgebung. Es ist selten und darf ernst genommen werden.

Alle redeten durcheinander Zustände und Gefühle

Zu viele Stimmen.

Stimmengewirr steht für zu viele Meinungen zu einer Sache. Man hört alle und keine – und die eigene am wenigsten.

Alle sahen mich an Zustände und Gefühle

Jetzt bist du dran.

Im Mittelpunkt zu stehen, ohne vorbereitet zu sein, ist einer der häufigsten Angstträume. Er kommt bei allem, wo man liefern soll.

Allein singen Was man tut

Eine Stimme, alle hören zu.

Allein zu singen heißt, sich mit dem Eigensten zu zeigen. Ob es im Traum gelang, sagt viel über das gegenwärtige Selbstvertrauen.

Allein unterwegs Zustände und Gefühle

Niemand geht mit.

Allein unterwegs zu sein, ist im Traum nicht automatisch einsam: Es kann Freiheit heißen. Das Gefühl dabei entscheidet.

Alleinsein Zustände und Gefühle

Niemand da – zum Guten oder zum Schlechten.

Alleinsein ist im Traum eines der wenigen Bilder, das beides sein kann: Erholung oder Verlassenheit. Entscheidend ist nicht, ob jemand da war, sondern ob dir jemand gefehlt hat.

Alleinstehend Menschen

Frei und unbegleitet – beides zugleich.

Alleinstehend zu sein ist im Traum keine Bewertung, sondern ein Zustand mit zwei Seiten: niemand, der einengt, und niemand, der bleibt. Welche Seite der Traum betont, sagt, wie du deine Lage gerade empfindest.

Allergie Körper

Der Körper wehrt sich gegen etwas Harmloses.

Eine Allergie ist eine Abwehr, die übertreibt. Im Traum steht sie für eine Empfindlichkeit, die man selbst nicht erklären kann – und meistens gibt es im Wachen jemanden oder etwas, worauf man „allergisch" reagiert.

Allerheiligen Zeit und Erinnerung

Der Tag, an dem man zu den Toten geht.

Allerheiligen ist kein Trauertag, sondern ein Besuchstag: Man geht hin, stellt ein Licht auf und geht wieder. Im Traum steht er für ein geordnetes Verhältnis zu den Verstorbenen – sie haben einen Platz, und man weiß, wo er ist.

Alles fügte sich Zustände und Gefühle

Die Teile ergeben ein Ganzes.

Wenn sich im Traum alles fügt, hat etwas seinen Zusammenhang gefunden. Solche Träume kommen nach langen Unklarheiten – und sie sind der Lohn dafür.

Alles ist verplant Zustände und Gefühle

Keine Lücke mehr.

Ein Kalender ohne freie Stelle steht für ein Leben, in dem nichts Unvorhergesehenes mehr Platz hat – auch nichts Schönes.

Alles schläft Zustände und Gefühle

Wach zwischen Schlafenden.

Als einziger wach zu sein, ist eine besondere Art von Einsamkeit – und eine besondere Art von Wache. Der Traum zeigt beides.

Alles unter einen Hut Zustände und Gefühle

Alle Ansprüche auf einmal.

Alles unter einen Hut bringen zu wollen, ist die häufigste Selbstüberforderung überhaupt. Der Traum zeigt, dass der Hut zu klein ist.

Alles war in Ordnung Zustände und Gefühle

Nichts fehlt, nichts drückt.

Ein rundum guter Traum ist selten, und er wird oft nicht erzählt, weil es nichts zu deuten gäbe. Es gibt etwas: Er zeigt, dass es möglich ist.

Alles war offen Zustände und Gefühle

Jede Richtung wäre gegangen.

Vollständige Offenheit ist beglückend und lähmend. Der Traum zeigt sie an Wendepunkten – und er sagt nicht, wohin.

Alles war verändert Zustände und Gefühle

Vertrautes stimmt nicht mehr.

Wenn ein bekannter Ort im Traum verändert ist, geht es um den Ort in dir, nicht um den auf der Karte. Etwas, das feststand, steht nicht mehr fest.

Alles war weg Zustände und Gefühle

Die Arbeit ist verloren.

Verlorene Arbeit ist ein Verlust ohne Gegenstand: Es fehlt nichts, was man anfassen könnte, und alles, was man getan hat. Das Bild trifft genau da, wo Mühe entwertet wird.

Alles zu laut, alles zu hell Körper

Die Sinne halten nichts mehr ab.

Überempfindlichkeit ist Erschöpfung an den Sinnen: Der Filter arbeitet nicht mehr. Der Traum bildet damit Überlastung sehr körperlich ab.

Alm Orte und Räume

Ein Sommer weit oben, weit weg.

Auf die Alm geht man im Sommer und kommt im Herbst zurück – es ist ein Ort auf Zeit, mit wenig darauf und viel darüber. Im Traum steht sie für eine Auszeit, die ein Ende hat und gerade deshalb gut tut.

Almosen Dinge

Hilfe, die kleiner macht.

Ein Almosen hilft und demütigt zugleich – es wird gegeben, nicht geteilt. Im Traum steht es für Unterstützung, die man nicht annehmen möchte, aber braucht.

Aloe Natur und Wetter

Eine Pflanze, die Wasser speichert und Wunden kühlt.

Die Aloe steht in der Trockenheit und hat trotzdem Saft – und den gibt sie her, wenn etwas brennt. Im Traum ist sie eines der klarsten Bilder für stille Hilfsbereitschaft: wenig Ansprüche, viel Vorrat.

Alpenkräuter Natur und Wetter

Was auf mageren Böden wächst, hilft am meisten.

Alpenkräuter wachsen hoch oben, wo es karg ist, und gerade deshalb sind sie kräftig. Im Traum stehen sie für Heilung, die aus dem Einfachen kommt, und für Wissen, das von Großmüttern stammt.

Alphorn Dinge

Ein Ruf, der über weite Strecken trägt.

Das Alphorn wurde gebaut, um über Täler hinweg gehört zu werden. Im Traum steht es für ein Bedürfnis, sich weithin bemerkbar zu machen – bei jemandem, der zu weit weg ist.

Alraune Natur und Wetter

Eine Wurzel, die aussieht wie ein Mensch.

Die Alraune ist das älteste Bild dafür, dass etwas im Verborgenen menschliche Züge hat. Im Traum steht sie für eine Ahnung, die man nicht erklären kann – und die man lieber nicht ausgräbt.

Altar Orte und Räume

Der Ort für das Wichtigste.

Der Altar meint die Stelle, an der etwas Gewicht bekommt: eine Entscheidung, ein Versprechen, ein Abschied. Was dort liegt, ist nicht mehr alltäglich.

Alte Liebe Menschen

Jemand von früher steht wieder da.

Die alte Liebe im Traum bedeutet fast nie, dass man diesen Menschen zurückwill. Sie steht für ein Lebensgefühl, das man damals hatte – und das gerade fehlt. Was dir an ihm auffiel, ist die Auskunft, nicht die Person.

Alter Mensch Menschen

Erfahrung – oder die Furcht davor.

Alte Menschen im Traum stehen für Wissen, das aus Jahren kommt. Sind sie freundlich, geht es um Rat; sind sie beängstigend, um die eigene Angst vor dem Älterwerden.

Altern Körper

Die Zeit hat gearbeitet.

Im Traum plötzlich alt zu sein meint nicht die Jahre, sondern das Gefühl, dass etwas vorbeigegangen ist. Das Bild kommt an Wendepunkten und nicht an Geburtstagen.

Alterserscheinungen Körper

Der Körper sagt, wie spät es ist.

Alterserscheinungen im Traum sind selten ein Schreck über den Tod – sie sind ein Schreck über die Zeit. Sie kommen, wenn jemand merkt, dass ein Abschnitt zu Ende geht, und zeigen es an der Stelle, an der es sich nicht leugnen lässt.

Altmodisch Dinge

Etwas passt nicht mehr in die Zeit.

Im Traum altmodisch zu wirken oder etwas Altmodisches zu sehen, handelt vom Gefühl, nicht mehr mitzukommen. Ob das unangenehm war oder angenehm, ist die eigentliche Auskunft – manche Träume sagen damit, dass etwas Bewährtes richtig ist.

Altwerden Körper

Die Zeit zeigt sich am eigenen Körper.

Sich im Traum alt zu sehen ist selten eine Angst vor dem Alter. Es ist die Wahrnehmung, dass Zeit vergangen ist – oft in dem Jahr, in dem man etwas nicht getan hat. Wer im Traum jemanden gealtert sieht, den er lange nicht sah, rechnet nach.

Am Ende des Fadens Zustände und Gefühle

Der Vorrat ist aufgebraucht.

Wenn der Faden ausgeht, bevor die Naht fertig ist, steht das für Mittel, die knapper waren als die Aufgabe.

Am Fenster stehen Was man tut

Drinnen, und der Blick geht hinaus.

Am Fenster zu stehen, ist Teilnahme aus sicherer Entfernung. Es steht für Sehnsucht und für Vorsicht in einem Bild.

Am Grab stehen Was man tut

Ein Ort für das Gespräch.

Das Grab zu besuchen, ist im Traum ein Weg zu einem Gespräch, das nicht mehr möglich ist. Was man dort sagt, gehört zur Deutung – und es tut seine Wirkung.

Am Sterbebett Zustände und Gefühle

Dableiben bis zuletzt.

Am Bett eines Sterbenden zu sitzen ist im Traum ein Bild für Treue bis zum Schluss. Es kommt bei Trauernden und bedeutet keine Vorhersage – es ist oft ein nachgeholter Abschied.

Amazone Menschen

Eine Frau, die nicht beschützt werden will.

Die Amazone kämpft selbst und braucht niemanden dazu. Im Traum steht sie für eine Seite, die sich nicht helfen lässt – stark und einsam zugleich, und beides gehört zu ihr.

Amboss Dinge

Hält stand, damit etwas Form bekommt.

Der Amboss bewegt sich nicht und bekommt jeden Schlag ab. Er steht für einen festen Punkt, an dem sich etwas formen lässt – und für das Aushalten, das dazugehört.

Ameise Tiere

Unermüdlich und niemals allein.

Ameisen stehen für Fleiß im Kollektiv. Einzeln bedeuten sie nichts, in Menge Ordnung oder Überforderung – je nach Gefühl.

Ameisenhaufen Tiere

Ordnung, die wie Chaos aussieht.

Der Ameisenhaufen steht für ein Miteinander, das von außen wirr wirkt und genau funktioniert. Er kommt bei Träumen über Arbeit, Familie und alles, worin man nur ein Teil ist.

Ameisenstraße Tiere

Einer hinter dem anderen, ohne Ende.

Die Ameisenstraße steht für einen Arbeitsablauf, in dem jeder dasselbe tut. Sie beeindruckt und macht klein.

Amerika Orte und Räume

Das große Versprechen weit weg.

Amerika ist im Traum selten ein Land und meistens eine Vorstellung: der Ort, an dem alles möglich wäre. Wer davon träumt, sucht kein Reiseziel, sondern eine Möglichkeit.

Amethyst Dinge

Ein Stein, dem man Klarheit nachsagt.

Der Amethyst gilt seit Jahrhunderten als Stein gegen Rausch und Verwirrung. Ob man daran glaubt oder nicht: Im Traum steht er für den Wunsch nach einem klaren Kopf.

Amme Menschen

Wer nährt, ohne die Mutter zu sein.

Die Amme steht für Fürsorge von jemandem, der es nicht müsste. Im Traum betrifft sie oft einen Menschen, der einem gutgetan hat, ohne dazu verpflichtet zu sein – und den man vielleicht nie dafür bedankt hat.

Ampel Wege und Fahrzeuge

Ein anderer bestimmt, wann du darfst.

Die Ampel steht für eine Erlaubnis, auf die man wartet. Eine, die nicht umspringt, meint eine Entscheidung, die niemand fällt.

Amphitheater Orte und Räume

In der Mitte stehen, und alle sehen zu.

Im Amphitheater gibt es keine Rückseite: Man ist von allen Seiten sichtbar. Der Traum betrifft eine Lage, in der man sich nicht wegdrehen kann – Prüfung, Vortrag, oder einfach eine Familienfeier.

Amputation Körper

Ein Teil ist weg, und er kommt nicht wieder.

Die Amputation gehört zu den härtesten Traumbildern und meint fast nie den Körper. Sie steht für etwas, das du aufgeben musstest – eine Fähigkeit, eine Rolle, eine Möglichkeit. Welcher Teil fehlte, sagt dir welche.

Amsel Tiere

Der vertraute Sänger im Garten.

Die Amsel steht für das Gewohnte, das gut ist: nichts Besonderes, aber verlässlich da. Ihr Gesang im Traum beruhigt.

Amt Orte und Räume

Regeln, die für alle gelten.

Das Amt steht für Ordnung ohne Ansehen der Person. Im Traum ist es selten böse und fast immer zäh – ein Bild für Verfahren, die dauern.

Amtsperson Menschen

Die Ordnung, gegen die man nicht anredet.

Ämter und Beamte stehen für Regeln ohne Ansehen der Person. Im Traum meinen sie oft eine Sache, die man erledigen müsste und aufschiebt.

Amulett Dinge

Ein Ding, das Halt geben soll.

Das Amulett steht für einen Halt, den man äußerlich macht, weil er innen noch wackelt. Das ist nicht albern, sondern eine sehr alte und sehr menschliche Hilfe.

Ananas Dinge

Süß innen, stachelig außen.

Die Ananas ist das Bild für etwas, an das man erst heranmuss: Die Schale ist unfreundlich, der Inhalt nicht. Im Traum betrifft das oft einen Menschen.

Anbau Orte und Räume

Mehr Platz, angesetzt an das Vorhandene.

Wenn das Haus im Traum du selbst bist, ist der Anbau eine Erweiterung: Etwas Neues kommt dazu, ohne dass das Alte weicht. Ob er passte oder fremd wirkte, ist die Auskunft.

Anbeten Was man tut

Jemanden über sich stellen.

Wer im Traum anbetet, macht sich kleiner, als er ist. Das betrifft selten Götter und meistens Menschen – und der Traum fragt, was du dabei aufgibst.

Andacht Zustände und Gefühle

Still werden vor etwas Größerem.

Andacht ist kein religiöses Gefühl, sondern ein aufmerksames: Man hört auf zu reden, weil etwas wichtiger ist. Im Traum kommt sie an Stellen, an denen sonst Lärm wäre.

Andenken Dinge

Ein Ding, das für etwas anderes steht.

Ein Andenken ist für sich genommen wertlos und trotzdem unersetzlich – weil jemand etwas hineingelegt hat. Im Traum steht es für eine Bindung, die noch trägt. Ob du es hervorgeholt oder weggelegt hast, ist die ganze Deutung.

Aneinander vorbeireden Was man tut

Zwei sprechen, und keiner kommt an.

Aneinander vorbeizureden ist im Traum quälender als Streit: Es gibt keinen Gegner, nur eine Wand aus Missverständnis. Solche Träume zeigen fast immer eine bestimmte Person – und meistens weiß man welche.

Anekdote Was man tut

Eine kleine Geschichte, die etwas Größeres meint.

Wer im Traum eine Geschichte erzählt, sagt etwas durch die Blume. Was in der Geschichte geschah, ist dabei wichtiger als die Tatsache, dass sie erzählt wurde.

Anemone Natur und Wetter

Eine Blüte, die dem Winter zuvorkommt.

Die Anemone blüht früh und zart, oft bevor der letzte Frost vorbei ist. Im Traum steht sie für etwas Zerbrechliches, das sich früher hervorwagt, als es sollte.

Anerkennung Zustände und Gefühle

Dass das, was man tut, zählt.

Anerkennung meint nicht Applaus, sondern die schlichte Auskunft, dass etwas gesehen wurde. Im Traum steht sie oft dort, wo im Wachen jemand fehlt, der sie gibt – ein Vorgesetzter, ein Elternteil, manchmal man selbst.

Anfall Körper

Der Körper übernimmt, ohne zu fragen.

Zusammenzubrechen heißt im Traum, dass etwas nicht mehr getragen werden kann – und dass der Körper das entscheidet, nicht der Kopf. Solche Bilder sind keine Vorhersagen. Sie sind eine Meldung: Die Grenze ist näher, als du denkst.

Anfang Was man tut

Der Punkt, vor dem noch nichts entschieden ist.

Ein Anfang im Traum ist selten fröhlich und fast nie bedrohlich – er ist offen. Genau das macht ihn anstrengend: Alles ist noch möglich, und nichts ist schon getan. Woran du es erkennst: ob du losgegangen bist oder stehengeblieben.

Anfassen Was man tut

Sich vergewissern.

Etwas anzufassen heißt, ihm zu trauen. Es steht für den Schritt vom Betrachten zum Umgang – und im Traum oft für eine Entscheidung, die man schon getroffen hat.

Anführer Menschen

Wer vorangeht und die anderen folgen lässt.

Ein Anführer im Traum ist selten eine Person aus dem Wachen. Er steht für die Frage, wer bei dir bestimmt – und dass er im Traum jemand anderes ist als du, ist die eigentliche Auskunft.

Angeberei Was man tut

Größer reden als man ist.

Angeberei im Traum handelt fast nie von Eitelkeit, sondern von Unsicherheit: Wer sich größer macht, fürchtet, klein zu wirken. Ob du angegeben hast oder dir jemand vorgemacht wurde, kehrt die Deutung um.

Angebot Was man tut

Etwas liegt auf dem Tisch, und du musst dich äußern.

Ein Angebot zwingt zu einer Antwort – das ist sein Wesen, und deshalb kommt es in Träume. Es steht für eine Möglichkeit, die nicht ewig offen bleibt. Was du im Traum getan hast, ist dabei weniger wichtig als das Gefühl dabei: Erleichterung oder Enge sagen dir, was du eigentlich willst.

Angebrannt Zustände und Gefühle

Zu lange unbeaufsichtigt.

Etwas Angebranntes ist nicht mehr zu retten und war es beinahe. Ein Bild für eine Sache, bei der man einen Moment zu lange weggesehen hat.

Angekommen sein Zustände und Gefühle

Der Weg ist zu Ende, und es ist gut.

Anzukommen, ist der Gegenpol zu allen Wegträumen. Der Traum zeigt es selten – und wenn, dann nach einer langen Folge von Träumen, in denen man unterwegs war.

Angel Dinge

Warten auf das, was unten ist.

Angeln meint Geduld gegenüber dem Unbewussten: Man weiß, dass da etwas ist, kann es aber nicht holen – nur warten, bis es anbeißt.

Angenehm überrascht Zustände und Gefühle

Besser als gedacht.

Eine angenehme Überraschung im Traum zeigt, dass jemand mit wenig rechnet. Sie ist eine Einladung, die Erwartung nachzujustieren.

Angestellter Menschen

Wer neben dir arbeitet, ohne dich gewählt zu haben.

Menschen aus der Arbeit tauchen im Traum häufiger auf als Freunde – nicht, weil sie wichtiger wären, sondern weil man sie nicht aussucht. Sie stehen oft für einen Teil von dir, den du auch nicht ausgesucht hast.

Angriff Was man tut

Jemand kommt auf dich zu, und nicht freundlich.

Ein Angriff im Traum ist fast nie eine Vorhersage. Er zeigt Druck – und zwar den, der schon da ist. Woran du es erkennst: Ob du dich gewehrt hast, weggelaufen bist oder stehengeblieben.

Angst Zustände und Gefühle

Was ungelöst ist, meldet sich nachts.

Angst im Traum ist fast nie eine Warnung vor etwas, das kommt – sie ist der Nachhall von etwas, das offen ist. Sie sagt nicht, dass etwas Schlimmes geschieht, sondern zeigt, wo noch etwas ungelöst ist. Albträume häufen sich in Zeiten der Belastung und werden seltener, sobald du das Belastende benennen kannst.

Angstfreiheit Zustände und Gefühle

Die Angst ist weg, und du merkst es.

Angstfreiheit ist nicht Mut – Mut hat Angst und geht trotzdem. Angstfreiheit ist die Erleichterung danach. Solche Träume kommen oft, nachdem im Wachen etwas überstanden ist, ohne dass man es gemerkt hat.

Anhalter Menschen

Jemand fährt mit, den du nicht kennst.

Der Anhalter bringt etwas Fremdes in dein Fahrzeug – und dein Fahrzeug ist im Traum meistens dein Leben. Ob du ihn mitgenommen hast oder selbst am Straßenrand standest, kehrt die Deutung um.

Anhänger Wege und Fahrzeuge

Fährt mit, ohne selbst zu fahren.

Der Anhänger hat keinen Antrieb und bestimmt trotzdem mit, wie es sich fährt. Ein Bild für Verpflichtungen, die man mitzieht.

Anker Dinge

Halt im Beweglichen.

Der Anker meint das, was einen hält, wenn sonst alles in Bewegung ist: ein Mensch, eine Gewohnheit, ein Ort. Ein Anker, der nicht greift, ist eine ernste Meldung.

Anklage Zustände und Gefühle

Jemand sagt, du warst es.

Angeklagt zu werden ist eines der beklemmendsten Traumbilder, besonders wenn man nicht weiß, weswegen. Es steht für ein diffuses Schuldgefühl ohne Tat.

Ankleben Was man tut

Etwas geht nicht mehr ab.

Kleben ist die weiche Form des Festhaltens: kein Nagel, sondern Zähigkeit. Im Traum steht es für etwas, das an einem hängen bleibt – ein Ruf, eine Rolle, eine alte Geschichte.

Ankleiden Was man tut

Sich zurechtmachen für andere.

Kleidung ist im Traum das, was man von sich zeigt – und sich anzukleiden heißt, sich darauf vorzubereiten, gesehen zu werden. Ob die Sachen gepasst haben, entscheidet die Deutung.

Anklopfen Was man tut

Etwas will herein und fragt vorher.

Klopfen im Traum ist beinahe immer eine Ankündigung: Etwas steht an, und es hält sich noch an die Form. Ob du aufgemacht hast, ist die eigentliche Frage.

Anklopfen und warten Was man tut

Du bittest um Einlass.

Anzuklopfen und zu warten, ist Höflichkeit und Ausgeliefertsein in einem. Dass niemand aufmacht, ist eine der leisesten Zurückweisungen im Traum.

Ankreiden Was man tut

Etwas wird aufgeschrieben und bleibt stehen.

Ankreiden heißt, dass eine Sache nicht vergessen wird. Im Traum steht es für alte Rechnungen, die noch offen sind – und die Frage ist, wer die Kreide hält.

Ankunft Wege und Fahrzeuge

Der Weg hört auf, ein Weg zu sein.

Anzukommen ist im Traum seltener, als man denkt – die meisten Traumwege enden vorher. Wer ankommt, hat etwas abgeschlossen, und das Bild sagt, dass es abgeschlossen werden durfte. Die Frage danach ist die eigentliche: Wer wartete dort, und war es das, was du erwartet hattest?

Anlehnen Was man tut

Sich auf etwas verlassen.

Sich anzulehnen heißt, Gewicht abzugeben. Woran man sich lehnt, sagt, wem oder was man das gerade zutraut.

Anmut Zustände und Gefühle

Schönheit, die sich keine Mühe gibt.

Anmut ist nicht Schönheit und nicht Können – sie ist beides ohne Anstrengung. Im Traum steht sie für einen Zustand, in dem etwas von selbst gelingt, und sie gehört zu den wenigen Bildern, die nichts fordern.

Annageln Was man tut

Etwas wird festgemacht, damit es nicht wegkann.

Angenagelt zu sein gehört zu den beklemmendsten Traumbildern: Man ist da und kann nicht weg. Bei Dingen meint es Dauerhaftigkeit, bei Menschen fast immer Zwang.

Anpflanzen Was man tut

Etwas in die Erde bringen und warten.

Pflanzen ist die geduldigste Handlung, die es gibt: Man tut etwas und sieht wochenlang nichts. Im Traum steht es für Vorhaben, deren Ergebnis noch weit weg ist.

Ans andere Ufer Was man tut

Hinüber, durch oder über das Wasser.

Ans andere Ufer zu gelangen, ist das älteste Übergangsbild, das es gibt. Es steht für einen vollzogenen Wechsel – und dass man dafür nass wird oder ein Boot braucht, gehört dazu.

Ans Kreuz geschlagen Zustände und Gefühle

Öffentlich leiden, für alle sichtbar.

Das Bild der Kreuzigung ist im Traum kein religiöses, sondern ein soziales: Jemand wird zum Opfer gemacht, und alle sehen zu. Es kommt bei Menschen, die sich zu Unrecht an den Pranger gestellt fühlen – und bei solchen, die sich selbst dorthin stellen.

Anschaffung Was man tut

Etwas kaufen, das bleiben soll.

Eine Anschaffung ist kein Einkauf – sie ist eine Entscheidung für längere Zeit. Im Traum geht es deshalb weniger um das Ding als um die Festlegung: Wer etwas anschafft, rechnet damit, an diesem Ort zu bleiben.

Anschauen Was man tut

Zwei Blicke treffen sich.

Angesehen zu werden ist im Traum ein starker Augenblick: Es entscheidet, ob man gemeint ist. Wer den Blick erwidert hat und wer ihn abgewandt hat, ist dabei wichtiger als alles, was gesagt wurde.

Anschluss Wege und Fahrzeuge

Das eine muss zum anderen passen, sonst steht man.

Der Anschluss ist der Moment zwischen zwei Etappen, und er ist knapp. Im Traum geht es nie nur um Fahrpläne: Anschluss verpasst heißt, dass jemand mit den anderen nicht mehr mitkommt – im Beruf, in einer Gruppe, im Leben.

Ansichtskarte Dinge

Ein kurzer Gruß von weit her.

Die Ansichtskarte zeigt einen schönen Ort und sagt wenig – aber sie sagt: Ich habe an dich gedacht. Im Traum geht es deshalb nicht um den Inhalt, sondern darum, dass jemand sich gemeldet hat.

Ansporn Zustände und Gefühle

Etwas treibt dich weiter, statt dich zu bremsen.

Ansporn ist der Widerstand, der nützt. Er kommt oft von etwas Unangenehmem – einem Zweifel, einem Spott – und dreht es um. Im Traum steht er dafür, dass du noch Kraft in der Sache hast.

Ansprache Was man tut

Vor vielen sprechen und gehört werden.

Eine Ansprache im Traum ist immer ein Wagnis: Alle hören zu, und man kann sich nicht zurücknehmen. Ob dir die Worte kamen oder ausgingen, ist die eigentliche Auskunft – Letzteres ist einer der häufigsten Träume überhaupt.

Anspruch Zustände und Gefühle

Es steht dir zu, ob du es bekommst oder nicht.

Ein Anspruch ist mehr als ein Wunsch und weniger als ein Besitz. Im Traum geht es fast immer darum, ihn auszusprechen – und ob man sich das traut.

Anspucken Was man tut

Verachtung ohne Worte.

Anspucken ist die deutlichste Geste der Verachtung, die es gibt, und sie braucht keine Begründung. Im Traum trifft sie genau dort, wo jemand sich nicht wehren kann.

Anstalt Orte und Räume

Ein Ort, an dem andere über dich bestimmen.

Die Anstalt ist ein Ordnungsbild: Hier gelten fremde Regeln und feste Zeiten. Im Traum betrifft sie fast nie eine Krankheit, sondern das Gefühl, entmündigt zu sein.

Anstand Zustände und Gefühle

Die Regeln, die man sich selbst gibt.

Anstand ist das Gesetz ohne Gericht – niemand prüft es außer dir. Im Traum wird es meist dann zum Thema, wenn du dagegen verstoßen hast oder es erwägst. Wer im Traum erwischt wird, hat seinen Richter selbst mitgebracht.

Ansteckung Zustände und Gefühle

Etwas von außen geht auf dich über.

Ansteckung im Traum meint fast nie Krankheit, sondern Übertragung: Eine Stimmung, eine Sorge, eine Art zu denken ist auf dich übergegangen. Woran du es erkennst: Von wem sie kam.

Anstellung Dinge

Ein Platz, an dem man zählt.

Eine Anstellung im Traum ist ein Bild für Zugehörigkeit: Jemand sagt, du gehörst dazu und wirst gebraucht. Kommt sie im Traum zustande, fehlt im Wachen oft genau diese Zusage.

Anstoßen Was man tut

Gemeinsam auf etwas.

Das Anstoßen macht eine Freude öffentlich und teilt sie. Wer im Traum mit anstößt, gehört dazu.

Anstreichen Was man tut

Von außen neu, innen dasselbe.

Anstreichen verändert nichts an der Wand und alles am Raum. Im Traum ist das beides zugleich: ein echter Neuanfang und eine Übertünchung – und welches gemeint ist, sagt, ob vorher etwas ausgebessert wurde.

Anstrengung Zustände und Gefühle

Es geht, aber es kostet.

Anstrengung im Traum ist kein Scheitern – im Gegenteil, sie zeigt, dass du weitermachst. Sie sagt nur, zu welchem Preis. Häufen sich solche Träume, ist das eine Auskunft über das Wachen und keine über den Traum.

Anstrich Orte und Räume

Neu, ohne dass sich etwas ändert.

Ein frischer Anstrich macht einen Raum anders, nicht neu. Im Traum steht er für eine Veränderung an der Oberfläche – die guttut und nicht alles ist.

Antenne Dinge

Wofür du empfänglich bist.

Die Antenne steht für das Aufnehmen: Was dringt zu dir durch, und was nicht? Gestört, abgeknickt oder ohne Empfang meint sie, dass dir gerade etwas entgeht, von dem du ahnst, dass es da ist.

Antibiotikum Dinge

Hilft gegen etwas, das man nicht sehen kann.

Ein Antibiotikum wirkt gegen einen Gegner, von dem man nur die Folgen kennt, und muss zu Ende genommen werden, auch wenn es längst besser ist. Im Traum steht es für eine Hilfe, die man durchhalten muss, um nicht von vorn anzufangen.

Antiquität Dinge

Alt, und gerade deshalb wertvoll.

Eine Antiquität ist gebraucht und teuer zugleich – Alter macht sie nicht schlechter, sondern kostbar. Im Traum ist das ein freundliches Bild für alles, was länger da ist: Menschen, Gewohnheiten, Häuser.

Antrag stellen Was man tut

Man muss darum bitten.

Einen Antrag zu stellen heißt, etwas nicht einfach nehmen zu dürfen. Es steht für Abhängigkeit von einer Entscheidung anderer.

Antwort Was man tut

Was zurückkommt – oder ausbleibt.

Die Antwort ist in Träumen fast immer das, was fehlt: Man fragt, und es kommt nichts. Das Bild steht für eine offene Sache im Wachen, auf die man wartet. Kommt eine Antwort, lohnt sich das Hinhören – Träume legen einem selten Worte in den Mund, die man nicht schon kannte.

Anwalt Menschen

Wer für dich spricht.

Der Anwalt steht für Rechtfertigung. Er erscheint, wenn jemand sich erklären zu müssen glaubt – oft ohne dass es jemand verlangt.

Anzahlung Was man tut

Ein erster Teil, und damit ist man gebunden.

Wer anzahlt, hat sich entschieden, ohne fertig zu sein. Im Traum steht das für einen Schritt, der klein aussieht und festlegt – ein Versprechen, ein Ja, ein Anfang, aus dem man nicht mehr ohne Verlust herauskommt.

Anzeige in der Zeitung Dinge

Öffentlich sagen, was man sucht.

Eine Anzeige aufzugeben heißt zuzugeben, dass etwas fehlt – vor allen. Im Traum steht sie für ein Bedürfnis, das man nicht mehr für sich behalten kann.

Anzug Dinge

Für Anlässe, nicht für den Alltag.

Der Anzug steht für eine Rolle mit Anspruch: Beruf, Feier, Ernstfall. Ein zu großer oder zu enger Anzug sagt genau, wie gut sie sitzt.

Anzünden Was man tut

Etwas in Gang bringen.

Etwas anzuzünden, setzt einen Vorgang in Gang, der dann von selbst läuft. Es steht für einen Anstoß mit Folgen.

Apfel Natur und Wetter

Die Frucht der Erkenntnis und des Alltags.

Der Apfel trägt zwei Bedeutungen zugleich: Er ist das alltäglichste Obst und die Frucht, an der eine ganze Geschichte hängt. Sein Zustand entscheidet, welche gemeint ist.

Apfelsine Dinge

Man muss sie erst öffnen.

Die Apfelsine ist in Fächer geteilt und lässt sich erst genießen, wenn die Schale ab ist. Im Traum steht sie für etwas, das gut ist und ein bisschen Arbeit macht.

Apostel Menschen

Wer eine Botschaft weiterträgt, die nicht seine ist.

Der Apostel überzeugt andere von etwas, das er selbst empfangen hat. Im Traum steht er für Übereifer – und für die Frage, ob die Sache wirklich deine ist.

Apotheker Menschen

Gibt heraus, was verordnet ist.

Der Apotheker steht zwischen Rat und Anwendung. Im Traum meint er die Stelle, an der ein Vorsatz in etwas Greifbares übergeht.

Appetit Zustände und Gefühle

Lust auf etwas Bestimmtes.

Appetit ist gerichteter Hunger: Man will nicht irgendetwas, sondern genau das. Er steht für einen Wunsch, der schon weiß, wonach er verlangt.

Applaus Zustände und Gefühle

Zustimmung, hörbar.

Applaus steht für Anerkennung durch viele. Ausbleibender Beifall ist im Traum eine der schärfsten Kränkungen – und meint meistens einen einzelnen Menschen, dessen Anerkennung fehlt.

Aprikose Dinge

Süß, weich und nur kurz reif.

Weiches Obst steht im Traum für Gelegenheiten mit kurzer Frist: Jetzt ist es gut, morgen nicht mehr. Wer davon träumt, weiß im Wachen meistens, worauf das gemünzt ist.

Aprilscherz Was man tut

Es war nicht wahr, und alle wussten es außer dir.

Ein Aprilscherz ist harmlos gemeint und trifft trotzdem: Für einen Moment stand man allein mit einer Wahrheit, die keine war. Im Traum steht er für eine Täuschung, hinter der keine Bosheit steckt – und die kränkt trotzdem.

Aquarium Dinge

Leben hinter Glas.

Das Aquarium zeigt etwas Lebendiges, das man ansehen und nicht anfassen kann – Gefühle, die sichtbar sind und nicht erreichbar. Achte darauf, ob du davor standest oder darin warst.

Arbeit Was man tut

Wofür du deine Stunden hergibst.

Arbeit im Traum ist selten die Arbeit von gestern. Sie steht für den Teil des Lebens, der verlangt wird – und die Frage ist immer dieselbe: Ist es deine, und kommt sie zu einem Ende?

Arbeiter Menschen

Einer, der es macht, statt darüber zu reden.

Arbeiter im Traum stehen für den Teil von dir, der etwas zu Ende bringt, ohne zu fragen, ob es sich lohnt. Sie tauchen auf, wenn im Wachen etwas gebaut oder repariert wird – nicht immer ein Haus. Was sie bauen, ist der Hinweis.

Arbeitskleidung Dinge

Was man anzieht, um jemand Bestimmtes zu sein.

Arbeitskleidung ist eine Rolle zum Anziehen: Wer sie trägt, wird nicht als Person angesprochen, sondern als Zuständiger. Im Traum geht es darum, ob sie passt – und ob man sie abends wieder loswird.

Arbeitslosigkeit Zustände und Gefühle

Nicht mehr gebraucht werden.

Arbeitslosigkeit im Traum handelt fast nie von Geld. Sie handelt davon, nicht mehr gebraucht zu werden – und deshalb träumen auch Menschen davon, die eine sichere Stelle haben. Woran du es erkennst: Ob dir im Traum das Einkommen fehlte oder die Aufgabe.

Arbeitsplatz Orte und Räume

Der Ort, an dem du gebraucht wirst.

Der eigene Arbeitsplatz im Traum ist selten eine Erinnerung an den Tag. Meistens geht es darum, ob dieser Platz noch deiner ist – ob jemand daran gesessen hat, ob er aufgeräumt war, ob du ihn wiedergefunden hast.

Archäologie Was man tut

Vorsichtig freilegen, was verschüttet war.

Archäologie zerstört nichts, sie räumt ab. Im Traum ist sie das genaueste Bild für das, was eine Deutung tut: Etwas liegt lange unten, und jemand legt es Schicht für Schicht frei, ohne es zu beschädigen.

Arche Dinge

Was man mitnimmt, wenn alles andere untergeht.

Die Arche ist kein Fluchtbild, sondern ein Auswahlbild: Sie fragt, was dir wichtig genug ist, um es zu retten. Solche Träume kommen vor großen Änderungen – und was du an Bord gebracht hast, ist die eigentliche Auskunft.

Architekt Menschen

Wer den Plan macht, bevor gebaut wird.

Ein Architekt im Traum ist selten ein wirklicher: Er steht für den Teil von dir, der vorausdenkt. Solche Träume kommen, wenn etwas Größeres ansteht und noch kein Plan da ist. Woran du es erkennst: Ob du den Plan gesehen hast oder nur wusstest, dass es einen gibt.

Arena Orte und Räume

Alle sehen zu, und ausweichen geht nicht.

Die Arena ist rund, damit niemand aus dem Blick gerät – darin liegt ihr ganzes Traumbild. Sie steht für eine Prüfung vor Publikum: eine Rede, ein Streit, eine Entscheidung, bei der alle zusehen. Wer im Traum in der Mitte steht, hat im Wachen das Gefühl, beobachtet zu werden.

Arktis Orte und Räume

Weit, hell und ohne alles.

Die Arktis ist kein bedrohlicher Ort, sondern ein gleichgültiger: Es ist nichts da, das einem etwas will. Im Traum steht sie für eine innere Kälte, die nicht von einem Streit kommt, sondern von Leere.

Arm Körper

Reichweite – und Umarmung.

Arme stehen für das, was man erreicht und wen man an sich lässt. Verschränkte Arme im Traum sind eine Antwort, bevor eine Frage gestellt wurde.

Armband Dinge

Ein Zeichen am arbeitenden Arm.

Das Armband bleibt beim Tun sichtbar. Es steht für eine Zugehörigkeit, die man nicht ablegt.

Armbanduhr Dinge

Die Zeit, die du selbst mitträgst.

Anders als die Uhr an der Wand gehört die Armbanduhr dir: Sie steht für deinen eigenen Takt, nicht für den der anderen. Eine stehengebliebene oder verlorene Armbanduhr fragt danach, wessen Zeit du gerade lebst.

Ärmel Dinge

Hochgekrempelt heißt: es geht los.

Die Ärmel hochzukrempeln ist die Geste vor der Arbeit. Im Traum steht sie für Entschlossenheit, die sich zeigt, bevor sie beweist.

Armut Zustände und Gefühle

Nicht genug, und alle sehen es.

Armut im Traum ist fast nie eine Aussage über Geld. Sie ist das Gefühl, nicht genug zu haben, um mitzuhalten – an Kraft, an Zeit, an Wert. Deshalb träumen auch Menschen davon, denen nichts fehlt. Die Frage ist, woran es dir gerade wirklich mangelt.

Arnika Natur und Wetter

Das Kraut für das, was von außen kam.

Arnika hilft bei Prellungen und blauen Flecken – bei Verletzungen also, die ein Stoß von außen gemacht hat. Im Traum steht sie für die Versorgung einer Kränkung, die niemand sieht.

Artist Menschen

Kann etwas, das andere nicht können, und wird angesehen.

Der Artist macht das Schwere leicht aussehen und stürzt, wenn er einmal nicht aufpasst. Im Traum steht er für ein Können unter Beobachtung – und für den Preis, den es kostet, dass es mühelos wirken muss.

Arzt Menschen

Hilfe – und das Eingeständnis, sie zu brauchen.

Der Arzt im Traum kommt, wenn etwas nach Behandlung verlangt. Das ist selten körperlich gemeint. Häufiger geht es um ein Eingeständnis: dass man etwas nicht allein hinbekommt. Genau das macht diesen Traum manchmal unangenehm.

Asche Dinge

Was nach dem Feuer bleibt.

Asche meint Erschöpfung nach einer heftigen Zeit. Sie ist kein Nichts: Asche düngt. Der Traum sagt damit, dass aus dem Verbrannten etwas werden kann.

Aschenbecher Dinge

Was übrig ist vom Verbrauchten.

Der volle Aschenbecher steht für vergangene Stunden, die Spuren hinterlassen haben – Gespräche, Warten, Unruhe.

Aschenbrödel Menschen

Wer mehr wert ist, als man ihn sein lässt.

Aschenbrödel ist das Bild für unerkannten Wert: Die Arbeit wird gesehen, der Mensch dahinter nicht. Der Traum sagt nicht, dass du bemitleidet werden willst – er sagt, dass etwas an dir übersehen wird, das du selbst kennst.

Aschermittwoch Zeit und Erinnerung

Der Morgen nach dem Fest.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei – das sagt schon der Name. Im Traum steht er für die Ernüchterung nach einer Zeit, in der viel möglich schien, und für den Anfang einer nüchternen Strecke.

Asphalt Wege und Fahrzeuge

Ein Boden, auf dem nichts wächst und alles rollt.

Asphalt macht Wege schnell und tot. Im Traum steht er für eine Strecke, auf der es vorangeht, ohne dass etwas entsteht – und für Städte, in denen man niemanden kennt.

Asthma Körper

Luft ist da und kommt nicht an.

Beim Asthma fehlt nicht die Luft, sondern der Weg dorthin – und genau das macht es im Traum so treffend. Es steht für eine Enge, in der alles Nötige vorhanden wäre und trotzdem nichts durchkommt.

Astronaut Menschen

Ganz weit weg und gut geschützt.

Der Astronaut ist kein Abenteurer, sondern ein Mensch in einer Hülle: Er sieht alles und berührt nichts. Wer davon träumt, steht im Wachen oft neben seinem eigenen Leben – beteiligt und doch durch eine Scheibe getrennt.

Atem Körper

Raum zum Leben.

Keine Luft zu bekommen ist ein häufiges Traumbild und meint Enge: zu wenig Platz, zu viele Ansprüche. Es ist fast nie ein Hinweis auf den Körper.

Atemnot Körper

Der Atem reicht nicht.

Keine Luft zu bekommen ist ein häufiges und heftiges Traumbild. Es meint Enge – zu wenig Raum, zu wenig Zeit, zu viel Verlangtes – und sagt nichts über die Atemwege.

Athlet Menschen

Ein Körper, an dem gearbeitet wurde.

Der Athlet ist nicht stark geboren, er ist stark geworden – und das sieht man ihm an. Im Traum steht er für ein Können, das sichtbar Mühe gekostet hat, und manchmal für den Wunsch, dem eigenen Körper wieder zu trauen.

Atlantis Orte und Räume

Eine Welt, die untergegangen ist und weiterlebt.

Atlantis gibt es nicht und trotzdem in jedem Kopf. Im Traum steht es für eine Zeit, die versunken ist – eine Kindheit, eine Familie, ein Land – und dafür, dass sie unten weiterbesteht.

Atmen Körper

Das Einzige, was ununterbrochen weitergeht.

Atem ist im Traum das Maß für alles andere: Wer ruhig atmet, steht die Sache durch; wer keine Luft bekommt, ist in die Enge geraten. Der Atem lügt nicht, auch nicht im Traum – deshalb ist er der verlässlichste Hinweis auf die wirkliche Lage.

Atmosphäre Zustände und Gefühle

Was man merkt, bevor jemand etwas sagt.

Die Atmosphäre eines Raumes lässt sich nicht belegen und täuscht selten. Im Traum ist sie oft wichtiger als alles, was darin geschieht – erinnert wird sie länger als die Handlung.

Atombombe Zustände und Gefühle

Eine Angst, die zu groß ist, um sie einzuteilen.

Die Atombombe gehört zu den Bildern, die eine Sorge größer machen, als sie ist – und genau darin liegt ihre Auskunft: Etwas fühlt sich gerade unabwendbar an. Solche Träume sind fast nie Vorahnungen und fast immer Überforderung.

Attentat Zustände und Gefühle

Ein Angriff, mit dem niemand rechnet.

Beim Attentat ist nicht die Gewalt das Bild, sondern die Plötzlichkeit: Es trifft aus heiterem Himmel. Wer davon träumt, rechnet im Wachen oft damit, dass etwas Unvorhersehbares geschieht – ohne es benennen zu können.

Attest Dinge

Eine Erlaubnis, nicht zu müssen.

Das Attest steht für die Erlaubnis von außen: Jemand anders bestätigt, dass du gerade nicht kannst. Wer davon träumt, traut sich im Wachen meistens nicht, es selbst zu sagen.

Audienz Was man tut

Vorgelassen werden zu jemandem, der sonst nicht zu sprechen ist.

Eine Audienz bekommt man nicht, man wird gewährt. Im Traum steht sie für ein Gespräch, auf das jemand lange gewartet hat – und dafür, dass die Zeit knapp bemessen ist.

Auf dem Beifahrersitz Wege und Fahrzeuge

Dabei und nicht am Steuer.

Der Beifahrersitz ist der Platz für Vertrauen: Man überlässt jemandem die Richtung. Wie wohl man sich dabei fühlt, ist die Auskunft.

Auf dem Boden bleiben Zustände und Gefühle

Nicht abheben.

Auf dem Boden zu bleiben, während alle anderen schweben, ist eine Haltung. Sie kann Klugheit sein oder Angst vor der Höhe und ist im Traum an der Umgebung zu erkennen.

Auf dem Dachboden suchen Zustände und Gefühle

Oben liegt das Aufgehobene.

Der Dachboden bewahrt, was man nicht wegwerfen wollte. Dort zu suchen, steht für Erinnerungsarbeit – und was man findet, ist selten das, wonach man gesucht hat.

Auf dem Trockenen sitzen Zustände und Gefühle

Festgefahren, ohne Wasser unterm Kiel.

Ein Boot auf Grund kann nicht fahren, obwohl es ganz ist. Das Bild steht für eine Lage, in der die Mittel fehlen und nicht das Können.

Auf der Flucht Menschen

Weg müssen und nicht wissen, wohin.

Auf der Flucht zu sein heißt, dass ein Ort unmöglich geworden ist – nicht, dass ein Ziel lockt. Darin liegt der Unterschied zur Reise. Im Traum steht das Bild für eine Lage, in der du nur noch weg willst. Was du mitgenommen hast, ist das Wichtigste am ganzen Traum.

Auf die Knie gehen Was man tut

Sich kleiner machen als der andere.

Auf die Knie zu gehen ist Unterwerfung oder Bitte – und manchmal Ehrerbietung. Der Traum sagt durch das Gefühl, welche gemeint ist. Freiwillig zu knien ist etwas ganz anderes, als niedergezwungen zu werden.

Auf einmal war da Zustände und Gefühle

Ohne Ankündigung.

Was im Traum ohne Übergang auftaucht, ist betont. Der Schlaf spart sich den Weg dorthin, weil es auf das Ding ankommt und nicht auf sein Kommen.

Auf etwas beharren Was man tut

Kein Schritt zurück.

Beharrlichkeit hält eine Sache am Leben und einen Streit ebenso. Der Traum zeigt beides in einem Bild – welches gilt, entscheidet, worum es ging.

Auf etwas stolz sein Zustände und Gefühle

Du hast es gemacht.

Stolz auf eine eigene Leistung ist im Traum selten und bedeutsam: Es fällt vielen leichter, sich zu tadeln. Wo der Traum Stolz zeigt, darf man ihn annehmen.

Auf etwas zeigen Was man tut

Sieh dort hin.

Wenn im Traum jemand auf etwas zeigt, ist das ein Hinweis des Traums selbst. Worauf gezeigt wurde, gehört zur Deutung.

Auf Holz klopfen Was man tut

Das Gute nicht verschreien.

Auf Holz zu klopfen soll verhindern, dass ein Glück zerredet wird. Im Traum steht die Geste für Vorsicht gegenüber dem eigenen Optimismus.

Aufbewahren Was man tut

Für später zurücklegen.

Aufbewahren steht für Vertrauen in eine Zukunft, in der man es brauchen wird. Zu viel Aufbewahrtes wird irgendwem zur Last.

Aufdecken Was man tut

Es kommt ans Licht.

Aufdecken beendet einen Zustand des Verbergens. Im Traum ist es fast immer erleichternd, auch wenn es zuerst erschreckt.

Auferstehung Was man tut

Was tot schien, lebt wieder.

Auferstehung im Traum ist fast nie religiös gemeint. Sie zeigt, dass etwas, das du abgeschlossen hattest, noch nicht abgeschlossen ist – ein Vorhaben, ein Gefühl, eine Beziehung. Woran du es erkennst: Ob dich das Wiederkommen erleichtert oder erschreckt hat.

Aufführung Was man tut

Etwas wird gespielt, und alle wissen es.

Auf einer Bühne zu stehen heißt, eine Rolle zu haben und gesehen zu werden – beides zugleich. Im Traum geht es darum, wie echt dein Auftreten im Wachen ist. Den Text nicht zu kennen ist dabei einer der häufigsten Träume überhaupt und meint fast nie das Theater.

Aufgabe Dinge

Etwas, das auf dich wartet.

Eine Aufgabe im Traum ist nicht Arbeit, sondern Anspruch: Irgendetwas will von dir erledigt werden. Entscheidend ist nicht, ob du sie geschafft hast, sondern ob du wusstest, worin sie bestand – Träume, in denen man eine Aufgabe hat und sie nicht kennt, gehören zu den unangenehmsten überhaupt.

Aufgeben Was man tut

Loslassen, was nicht geht.

Aufzugeben ist im Traum selten Schwäche. Meistens meint es Einsicht – und die Erleichterung danach gehört zur Deutung.

Aufgefangen werden Zustände und Gefühle

Der Sturz hört auf.

Aufgefangen zu werden ist eines der tröstlichsten Bilder, die es gibt. Es steht für Hilfe, mit der man nicht gerechnet hat – und man darf sie im Wachen annehmen.

Aufgefordert werden Was man tut

Gewählt werden oder stehenbleiben.

Zum Tanz aufgefordert zu werden ist ein Bild für Gewähltwerden. Stehenzubleiben, während alle tanzen, gehört zu den schmerzhaftesten Traumszenen überhaupt.

Aufgehen Was man tut

Etwas öffnet sich, ohne dass du es aufgemacht hast.

Wenn im Traum etwas von selbst aufgeht – eine Tür, ein Deckel, der Himmel –, ist das keine Nebensache. Es heißt, dass sich etwas zeigt, das du nicht erzwungen hast. Solche Bilder stehen für Einsichten: Sie kommen, wenn man aufhört, daran zu ziehen.

Aufmerksamkeit Zustände und Gefühle

Bemerkt werden, ohne darum bitten zu müssen.

Aufmerksamkeit ist nicht Eitelkeit, sondern die einfachste Form von Zugehörigkeit: Jemand nimmt zur Kenntnis, dass es einen gibt. Träume, in denen man übersehen wird, gehören zu den häufigsten überhaupt – und sie handeln fast nie von dem Ort, an dem das geschieht.

Aufnahme Dinge

Etwas, das immer wieder gleich klingt.

Eine Aufnahme ist festgehaltene Zeit: Sie wiederholt sich genau. Im Traum steht sie für Erinnerungen, die man abspielt – und für die Frage, warum immer wieder dieselbe.

Aufräumen Was man tut

Ordnung schaffen, wo es zu voll geworden ist.

Aufräumträume kommen in Zeiten der Neuordnung. Was du wegwirfst, ist dabei aussagekräftiger als was du behältst – meist ist es genau das, was im Wachen ansteht und wovor du dich drückst.

Aufrecht stehen Körper

Gerade, mit dem Kopf oben.

Aufrecht zu stehen, ist Haltung im doppelten Sinn. Der Traum nimmt das Bild wörtlich – und wer sich im Traum aufrichtet, hat im Wachen etwas entschieden.

Aufregung Zustände und Gefühle

Der Körper ist schon da, bevor es losgeht.

Aufregung ist Angst und Vorfreude in derselben Bewegung, und im Traum lassen sie sich oft nicht trennen. Sie steht immer vor etwas – und dass der Körper so reagiert, heißt: Es ist dir wichtig.

Aufschließen Was man tut

Zugang verschaffen.

Aufzuschließen ist ein kleiner, vollständiger Vorgang: Vorher zu, nachher offen. Es steht für einen Zugang, den man selbst herstellt.

Aufstehen Was man tut

Wieder auf die Füße.

Aufzustehen ist der Gegenzug zum Fallen. Nach einem Sturz im Traum aufzustehen ist das wichtigere von beiden Bildern.

Aufsteigen Was man tut

Höher kommen – und weiter sehen.

Aufsteigen meint im Traum nicht Karriere, sondern Übersicht: Von oben sieht man Zusammenhänge, die unten nicht zu sehen waren. Wurde es dabei mühsam oder eng, geht es weniger ums Ziel als um den Preis.

Auftauen Was man tut

Was starr war, wird wieder beweglich.

Auftauen ist die Umkehrung des Erstarrens, und Träume zeigen es gern an einer Kleinigkeit: Wasser tropft, eine Hand wird warm, jemand lächelt doch. Das Bild sagt, dass etwas Verhärtetes in Bewegung kommt – und dass es Zeit gebraucht hat, nicht Gewalt.

Auftrag Zustände und Gefühle

Jemand erwartet etwas von dir.

Der Auftrag steht für eine Erwartung, die man angenommen hat. Wer ihn erteilt hat, ist im Traum oft wichtiger als der Inhalt.

Auftritt Was man tut

Alle Augen auf dir.

Der Auftritt steht für eine Lage, in der man sich zeigen muss. Zusammen mit falscher Kleidung oder vergessenem Text ergibt er die zweithäufigste Traumangst nach der Prüfung.

Aufwachen Was man tut

Eine Einsicht bricht durch.

Im Traum aufzuwachen meint fast immer ein Erkennen: Etwas, das man sich vorgemacht hat, hält nicht länger.

Aufwand Was man tut

Was etwas kostet, bevor es etwas bringt.

Aufwand ist die Mühe, die man vorher nicht kennt. Im Traum kommt sie als Bild für etwas, das größer geworden ist als geplant – und die Frage, ob man aussteigen darf.

Aufwecken Was man tut

Jemand holt dich heraus.

Im Traum geweckt zu werden ist ein seltenes und deutliches Bild: Etwas will deine Aufmerksamkeit, und zwar jetzt. Wer dich geweckt hat, ist dabei wichtiger als der Umstand.

Aufzug Orte und Räume

Nach oben oder unten, ohne eigene Kraft.

Der Aufzug bringt einen dorthin, ohne dass man geht – und ohne dass man unterwegs etwas sieht. Deshalb steht er für Veränderungen, die einem widerfahren statt selbst gemacht zu sein. Steckenbleiben zwischen zwei Stockwerken ist ein häufiges und sehr genaues Bild: nicht mehr dort, wo man war, und noch nicht dort, wo man hinwollte.

Aufzwingen Was man tut

Bekommen, ohne gefragt worden zu sein.

Etwas Aufgezwungenes kann sogar gut sein – der Zwang bleibt trotzdem. Im Traum steht es für Hilfe, Ratschläge oder Rollen, die jemand angenommen hat, weil Ablehnen zu teuer gewesen wäre.

Auge Körper

Was man sieht – und was man nicht sehen will.

Augenbinde Dinge

Sehen dürfen, aber nicht sollen.

Eine Augenbinde nimmt nicht die Augen, nur den Blick – und jemand anders hat sie angelegt. Im Traum steht sie für Vertrauen, das erzwungen wird, und für eine Wahrheit, die jemand einem vorenthält.

Augenbraue Körper

Der stumme Kommentar.

Die hochgezogene Braue sagt „im Ernst?“, ohne ein Wort. Im Traum steht sie für Zweifel, den jemand hat und nicht äußert.

Augenlid Körper

Der Vorhang vor dem Sehen.

Das Lid entscheidet, ob man sieht. Schwere Lider im Traum meinen, dass jemand nicht mehr hinsehen will – und schwere Lider, die sich trotzdem öffnen, das Gegenteil.

Auktion Orte und Räume

Wer am meisten will, bekommt es.

Bei einer Auktion entscheidet nicht der Wert, sondern das Verlangen. Im Traum steht sie für eine Lage, in der man um etwas mitbieten muss, das eigentlich nicht zu kaufen ist – Zuneigung, Anerkennung, einen Platz.

Aura Zustände und Gefühle

Was von einem Menschen ausgeht, bevor er etwas sagt.

Wenn im Traum von einer Gestalt etwas ausgeht, das du nicht benennen kannst, ist genau das die Botschaft: Du nimmst mehr wahr, als du erklären kannst. Traue dieser Wahrnehmung – im Traum ist sie zuverlässiger als jede Begründung.

Aus dem Ruder laufen Zustände und Gefühle

Es gehorcht nicht mehr.

Etwas, das aus dem Ruder läuft, war einmal geführt. Das Bild steht für eine Sache, die eine Eigendynamik bekommen hat.

Aus dem Tier wird ein Mensch Tiere

Die Gestalt wechselt.

Eine Verwandlung vom Tier zum Menschen steht für etwas Triebhaftes, das ansprechbar wird. Im Märchen ist sie die Erlösung – und im Traum ein Zeichen, dass man mit sich reden kann.

Aus der Asche Tiere

Nach dem Ende wieder da.

Der Vogel, der aus seiner Asche aufsteigt, ist das stärkste Bild für Erneuerung nach vollständigem Verlust. Es ist eine Sage – und ein Bild, das Menschen nach schweren Zeiten träumen.

Aus der Haut fahren Zustände und Gefühle

Es reicht, und zwar laut.

Ein Ausbruch nach langem Beherrschen ist im Traum oft befreiend und im Wachen peinlich. Der Traum probt, was ansteht.

Ausbildung Dinge

Die Zeit, in der man noch nicht können muss.

Von der Ausbildung träumt man selten aus Nostalgie. Es ist die Zeit, in der Fehler erlaubt waren – und der Traum kommt oft dann, wenn im Wachen keiner mehr erlaubt ist.

Ausblasen Was man tut

Bewusst beenden.

Eine Kerze auszublasen, beendet etwas mit einem Atemzug. Es steht für einen Abschluss, den man selbst herbeiführt – ruhig und ohne Aufhebens.

Ausblick Orte und Räume

Sehen, was noch kommt.

Ein weiter Ausblick im Traum ist eines der wenigen Bilder, die man ohne Umweg lesen darf: Es geht dir gerade um Übersicht. War der Blick verstellt oder im Nebel, ist auch das eine Auskunft.

Ausbrechen Was man tut

Den Rahmen verlassen.

Ausbrechen steht für einen Entschluss gegen eine Ordnung. Er kostet etwas und ist im Traum fast immer befreiend.

Ausflug Orte und Räume

Weg sein, aber mit Rückfahrkarte.

Der Ausflug unterscheidet sich vom Aufbruch durch eines: Man kommt zurück. Er steht für die Pause, nicht für die Änderung – und wer davon träumt, will meistens beides nicht verwechseln.

Ausgebessert Dinge

Es geht wieder.

Ausbesserung ist kein Ersatz und oft besser: Das Stück bleibt dasselbe und hält weiter. Ein sehr freundliches Bild für Beziehungen.

Ausgehen Was man tut

Aus dem Eigenen hinaus unter andere.

Auszugehen heißt, das Haus zu verlassen und sich zu zeigen – und Häuser stehen im Traum für einen selbst. Das Bild handelt also davon, aus sich herauszugehen. Ob du dich darauf gefreut hast oder ob es dir schwerfiel, ist die ganze Auskunft.

Ausgelacht werden Was man tut

Die Angst, sich zu zeigen.

Ausgelacht zu werden ist ein Schamtraum und hat fast nie mit wirklichen Menschen zu tun. Er kommt, wenn jemand sich zeigen müsste und fürchtet, dabei nicht zu genügen.

Ausgeladen werden Was man tut

Die Zusage wird zurückgenommen.

Ausgeladen zu werden trifft schärfer als nie eingeladen worden zu sein: Man war schon dabei. Ein Bild für den Verlust eines Platzes.

Ausgelassenheit Zustände und Gefühle

Freude, die sich nicht mehr zusammennimmt.

Ausgelassen ist man nur in Gesellschaft und nur, wenn nichts droht. Im Traum ist das eines der seltensten und besten Bilder – es kommt, wenn jemand wach zu lange zusammengenommen war.

Ausgeleiert Dinge

Zu oft gebraucht.

Ausgeleiertes hat lange gedient und hält nicht mehr fest. Es steht für eine Beziehung oder eine Regel, die durch Gewöhnung ihre Spannung verloren hat.

Ausgenutzt werden Zustände und Gefühle

Du gibst, es kommt nichts zurück.

Ausgenutzt zu werden, merkt man spät, weil es mit Freundlichkeit anfängt. Der Traum rechnet die Bilanz auf, die man im Wachen nicht aufstellen mag.

Ausgepfiffen Was man tut

Alle zugleich sagen, dass es nicht gut war.

Ausgepfiffen zu werden trifft härter als Kritik, weil es keine Begründung gibt und viele Stimmen hat. Im Traum gehört es zu den Bühnenbildern und kommt, wenn jemand sich irgendwo ausgestellt fühlt.

Ausgeplündert Was man tut

Andere haben genommen, was da war.

Ausgeplündert ist mehr als bestohlen: Es fehlt nicht etwas, es fehlt alles. Im Traum steht das Bild für ein Gefühl, ausgenutzt worden zu sein – oft nicht von einem Einzelnen, sondern von Umständen.

Ausgepumpt Körper

Bis auf den Grund geleert.

Ausgepumpt ist mehr als abgespannt – da ist kein Rest mehr. Im Traum zeigt es sich oft an leeren Behältern, trockenen Brunnen oder Leitungen, aus denen nichts mehr kommt.

Ausgestorben Orte und Räume

Der Ort ist da, die Leute sind weg.

Eine ausgestorbene Straße ist unheimlicher als eine dunkle: Alles steht bereit, und niemand kommt. Im Traum steht das für einen Zusammenhang, aus dem sich die Menschen zurückgezogen haben – eine Familie, ein Beruf, ein Freundeskreis.

Ausgestreckt liegen Körper

Alles offen, nichts geschützt.

Ausgestreckt dazuliegen, verlangt Sicherheit: Man deckt nichts ab. Es steht für Vertrauen in die Umgebung.

Ausgetretener Pfad Wege und Fahrzeuge

Viele sind hier schon gegangen.

Ein ausgetretener Pfad ist der bequemste Weg und nie der eigene. Er steht für eine Entscheidung, die man übernimmt, weil andere sie vorgemacht haben.

Ausgetrocknetes Flussbett Orte und Räume

Der Weg ist da, das Wasser nicht.

Ein trockenes Flussbett zeigt, dass hier einmal etwas geflossen ist. Es steht für eine Verbindung, aus der das Leben gewichen ist – und Flussbetten füllen sich wieder.

Ausgewählt werden Zustände und Gefühle

Du warst gemeint.

Ausgewählt zu werden, ist Anerkennung und Verpflichtung. Im Traum kommt oft die Frage mit, ob man dem gewachsen ist.

Ausgleich Zustände und Gefühle

Wenn nichts mehr überwiegt.

Ausgleich ist kein Stillstand, sondern die Ruhe zwischen zwei Kräften, die beide noch da sind. Träume davon kommen selten in ruhigen Zeiten – meistens dann, wenn im Wachen etwas kippt.

Ausgraben Was man tut

Etwas kommt ans Licht.

Ausgraben steht für Erinnerungsarbeit. Was herauskommt, war immer da – und gehört dir, auch wenn es unbequem ist.

Ausgrabung Was man tut

Etwas Altes kommt ans Licht.

Ausgraben heißt, dass etwas schon lange da war und nur bedeckt. Der Traum sagt nicht, dass etwas Neues geschieht – er sagt, dass du bereit bist, etwas Altes anzusehen.

Ausguck Orte und Räume

Der Platz, von dem aus man es zuerst sieht.

Im Ausguck steht einer für alle und sieht weiter als der Rest. Im Traum steht er für Wachsamkeit – und dafür, dass jemand die Verantwortung trägt, rechtzeitig Bescheid zu sagen.

Aushang Dinge

Eine Nachricht für alle, an einer Wand.

Ein Aushang richtet sich an niemanden und an jeden. Im Traum steht er für etwas, das öffentlich geworden ist – und oft für die Angst, den eigenen Namen darauf zu finden.

Ausharren Was man tut

Bleiben, obwohl nichts geschieht.

Ausharren steht für Treue zu einer Sache ohne Aussicht. Der Traum fragt dabei nicht, ob es sich lohnt – aber er stellt die Frage, ob du noch weißt, worauf du wartest.

Aushelfen Was man tut

Einspringen, ohne zuständig zu sein.

Wer aushilft, tut etwas, das ihn nichts angeht, und tut es trotzdem. Im Traum ist das ein warmes Bild – es zeigt eine Gemeinschaft, in der nicht gerechnet wird.

Aushungern Was man tut

Jemanden warten lassen, bis er nachgibt.

Aushungern ist Gewalt ohne Berührung: Man tut nichts, man gibt nur nichts mehr. Im Traum steht es für Entzug von Zuwendung – und das kann zwischen Menschen geschehen, die einander nie etwas angetan haben.

Auslachen Was man tut

Gelächter, das trifft.

Ausgelacht zu werden ist das schärfste Schambild, das der Traum kennt. Es meint fast nie ein wirkliches Ereignis, sondern die Furcht davor, sich lächerlich zu machen.

Auslöschen Was man tut

Nicht nur beenden – es soll nie gewesen sein.

Auslöschen geht weiter als beenden: Es soll keine Spur bleiben. Im Traum ist das ein hartes Bild und meint fast immer etwas Eigenes – eine Erinnerung, die nicht mehr wehtun soll.

Ausmisten Was man tut

Weg mit dem, was nicht mehr passt.

Ausmisten ist mehr als Aufräumen: Es wird entschieden, was bleibt. Im Traum ist es ein gutes Zeichen und macht erleichtert.

Ausnahme Zustände und Gefühle

Für dich gilt es anders.

Eine Ausnahme im Traum ist ein Zeichen von Zuwendung – oder von Sonderstellung, die einsam macht. Das Gefühl dabei sagt, welches von beiden.

Auspacken Was man tut

Zum Vorschein bringen.

Auspacken steht für Ankommen und für Offenlegen. In beiden Bedeutungen heißt es: Jetzt wird sichtbar, was dabei war.

Ausplaudern Was man tut

Etwas ist gesagt, das nicht gesagt werden sollte.

Ausplaudern geschieht selten aus Bosheit – meistens aus Eifer. Im Traum steht es für die Sorge, nicht dichthalten zu können, und für ein Vertrauen, das einem zu schwer ist.

Ausradieren Was man tut

Zurück zum leeren Blatt.

Etwas auszuradieren, lässt fast immer eine Spur. Es steht für den Wunsch, etwas rückgängig zu machen – und dafür, dass es nie ganz gelingt.

Ausräumen Was man tut

Der Raum bleibt, der Inhalt geht.

Eine ausgeräumte Wohnung ist größer und kälter als eine volle. Im Traum steht das Bild für einen Abschluss, der schon vollzogen ist – man sieht nur noch, wo etwas gestanden hat.

Ausrede Was man tut

Eine Erklärung, die keine ist.

Die Ausrede steht für eine Verantwortung, die man nicht annehmen will. Im Traum ist sie meist durchsichtig – und zwar für einen selbst.

Ausreißen Was man tut

Weg, ohne einen Plan wohin.

Ausreißen ist kein Aufbruch, sondern eine Flucht: Es gibt ein Wovor und kein Wohin. Der Traum fragt selten nach dem Ziel – er fragt, was so unerträglich ist, dass jedes Ziel reicht.

Ausruhen Was man tut

Anhalten, freiwillig.

Im Traum auszuruhen ist eine deutliche Meldung: Es ist Zeit. Es gehört zu den Bildern, die man nicht deuten, sondern befolgen sollte.

Ausruhen dürfen Zustände und Gefühle

Niemand will etwas.

Ruhen zu dürfen, ohne dass jemand etwas will, ist für viele Menschen ein Wunschbild. Wenn der Traum es zeigt, ist es überfällig.

Ausrutschen Was man tut

Der Boden trägt kurz nicht.

Ausrutschen ist kein Sturz, sondern der Augenblick davor. Der Traum sagt weniger über eine Gefahr als über deine Aufmerksamkeit: Etwas, worauf du dich verlassen hast, war nicht ganz sicher.

Aussagen Was man tut

Sagen, wie es war.

Eine Aussage verlangt Genauigkeit unter Druck. Sie steht für eine Lage, in der man sich festlegen muss, obwohl die Erinnerung unsicher ist.

Aussatz Körper

Krank sein und deshalb allein.

Am Aussatz ist nicht die Krankheit das Schlimmste, sondern das Ausgestoßenwerden. Im Traum steht er für die Sorge, dass ein Makel einen die Zugehörigkeit kostet – und zwar ohne dass jemand böse wäre.

Ausschlagen Was man tut

Nein sagen – oder mit dem Huf treffen.

Dasselbe Wort meint das höfliche Ablehnen und den Tritt eines Tieres, das genug hat. Im Traum lohnt sich die Frage, welches von beidem gemeint war: Zwischen einem Angebot ausschlagen und um sich schlagen liegt der ganze Unterschied.

Ausschneiden Was man tut

Ein Teil herausnehmen.

Etwas auszuschneiden, heißt, einen Teil zu behalten und den Rest wegzuwerfen. Es steht für eine bewusste Auswahl aus einem Ganzen.

Außer Atem Körper

Der Atem kommt nicht nach.

Außer Atem zu sein, ist die Folge einer Anstrengung, die man hinter sich hat. Im Traum steht es für ein Tempo, das man nicht durchhält.

Außer sich sein Zustände und Gefühle

Das Gefühl ist größer als du.

Außer sich zu sein heißt, kurz nicht mehr bei sich zu wohnen. Im Traum kann das Zorn sein oder Freude – beides sprengt denselben Rahmen. Bemerkenswert ist, was danach kommt: ob jemand zurückfindet.

Außerirdischer Menschen

Etwas, für das es keine Erfahrung gibt.

Der Außerirdische ist das vollkommen Fremde: nicht böse, nicht gut, nur unvergleichbar. Im Traum steht er für eine Begegnung oder eine Lage, für die niemand eine Regel hat – und deshalb ist die Reaktion darauf so aufschlussreich.

Aussprache Was man tut

Alles kommt auf den Tisch.

Eine Aussprache im Traum ist fast immer die, die im Wachen aussteht. Was dabei gesagt wird, kommt aus dir – und man darf es ernst nehmen.

Ausspucken Was man tut

Es kommt nicht hinein.

Etwas auszuspucken, ist eine klare Weigerung. Im Traum steht es für ein Nein, das der Körper spricht, bevor der Kopf entscheidet.

Aussteigen Was man tut

Sich entscheiden, nicht mehr mitzufahren.

Aussteigen ist ein Entschluss, kein Unfall – darin liegt der ganze Unterschied zum Stehenbleiben. Woran du es erkennst: Ob du wusstest, wo du bist, als du ausgestiegen bist. Wer an einem fremden Ort aussteigt, hat im Wachen meist mehr Mut als Richtung.

Aussteuer Dinge

Für ein Leben, das noch kommt.

Die Aussteuer wurde über Jahre gesammelt, bevor sie gebraucht wurde. Sie steht für eine langfristige Vorbereitung auf etwas Ungewisses.

Ausstopfen Was man tut

meist der Versuch verlorene Gefühle od eine vergangene Situation künstlich fest zu halten

Ausstreichen Was man tut

Es steht noch da und gilt nicht mehr.

Ausgestrichen ist nicht gelöscht – man sieht noch, was dastand. Im Traum steht das für eine Entscheidung, die zurückgenommen wurde, und dafür, dass die Spur davon bleibt.

Australien Orte und Räume

Neuanfang u Wandel Wunsch nach Freiheit , persönlicher Veränderung u neuen Lebenschancen.

Austrinken Was man tut

Bis zum letzten Schluck, dann ist Schluss.

Austrinken ist eine kleine Handlung mit klarem Ende – danach steht man auf. Im Traum steht es für einen Abschluss, den man selbst bestimmt, und für den Moment vor dem Aufbruch.

Ausverkauf Dinge

meist das Gefühl von Überforderung,sich von alten Dingen alten Werten Beziehungen od Belastungen zu trennen.

Auswanderung Orte und Räume

Gehen, ohne zurückzukommen.

Auswandern ist im Traum das Gegenteil des Ausflugs: kein Abstand, sondern ein Schnitt. Solche Träume kommen, wenn jemand das Gefühl hat, an seinem Platz nicht mehr weiterzukommen – und sie meinen fast nie ein anderes Land, sondern ein anderes Leben.

Ausweichen Was man tut

Nicht darauf zu.

Ausweichen ist klüger als Zusammenstoßen und schwächer als Standhalten. Der Traum bewertet es nicht – er zeigt, dass du es getan hast.

Ausweis Dinge

Nachweisen, wer man ist.

Ohne Ausweis dazustehen ist ein starkes Bild: Man ist, wer man ist, und kann es nicht belegen. Es steht für Zweifel an der eigenen Berechtigung.

Ausweisung Was man tut

Fortgeschickt von einem Ort, der deiner war.

Bei einer Ausweisung geht niemand freiwillig, und niemand hat gefragt. Im Traum steht sie für den Verlust eines Platzes, auf den man sich verlassen hatte – und für die Ohnmacht, dagegen nichts tun zu können.

Auszeichnung Zustände und Gefühle

Bedürfniss nach Anerkennung , Besätigung und Lob

Auszug Orte und Räume

Ein Ort hört auf, der eigene zu sein.

Der Auszug meint einen Abschluss, den man selbst herbeiführt. Die letzte leere Wohnung im Traum ist ein Bild für die Zeit zwischen zwei Leben.

Auto Wege und Fahrzeuge

Dein eigenes Vorankommen – und wer am Steuer sitzt.

Anders als der Zug fährt das Auto, wohin du willst. Deshalb ist die wichtigste Frage: Wer lenkt? Sitzt du hinten, bestimmt gerade jemand anderes. Versagende Bremsen sprechen von etwas, das du nicht mehr anhalten kannst.

Und wenn es genauer dasteht:

Mitgefahren, nicht selbst gefahren

Du bist mitgefahren, nicht selbst gefahren – und das ist die eigentliche Auskunft dieses Bildes. Wer im Traum auf dem Beifahrersitz sitzt, kommt voran, ohne zu bestimmen, wohin. Das kann bequem sein und es kann eng sein; der Traum sagt meist selbst, was davon. Achte darauf, ob du im Verlauf ans Steuer kommst.

Selbst am Steuer

Du bist selbst gefahren. Damit liegt die Richtung bei dir – im Traum und in dem, wovon er handelt. Wie sicher du dabei warst, sagt mehr über deine Lage als das Ziel, das du ansteuertest.

Die Bremse versagte

Die Bremse ist das Bild, auf das es hier ankommt. Nicht anhalten zu können, meint im Traum selten Gefahr und fast immer Tempo: Etwas läuft schneller, als du es steuern kannst, und es ist meist etwas, das du selbst angestoßen hast.

Autobahn Orte und Räume

Schnell vorankommen, ohne abbiegen zu können.

Die Autobahn ist der Weg ohne Wahl: Es geht zügig, aber die nächste Ausfahrt bestimmt nicht du, sondern der Weg. Träume davon kommen in Zeiten, in denen viel läuft und wenig zu entscheiden ist.

Autofahrt Was man tut

Dein eigenes Tempo, auf einer fremden Straße.

Bei einer Autofahrt zählen zwei Dinge: wer am Steuer saß und ob du wusstest, wohin es ging. Selbst zu fahren heißt, das eigene Leben zu lenken; mitzufahren heißt, es jemandem zu überlassen. Beides kann angenehm sein – und beides kann beklemmend sein.

Autogramm Zustände und Gefühle

Wunsch nach Anerkennung und Bestätigung , Erfolg und sozialer Wertschätzung

Autor Menschen

Wer bestimmt, wie die Geschichte weitergeht.

Ein Autor erfindet nicht nur – er entscheidet. Im Traum geht es fast nie um Bücher, sondern um die Frage, wer die eigene Geschichte schreibt. Einen fremden Autor zu sehen ist etwas anderes, als selbst einer zu sein.

Autoreifen Wege und Fahrzeuge

Der Kontakt zur Straße.

Ein platter Reifen hält alles auf, obwohl der Rest in Ordnung ist. Er steht für eine Kleinigkeit, die die ganze Bewegung beendet.

Autorennen Was man tut

Schneller sein müssen als die anderen.

Beim Rennen geht es nicht ums Ankommen, sondern ums Zuerstankommen. Im Traum steht es für einen Vergleich, den jemand ständig anstellt – und dafür, dass das Ziel dabei aus dem Blick gerät.

Autoritatsperson Menschen

Das innere Verlangen nach Führung,der Umgang mit Macht ,Chef ,Lehrer, Amtsperson,Polizist, Autoritätspersonen spiegeln meist den Umgang mit Macht eigenen Regeln Kontrolle oder inneren Konflikten wider.

Autoschlussel Wege und Fahrzeuge

Kontrolle, Freiheit, Die Macht den Zugang zu neuen Entscheidungen. Ihr leben selbst zu steuern.

Avenue allee Natur und Wetter

lange strasse mit bäumen unbeschwerter langer Lebensweg

Axt Dinge

Trennen mit einem Schlag.

Die Axt ist die harte Schwester der Säge: schnell, endgültig, ohne Feinheit. Sie kommt, wenn jemand genug hat und nicht mehr verhandeln will.

B

Baby Menschen

Etwas Neues, das noch nicht allein bestehen kann.

Ein Baby im Traum meint fast nie ein Kind: Es steht für etwas Angefangenes, das Schutz braucht – ein Vorhaben, eine Änderung, ein neuer Lebensabschnitt. Ein weinendes Baby, das niemand beruhigt, fragt danach, was du gerade übersiehst.

Babysitter Menschen

Verantwortung übernehmen, die einem nicht gehört.

Ein Babysitter ist zuständig, ohne Elternteil zu sein – er trägt die Sorge, aber nicht die Bindung. Im Traum steht er für eine Aufgabe, die jemand anderem gehört und die man trotzdem erledigt.

Bach Orte und Räume

Wenig Wasser, aber es bewegt sich.

Ein Bach steht für eine kleine, stetige Bewegung im Gefühl. Er ist nie bedrohlich und fast immer ein gutes Zeichen: Es fließt wieder.

Bäcker Menschen

Wer aus Einfachem Nahrung macht.

Der Bäcker steht für die tägliche Versorgung. Frisches Brot im Traum gehört zu den freundlichsten Bildern überhaupt.

Backofen Dinge

Wo aus Teig Brot wird.

Der Backofen ist der Ort der Verwandlung durch Wärme und Zeit. Was darin ist, braucht beides und darf nicht zu früh herausgenommen werden.

Backpfeife Was man tut

Ein Schlag, der weniger weh tut als kränkt.

Die Ohrfeige trifft das Gesicht, also den Teil, mit dem man vor anderen dasteht. Deshalb ist sie im Traum fast nie eine Frage von Schmerz, sondern von Demütigung – und die Hand, die sie gibt, gehört meistens jemandem von früher.

Backstein Dinge

Ein Stück, aus dem etwas Großes wird.

Ein einzelner Backstein ist nichts; tausend ergeben ein Haus. Im Traum steht er für die kleine Einheit, aus der Beständiges entsteht – und dafür, dass es auf jeden einzelnen ankommt, auch wenn keiner ihn sieht.

Backstube Orte und Räume

Wo nachts gearbeitet wird, damit morgens etwas da ist.

Die Backstube ist warm, es riecht, und die Arbeit ist getan, bevor andere aufstehen. Im Traum steht sie für eine Mühe, die niemand sieht und von der trotzdem alle etwas haben.

Bad Orte und Räume

Reinigung und der Wunsch nach Ungestörtheit.

Das Bad ist der einzige Raum, in dem man allein sein darf, ohne dass es jemand seltsam findet. Deshalb steht es im Traum für Rückzug – und für Reinigung, wenn etwas abgewaschen werden soll. Ein Bad ohne Tür oder ohne Schloss ist ein häufiger Traum und meint verlorene Privatsphäre.

Badekleidung Dinge

Fast nichts an, und trotzdem angezogen.

Badekleidung ist die erlaubte Form der Entblößung: Man zeigt viel und ist nicht nackt. Im Traum geht es deshalb um die Grenze, wie viel man von sich zeigen möchte – und wo diese Grenze gerade liegt.

Bademantel Dinge

Halb angezogen, halb noch bei sich.

Der Bademantel gehört in die Wohnung und nicht nach draußen. Im Traum steht er für einen Zustand dazwischen: nicht mehr nackt, noch nicht fertig, noch nicht bereit für andere. Wer darin vor die Tür muss, wurde überrascht.

Baden Was man tut

Sich dem Gefühl überlassen, freiwillig.

Baden ist Wasser ohne Gefahr: Gefühl, in das man sich mit Absicht legt. Eines der wohltuendsten Traumbilder – und oft ein Hinweis, dass jemand Erholung nötig hat.

Badewanne Dinge

Warmes Wasser, das einen umgibt.

Die Wanne steht für Rückzug ins Gefühl bei voller Sicherheit: ringsum Wasser, und trotzdem geschützt. Ein überlaufendes Bad kehrt das Bild um.

Badezimmer Orte und Räume

Wo man loswird, was nicht bleiben soll.

Das Bad steht für Reinigung und Erleichterung. Eine schmutzige oder verschlossene Toilette ist ein häufiges Bild: Es geht darum, etwas nicht loszuwerden.

Bagger Dinge

Gräbt in großem Maßstab.

Der Bagger nimmt in einem Zug weg, wofür einer mit dem Spaten einen Tag braucht. Er steht für eine große Veränderung, die keine Rücksicht nimmt.

Bahnhof Orte und Räume

Der Ort des Aufbruchs – und des Verpassens.

Bahnhöfe stehen für Übergänge. Einen Zug zu verpassen ist der häufigste Bahnhofstraum und meint fast nie eine verpasste Chance, sondern das Gefühl, hinterherzulaufen.

Bahnschranke Wege und Fahrzeuge

Warten müssen, obwohl der Weg frei aussieht.

Die Schranke sperrt nicht, weil etwas kaputt ist, sondern weil etwas anderes gerade Vorrang hat. Im Traum steht sie für eine Verzögerung, gegen die nichts zu machen ist – und für die Gewissheit, dass es danach weitergeht.

Bahnsteig Orte und Räume

Der Rand, an dem es losgeht.

Der Bahnsteig gehört zum Aufbruch und zum Abschied gleichermaßen. Am falschen zu stehen, ist ein Bild für eine richtige Absicht am falschen Platz.

Bahre Dinge

Getragen werden, weil man nicht gehen kann.

Auf einer Bahre zu liegen ist völlige Abhängigkeit – und zugleich das Bild dafür, dass jemand da ist, der trägt. Träume davon kommen in Zeiten, in denen man sich selbst nicht mehr bewegen kann. Wer trägt, gehört zur Deutung; allein liegt auf einer Bahre niemand.

Bakterien Natur und Wetter

Zu klein zum Sehen und trotzdem da.

Bakterien sind die Sorge um etwas, das man nicht überprüfen kann. Im Traum stehen sie selten für Krankheit, meist für ein Misstrauen ohne Gegenüber – etwas stimmt nicht, und man kann nicht zeigen, was.

Balancieren Was man tut

Beides zugleich halten.

Balancieren geht nur in Bewegung: Wer stehen bleibt, fällt. Es ist ein genaues Bild für Lagen, in denen man nicht innehalten darf.

Baldachin Dinge

Ein Dach über dem, was kostbar ist.

Ein Baldachin schützt nicht vor Regen – er zeigt an, dass das darunter etwas Besonderes ist. Im Traum steht er für Ehrerbietung und für die Geborgenheit eines Ortes, der eigens ausgewiesen wurde.

Baldrian Natur und Wetter

Der Schlaf hat einen Geruch.

Baldrian steht für den Wunsch nach Ruhe. Wer davon träumt, hat im Wachen zu lange keine gehabt.

Balken Orte und Räume

Trägt, ohne gesehen zu werden.

Der Balken hält das Dach. Er steht für eine Grundlage, die niemand bewundert – und ein morscher Balken für eine, auf die man sich nicht mehr verlassen kann.

Balkon Orte und Räume

Draußen sein und doch zu Hause.

Der Balkon steht für einen geschützten Blick nach außen: Teilnahme auf Abstand.

Ball Was man tut

Begegnung nach Regeln.

Der Ball steht für gesellschaftliches Miteinander mit festen Formen. Wer dort die Schritte nicht kennt, fühlt sich im Wachen irgendwo ebenso fremd.

Ballast Dinge

Gewicht, das nur mitfährt.

Ballast war einmal nützlich – er hielt das Schiff im Wasser. Erst wenn es zu schwer wird, wirft man ihn über Bord. Im Traum steht er für etwas, das seinen Zweck erfüllt hat und aus Gewohnheit weitergetragen wird.

Ballett Was man tut

Leichtigkeit, die harte Arbeit ist.

Ballett sieht mühelos aus und ist es nie – genau das macht es zum Traumbild. Es steht für etwas, das du nach außen leicht aussehen lässt, während es dich viel kostet. Ein freundliches Bild, solange du tanzt; ein anstrengendes, wenn du zusiehst und es nicht kannst.

Ballkleid Dinge

Ein Kleid für einen einzigen Abend.

Ein Ballkleid trägt niemand zufällig – es gehört zu einem Anlass, an dem man gesehen werden will. Im Traum geht es darum, ob es gepasst hat und ob der Anlass eintrat: Ein Ballkleid ohne Ball ist ein sehr trauriges Bild.

Ballon Dinge

Steigt nur, solange nichts hineinsticht.

Der Ballon hebt ab, weil er leer ist – das ist sein ganzes Geheimnis. Er steht für etwas, das hochgeht und dabei nichts wiegt: eine Hoffnung, ein Vorhaben, eine Stimmung. Steigt er im Traum, geht es aufwärts. Platzt er, war es Luft, und du hast es geahnt. Entgleitet er dir, geht etwas fort, das du nicht festhalten konntest, weil es nichts wog.

Ballspiel Was man tut

Hin und her, miteinander.

Ein Ball, der hin und her geht, ist ein Bild für Austausch. Niemandem den Ball zu bekommen, steht für ein Gespräch, in dem man nicht drankommt.

Balzen Was man tut

Sich zeigen, damit jemand hinsieht.

Balzen ist Werben ohne Worte und ganz ohne Scham – bei Tieren ist es selbstverständlich. Im Traum steht es für den Wunsch, bemerkt zu werden, und für das leicht Lächerliche, das jedem Werben anhaftet und trotzdem dazugehört.

Bambus Natur und Wetter

Biegt sich, und bricht deshalb nicht.

Bambus ist hohl und hält trotzdem mehr aus als mancher Balken – weil er nachgibt. Im Traum ist er eines der freundlichsten Bilder für Widerstandskraft: nicht standhalten um jeden Preis, sondern mitgehen und zurückkommen.

Banane Natur und Wetter

Süß, weich und geschält.

Die Banane bringt ihre Verpackung mit und ist darunter ganz weich. Im Traum steht sie für etwas Leichtes und Sättigendes – und die Schale am Boden für die Kleinigkeit, über die man stolpert, wenn man nicht hinsieht.

Bändigen Was man tut

Etwas Wildes halten, ohne es zu brechen.

Bändigen ist nicht besiegen. Was gebändigt ist, bleibt wild und wird nur geführt. Im Traum steht es für den Umgang mit etwas Eigenem – Wut, Hunger, Sehnsucht –, das man weder loswerden will noch kann.

Bandit Menschen

Jemand nimmt sich, was ihm nicht gehört.

Der Bandit lauert unterwegs, nicht zu Hause – er gehört zum Weg. Im Traum steht er für die Sorge, dass einem auf dem eigenen Weg etwas genommen wird: Zeit, Kraft, ein Verdienst, der jemand anderem zugeschrieben wird.

Bandwurm Tiere

Etwas lebt von dir, ohne dass du es merkst.

Der Bandwurm frisst mit und wird dabei immer länger. Im Traum steht er für ein Verhältnis oder eine Gewohnheit, die zehrt – man isst und wird trotzdem nicht satt, man ruht und wird trotzdem nicht ausgeruht.

Bangigkeit Zustände und Gefühle

Kleiner als Angst und hält länger.

Bangigkeit hat kein Gegenüber – man fürchtet nichts Bestimmtes, es ist einem nur nicht wohl. Im Traum ist sie oft das Erste, was auftritt, lange bevor etwas geschieht, und deshalb der ehrlichste Hinweis auf eine Lage, die noch niemand benannt hat.

Bank Dinge

Platz für mehrere, auch für Fremde.

Die Bank steht für ein Innehalten in der Öffentlichkeit: Man setzt sich, ohne zu Hause zu sein, und wer sich dazusetzt, gehört für eine Weile dazu.

Bär Tiere

Große Kraft, die schläft.

Der Bär meint etwas Mächtiges, das gerade ruht – eigene Kraft oder eigener Zorn. Wer ihn im Traum weckt, hat im Wachen wahrscheinlich etwas angestoßen, dessen Größe er unterschätzt.

Baracke Orte und Räume

Ein Dach, das nur für den Übergang gedacht war.

Die Baracke ist kein Haus, sondern ein Aufschub aus Holz. Im Traum steht sie für einen Zustand, der als vorläufig gedacht war und lange hält: eine Wohnung, eine Stelle, eine Beziehung. Dass sie Wände hat, macht sie nicht zum Zuhause – und im Traum weiß man das genau.

Barbier Menschen

Jemand mit einer Klinge an deinem Hals, dem du vertraust.

Sich rasieren zu lassen ist der größte Vertrauensbeweis des Alltags: Man hält still, während ein anderer eine Klinge führt. Im Traum geht es deshalb um Vertrauen, nicht um Haare – und darum, wem du es gibst.

Bärenmutter Tiere

Schutz, der zuschlägt.

Die Bärin ist der Inbegriff der wehrhaften Mutter: friedlich, solange nichts an ihre Jungen rührt. Sie kommt in Träumen von Verantwortung, bei der man selbst überrascht ist, wie hart man werden kann.

Bargeld Dinge

Wert, den man anfassen kann.

Bargeld ist Geld, das da ist – kein Versprechen, keine Zahl auf einem Beleg. Im Traum steht es für Mittel, über die du wirklich verfügst, und dafür ist bezeichnend, ob du es gezählt, verloren oder weggegeben hast.

Barometer Dinge

Zeigt, was kommt.

Das Barometer misst, was man noch nicht sieht. Im Traum steht es für ein Gespür, das sich meldet, bevor etwas geschieht.

Barriere Dinge

Etwas steht im Weg, und zwar mit Absicht.

Eine Barriere ist kein Hindernis, das zufällig da liegt – jemand hat sie hingestellt. Im Traum ist deshalb die eigentliche Frage nicht, wie man hinüberkommt, sondern wer sie aufgebaut hat und wovor sie schützen soll.

Barsch Tiere

Ein Fisch mit Stacheln – und ein Ton.

Der Barsch hat eine harte Rückenflosse und wehrt sich, wenn man zugreift. Dasselbe Wort bezeichnet einen Ton, mit dem jemand antwortet, der nicht angefasst werden will. Im Traum lohnt sich die Frage, welches von beiden gemeint war.

Bart Körper

Ein Gesicht mit Geschichte.

Der Bart steht für Reife und für etwas, das man wachsen lässt. Ihn abzunehmen meint einen Neuanfang, bei dem man sich zeigt.

Basilika Orte und Räume

Ein Raum, der einen klein macht, ohne es böse zu meinen.

Die Basilika ist größer als jede Versammlung, die hineinpasst – das ist Absicht. Im Traum steht sie für eine Ehrfurcht, die von der Größe kommt und nicht von der Angst, und für Räume, in denen die eigene Stimme hallt.

Basilikum Natur und Wetter

Ein Kraut, das man riecht, bevor man es sieht.

Basilikum gehört in die Küche und in die Nähe von Menschen, die kochen. Im Traum steht es für Wärme im Alltäglichen – und, weil es schnell welkt, für etwas Schönes, das Pflege braucht.

Basis Dinge

Das, worauf alles andere steht.

Die Basis fällt nur auf, wenn sie wackelt. Im Traum ist sie deshalb fast nie ein schönes Bild – sie taucht auf, wenn etwas Grundsätzliches infrage steht. Was darauf stand, sagt, worum es geht.

Bass Dinge

Der Ton, den man eher spürt als hört.

Der Bass trägt die Musik von unten und fällt erst auf, wenn er fehlt. Im Traum steht er für das Grundlegende, das keiner benennt – die Stimmung unter der Stimmung, die Grundlage eines Verhältnisses.

Bassgeige Dinge

Ein Instrument, größer als der Mensch, der es spielt.

Die Bassgeige steht aufrecht wie eine zweite Gestalt und wird umarmt statt gehalten. Im Traum steht sie für eine Aufgabe, die größer ist als man selbst – und die man trotzdem an sich drückt.

Bastard Menschen

Dazugehören und trotzdem nicht ganz.

Das Wort ist hart und alt, und im Traum meint es meistens nicht Herkunft, sondern ein Gefühl: halb drin, halb draußen, geduldet statt gewollt. Wer davon träumt, hat das irgendwo erlebt – in einer Familie, einer Gruppe, einem Beruf.

Basteln Was man tut

Aus dem, was da ist, etwas machen.

Basteln ist Bauen ohne Bauplan: Man nimmt, was herumliegt, und macht daraus etwas, das vorher niemand vorgesehen hat. Im Traum ein freundliches Bild – es zeigt, dass du dir zu helfen weißt. Ob das Gebastelte hält, ist die zweite Frage und oft die wichtigere.

Bauch Körper

Das Gefühl, das man nicht begründen kann.

Der Bauch ist im Traum der Ort für Ahnungen und für Dinge, die man geschluckt hat. Was dort weh tut, wurde meistens hinuntergewürgt.

Bauchnabel Körper

Die Narbe des Anfangs.

Der Nabel ist die Stelle, an der man einmal mit jemandem verbunden war. Er steht für die Herkunft, die jeder mit sich trägt, ob er will oder nicht.

Bauchredner Menschen

Die Stimme gehört einem anderen als der Mund.

Beim Bauchredner sieht man den Sprechenden nicht, sondern die Puppe. Im Traum ist das eines der unheimlicheren Bilder, und es meint fast immer dasselbe: Da redet jemand aus dir, der nicht du bist – eine Meinung, ein Satz von früher.

Bauchschmerz Körper

Wo man es fühlt, bevor man es weiß.

Der Bauch ist die Stelle, an der Sorge körperlich wird – vor jedem Gedanken. Im Traum steht Bauchschmerz für eine Sache, die dir im Wachen auf den Magen schlägt, ohne dass du sie benannt hast. Der Traum zeigt sie und sagt nicht, was sie ist.

Bauen Was man tut

Etwas aufrichten, das bleiben soll.

Bauen steht für Aufbau im Leben. Eine Baustelle meint ein Vorhaben, das begonnen und nicht fertig ist – und das ist im Traum kein Vorwurf.

Bauer Menschen

Geduld mit dem, was wächst.

Der Bauer steht für langfristige Arbeit: säen, warten, ernten. Er erscheint, wenn jemand Ergebnisse will, bevor die Zeit um ist.

Bauernhaus Orte und Räume

Ein Haus, in dem gearbeitet und gewohnt wird.

Das Bauernhaus ist das Gegenteil der Wohnung: Hier ist nichts getrennt, alles hängt zusammen, und es riecht nach etwas. Im Traum steht es für Herkunft – oft für die Großeltern und für eine Ordnung, die man nicht erklären musste.

Baufällig Orte und Räume

Es steht noch, und man traut ihm nicht.

Etwas Baufälliges ist nicht eingestürzt und nicht mehr sicher. Es steht für eine Ordnung, auf die man sich nicht mehr verlässt.

Baugerüst Dinge

Eine Hilfe, die wieder abgebaut wird.

Ein Gerüst trägt nicht das Haus, sondern die Leute, die daran arbeiten. Im Traum steht es für eine Stütze auf Zeit – etwas, das gerade nötig ist und später verschwinden darf. Wackelt es, geht es um das Vertrauen in diese Hilfe.

Baum Natur und Wetter

Der eigene Stand – Wurzeln, Wuchs und Jahresringe.

Der Baum ist das Bild für das eigene Leben: was trägt, was wächst, was abgestorben ist. Ein gefällter Baum meint einen Einschnitt, ein blühender einen Aufschwung – und die Wurzeln meinen immer die Herkunft.

Baumblüte Natur und Wetter

Alles voller Versprechen.

Ein blühender Baum ist das freundlichste Bild, das die Natur hergibt: Noch ist nichts geerntet, aber alles angelegt. Er kommt am Anfang von Dingen, die gut ausgehen.

Baumhaus Orte und Räume

Ein Rückzug über dem Boden.

Das Baumhaus gehört zur Kindheit und zu einem Bereich, den Erwachsene nicht betreten. Es steht für einen eigenen Ort, zu dem nicht jeder Zutritt hat.

Baumrinde Natur und Wetter

Die harte Schicht, die das Weiche innen hält.

Rinde ist nicht der Baum, sie ist seine Haut. Im Traum steht sie für die Schale, die jemand um sich gelegt hat – nützlich und notwendig, solange sie nicht so dick wird, dass nichts mehr durchkommt.

Baumstamm Natur und Wetter

Der Teil des Baumes, der nicht mitgeht.

Der Stamm bewegt sich nicht, während Krone und Wurzeln arbeiten. Im Traum steht er für das Unverrückbare an einem Menschen – und ein querliegender Stamm für ein Hindernis, das früher lebendig war.

Baumstumpf Natur und Wetter

Was übrig ist, wenn der Baum weg ist.

Der Stumpf zeigt, dass hier einmal etwas Großes stand. Er steht für ein abgeschnittenes Vorhaben – und dafür, dass die Wurzel noch da ist. Aus manchem Stumpf treibt es wieder aus.

Baumwolle Dinge

Weich, schlicht und hält lange.

Baumwolle ist kein edler Stoff und trotzdem der, den man auf der Haut haben will. Im Traum steht sie für das Unauffällig-Gute: nichts Besonderes, aber angenehm und verlässlich.

Bauplan Dinge

Wie es werden soll.

Der Plan zeigt etwas, das es noch nicht gibt. Er steht für Absicht und Vorstellung – und ein Plan, den man nicht lesen kann, für ein Vorhaben ohne klaren Umriss.

Baustelle Orte und Räume

Noch nicht fertig.

Die Baustelle meint etwas im Werden – unordentlich, laut, zukünftig. Sie ist kein Mangel, sondern ein Zwischenstand.

Beamter Menschen

Eine Regel mit Gesicht.

Der Beamte im Traum ist selten eine Person, meistens ein System: etwas, das entscheidet, ohne dich zu kennen, und gegen das kein Argument hilft. Träume davon kommen, wenn man im Wachen auf etwas wartet, worauf man keinen Einfluss hat. Ob er freundlich war, ist die ganze Nachricht.

Beaufsichtigt werden Was man tut

Jemand sieht zu, ob du es richtig machst.

Beaufsichtigt zu werden ist etwas anderes als begleitet zu werden: Der Zusehende hilft nicht, er prüft. Im Traum steht das für ein inneres Gegenüber, das nie zufrieden ist – oft mit dem Gesicht von jemandem, der längst nicht mehr da ist.

Beben Natur und Wetter

Der Boden selbst wird unsicher.

Ein Beben trifft das, worauf man sich nie Gedanken gemacht hat – den Untergrund. Im Traum steht es für eine Erschütterung von etwas Grundsätzlichem: eine Gewissheit, eine Beziehung, eine Vorstellung von sich selbst. Was nach dem Beben noch steht, ist die eigentliche Nachricht.

Becher Dinge

Das eigene Maß.

Der Becher ist das kleinste Gefäß und das persönlichste: Er gehört einem. Was darin ist und ob es reicht, meint dein eigenes Auskommen.

Bedauern Zustände und Gefühle

Milder als Reue, und hartnäckiger.

Bedauern richtet sich nicht gegen dich, sondern gegen die Umstände – deshalb bleibt es länger. Im Traum steht es für etwas Verpasstes, an dem niemand schuld war. Solche Bilder kommen, wenn man sich mit etwas abgefunden hat und noch nicht ganz.

Bediensteter Menschen

Wer für andere tut, was diese nicht selbst tun.

Bedienstete im Traum handeln von Rangordnung: Wer tut hier wessen Arbeit? Dich selbst in dieser Rolle zu sehen, ist häufiger, als man denkt – und meistens eine Auskunft über das Wachen.

Bedingung Was man tut

Du bekommst es, aber nicht umsonst.

Eine Bedingung im Traum verwandelt ein Geschenk in einen Handel. Woran du es erkennst: Es ist plötzlich ein „nur wenn" dabei, wo vorher keines war – und genau das ist die Aussage.

Bedrängnis Zustände und Gefühle

Der Raum wird knapp.

Bedrängnis ist kein Schrecken, sondern ein Zusammenziehen: Es bleibt immer weniger Platz für eigene Entscheidungen. Solche Träume kommen, wenn im Wachen mehrere Dinge gleichzeitig etwas wollen.

Bedrängt werden Zustände und Gefühle

Zu nah, und es hört nicht auf.

Bedrängt zu werden, heißt: Die eigene Grenze wird nicht beachtet. Der Traum bildet damit eine Lage ab, in der ein Nein nicht angekommen ist – und er sagt nichts darüber, wer gemeint ist.

Bedrücktheit Zustände und Gefühle

Etwas liegt auf dir, ohne dich zu zwingen.

Bedrücktheit ist leiser als Angst und hartnäckiger. Sie kommt nicht von einer Sache, sondern von einer Lage – und deshalb hilft im Wachen selten eine Entscheidung, sondern eher ein Gespräch.

Bedürfnis Zustände und Gefühle

Etwas fehlt so sehr, dass es dich bewegt.

Ein Bedürfnis ist weniger als eine Sucht und mehr als ein Wunsch: Es drängt. Träume machen daraus gern eine ganz körperliche Sache – Durst, Enge, Kälte –, auch wenn es um etwas anderes geht. Deshalb lohnt die Übersetzung: Wonach hast du im Traum wirklich gesucht?

Bedürftigkeit Zustände und Gefühle

Etwas brauchen, das man sich nicht selbst geben kann.

Bedürftigkeit ist im Wachen unangenehm und im Traum ganz ehrlich: Dort gibt man zu, dass es allein nicht geht. Wer so träumt, hat meistens wach zu lange so getan, als ginge es.

Beerdigung Was man tut

Ein Abschied wird vollzogen.

Eine Beerdigung im Traum kündigt keinen Tod an. Sie zeigt, dass etwas zu Ende gebracht wird – oft etwas, das längst vorbei ist und noch keinen Abschluss hatte.

Beere Natur und Wetter

Muss gesucht und gepflückt werden.

Beeren gibt es umsonst, aber nur für den, der hingeht. Sie stehen für kleine Gewinne, die Mühe kosten und keine Rechnung schreiben.

Beet Orte und Räume

Ein abgesteckter Streifen zum Wachsen.

Das Beet ist Natur in Ordnung gebracht. Es steht für einen Bereich, den man betreut und in dem man Ergebnisse sehen will.

Befehl Was man tut

Kein Vorschlag, keine Bitte.

Ein Befehl nimmt die Wahl weg – und Träume benutzen ihn genau dafür. Er steht für eine Lage, in der du tust, was verlangt wird, ohne dass jemand fragt, ob du willst. Wer im Traum befiehlt, ist selten ein Fremder: Es lohnt sich nachzusehen, wessen Stimme das war.

Beförderung Zustände und Gefühle

Mehr Rang, mehr Last.

Die Beförderung ist Anerkennung und Zumutung in einem. Im Traum kommt oft die Frage mit: Will ich das überhaupt?

Befragt werden Was man tut

Jemand will wissen, wie du zu etwas stehst.

Befragt zu werden heißt: Du sollst dich äußern, und es hört jemand zu. Im Traum steht das für eine Lage, in der du Stellung beziehen musst. Ob dir die Antworten eingefallen sind, ist der aufschlussreichste Teil.

Befreit Zustände und Gefühle

Die Fessel ist weg.

Befreit zu sein, ist mehr als die Abwesenheit einer Fessel: Man merkt erst dann, wie sehr sie gedrückt hat. Ein sehr deutliches gutes Zeichen.

Befreiung Was man tut

Der Griff lässt los.

Befreiungsträume sind unter den angenehmsten, die es gibt, und sie kommen fast nie aus heiterem Himmel: Vorher war da etwas, das gehalten hat. Frag dich weniger, wovon du frei wurdest, als wodurch.

Befremden Zustände und Gefühle

Etwas Vertrautes ist plötzlich nicht mehr vertraut.

Befremden ist leiser als Angst und genauer: Nichts ist geschehen, es stimmt nur etwas nicht. Im Traum trifft es meistens etwas Bekanntes – das eigene Zuhause, einen vertrauten Menschen –, und genau das macht es unheimlich.

Befriedigung Zustände und Gefühle

Ein Wollen ist zur Ruhe gekommen.

Befriedigung ist nicht Freude – Freude kommt dazu, Befriedigung hört auf. Etwas, das gezogen hat, zieht nicht mehr. Im Traum steht sie am Ende von Anstrengungen und ist ein gutes Zeichen: Der Traum hat etwas zu Ende gebracht.

Befürchtung Zustände und Gefühle

Angst vor etwas, das noch nicht da ist.

Eine Befürchtung richtet sich nach vorn und hat deshalb im Traum fast nie recht: Träume sagen nichts voraus. Was sie zeigen, ist die Sorge selbst – und die gehört zur Gegenwart.

Begabung Zustände und Gefühle

Etwas geht dir leicht, was anderen schwerfällt.

Wenn im Traum plötzlich etwas gelingt, wofür man wach nicht begabt ist – singen, malen, fliegen –, ist das keine Spielerei. Träume zeigen damit eine Fähigkeit, die vorhanden und ungenutzt ist. Nicht unbedingt die buchstäbliche: Der Gesang kann für eine Stimme stehen, die du im Wachen nicht erhebst.

Begafft werden Was man tut

Gesehen werden, ohne gemeint zu sein.

Angestarrt zu werden ist das Gegenteil von Aufmerksamkeit: Man ist Gegenstand, nicht Gegenüber. Im Traum gehört es zu den häufigsten unangenehmen Bildern, meist in Verbindung mit Nacktheit oder einer Bühne.

Begegnung Menschen

Zwei Wege kreuzen sich, ohne dass es verabredet war.

Eine Begegnung im Traum ist nie zufällig – sie ist das Bild dafür, dass etwas in dein Leben tritt, das du nicht gerufen hast. Wer dir begegnet, ist dabei weniger wichtig als die Frage, ob du stehengeblieben bist oder weitergegangen.

Begeisterung Zustände und Gefühle

Etwas reißt dich mit, und du lässt es zu.

Begeisterung ist Energie von außen, die innen ankommt. Im Traum steht sie für etwas, das dich noch erreichen kann – und deshalb ist so ein Traum wichtiger, als er sich anfühlt: Er sagt, dass du nicht abgestumpft bist.

Begierde Zustände und Gefühle

Wollen, das keine Geduld hat.

Begierde ist Sehnsucht ohne Warten. Sie richtet sich auf etwas Bestimmtes und will es jetzt. Im Traum ist sie selten schlecht – sie zeigt, dass etwas noch lebendig ist. Anstrengend wird sie erst, wenn sie sich auf das Falsche richtet.

Begleitet werden Zustände und Gefühle

Jemand geht denselben Weg.

Begleitung im Traum ändert nichts am Weg und alles am Gehen. Wer mitging, ist die Frage – oft jemand, den man im Wachen vermisst.

Begnadigung Zustände und Gefühle

Die Strafe entfällt.

Begnadigt zu werden heißt, dass Gnade vor Recht geht. Im Traum ist es eines der befreiendsten Bilder überhaupt – und man erteilt sie sich selbst.

Begrüßung Was man tut

Der Augenblick, in dem entschieden wird, wie es weitergeht.

An einer Begrüßung im Traum hängt mehr, als sie hergibt: Sie zeigt, wie nah zwei einander sind, bevor ein Wort fällt. Ein kühler Gruß von einem Vertrauten sagt mehr als ein ganzes Gespräch.

Behagen Zustände und Gefühle

Wohlsein ohne jeden Grund.

Behagen ist das leiseste gute Gefühl, das es gibt: keine Freude, kein Glück, nur die Abwesenheit von allem Störenden. Im Traum ist es selten und deshalb bemerkenswert – es zeigt einen Ort, an dem nichts von dir verlangt wird.

Behandlung Was man tut

Jemand kümmert sich.

Behandelt zu werden heißt, etwas anzunehmen. Im Traum steht es für Zuwendung, die man zulässt – und die man oft schwerer erträgt als die Beschwerde selbst.

Behausung Orte und Räume

Ein Dach, mehr nicht.

Eine Behausung ist kein Zuhause – das Wort sagt es selbst: Sie hält Wetter ab und sonst nichts. Im Traum steht sie für einen Zustand, in dem das Nötigste gesichert ist und das Übrige fehlt. Wie sie aussah, ist die eigentliche Beschreibung deiner Lage.

Behinderung Zustände und Gefühle

Etwas geht nicht mehr, was vorher ging.

Im Traum meint dieses Bild fast nie eine Krankheit, sondern eine Einschränkung: Man will und kann nicht, und zwar am eigenen Körper. Solche Träume kommen in Zeiten, in denen jemand seine Möglichkeiten schwinden sieht – im Beruf, im Alter, nach einem Verlust.

Behördengang Was man tut

Von einem zum nächsten.

Weitergeschickt zu werden, ohne dass jemand zuständig ist, ist ein sehr genaues Bild für Ohnmacht gegenüber einer Ordnung, die niemand vertritt.

Beichte Was man tut

Etwas aussprechen, das man behalten wollte.

Die Beichte im Traum ist kein religiöses Bild, sondern ein Bedürfnis: Etwas will gesagt werden. Wem du gebeichtet hast, ist dabei die interessantere Frage als das, was du gesagt hast.

Beifahrer Menschen

Mitfahren, ohne zu lenken.

Der Beifahrer sieht dieselbe Straße und hat kein Lenkrad. Im Traum steht er für eine Lage, in der du beteiligt bist und nicht bestimmst. Ob das angenehm war oder beklemmend, ist die eigentliche Auskunft.

Beifuß Natur und Wetter

Das Kraut der Wanderer.

Beifuß galt als Schutz auf Reisen – man trug ihn im Schuh. Im Traum steht er für Beistand auf einem langen Weg.

Beileid Was man tut

Der Satz, den man sagt, wenn es keinen gibt.

Beileid im Traum handelt weniger vom Verlust als vom Umgang damit: Menschen kommen, sagen etwas, gehen wieder. Wer davon träumt, hat oft das Gefühl, dass um ihn herum Worte gemacht werden, wo Anwesenheit nötig wäre.

Beim Aufwachen festhalten Was man tut

Die ersten Minuten entscheiden.

Ein Traum verblasst in wenigen Minuten. Wer ihn behalten will, schreibt ihn auf, bevor er aufsteht – und notfalls nur drei Worte.

Bein Körper

Womit man vorankommt.

Beine stehen für das Weiterkommen. Schwere oder lahme Beine im Traum meinen selten Krankheit und fast immer eine Sache, bei der es gerade nicht vorangeht.

Beinhaus Orte und Räume

Wo die Toten aufbewahrt werden, nicht begraben.

Ein Beinhaus ist kein Grab: Hier ist nichts zugedeckt. Im Traum steht es für Vergangenes, das sichtbar bleibt – und für die Frage, warum es nicht beerdigt wurde.

Beischlaf Was man tut

Zwei werden für einen Augenblick eines.

Sexuelle Träume meinen erstaunlich selten Sex. Sie meinen Vereinigung: dass zwei Dinge zusammenkommen, die getrennt waren – oft zwei Seiten in einem selbst. Wer im Traum mit jemandem schläft, den er wach nicht begehrt, träumt meistens von dessen Eigenschaften.

Beißen Was man tut

Angriff mit dem, was man immer dabeihat.

Ein Biss geht durch die Haut, und im Traum ist genau das gemeint: Etwas ist dir unter die Haut gegangen. Wer gebissen wird, wurde verletzt, wo er es nicht abwehren konnte. Wer selbst beißt, hat sich mit den Mitteln gewehrt, die ihm blieben – das ist keine Schande, sondern eine Auskunft über die Lage.

Beistand Menschen

Jemand bleibt, wo andere gingen.

Beistand im Traum ist eines der wenigen ungetrübt guten Bilder. Er sagt: Du bist damit nicht allein, und irgendein Teil von dir weiß das. Wenn dir im Traum jemand beisteht, den du im Wachen kaum kennst, meint das Bild nicht ihn, sondern die Eigenschaft, für die er steht.

Beistehen Was man tut

Dableiben, wenn es schwer wird.

Beizustehen heißt nicht, zu helfen – es heißt, nicht zu gehen. Im Traum ist es eines der stärksten Zeichen von Verbundenheit.

Bekanntschaft Menschen

Jemand tritt in dein Leben.

Eine neue Bekanntschaft im Traum ist selten eine Vorhersage. Sie steht für eine neue Seite an dir selbst, die sich meldet – deshalb lohnt die Frage, was an dieser Person auffiel, mehr als die Frage, wer sie war.

Bekleckern Was man tut

Ein Missgeschick, das man sieht.

Sich zu bekleckern ist harmlos und peinlich zugleich: Es tut nicht weh und ist nicht zu verstecken. Im Traum steht es für kleine Fehler, bei denen einen andere gesehen haben.

Beklemmung Zustände und Gefühle

Es wird eng.

Beklemmung meint eine Lage, in der der Spielraum kleiner wird. Der Traum legt das auf den Körper, weil das Enge dort am deutlichsten zu spüren ist.

Bekreuzigen Was man tut

Eine Geste gegen das Unheimliche.

Das Kreuzzeichen macht man, wenn Worte fehlen und etwas Angst macht. Im Traum steht es dafür, dass jemand einer Sache nicht anders beikommt – und sich einer alten Geste anvertraut.

Beladen Was man tut

Aufnehmen, was man dann tragen muss.

Etwas aufzuladen ist eine freiwillige Handlung, und das unterscheidet das Bild von der Last, die einem auferlegt wird. Der Traum fragt, wie viel du dir selbst aufgepackt hast – und ob du weißt, wohin damit. Wer im Traum ablädt, hat etwas beendet.

Belagerung Zustände und Gefühle

Nichts geschieht, und man kommt trotzdem nicht weg.

Eine Belagerung ist Krieg ohne Kampf: Man wartet, und die Vorräte gehen aus. Als Traumbild steht sie für einen Druck, der nicht zuschlägt, sondern aushungert – eine Lage, die einen zermürbt, ohne dass ein einzelnes Ereignis schuld wäre. Genau das macht sie so schwer zu erklären.

Belästigung Was man tut

Jemand nimmt sich mehr Raum, als ihm zusteht.

Belästigung im Traum handelt von Grenzen: Etwas kommt näher, als es darf, und hört nicht auf, wenn man es sagt. Ob es eine Person, ein Geräusch oder ein Tier war, ist zweitrangig.

Belehrung Was man tut

Erklärt bekommen, was man weiß.

Eine Belehrung im Traum stellt ein Gefälle her: Einer weiß mehr, und er zeigt es. Wer sie über sich ergehen lässt, kennt das Verhältnis meistens auch im Wachen.

Beleibt sein Körper

Mehr Raum einnehmen als vorher.

Körperfülle im Traum handelt selten vom Gewicht. Sie steht für Substanz – zu viel oder endlich genug. Ob es unangenehm war oder behaglich, entscheidet die Richtung.

Beleidigung Was man tut

Worte, die treffen sollen.

Eine Beleidigung im Traum zeigt weniger den Menschen, der sie ausspricht, als die Stelle, an der sie trifft. Frag dich nicht, wer es war, sondern warum ausgerechnet dieses Wort wehtat.

Beleuchtung Dinge

Wer bestimmt, was man sieht.

Beleuchtung ist gemachtes Licht: Jemand hat entschieden, was hell ist. Im Traum lohnt deshalb die Frage, was im Schatten blieb – dort liegt meistens die eigentliche Sache.

Bellen Tiere

Warnung oder Drohung.

Bellen meldet und schreckt ab, ohne zuzubeißen. Es steht für eine Auseinandersetzung, die laut ist und nicht gefährlich.

Belohnung Zustände und Gefühle

Etwas kommt zurück, weil du es getan hast.

Eine Belohnung im Traum ist die Bestätigung, dass etwas gesehen wurde. Deshalb träumen Menschen davon, die im Wachen das Gefühl haben, ihre Mühe bemerke niemand. Wer im Traum belohnt wird, hat sich das Lob selbst gegeben – und das zählt mehr, als es klingt.

Bemitleiden Zustände und Gefühle

Von oben herab gut gemeint.

Mitleid schaut herunter, Mitgefühl stellt sich daneben – und bemitleidet zu werden fühlt sich deshalb schlechter an, als es gemeint ist. Im Traum steht es für eine Hilfe, die kleiner macht statt aufzurichten.

Bemuttern Was man tut

Fürsorge, die zu viel wird.

Bemuttern ist gut gemeint und nimmt dem anderen etwas weg: die Zuständigkeit für sich selbst. Im Traum steht es für ein Verhältnis, in dem einer zu klein gehalten wird – und manchmal ist das bequem.

Benachteiligung Zustände und Gefühle

Andere bekommen mehr, ohne Grund.

Benachteiligung im Traum ist ein altes Geschwisterthema und geht selten um Sachen: Es geht um Zuwendung. Wer davon träumt, findet im Wachen meistens eine Stelle, an der er sich übergangen fühlt.

Benommenheit Zustände und Gefühle

Dabei sein, ohne ganz da zu sein.

Benommenheit im Traum meint selten Müdigkeit. Sie zeigt einen Zustand, in dem man Dinge geschehen lässt, weil man zu keiner klaren Regung kommt. Im Wachen entspricht dem oft eine Zeit, in der zu viel auf einmal war.

Beobachtet werden Zustände und Gefühle

Jemand sieht zu, und du weißt nicht wer.

Beobachtet zu werden, ohne den Beobachter zu sehen, steht für ein Gefühl der Bewertung, das man nicht abschalten kann. Es ist heute häufiger als früher.

Beratung Was man tut

Jemand sagt dir, was er täte.

Wer im Traum Rat sucht, hat die Entscheidung meistens schon getroffen und will sie bestätigt hören. Wichtiger als der Rat ist deshalb, ob du ihn angenommen hast.

Beraubt werden Zustände und Gefühle

Etwas ist weg, und jemand hat es genommen.

Beraubt zu werden heißt im Traum nicht, etwas verloren zu haben – es heißt, dass es dir genommen wurde. Der Unterschied ist die Wut, die dazugehört, und die ist oft die eigentliche Nachricht. Was fehlt, sagt der Traum meistens dazu: Es ist selten das Portemonnaie.

Bereuen Zustände und Gefühle

Zurücksehen auf eine Tür, die zu ist.

Reue im Traum ist fast nie eine Anklage, sondern eine Verrechnung: Etwas ist anders gelaufen, und du zahlst noch daran. Bemerkenswert ist, dass Träume die Reue oft an eine Sache hängen, die im Wachen längst erledigt schien. Dann war sie es nicht.

Berg Natur und Wetter

Was vor einem liegt und Kraft kostet.

Ein Berg im Traum ist eine Aufgabe. Ob du hinaufkamst, wie weit du sahst und ob du allein warst, sagt mehr über deine Lage als der Berg selbst.

Und wenn es genauer dasteht:

Den Berg hinauf

Es ging hinauf. Der Berg wird im Traum nicht betrachtet, sondern genommen – und das kostet etwas. Dafuer wächst mit jeder Höhe der Überblick: Man sieht weiter als vorher, auch über das, wovon man herkommt. Wie weit du im Traum gekommen bist, sagt mehr als der Berg selbst.

Am Berg vorbei

Der Berg kam vor, aber du bist nicht hinauf – du bist daran vorbei. Das ist weder Aufgeben noch Bezwingen, sondern ein dritter Weg: Die Aufgabe bleibt stehen, und du kommst trotzdem weiter. Träume zeigen das, wenn im Wachen etwas Großes im Weg steht, das gar nicht bewältigt werden muss, um voranzukommen.

Den Berg hinunter

Es ging bergab. Nach einem Aufstieg ist das kein Scheitern, sondern der zweite Teil: Man kommt zurück, und man bringt etwas mit. Steht der Abstieg allein, ohne dass jemals gestiegen wurde, frag dich, wovon du gerade herunterkommst.

Bergab rollen Zustände und Gefühle

Es geht von allein, und zwar zu schnell.

Bergab ist zuerst eine Erleichterung und dann ein Problem: Man kommt nicht mehr zum Halten. Ein genaues Bild für eine Entwicklung, die Eigendynamik bekommen hat.

Bergauf treten Zustände und Gefühle

Jede Umdrehung kostet.

Bergauf zu treten, ist Fortschritt gegen Widerstand. Es ist anstrengend, geht voran und lässt sich nicht abkürzen.

Bergbahn Dinge

Nach oben kommen, ohne zu steigen.

Die Bergbahn bringt dich hinauf, ohne dass du gehst – und genau darin liegt die Frage des Traums: Wer trägt gerade deine Anstrengung? Dass der Blick von oben derselbe ist, heißt nicht, dass der Weg derselbe war.

Bergführer Menschen

Jemand, der den Weg schon kennt.

Der Bergführer trägt dich nicht, er geht vor. Im Traum steht er für eine Hilfe, die dir das Gehen nicht abnimmt und trotzdem alles verändert – oft hat er das Gesicht von jemandem, der einem etwas beigebracht hat.

Bergkristall Dinge

Etwas Hartes, durch das man hindurchsieht.

Der Kristall vereint zwei Dinge, die selten zusammenkommen: Klarheit und Härte. Im Traum steht er für eine Einsicht, die unbequem und trotzdem richtig ist.

Bergleute Menschen

Arbeiten, wo kein Tageslicht hinkommt.

Bergleute arbeiten im Dunkeln und aufeinander angewiesen. Im Traum stehen sie für das, was unter der Oberfläche geholt wird – und dafür, dass man das nicht allein tut.

Bergmann Menschen

Holt herauf, was tief liegt.

Der Bergmann arbeitet im Dunkeln an dem, was wertvoll ist. Er ist das genaueste Berufsbild für Arbeit am eigenen Unbewussten.

Bergschuhe Dinge

Das richtige Zeug für einen schweren Weg.

Schuhe stehen im Traum für die Art, wie man geht. Feste Schuhe heißen: Der Weg ist schwer, und du bist vorbereitet. Fehlen sie, ist genau das die Auskunft.

Bergsteigen Was man tut

Der Weg nach oben, Schritt für Schritt.

Bergsteigen ist das älteste Bild für ein Vorhaben mit Ziel: Es geht aufwärts, es kostet Kraft, und der Gipfel ist sichtbar. Woran du es erkennst: Ob du oben angekommen bist – und ob es dort war, wie du es dir gedacht hattest.

Bergwerk Orte und Räume

Der Weg nach innen, in den Berg hinein.

Wo der Berg für ein Vorhaben steht, ist das Bergwerk sein Gegenteil: Man geht nicht hinauf, sondern hinein. Im Traum ist das das Bild für Selbsterforschung – dunkel, eng und ergiebig.

Bernstein Dinge

Ein Augenblick, für immer festgehalten.

Im Bernstein steckt etwas, das vor Millionen Jahren lebte. Er ist das genaueste Bild für eine Erinnerung, die unverändert geblieben ist.

Beruf Was man tut

Was man tut und wofür man gehalten wird.

Vom Arbeitsplatz zu träumen ist häufiger als von fast allem anderen – ein Drittel des Lebens findet dort statt. Das Bild steht selten für die Arbeit selbst, meist für die Rolle: Wer bist du dort, und wer wärst du ohne? Ein alter Arbeitsplatz im Traum meint die Zeit, nicht den Ort.

Berufstätigkeit Was man tut

Der Teil des Lebens, den andere bezahlen.

Vom eigenen Beruf zu träumen ist so häufig wie unauffällig – und deshalb lohnt der Blick darauf, was ANDERS war als sonst. Genau dort liegt die Auskunft.

Beruhigen Was man tut

Der Sturm hört auf, ohne dass etwas gelöst ist.

Beruhigung ist nicht Lösung, und Träume unterscheiden das genau. Wer im Traum beruhigt wird, bekommt Aufschub – manchmal genau das, was nötig ist. Wer andere beruhigt, trägt etwas, das eigentlich nicht seins ist. Beides kommt in erschöpften Zeiten.

Beruhigung Zustände und Gefühle

Der Sturm zieht ab.

Beruhigung ist der Moment nach etwas, nicht ein Zustand. Wer davon träumt, hat den Aufruhr meistens im selben Traum noch – und der Traum sagt, dass er vorbeigeht.

Beruhigungsmittel Dinge

Ruhe, die man sich verschafft.

Ein Mittel zur Beruhigung nimmt nicht die Ursache weg, sondern die Unruhe. Im Traum steht es für den Wunsch, dass es aufhört – ohne dass sich etwas ändern muss.

Berühmtheit Zustände und Gefühle

Von vielen gekannt werden, die man nicht kennt.

Berühmtheit im Traum handelt vom Gesehenwerden, nicht vom Erfolg. Sie kommt oft bei Menschen vor, die sich übersehen fühlen – und der Traum übertreibt das Gegenteil, wie Träume das tun.

Berührung Was man tut

Nähe, die ankommt.

Eine Berührung im Traum ist selten nebensächlich. Sie zeigt, wo jemand einen erreicht – oder wo man sich wünscht, erreicht zu werden.

Besatzung Menschen

Alle, die dasselbe Schiff fahren.

Eine Besatzung ist keine Gruppe von Freunden, sondern von Leuten mit gemeinsamem Ziel. Im Traum steht sie für Verlass, der nicht auf Zuneigung beruht – und darauf, dass jeder seinen Platz kennt.

Beschädigung Was man tut

Es ist noch da, aber nicht mehr ganz.

Beschädigung ist nicht Zerstörung: Die Sache existiert weiter und ist nicht mehr dieselbe. Im Traum betrifft das oft ein Verhältnis, das nach einem Streit weiterläuft.

Beschäftigung Was man tut

Etwas tun, damit man etwas tut.

Beschäftigung ist nicht Arbeit: Sie füllt Zeit, ohne unbedingt etwas zu schaffen. Im Traum steht sie oft für das Ausweichen – man hat zu tun und kommt nicht zu dem, was ansteht.

Beschämt Zustände und Gefühle

Am liebsten weg sein.

Scham ist das Gefühl, falsch gesehen zu werden. Im Traum ist sie fast immer stärker als der Anlass – und das ist die eigentliche Auskunft.

Bescheidenheit Zustände und Gefühle

Weniger nehmen, als einem zusteht.

Bescheidenheit ist im Traum selten eine Tugend und oft eine Gewohnheit: Man meldet sich nicht. Ob das gut ausging oder bedauert wurde, ist die Auskunft.

Beschenkt werden Zustände und Gefühle

Etwas bekommen, ohne dafür bezahlt zu haben.

Ein Geschenk ist im Traum eine Aussage über die Beziehung, nicht über die Sache. Wer dir schenkt, will etwas zwischen euch sagen. Und es lohnt sich zu erinnern, ob du es gern genommen hast: Manchen Menschen fällt Nehmen schwerer als Geben, und Träume zeigen das schonungslos.

Beschlagnahme Was man tut

Man nimmt dir etwas, und es ist erlaubt.

Anders als beim Diebstahl geschieht die Beschlagnahme mit Recht – und trifft trotzdem. Im Traum steht sie für Verluste, gegen die man nichts sagen kann, weil sie in Ordnung sind.

Beschneiden Was man tut

Wegnehmen, damit mehr kommt.

Einen Baum zu beschneiden heißt, ihn stärker zu machen. Das Bild meint Verzicht mit Absicht – und dass Weglassen manchmal die wachstumsfreundlichste Handlung ist.

Beschneidung Was man tut

Etwas wird weggenommen, damit man dazugehört.

Die Beschneidung ist ein Zugehörigkeitsbild: Man gibt etwas ab und gehört dafür dazu. Im Traum betrifft das fast nie den Körper, sondern eine Eigenschaft, die man zurücknehmen musste.

Beschränkung Zustände und Gefühle

Man dürfte, und man darf nicht.

Eine Beschränkung im Traum ist kein Hindernis, sondern ein Verbot: Der Weg wäre da, jemand hat ihn gesperrt. Woran du es erkennst: Ob du weißt, wer es war – oder ob du es dir selbst verboten hast.

Beschuldigung Was man tut

Schuld bekommen, ohne gefragt zu werden.

Beschuldigt zu werden ist einer der häufigsten unangenehmen Träume überhaupt. Er handelt selten von einer wirklichen Schuld – meistens davon, dass man sich nicht erklären kann. Woran du es erkennst: Ob du im Traum wusstest, worum es ging.

Beschützen Was man tut

Zwischen Gefahr und jemanden treten.

Beschützen heißt, das Risiko auf sich zu nehmen. Wen du im Traum schützt, ist oft ein Teil von dir selbst – häufig der jüngste.

Beschwerden Körper

Der Körper meldet sich.

Körperliche Beschwerden im Traum sind selten eine Diagnose. Sie zeigen, dass etwas Aufmerksamkeit fordert – und der Körper ist im Traum der lauteste Sprecher, den man hat. Halten solche Träume an, ist ein Arztbesuch trotzdem keine schlechte Idee.

Beschwingt Zustände und Gefühle

Es geht wie von selbst.

Leichtigkeit ohne besonderen Grund ist ein gutes Zeichen. Sie zeigt, dass etwas nicht mehr drückt – manchmal, bevor man weiß was.

Beschwören Was man tut

Mit aller Kraft bitten.

Beschwören ist mehr als bitten: Es liegt Verzweiflung darin. Im Traum steht es für eine Sache, bei der jemand alles auf eine Karte setzt – und weiß, dass es nicht genügen könnte.

Besen Dinge

Selbst aufräumen.

Der Besen steht für die Bereinigung einer Sache durch eigene Hand. Kehren im Traum ist fast immer ein gutes Zeichen.

Besessenheit Zustände und Gefühle

Etwas hat dich, nicht umgekehrt.

Besessenheit im Traum meint keine Dämonen, sondern das Verhältnis: Eine Sache bestimmt über dich. Meistens ist es etwas, das einmal gewollt war und irgendwann selbständig wurde.

Besorgung Was man tut

Für jemanden etwas holen.

Eine Besorgung im Traum ist ein kleiner Auftrag mit klarer Sache. Ob du sie erledigt hast oder auf dem Weg abgekommen bist, sagt einiges darüber, wie es dir gerade mit Verpflichtungen geht.

Besprechung Was man tut

Alle reden, niemand entscheidet.

Die Besprechung steht für Gemeinschaft ohne Ergebnis. Im Traum dauert sie zu lang und bringt nichts – wie im Wachen.

Beständigkeit Zustände und Gefühle

Etwas, das morgen noch genauso ist.

Beständigkeit ist das unauffälligste aller Bedürfnisse und fällt erst auf, wenn sie fehlt. Im Traum steht dafür Wiederkehr: derselbe Weg, dasselbe Haus, dieselbe Uhrzeit. Wer davon träumt, hat im Wachen zu viel in Bewegung.

Bestechung Was man tut

Etwas kaufen, das nicht zu kaufen sein sollte.

Bestechung ist der Versuch, eine Entscheidung zu umgehen, statt sie zu gewinnen. Im Traum steht sie für eine Abkürzung, bei der du weißt, dass sie nicht sauber ist. Wer bestochen wird, hat etwas, das jemand haben will – auch das ist eine Auskunft über die eigene Lage.

Besteck Dinge

Womit man sich bedient.

Besteck steht für die Art, wie man sich nimmt, was man braucht – bescheiden, gierig oder gar nicht.

Bestohlen werden Was man tut

Etwas ist weg, und jemand hat es genommen.

Beim Bestohlenwerden zählt nicht der Wert, sondern was das Ding bedeutete. Der Traum fragt: Was hat man dir genommen, ohne zu fragen – Zeit, Vertrauen, eine Möglichkeit?

Bestrafung Was man tut

Für etwas büßen, das nicht immer benannt wird.

Strafträume sind selten Reue. Meistens zeigen sie einen strengen Maßstab, den jemand an sich selbst anlegt – und der Bestrafende im Traum ist erstaunlich oft ein Teil des Träumenden selbst.

Besuch Menschen

Etwas will herein.

Wenn das Haus im Traum du selbst bist, ist ein Gast etwas, das Einlass begehrt: eine Nachricht, eine Erkenntnis, ein Mensch. Wichtig ist, ob du aufgemacht hast – und ob du dich über den Besuch gefreut hast oder ihn lieber losgeworden wärst.

Betäubung Körper

Der Schmerz ist weg, und mit ihm alles andere.

Betäubung nimmt nicht die Ursache, sondern die Empfindung. Als Traumbild steht sie für einen Zustand, in dem man nichts mehr spürt – auch nichts Gutes. Das kommt nach langer Belastung, und der Traum sagt damit nicht, dass es vorbei ist, sondern dass du dich abgeschaltet hast.

Beten Was man tut

Sagen, was man nicht selbst kann.

Beten im Traum hat mit Glauben weniger zu tun, als man denkt. Es ist die Geste dessen, der am Ende seiner eigenen Mittel ist und trotzdem nicht aufgibt – und genau das macht es zu einem starken Bild. Es zeigt eine Not und zugleich, dass du sie aussprechen kannst.

Beton Dinge

Hart, grau, und für immer gedacht.

Beton hält, und er lässt nichts durch – beides gehört zum Bild. Im Traum steht er für etwas Endgültiges, das jemand gemacht hat: eine Entscheidung, eine Grenze, eine Haltung. Wer in Beton feststeckt, ist nicht gefangen, sondern festgelegt, und das ist ein anderer Schmerz.

Betrieb Orte und Räume

Wo viele an einer Sache arbeiten.

Ein Betrieb ist mehr als ein Gebäude: Er ist ein Gefüge, in dem jeder seinen Platz hat. Im Traum geht es fast immer um die Frage, ob man darin vorkommt – und ob es ohne einen weiterliefe.

Betriebsamkeit Was man tut

Viel Bewegung, wenig Richtung.

Betriebsamkeit im Traum ist nicht dasselbe wie Arbeit: Es geschieht viel, und es kommt nichts dabei heraus. Wer davon träumt, hat im Wachen oft volle Tage und das Gefühl, nicht voranzukommen.

Betrübnis Zustände und Gefühle

Traurigkeit, die keinen Anlass nennt.

Betrübnis ist stiller als Trauer und hat kein Ereignis hinter sich. Sie liegt über allem wie ein grauer Tag. Im Traum kommt sie oft in Räumen vor, in denen früher etwas los war.

Betrug Was man tut

Das Vertrauen war das eigentliche Opfer.

Betrug trifft nicht die Sache, sondern das Zutrauen – deshalb wirkt er so lange nach. Im Traum steht er für einen Verdacht, der noch keine Worte hat. Wer selbst betrügt, sollte die Deutung nicht zu wörtlich nehmen: Meist geht es darum, dass man sich in irgendeiner Sache etwas vormacht.

Betrüger Menschen

Es war nicht so, wie es aussah.

Der Betrüger steht für eine Täuschung, die man ahnt. Im Traum ist er häufig nicht bösartig gezeichnet – das macht ihn gefährlich und das Bild genau.

Bett Dinge

Der Ort, an dem man sich fallen lässt.

Das Bett ist im Traum der geschützteste Platz überhaupt – und deshalb sagt viel aus, WESSEN Bett es war und ob du dich darin sicher gefühlt hast. Ein fremdes Bett deutet auf eine Lage, in der du dich nicht ganz zu Hause fühlst. Ein Bett, das man nicht erreicht, gehört zu den Erschöpfungsträumen: Da will jemand zur Ruhe kommen und darf nicht.

Betteln Was man tut

Bitten, wo man fordern müsste.

Betteln ist im Traum selten ein Bild für Geldnot. Es geht um etwas anderes: Du brauchst etwas von jemandem und hast das Gefühl, kein Recht darauf zu haben. Die ehrliche Frage dazu lautet, ob das stimmt – meistens stimmt es nicht.

Bettler Menschen

Angewiesen auf andere.

Der Bettler steht für Bedürftigkeit, die man zeigen muss. Im Traum ist er oft ein Teil von einem selbst – der Teil, der etwas braucht und sich schämt, es zu sagen.

Bettnässen Körper

Ein Missgeschick, das man als Kind fürchtet.

Dieses Bild gehört zu den beschämendsten, die ein Traum hat, und es kommt selten von einer vollen Blase. Es steht für Kontrolle, die im falschen Moment nachgibt, und für eine Scham, die viel älter ist als der Träumende sie in Erinnerung hat.

Bettwanzen Tiere

Der sicherste Ort ist besetzt.

Ungeziefer im Bett ist schlimmer als Ungeziefer irgendwo sonst, weil es den einen Ort trifft, an dem man sich fallen lässt. Im Traum steht es für etwas Kleines und Widerliches, das bis in die eigene Ruhe vorgedrungen ist.

Bettwäsche Dinge

Was man wechselt, damit es wieder frisch ist.

Bettwäsche gehört zum geschütztesten Platz überhaupt und wird trotzdem regelmäßig erneuert. Im Traum geht es deshalb oft um Sauberkeit im übertragenen Sinn – um das Bedürfnis, etwas Privates wieder in Ordnung zu bringen.

Bettzeug Dinge

Wie weich man liegt.

Bettzeug steht für Trost und Behaglichkeit. Nasses oder fehlendes Bettzeug meint, dass es an Fürsorge fehlt – oft an der für sich selbst.

Beule Körper

Wo du dich gestoßen hast, ohne es zu merken.

Eine Beule ist die sichtbare Erinnerung an einen Stoß. Im Traum steht sie für eine Kränkung oder einen Fehltritt, der vorbei ist und noch nachwirkt – niemand fragt bei einer Beule nach der Ursache, man sieht nur das Ergebnis.

Beunruhigung Zustände und Gefühle

Etwas stimmt nicht, und du weißt nicht was.

Beunruhigung ist die Vorstufe der Angst: Es ist noch nichts geschehen, aber etwas kündigt sich an. Im Traum ist sie oft genauer als das Bild, in dem sie auftritt – merk dir das Gefühl, nicht die Kulisse.

Beute Dinge

Was übrig bleibt, wenn der Kampf vorbei ist.

Beute ist Gewinn mit einer Geschichte dahinter: Es war nicht deins, jetzt ist es deins, und dazwischen lag etwas. Im Traum stellt das Bild eine unangenehme, nützliche Frage: War es das wert? Beute, die im Traum wertlos wird, ist eine der deutlichsten Antworten, die ein Traum geben kann.

Bewaffnung Dinge

Sich rüsten für einen Kampf.

Bewaffnet zu sein heißt im Traum nicht, kämpfen zu wollen – es heißt, mit einem Kampf zu rechnen. Ob du die Waffe gebraucht hast, ist die eigentliche Frage.

Bewässerung Was man tut

Dafür sorgen, dass etwas weiterwachsen kann.

Gießen ist Fürsorge in ihrer einfachsten Form: regelmäßig, unspektakulär, und ohne sie geht nichts ein. Im Traum steht es für Zuwendung, die kein Ereignis ist, sondern eine Gewohnheit.

Bewegungslosigkeit Zustände und Gefühle

Wollen, ohne zu können.

Bewegungsunfähigkeit gehört zu den eindrücklichsten und unangenehmsten Traumerfahrungen. Sie hat oft eine schlichte körperliche Ursache – im Traumschlaf ist die Muskulatur tatsächlich gelähmt, damit man Träume nicht ausführt, und manchmal reicht das ins Bewusstsein hinein. Als Bild gelesen meint sie eine Lage, in der du weißt, was zu tun wäre, und es nicht tun kannst.

Beweis Dinge

Das, was man in die Hand nehmen kann.

Nach einem Beweis sucht im Traum, wem das eigene Gefühl nicht reicht. Ob er gefunden wird, ist dabei fast nebensächlich – die Suche selbst ist die Aussage.

Bewerber Menschen

Man will genommen werden und weiß es nicht.

Bewerber zu sein heißt warten und hoffen, während andere entscheiden. Im Traum ist das eines der häufigsten Bilder für Unsicherheit über den eigenen Wert. Ob du genommen wurdest, ist bemerkenswerterweise oft gar nicht Teil des Traums.

Bewerbung Was man tut

Sich anbieten und warten.

Die Bewerbung steht für den Wunsch, angenommen zu werden. Das Warten danach ist im Traum oft das eigentliche Bild.

Bewirten Was man tut

Andere an den eigenen Tisch lassen.

Wer bewirtet, öffnet sein Haus – und Häuser stehen im Traum für einen selbst. Das Bild ist deshalb freundlicher, als es aussieht: Du lässt jemanden herein. Reicht das Essen nicht oder kommen zu viele, geht es um die Frage, wie viel von dir gerade zu verteilen ist.

Bewunderung Zustände und Gefühle

Jemand hat etwas, das du gelten lässt.

Bewunderung ist der freundliche Bruder des Neides: Beide zeigen auf dasselbe, nur ohne Bitterkeit. Wen du im Traum bewunderst, trägt eine Eigenschaft, die in dir angelegt ist und noch nicht gelebt wird.

Bewusstlosigkeit Körper

Der Ausschalter, den niemand gedrückt hat.

Bewusstlos zu werden ist im Traum kein Todesbild, sondern ein Rückzugsbild: Der Körper nimmt sich, was der Wille nicht zulässt. Solche Träume kommen in Zeiten, in denen jemand keine Pause macht.

Bezahlen Was man tut

Der Ausgleich wird geleistet.

Bezahlen schließt eine Sache ab. Was im Traum der Preis war, sagt, was einen etwas gekostet hat – nicht immer in Geld.

Bezaubern Zustände und Gefühle

Der Verstand steht still und schaut zu.

Bezaubert zu sein heißt, für einen Moment nicht zu prüfen. Im Traum ist das ein schönes und ein gefährliches Bild zugleich, und beides gehört dazu: Wer alles prüft, erlebt nichts.

Bibel Dinge

Ein Buch, in dem andere die Antwort gefunden haben.

Die Bibel im Traum ist auch für Menschen ohne Glauben ein starkes Bild: Sie steht für eine Ordnung, die älter ist als man selbst. Wer darin liest, sucht Halt – und wer sie zuschlägt, hat ihn woanders gefunden.

Biber Tiere

Baut, bis das Wasser steht.

Der Biber verändert die Landschaft, damit sie ihm passt. Er steht für zähes, unauffälliges Arbeiten an den eigenen Verhältnissen.

Bibliothek Orte und Räume

Aufbewahrtes Wissen.

Die Bibliothek meint das eigene Gedächtnis: Alles ist da, man muss es nur finden. Wer dort sucht und nichts findet, sucht im Wachen an der falschen Stelle.

Biene Tiere

Fleiß – und die Frage, für wen.

Bienen stehen für Arbeit, die in ein Ganzes eingeht. Sticht eine, geht es um den Preis dafür: etwas, das man sich gefallen lässt, weil man dazugehören will.

Bienenschwarm Tiere

Viele, die als eines handeln.

Bienen sind das Bild für fleißige Ordnung – und ein ganzer Schwarm für eine Menge, die man nicht einzeln ansprechen kann. Ob du dazugehörtest oder danebenstandest, entscheidet die Deutung.

Bienenstich Körper

Ein kleiner Schmerz von etwas Nützlichem.

Die Biene sticht nur, wenn sie muss, und stirbt daran. Deshalb ist der Bienenstich im Traum kein Angriff, sondern eine Warnung: Etwas Gutes ist zu nah gekommen. Dasselbe Wort meint ein süßes Gebäck – und auch das kann gemeint sein.

Bienenstock Tiere

Viele arbeiten an einem Vorrat.

Der Bienenstock steht für gemeinsames Schaffen mit einem süßen Ergebnis. Honig im Traum meint Lohn, der wirklich ankommt.

Bier Dinge

Geselligkeit im Glas.

Bier im Traum steht seltener für Alkohol als für Runde: Es wird geteilt, es dauert, man sitzt dabei. Allein getrunken meint es das Gegenteil von dem, wofür es sonst steht.

Bildergalerie Orte und Räume

Viele Ansichten nebeneinander.

Eine Galerie im Traum ist ein Gang durch Möglichkeiten: Bild für Bild, und keines gehört dir. Welches du länger angesehen hast, ist die eigentliche Auskunft.

Bilderrahmen Dinge

Der Rand um das Bild.

Der Rahmen bestimmt, was dazugehört und was nicht. Ein leerer Rahmen steht für einen Platz, an dem jemand fehlt.

Bildnis Dinge

Wie dich jemand anders gesehen hat.

Ein Bildnis zeigt nicht dich, sondern die Sicht dessen, der es gemacht hat. Im Traum lohnt deshalb die Frage, ob du dich darin erkannt hast – und ob dir gefiel, was du gesehen hast.

Bildschirm Dinge

Ein Fenster, durch das nichts hereinkommt.

Der Bildschirm zeigt eine Welt, die man nicht betreten kann. Er steht für Teilnahme aus der Entfernung – man sieht alles und ist bei nichts dabei.

Bildung Dinge

Was bleibt, wenn man das Gelernte vergessen hat.

Bildung im Traum handelt selten von Schule. Sie steht für das Gefühl, genug zu wissen – oder eben nicht. Träume, in denen einem Wissen fehlt, kommen überdurchschnittlich oft bei Menschen, die genug davon haben.

Billard Was man tut

Eine Kugel stößt die nächste an.

Beim Billard führt ein Stoß zu einer Kette von Bewegungen, die man nur zum Teil vorausberechnen kann. Im Traum steht es für Folgen: Etwas, das du angestoßen hast, läuft jetzt allein weiter.

Binden Was man tut

Zwei Dinge, die nicht mehr auseinandergehen.

Binden hält zusammen und hält fest – im Traum sind das zwei verschiedene Sachen, und welche gemeint ist, sagt das Gefühl dabei. Hast du etwas gebunden, damit es hält, geht es um Verbindlichkeit. Warst du selbst gebunden, geht es um Freiheit, und dann ist der Knoten das Wichtigste am Bild.

Bindfaden Dinge

Dünn, und es hält trotzdem.

Der Bindfaden ist die schwächste Verbindung, die noch trägt. Im Traum steht er für eine Beziehung oder eine Abmachung, die wenig aushält und bisher gehalten hat.

Birke Natur und Wetter

Neuanfang auf kargem Grund.

Die Birke wächst dort zuerst, wo andere nicht können. Sie steht für Anfänge nach einer schweren Zeit – hell, biegsam, jung.

Birne Natur und Wetter

Süß und kurz reif.

Die Birne hat einen sehr kurzen Punkt, an dem sie genau richtig ist. Sie steht für einen Augenblick, den man nicht verpassen darf.

Bischof Menschen

Würde und Amt in einer Person.

Der Bischof steht für eine Autorität, die nicht aus Macht kommt, sondern aus einem Amt. Im Traum betrifft er die Frage, wem du Deutungshoheit zugestehst – über dein Leben oder über das, was richtig ist.

Bitte Was man tut

Fragen, statt zu nehmen.

Wer bittet, gibt dem anderen die Entscheidung. Genau das macht die Bitte im Traum so aufschlussreich: Sie zeigt, wem jemand Macht über sich einräumt.

Bitten Was man tut

Etwas wollen, das einem nicht zusteht.

Bitten heißt, sich in die Hand eines anderen zu geben: Er kann ja sagen oder nein. Im Traum kommt es oft bei Menschen vor, die im Wachen lieber alles selbst machen.

Bitter Zustände und Gefühle

Schwer zu schlucken.

Bitterer Geschmack im Traum steht für eine Wahrheit, die nicht angenehm ist. Sie ist deshalb nicht falsch – bittere Kräuter galten immer als die heilsamsten.

Bittere Arznei Dinge

Hilft, und man mag es nicht.

Die bittere Arznei ist das Bild für etwas Notwendiges, das unangenehm ist – eine Wahrheit, eine Behandlung, eine Konsequenz. Ob du sie geschluckt hast, ist die Frage. Träume stellen sie mit Nachdruck und ohne Vorwurf.

Bitterkeit Zustände und Gefühle

Alter Ärger, der blieb.

Bitterkeit ist Kränkung, die zu lange gelagert hat. Sie färbt im Traum ganze Landschaften – graue, trockene Bilder gehören regelmäßig dazu.

Blase Körper

Dünne Haut um etwas, das nicht bleibt.

Die Blase hat zwei Gesichter, und der Traum sagt meist selbst, welches gemeint ist. Die Seifenblase ist schön, schillernd und hält keine Minute – ein Bild für etwas, das zu hübsch ist, um zu tragen. Die Blase an der Hand oder am Fuß entsteht durch Reibung: Da hat etwas zu lange gescheuert, ohne dass du es geändert hast.

Blase am Fuß Körper

Zu weit gegangen.

Eine Laufblase meint einen Weg, der zu lang war oder das falsche Schuhwerk hatte. Der Traum sagt damit nichts über die Richtung – nur über das Maß.

Blasebalg Dinge

Macht aus Glut Flamme.

Der Blasebalg entfacht, was schon da ist. Er steht für eine Ermutigung von außen, die genügt, damit etwas brennt.

Blasinstrument Dinge

Aus Atem wird Ton.

Beim Blasinstrument kommt der Klang unmittelbar aus dem Körper – es geht nicht ohne Luft. Im Traum steht es für Ausdruck, der einen etwas kostet, und dafür, ob man genug Atem hat.

Blass sein Körper

Die Farbe geht aus dem Gesicht.

Blässe im Traum zeigt Erschrecken oder Erschöpfung – und zwar bei dem, der blass ist. War es ein anderer, lohnt die Frage, ob du an ihm etwas siehst, das du an dir selbst nicht ansehen willst.

Blässe Körper

Das Blut weicht, und man sieht es.

Blässe ist Erschrecken, das sichtbar wird – der Körper verrät, was der Mensch verschweigt. Im Traum lohnt die Frage, wer blass war. Warst du es, ist etwas an dir zu sehen; war es ein anderer, hast du bei ihm etwas bemerkt, worüber im Wachen nicht gesprochen wird.

Blatt Natur und Wetter

Einzeln nichts, zusammen ein Baum.

Ein einzelnes Blatt ist das Bild für Vergänglichkeit im Kleinen: Es wächst, hält einen Sommer und fällt. Im Traum geht es fast immer um das Fallen – und darum, dass der Baum davon nicht stirbt.

Blau Zustände und Gefühle

Weite und Kühle.

Blau steht für Ruhe, Ferne und Verstand. Es beruhigt ein Bild und nimmt ihm die Dringlichkeit.

Blaubart Menschen

Die eine Tür, die verschlossen bleiben soll.

Im Märchen darf die Frau jedes Zimmer betreten außer einem – und macht es auf. Im Traum steht das Bild für ein Geheimnis in einer Nähe: etwas, das ausdrücklich nicht gefragt werden soll. Ob du aufgemacht hast, ist die Deutung.

Blech Dinge

Sieht nach Metall aus und gibt nach.

Blech ist dünnes Metall: hart genug zum Schneiden, weich genug zum Verbiegen. Im Traum steht es für etwas, das stabiler wirkt, als es ist – eine Fassade, ein Auftreten, ein Versprechen. Der blecherne Klang gehört dazu: Es hört sich nach etwas an und ist hohl.

Blei Dinge

Schwer und stumpf.

Blei ist das schwerste Alltagsmetall und hat keinen Glanz. Es steht für eine Last ohne Schönheit – und für eine Müdigkeit, die in den Gliedern sitzt.

Bleichen Was man tut

Die Farbe geht, der Stoff bleibt.

Bleichen macht sauber und nimmt dabei alles weg, was bunt war. Im Traum steht es für eine Ordnung, die mehr kostet, als sie einbringt – und für Erinnerungen, die blasser werden, ohne zu verschwinden.

Bleischwer Zustände und Gefühle

Mehr, als man tragen kann.

Außergewöhnliches Gewicht steht für eine Last, die über das Maß geht. Woran es hing, ist die Auskunft – oft an etwas scheinbar Kleinem.

Blindekuh Was man tut

Suchen, ohne zu sehen – und alle wissen mehr als du.

Das Spiel hat eine unangenehme Seite: Einer tappt, die anderen sehen zu. Im Traum steht es für eine Lage, in der alle Bescheid wissen außer dem, den es betrifft.

Blinder Menschen

Wer sich anders zurechtfinden muss.

Ein Blinder im Traum ist selten bemitleidenswert – oft ist er derjenige, der etwas weiß. Er steht für Wahrnehmung, die nicht über die Augen läuft, und stellt die Frage, worauf du dich verlässt.

Blinzeln Was man tut

Ein Zeichen, das nur einer sehen soll.

Zuzublinzeln ist die kleinste Form von Verbündetsein: Zwei wissen etwas, das die anderen nicht wissen. Im Traum steht es für ein Einverständnis ohne Worte – und dafür, dass jemand dich gemeint hat.

Blitzableiter Dinge

Etwas nimmt den Einschlag für dich.

Der Blitzableiter verhindert nicht den Blitz, er lenkt ihn weg. Im Traum steht er für jemanden oder etwas, das Druck von dir fernhält – und für die Frage, ob das auf Dauer gutgeht.

Block Dinge

Etwas Schweres, das nicht weggeht.

Ein Block ist kein Gegner, sondern ein Gewicht: Er tut nichts, er liegt nur da. Im Traum steht er für eine Sache, die alles blockiert, ohne dass jemand daran schuld ist.

Blockiert Zustände und Gefühle

Der Weg ist da und nicht begehbar.

Eine Blockade ist etwas anderes als eine Sackgasse: Der Weg geht weiter, nur du nicht. Im Traum steht sie für ein Hindernis, das von außen kommt oder so aussieht. Wer im Traum umkehrt, hat entschieden; wer davorsteht und wartet, erlebt, was im Wachen gerade ansteht.

Blöken Tiere

Der Ruf nach der Herde.

Blöken ist ein Suchruf: Das Tier hat den Anschluss verloren. Es steht für die Angst, allein zurückzubleiben.

Blond Körper

Die Farbe, die als Erstes auffällt.

Haarfarbe gehört im Traum zu den Merkmalen, die man sich merkt, ohne zu wissen warum. Sie kennzeichnet eine Person, wenn sonst nichts von ihr bleibt – und das ist die eigentliche Auskunft: Du hast sie nicht erkannt.

Blöße Zustände und Gefühle

Etwas ist sichtbar, das bedeckt sein sollte.

Eine Blöße ist nicht Nacktheit, sondern eine Schwachstelle, die man gezeigt hat. Im Traum steht sie für einen Moment im Wachen, in dem du mehr preisgegeben hast, als dir lieb ist. Ob jemand hingesehen hat, ist die Frage, die der Traum meistens beantwortet.

Blühen Natur und Wetter

Auf dem Höhepunkt und offen.

Blühen heißt, sich zu zeigen und dabei verletzlich zu sein. Es ist ein guter Zustand und ein kurzer – beides gehört in die Deutung.

Blume Natur und Wetter

Etwas Schönes, das seine Zeit hat.

Blumen stehen für Zuneigung und für Kurzes: für das, was blüht und wieder vergeht. Welke Blumen meinen selten Unglück und meistens eine Sache, deren Zeit vorbei ist.

Blumenkohl Natur und Wetter

Sieht aus wie eine Blume und ist ein Essen.

Der Blumenkohl gehört zu den Dingen, die schöner aussehen als sie schmecken, und zu den Gerichten, die man aus der Kindheit kennt. Im Traum steht er für schlichte Kost und für Sonntage bei den Großeltern.

Blumenkranz Dinge

Geschmückt werden für einen Augenblick.

Der Blumenkranz hält nicht lange und ist dafür gemacht, gesehen zu werden. Im Traum steht er für Ehre oder Freude, die vergänglich ist – und die deshalb umso mehr zählt.

Blumenladen Orte und Räume

Wo man etwas kauft, das nur schön ist.

Blumen haben keinen Zweck – man kauft sie für jemanden oder für eine Stimmung. Im Traum steht der Laden deshalb für eine Zuwendung, die nichts erledigt und trotzdem ankommt. Für wen sie gedacht waren, ist die eigentliche Frage.

Blumenstrauß Dinge

Zuwendung mit Ablaufdatum.

Ein Strauß ist ein Geschenk, das nicht bleibt – und genau das macht es besonders. Er steht für eine Aufmerksamkeit, die einem Augenblick gilt.

Blumentopf Dinge

Wurzeln mit begrenztem Raum.

Die Topfpflanze lebt von dem, was man ihr gibt. Sie steht für etwas Anvertrautes, das ohne regelmäßige Zuwendung eingeht.

Blumenvase Dinge

Schönes, das man abgeschnitten hat.

Blumen in der Vase sind bereits vom Wurzelstock getrennt: Sie sind schön, und sie sterben. Im Traum steht die Vase für etwas, das man erhalten will, obwohl es schon entschieden ist.

Blumenwiese Natur und Wetter

Fülle ohne Ordnung.

Die Blumenwiese steht für Reichtum, den niemand geplant hat. Sie ist eines der freundlichsten Traumbilder und braucht keine weitere Deutung.

Blut Körper

Lebenskraft – und was davon gerade verlorengeht.

Blüte Natur und Wetter

Der Höhepunkt, der nicht bleibt.

Blühen steht für die beste Zeit einer Sache. Der Traum sagt dabei selten „nutze sie" – meistens sagt er nur: Sie ist jetzt.

Blutegel Tiere

Etwas hängt an dir und nimmt.

Der Blutegel ist im Traum ein deutliches Bild: Da ist etwas, das dich langsam schwächer macht, und du merkst es kaum. Wer sich das fragt, hat meistens schon eine Antwort.

Bluterguss Körper

Der Stoß ist vorbei, die Farbe bleibt.

Ein blauer Fleck erscheint erst, wenn es längst geschehen ist. Im Traum steht er für eine Kränkung, deren Wirkung man erst später bemerkt.

Bluttransfusion Körper

Lebenskraft von jemand anderem.

Eine Transfusion ist die deutlichste Form von Hilfe, die es gibt: Jemand gibt etwas her, das er selbst braucht. Im Traum steht sie für Kraft, die von außen kommt – und für die Frage, ob man sie annehmen kann.

Bodensatz Dinge

Was sich unten sammelt.

Bodensatz entsteht, wenn etwas lange steht. Er steht für Rückstände einer Sache, die sich unten abgesetzt haben und beim Bewegen wieder hochkommen.

Bogenschütze Menschen

Zielen, spannen, loslassen.

Der Bogenschütze kann den Pfeil nicht mehr lenken, sobald er los ist – alles entscheidet sich vorher. Im Traum steht er für eine Sache, bei der die Vorbereitung alles ist und der Rest nicht mehr in der Hand liegt.

Bohne Natur und Wetter

Wächst hoch, wenn sie Halt hat.

Die Bohne braucht eine Stange, sonst liegt sie am Boden. Sie steht für Begabung, die eine Ordnung braucht, um zu steigen.

Bohren Was man tut

An einer Stelle bleiben, bis es durchgeht.

Bohren ist Beharrlichkeit in Reinform: immer dieselbe Stelle, bis der Widerstand nachgibt. Im Traum geht es um etwas, an dem du dranbleibst – und um die Frage, ob es sich lohnt, denn man kann sich auch festbohren. Bohrt jemand anderes nach, ist es eine Frage, die dich nicht loslässt, weil sie an die richtige Stelle zielt.

Bohrer Dinge

Geht gezielt in die Tiefe.

Der Bohrer macht ein Loch dort, wo man es haben will. Er steht für Nachfragen, das nicht lockerlässt – und macht Lärm.

Bohrturm Dinge

In die Tiefe gehen, um an etwas heranzukommen.

Bohren heißt, sich durch das Oberste hindurchzuarbeiten. Im Traum steht es für die Absicht, an etwas Verborgenes zu kommen – ohne Gewähr, dass dort etwas ist.

Boje Dinge

Ein fester Punkt in etwas Bewegtem.

Die Boje liegt vor Anker und schwankt trotzdem – sie bleibt, wo sie ist, ohne fest zu sein. Wenn Wasser für Gefühle steht, ist sie das Bild für Orientierung mitten darin.

Böller Dinge

Lärm ohne Folgen.

Der Böller erschrickt und richtet nichts an. Im Traum steht er für einen Schrecken, der sich als harmlos herausstellt – oder für jemanden, der viel Lärm macht und wenig dahinter hat.

Bollwerk Orte und Räume

Schutz, der auch einschließt.

Ein Bollwerk hält draußen, was gefährlich ist – und drinnen, was hinauswollte. Beides ist im Traum gemeint. Das Bild kommt, wenn man sich im Wachen abgeschirmt hat und anfängt, die Mauer selbst als Last zu spüren. Wie dick sie war, hast du gebaut.

Bolzen Dinge

Was zwei Teile zusammenhält.

Der Bolzen ist unauffällig und trägt die ganze Last: Fällt er heraus, löst sich alles. Im Traum steht er für eine Kleinigkeit, von der viel abhängt.

Bombe Dinge

Etwas, das ruhig daliegt und alles ändern kann.

Die Bombe im Traum ist selten Krieg. Sie ist die Sache, die man nicht anspricht, weil alle wissen, was dann passiert. Ob sie hochgeht, ist der Unterschied zwischen Angst und Erleichterung: Ein Blindgänger heißt, dass die Befürchtung größer war als die Sache.

Bonbon Dinge

Eine kleine Freude, die nichts löst.

Das Bonbon tröstet für einen Augenblick. Im Traum steht es für kleine Belohnungen – und manchmal für die Frage, ob man sich mit zu wenig abspeisen lässt.

Boot Wege und Fahrzeuge

Sich dem Gefühl anvertrauen.

Ein Boot trägt einen über Wasser, also über Gefühl. Wie sicher es war und ob du gerudert hast, ist die eigentliche Aussage.

Bordell Orte und Räume

Nähe gegen Bezahlung.

Das Bordell im Traum handelt seltener von Sexualität als von Handel: Etwas, das eigentlich geschenkt gehört, wird zur Ware. Wer davon träumt, hat im Wachen oft den Eindruck, für Zuwendung etwas leisten zu müssen.

Borsten Dinge

Was sich sträubt, wenn man es anfasst.

Borsten sind keine Stacheln – sie verletzen nicht, sie sind nur unangenehm. Im Traum stehen sie für Abwehr, die ohne Angriff auskommt: Man lässt sich nicht gern anfassen.

Böschung Orte und Räume

Schräge, an der man abrutschen kann.

Die Böschung ist kein Abgrund, aber sie hält auch nicht: Sie ist die Zone dazwischen. Im Traum steht sie für eine Lage, in der man sich noch halten kann, wenn man aufpasst.

Bosheit Zustände und Gefühle

Schaden ohne Grund.

Bosheit unterscheidet sich von Wut dadurch, dass sie keinen Anlass braucht. Im Traum ist sie besonders beklemmend, weil man nicht verhandeln kann – und sie zeigt meistens ein Verhältnis, in dem man sich chancenlos fühlt.

Bote Menschen

Bringt etwas, das nicht von ihm ist.

Der Bote ist das klassische Traumbild für eine Nachricht, die unterwegs ist. Er selbst bedeutet nichts – er trägt nur. Deshalb lohnt die Frage, ob du ihm geöffnet hast. Wer im Traum den Boten wegschickt, will die Botschaft nicht, und weiß meistens schon, welche es wäre.

Botengang Was man tut

Für jemand anderen unterwegs.

Auf Botengang zu sein, heißt: Der Weg ist deiner, die Sache nicht. Es steht für Aufgaben, die man übernimmt, ohne beteiligt zu sein.

Boxkampf Was man tut

Ein Streit mit Regeln und Publikum.

Anders als eine Schlägerei hat der Boxkampf Runden, Regeln und Zuschauer. Im Traum steht er für eine Auseinandersetzung, die öffentlich ausgetragen wird – und in der man sich nicht einfach entziehen kann.

Boykott Was man tut

Nicht mehr mitmachen – gemeinsam.

Der Boykott ist die stille Form des Widerstands: Niemand schreit, alle bleiben weg. Im Traum steht er für Ausschluss – und ob du ausgeschlossen hast oder ausgeschlossen wurdest, kehrt die Deutung um.

Brachland Natur und Wetter

Boden, der ruht – oder liegen geblieben ist.

Brachland ist nicht tot. Es steht für eine Pause, die nötig sein kann. Ob Ruhe oder Vernachlässigung gemeint ist, sagt das Gefühl im Traum.

Brandstiftung Was man tut

Jemand hat das Feuer gelegt.

Bei der Brandstiftung liegt das Gewicht nicht auf dem Feuer, sondern auf der Absicht: Etwas ist nicht geschehen, sondern getan worden. Im Traum betrifft das fast immer eine Zerstörung, die jemand hätte verhindern können.

Brandung Natur und Wetter

Wasser trifft auf Widerstand.

Die Brandung ist dort, wo Meer und Land aufeinandertreffen: laut, weiß, unaufhörlich. Sie steht für einen Dauerkonflikt, bei dem beide Seiten bleiben.

Braten Dinge

Das Essen, zu dem man sich setzt.

Der Braten gehört zum Feiertag und zur ganzen Familie am Tisch. Er steht für Wohlstand, der geteilt wird.

Bratpfanne Dinge

Wo aus rohem etwas Fertiges wird – schnell und heiß.

Die Pfanne ist das ungeduldige Gegenstück zum Topf: hohe Hitze, kurze Zeit. Im Traum steht sie für Vorhaben, die man unter Druck erledigt.

Braun Natur und Wetter

Die Farbe der Erde.

Braun steht für Bodenständigkeit und für das Gewachsene. Es ist unauffällig, haltbar und nie festlich.

Braut Menschen

Kurz vor dem Ja.

Braut und Bräutigam stehen für einen Übergang, der öffentlich gemacht wird. Im Traum geht es selten um eine Heirat und fast immer um eine Festlegung.

Brautjungfer Menschen

Dabei sein, aber nicht gemeint sein.

Die Brautjungfer steht im Mittelpunkt und ist nicht die Hauptperson. Wer davon träumt, kennt im Wachen oft eine Lage, in der er unentbehrlich ist, ohne es zu sein.

Breite Orte und Räume

Wie viel Platz du nehmen darfst.

Breite ist das Gegenteil von Enge und wird im Traum genauso körperlich erlebt. Wo es breit ist, kannst du dich ausbreiten; wo du nicht durchpasst, verlangt jemand, dass du kleiner wirst.

Brennen Was man tut

Etwas verzehrt sich, und man sieht es.

Brennendes ist das eindringlichste Bild für eine Veränderung, die nicht rückgängig zu machen ist. Es heißt nicht Unglück: Feuer räumt auf, und nach einem Brand wächst zuerst, was vorher keinen Platz hatte. Worauf es ankommt, ist, was brannte – und ob du gelöscht oder zugesehen hast.

Brennholz Dinge

Wärme, die noch kommt.

Brennholz ist Vorsorge, die man sehen kann: ein Stapel, an dem abzulesen ist, wie lange es reicht. Im Traum steht es für Reserven – und ein leerer Stapel sagt mehr als jede Sorge in Worten.

Brennnessel Natur und Wetter

Was wehtut und trotzdem heilt.

Die Nessel brennt und ist zugleich eine der stärksten Heilpflanzen. Sie steht für etwas Unangenehmes, das guttut – ein Gespräch, eine Wahrheit, eine Anstrengung.

Brennnesseln Natur und Wetter

Tut weh und ist harmlos.

Brennnesseln sind der kleinste ernstzunehmende Schmerz: Sie brennen, und morgen ist nichts mehr. Im Traum stehen sie für Ärgernisse, die weh tun und folgenlos bleiben. Wer trotzdem hindurchgeht, hat etwas gewollt.

Brett Dinge

Ein Übergang, der trägt oder nicht.

Ein Brett über einem Graben ist die einfachste Brücke, die es gibt – und die unsicherste. Im Traum geht es um die Frage, ob es trägt: Etwas Behelfsmäßiges soll dich hinüberbringen. Liegt das Brett dagegen im Weg oder steht vor dir, meint die Redensart das Ihre: Man sieht gerade das nicht, was vor einem liegt.

Brettspiel Dinge

Abwechselnd, nach Regeln.

Das Brettspiel steht für eine Auseinandersetzung mit festen Regeln, bei der man vorausdenken kann. Am Zug zu sein, heißt: Jetzt liegt es bei dir.

Brezel Dinge

Gebäck, das sich selbst umarmt.

Die Brezel ist in sich verschlungen und hat trotzdem Löcher – ein Knoten, durch den man hindurchsieht. Im Traum gehört sie zu Festen, Jahrmärkten und Sonntagmorgen, und ihre verschlungene Form macht sie zum Bild für etwas Kompliziertes, das trotzdem gut schmeckt.

Brief Dinge

Etwas will mitgeteilt werden.

Ein Brief im Traum kommt selten von außen. Meist ist es etwas, das du dir selbst sagen willst. Einen ungeöffneten Brief liegen zu lassen ist ein deutliches Bild für eine Wahrheit, die man aufschiebt.

Briefkasten Dinge

Wo Nachrichten liegen bleiben.

Ein voller Briefkasten meint Unerledigtes, ein leerer das Warten auf ein Zeichen. Beides sagt etwas über eine Erwartung.

Briefmarke Dinge

Bezahlt, damit es ankommt.

Die Marke ist der Beitrag, den man leistet, damit eine Nachricht ihren Weg geht. Eine fehlende steht für eine Bemühung, die auf halbem Weg stecken bleibt.

Briefschlitz Dinge

Von draußen nach drinnen, ohne zu öffnen.

Der Briefschlitz lässt Nachrichten ein, ohne jemanden hereinzulassen. Er steht für eine Mitteilung, die ankommt, obwohl die Tür zu bleibt.

Brieftasche Dinge

Alles Wichtige nah am Körper.

Die Brieftasche trägt man dort, wo man sie spürt. Sie steht für das, wovon man sich nicht trennen will.

Brieftaube Tiere

Sie findet nach Hause, egal wie weit.

Die Brieftaube ist keine Botin, sondern eine Heimkehrerin – sie trägt die Nachricht nur, weil sie ohnehin zurückfliegt. Im Traum steht sie für die Gewissheit, dass es einen Ort gibt, zu dem man zurückfindet.

Briefträger Menschen

Bringt, was von anderen kommt.

Der Briefträger steht für eine Nachricht, auf die man wartet. Er entscheidet nichts und bringt alles – im Traum ist er deshalb nie schuld.

Briefumschlag Dinge

Der Inhalt ist verschlossen.

Ein ungeöffneter Umschlag steht für eine Nachricht, die man noch nicht wissen will. Die Spannung davor gehört zur Deutung.

Brillant Dinge

Hart, klein und unbezahlbar.

Ein Brillant ist das Härteste, was es gibt, und funkelt nur, weil jemand ihn geschliffen hat. Im Traum steht er für etwas Unzerstörbares im Kleinen – und dafür, dass Glanz vorher Arbeit war.

Brille Dinge

Die Art, wie du hinsiehst.

Eine Brille im Traum meint den Blickwinkel. Eine beschlagene oder zerbrochene sagt, dass du etwas nicht so siehst, wie es ist.

Brombeere Natur und Wetter

Süß, und man kommt nur mit Kratzern heran.

Die Brombeere wehrt sich gegen den, der sie pflücken will, und schmeckt trotzdem. Im Traum steht sie für ein Glück, das seinen Preis hat – und dafür, dass die Kratzer dazugehören.

Bronze Dinge

Zwei Metalle, zusammen haltbarer.

Bronze entsteht aus einer Mischung und ist härter als jedes ihrer Teile. Sie steht für eine Verbindung, die beide Seiten stärker macht.

Brosche Dinge

Wird angeheftet und kann abfallen.

Die Brosche schmückt mit einer Nadel. Sie steht für eine Auszeichnung oder ein Andenken, das nur so lange hält, wie jemand darauf achtet.

Bröseln Was man tut

Es zerfällt, sobald man es anfasst.

Bröseln ist ein leiseres Kaputtgehen als Brechen: Nichts reißt, es hält nur nicht mehr zusammen. Im Traum steht es für etwas, das lange stand und dem die Bindung fehlt – ein Plan, ein Verhältnis, eine Erinnerung.

Brot Dinge

Was dich nährt – nicht nur körperlich.

Essen und Trinken im Traum meinen Aufnahme im weiteren Sinn: Zuwendung, Anerkennung, Ruhe. Hunger im Traum deutet fast nie auf Hunger, sondern auf einen Mangel, für den es kein einfaches Wort gibt.

Brötchen Dinge

Kleines Brot für den Morgen.

Frische Brötchen stehen für einen guten Anfang in den Tag und für jemanden, der sie geholt hat. Ein Bild für alltägliche Zuwendung.

Bruch Körper

Der Halt selbst ist entzwei.

Ein Bruch im Traum trifft das Tragende, nicht die Oberfläche. Er meint eine Überlastung, nach der nichts mehr wie vorher geht – bis es zusammenwächst, und das tut es.

Brücke Wege und Fahrzeuge

Ein Übergang, der sich machen lässt.

Die Brücke ist ein freundliches Bild: Zwischen zwei Ufern gibt es eine Verbindung. Sie steht für Übergänge, die schaffbar sind. Eine schmale oder schwankende Brücke sagt, dass es geht, aber Mut kostet.

Bruder Menschen

Ein Gleicher – und damit ein Maßstab.

Geschwister sind die ersten Menschen, mit denen man sich vergleicht, und das hört selten ganz auf. Im Traum steht der Bruder für die Seite von dir, die konkurriert, sich behauptet oder zurücksteckt. Streit mit ihm im Traum meint fast nie den Streit von gestern, sondern eine alte Rangordnung, die sich wieder meldet.

Bruderschaft Menschen

Verbunden sein, ohne verwandt zu sein.

Bruderschaft ist eine Verwandtschaft, die man wählt. Im Traum steht sie für einen Zusammenhalt, der nicht von Familie kommt – und deshalb für etwas, das man sich erst verdient hat.

Brüllen Tiere

Ein Laut, der den Boden erschüttert.

Brüllen zeigt Größe an, bevor man das Tier sieht. Es steht für eine Macht, die sich durch Lautstärke ankündigt.

Brunnen Natur und Wetter

Tiefe, die einen Grund hat.

Der Brunnen ist das Gegenteil des Abgrunds: Er ist tief, aber gefasst, und unten ist Wasser. In Märchen führt er in eine andere Welt, und genau so liest man ihn – als Zugang zu etwas, das unter dem Alltag liegt. Hineinzusehen ist Selbsterkenntnis, hineinzufallen ein Sturz in eben diese Tiefe. Ein ausgetrockneter Brunnen deutet auf eine Quelle, die versiegt ist – oft ist damit Kraft gemeint.

Brunnen im Hof Orte und Räume

Wasser muss geholt werden.

Der Hofbrunnen ist der Ort, an dem sich alle treffen und an dem das Lebensnotwendige liegt. Er steht für eine Quelle, zu der man hingehen muss.

Brust Körper

Wo man etwas bei sich trägt.

Die Brust steht für Nähe und für das, was man in sich behält. Ein Druck darauf meint fast immer eine Last, die man niemandem erzählt.

Brutalität Zustände und Gefühle

Gewalt, die sich nicht mehr bremst.

Brutalität im Traum ist fast nie eine Vorhersage und fast immer ein Maß: So stark ist der Druck. Wichtig ist, von wem sie ausging – die eigene erschreckt anders als die fremde.

Bruthenne Tiere

Wärmen und warten.

Die Bruthenne tut nichts und ist dabei unentbehrlich: Sie wärmt, bis es so weit ist. Im Traum steht sie für eine Aufgabe, bei der Geduld die ganze Arbeit ist – und für Fürsorge, die erdrücken kann.

Buch Dinge

Wissen, das da ist – ob du es liest, ist die Frage.

Ein Buch enthält etwas Fertiges. Im Traum steht es für Einsicht, die zur Verfügung stünde. Nicht lesen zu können, obwohl Schrift dasteht, ist häufig und meint: Die Antwort ist da, aber noch nicht greifbar.

Buche Natur und Wetter

Glatt, hell, hoch.

Die Buche steht für Klarheit und Ordnung: Ihr Stamm ist glatt, ihr Wald hell und ohne Unterholz. Wo sie im Traum vorkommt, ist etwas übersichtlich geworden, das vorher wirr war.

Buchhandlung Orte und Räume

Viele Antworten auf einmal.

Ein Raum voller Bücher steht im Traum für Möglichkeiten, die man nicht alle ergreifen kann. Wer darin sucht und nichts findet, sucht im Wachen meistens an der falschen Stelle.

Buchsbaum Natur und Wetter

Immergrün, geschnitten und langsam.

Der Buchsbaum wächst kaum und hält Jahrzehnte – man findet ihn auf Friedhöfen und in alten Gärten. Im Traum steht er für Beständigkeit, die in Form gehalten wird: ordentlich, dauerhaft und ein wenig streng.

Buchstabieren Was man tut

Etwas Stück für Stück zusammensetzen.

Buchstabieren ist mühsam und langsam und führt trotzdem zum Ziel. Im Traum steht es für eine Sache, die man sich erarbeiten muss, statt sie zu erfassen – und für die Geduld, die das braucht.

Bucht Natur und Wetter

Offenes Wasser, das jemand ausgeschnitten hat.

Die Bucht ist Meer und doch geschützt – das Land legt die Arme darum. Im Traum ist sie das Bild für einen Ort, an dem etwas Großes aushaltbar wird: Gefühle, die im offenen Wasser überwältigen, sind hier zu bewältigen. Wer in einer Bucht ankert, hat sich eine Pause genommen, kein Ende.

Buckel Körper

Der Rücken zeigt, was einer getragen hat.

Ein Buckel entsteht mit den Jahren und vom Tragen. Im Traum steht er für Lasten, die nicht mehr abzulegen sind, weil sie den Menschen geformt haben – und dafür ist er kein Vorwurf, sondern ein Zeugnis.

Buddha Menschen

Jemand, der nichts will.

Die Buddhafigur sitzt und lächelt und fordert nichts – das ist ihre ganze Botschaft. Im Traum steht sie weniger für Religion als für die Möglichkeit, einmal nichts zu wollen.

Bude Orte und Räume

Klein, eigen, und nicht für die Ewigkeit.

Die Bude ist der kleinste eigene Raum, den es gibt – und sie gehört dir. Im Traum geht es um einen Bereich, in dem du bestimmst, so eng er auch ist. Ob du dich darin wohl gefühlt hast oder beengt, ist die eigentliche Auskunft.

Büfett Dinge

Zu viel Auswahl auf einmal.

Ein Büfett zeigt Fülle und erzwingt eine Wahl. Im Traum geht es deshalb selten ums Essen: Es geht darum, dass man sich entscheiden muss und nichts von allem bekommt.

Büffel Tiere

Schwer, ruhig und nicht aufzuhalten.

Der Büffel ist kein Angreifer, aber wenn er losgeht, hält ihn nichts. Im Traum steht er für eine Kraft, die langsam in Gang kommt – auch die eigene.

Bügeleisen Dinge

Glättet mit Hitze und Druck.

Bügeln macht Falten weg, die vom Leben kommen. Es steht für Glättung – nützlich, und manchmal ein Verstecken von Gebrauchsspuren.

Bügeln Was man tut

Glätten, was zerknittert ist.

Gebügelt wird, was gewaschen ist – die eigentliche Arbeit liegt also schon hinter dir. Das Bild steht für das Zurechtrücken danach: eine Sache in Ordnung bringen, damit sie vorzeigbar ist. Darin liegt auch die Warnung. Wer im Traum unablässig bügelt, glättet vielleicht etwas, das man besser ansehen würde, solange die Falten noch zu sehen sind.

Buhmann Menschen

Einer muss schuld sein, und er ist es.

Der Buhmann ist selten der Schuldige – er ist der, auf den man sich einigen kann. Im Traum steht er für eine Gruppe, die Ruhe braucht, und für die Erleichterung der anderen, wenn es einen gibt.

Bühne Orte und Räume

Gesehen werden, während man etwas leisten soll.

Die Bühne ist der Prüfungstraum in seiner modernen Form. Man steht im Licht, alle schauen, und meist fehlt der Text. Solche Träume nehmen zu, wenn im Wachen etwas ansteht, bei dem man beurteilt wird.

Bulldogge Tiere

Treue mit Zähnen.

Anders als der Hund im Allgemeinen trägt die Bulldogge die Drohung sichtbar mit: Sie kann beschützen und einschüchtern. Wer davon träumt, kennt meistens jemanden, bei dem beides zusammenfällt.

Bumerang Dinge

Was du geworfen hast, kommt wieder.

Der Bumerang ist eines der wenigen Traumbilder, die fast schon einen Satz bilden: Etwas, das von dir ausging, kehrt zurück. Ob als Geschenk oder als Schlag, sagt der Traum dazu. Er kommt, wenn im Wachen eine Sache weiterwirkt, die man für abgeschlossen hielt.

Bündnis Menschen

Ein Wort, das gilt.

Ein Bündnis im Traum ist eine Verabredung, die über den Augenblick hinausreicht – und deshalb auch eine Last. Das Bild kommt, wenn im Wachen eine Verbindlichkeit zu entscheiden ist. Mit wem der Handschlag war, sagt weniger als die Frage, ob du ihn erwidert hast.

Bungalow Orte und Räume

Ein Haus ohne Oben und Unten.

Wenn das Haus im Traum du selbst bist, fehlen dem Bungalow zwei Stockwerke: kein Keller, kein Dachboden – nichts Weggeschlossenes und nichts Hochgelegenes. Übersichtlich, und manchmal zu flach.

Bungeesprung Was man tut

Springen und darauf vertrauen, dass etwas hält.

Beim Bungeesprung ist der Sprung echt und der Absturz nicht. Im Traum ist das ein sehr genaues Bild für ein gewagtes Vertrauen: Man springt nicht, weil es ungefährlich ist, sondern weil man dem Seil glaubt.

Bunker Orte und Räume

Sicherheit, für die man sich einschließen muss.

Der Bunker schützt und sperrt zugleich ein – deshalb ist er nie nur beruhigend. Wer davon träumt, hat sich im Wachen oft so gut geschützt, dass auch nichts Gutes mehr hereinkommt.

Bunt Natur und Wetter

Viele Farben nebeneinander.

Buntheit steht für Fülle und Lebendigkeit. Sie kann auch Unruhe meinen: zu viel auf einmal, ohne dass eines herausragt.

Burg Orte und Räume

Schutz, der auch einsperrt.

Burgen und Türme stehen für Rückzug und Verteidigung. Wer sich darin sicher fühlt, hat sich oft auch abgeschlossen.

Bürgersteig Orte und Räume

Der schmale Streifen, auf dem man sicher ist.

Der Bürgersteig trennt den Fußgänger vom Verkehr – ein paar Zentimeter Kante, und sie genügen. Im Traum steht er für den schmalen Bereich, in dem du dich sicher bewegst.

Bürgschaft Was man tut

Für etwas einstehen, das ein anderer schuldet.

Eine Bürgschaft ist ein Vertrauensbeweis mit Preisschild: Wenn der andere nicht kann, musst du. Im Traum steht sie für eine Verantwortung, die man aus Zuneigung übernommen hat und deren Gewicht erst später klar wird.

Büro Orte und Räume

Der Ort, an dem geordnet wird.

Das Büro steht für den geregelten Teil des Lebens: Hier wird abgelegt, entschieden, erledigt. Ein leeres oder unaufgeräumtes Büro im Traum betrifft selten die Arbeit und meistens den Überblick.

Bürokratie Orte und Räume

Alle sind im Recht und nichts geht voran.

Bürokratie im Traum ist kein Feind – es gibt niemanden, dem man etwas vorwerfen könnte. Genau das macht sie so zermürbend. Sie steht für eine Lage, in der Mühe nichts bewirkt, weil das Hindernis kein Gesicht hat.

Bus Wege und Fahrzeuge

Mitfahren nach fremdem Fahrplan.

Wie der Zug, aber alltäglicher. Etwas zu verpassen ist der häufigste Fall und meint fast nie eine wirklich verpasste Gelegenheit – meist die Sorge davor. Wer im Traum ständig zu spät kommt, hat im Wachen zu viel gleichzeitig vor.

Buße Was man tut

Etwas tun, damit es wieder gut wird.

Buße ist mehr als Reue: Reue fühlt, Buße handelt. Im Traum steht sie für den Wunsch, etwas ausgleichen zu dürfen – und manchmal dafür, dass jemand sich dafür zu lange bestraft.

Bußgeld Dinge

Der Fehler kostet, und damit ist er erledigt.

Ein Bußgeld ist eine Strafe, die man wegzahlen kann – und genau darin liegt die Erleichterung. Im Traum steht es für eine Schuld, die einen Preis hat, im Gegensatz zu einer, die man nicht loswird.

Butter Dinge

Das Einfache, das satt macht.

Butter gehört zu den ältesten Bildern für Auskommen: nichts Besonderes, aber es reicht. Wer davon träumt, hat im Wachen oft mit der Frage zu tun, ob das Einfache genug ist.

Butterblume Natur und Wetter

Eine Blume, die niemand pflanzt.

Butterblumen stehen einfach da, überall und umsonst. Im Traum gehören sie zur Kindheit und zu Wiesen, auf denen nichts gemacht werden musste – ein Bild für Reichtum, der nichts gekostet hat.

C

Cabrio Dinge

Fahren ohne Dach über dem Kopf.

Das Cabrio bewegt sich wie jedes Auto und schützt weniger. Im Traum steht es für ein Lebensgefühl, bei dem man Freiheit über Sicherheit stellt – und für die Frage, ob das Wetter mitspielt.

Casanova Menschen

Wirbt um alle und bleibt bei keiner.

Der Casanova ist im Traum selten eine Person und meistens eine Sorge: dass Zuwendung nichts bedeutet, weil sie jeder bekommt. Träumt jemand selbst diese Rolle, geht es eher um die Angst vor dem Bleiben.

Cello Dinge

Der Ton, der dem Menschen am nächsten kommt.

Das Cello klingt in der Lage einer menschlichen Stimme, und man hält es beim Spielen im Arm. Im Traum steht es für Gefühl, das zu tief für Worte ist – und das trotzdem herauswill.

Chamäleon Tiere

Wer immer die Farbe seiner Umgebung hat.

Das Chamäleon überlebt durch Anpassung und verliert dabei seine eigene Farbe. Im Traum steht es für jemanden, der es allen recht macht – und oft ist dieser Jemand der Träumende.

Champagner Dinge

Der Beweis, dass gefeiert wird.

Champagner trinkt niemand nebenbei – er gehört zu einem Anlass. Im Traum steht er für einen Erfolg, der gesehen werden soll. Ob jemand mit dir angestoßen hat, ist dabei die eigentliche Frage.

Charakter Zustände und Gefühle

Was von einem Menschen bleibt, wenn es darauf ankommt.

Charakter zeigt sich nicht im Guten, sondern im Engen – und Träume stellen genau solche Lagen her. Wenn im Traum jemand anders handelt, als du es erwartet hättest, ist das kein Zufall: Ein Teil von dir hat im Wachen etwas bemerkt, was der Verstand noch nicht zugeben will.

Chef Menschen

Beurteilung – und wessen Maßstab du gelten lässt.

Der Chef im Traum ist selten der wirkliche Chef. Er ist die Instanz, die bewertet, ob du genügst – eine Stimme, die man meist von früher übernommen hat. Wer von einer Rüge träumt, hat im Wachen oft niemanden, der ihn rügt, aber jemanden in sich, der es tut.

Chemie Zustände und Gefühle

Ob zwei zusammenpassen, ohne dass jemand es erklären kann.

Die Chemie zwischen zwei Menschen lässt sich nicht herstellen und nicht begründen – sie ist da oder nicht. Im Traum steht sie für eine Verbindung, die dem Verstand vorausgeht, und für die Enttäuschung, wenn sie fehlt, obwohl alles andere stimmt.

Chiffre Dinge

Eine Nachricht, die nicht für jeden ist.

Eine Chiffre verbirgt nicht, dass etwas gesagt wird – nur was. Im Traum steht sie für eine Botschaft, die dich erreicht hat und die du nicht verstehst; oft ist der Schlüssel dazu etwas, das du längst weißt.

Chor Menschen

Viele Stimmen, eine Sache.

Der Chor steht für Gemeinschaft, in der die einzelne Stimme aufgeht. Das kann tragend sein oder erdrückend – und der Traum zeigt, welches.

Christus Menschen

Der, der für andere trägt.

Auch bei Menschen ohne Glauben ist dies eines der stärksten Bilder, die es gibt: einer, der die Last aller auf sich nimmt. Im Traum betrifft es fast immer die Frage, wie viel man selbst für andere trägt.

Chronik Dinge

Was aufgeschrieben wurde, damit es bleibt.

Eine Chronik hält fest, ohne zu deuten. Im Traum steht sie für den Wunsch, dass etwas nicht vergessen wird – und manchmal dafür, dass man mit etwas nicht abschließen kann.

Chrysantheme Natur und Wetter

Die Blume, die zu den Toten gehört.

In Deutschland steht die Chrysantheme auf Gräbern, in anderen Ländern auf Festtafeln – und genau diese Doppeldeutigkeit macht sie im Traum interessant. Sie blüht, wenn anderes vergeht, und das ist kein Trauerbild, sondern ein Trostbild.

Cocktail Dinge

Mehreres vermischt, und es schmeckt nach nichts davon.

Der Cocktail ist gemacht, damit man die Zutaten nicht mehr erkennt. Im Traum steht er für eine Lage, in der vieles zusammenkommt und man nicht mehr sagen kann, was woher rührt.

Cognac Dinge

Wärme von innen, für den Schreck danach.

Der Cognac steht im Traum selten für Genuss und meistens für das Danach: Man hat etwas überstanden und braucht etwas, das wärmt. Wer ihn allein trinkt, träumt von etwas anderem als wer ihn gereicht bekommt.

Comic Dinge

Das Leben in einfachen Bildern.

Im Comic ist alles überzeichnet und dadurch eindeutig: Gut und Böse sind zu erkennen. Wenn ein Traum so aussieht, vereinfacht er mit Absicht – und will damit etwas deutlich machen.

Computer Dinge

Denken, das man auslagert.

Ein Computer im Traum steht für Ordnung und Kontrolle von außen. Stürzt er ab, meint das eine Überforderung, die man nicht mehr verwalten kann.

Cousin Menschen

Gleich alt und doch fremd.

Der Cousin ist Familie und Vergleich in einem: derselbe Stamm, ein anderes Leben. Im Traum steht er für die Frage, was aus einem hätte werden können.

Cowboy Menschen

Freiheit, Pferd und niemand, der etwas zu sagen hat.

Der Cowboy ist eine Figur aus Filmen, und genau so kommt er im Traum vor: als Vorstellung von Unabhängigkeit. Wer davon träumt, sitzt im Wachen meistens sehr fest.

D

Dach Orte und Räume

Der Schutz über allem.

Das Dach steht für Sicherheit und Überblick. Ein Loch darin meint eine Stelle, an der etwas hereinkommt, das nicht herein soll.

Dachboden Orte und Räume

Erinnerung und Gedanken – das obere Stockwerk.

Wenn der Keller das Verdrängte ist, ist der Dachboden das Aufbewahrte: Erinnerungen, Pläne, Gedanken. Dort ist nichts weggeschlossen, nur lange nicht angesehen. Was du dort findest, wolltest du behalten.

Dachluke Orte und Räume

Der Ausgang nach ganz oben.

Die Dachluke führt dorthin, wo man sonst nicht hinkommt. Sie steht für einen seltenen Überblick, den man sich erarbeiten muss.

Dachrinne Orte und Räume

Führt das Wasser vom Haus weg.

Die Dachrinne sorgt dafür, dass Regen nicht ins Gemäuer zieht. Sie steht für den Umgang mit Kummer: nicht ihn verhindern, sondern ihn ableiten.

Dachs Tiere

Zurückgezogen und gut eingerichtet.

Der Dachs baut tief und bleibt für sich. Er steht für Rückzug mit Plan, nicht für Flucht.

Dachziegel Orte und Räume

Einer fehlt, und es regnet herein.

Ein fehlender Ziegel ist eine Kleinigkeit mit großer Wirkung. Er steht für eine Lücke im Schutz, die man lange übersieht.

Damm Orte und Räume

Was das Wasser aufhält, solange es hält.

Ein Damm ist die bewusste Entscheidung, etwas nicht hereinzulassen – und Wasser steht im Traum für Gefühle. Das Bild fragt, was du zurückhältst und mit wie viel Kraft. Ein Damm, der hält, ist Schutz. Ein Damm, der bricht, ist keine Katastrophe, sondern das Ende einer Anstrengung.

Dammbruch Natur und Wetter

Was zurückgehalten wurde, kommt auf einmal.

Ein Damm hält lange und dann gar nicht mehr. Im Traum ist das eines der stärksten Bilder für angestaute Gefühle: Es geht nicht um das Wasser, sondern darum, wie lange gehalten wurde.

Dämmerung Zustände und Gefühle

Weder Tag noch Nacht.

Die Dämmerung steht für Unentschiedenheit: Man sieht genug, um zu gehen, und zu wenig, um sicher zu sein. Sie ist die Stunde der Übergänge.

Dampf Natur und Wetter

Sichtbar gewordener Druck.

Dampf entsteht, wo Hitze auf Wasser trifft – im Traum also dort, wo Druck auf Gefühle trifft. Er nimmt die Sicht, und das gehört zur Deutung: Solange es dampft, sieht man nicht klar. Das Bild verlangt keine Entscheidung, sondern Geduld, bis es sich legt.

Danach war Ruhe Zustände und Gefühle

Nach dem Lärm die Stille.

Ruhe nach einem heftigen Traumteil ist der Abschluss, den der Schlaf selbst setzt. Sie ist so bedeutsam wie alles davor.

Dankbarkeit Zustände und Gefühle

Etwas Gutes anerkennen.

Dankbarkeit ist das wärmste Traumgefühl nach der Liebe. Sie richtet sich oft auf Menschen, mit denen im Wachen etwas offen ist.

Danken Was man tut

Etwas anerkennen.

Zu danken heißt, eine Schuld anzuerkennen, ohne sie zu tilgen. Im Traum kommt es oft gegenüber Menschen, denen man es im Wachen versäumt hat.

Darben Zustände und Gefühle

Mit weniger auskommen, als man braucht.

Darben ist nicht Hunger, sondern Knappheit über lange Zeit – man kommt durch und es reicht nie. Im Traum steht es selten für Geld: öfter für Zuwendung, Zeit oder Anerkennung, von denen es zu wenig gab.

Das Boot schlägt leck Zustände und Gefühle

Es läuft voll.

Ein Boot, das Wasser macht, steht für ein Vorhaben, in das Gefühl eindringt, das nicht hineingehört. Man kann schöpfen – und irgendwann muss das Leck zu.

Das eigene Alter Menschen

Wo du dich auf deinem Weg gerade siehst.

Sich im Traum jünger oder älter zu sehen, ist eine Aussage über die Lebenslage, nicht über die Jahre. Jünger zu sein deutet auf eine Zeit, deren Fragen sich wiederholen; älter zu sein auf eine Last oder eine Erfahrung, die man gerade voraushat. Beides ist häufig und keineswegs beunruhigend.

Das eigene Spiegelbild Körper

Sich selbst gegenüberstehen.

Das eigene Gesicht im Traum ist ein starkes Bild. Sich nicht zu erkennen meint eine Entfremdung von sich selbst; sich ruhig anzusehen bedeutet das Gegenteil.

Das Elternhaus verlassen Was man tut

Der große Abschied.

Das Elternhaus zu verlassen steht für eine Ablösung, die jeder einmal vollzieht und die niemand ganz abschließt. Der Traum greift sie auf, wenn wieder eine Ablösung ansteht.

Das ewige Eis Orte und Räume

So weit weg, wie es geht.

Das ewige Eis ist der äußerste Punkt: kein Leben, keine Menschen, keine Richtung mehr. Im Traum steht es für eine vollständige Abkühlung – in einer Beziehung, in einem Gefühl, in einem selbst. Ein hartes Bild, das seine eigene Schönheit hat.

Das Fenster öffnen Was man tut

Luft von draußen hereinlassen.

Ein Fenster zu öffnen, ist ein kleiner Entschluss mit großer Wirkung: Es kommt etwas herein, das man nicht gemacht hat. Ein Bild für Offenheit.

Das Gefühl beim Aufwachen Zustände und Gefühle

Der Traum wirkt weiter.

Das Gefühl unmittelbar nach dem Aufwachen ist der ehrlichste Hinweis auf den ganzen Traum. Die Bilder verblassen, die Stimmung bleibt – und sie ist es, worum es ging.

Das Geländer halten Was man tut

Sicherheit im Auf und Ab.

Sich am Geländer zu halten, ist keine Schwäche, sondern Vernunft. Im Traum steht es für eine Stütze, die man annimmt.

Das Gepäck ist weg Zustände und Gefühle

Du bist da, dein Zeug nicht.

Ohne Gepäck anzukommen, heißt ohne das, worauf man sich vorbereitet hat. Im Traum ist es unangenehm und selten schlimm – man kommt auch so zurecht.

Das Haus ist anders Zustände und Gefühle

Vertraut und doch nicht.

Ein Haus, das bekannt aussieht und nicht stimmt, steht für ein Selbstbild im Umbau. Etwas an einem hat sich geändert, und der Plan im Kopf ist noch der alte.

Das kenne ich Zustände und Gefühle

Der Traum trifft etwas Bekanntes.

Wenn ein Traumgefühl im Wachen wiedererkannt wird, ist die Deutung im Grunde fertig. Der Rest ist die Frage, was man damit macht.

Das Kennwort fehlt Zustände und Gefühle

Der Zugang ist deiner und du kommst nicht rein.

Das vergessene Kennwort ist die neue Fassung des verlorenen Schlüssels: Man ist berechtigt und kann es nicht nachweisen.

Das Leben Zustände und Gefühle

Alles, was atmet und weitergeht.

Wenn ein Traum ausdrücklich vom Leben handelt – und nicht einfach etwas erzählt –, ist das bemerkenswert. Solche Träume kommen an Wendepunkten: nach einer Krankheit, vor einer Entscheidung, nach einem Verlust. Sie machen Bilanz, und zwar ohne Worte.

Das Lenkrad gehorcht nicht Zustände und Gefühle

Die Richtung ist nicht mehr deine.

Ein Fahrzeug, das nicht auf das Steuer reagiert, steht für eine Lage, in der man formal zuständig ist und nichts mehr ausrichtet.

Das letzte Stück Zustände und Gefühle

Danach ist nichts mehr.

Das letzte Stück von etwas wiegt schwerer als alle davor. Es steht für eine Ressource, die zu Ende geht – und für die Frage, ob man sie teilt.

Das letzte Tageslicht Natur und Wetter

Gleich ist es zu spät.

Die letzte Stunde vor der Dunkelheit macht Eile. Sie steht für eine Frist, die man noch nutzen kann, wenn man jetzt losgeht.

Das Letzte teilen Was man tut

Wenig, und trotzdem geteilt.

Zu teilen, wenn man selbst wenig hat, ist die stärkste Form von Großzügigkeit. Im Traum steht sie für eine Verbundenheit, die nicht rechnet.

Das Nötigste Zustände und Gefühle

Was man braucht und keinen Handbreit mehr.

Vom Nötigsten zu leben ist kein Mangel, sondern eine Beschränkung – manchmal erzwungen, manchmal gewählt. Im Traum zeigt sich das als Kargheit: wenig Möbel, wenig Essen, wenig Licht. Ob es eng war oder klar, ist die Frage.

Das Tier kommt zurück Tiere

Es hat den Weg gefunden.

Ein zurückkehrendes Tier ist ein sehr gutes Zeichen: Was verloren schien, findet von selbst zurück. Der Traum sagt, dass man nichts erzwingen muss.

Das Tor fällt zu Zustände und Gefühle

Zurück geht nicht mehr.

Eine Tür, die hinter einem zufällt, macht einen Weg einseitig. Das Bild ist erschreckend und meint meistens etwas Erledigtes.

Das Wasser steigt Zustände und Gefühle

Es wird mehr und hört nicht auf.

Steigendes Wasser ist das Standardbild für Gefühl, das über die Ufer tritt. Wie hoch es stand, ist im Traum eine genaue Angabe – bis zu den Knien ist etwas anderes als bis zum Hals.

Das Werkzeug fehlt Zustände und Gefühle

Können ohne Mittel.

Etwas zu können und die Mittel nicht zu haben, ist ärgerlicher als Unkenntnis. Der Traum steht für eine Lage, in der einem die Voraussetzungen fehlen, nicht die Fähigkeit.

Dattel Natur und Wetter

Süß, und sie kommt aus der Trockenheit.

Die Dattel wächst dort, wo sonst nichts wächst, und ist das Süßeste weit und breit. Im Traum steht sie für Vorrat und Gastfreundschaft – und dafür, dass Kargheit und Süße einander nicht ausschließen.

Datum Dinge

Ein Tag, der etwas bedeutet.

Wenn ein Traum ein Datum zeigt, ist das ungewöhnlich – Träume sind schlecht in Zahlen. Umso mehr lohnt es sich, hinzusehen: Meist gehört der Tag zu etwas, das noch nicht abgeschlossen ist. Ein Jahrestag, eine Frist, ein Geburtstag, an den man nicht denken wollte.

Daumen Körper

Der Finger, der greifen lässt.

Ohne den Daumen greift keine Hand. Er steht für die eine Fähigkeit, ohne die alle anderen nichts nützen – und, gedrückt, für Beistand aus der Ferne.

Daumenlutschen Was man tut

Sich selbst trösten, ohne jemanden zu brauchen.

Daumenlutschen ist der erste Trost, den ein Mensch sich selbst verschafft. Im Traum eines Erwachsenen steht es nicht für Kindlichkeit, sondern für ein Bedürfnis, das niemand gestillt hat – und für die Fähigkeit, es allein zu tun.

Daumenschrauben Dinge

Druck, der langsam größer wird.

An Daumenschrauben dreht man – sie tun nicht plötzlich weh, sondern immer mehr. Im Traum stehen sie für eine Bedrängnis, die sich steigert, und dafür, dass jemand genau weiß, wann er aufhören müsste.

Daunen Dinge

Fast nichts, und hält doch warm.

Daunen wiegen nichts und wärmen besser als alles Schwere. Im Traum stehen sie für einen Schutz, der nicht drückt – Geborgenheit ohne Enge, und das ist selten.

Dazugehören Zustände und Gefühle

Niemand fragt, was du hier willst.

Dazuzugehören merkt man erst, wenn es fehlt – im Traum ist es deshalb fast immer ein erleichterndes Bild. Woran du es erkennst: Es wird nicht erklärt und nicht erlaubt, es ist einfach so.

Dazwischen Zustände und Gefühle

Das Alte ist vorbei, das Neue nicht da.

Der Zustand dazwischen ist der unangenehmste und der fruchtbarste. Der Traum kommt oft genau dann – und sagt damit, dass es ein Übergang ist und kein Dauerzustand.

Debakel Was man tut

Nicht knapp danebengegangen – vollständig.

Ein Debakel ist kein Fehler, sondern ein Zusammenbruch, und es hat etwas Klärendes: Danach ist nichts mehr zu retten und also auch nichts mehr zu befürchten. Im Traum kommt es vor großen Prüfungen.

Deck Orte und Räume

Draußen sein und trotzdem an Bord.

An Deck hat man Luft und Aussicht, unter Deck Schutz und Enge. Im Traum ist der Unterschied die halbe Aussage: Wer oben steht, sieht das Wetter kommen – wer unten bleibt, spürt es erst, wenn es da ist.

Decke Dinge

Wärme und Verbergen zugleich.

Die Decke steht für Schutz, den man sich selbst gibt. Sich darunter zu verkriechen ist Rückzug, nicht Flucht – und der Unterschied zählt.

Deckel Dinge

Er schließt ab.

Der Deckel hält, was darunter ist, an seinem Platz. Einer, der nicht mehr schließt, steht für etwas, das sich nicht länger zudecken lässt.

Degradiert Zustände und Gefühle

Der Platz ist derselbe geblieben, der Rang nicht.

Degradiert zu werden ist schlimmer als entlassen: Man bleibt da und sieht jeden Tag, was man war. Im Traum steht es für eine Kränkung, die sich nicht abschütteln lässt, weil sie sich täglich wiederholt.

Dehnen Was man tut

Weiter kommen, ohne etwas zu zerreißen.

Dehnen tut kurz weh und schafft Raum – das ist der ganze Unterschied zum Reißen. Im Traum steht es für eine Grenze, die nachgibt, wenn man sie behutsam behandelt.

Dein Traum Zustände und Gefühle

Er gehört dir.

Am Ende gilt für jeden Traum dasselbe: Er ist deiner. Kein Lexikon weiß besser als du, was er bedeutet – es kann nur Vorschläge machen und Zusammenhänge zeigen. Was davon stimmt, erkennst du daran, dass es dich trifft. Was nicht trifft, darfst du getrost liegen lassen.

Dekorieren Was man tut

Einen Ort schöner machen, als er sein müsste.

Dekorieren ändert nichts und verändert alles: Der Raum sagt danach, dass jemand ihn gemeint hat. Im Traum steht es für Zuwendung, die man an Dingen zeigt, weil sie in Worten schwerer fällt.

Demaskieren Was man tut

Das Gesicht darunter kommt zum Vorschein.

Wer demaskiert wird, wird nicht entlarvt – er wird gesehen. Im Traum ist das ein zweischneidiges Bild: Erleichterung, wenn es das eigene Gesicht ist, und Schreck, wenn es das eines anderen war.

Demonstration Was man tut

Viele zeigen zusammen, was einer allein nicht kann.

Eine Demonstration ist Kraft durch Zahl: Jeder Einzelne wäre zu leise. Im Traum steht sie für den Wunsch, gehört zu werden – und dafür, dass dazu andere nötig sind.

Demut Zustände und Gefühle

Das eigene Maß kennen.

Demut meint kein Kleinmachen, sondern ein richtiges Verhältnis. Der Traum unterscheidet das an der Haltung: gebeugt aus Zwang ist etwas anderes als gebeugt aus Achtung.

Demütigung Zustände und Gefühle

Kleingemacht werden, während andere zusehen.

Das Schlimme an der Demütigung sind nicht die Worte, sondern die Zuschauer. Im Traum steht sie für eine Stelle, an der jemand seine Würde nicht verteidigen konnte – oft lange her und immer noch wach.

Den Faden verlieren Zustände und Gefühle

Der Zusammenhang reißt.

Den Faden zu verlieren, heißt, den Zusammenhang nicht mehr zu haben. Im Traum steht es für ein Gespräch oder ein Vorhaben, das einem entgleitet.

Den Kopf schütteln Was man tut

Nein, ohne es zu sagen.

Ein Kopfschütteln ist ein Nein ohne Begründung. Im Traum wiegt es schwer, weil man nicht nachfragen kann.

Den Kopf verlieren Zustände und Gefühle

Der Verstand setzt aus.

Kopflos zu handeln, heißt: Das Gefühl entscheidet allein. Im Traum ist das häufig und selten folgenreich – aber es zeigt, wo die Beherrschung endet.

Den Nagel treffen Was man tut

Genau richtig.

Den Nagel auf den Kopf zu treffen, heißt, den Kern zu erwischen. Im Traum kommt es, wenn jemand etwas verstanden hat und noch nicht weiß, dass er es verstanden hat.

Den Termin verpassen Zustände und Gefühle

Es war heute, und du warst nicht da.

Einen Termin zu verpassen, steht für eine Verpflichtung, die einem durchgeht. Der Traum kommt, wenn jemand mehr zugesagt hat, als er überblickt.

Den Text vergessen Zustände und Gefühle

Alle warten, und nichts kommt.

Den Text zu vergessen ist die Angst, im entscheidenden Moment leer zu sein. Der Traum wiederholt sie, weil sie im Wachen nicht ausgesprochen wird.

Den Traum aufschreiben Was man tut

Festhalten, bevor es weg ist.

Im Traum den Traum aufzuschreiben, kommt bei Menschen vor, die sich damit beschäftigen. Es steht für den Wunsch, nichts Wesentliches zu verlieren.

Den Traum erzählen Was man tut

Weitergeben, was man gesehen hat.

Einen Traum zu erzählen, ordnet ihn: Erst beim Erzählen bekommt er einen Anfang und ein Ende. Wem man ihn erzählt, ist im Traum bedeutsam.

Den Zug verpassen Wege und Fahrzeuge

Er fährt, und du stehst.

Den Zug zu verpassen gehört zu den häufigsten Träumen überhaupt. Er meint fast nie eine versäumte Gelegenheit, sondern die Angst davor – und die haben Menschen besonders dann, wenn sie viel gleichzeitig tragen.

Denken Was man tut

Im Kopf weitergehen, während der Körper steht.

Im Traum wird selten gedacht – dort wird gehandelt und gefühlt. Wenn jemand doch nachdenkt, ist das bemerkenswert: Es heißt, dass eine Entscheidung ansteht, die der Traum nicht einfach bebildern kann.

Denkmal Orte und Räume

Etwas soll nicht vergessen werden.

Ein Denkmal ist geronnene Erinnerung: Jemand hat entschieden, dass dies bleiben soll. Im Traum steht es für eine Sache in deinem Leben, die du zur festen Größe gemacht hast – ein Verlust, ein Erfolg, ein Unrecht. Die Frage, die es stellt, ist, ob es noch dort stehen muss.

Denunziant Menschen

Jemand von innen gibt dich nach außen weiter.

Der Denunziant ist kein Feind – er gehört dazu, und gerade das macht ihn so. Im Traum steht er für die Sorge, dass Vertrauen missbraucht wird, und dafür, dass man nicht weiß, wem man noch etwas erzählen kann.

Der Automat gibt nichts Zustände und Gefühle

Du hast es und kommst nicht dran.

Vor einem Automaten zu stehen, der nichts hergibt, steht für Mittel, die vorhanden und nicht verfügbar sind – an Geld, an Kraft, an Zeit.

Der Bildschirm bleibt schwarz Zustände und Gefühle

Nichts kommt.

Ein toter Bildschirm ist das heutige Bild für eine Verbindung, die abgerissen ist. Man drückt und drückt, und es kommt nichts.

Der Docht ist zu kurz Zustände und Gefühle

Es brennt noch, nicht mehr lange.

Eine fast heruntergebrannte Kerze steht für eine Kraft, die noch reicht und nicht mehr lange. Ein Bild, das zum Innehalten rät.

Der erste Schnee Natur und Wetter

Über Nacht ist alles anders.

Der erste Schnee verändert eine bekannte Gegend vollständig und ohne Schaden. Er steht für eine Veränderung, die still kommt und alles neu aussehen lässt.

Der letzte Gedanke Zustände und Gefühle

Womit du aufgewacht bist.

Der Gedanke, mit dem jemand aufwacht, ist der Schlusssatz des Traums. Er fasst zusammen, wofür der Schlaf die ganze Nacht gebraucht hat – und wird beim Aufschreiben meistens vergessen.

Der Letzte sein Zustände und Gefühle

Alle anderen sind schon durch.

Als Letzter dazustehen, steht für das Gefühl, hinterherzuhinken. Der Traum vergleicht dabei mit Menschen, die ganz andere Voraussetzungen haben.

Der letzte Zug Wege und Fahrzeuge

Danach geht nichts mehr.

Der letzte Zug ist die Frist in Reinform. Er steht für eine Gelegenheit mit Ablaufdatum – und für die Angst, danach irgendwo festzusitzen.

Der Mensch an deiner Seite Menschen

Jemand, mit dem du gehst.

Ob verheiratet, verliebt oder verbündet, sagt das Wort nicht – und der Traum meistens auch nicht. Worum es geht, ist die Verbindung selbst: Da ist jemand, mit dem du denselben Weg gehst. Im Traum lohnt weniger die Frage, wer es war, als die, wie ihr nebeneinander gegangen seid: gleich schnell, voraus, hinterher, oder mit Abstand.

Der Mensch an deiner Seite Menschen

Dient vorwiegend als Projektionsfläche für innere Seelenanteile, Beziehungsdynamiken oder Orientierungsprozesse.

Der Nagel ohne Bild Dinge

Hier hing etwas.

Ein Nagel und ein hellerer Fleck zeigen, dass etwas abgenommen wurde. Ein stilles Bild für eine Entscheidung, die jemand getroffen hat.

Der Ort wechselt Zustände und Gefühle

Ohne Weg am nächsten Ort.

Ortswechsel ohne Übergang sind im Traum die Regel. Wo sie stattfinden, endet ein Gedanke und fängt ein neuer an – die Sprungstelle ist die Gliederung des Traums.

Der Raum wird enger Zustände und Gefühle

Der Platz nimmt ab.

Ein Raum, der sich zusammenzieht, ist das körperlichste Bild für Beklemmung. Es kommt in Lebenslagen, in denen jemand immer weniger Spielraum hat.

Der Ring ist zu eng Zustände und Gefühle

Er geht nicht mehr herunter.

Ein Ring, der nicht mehr abgeht, steht für eine Bindung, die eingewachsen ist. Sie muss nicht schlecht sein – nur unumkehrbar.

Der Schlüssel bricht ab Zustände und Gefühle

Der Zugang ist jetzt unmöglich.

Ein abgebrochener Schlüssel im Schloss ist schlimmer als ein verlorener: Er blockiert. Das Bild steht für einen Versuch, der die Lage verschlimmert hat.

Der Schlüssel dreht sich Zustände und Gefühle

Es geht auf.

Wenn ein Schloss nachgibt, ist ein Zugang frei geworden. Das Bild steht für ein Verstehen, das sich plötzlich einstellt.

Der Tag danach Zustände und Gefühle

Die Rechnung kommt später.

Der Morgen danach steht für die Folgen eines Übermaßes. Im Traum geht es fast nie um Alkohol, sondern um jede Überschreitung, für die man am nächsten Tag zahlt.

Der Traum bricht ab Zustände und Gefühle

Genau an dieser Stelle war Schluss.

Wo ein Traum abbricht, ist selten willkürlich. Die letzte Szene vor dem Aufwachen ist meistens die, die am meisten Gewicht hatte – der Schlaf hält sie nicht mehr.

Der Traum endete offen Zustände und Gefühle

Kein Schluss.

Ein offenes Ende ist kein Mangel: Der Traum hat keine Erzählpflicht. Dass etwas offen bleibt, sagt, dass im Wachen auch noch nichts entschieden ist.

Der Traum hat geholfen Zustände und Gefühle

Etwas hat sich geklärt.

Wenn ein Traum hilft, liegt das nicht an seiner Deutung, sondern daran, dass etwas durchgearbeitet wurde. Die Deutung macht es nur nachvollziehbar.

Der Tropfen zu viel Zustände und Gefühle

Eine Kleinigkeit bringt alles zum Überlaufen.

Der letzte Tropfen ist nie der Grund und immer der Anlass. Der Traum zeigt die ganze Menge, nicht nur den Tropfen.

Der Vogel fliegt fort Tiere

Er nimmt die Freiheit.

Einen Vogel wegfliegen zu lassen, ist ein Loslassbild. Ob es ein Verlust war oder eine Freilassung, sagt das Gefühl dabei – und der Unterschied ist groß.

Der Weg wird nicht kürzer Wege und Fahrzeuge

Du gehst, und das Ziel bleibt gleich weit.

Zu gehen, ohne näher zu kommen, ist die genaueste Beschreibung von Vergeblichkeit, die der Schlaf zustande bringt. Der Traum sagt damit nichts über das Ziel – er sagt etwas über den Weg, den du gewählt hast.

Derselbe Traum wieder Zustände und Gefühle

Er kommt zurück.

Ein wiederkehrender Traum arbeitet an etwas, das nicht abgeschlossen ist. Er hört meistens auf, wenn man ihn ernst genommen hat – nicht, wenn man ihn gedeutet hat.

Detektiv Menschen

Jemand, der herausfinden will, was verschwiegen wird.

Der Detektiv im Traum ist fast immer man selbst, auch wenn er anders aussieht. Er steht für den Teil von dir, der etwas nicht auf sich beruhen lässt. Träume mit Ermittlungen kommen, wenn eine Erklärung fehlt und man ahnt, dass die gegebene nicht die ganze ist.

Diagnose Was man tut

Endlich einen Namen für das, was schon da war.

Eine Diagnose ändert nichts an der Sache und alles am Umgang damit: Was einen Namen hat, ist kein Gespenst mehr. Im Traum steht sie deshalb weniger für Krankheit als für Klarheit – auch wenn sie erschreckt.

Diät Was man tut

Sich etwas versagen, damit später etwas besser wird.

Bei einer Diät verzichtet man freiwillig und zählt trotzdem die Tage. Im Traum steht sie für jede Art von Selbstbeschränkung mit Ziel – und für die Frage, ob das Ziel den Verzicht wert ist.

Dichten Was man tut

Für etwas ohne Worte die Worte suchen.

Dichten ist der Versuch, etwas zu sagen, wofür es keinen geraden Satz gibt. Im Traum steht es für einen Ausdruck, der nach außen will – und dafür, dass die gewöhnliche Sprache gerade nicht reicht.

Dicksein Körper

Mehr Platz einnehmen, als man möchte.

Im Traum geht es beim Dicksein fast nie ums Gewicht, sondern um Sichtbarkeit: Man ist mehr, als man sein wollte, und alle sehen es. Manchmal meint es auch das Gegenteil – einen Schutzwall, den sich jemand angelegt hat.

Die Adresse nicht finden Wege und Fahrzeuge

Der Ort existiert und ist nicht zu finden.

Ein Ziel zu haben und den Weg nicht zu finden, steht für eine Absicht ohne gangbaren nächsten Schritt. Es kommt bei Vorhaben, bei denen der Anfang fehlt.

Die Beine gehorchen nicht Körper

Du willst und der Körper nicht.

Schwere Beine im Traum haben einen einfachen Grund: Im Schlaf sind die Muskeln gelöst, und der Traum baut das mit ein. Als Bild meint es eine Lage, in der der Wille da ist und die Mittel fehlen – und es ist kein Zeichen von Schwäche.

Die Braut wird fertig gemacht Was man tut

Alles ist bereit, und es hat noch nicht angefangen.

Die Vorbereitung ist im Traum oft wichtiger als die Hochzeit selbst: Sie zeigt eine Schwelle, auf der jemand steht. Woran du es erkennst: ob dabei Freude war oder Beklemmung – beides kommt vor und beide meinen etwas anderes.

Die Bremse geht nicht Zustände und Gefühle

Kein Halt in Sicht.

Nicht bremsen zu können, ist einer der häufigsten Angstträume unter Fahrenden. Er steht für eine Sache, die man angestoßen hat und nicht mehr anhalten kann.

Die Brille beschlägt Zustände und Gefühle

Die Sehhilfe hilft gerade nicht.

Eine beschlagene Brille nimmt genau dann die Sicht, wenn man ankommt. Sie steht für eine Hilfe, die im entscheidenden Moment versagt.

Die Brücken abbrechen Was man tut

Kein Weg zurück.

Brücken hinter sich abzubrechen, macht einen Entschluss unumkehrbar. Es steht für eine Entscheidung, bei der man sich selbst die Wahl nimmt – manchmal, weil es anders nicht geht.

Die dunkelste Stunde Zustände und Gefühle

Tiefer geht es nicht.

Der tiefste Punkt ist im Traum oft die Stelle, an der sich etwas wendet – nicht, weil er tröstlich wäre, sondern weil danach jede Richtung nach oben führt. Wer in dieser Lage wirklich steckt, sollte sie nicht allein durchstehen.

Die eigene Haut Körper

Die Fläche, an der du aufhörst.

Die Haut ist die Grenze zur Welt, und Träume nehmen das wörtlich. Verändert sie sich – Farbe, Beschaffenheit, Risse –, geht es darum, wie durchlässig du gerade bist. Ein dünnhäutiger Mensch ist kein schwacher, sondern einer, bei dem mehr ankommt.

Die eigenen Hände gehorchen nicht Körper

Einfachstes gelingt nicht.

Wenn im Traum eine Telefonnummer nicht zu wählen ist oder die Hände nicht greifen, geht es um Handlungsfähigkeit im entscheidenden Moment. Solche Bilder kommen bei Menschen unter Druck – und sie sind kein Hinweis auf irgendetwas Körperliches.

Die Eltern Menschen

Wo alles angefangen hat.

Wenn beide Eltern zusammen im Traum auftreten, geht es selten um sie als Personen. Sie sind das Bild für die Herkunft: die Regeln, mit denen man aufgewachsen ist, und die man noch anwendet, ohne sie zu prüfen. Solche Träume häufen sich, wenn im Wachen eine Entscheidung ansteht, die diese Regeln betrifft.

Die ersten Schritte Was man tut

Allein, und es hält.

Die ersten eigenen Schritte stehen für einen Anfang aus eigener Kraft. Im Traum kommen sie bei Vorhaben, bei denen jemand noch wackelt und trotzdem geht.

Die Geschworenen Menschen

Viele entscheiden über einen.

Vor Geschworenen zu stehen heißt, dass mehrere Menschen gemeinsam über dich urteilen – und du kannst nichts tun als warten. Das Traumbild kommt, wenn man sich beurteilt fühlt, ohne es beeinflussen zu können. Wer die Gesichter erkennt, weiß, woher das Urteil im Wachen kommt.

Die Haare machen Was man tut

Sich zurechtmachen.

Sich die Haare zu richten, ist Vorbereitung auf andere. Es steht für den Übergang vom Privaten ins Öffentliche.

Die Hand ins Feuer legen Was man tut

Für jemanden einstehen, mit Risiko.

Die Hand für jemanden ins Feuer zu legen, heißt: Ich nehme den Schaden, wenn ich mich irre. Im Traum steht es für ein Vertrauen, das etwas kostet.

Die Hände sind voll Zustände und Gefühle

Keine Hand mehr frei.

Volle Hände heißen: Das Nächste geht nur, wenn etwas abgelegt wird. Der Traum zeigt das buchstäblich.

Die Hände zittern Körper

Die Hand macht nicht mit.

Zitternde Hände im entscheidenden Moment stehen für eine Anspannung, die sich nicht wegatmen lässt. Sie sind unangenehm und kein Zeichen von Schwäche.

Die Kraft kommt zurück Körper

Es geht wieder.

Wiederkehrende Kraft ist ein sehr verlässliches gutes Zeichen. Der Traum meldet sie oft, bevor man sie im Wachen bemerkt.

Die Mitte Orte und Räume

Der Punkt, von dem alles gleich weit weg ist.

In der Mitte zu stehen heißt gesehen werden – und im Gleichgewicht sein. Welches von beidem gemeint ist, sagt die Stimmung. Die Mitte ist auch der Ort, an dem man sich nicht entscheiden muss, und manchmal ist genau das das Thema.

Die Natur Natur und Wetter

Wo nichts von Menschen gemacht ist.

Natur im Traum ist der Gegenort zum Gebauten: Hier gelten andere Regeln, und keine davon ist deine. Das wirkt befreiend oder bedrohlich. Wer viel von Natur träumt, hat im Wachen oft zu viel Innenraum – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Die Rechnung ist zu hoch Zustände und Gefühle

Mehr, als du dachtest.

Eine unerwartet hohe Rechnung steht für Folgen, die man unterschätzt hat. Im Traum geht es selten um Geld und meistens um Kraft.

Die Schere schneidet nicht Zustände und Gefühle

Die Trennung gelingt nicht.

Eine Schere, die nicht schneidet, steht für eine Trennung, die man vornehmen will und nicht schafft. Das Werkzeug ist da – die Schärfe fehlt.

Die Schuhe drücken Zustände und Gefühle

Der Weg ist gut, das Schuhwerk nicht.

Drückende Schuhe machen jeden Schritt zur Qual, obwohl der Weg stimmt. Sie stehen für Umstände, die eine richtige Sache verleiden.

Die Schwelle überschreiten Was man tut

Der Schritt ist getan.

Eine Schwelle zu überschreiten, ist in jedem Brauch ein bedeutsamer Augenblick. Im Traum steht sie für einen Entschluss, der vollzogen wurde – und nicht rückgängig gemacht wird.

Die Sonne bricht durch Natur und Wetter

Der Himmel reißt auf.

Wenn die Sonne durch die Wolken bricht, ist das im Traum kein Zierbild. Es markiert eine Wende – und wo sie im Traumverlauf steht, gehört mitgelesen.

Die Straße Orte und Räume

Der Ort, an dem man dich kennt.

Die eigene Straße ist der Bereich zwischen Wohnung und Welt – hier bist du kein Fremder und nicht zu Hause. Im Traum steht sie für dein unmittelbares Umfeld. Wie sie aussah, ist die Auskunft: vertraut, verändert oder unheimlich.

Die Strecke ist gesperrt Wege und Fahrzeuge

Der gewohnte Weg geht nicht.

Eine gesperrte Strecke zwingt zu einem Weg, den man nicht kennt. Der Traum stellt damit eine Änderung dar, die von außen kommt und zu etwas Neuem führt.

Die Tür geht nicht auf Zustände und Gefühle

Der Zugang ist da und bleibt zu.

Eine Tür, die sich nicht öffnen lässt, steht für einen Zugang, zu dem einem etwas fehlt – eine Auskunft, eine Erlaubnis, ein Entschluss. Der Schlüssel, der nicht passt, ist die genauere Fassung davon.

Die Tür zumachen dürfen Was man tut

Für sich sein dürfen.

Eine Tür schließen zu können, steht für das Recht auf einen eigenen Bereich. Wer im Traum abschließt und sich dabei gut fühlt, hat eine wichtige Sache geklärt.

Die Uhr aufziehen Was man tut

Damit die Zeit weiterläuft.

Eine Uhr, die aufgezogen werden muss, verlangt regelmäßige Aufmerksamkeit. Sie steht für eine Ordnung, die von selbst stehenbleibt, wenn sich niemand kümmert.

Die Uhr stimmt nicht Zustände und Gefühle

Die Zeit ist nicht abzulesen.

Eine Uhr, die im Traum nicht zu lesen ist, gehört zu denselben Bildern wie unleserliche Schrift: Im Schlaf arbeitet das Lesen kaum mit. Als Bild steht sie für Druck, dessen Frist man nicht kennt.

Die Wohnung ist zu klein Zustände und Gefühle

Der Platz reicht nicht mehr.

Eine zu kleine Wohnung steht für ein Leben, das aus seinem Rahmen gewachsen ist. Der Traum sagt nicht, dass man umziehen soll – er sagt, dass es eng geworden ist.

Die Worte verrutschen Zustände und Gefühle

Geschriebenes hält nicht still.

Text, der sich im Traum verändert, gehört zu denselben Bildern wie unleserliche Schrift: Lesen ist im Schlaf kaum möglich. Als Bild steht es für eine Auskunft, auf die kein Verlass ist.

Die Zeit reichte nicht Zustände und Gefühle

Knapp daneben.

Etwas zeitlich nicht zu schaffen, steht für eine Überlastung im Kalender. Der Traum rechnet vor, was im Wachen nicht aufgeht.

Dieb Menschen

Etwas wird genommen – Zeit, Kraft, Sicherheit.

Der Dieb im Traum meint selten Besitz. Er steht für das Gefühl, dass einem etwas abhandenkommt, ohne dass man es weggegeben hätte.

Diebstahl Was man tut

Etwas ist weg, und jemand hat es genommen.

Beim Diebstahl fehlt nicht nur die Sache, sondern auch die Gewissheit, unter sicheren Leuten zu sein. Im Traum steht er selten für Besitz – meistens für etwas Unwiederbringliches: Zeit, eine Gelegenheit, ein Verdienst, den ein anderer eingesteckt hat.

Diele Orte und Räume

Der erste Raum, und man bleibt nicht darin.

Die Diele ist der Raum des Ankommens und Gehens. Hier legt man ab, was man draußen brauchte – ein Bild für den Übergang zwischen zwei Rollen.

Dienst Was man tut

Zeit, die jemand anderem gehört.

Dienst ist Arbeit mit einer Uhr daran: von wann bis wann, und dazwischen gehört man nicht sich. Im Traum steht er für Verpflichtungen, deren Ende feststeht – was tröstlich sein kann.

Dietrich Dinge

Aufmachen, ohne den Schlüssel zu haben.

Der Dietrich öffnet, was nicht für einen bestimmt war – und macht dabei nichts kaputt. Im Traum steht er für einen Zugang, den man sich verschafft hat: zu einem Menschen, einer Wahrheit, einem Raum, in dem man nichts zu suchen hat.

Diktat Was man tut

Fremde Worte mit eigener Hand.

Beim Diktat schreibt man und denkt nicht mit – und wird trotzdem dafür benotet. Im Traum steht es für eine Lage, in der jemand die Worte vorgibt und man selbst dafür geradestehen muss.

Diktator Menschen

Einer bestimmt, und Widerspruch kostet.

Der Diktator im Traum trägt selten ein bekanntes Gesicht und steht fast nie für Politik. Er ist die Gestalt gewordene Erfahrung, dass eine einzige Person über alle bestimmt – in einer Familie, einer Firma, einer Ehe.

Dinosaurier Tiere

Etwas aus einer Zeit, die vorbei ist.

Der Dinosaurier ist riesig, echt und ausgestorben – alles drei zugleich. Im Traum steht er für eine überlebte Größe: eine Haltung, eine Ordnung, manchmal ein Mensch, der noch da ist und nicht mehr in die Zeit passt.

Diplom Dinge

Ein Blatt, das sagt: Du kannst das.

Das Diplom bescheinigt, was ohnehin gelernt wurde – und trotzdem hängt es an der Wand. Im Traum steht es für den Wunsch, dass jemand von außen bestätigt, was man von sich selbst nicht recht glaubt.

Diplomat Menschen

Die Wahrheit so sagen, dass niemand aufsteht.

Ein Diplomat lügt nicht, er wählt. Im Traum steht er für eine Haltung, die Streit vermeidet – nützlich und anstrengend, weil man dabei nie ganz sagt, was ist.

Dirigent Menschen

Macht selbst keinen Ton und bestimmt jeden.

Der Dirigent ist der Einzige im Orchester, der nicht zu hören ist. Im Traum steht er für eine Führung, die im Ergebnis steckt statt in der eigenen Leistung – und für die Frage, ob man ihm folgt.

Diskothek Orte und Räume

Viele Menschen, laut, und trotzdem allein möglich.

In der Diskothek ist man unter Leuten, ohne mit ihnen zu reden – es ist zu laut dafür. Im Traum steht sie für Geselligkeit ohne Nähe, und ob das guttut oder einsam macht, sagt die Stimmung im Traum.

Diskretion Zustände und Gefühle

Etwas wissen und es für sich behalten.

Diskretion ist Vertrauen im Alltag: nicht ein Geheimnis hüten, sondern einfach nichts weitererzählen. Im Traum steht sie für Menschen, bei denen man sicher ist – und die sind seltener als Freunde.

Distel Natur und Wetter

Wehrt sich von Natur aus.

Die Distel blüht schön und lässt niemanden heran. Sie steht für einen Menschen, der Nähe will und sie sich verbietet.

Disziplin Zustände und Gefühle

Tun, was nötig ist, auch wenn man nicht mag.

Disziplin ist keine Härte gegen andere, sondern gegen sich. Im Traum steht sie für einen Teil, der funktioniert, und die Frage ist, wem zuliebe – Disziplin für eigene Ziele fühlt sich anders an als Disziplin aus Angst.

Doch nicht so schlimm Zustände und Gefühle

Die Befürchtung war größer.

Wenn im Traum etwas milder ausfällt als befürchtet, korrigiert sich eine Erwartung. Solche Träume nehmen Angst, und das ist ihre Arbeit.

Dokumente Dinge

Papier, das beweist, wer du bist.

Dokumente sind der Teil eines Menschen, den man vorzeigen muss. Im Traum geht es fast immer darum, dass sie fehlen – und das trifft tiefer als ein verlorener Gegenstand: Ohne sie ist man niemand, den man belegen kann.

Dolch Dinge

Eine Waffe, die man verbergen kann.

Der Dolch unterscheidet sich vom Messer durch die Absicht: Er ist zum Verstecken gemacht. Im Traum steht er für eine Feindseligkeit, die nicht offen liegt – ein Wort, das noch nicht gefallen ist. Wer ihn trägt, hat sich gewappnet; wer ihn sieht, hat etwas bemerkt.

Dolmetscher Menschen

Zwei reden miteinander und brauchen einen Dritten.

Der Dolmetscher gehört zu keiner der beiden Seiten und trägt trotzdem alles. Im Traum steht er für ein Verhältnis, in dem nicht mehr unmittelbar gesprochen wird – und dafür, wie viel dabei verlorengeht.

Domino Was man tut

Einer fällt, und dann fallen alle.

Beim Domino braucht es einen Anstoß und danach nichts mehr. Im Traum steht es für eine Kette von Folgen, die niemand mehr aufhalten kann – und für die Frage, wer den ersten Stein gekippt hat.

Dompteur Menschen

Steht bei dem, was ihn fressen könnte.

Der Dompteur hat keine Waffe, nur Haltung – und beide wissen es. Im Traum steht er für den Umgang mit etwas Gefährlichem im eigenen Inneren: Es bleibt gefährlich, und es gehorcht trotzdem.

Doppelgänger Menschen

Eine zweite Seite von dir.

Sich selbst zweimal zu sehen, gehört zu den eindrücklichsten Traumbildern. Es zeigt fast immer einen inneren Widerspruch, der zu groß geworden ist, um noch als ein Ich zu erscheinen – zwei Wünsche, die einander ausschließen.

Doppelleben Was man tut

Zwei Leben, die voneinander nichts wissen.

Das Doppelleben im Traum handelt selten von Untreue. Es zeigt zwei Seiten, die man auseinanderhält – und die Anstrengung, die das kostet.

Doppelt Zustände und Gefühle

Einmal wäre genug gewesen.

Wenn etwas im Traum doppelt vorkommt, unterstreicht er es. Zugleich kann es Uneindeutigkeit meinen: zwei gleich gute Möglichkeiten, von denen keine gewählt ist.

Dorf Orte und Räume

Wenige, die sich kennen.

Das Dorf meint Herkunft und Überschaubarkeit – und die Kehrseite davon. Es ist oft der Ort der Kindheit, auch wenn man dort nie gelebt hat.

Dornen Natur und Wetter

Schutz, der auch abhält.

Dornen stehen vor etwas Wertvollem. Sie sind Abwehr, nicht Angriff – und wer hindurch will, muss es wirklich wollen.

Dornengebüsch Natur und Wetter

Ein Weg, der nur mit Wunden zu gehen ist.

Die Dornenhecke steht im Märchen um etwas Schlafendes herum und geht von selbst auf, wenn die Zeit da ist. Im Traum steht sie für einen Schutz, der wehtut, und für die Frage, ob man sich durchkämpfen muss oder warten darf.

Dornenhecke Natur und Wetter

Ein Schutz, der weh tut.

Die Dornenhecke im Märchen umgibt, was kostbar ist. Sie steht für ein Hindernis, das nicht bösartig ist – es hält nur ab, bis die Zeit reif ist.

Dose Dinge

Zu, und man weiß nicht was drin ist.

Die Dose bewahrt auf und verbirgt. Die Büchse der Pandora ist dasselbe Bild in groß: Was verschlossen ist, hat einen Grund.

Drache Menschen

Bewacht den Schatz.

Der Drache sitzt immer auf etwas Wertvollem. Er steht für die Angst, die zwischen dir und dem steht, was du willst – und im Märchen ist er zu besiegen.

Draht Dinge

Dünn und zäh.

Draht lässt sich biegen und reißt nicht. Er steht für eine Verbindung, die unscheinbar ist und hält – im Guten wie im Zwang.

Drang Zustände und Gefühle

Etwas schiebt, und du gehst mit.

Der Drang ist die Kraft ohne Begründung: Man tut etwas und weiß nicht, warum. Im Traum ist das keine Schwäche, sondern ein Hinweis – dort meldet sich etwas, dem im Wachen nicht zugehört wird. Wohin der Drang wollte, ist die ganze Nachricht.

Dreck Dinge

Etwas klebt an dir, das nicht dahin gehört.

Dreck im Traum ist selten Hygiene. Er ist das Bild für etwas, das an einem hängenbleibt: ein Verdacht, ein Gerücht, eine Schuld. Deshalb ist das Waschen danach der wichtigere Teil des Traums – und ob es gelungen ist.

Drehbühne Orte und Räume

Der Ort wechselt, während du stehen bleibst.

Auf der Drehbühne bewegt sich nicht der Mensch, sondern die Welt um ihn. Im Traum ist das ein sehr genaues Bild für Veränderungen, an denen man selbst keinen Anteil hat und denen man trotzdem nicht ausweichen kann.

Drehorgel Dinge

Musik, die niemand spielt – nur kurbelt.

Die Drehorgel macht ihre Melodie ohne Können und ohne Gefühl, immer dieselbe. Im Traum steht sie für etwas, das sich wiederholt, weil jemand daran dreht – ein Streit, ein Vorwurf, ein Satz, den man schon kennt.

Drehstuhl Dinge

Sitzen und sich trotzdem bewegen.

Auf dem Drehstuhl kommt man nicht voran und ist auch nicht still. Im Traum steht er für Beschäftigung ohne Fortschritt – Bewegung, die aussieht wie Arbeit.

Drei Dinge

Aus zweien wird etwas Neues.

Die Drei steht für Lösung: Sie bringt Bewegung in ein Gegenüber, das feststeckt. Alte Märchen zählen deshalb bis drei.

Dreieck Dinge

Drei, wo zwei hingehören.

Das Dreieck ist die stabilste Form und die unruhigste Beziehung – beides zugleich. Im Traum steht es meist für eine Lage mit drei Beteiligten, in der zwei sich verständigen und einer draußen bleibt. Welcher du warst, weißt du beim Aufwachen sofort.

Dreierlei gleichzeitig Zustände und Gefühle

Alles ist gleich dringend.

Mehrere Dinge gleichzeitig tun zu müssen, ist im Traum unmöglich – und genau das zeigt er. Es ist auch im Wachen unmöglich, nur merkt man es dort nicht.

Dreirad Wege und Fahrzeuge

Das erste Fahrzeug, und es fällt nicht um.

Das Dreirad kippt nicht – deshalb bekommen Kinder es zuerst. Im Traum steht es für eine Freiheit mit eingebauter Sicherheit, und für die Zeit, in der Fortbewegung noch niemandem etwas beweisen musste.

Dreizehn Zustände und Gefühle

Einer zuviel.

Dreizehn ist die Zahl, die aus der Ordnung fällt – zwölf und noch einer. Sie gilt als Unglückszahl, weil sie stört, nicht weil sie böse ist. Im Traum meint sie meist genau das: etwas passt nicht ins Schema.

Dreschen Was man tut

Schlagen, damit das Korn herauskommt.

Dreschen ist rohe Arbeit mit feinem Ergebnis. Es steht für einen harten Vorgang, durch den etwas Brauchbares freigelegt wird.

Drill Was man tut

Üben, bis nichts mehr gedacht werden muss.

Drill macht sicher und nimmt das Eigene heraus. Im Traum steht er für ein Können, das nichts gekostet hat außer Wiederholung – und für die Sorge, nur noch abzulaufen, was einmal eingeübt wurde.

Drillinge Menschen

Dreimal dasselbe und dreimal jemand anderes.

Drillinge sind ein Überfluss, mit dem niemand gerechnet hat. Im Traum stehen sie für eine Fülle, die überfordert, und für die Mühe, im Gleichen das Einzelne zu sehen.

Dringlichkeit Zustände und Gefühle

Es muss jetzt sein, und niemand sagt warum.

Dringlichkeit im Traum hat oft kein Ziel – man muss schnell, ohne zu wissen wohin. Genau daran erkennt man sie: Wo das Warum fehlt, geht es nicht um die Sache, sondern um einen Druck, der schon länger da ist.

Drohbrief Dinge

Eine Drohung ohne Absender.

Der Drohbrief ist schlimmer als ein offener Streit, weil man nicht weiß, wem man antworten soll. Im Traum steht er für eine Bedrohung, die man spürt und nicht benennen kann – oft kommt sie aus dem eigenen Umfeld.

Drohne Dinge

Etwas sieht dich von oben und gehört niemandem, den du siehst.

Die Drohne ist das modernste Bild für Beobachtung: kein Gesicht, kein Gegenüber, nur ein Surren über einem. Im Traum steht sie für eine Kontrolle, gegen die man sich nicht wenden kann, weil niemand dasteht.

Drohung Zustände und Gefühle

Noch ist nichts geschehen, und es hängt in der Luft.

Eine Drohung wirkt, bevor irgendetwas passiert – das ist ihr ganzer Zweck. Im Traum steht sie für eine Angst mit Absender: Jemand oder etwas hält dich in Schach. Wer gedroht hat, ist der Hinweis; oft ist es eine Stimme, die man kennt.

Drossel Tiere

Der Vogel, der vor allen anderen singt.

Die Drossel singt in der Dämmerung, wenn es sonst still ist. Im Traum steht sie für etwas Schönes, das von selbst kommt und nichts kostet – und das man nur bemerkt, wenn man ruhig ist.

Druck Zustände und Gefühle

Etwas presst, ohne zuzuschlagen.

Druck ist die häufigste körperliche Empfindung in Träumen – auf der Brust, im Nacken, im ganzen Raum. Er steht für eine Anforderung, die nicht nachlässt. Wo der Druck saß, ist bemerkenswert genau: Auf der Brust sitzt meist Angst, im Nacken meist Verantwortung.

Drücken Was man tut

Kraft auf eine Stelle.

Drücken steht für Druck im wörtlichen Sinn: auf einen Knopf, auf einen Menschen, auf sich selbst. Wo es drückt, ist der Kern des Bildes.

Druckerei Orte und Räume

Wo aus einem Gedanken viele Abzüge werden.

In der Druckerei wird etwas vervielfältigt und damit öffentlich. Im Traum steht sie für den Augenblick, in dem etwas Eigenes hinausgeht und nicht mehr zurückzuholen ist.

Druckfehler Dinge

Ein kleiner Fehler an einer Stelle, die für immer bleibt.

Ein Druckfehler ist harmlos und nicht mehr zu ändern – gedruckt ist gedruckt. Im Traum steht er für etwas Kleines, das einem peinlich ist und niemandem sonst auffällt.

Ducken Was man tut

Kleiner werden, damit nichts trifft.

Sich zu ducken ist klug, wenn etwas fliegt, und schädlich, wenn es zur Gewohnheit wird. Im Traum steht es für eine Haltung, mit der man Konflikten ausweicht – und bemerkt wird sie meist erst im Traum.

Dudelsack Dinge

Ein Ton, der nicht aufhört.

Der Dudelsack hat einen Dauerton, der unter allem liegt und nie abreißt. Im Traum steht er für etwas Durchgehendes – eine Stimmung, eine Sorge, die die ganze Zeit mitläuft.

Duett Was man tut

Zwei Stimmen, die zusammenpassen.

Ein Duett gelingt nur, wenn beide aufeinander hören – sonst ist es Lärm. Im Traum steht es für ein Verhältnis, in dem das gerade klappt. Solche Träume sind selten und einen Vermerk wert.

Duft Körper

Erinnerung auf dem kürzesten Weg.

Gerüche gehen im Gehirn am Verstand vorbei. Ein Duft im Traum ruft fast immer eine bestimmte Zeit oder einen bestimmten Menschen auf – und der ist gemeint.

Dulden Was man tut

Geschehen lassen, was man ändern könnte.

Dulden ist keine Geduld – Geduld wartet auf etwas, Dulden erträgt etwas. Im Traum steht es für eine Lage, in der du stillhältst, obwohl etwas in dir nicht einverstanden ist. Wie lange du im Traum geduldet hast, ist eine Angabe, die man ernst nehmen sollte.

Dummheit Zustände und Gefühle

Sich blamiert fühlen.

Dummheit im Traum ist selten ein Urteil über den Verstand. Sie steht für den Augenblick, in dem man etwas nicht verstanden hat und alle anderen schon. Das Gefühl dabei ist Scham, nicht Unwissen.

Düne Natur und Wetter

Ein Berg, der weiterzieht.

Die Düne sieht aus wie ein Hügel und ist doch nur Sand, den der Wind heute hierhin und morgen dorthin legt. Sie steht für etwas, das fest aussieht und keines ist – eine Sicherheit, die sich verschiebt, während man daraufsteht. Wer im Traum eine Düne besteigt, kommt an: Nur bleibt der Gipfel nicht, wo er war.

Dünger Dinge

Aus Abfall wird Wachstum.

Mist und Kompost stehen für Verwertung des Unangenehmen. Was man durchgemacht hat, kann fruchtbar werden – dieses Bild meint genau das.

Dunkelheit Natur und Wetter

Nicht das Böse – das Ungesehene.

Dunkelheit im Traum ist kein Unheilszeichen. Sie steht für das, was man noch nicht sieht, und sie gehört zu jedem Anfang: Vor dem Erkennen kommt das Tasten.

Dunkelkammer Orte und Räume

Wo Bilder sichtbar werden – nur im Dunkeln.

In der Dunkelkammer entsteht nichts Neues: Was da ist, wird sichtbar. Und nur ohne Licht. Ein gutes Bild für die Arbeit, die man an sich selbst macht.

Dünn sein Körper

Wenig Substanz übrig.

Dünn im Traum betrifft selten das Gewicht und meistens die Kraft: Es ist nicht mehr viel da. Bei anderen gesehen, ist es eine Sorge; bei sich selbst eine Auskunft.

Dunstkreis Orte und Räume

Die Luft, die jemand um sich hat.

In einen Dunstkreis gerät man, ohne es zu bemerken – er hat keine Grenze, er wird nur dichter. Im Traum steht er für den Einfluss eines Menschen oder eines Ortes, dem man sich schwer entzieht, weil es nichts gibt, wogegen man sich wehren könnte.

Durch ein Rohr sehen Zustände und Gefühle

Scharf in der Mitte, blind am Rand.

Ein eingeengtes Blickfeld steht für Konzentration, die zu viel ausblendet. Im Traum kommt es bei Menschen, die sich auf eine Sache versteift haben.

Durchatmen Was man tut

Die Luft kommt zurück.

Nach Enge wieder durchzuatmen ist das schlichteste Erleichterungsbild, das es gibt. Wo es im Traumverlauf steht, ist die Stelle, an der sich etwas gelöst hat.

Durchblick Was man tut

Sehen, was dahinter ist.

Durchblick heißt nicht, mehr zu sehen, sondern das Richtige: Man erkennt den Zusammenhang. Im Traum ist das ein seltener und guter Augenblick – merk dir, was du dabei gesehen hast.

Durchbrennen Was man tut

Weg, ohne sich abzumelden.

Durchbrennen ist Flucht mit einem Rest Übermut: Man geht nicht nur weg, man lässt etwas stehen. Im Traum steht es für den Wunsch, sich einer Verpflichtung ohne Aussprache zu entziehen.

Durchbruch Was man tut

Endlich durch das, was lange im Weg war.

Der Durchbruch ist der Augenblick nach langem Widerstand. Im Traum kommt er oft, bevor er im Wachen geschieht – etwas in dir weiß schon, dass die Wand dünner geworden ist.

Durcheinander Zustände und Gefühle

Nichts liegt, wo es soll.

Ein Durcheinander zeigt, dass mehr angefangen als beendet wurde. Es ist kein Charakterurteil, sondern eine Bestandsaufnahme.

Durchfall Körper

Der Körper hält nichts mehr zurück.

Durchfall ist peinlich und deshalb ein starkes Traumbild: Der Körper behält nicht, was er behalten sollte. Es geht fast nie ums Essen, sondern um ein Zuviel, das durchgeht – und darum, dass gerade nichts bei dir bleibt.

Durchfallen Was man tut

Nicht genügt haben, und alle wissen es.

Durchfallträume gehören zu den häufigsten überhaupt und kommen oft Jahrzehnte nach der letzten Prüfung. Sie handeln nicht von Wissen, sondern von der Angst, überprüft und zu leicht befunden zu werden.

Durchgefroren Körper

Die Kälte sitzt innen.

Kälte, die nicht weggeht, steht für einen Mangel an Zuwendung. Sie ist im Traum sehr körperlich und meint selten das Wetter.

Durchmarsch Was man tut

Ohne Halt bis zum Ende.

Der Durchmarsch kennt keine Rast: Es wird durchgezogen. Im Traum steht er für Vorhaben, bei denen man sich keine Pause erlaubt – und die Frage ist, warum nicht.

Durchnässt sein Körper

Das Wasser ist überall durchgekommen.

Wenn Wasser für Gefühle steht, ist Durchnässtsein der Zustand, in dem nichts mehr abperlt. Kein Schutz hat gehalten. Ob das unangenehm war oder befreiend, ist die eigentliche Auskunft.

Durchschlag Dinge

Dasselbe noch einmal.

Eine Kopie ist nicht das Original und gilt trotzdem. Sie steht für etwas Weitergegebenes, das an Schärfe verloren hat.

Durchsichtig Zustände und Gefühle

Da und zu durchschauen.

Etwas Durchsichtiges verbirgt nichts und ist trotzdem im Weg. Es steht für ein Hindernis, das jeder sehen kann und das niemand ernst nimmt.

Durchsuchen Was man tut

Jemand sieht überall nach.

Durchsucht zu werden ist ein Eingriff: Nichts bleibt privat. Selbst zu durchsuchen ist etwas anderes – dann fehlt etwas, und man weiß nicht wo. Beides handelt von Vertrauen.

Durchwaten Was man tut

Durch das Wasser, nicht darüber.

Waten ist der mühsamste Weg durchs Wasser – keine Brücke, kein Boot, jeder Schritt gegen den Widerstand. Wasser steht für Gefühle, und das Bild sagt: Du gehst mittendurch. Das ist anstrengend und ehrlich. Wie tief es war, sagt den Rest.

Dürre Natur und Wetter

Es fehlt, was alles andere braucht.

Dürre ist das Gegenbild zur Flut, und beide handeln von Gefühlen. Wo nichts mehr wächst, ist nichts mehr da, das nährt: keine Freude, keine Zuwendung, keine Neugier. Ein ernstes Bild – es sagt nicht, dass etwas schlimm ist, sondern dass etwas leer geworden ist.

Durst Körper

Ein Mangel, für den es kein einfaches Wort gibt.

Durst im Traum meint fast nie Durst. Er steht für ein Verlangen, das dringlicher ist als Hunger und weniger benennbar: nach Zuwendung, nach Klarheit, nach einer Antwort. Bezeichnend ist, ob im Traum etwas zu trinken da war und ob du es bekommen hast.

Dusche Dinge

Schnell und im Stehen.

Die Dusche steht für eine Reinigung ohne Verweilen. Kaltes Wasser darin ist das bekannte Bild für eine ernüchternde Einsicht.

Duzen Was man tut

Der Abstand wird kleiner.

Wer geduzt wird, ohne dass es abgesprochen war, erlebt eine Grenzverschiebung – angenehm oder übergriffig. Im Traum steht das für Nähe, die jemand hergestellt hat, ohne zu fragen.

Dynamit Dinge

Zerstörung, die man in der Hand hält.

Dynamit ist Gewalt in gebändigter Form: klein, tragbar und jederzeit auslösbar. Im Traum steht es für gestaute Wut – und für das Wissen, was geschähe, wenn man sie ließe.

Dynamo Dinge

Licht gibt es nur, solange du trittst.

Der Dynamo macht aus Bewegung Licht und hört sofort auf, wenn man stehenbleibt. Im Traum ist er das genaueste Bild für eine Sache, die nur läuft, solange jemand sie antreibt – und die Frage, wie lange das gutgeht.

E

Ebbe Orte und Räume

Das Wasser geht.

Zurückweichendes Wasser legt frei, was verborgen lag. Es meint eine Beruhigung, nach der man sieht, was wirklich am Grund liegt.

Ebene Orte und Räume

Man sieht alles und nichts hält auf.

Die Ebene ist der Gegensatz zum Berg: kein Aufstieg, kein Ausblick, keine Deckung. Im Traum steht sie für einen Abschnitt ohne Hindernis – und manchmal für einen ohne Ziel.

Echo Zustände und Gefühle

Etwas kommt zurück.

Ein Echo meint, dass eigene Worte oder Taten zurückkommen. Im Traum ist das selten ein Vorwurf und meistens eine Feststellung.

Ecke Orte und Räume

Wo zwei Wände sich treffen und es nicht weitergeht.

Die Ecke hat zwei Gesichter. In der Ecke zu stehen heißt in die Enge getrieben – da ist kein Weg mehr. Um die Ecke dagegen ist das Bild für das, was man noch nicht sehen kann. Welche gemeint ist, sagt die Bewegung: Standst du, oder bist du gegangen?

Eckig Zustände und Gefühle

Gemacht, nicht gewachsen.

Ecken und Kanten kommen in der Natur kaum vor. Das Eckige steht für das Gemachte, das Geordnete – und dafür, dass man sich daran stoßen kann.

Edelstein Dinge

Hart, selten, aus großer Tiefe.

Edelsteine entstehen unter Druck und Zeit. Sie stehen für etwas Wertvolles, das aus schweren Verhältnissen kommt – und für Klarheit, weil sie Licht brechen.

Efeu Natur und Wetter

Hält fest und wächst mit.

Efeu steht für Anhänglichkeit – treu und erdrückend zugleich. Er hält, was er umschlingt, und nimmt ihm das Licht.

Egoismus Zustände und Gefühle

Sich nehmen, was eigentlich geteilt gehört.

Wer im Traum Egoismus sieht, sieht ihn fast immer bei einem anderen – und fühlt sich übergangen. Manchmal zeigt der Traum aber auch, dass man selbst zu lange zu wenig genommen hat.

Ehe Menschen

Zwei, die sich gebunden haben.

Die Ehe im Traum fragt nicht nach dem Standesamt, sondern nach der Bindung: Trägt sie noch? Im Zustand der Wohnung, in der sie spielt, steht die Antwort meistens schon.

Ehejubiläum Was man tut

Es hat gehalten.

Ein Jubiläum feiert Dauer. Im Traum steht es für Beständigkeit, die sich bewährt hat – und für die stille Frage, ob sie noch lebendig ist.

Ehepartner Menschen

Das Verhältnis selbst – nicht der Mensch allein.

Vom Partner zu träumen, sagt fast immer etwas über die Beziehung und selten etwas über ihn. Streit im Traum kündigt keinen Streit an; er zeigt eine Spannung, die tagsüber keinen Platz bekommt. Auch der Traum von Untreue ist in aller Regel keine Ahnung, sondern Unsicherheit – über sich selbst häufiger als über den anderen.

Ehering Dinge

Ein Versprechen ohne Anfang und Ende.

Der Ehering steht für eine Bindung, die als dauerhaft gemeint ist. Ihn zu verlieren meint im Traum fast nie Untreue, sondern die Sorge, den Halt darin zu verlieren.

Ehre Zustände und Gefühle

Der Wert, den man sich selbst nicht nehmen lässt.

Ehre ist das, was bleibt, wenn alles andere weg ist. Im Traum geht es meistens nicht darum, sie zu bekommen, sondern darum, sie verteidigen zu müssen.

Ehrfurcht Zustände und Gefühle

Etwas ist größer als du.

Ehrfurcht ist ein seltenes Gefühl und im Traum immer bedeutsam. Sie zeigt an, dass etwas berührt wurde, das über den Alltag hinausgeht.

Ehrgeiz Zustände und Gefühle

Vorankommen wollen.

Ehrgeiz ist Antrieb mit einem Ziel vor Augen. Im Traum erkennt man an den Mitbewerbern, ob es wirklich um die Sache geht.

Ehrlichkeit Zustände und Gefühle

Nichts mehr zurückhalten müssen.

Ehrlichkeit im Traum ist selten eine Tugend, meistens eine Erleichterung. Wer wahr spricht, muss sich nicht mehr merken, was er wem erzählt hat. Träumt jemand davon, ist oft etwas Ungesagtes im Weg.

Ei Dinge

Alles drin, nichts zu sehen.

Das Ei ist das vollkommenste Bild für Angelegtes: Es enthält schon alles und zeigt nichts davon. Seine Schale ist dünn, und das gehört dazu.

Eiche Natur und Wetter

Standfestigkeit über Generationen.

Die Eiche steht für Beständigkeit und Kraft, die lange gebraucht hat. Sie erscheint, wenn es um Haltung geht, nicht um Schnelligkeit.

Eichhörnchen Tiere

Vorsorge in kleinen Portionen.

Das Eichhörnchen sammelt für später. Es steht für Umsicht – und dafür, dass man manches Versteck selbst vergisst.

Eidechse Tiere

Lässt zurück, was sie festhält.

Die Eidechse wirft den Schwanz ab, um zu entkommen, und er wächst nach. Sie steht für einen Verlust, den man in Kauf nimmt – und der heilbar ist.

Eifer Zustände und Gefühle

Mehr Einsatz, als die Sache verlangt.

Eifer ist gute Energie mit einem Fragezeichen. Im Traum zeigt er sich als Betriebsamkeit, die niemand gefordert hat. Das lohnt sich anzusehen: Oft steckt dahinter der Wunsch, etwas gutzumachen oder etwas zu beweisen, das längst bewiesen ist.

Eifersucht Zustände und Gefühle

Der Verdacht, zu kurz zu kommen.

Eifersucht im Traum handelt seltener von einem anderen Menschen als von einem Mangel bei einem selbst – und dem Gefühl, ihn nicht ändern zu können.

Eigelb Natur und Wetter

Der Teil des Eies, aus dem etwas wird.

Das Weiße schützt, das Gelbe lebt. Im Traum steht der Dotter für den Kern einer Sache – das eigentlich Wertvolle, um das herum der ganze Rest gebaut ist.

Eigensinn Zustände und Gefühle

Beim eigenen Kopf bleiben, gegen alle.

Eigensinn hat einen schlechten Ruf und ist wörtlich genommen etwas Gutes: der eigene Sinn. Im Traum steht er für einen Widerstand, den du aufbringst, auch wenn er unbequem ist. Ob er richtig war, sagt der Traum meist am Ende – und häufiger, als man denkt, sagt er ja.

Eigentum Dinge

Etwas gehört dir – und du gehörst dazu.

Besitz im Traum ist selten eine Frage des Werts. Es geht darum, was zu dir gehört und was nicht: Eigentum bindet in beide Richtungen. Wer im Traum etwas besitzt, das er im Wachen nicht hat, sollte fragen, was dieses Ding für ihn bedeuten würde.

Eilbrief Dinge

Eine Nachricht, die nicht warten konnte.

Ein Eilbrief sagt schon vor dem Öffnen etwas: Es eilt. Im Traum steht er für eine Mitteilung, die ansteht, und für die Sekunde, bevor man weiß, ob sie gut oder schlecht ist.

Eilen Was man tut

Die Zeit sitzt im Nacken.

Eile im Traum steht für Druck, nicht für Tempo. Frag weniger, wohin du wolltest, als wer dich treibt.

Eimer Dinge

Was man trägt und ausschüttet.

Ein Eimer steht für eine Menge, die man bewältigen kann. Ein undichter meint Mühe, die versickert.

Ein Andenken Dinge

Ein Ding, das für einen Menschen steht.

Ein Andenken hält keinen Menschen fest und macht ihn greifbar. Im Traum steht es für eine Verbindung, die weiter besteht, obwohl sie beendet ist.

Ein angebundenes Tier Tiere

Lebendig und festgemacht.

Ein angebundenes Tier kann nicht tun, wozu es gemacht ist. Es steht für eine eigene Kraft, die man kurz hält – aus Vorsicht oder aus Angst.

Ein Anruf Zustände und Gefühle

Jemand meldet sich.

Ein Anruf im Traum bringt eine Nachricht von außen in den eigenen Bereich. Wer angerufen hat, ist die wichtigere Frage als das, was gesagt wurde.

Ein Ausblick tut sich auf Zustände und Gefühle

Der Blick wird frei.

Wenn sich im Traum plötzlich ein weiter Blick auftut, hat sich im Wachen etwas gelöst. Solche Stellen stehen oft am Ende schwerer Traumfolgen.

Ein Bild an der Wand Dinge

Was man sich täglich ansieht.

Ein Bild an der Wand gehört zum Raum und wird nicht mehr wahrgenommen. Dass der Traum es zeigt, heißt: Sieh es dir noch einmal an.

Ein Bild bei sich tragen Dinge

Jemand ist immer mit dabei.

Ein Bild mit sich zu tragen, hält einen Menschen anwesend. Es steht für eine Bindung, die über Entfernung und über den Tod hinausgeht.

Ein Bild bleibt Zustände und Gefühle

Eines ist geblieben.

Wenn von einem Traum ein einziges Bild bleibt, ist es der Kern. Alles andere war Umgebung – das eine gehört aufgeschrieben.

Ein einzelnes Wort Zustände und Gefühle

Ein Wort, das hängenbleibt.

Wenn aus einem Traum ein einzelnes Wort bleibt, ist es der Schlüssel. Schreib es auf, auch wenn es unsinnig aussieht – es hat einen Bezug.

Ein einziges Zustände und Gefühle

Es gibt nur dieses.

Das letzte Stück von etwas hat im Traum besonderes Gewicht. Es steht für eine Möglichkeit, die man nicht verspielen darf.

Ein flaues Gefühl Körper

Der Bauch weiß es zuerst.

Ein flaues Gefühl im Bauch ist ein Urteil ohne Begründung. Es ist im Traum ernst zu nehmen – der Körper hat oft mehr bemerkt als der Kopf.

Ein fremder Schlüssel Dinge

Er öffnet etwas, das du nicht kennst.

Ein Schlüssel ohne bekanntes Schloss steht für eine Möglichkeit, die man hat und nicht einordnen kann. Der Traum sagt: Es gibt eine Tür dazu.

Ein fremdes Kind Menschen

Ein junger Anteil von dir, den du nicht wiedererkennst.

Ein Kind, das man im Traum nicht kennt, ist nach aller Erfahrung kein Kind, sondern etwas Eigenes im Frühstadium: eine Fähigkeit, eine Neigung, ein Wunsch, den man lange nicht beachtet hat. Dass es fremd wirkt, gehört zur Botschaft.

Ein früherer Partner Menschen

Jemand, mit dem etwas zu Ende ging.

Von einem früheren Partner zu träumen heißt fast nie, dass etwas zurückkommt. Solche Träume greifen einen Lebensabschnitt auf, nicht einen Menschen: Was warst du damals, und was davon fehlt dir heute?

Ein gebrochenes Versprechen Zustände und Gefühle

Das Wort galt nicht.

Ein gebrochenes Versprechen wiegt im Traum schwer, weil es das Vertrauen selbst trifft. Häufig geht es um ein Versprechen, das man sich selbst gegeben hat.

Ein Geheimnis weitersagen Was man tut

Anvertrautes geht weiter.

Ein weitergesagtes Geheimnis steht für eine Last, die zu schwer war, um sie allein zu tragen. Der Traum verurteilt das nicht, er stellt es fest.

Ein kleines Licht Zustände und Gefühle

Wenig, und es ist da.

Ein einzelnes Licht in einer dunklen Traumszene ist immer bedeutsam. Es steht für eine Möglichkeit, die noch besteht – auch wenn sie klein ist.

Ein Kloß im Hals Körper

Die Rührung sitzt im Hals.

Der Kloß im Hals kommt, wenn Gefühl und Beherrschung zusammenstoßen. Er steht genau an der Stelle, an der sonst die Worte herauskämen.

Ein Kranker Menschen

Jemand, der gerade nicht kann.

Ein Kranker im Traum ist oft ein Teil von dir, der Ruhe braucht – und den du im Wachen antreibst. Wer ihn besucht, kümmert sich; wer an ihm vorbeigeht, hat gerade keine Zeit dafür. Beides ist eine Aussage.

Ein krummer Nagel Dinge

Beim Einschlagen verbogen.

Ein Nagel, der sich verbiegt, wurde falsch angesetzt oder zu hart geschlagen. Er steht für ein Vorhaben, bei dem Kraft die fehlende Genauigkeit nicht ersetzt.

Ein langer Gang Orte und Räume

Lauter Türen und keine ist deine.

Der lange Gang mit vielen Türen ist eines der häufigsten Traumbilder. Er steht für viele Möglichkeiten, von denen keine erkennbar die richtige ist.

Ein leerer Stuhl Dinge

Der Platz ist da, der Mensch nicht.

Ein leerer Stuhl am Tisch ist eines der stärksten Trauerbilder überhaupt – gerade weil nichts weiter geschieht.

Ein Loch im Beutel Zustände und Gefühle

Unterwegs geht etwas verloren.

Ein Loch im Beutel merkt man erst, wenn nichts mehr drin ist. Es steht für einen schleichenden Verlust, den niemand bemerkt.

Ein loser Faden Dinge

Zieht man daran, geht mehr auf.

Der lose Faden steht für ein Detail, an dem eine ganze Sache aufzutrennen ist. Ob man zieht, ist die Entscheidung des Traums.

Ein Mädchen Menschen

Weiblich und noch nicht erwachsen.

Ein Mädchen im Traum ist selten ein bestimmtes Kind. Es steht für etwas Weibliches, das noch im Werden ist – eine Empfindsamkeit, eine Fähigkeit, eine Seite von dir, die noch nicht gelebt wird. Bei Frauen ist es oft die eigene Jugend, bei Männern eine Seite, die im Alltag wenig Raum bekommt.

Ein Mittel bekommen Dinge

Hilfe zum Einnehmen.

Ein Mittel zu bekommen heißt, Hilfe anzunehmen, die von außen kommt. Im Traum sagt es nichts über Wirkstoffe – es geht darum, dass man etwas an sich heranlässt.

Ein Ort, den es nicht gibt Orte und Räume

Ein Ort aus dem Traum selbst.

Orte, die es nicht gibt, sind vom Traum gebaut. Sie setzen sich aus Bekanntem zusammen – und was er zusammengesetzt hat, gehört zusammengelesen.

Ein Ort von früher Orte und Räume

Genau so, wie es war.

Orte der Kindheit tauchen im Traum mit erstaunlicher Genauigkeit auf. Sie stehen nicht für Heimweh, sondern für einen Zustand: Was konntest du dort, was du heute nicht kannst?

Ein Satz im Traum Zustände und Gefühle

Ein Satz, der hängenbleibt.

Wenn aus einem Traum ein ganzer Satz bleibt, ist er der wichtigste Teil davon. Schreib ihn genau so auf, wie er kam – auch wenn er zunächst keinen Sinn ergibt.

Ein schwerer Schlüsselbund Dinge

Zugang zu vielem.

Viele Schlüssel bedeuten viele Zuständigkeiten. Der Bund ist ein Zeichen von Vertrauen und von Last – beides wiegt.

Ein Stein fällt vom Herzen Zustände und Gefühle

Der Druck auf der Brust hört auf.

Die Redensart ist im Traum ein Bild: Etwas Schweres liegt wirklich auf der Brust und fällt herunter. Sie steht für eine Sorge, die sich aufgelöst hat.

Ein Stein wackelt Zustände und Gefühle

Der Halt war keiner.

Ein Halt, der nachgibt, ist schlimmer als gar keiner: Man hatte sich darauf verlassen. Das Bild kommt bei enttäuschtem Vertrauen.

Ein stiller Begleiter Menschen

Jemand ist da, den ganzen Traum lang.

Eine Gestalt, die durch den ganzen Traum mitgeht, ohne etwas zu tun, ist bedeutsam. Sie steht meist für eine eigene Haltung, die einen begleitet.

Ein Tier aus dem Wasser ziehen Was man tut

Es wäre ertrunken.

Ein Tier aus dem Wasser zu retten, ist eines der deutlichsten Bilder für Selbstfürsorge: Etwas Lebendiges in dir wäre im Gefühl untergegangen, und du hast es herausgeholt.

Ein Tier begraben Was man tut

Ein Stück Leben geht.

Der Tod eines Tieres im Traum wiegt schwer, weil Tiere für das Ungeschützte in einem stehen. Er meint fast nie ein wirkliches Tier, sondern eine Lebendigkeit, die aufgehört hat.

Ein Tier greift an Zustände und Gefühle

Das Wilde wendet sich gegen dich.

Ein angreifendes Tier steht für einen eigenen Antrieb, der sich nicht mehr bändigen lässt – Zorn, Verlangen, Angst. Welches Tier es war, sagt, welcher.

Ein Tier hilft Tiere

Das Wilde steht auf deiner Seite.

Ein Tier, das hilft oder führt, ist in Märchen wie in Träumen ein starkes Zeichen: Eine ungezähmte Kraft in dir arbeitet für dich statt gegen dich.

Ein Tier in der Wohnung Tiere

Das Wilde ist drinnen.

Ein Tier dort, wo es nicht hingehört, steht für einen Trieb, der in den geordneten Bereich eingebrochen ist. Je fremder das Tier, desto größer der Schreck.

Ein Tier in Ruhe lassen Was man tut

Zusehen, ohne einzugreifen.

Ein Tier nicht zu stören, ist eine Form von Achtung. Im Traum steht sie für die Einsicht, dass nicht alles gelenkt werden muss.

Ein Tier ist entlaufen Tiere

Etwas Lebendiges ist fort.

Ein entlaufenes Tier steht für einen Teil von einem, der sich entzogen hat: Lebenslust, Zutrauen, ein Antrieb. Suchen kann man ihn – festbinden nicht.

Ein Tier sieht dich an Tiere

Ein Blick ohne Worte.

Von einem Tier angesehen zu werden, ist ein starkes Bild: Etwas in dir nimmt dich wahr. Solche Stellen bleiben beim Aufwachen oft als einziges übrig.

Ein Tier spricht Tiere

Das Wortlose bekommt Worte.

Ein sprechendes Tier ist im Traum kein Unsinn, sondern eine Betonung: Etwas, das sonst nur gefühlt wird, drängt so stark, dass es sich Sprache nimmt. Was es gesagt hat, ist meist der Kern des ganzen Traums.

Ein Tier streicheln Was man tut

Berührung ohne Worte.

Ein Tier zu streicheln, beruhigt beide. Es steht für eine Zuwendung, die nichts erklären muss – und für Nähe ohne Anspruch.

Ein Tier wird zahm Tiere

Das Wilde lässt dich heran.

Wenn ein Tier im Traum zutraulich wird, ist das eines der besten Zeichen überhaupt: Ein Teil von dir, der bisher außen stand, kommt zu dir. Was für ein Tier es war, sagt, welcher.

Ein Tierjunges Tiere

Neu und angewiesen.

Ein Tierjunges steht für etwas Eigenes, das gerade erst anfängt und Pflege braucht: ein Vorhaben, ein Gefühl, ein Zutrauen. Es allein zu lassen ist im Traum das deutlichste Warnbild.

Ein Traum, der wiederkommt Zustände und Gefühle

Er hört nicht auf.

Ein Traum, der über Jahre wiederkehrt, arbeitet an etwas Grundsätzlichem. Er hört auf, wenn die Sache sich verändert – nicht, wenn man ihn richtig gedeutet hat.

Ein unbekannter Mann Menschen

Er gehört dazu und du kennst ihn nicht.

Eine unbekannte männliche Gestalt steht für eine eigene Seite: Durchsetzung, Ordnung, Antrieb. Ob sie bedrohlich wirkte, sagt, wie man zu dieser Seite steht.

Ein unbekanntes Zimmer Orte und Räume

Im eigenen Haus ist mehr, als du wusstest.

In der eigenen Wohnung einen unbekannten Raum zu finden gehört zu den schönsten Traumbildern überhaupt. Es meint eine Möglichkeit in dir, von der du nichts wusstest – und sie war die ganze Zeit da.

Ein ungesagter Satz Zustände und Gefühle

Es lag auf der Zunge.

Ein Satz, der im Traum nicht herauskommt, ist im Wachen fällig. Der Traum wiederholt diese Szene, bis er gesagt ist.

Ein verlassener Ort Orte und Räume

Alles ist da, nur keiner mehr.

Ein verlassener Ort steht für eine Lebenslage, aus der die Menschen verschwunden sind – Beruf, Familie, Freundeskreis. Die Häuser stehen noch.

Ein verletztes Tier Tiere

Das Lebendige ist beschädigt.

Ein verletztes Tier meint eine eigene Kraft, die Schaden genommen hat – Lebenslust, Zutrauen, Mut. Ob du im Traum geholfen hast, gehört mit zur Deutung.

Ein Verstorbener Menschen

Was von einem Menschen geblieben ist – nicht der Mensch selbst.

Von Verstorbenen zu träumen ist häufig und meistens tröstlich. Der Traum arbeitet an dem, was diese Person für dich bedeutet hat: eine Haltung, ein Satz, eine Art zu leben. Er sagt nichts über das Jenseits und nichts über die Zukunft.

Ein Verstorbener spricht Zustände und Gefühle

Ein Gespräch, das nicht mehr möglich war.

Wenn ein Verstorbener im Traum spricht, ist das kein Besuch und keine Botschaft aus dem Jenseits. Es ist das Innere, das nachholt, was gefehlt hat. Solche Träume sind unter Trauernden häufig und tun fast immer gut – was gesagt wurde, darf man ernst nehmen, weil es aus einem selbst kommt.

Ein Weg, den niemand kennt Wege und Fahrzeuge

Nur du weißt davon.

Ein eigener, unbekannter Weg steht für eine Möglichkeit, die niemand sonst sieht. Im Traum ist das ein Geschenk – und eine Einsamkeit.

Ein Wegkreuz Orte und Räume

Ein Zeichen am Weg.

Ein Kreuz am Wegrand markiert eine Stelle, an der etwas geschehen ist. Im Traum steht es für einen Punkt der eigenen Geschichte, an dem man vorbeikommt.

Ein Zeichen deuten Was man tut

Etwas soll etwas heißen.

Im Traum ein Zeichen zu suchen, zeigt vor allem den Wunsch nach Gewissheit. Was man dafür hält, sagt mehr über die eigene Erwartung als über die Zukunft – auch das gehört zu einer ehrlichen Traumdeutung.

Einbruch Orte und Räume

Jemand war drinnen, der nicht hineindurfte.

Ein Einbruch meint eine Grenzverletzung – nicht unbedingt eine kriminelle. Das Unbehagen danach, nicht der Verlust, ist der Kern des Bildes.

Eine bestimmte Anzahl Zustände und Gefühle

Die Zahl steht fest.

Wenn der Traum eine Zahl nennt und man sie behält, gehört sie zur Deutung. Oft bezeichnet sie Menschen, Jahre oder Versuche.

Eine enge Treppe Orte und Räume

Der Aufstieg ist schmal.

Eine enge Treppe lässt nur einen durch. Sie steht für einen Weg nach oben, den man allein gehen muss.

Eine Hand wird gereicht Zustände und Gefühle

Jemand hilft dir heraus.

Eine ausgestreckte Hand ist das schlichteste Hilfsbild, das es gibt. Dass sie im Traum kommt, heißt: Du rechnest damit, dass Hilfe möglich ist.

Eine Hecke schneiden Was man tut

Wachstum in Form halten.

Eine Hecke muss geschnitten werden, damit sie dicht bleibt. Das Bild steht für Grenzen, die man pflegt statt sie zu errichten.

Eine Karte mit einem Kreuz Dinge

Hier soll etwas sein.

Eine markierte Stelle auf einer Karte steht für einen Hinweis, dem man folgen kann. Ob man hingegangen ist, ist die eigentliche Handlung.

Eine lange Nacht Zustände und Gefühle

Der Morgen kommt nicht.

Eine Nacht, die nicht enden will, steht für eine schwere Zeit ohne absehbares Ende. Sie endet trotzdem – jede tut es.

Eine Last fällt ab Zustände und Gefühle

Plötzlich leicht.

Der Augenblick, in dem eine Last abfällt, ist im Traum körperlich spürbar. Er zeigt, dass etwas erledigt ist – manchmal, bevor man es im Wachen bemerkt.

Eine Lichtung erreichen Zustände und Gefühle

Mitten im Dichten wird es offen.

Eine Lichtung nach langem Wald ist ein Erleichterungsbild. Sie steht für einen Augenblick der Klarheit mitten in einer unübersichtlichen Zeit.

Eine Lücke finden Was man tut

Es gibt doch einen Weg.

Eine Lücke im Zaun zu finden, steht für Einfallsreichtum gegenüber einer Ordnung. Sie ist nicht vorgesehen und trotzdem da.

Eine offene Tür Orte und Räume

Man darf hinein.

Eine offene Tür im Traum ist eine Einladung ohne Worte. Ob man hindurchgegangen ist, ist die eigentliche Handlung.

Eine Rolle spielen Was man tut

Jemand sein, der man nicht ist.

Eine Rolle zu spielen ist im Traum kein Betrug – es ist eine Schutzschicht. Die Frage ist nur, ob man am Ende wieder herauskommt. Manche Träume dieser Art enden damit, dass die Rolle nicht mehr abgeht.

Eine Schlange Orte und Räume

Anstehen und warten.

In einer Schlange zu stehen, bedeutet: gleiches Recht und Geduld. Dass jemand sich vordrängt, ist im Traum eine der reinsten Ungerechtigkeiten.

Eine Schraube nachziehen Was man tut

Wieder festmachen, bevor es abfällt.

Etwas nachzuziehen, ist kleine Pflege mit großer Wirkung. Sie verhindert, dass aus einer Lockerung ein Schaden wird.

Eine Senke Orte und Räume

Kurz nach unten, dann weiter.

Die Senke ist ein Tiefpunkt mit Aussicht: Man sieht schon, dass es danach wieder hinaufgeht. Ein tröstliches Bild.

Eine Sprosse fehlt Dinge

Der Aufstieg hat eine Lücke.

Eine fehlende Sprosse macht eine Leiter nicht unbrauchbar und gefährlich. Sie steht für einen Schritt im Aufstieg, den man überspringen muss.

Eine unbekannte Frau Menschen

Sie gehört dazu und du kennst sie nicht.

Eine unbekannte weibliche Gestalt steht für eine Seite in einem selbst, die noch keinen Namen hat: Fürsorge, Empfindsamkeit, Eigensinn. Was sie tat, sagt welche.

Einen Baum fällen Was man tut

Etwas Gewachsenes wird beendet.

Einen Baum zu fällen, beendet etwas, das Jahrzehnte gebraucht hat. Es kann nötig sein – und der Traum zeigt, dass es nicht leicht ist.

Einen Baum pflanzen Was man tut

Für eine Zeit, die man nicht erlebt.

Wer einen Baum pflanzt, arbeitet für andere. Es ist die großzügigste Handlung, die der Traum kennt, und sie kommt bei Menschen vor, die über sich hinausdenken.

Einen Baum umarmen Was man tut

Halt bei etwas suchen, das nicht antwortet.

Einen Baum zu umarmen ist im Wachen komisch und im Traum ganz ernst: Da sucht jemand Halt bei etwas, das größer und älter ist als er und nichts von ihm will. Es ist eines der tröstlichsten Bilder, die es gibt.

Einen Bogen machen Was man tut

Ausweichen, ohne es zu sagen.

Um jemanden oder etwas einen Bogen zu machen, ist Vermeidung ohne Auseinandersetzung. Der Traum zeigt, wie weit der Bogen ist – und das ist das Maß.

Einen Menschen loslassen Was man tut

Gehen lassen, ohne nachzugreifen.

Einen Menschen loszulassen, ist die schwerste Bewegung, die der Traum kennt. Wenn sie gelingt, ist danach fast immer Ruhe – und das ist keine Kälte.

Einen Namen bekommen Was man tut

Von jetzt an gemeint sein.

Einen Namen zu bekommen heißt, ansprechbar zu werden. Im Traum steht es für eine Zugehörigkeit, die festgelegt wird – und wer sie vergibt, ist bedeutsam.

Einen Schlussstrich ziehen Was man tut

Bis hierher und nicht weiter.

Einen Schlussstrich zu ziehen, beendet eine Rechnung, die nicht aufgeht. Es ist keine Lösung und ein Entschluss – und im Traum meistens erleichternd.

Einen Schritt zurücktreten Was man tut

Abstand nehmen, um zu sehen.

Zurückzutreten ist kein Rückzug, sondern eine bessere Sicht. Im Traum steht es für den Augenblick, in dem jemand aufhört, mitten drin zu sein.

Einer fehlte Zustände und Gefühle

Die Runde ist nicht vollständig.

Wenn in einer Runde jemand fehlt, richtet sich die ganze Aufmerksamkeit dorthin. Im Traum ist das der eigentliche Gegenstand.

Einer Sache nachgehen Was man tut

Der Spur folgen.

Etwas zu verfolgen, was man bemerkt hat, ist eine aktive Haltung. Im Traum steht sie für Neugier, die stärker ist als die Bequemlichkeit.

Einfach da sein Zustände und Gefühle

Ohne Aufgabe, ohne Rolle.

Einfach da zu sein, ohne etwas leisten zu müssen, ist für viele Menschen der schwierigste Zustand überhaupt. Im Traum ist er möglich – und man darf ihn mitnehmen.

Einfahren Was man tut

Alles ist drin, bevor das Wetter kommt.

Die Ernte rechtzeitig einzubringen, ist die größte Erleichterung, die ein Bauernjahr kennt. Im Traum steht sie für ein Werk, das gesichert ist.

Einfahrt Wege und Fahrzeuge

Der letzte Weg nach Hause.

Die Einfahrt steht für die Ankunft. Eine versperrte meint, dass jemand nicht bei sich ankommt, obwohl er fast da ist.

Eingangshalle Orte und Räume

Der erste Eindruck – von außen wie von innen.

Die Halle ist der Raum, in dem man empfangen wird. Sie steht für den Auftritt und dafür, wie viel Abstand jemand hält.

Eingelassen werden Zustände und Gefühle

Du darfst hinein.

Eingelassen zu werden, ist Aufnahme durch einen anderen. Im Traum steht es für Zugehörigkeit, die einem gewährt wird – und die man sich nicht selbst nehmen kann.

Eingemachtes Dinge

Der Sommer im Glas.

Eingemachtes ist Vorsorge aus Überfluss: Was im Sommer zuviel war, hilft im Winter. Es steht für eine Klugheit, die an morgen denkt, ohne heute zu verzichten.

Eingesperrt sein Zustände und Gefühle

Kein Weg hinaus – im Bild.

Eingesperrt zu sein meint eine Lage ohne sichtbare Wahl. Im Wachen gibt es sie fast immer, sie ist nur unangenehm – und genau das macht der Traum sichtbar.

Einhorn Tiere

Es gibt es nicht, und man erkennt es sofort.

Das Einhorn steht in der alten Überlieferung für etwas Unberührbares, das sich nur dem Sanften zeigt. Im Traum meint es ein Ideal – schön und nicht von dieser Welt.

Einkaufswagen Dinge

Alles, was du mitnehmen wolltest, an einer Stelle.

Der Einkaufswagen zeigt im Traum, wie viel jemand gerade trägt, ohne es zu merken – er rollt ja. Ob er voll war, leer, oder ob er sich lenken ließ, sagt den Rest.

Einkehr Was man tut

Anhalten, um bei sich anzukommen.

Einkehr hat zwei Bedeutungen, und im Traum gelten beide: irgendwo hineingehen und in sich hineinsehen. Wer im Traum einkehrt, hat einen Weg unterbrochen – das ist keine Schwäche, sondern eine Entscheidung. Was im Gasthaus geschieht, ist der eigentliche Traum.

Einladen Was man tut

Jemanden zu sich lassen.

Eine Einladung öffnet den eigenen Bereich. Sie steht für Vertrauen – und, wenn sie ausgeschlagen wird, für eine Kränkung, die tiefer sitzt als der Anlass.

Einlenken Was man tut

Einer macht den ersten Schritt.

Einzulenken heißt, mehr Wert auf die Beziehung zu legen als auf das Rechthaben. Im Traum ist es ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche.

Einpacken Was man tut

Bereit machen zum Mitnehmen.

Einpacken steht für Vorbereitung auf einen Weg. Was man einpackt und was liegenbleibt, ist die eigentliche Auskunft.

Eins Dinge

Anfang und Alleinsein.

Die Eins steht für den Beginn und für das, was ohne anderes auskommt. Im Traum ist sie selten einsam gemeint, eher eigenständig.

Einsamkeit Zustände und Gefühle

Ein Alleinsein, das im Wachen vielleicht nicht auffällt.

Allein zu sein und einsam zu sein ist zweierlei; der Traum unterscheidet das genau. Verlassene Orte ohne Menschen kommen oft in Zeiten, in denen man von vielen umgeben ist und trotzdem niemanden hat.

Einsammeln Was man tut

Zusammentragen, was verstreut lag.

Etwas wieder einzusammeln, ist Aufräumarbeit nach einem Durcheinander. Im Traum ist sie mühsam und heilsam.

Einsatz Was man tut

Was du bereit bist zu verlieren.

Der Einsatz ist der Preis, den man zahlt, bevor man weiß, ob es sich lohnt. Im Traum steht er für ein Wagnis im Wachen – und er beziffert es: Wie hoch war er? Wer im Traum alles setzt, hat im Leben etwas, bei dem er glaubt, es gehe nur ganz oder gar nicht.

Einschenken Was man tut

Dem anderen geben.

Jemandem einzuschenken, ist eine kleine, alte Geste von Gastfreundschaft. Im Traum steht sie für Zuwendung im Alltäglichen.

Einschlafen Was man tut

Loslassen, ohne es zu merken.

Im Traum einzuschlafen ist merkwürdig und kommt doch oft vor. Es steht für ein Nachgeben, das niemand entschieden hat – und häufig dafür, dass etwas im Wachen zu lange wachgehalten wurde.

Einsicht Zustände und Gefühle

Der Moment, in dem es klick macht.

Einsicht im Traum kommt ohne Vorwarnung: Etwas, das man lange gewusst und nie zugelassen hat, steht plötzlich da. Solche Träume wirken oft noch tagelang nach.

Einsiedler Menschen

Freiwillig allein, nicht einsam.

Der Einsiedler hat sich das Alleinsein ausgesucht – darin unterscheidet er sich vom Verlassenen, und der Traum weiß den Unterschied. Er steht für das Bedürfnis nach Ruhe und Abstand. Wer ihn im Traum aufsucht, sucht einen Rat, den ihm niemand aus dem Alltag geben kann.

Einspringen Was man tut

Du machst, was ein anderer sollte.

Einzuspringen ist hilfsbereit und wird schnell zur Gewohnheit. Der Traum fragt, wie oft man das schon getan hat.

Einspruch Was man tut

Laut sagen, dass es so nicht geht.

Ein Einspruch braucht Mut und einen Grund – beides muss da sein, sonst bleibt es ein Murren. Im Traum steht er für eine Sache im Wachen, bei der du zugestimmt hast und nicht einverstanden warst. Dass der Traum die Stimme findet, heißt, dass du sie hast.

Einsturz Was man tut

Etwas Tragendes gibt nach.

Ein einstürzendes Haus meint das Ende einer Ordnung, die lange gehalten hat. Es kommt fast nie überraschend – im Traum sieht man vorher die Risse.

Eintritt Was man tut

Von draußen nach drinnen kommen.

Eintreten heißt, eine Grenze zu überschreiten, die vorher gegolten hat. Ob dich jemand eingelassen hat oder ob du einfach hineingegangen bist, macht den ganzen Unterschied.

Einzug Orte und Räume

Ein neuer Ort wird der eigene.

Der Einzug steht für den Anfang eines Lebensabschnitts. Die Räume sind noch leer – und das ist im Traum kein Mangel, sondern Platz.

Eis Orte und Räume

Wasser, das nicht mehr fließt.

Eis ist erstarrtes Gefühl. Es trägt eine Weile und bricht ohne Vorwarnung. Auf Eis zu gehen meint, dass etwas zwischen Menschen kalt geworden ist und trotzdem betreten wird.

Eisen Dinge

Hart und doch vergänglich.

Eisen steht für Festigkeit ohne Glanz: belastbar, nützlich, unbestechlich. Rost meint dieselbe Festigkeit, die zu lange ungenutzt stand.

Eiswürfel Dinge

Kälte, die vergeht.

Ein Eiswürfel ist Kälte mit Ablaufdatum. Er steht für eine Verstimmung, die von selbst nachlässt.

Eitelkeit Zustände und Gefühle

Wie es wirkt, ist wichtiger als wie es ist.

Eitelkeit ist Unsicherheit mit schönen Kleidern. Im Traum steht sie für einen Blick von außen, den jemand ständig auf sich gerichtet spürt – meistens seinen eigenen.

Ekel Zustände und Gefühle

Etwas gehört nicht zu dir.

Ekel ist im Traum ein gesundes Zeichen: Er markiert eine Grenze. Wovor du dich ekelst, ist meistens etwas, das du dir zumutest.

Elefant Tiere

Groß, ruhig, mit langem Gedächtnis.

Der Elefant steht für Kraft, die niemandem etwas beweisen muss, und für ein Gedächtnis, das nichts vergisst. Im Traum kommt er, wenn etwas Großes geduldig getragen wird – oder wenn eine alte Sache sich meldet, die längst erledigt schien.

Elend Zustände und Gefühle

Nicht Trauer, nicht Angst – der Zustand darunter.

Elend ist das Wort für ein Leid ohne Handlung: Es geschieht nichts, und es ist trotzdem kaum auszuhalten. Im Traum ein ernstes Bild, weil es meist eine ganze Szene färbt statt eines Augenblicks. Es lohnt sich, die Farbe des Traums dazu zu erinnern – sie sagt, wie lange das schon anhält.

Ellbogen Körper

Sich Platz verschaffen.

Der Ellbogen steht für Durchsetzung auf Kosten anderer. Im Traum zeigt er, wo jemand sich nimmt, was er nicht bekommen hat.

Elster Tiere

Nimmt, was glänzt.

Die Elster steht für die Anziehungskraft des Glänzenden – und für die Ahnung, dass es einem nicht zusteht. In alten Deutungen gilt sie als Vorbotin von Gerede.

Empörung Zustände und Gefühle

Wut mit einem Grund, den du benennen kannst.

Empörung unterscheidet sich von Wut durch das Urteil: Da ist etwas nicht in Ordnung, und du weißt, was. Im Traum ist sie deshalb ein gutes Zeichen – dein Gerechtigkeitssinn ist wach. Die Frage danach lautet, ob du im Wachen ausgesprochen hast, was du im Traum gerufen hast.

Ende Zustände und Gefühle

Danach kommt nichts mehr.

Ein Ende im Traum ist fast nie ein Unglück. Es meint einen Abschluss, der ansteht – und was danach kommt, gehört zum nächsten Traum.

Endlich Zustände und Gefühle

Nach langem Warten.

Das Wort „endlich“ im Traum setzt eine lange Zeit davor voraus. Es markiert eine Erleichterung, die verdient ist.

Endlich ankommen Zustände und Gefühle

Der Weg hat ein Ende.

Anzukommen, nachdem man lange unterwegs war, ist der Gegenpol zu allen Wegträumen. Wo dieses Bild auftaucht, ist etwas an sein Ziel gekommen.

Endlich schlafen Zustände und Gefühle

Die Ruhe kommt.

Im Traum endlich einzuschlafen klingt widersinnig und kommt vor. Es steht für eine Erschöpfung, die sich erlaubt hat nachzulassen.

Endstation Orte und Räume

Alle müssen aussteigen.

Die Endstation beendet eine Fahrt für alle. Sie steht für einen Abschluss, den nicht man selbst bestimmt – und für die Frage, wie es zu Fuß weitergeht.

Enge Orte und Räume

Kein Platz zum Ausweichen.

Enge steht für einen Mangel an Möglichkeiten. Der Traum legt ihn auf den Raum, weil der Körper das sofort versteht.

Engel Menschen

Beistand von außerhalb.

Der Engel steht für Hilfe, mit der man nicht gerechnet hat – und für die eigene bessere Einsicht, die im Traum eine Gestalt bekommt. Er sagt nichts über Glauben aus; das Bild kennt jeder, und deshalb nimmt der Traum es.

Enkel Menschen

Zwei Geschlechter weiter.

Das Enkelkind steht für Fortdauer über die eigene Zeit hinaus. Es kommt in Träumen, in denen jemand nach dem Sinn des Angefangenen fragt.

Entdeckung Was man tut

Da war etwas, und jetzt siehst du es.

Eine Entdeckung ist die angenehmste Art, etwas zu erfahren: Niemand sagt es dir, du findest es. Im Traum ist sie ein sehr gutes Zeichen – dein eigener Blick hat sich geschärft. Was du entdeckt hast, war vorher schon da, und das gilt meistens auch im Wachen.

Ente Tiere

Zu Hause im Wasser wie an Land.

Die Ente kommt in beiden Elementen zurecht – im Gefühl und im Alltag. Sie steht für Anpassungsfähigkeit ohne Verbiegung.

Entfernung Wege und Fahrzeuge

Der Abstand, der nicht kleiner wird.

Entfernung im Traum ist selten in Metern gemeint. Sie sagt, wie nah du jemanden gerade heranlässt – oder wie nah du gelassen wirst.

Entlarven Was man tut

Jemand ist nicht, wofür er sich ausgab.

Wenn im Traum eine Maske fällt, ist die Erleichterung meist größer als der Schreck – endlich stimmt das Bild. Das Traumbild kommt, wenn man im Wachen etwas ahnt und keine Bestätigung hat. Wird man selbst entlarvt, geht es um einen Teil von sich, den man versteckt hält.

Entmutigung Zustände und Gefühle

Der Mut ist alle, nicht die Kraft.

Entmutigt ist nicht müde. Müdigkeit geht mit Schlaf weg, Entmutigung nicht – dafür braucht es einen kleinen Erfolg. Im Traum steht sie oft am Fuß von etwas Hohem.

Entscheiden Was man tut

Eines nehmen heißt, das andere lassen.

Eine Entscheidung im Traum ist ein Ereignis, kein Nebensatz. Wofür du dich entschieden hast, ist häufig die Antwort, die du im Wachen schon kennst.

Entschuldigung Was man tut

Der Versuch, etwas wieder geradezurücken.

Eine Entschuldigung im Traum ist wichtiger als im Wachen, weil sie dort niemand erzwingen kann. Ob sie angenommen wird, ist die eigentliche Botschaft – nicht, dass sie ausgesprochen wurde.

Enttäuschung Zustände und Gefühle

Es kam anders als erhofft.

Enttäuschung ist das Ende einer Täuschung – das steckt im Wort. Im Traum ist sie der Übergang von einer Erwartung zur Wirklichkeit, und der tut weh, auch wenn er richtig ist.

Entzwei Dinge

Es tut es nicht mehr.

Etwas geht im Traum selten zufällig kaputt. Was zerbricht, hat meist schon vorher gehalten, was es nicht mehr konnte.

Erbe Zustände und Gefühle

Was einem zufällt, weil jemand ging.

Ein Erbe im Traum meint fast nie Besitz. Es steht für Eigenschaften, Aufträge und Lasten, die aus der Familie kommen – und die man nicht bestellt hat.

Erblinden Körper

Der Vorgang, nicht der Zustand.

Zu erblinden ist ein langsames Bild, und darin liegt der Unterschied zur Blindheit: Es geschieht gerade. Im Traum steht es für ein Nachlassen des Überblicks – etwas entgleitet dir Stück für Stück. Träume zeigen so Entwicklungen, für die man im Wachen noch kein Wort hat.

Erbrechen Körper

Der Körper gibt zurück, was nicht bleiben darf.

Erbrechen im Traum ist ein Reinigungsbild, kein Krankheitsbild: Etwas soll heraus. Meistens geht es um etwas, das man geschluckt hat, im übertragenen Sinn – eine Kränkung, eine Zumutung, eine Wahrheit.

Erbse Natur und Wetter

Viele Gleiche in einer Hülse.

Erbsen stehen für Kleinigkeiten, die sich zählen lassen – und für Menschen, die genau das tun.

Erdbeben Natur und Wetter

Das Sicherste wird unsicher.

Das Erdbeben erschüttert das, worauf man sich nie Gedanken machen musste. Es steht für eine Erschütterung von Grundannahmen – und ist deshalb so eindrücklich.

Erdbeere Natur und Wetter

Süß, rot und nur kurz zu haben.

Die Erdbeere wächst am Boden und hält sich nicht – man muss sie essen, wenn sie da ist. Im Traum steht sie für ein kurzes Glück, das man nicht aufheben kann.

Erde Natur und Wetter

Grundlage – worauf man steht.

Die Erde steht für das Handfeste: Besitz, Herkunft, Arbeit. Weicher oder wegsackender Boden meint eine Grundlage, auf die gerade kein Verlass ist.

Erdrutsch Natur und Wetter

Der Hang hält nicht mehr.

Ein Erdrutsch kommt nach langem Durchweichen. Er steht für ein Nachgeben, das sich lange vorbereitet hat und dann auf einmal geschieht.

Ereignis Was man tut

Der Punkt, an dem es kippt.

Ein Ereignis teilt den Traum in ein Vorher und ein Nachher. Wichtig ist selten, was genau geschehen ist – wichtig ist, dass es nicht mehr rückgängig zu machen war.

Erfolg Zustände und Gefühle

Es ist gelungen, und du warst es.

Erfolg im Traum ist nicht die Ankündigung von Erfolg im Wachen, sondern ein Gefühl, das du kennst und gerade brauchst. Bemerkenswert ist, dass viele im Traum den Erfolg gar nicht genießen – dann geht es nicht um das Gelingen, sondern um die Frage, ob es endlich genug ist.

Erinnerung Zustände und Gefühle

Das Vergangene meldet sich im Traum selbst.

Wenn man sich in einem Traum an etwas erinnert, ist das eine Erinnerung zweiten Grades – und immer bedeutsam. Der Traum holt etwas hervor und lässt dich dabei zusehen. Was dir im Traum eingefallen ist, gehört zum Wichtigsten, was du beim Aufwachen aufschreiben kannst.

Erkältung Körper

Der Körper meldet sich, bevor du es tust.

Eine Erkältung ist die kleinste Form von Krankheit – man darf sich ausruhen, ohne dass es ernst ist. Genau dafür steht sie im Traum: als erlaubte Pause für jemanden, der sich sonst keine nimmt.

Erkennen Was man tut

Auf einmal weißt du, wer oder was.

Erkennen ist ein Umschlagpunkt im Traum: Davor war es ein Fremder, danach nicht mehr. Solche Stellen sind fast immer der Kern des ganzen Traums.

Erkenntnis Zustände und Gefühle

Der Augenblick, in dem etwas zusammenfällt.

Wenn im Traum etwas klar wird, ist nicht die Einsicht das Neue, sondern die Erlaubnis, sie zuzulassen – gewusst hat man es meistens vorher. Solche Träume kommen nicht, wenn man eine Antwort sucht, sondern wenn man aufhört, eine andere zu wollen.

Erlaubnis Zustände und Gefühle

Jemand anders entscheidet.

Um Erlaubnis zu fragen, wo man selbst zuständig wäre, ist eines der häufigsten Bilder bei Menschen, die sich wenig zutrauen.

Erleichterung Zustände und Gefühle

Etwas ist von dir abgefallen.

Erleichterung im Traum ist immer echt und selten grundlos. Sie folgt fast immer auf etwas, das im Wachen tatsächlich zu Ende gegangen ist – auch wenn man selbst noch nicht gemerkt hat, dass es vorbei ist.

Ermahnt werden Was man tut

Ein Hinweis mit Nachdruck.

Ermahnt zu werden steht für eine innere Stimme, die einen fremden Ton angenommen hat. Wer im Traum mahnt, klingt oft wie jemand aus der Kindheit.

Ermutigung Zustände und Gefühle

Jemand traut dir etwas zu.

Ermutigung im Traum kommt fast immer von außen, und oft von jemandem, der im Wachen längst nicht mehr da ist. Das macht sie nicht weniger wert – der Satz ist ja trotzdem gefallen.

Erntedank Was man tut

Danken für das, was gewachsen ist.

Das Erntedankfest steht für eine Bilanz mit Dankbarkeit. Es kommt in Träumen, in denen jemand sieht, was er zusammengebracht hat.

Ernten Was man tut

Einbringen, was gewachsen ist.

Ernten steht für Ergebnisse. Eine karge Ernte meint selten Versagen und öfter, dass die Zeit noch nicht um ist.

Eroberung Was man tut

Sich nehmen, was nicht freiwillig kam.

Eroberung im Traum hat immer zwei Seiten: den Stolz des Gewinnens und den Verdacht, dass etwas Geschenktes schöner gewesen wäre. Beides gehört dazu.

Erschöpfung Zustände und Gefühle

Die Reserven sind aufgebraucht.

Erschöpfung im Traum ist eine der ehrlichsten Meldungen, die der Körper hat. Sie braucht keine Deutung, sondern Ruhe.

Erschrecken Zustände und Gefühle

Etwas kam plötzlich.

Der Schreck ist kurz und hinterlässt nichts – im Unterschied zur Angst. Er meint eine Überraschung, mit der niemand rechnen konnte.

Erstaunt Zustände und Gefühle

Anders als erwartet, und nicht schlimm.

Erstaunen ist Überraschung ohne Schreck. Es steht für eine Erfahrung, die eine Erwartung widerlegt – meistens zum Guten.

Erster Schultag Was man tut

Die Welt fängt an zu fordern.

Der erste Schultag ist der Eintritt in eine Ordnung, die bewertet. Im Traum kommt er bei allem, was einen Anfang unter fremden Augen bedeutet.

Ertappt werden Zustände und Gefühle

Der Augenblick, in dem es nicht mehr geheim ist.

Ertappt zu werden ist ein Angsttraum eigener Art: Der Schreck kommt nicht von einer Gefahr, sondern von einem Blick. Das Bild steht für etwas Verborgenes, das dich beschäftigt – nicht unbedingt etwas Schlimmes. Oft ist es nur etwas, von dem du glaubst, es dürfe niemand wissen.

Ertrinken Was man tut

Von Gefühlen überflutet werden.

Wasser ist Gefühl, und darin unterzugehen heißt, dass etwas über dir zusammenschlägt. Der Traum kommt in Zeiten der Überforderung. Wer im Traum wieder auftaucht, hat die Wende meist schon hinter sich.

Erwachsen werden Zustände und Gefühle

Von jetzt an selbst zuständig.

Erwachsen zu werden ist im Traum selten ein Datum. Es steht für den Augenblick, in dem jemand die Verantwortung für sein Leben annimmt – und der kommt oft später als das Alter.

Erwachsenwerden Was man tut

Die Zeit, in der man weder das eine noch das andere ist.

Vom Erwachsenwerden träumt man selten, während es geschieht, und oft dreißig Jahre später. Dann steht es für eine Schwelle im Jetzt – man ist wieder dazwischen, nur mit mehr Verantwortung.

Erwartung Zustände und Gefühle

Etwas steht bevor.

Erwartung im Traum zeigt an, dass im Wachen etwas aussteht. Ob sie freudig oder bang war, ist die eigentliche Auskunft.

Erz Natur und Wetter

Wert, der noch im Gestein sitzt.

Erz muss erst gebrochen und geschmolzen werden, bevor es brauchbar ist. Es steht für eine Anlage, die Arbeit braucht.

Erziehung Was man tut

Sätze von früher, die immer noch mitsprechen.

Erziehung im Traum ist selten eine Szene, meistens ein Ton: die Stimme, die sagt, was sich gehört. Wer sie hört, prüft gerade, welche dieser Sätze noch seine eigenen sind.

Es brennt Zustände und Gefühle

Keine Zeit mehr.

Dringlichkeit, die körperlich wird, zeigt eine Sache an, die lange geschoben wurde. Der Traum macht aus dem Termin ein Brennen.

Es darf vorbei sein Zustände und Gefühle

Zu Ende, und es ist gut.

Wenn ein Traum zeigt, dass etwas enden darf, ist eine lange Arbeit getan. Solche Bilder kommen spät und bleiben lange nachwirken.

Es dauert ewig Zustände und Gefühle

Kein Ende in Sicht.

Wenn im Traum etwas nicht aufhört, geht es nicht um die Dauer, sondern um Aussichtslosigkeit: Man sieht den Schluss nicht mehr.

Es dauert noch Zustände und Gefühle

Trauer hat kein Ablaufdatum.

Wenn ein Traum zeigt, dass etwas noch nicht vorbei ist, widerspricht er der Erwartung, man müsse längst darüberstehen. Er hat recht: Trauer richtet sich nicht nach dem Kalender.

Es endlich sagen Was man tut

Heraus damit.

Etwas endlich auszusprechen, ist im Traum meistens mit Erleichterung verbunden, auch wenn es Folgen hat. Der Traum probt damit, was im Wachen ansteht.

Es fiel von mir ab Zustände und Gefühle

Vorbei.

Der Augenblick der Erleichterung steht meistens am Schluss eines Traums und färbt alles davor. Er ist die eigentliche Antwort und wird beim Erzählen oft vergessen.

Es fühlte sich echt an Zustände und Gefühle

Kein Unterschied zum Wachen.

Ein Traum, der sich echt anfühlt, hat besonders viel Gefühl gebunden. Das sagt nichts über seinen Wahrheitsgehalt – aber viel über sein Gewicht.

Es gab kein Zurück Zustände und Gefühle

Nur noch vorwärts.

Kein Zurück zu haben, macht die Entscheidung leichter und den Weg schwerer. Der Traum zeigt beides in einem Bild.

Es gab zwei Möglichkeiten Zustände und Gefühle

Beides wäre gegangen.

Wo der Traum zwei Wege zeigt, die beide möglich sind, steht eine echte Wahl an. Das ist unbequemer als ein Zwang – und viel mehr wert.

Es geht automatisch ab Zustände und Gefühle

Es läuft, ohne dass du zustimmst.

Etwas, das von selbst weiterläuft, steht für eine Verpflichtung, die man einmal eingegangen ist und seither nicht mehr prüft.

Es geschah nichts Zustände und Gefühle

Keine Handlung.

Ein Traum ohne Ereignis ist keiner ohne Aussage: Dann trägt die Stimmung alles. Wo nichts geschieht, ist das Gefühl die ganze Botschaft.

Es ging gut aus Zustände und Gefühle

Am Schluss ist es gut.

Ein gutes Ende färbt den ganzen Traum, auch wenn er schwer anfing. Es ist der wichtigste Teil und wird beim Erzählen am häufigsten vergessen.

Es ging nicht weiter Zustände und Gefühle

Der Weg endet ohne Ziel.

Ein Weg, der einfach aufhört, steht für ein Vorgehen ohne Fortsetzung. Der Traum zeigt ihn, damit man umkehrt – nicht, damit man verzweifelt.

Es ging schief Zustände und Gefühle

Der Versuch scheitert.

Etwas misslingt im Traum häufiger als im Wachen – der Schlaf probt die Möglichkeiten durch. Ein missratener Versuch im Traum sagt nichts über den nächsten im Leben.

Es hat geklappt Zustände und Gefühle

Der Versuch gelingt.

Wenn im Traum etwas gelingt, ist das ein Probelauf mit gutem Ausgang. Die Zuversicht, die davon bleibt, ist echt.

Es hat keinen Saft mehr Dinge

Aufgebraucht.

Etwas, das keine Energie mehr hat, ist intakt und unbrauchbar. Das Bild kommt bei Erschöpfung, gegen die Reparatur nicht hilft – nur Aufladen.

Es hat Motten Tiere

Bewahrtes wird zerfressen.

Mottenfraß trifft immer das, was lange liegt. Es steht für Vorräte, Erinnerungen und Grundsätze, um die sich niemand mehr kümmert.

Es ist ins Wasser gefallen Zustände und Gefühle

Der Plan findet nicht statt.

Etwas, das ins Wasser fällt, ist nicht gescheitert – es kam gar nicht dazu. Der Traum unterscheidet das, und die Enttäuschung ist trotzdem echt.

Es ist kühl geworden Zustände und Gefühle

Dieselben Menschen, weniger Wärme.

Abkühlung zwischen Menschen geschieht langsam und fällt erst auf, wenn sie fertig ist. Der Traum stellt sie fest, ohne Schuld zu verteilen.

Es ist noch nicht soweit Zustände und Gefühle

Später, nicht jetzt.

Ein Traum, der sagt, dass es noch nicht soweit ist, bremst einen Vorsatz. Das ist kein Nein – es ist ein Noch nicht, und der Unterschied ist groß.

Es kam, wie erhofft Zustände und Gefühle

Der Wunsch geht auf.

Ein erfüllter Wunsch im Traum ist keine Vorhersage. Er zeigt, wie sehr etwas gewünscht wird – und das ist eine Auskunft über heute, nicht über morgen.

Es kamen immer mehr Zustände und Gefühle

Es hört nicht auf zuzunehmen.

Etwas, das ständig zunimmt, steht für eine Anforderung ohne Grenze. Der Traum zeigt das Anwachsen, nicht das Ende.

Es klemmt Dinge

Es geht, aber nur mit Gewalt.

Etwas Klemmendes ist der kleine Bruder des Kaputten: Es funktioniert noch und kostet jedes Mal Kraft. Ein sehr genaues Bild für zermürbende Kleinigkeiten.

Es kocht über Zustände und Gefühle

Zu viel Hitze, zu wenig Platz.

Überkochen geschieht im Augenblick der Unachtsamkeit. Es steht für einen Ausbruch, der sich lange angekündigt hat und trotzdem überrascht.

Es lädt und lädt Zustände und Gefühle

Es tut etwas und kommt nicht voran.

Ein Vorgang, der läuft und nicht fertig wird, ist die zeitgemäße Form des endlosen Wartens. Er steht für eine Sache, die angeblich in Arbeit ist.

Es lief mir kalt über den Rücken Körper

Der Körper erkennt etwas.

Ein kalter Schauer kommt bei Bedrohung und bei Ergriffenheit. Der Traum unterscheidet das nicht – man selbst weiß es beim Aufwachen.

Es liegt etwas in der Luft Zustände und Gefühle

Etwas kommt, und niemand sagt es.

Eine gespannte Stimmung ohne Anlass ist im Traum sehr genau wiedergegeben. Sie steht für etwas Unausgesprochenes, das alle bemerken.

Es nahm eine Wendung Zustände und Gefühle

Ab hier läuft es anders.

Die Stelle, an der ein Traum kippt, ist seine wichtigste. Was unmittelbar davor stand, hat die Wendung ausgelöst.

Es passte genau Zustände und Gefühle

Maßgeschneidert.

Wenn etwas im Traum genau passt, ist das eine ausdrückliche Zustimmung: Diese Rolle, dieser Platz, diese Aufgabe sind deine Größe.

Es passte nicht zusammen Zustände und Gefühle

Zwei Teile, die nicht ineinandergehen.

Etwas nicht zusammenzubringen, steht für einen Widerspruch, den man noch nicht aufgelöst hat. Der Traum zeigt ihn, ohne ihn zu lösen.

Es riecht nach Erde Zustände und Gefühle

Der Geruch von Grund und Boden.

Erdgeruch gehört zum Anfang und zum Ende: zum Säen und zum Grab. Er beruhigt die meisten Menschen, ohne dass sie sagen können warum.

Es riecht nach Rauch Zustände und Gefühle

Irgendwo brennt es.

Brandgeruch ohne sichtbares Feuer ist ein Warnbild ohne Gegenstand: Etwas ist im Gange, und man weiß nicht, wo.

Es steht öffentlich Zustände und Gefühle

Alle wissen es auf einmal.

Etwas Persönliches öffentlich zu wissen, ist die heutige Form des Nacktheitstraums. Es steht für Kontrollverlust über das eigene Bild.

Es von der Pike auf lernen Was man tut

Alles, von unten an.

Etwas von Grund auf zu lernen, dauert und hält. Im Traum steht es für ein Können, das niemand mehr nehmen kann.

Es war genug Zustände und Gefühle

Nicht zu viel, nicht zu wenig.

„Genug“ ist ein seltenes Wort in Träumen und ein sehr gutes. Es steht für einen Zustand ohne Mangel und ohne Überfluss – den, den die meisten Menschen suchen, ohne ihn so zu nennen.

Es war irgendwie anders Zustände und Gefühle

Bekannt und trotzdem verschoben.

Wenn etwas Vertrautes im Traum nicht stimmt, ohne dass man sagen kann was, ist genau das die Aussage: Eine Gewissheit hat sich verändert, und man weiß noch nicht wie.

Es war mir gleich Zustände und Gefühle

Es rührt nicht.

Gleichgültigkeit an einer Stelle, die eigentlich wichtig wäre, ist auffällig. Sie steht für einen Schutz oder für eine Ablösung, die schon stattgefunden hat.

Es war stockdunkel Zustände und Gefühle

Nichts zu sehen.

Völlige Dunkelheit nimmt jede Orientierung. Im Traum steht sie für eine Lage ohne jeden Anhaltspunkt – und die Ohren werden dabei wichtiger als die Augen.

Es war wie Zustände und Gefühle

Ein Vergleich statt einer Sache.

Wo jemand vergleicht statt zu benennen, fehlt das Wort und nicht das Bild. Der Vergleich selbst gehört zur Deutung – womit etwas verglichen wird, sagt viel.

Es war zu voll Zustände und Gefühle

Zu viele auf zu wenig Raum.

Gedränge steht für Anforderungen, die sich drängen. Im Traum kommt man darin nicht vorwärts, auch wenn man weiß, wohin man will.

Es wiederholt sich im Traum Zustände und Gefühle

Dieselbe Szene noch einmal.

Wenn sich innerhalb eines Traums eine Szene wiederholt, ist sie unerledigt. Der Schlaf versucht es noch einmal – und oft geht es beim zweiten Mal anders aus.

Es wiegt schwerer Zustände und Gefühle

Eine Seite gibt den Ausschlag.

Wenn sich im Traum eine Waage neigt, ist eine Abwägung zu Ende. Welche Seite gesunken ist, ist die Antwort.

Es wimmelt Tiere

Zu viele, um sie zu zählen.

Wimmelndes Kleingetier ist ein Ekelbild und ein Mengenbild: Einzeln harmlos, zusammen unerträglich. Es steht für Kleinigkeiten, die überhandnehmen.

Es wird schon Zustände und Gefühle

Ohne Grund und trotzdem ruhig.

Ein Vertrauen ohne Beweis ist im Traum kein Leichtsinn. Es zeigt eine Grundstimmung, die trägt – und die man sich nicht ausreden lassen sollte.

Es wurde gelöscht Zustände und Gefühle

Spurlos entfernt.

Etwas Gelöschtes hinterlässt nicht einmal eine Lücke. Es steht für eine Tilgung – von einer Nachricht, einer Erinnerung oder einer Person aus einem Leben.

Es wurde wieder gut Zustände und Gefühle

Der Bruch heilt.

Wenn zwischen Menschen im Traum etwas heil wird, ist das kein Wunschdenken: Es zeigt, dass die Möglichkeit dazu da ist. Ob man sie nutzt, ist eine andere Frage.

Esche Natur und Wetter

Der Baum, der Welten verbindet.

In der nordischen Überlieferung trägt eine Esche die ganze Welt. Im Traum steht sie für einen Zusammenhang, der alles hält – Familie, Herkunft, ein Lebenswerk.

Esel Tiere

Geduldiges Tragen – bis zur Grenze.

Der Esel trägt lange und bleibt dann stehen. Er steht für Belastbarkeit und für den Punkt, an dem auch sie zu Ende ist.

Essen Dinge

Was dich nährt – körperlich selten, seelisch meistens.

Essen im Traum meint Aufnehmen: von Zuwendung, Anerkennung, Eindrücken. Hunger zeigt einen Mangel, ein gedeckter Tisch Gemeinschaft. Nicht essen zu können deutet auf etwas, das du nicht annehmen magst.

Essig Dinge

Aus Wein wird Säure.

Essig entsteht, wenn Wein umkippt. Er steht für etwas Freudvolles, das in Schärfe umgeschlagen ist – und wird trotzdem gebraucht.

Esszimmer Orte und Räume

Wo geteilt wird.

Der Essplatz steht für Gemeinschaft. Wer dort sitzt und wer fehlt, ist die eigentliche Auskunft des Traums.

Etwas abgerungen bekommen Zustände und Gefühle

Zustimmen, ohne zu wollen.

Eine Zustimmung, die keine ist, steht für ein Verhältnis mit Gefälle. Das Bild kommt, wenn jemand nachgegeben hat und sich danach nicht besser fühlt.

Etwas ausprobieren Was man tut

Du hast es darauf ankommen lassen.

Etwas auszuprobieren, ist im Traum eine der wenigen Handlungen, die ganz bei dir liegen – niemand hat dich geschickt. Der Versuch steht dabei über dem Ergebnis: Dass du ihn im Traum unternimmst, heißt, dass die Möglichkeit dazu schon besteht.

Etwas bemerken Was man tut

Es war schon da – du hast es erst jetzt gesehen.

Etwas plötzlich zu bemerken, meint im Traum fast nie, dass es neu entstanden ist. Es war vorher schon da, und du bist daran vorbeigegangen. Die Frage ist deshalb nicht, was du gesehen hast, sondern was dich jetzt hinsehen ließ.

Etwas fehlte Zustände und Gefühle

Nicht vollständig, und man weiß nicht was.

Das Gefühl, dass etwas fehlt, ohne es benennen zu können, ist im Traum sehr häufig. Es gehört zu Lebenslagen, in denen äußerlich alles stimmt.

Etwas feststellen Was man tut

In dem Augenblick war es dir klar.

Etwas im Traum festzustellen, ist der Augenblick, in dem aus einem Bild eine Einsicht wird. Was unmittelbar danach kommt, ist fast immer die Aussage des ganzen Traums – denn der Traum hat sich die Mühe gemacht, sie eigens zu benennen.

Etwas fiel mir wieder ein Was man tut

Es war die ganze Zeit da.

Ein Einfall im Traum ist kein Zufall: Er kommt, wenn genug ruhig geworden ist. Was einfiel, gehört aufgeschrieben.

Etwas gutmachen wollen Was man tut

Zurücknehmen, was nicht mehr geht.

Der Wunsch, etwas gutzumachen, richtet sich oft auf Menschen, die nicht mehr da sind. Dann geht es nicht um sie, sondern um den eigenen Frieden.

Etwas ins Rollen bringen Was man tut

Der erste Schub, dann läuft es.

Etwas anzustoßen, das danach von selbst läuft, ist die sparsamste Form des Handelns. Im Traum steht sie für eine kleine Entscheidung mit großer Folge.

Etwas lernen Was man tut

Können, das vorher nicht da war.

Im Traum etwas zu lernen ist ein gutes Zeichen: Es zeigt, dass Neues aufgenommen wird. Wer es beigebracht hat, lohnt einen zweiten Blick.

Etwas Schönes sehen Zustände und Gefühle

Schönheit, die einen anhält.

Etwas im Traum schön zu finden, ist mehr wert, als es klingt: Es zeigt, dass die Fähigkeit zur Freude da ist. Auch in schweren Zeiten.

Etwas umsonst bekommen Zustände und Gefühle

Ohne Gegenleistung.

Etwas umsonst zu bekommen, macht im Traum oft ein ungutes Gefühl. Das ist die Auskunft: Es fällt schwer, ohne Gegenleistung anzunehmen.

Etwas verlangen Was man tut

Jemand will etwas von dir.

Eine Forderung im Traum steht für einen Anspruch, dem man sich ausgesetzt fühlt. Ob er berechtigt ist, sagt der Traum nicht – nur, dass er drückt.

Etwas Verlorenes wiederfinden Zustände und Gefühle

Es war nicht weg.

Etwas wiederzufinden, das man verloren glaubte, ist ein ausgesprochen gutes Zeichen. Es steht für eine Fähigkeit, eine Zuneigung oder ein Zutrauen, das noch vorhanden ist.

Etwas verstecken Was man tut

Etwas soll nicht gefunden werden.

Etwas zu verstecken meint Scham oder Schutz. Wo im Traum das Versteck war, sagt oft mehr als das, was darin lag.

Etwas Wichtiges vergessen Zustände und Gefühle

Es fehlt genau das eine.

Etwas Wichtiges vergessen zu haben, ist ein Bild für eine Sorge, die einen begleitet, ohne dass sie einen Namen hat. Was genau fehlte, ist im Traum oft unklar – und das gehört dazu.

Etwas zu Ende bringen Was man tut

Fertig, und zwar ganz.

Etwas abzuschließen, ist im Traum ein seltener und guter Augenblick. Er kommt, wenn im Wachen wirklich etwas erledigt worden ist.

Eule Tiere

Wissen, das nachts kommt.

Seit der griechischen Antike ist die Eule das Tier der Weisheit – sie sieht im Dunkeln, was andere nicht sehen. Im Traum zeigt sie an, dass du mehr weißt, als du dir eingestehst.

Expedition Was man tut

Losziehen, ohne zu wissen, was dort ist.

Eine Expedition ist eine Reise ohne Reiseziel im gewöhnlichen Sinn – man will etwas finden, das man nicht kennt. Im Traum steht sie für einen Aufbruch mit offenem Ausgang, gut vorbereitet und trotzdem ungewiss.

F

Fabrik Orte und Räume

Arbeit im Takt.

Die Fabrik steht für Arbeit, in der man austauschbar ist. Sie kommt, wenn jemand sich als Rädchen erlebt – oder wenn viel geschafft werden muss.

Fad Zustände und Gefühle

Da und ohne Wirkung.

Etwas, das nach nichts schmeckt, ist im Traum das genaueste Bild für Gleichgültigkeit: Es ist nicht schlecht, es berührt nur nicht.

Faden Dinge

Eine Verbindung – tragfähig oder verwickelt.

Der Faden ist eines der ältesten Bilder für Lebenszeit und Zusammenhang; die Schicksalsgöttinnen spannen ihn in fast jeder Überlieferung. Im Traum verbindet er, hält oder verwickelt – und ein Knoten ist meist genau die Stelle, an der es hakt.

Fahne Dinge

Wofür jemand einsteht.

Die Fahne zeigt Zugehörigkeit nach außen. Sie kommt, wenn es um Bekenntnis geht – und eine Fahne, die man nicht kennt, meint eine Seite, zu der man sich noch nicht verhalten hat.

Fahnenflucht Was man tut

Weggehen, wo Bleiben erwartet wird.

Wer davonläuft, verletzt eine Erwartung – und genau das ist das Bild. Es kommt, wenn im Wachen eine Pflicht drückt, die man nicht gewählt hat. Der Traum urteilt dabei nicht: Er zeigt nur, dass der Gedanke ans Weggehen da ist, und dass er Kraft kostet.

Fahren Wege und Fahrzeuge

Wer bestimmt die Richtung?

Selbst zu fahren heißt, die Sache in der Hand zu haben. Mitzufahren heißt, sich einem anderen zu überlassen – und beides kann im Traum angenehm oder beklemmend sein.

Fahrer Wege und Fahrzeuge

Ein anderer bestimmt, wohin es geht.

Gefahren zu werden ist bequem und heißt zugleich, das Steuer abzugeben. Im Traum ist das die ganze Frage: Wer fuhr, und hast du das Ziel gekannt? Ein Fahrer, den man nicht sieht, gehört zu den unruhigsten Bildern überhaupt – es geht dann um Lebensrichtung ohne eigene Hand.

Fahrkarte Orte und Räume

Die Erlaubnis mitzufahren.

Die Fahrkarte steht für die Berechtigung – das Gefühl, dazugehören zu dürfen. Sie zu suchen und nicht zu finden ist ein Zweifelsbild, kein Unglücksbild.

Fahrrad Wege und Fahrzeuge

Vorankommen aus eigener Kraft, mit Gleichgewicht.

Das Fahrrad verlangt zweierlei: eigenen Antrieb und Balance. Im Traum steht es für einen Lebensbereich, in dem beides gerade nötig ist. Ein Rad, das nicht fährt, deutet auf Kraft, die ins Leere geht.

Fährte Wege und Fahrzeuge

Jemand war hier, und man kann ihm nachgehen.

Eine Fährte ist mehr als eine Spur: Sie führt irgendwohin. Im Traum steht sie für einen Hinweis, dem du folgen könntest und noch nicht gefolgt bist. Ob die Fährte frisch war, sagt, wie dringend die Sache ist – und wer sie hinterlassen hat, weißt du beim Aufwachen meistens genau.

Falke Tiere

Sieht das Ziel und trifft es.

Der Falke steht für gerichtete Aufmerksamkeit: Er sieht weit und greift genau. Im Traum meint er Entschlossenheit, die lange gewartet hat.

Falle Dinge

Etwas schnappt zu.

Die Falle steht für eine Lage, die harmlos aussah. Im Traum ist meistens vorher ein Zeichen da – und dass du es im Traum siehst, heißt, dass ein Teil von dir es längst gesehen hat.

Fallen Was man tut

Halt verlieren – der zweithäufigste Traum überhaupt.

Fast jeder Mensch träumt vom Fallen, oft beim Einschlafen. Es meint Kontrollverlust: eine Lage, in der du nicht mehr steuerst. Der Traum endet fast nie mit dem Aufprall – das ist der Hinweis. Es geht um die Angst zu fallen, nicht ums Ankommen.

Fallstrick Dinge

Etwas wurde ausgelegt, und du bist hineingetreten.

Der Fallstrick unterscheidet sich vom Hindernis dadurch, dass ihn jemand gelegt hat. Im Traum steht er für eine Lage, in der du dich hereingelegt fühlst – berechtigt oder nicht. Die lohnende Frage: Hast du ihn vorher gesehen und trotzdem?

Falsch angezogen Was man tut

Nicht so dastehen, wie man wollte.

Im falschen Aufzug dazustehen meint das Gefühl, einer Lage nicht zu genügen. Wie bei der Nacktheit gilt: Im Traum bemerkt es fast nie jemand.

Falsch verbunden Zustände und Gefühle

Der Falsche ist am Apparat.

Falsch verbunden zu sein, steht für ein Anliegen, das an der richtigen Stelle vorbeigeht. Der Traum zeigt es, wenn jemand sein Problem dem Falschen erzählt.

Falsch zugeknöpft Zustände und Gefühle

Von Anfang an um eins verrutscht.

Wer falsch zuknöpft, merkt es erst unten – und muss von vorn anfangen. Ein genaues Bild für einen Fehler ganz am Anfang, der sich durchzieht.

Fälschung Dinge

Sieht echt aus und ist es nicht.

Eine Fälschung im Traum ist ein Zweifel, der Gestalt angenommen hat: Irgendetwas stimmt nicht, und du merkst es erst beim genauen Hinsehen. Es muss kein Betrug dahinter stecken. Manchmal geht es um etwas an dir selbst, das du für nicht echt genug hältst.

Familie Menschen

Woher du kommst – und was davon noch gilt.

Die Familie im Traum ist selten die Familie von heute. Meist ist es die, in der man aufgewachsen ist, mit den Rollen von damals. Ein Familienbild kommt, wenn im Wachen etwas an diese Rollen rührt: eine Entscheidung wie damals, ein Satz im alten Ton, ein Streit, der sich anfühlt wie vor dreißig Jahren.

Fangen Was man tut

Etwas im Flug erwischen.

Etwas aufzufangen heißt, im richtigen Moment am richtigen Ort gewesen zu sein. Es steht für Geistesgegenwart – und für Bereitschaft, die man nicht plant.

Farbe Dinge

Das, was einen Traum lebendig macht.

Farbe im Traum ist nie Dekoration. Wo Farbe ist, ist Gefühl gewesen. Auffällig ist deshalb weniger, welche Farbe da war, als wo sie plötzlich fehlte.

Farblos Natur und Wetter

Die Farbe ist heraus.

Etwas Ausgeblichenes hatte einmal Farbe. Es steht für eine Sache, die ihre Kraft verloren hat, ohne kaputt zu sein.

Farn Natur und Wetter

Alt, schattig, ohne Blüte.

Der Farn wächst im Halbdunkel und blüht nie. Er steht für etwas sehr Altes in einem, das keine Beachtung braucht, um zu bestehen.

Fasan Tiere

Auffällig und darum gejagt.

Der Fasan steht für Pracht, die Aufmerksamkeit anzieht – und nicht nur freundliche. Ein Bild für Erfolg mit Publikum.

Fass Dinge

Ein großes Maß.

Das Fass steht für Vorrat und für Fassungsvermögen. Ein volles Fass ist Sicherheit, ein überlaufendes eine Warnung – auch das sagt die Redensart schon.

Fauchen Was man tut

Warnen, bevor man zuschlägt.

Wer faucht, greift noch nicht an – er kündigt an. Das Bild steht für eine Abwehr, die gerade noch Worte findet. Im Traum ist es fast immer eine gute Nachricht: Du zeigst, dass du eine Grenze hast, bevor sie überschritten wird.

Faulen Natur und Wetter

Zerfall von innen.

Fäulnis meint etwas, das zu lange gelegen hat. Im Traum ist sie unangenehm und nützlich: Sie zeigt genau, was weg muss.

Fäulnis Natur und Wetter

Von innen heraus, und man riecht es zuerst.

Fäulnis geschieht langsam und unsichtbar, bis es zu spät ist – und genau darin liegt die Aussage. Im Traum steht sie für etwas, das zu lange gestanden hat: eine Beziehung, eine Sache, ein Groll. Es ist kein Angriff von außen. Es war einmal gut und ist es nicht geblieben.

Faust Körper

Die Hand, die nichts mehr nimmt.

Die geballte Faust steht für zurückgehaltenen Zorn. Solange sie geschlossen ist, kann sie nichts annehmen – das gehört zum Bild.

Fechten Was man tut

Ein Kampf mit Regeln.

Fechten ist Streit in gebändigter Form: Es gibt Regeln, einen Anfang und ein Ende. Im Traum steht es für eine Auseinandersetzung, die dich fordert, ohne dass du sie fürchten musst. Wer ficht, hat den Streit angenommen – das unterscheidet ihn vom Überfallenen.

Feder Dinge

Leichtigkeit – und das, was davon bleibt.

Die Feder trägt und wiegt nichts. Sie ist das Bild für Leichtigkeit und Gelöstheit, in älteren Überlieferungen auch für die Seele. Eine einzelne gefundene Feder gilt als Zeichen, dass etwas dagewesen ist und weitergeflogen – ein Gedanke, ein Mensch, eine Möglichkeit. Als Schreibfeder verschiebt sich die Bedeutung zum Festhalten hin.

Federkleid Tiere

Was den Vogel trägt und schmückt.

Das Gefieder ist Flugwerkzeug und Zierde. Gerupft zu sein, meint einen Verlust an beidem: Man kommt nicht weg und sieht nach nichts mehr aus.

Federleicht Zustände und Gefühle

Trägt sich wie nichts.

Leichtigkeit im Traum ist ein Zustandsbericht: Etwas, das schwer sein müsste, ist es gerade nicht. Das gilt auch für die eigene Lage.

Fee Menschen

Hilfe ohne Erklärung.

Die Fee steht für eine Wendung zum Guten, die man sich nicht verdient hat. Sie kommt in Träumen, in denen jemand am Ende seiner Mittel ist.

Fehlermeldung Zustände und Gefühle

Etwas stimmt nicht, und niemand sagt was.

Eine Meldung, die einen Fehler nennt und nicht erklärt, ist eines der ärgerlichsten Bilder überhaupt. Sie steht für eine Zurückweisung ohne Begründung.

Feierabend Zustände und Gefühle

Jetzt ist genug.

Der Feierabend ist die Erlaubnis, aufzuhören. Im Traum steht er für eine Erleichterung, die jemand im Wachen nicht mehr kennt.

Feierlich Zustände und Gefühle

Alles hat Gewicht.

Feierlichkeit im Traum zeigt an, dass etwas Bedeutung hat. Sie ist selten und immer ein Hinweis, den Traum ernster zu nehmen als sonst.

Feige Natur und Wetter

Süß, alt, aus dem Süden.

Die Feige gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. Sie steht für Wohlstand und für ein Auskommen, das nicht erkämpft werden muss.

Feigheit Zustände und Gefühle

Nicht tun, was man für richtig hält.

Feigheit ist ein hartes Wort für etwas sehr Menschliches: Man weiß, was zu tun wäre, und tut es nicht. Im Traum kommt sie als schwerer Nachgeschmack. Nützlich ist dabei nicht das Urteil, sondern die Frage, was du im Traum befürchtet hast – das ist meistens der eigentliche Gegner.

Feile Dinge

Nimmt in kleinen Mengen weg.

Die Feile arbeitet langsam und genau. Sie steht für eine Verbesserung in vielen kleinen Schritten – an einer Sache oder an sich selbst.

Feilschen Was man tut

Der Preis steht nicht fest.

Feilschen steht für einen Wert, über den man sich nicht einig ist – der eigene eingeschlossen.

Feind Menschen

Der Widerstand, den man selbst mitbringt.

Ein Feind im Traum ist selten ein Mensch und meistens ein Widerspruch in einem selbst. Woran du es erkennst: Was er wollte, willst du auch – nur auf andere Weise.

Feldweg Wege und Fahrzeuge

Langsam, staubig, offen.

Der Feldweg führt zu Höfen und zu nichts Bestimmtem. Er steht für einen Weg, auf dem es nicht auf Tempo ankommt.

Fell Tiere

Wärme zum Anfassen.

Ein gepflegtes Fell zeigt ein gut versorgtes Tier, ein struppiges das Gegenteil. Im Traum ist der Zustand des Fells eine Aussage über die Pflege des Lebendigen in einem.

Fels Orte und Räume

Das Unnachgiebige.

Der Fels steht für Widerstand, der nicht verhandelt. Er kann Halt sein oder Hindernis – beides ohne Bosheit.

Fenster Dinge

Aussicht ohne Beteiligung.

Anders als die Tür lässt das Fenster sehen, aber nicht hindurch. Es steht für Möglichkeiten, die man betrachtet, ohne sie zu ergreifen – oder für eine Beobachterrolle, die man eingenommen hat.

Fensterbrett Orte und Räume

Der Rand zwischen drinnen und draußen.

Auf dem Fensterbrett sitzt man weder drinnen noch draußen. Es steht für eine Zwischenlage, in der man sich eingerichtet hat.

Ferien Was man tut

Zeit, die niemandem gehört.

Ferien im Traum tragen fast immer Kindheit mit sich – die Erfahrung, dass ein Tag einfach lang sein darf. Wer davon träumt, hat wach meistens zu wenig davon.

Ferkel Tiere

Jung, hungrig, ungeschickt.

Das Ferkel gilt in alten Deutungen als Glücksbild: viel Nachwuchs, gutes Jahr. Im Traum steht es für einen Anfang, der noch unordentlich ist und trotzdem gedeiht.

Fernbedienung Dinge

Bestimmen, ohne aufzustehen.

Die Fernbedienung ist Macht in der Hand, und im Traum geht es fast immer darum, dass sie fehlt oder nicht reagiert. Was sich nicht abschalten lässt, ist die eigentliche Frage.

Ferne Orte und Räume

Was man sieht, aber nicht erreicht.

Die Ferne steht für Sehnsucht mit Abstand: ein Ziel, das bislang Bild geblieben ist. Wer im Traum darauf zugeht, hat im Wachen schon angefangen.

Fernes Donnern Natur und Wetter

Noch nicht hier, aber unterwegs.

Entferntes Donnern ist Ankündigung ohne Gefahr. Es steht für eine Ahnung, dass etwas kommt – Zeit genug, sich einzurichten.

Fernglas Dinge

Das Ferne nah sehen.

Das Fernglas steht für den Wunsch, Kommendes schon jetzt zu erkennen. Es holt heran, ohne näher zu bringen – und genau das ist die Auskunft.

Fernseher Dinge

Zusehen statt teilnehmen.

Der Fernseher meint Zuschauen. Wer im Traum davorsitzt, steht im Wachen oft daneben, wo er eigentlich mitmachen möchte.

Fernweh Zustände und Gefühle

Sehnsucht nach einem Ort, den man nicht kennt.

Fernweh im Traum meint selten ein Land. Es meint, dass das Hier gerade zu eng ist. Wohin es gehen soll, bleibt meistens offen – und das ist der eigentliche Hinweis.

Ferse Körper

Die verwundbare Stelle.

Die Ferse ist seit der alten Sage der eine Punkt, an dem auch ein Unbesiegbarer zu treffen ist. Im Traum steht sie für die eigene Schwachstelle, die man kennt.

Fessel Dinge

Bewegen wollen und nicht können.

Die Fessel gehört zu den körperlichsten Traumbildern – man spürt sie noch beim Aufwachen. Sie meint nicht immer einen anderen Menschen; oft ist es eine Zusage, aus der man nicht mehr herauskommt.

Fest Was man tut

Gemeinsam etwas anerkennen.

Ein Fest im Traum steht für Anerkennung – und für die Frage, ob du dazugehörst. Ein Fest, auf dem man niemanden kennt, ist eines der einsamsten Bilder überhaupt.

Festgenommen Zustände und Gefühle

Man wird geholt, und niemand fragt.

Verhaftet zu werden heißt: Jemand hat über dich entschieden, und es geht sehr schnell. Im Traum steht es selten für Schuld. Häufiger für die Angst, dass etwas auffliegt oder dass die eigene Freiheit an einem Faden hängt, den ein anderer hält.

Festhalten Was man tut

Nicht loslassen wollen.

Festhalten steht für den Wunsch, einen Zustand zu bewahren. Ob es Schutz ist oder Klammern, sagt das Gefühl dabei – und ob der andere bleiben wollte.

Festmahl Was man tut

Fülle und Gesellschaft.

Die gedeckte Tafel steht für Überfluss, der geteilt wird. Ob du einen Platz hattest, ist die Frage, die der Traum stellt.

Festumzug Was man tut

Die Gemeinschaft zeigt sich.

Der Festumzug macht sichtbar, wer dazugehört. Am Rand zu stehen statt mitzugehen ist im Traum eine Aussage über die eigene Stellung.

Feucht Zustände und Gefühle

Nicht nass und nicht trocken.

Feuchtigkeit kriecht in alles und trocknet nicht von selbst. Sie steht für eine anhaltende Niedergeschlagenheit ohne Ereignis.

Feuer Natur und Wetter

Was verzehrt – und was wärmt.

Feuerfest Was man tut

Alle stehen um ein Feuer.

Das gemeinsame Feuer ist der älteste Brauch überhaupt: Wärme, Licht und Gemeinschaft in einem Bild. Es steht für Zusammenhalt, der nichts kostet.

Feuerschein am Horizont Zustände und Gefühle

Weit weg und nicht zu übersehen.

Ein Brand in der Ferne betrifft einen nicht und lässt einen nicht schlafen. Er steht für ein Unglück, von dem man weiß und gegen das man nichts tun kann.

Feuerwehr Menschen

Kommt, wenn es brennt.

Die Feuerwehr steht für Hilfe, die organisiert ist und die man rufen darf. Ihr Erscheinen im Traum ist beruhigend – jemand ist zuständig.

Fichte Natur und Wetter

Dicht gepflanzt, flach verwurzelt.

Die Fichte steht in Reihen und fällt im Sturm, weil ihre Wurzeln nicht tief gehen. Sie ist das Bild für etwas, das ordentlich aussieht und keinen Halt hat.

Fieber Körper

Der Körper wehrt sich mit Hitze.

Fieber im Traum steht für eine innere Auseinandersetzung, die gerade auf dem Höhepunkt ist. Es ist unangenehm und gehört zum Gesundwerden.

Film Dinge

Zusehen, statt dabei zu sein.

Wer im Traum einen Film sieht, sitzt im Dunkeln und schaut auf sein eigenes Leben. Das ist ein Schutz – und manchmal ein Hinweis, dass der Abstand inzwischen zu groß geworden ist.

Filz Dinge

Alles ineinander, nichts zu trennen.

Filz entsteht, wenn Fasern sich unlösbar verhaken. Er steht für Verhältnisse, die zu eng verwoben sind, um sie noch zu entwirren.

Finden Was man tut

Etwas war schon da.

Finden meint im Traum selten Glück und fast immer Erkenntnis: Etwas, das man besaß oder wusste, kommt zurück ins Bewusstsein. Woran du es erkennst: Was du fandest, ist meist älter als der Traum.

Finger Körper

Genauigkeit im Zugreifen.

Finger stehen für Feinarbeit und für Zeigen. Ein Finger, der auf einen zeigt, ist eines der deutlichsten Bilder für Schuldgefühl.

Fingernagel Körper

Klein, hart, verräterisch.

Nägel zeigen Pflege oder Anspannung. Abgekaute Nägel im Traum meinen Nervosität, die man vor sich selbst versteckt.

Fisch Tiere

Was unter der Oberfläche lebt.

Fische gehören zum Wasser und damit zum Gefühl: Sie stehen für das, was man ahnt, ohne es zu sehen. Einen zu fangen heißt, etwas davon greifbar zu machen.

Fischer Menschen

Wer aus dem Gefühl etwas heraufholt.

Der Fischer arbeitet am Wasser, also am Gefühl. Er steht für den geduldigen Versuch, etwas aus dem Unklaren ans Licht zu holen.

Fischschwarm Tiere

Viele bewegen sich wie einer.

Der Schwarm wendet ohne Absprache. Er steht für Gefühle, die gemeinsam kippen – im eigenen Inneren oder in einer Gruppe.

Flackerndes Licht Zustände und Gefühle

Es leuchtet unzuverlässig.

Flackerndes Licht steht für eine Klarheit, auf die kein Verlass ist. Man sieht etwas und weiß im nächsten Augenblick nicht mehr, ob es stimmte.

Flasche Dinge

Etwas Verschlossenes zum Mitnehmen.

Die Flasche steht für Vorrat und Verschluss zugleich. Eine, die sich nicht öffnen lässt, meint etwas Ersehntes, an das man nicht herankommt.

Flaschenzug Dinge

Zu schwer wird tragbar.

Der Flaschenzug teilt eine Last auf mehrere Seile. Er steht für Hilfe, die eine Aufgabe nicht kleiner macht, aber bewältigbar.

Flattern Tiere

Aufschrecken mit Flügeln.

Flattern ist Bewegung ohne Ziel: Panik in Federn. Es steht für eine Aufregung, die viel Wirbel macht und nichts bewegt.

Flechten Was man tut

Aus vielen Strängen einer.

Flechten verbindet, ohne zu verknoten: Jeder Strang bleibt erkennbar und trägt mit. Ein gutes Bild für eine gelungene Zusammenarbeit.

Fleck Dinge

Eine Stelle, die auffällt.

Ein Fleck auf der Kleidung steht für etwas, das am Ansehen haftet. Dass er im Traum nicht herausgeht, sagt mehr über die eigene Scham als über die Sache.

Fledermaus Tiere

Sich im Dunkeln zurechtfinden.

Die Fledermaus sieht nicht und findet trotzdem. Sie steht für eine Fähigkeit, sich ohne Klarheit zu orientieren – kein Unglücksbild, sondern ein Können.

Fleisch Dinge

Handfeste Bedürfnisse.

Fleisch steht für das Körperliche und für Kraft, die man sich zuführt. Es ist im Traum weder gut noch schlecht, sondern eine Frage des Maßes.

Flicken Dinge

Sichtbar ausgebessert.

Ein Flicken verbirgt nichts. Er steht für eine Ausbesserung, zu der man steht – und die hält.

Fliege Tiere

Klein, laut, nicht loszuwerden.

Die Fliege steht für eine Kleinigkeit, die nicht aufhört zu stören. Sie wiegt nichts und nimmt den ganzen Raum ein – genau wie das, was sie meint.

Fliegen Was man tut

Losgelöst – frei von dem, was sonst auf dir liegt.

Selbst zu fliegen ist einer der schönsten Träume, und sein Kern ist nicht die Höhe, sondern das Fehlen von Gewicht: Was dich sonst festhält, ist für die Dauer des Traums nicht da. Deshalb träumen Menschen davon, wenn im Wachen viel auf ihnen liegt. Aus der Höhe sieht man außerdem Zusammenhänge, die von unten nicht zu sehen sind. Kommst du nicht mehr herunter oder wird es unheimlich, meint es das Gegenteil: den Boden verloren zu haben.

Fliegen können Zustände und Gefühle

Die Schwerkraft gilt nicht mehr.

Fliegen zu können, ist der schönste Traum, den viele Menschen kennen. Er steht für ein Gefühl von Freiheit und Überblick – und Höhe zu verlieren, während man fliegt, für nachlassendes Zutrauen.

Fliese Orte und Räume

Kalt, glatt, leicht zu reinigen.

Fliesen stehen für eine Sachlichkeit, die sich gut sauber halten lässt und nicht warm wird. Ein Bild für Nüchternheit im Umgang.

Floh Tiere

Kleine Plagen, die nicht aufhören.

Ungeziefer steht für Ärgernisse ohne Größe, die durch ihre Anzahl zermürben. Selten eine einzelne Sache, meist der Alltag.

Flohstich Tiere

Kleine Stiche, große Unruhe.

Ein juckender Stich lässt einen nicht in Ruhe, obwohl nichts Ernstes ist. Er steht für eine Ärgerlichkeit, die unverhältnismäßig viel Aufmerksamkeit bekommt.

Floß Dinge

Es trägt, und mehr auch nicht.

Ein Floß ist kein Schiff: kein Steuer, kein Ziel, nur Auftrieb. Im Traum steht es für eine Lösung, die gerade reicht – selbst gebaut, aus dem, was da war.

Flöte Dinge

Ein einzelner klarer Ton.

Ein Instrument im Traum steht für die eigene Stimme in einer anderen Form: etwas, das ohne Worte gesagt wird. Ob es gelang zu spielen, ist dabei der Kern.

Fluch Was man tut

Ein böses Wort, das nachhängt.

Ein Fluch im Traum ist ein Satz, den jemand einmal gesagt hat und der geblieben ist. Solche Sätze wirken lange – der Traum macht sie sichtbar, damit sie ihre Macht verlieren.

Flucht Was man tut

Weg von etwas, nicht hin zu etwas.

Flucht im Traum meint Vermeidung. Die Frage ist nie, wovor du geflohen bist, sondern wohin du eigentlich wolltest.

Flughafen Orte und Räume

Ein großer Aufbruch, der wartet.

Der Flughafen meint Veränderungen größeren Zuschnitts. Das Warten dort gehört dazu: Man ist schon unterwegs und noch nicht fort.

Flugzeug Wege und Fahrzeuge

Ein großer Aufbruch – oder ein großer Plan.

Fliegen mit einem Flugzeug ist etwas anderes als selbst fliegen: Hier vertraut man sich etwas an. Der Traum kommt bei Veränderungen, die man nicht selbst steuert. Die Landung ist wichtiger als der Start.

Fluss Natur und Wetter

Der Lauf der Dinge – und was ihn teilt.

Ein Fluss trennt zwei Seiten und bewegt sich zugleich. Beides gehört zur Deutung: Er steht für Trennung und für den Lauf, den man nicht aufhalten kann. Eine Brücke darüber ist immer eine gute Nachricht.

Flüstern Zustände und Gefühle

Etwas wird gesagt, aber nicht zu dir.

Flüstern steht für das, was hinter dem Rücken geschieht – oder für eine Ahnung, die man selbst noch nicht laut denkt.

Flut Orte und Räume

Das Wasser kommt.

Steigendes Wasser steht für Gefühl, das die gewohnten Grenzen übertritt. Es ist selten Strafe und fast immer Überforderung – etwas ist zu viel geworden.

Folgen Was man tut

Jemand anders bestimmt die Richtung.

Wer im Traum folgt, hat die Führung abgegeben – manchmal freiwillig und erleichtert, manchmal ohne es gemerkt zu haben. Wem du gefolgt bist, ist dabei weniger wichtig als die Frage, ob du wusstest, wohin es ging.

Folgerichtig Zustände und Gefühle

Eins ergibt das andere.

Träume kümmern sich selten um Folgerichtigkeit – wenn ein Traum sie ausdrücklich zum Thema macht, ist das auffällig. Meistens geht es dann um den Versuch, etwas zu ordnen, das sich nicht ordnen lässt. Und genau das ist die Botschaft.

Forderung Was man tut

Jemand will etwas, und zwar jetzt.

Eine Forderung ist ein Anspruch ohne Bitte. Im Traum steht sie für einen Druck von außen, der dir nicht die Wahl lässt. Wer selbst fordert, hat etwas gefunden, das ihm zusteht – und das ist im Traum oft leichter als im Wachen.

Forelle Tiere

Steht gegen die Strömung.

Die Forelle hält sich im fließenden Wasser, ohne mitgerissen zu werden. Sie steht für die Fähigkeit, in Bewegung den Platz zu halten.

Formen Was man tut

Aus Weichem wird Gestalt.

Formen steht für Einfluss auf etwas Nachgiebiges: ein Kind, ein Vorhaben, sich selbst. Solange es weich ist, geht es – und nicht ewig.

Formular Dinge

Fragen, auf die man antworten muss.

Das Formular verlangt Antworten in vorgegebenen Feldern. Es steht für Anforderungen, die kein Dazwischen zulassen – und für die Ratlosigkeit vor einer leeren Zeile.

Foto Dinge

Ein festgehaltener Augenblick.

Bilder im Traum halten fest, was vorbei ist. Sie tauchen auf, wenn Erinnerung gerade eine Rolle spielt – und wen oder was du darauf gesehen hast, ist der eigentliche Inhalt des Traums.

Fracht Dinge

Was man für andere mitschleppt.

Fracht ist Last mit einem Ziel: Sie gehört jemandem und soll irgendwohin. Im Traum ist die Frage deshalb nicht, wie schwer sie ist, sondern für wen du sie trägst.

Frage Was man tut

Etwas offen lassen, bis jemand antwortet.

Eine Frage im Traum ist eine ausgestreckte Hand. Ob sie gestellt wird oder im Hals stecken bleibt, ist oft der Kern des ganzen Traums.

Frau Menschen

Das Weibliche, wie es dir begegnet.

Eine Frau im Traum ist zuerst ein Mensch und erst dann ein Sinnbild. Wenn du sie kennst, geht es um sie. Wenn nicht, geht es um eine Seite von dir, die weich, nährend oder fordernd ist – je nachdem, wie sie dich angesehen hat.

Freiheit Zustände und Gefühle

Keine Wand, keine Pflicht, keine Uhr.

Freiheit im Traum ist ein körperliches Gefühl: Weite, Luft, kein Gewicht. Sie kommt fast immer nach Bildern von Enge, und die Abfolge ist die Botschaft. Was du im Traum hinter dir gelassen hast, um frei zu sein, ist die eigentliche Auskunft.

Freiliegende Wurzeln Natur und Wetter

Der Halt liegt offen.

Freigelegte Wurzeln zeigen, worauf ein Baum steht – und dass ihm der Boden abhandengekommen ist. Das Bild kommt, wenn jemand seine Herkunft plötzlich sehr deutlich sieht.

Freispruch Zustände und Gefühle

Die Schuld wird aufgehoben, nicht bewiesen.

Freigesprochen zu werden ist eines der erlösendsten Traumbilder, die es gibt. Es kommt bei Menschen, die sich lange für etwas verantwortlich hielten. Bemerkenswert ist, wer freispricht: Meist ist es niemand Bestimmtes – weil das Urteil ohnehin aus dir selbst kam.

Freitag der Dreizehnte Zustände und Gefühle

Ein Tag mit schlechtem Ruf.

Der Unglückstag ist reine Überlieferung. Im Traum steht er für eine Erwartung, die man mitbringt – wer mit Unglück rechnet, findet es leichter.

Fremd geworden Zustände und Gefühle

Bekannt und nicht mehr vertraut.

Ein vertrauter Mensch, der sich fremd anfühlt, steht für eine Entwicklung, die einer von beiden gemacht hat. Wer, sagt der Traum nicht – und meistens sind es beide.

Fremd im Eigenen Zustände und Gefühle

Es gehört dir und fühlt sich nicht so an.

Im Eigenen fremd zu sein, ist eine der beunruhigendsten Erfahrungen. Sie steht für eine Lebenslage, die formal stimmt und innerlich nicht mehr.

Fremde im eigenen Haus Zustände und Gefühle

Der eigene Bereich ist besetzt.

Fremde in der eigenen Wohnung stehen für Ansprüche, die sich breitgemacht haben. Meist sind es keine Menschen, sondern Verpflichtungen.

Fremde Kleidung Dinge

Du trägst, was einem anderen gehört.

In fremder Kleidung zu stecken heißt, ein fremdes Leben zu führen – ein Beruf, eine Erwartung, eine Familientradition. Wem die Sachen gehörten, ist die eigentliche Frage.

Fremde Pflanze Natur und Wetter

Etwas wächst, das du nicht kennst.

Eine unbekannte Pflanze steht für eine Entwicklung in dir, die noch keinen Namen hat. Ob sie gut ist, weiß der Traum selbst nicht – er zeigt nur, dass sie da ist.

Fremde Sprache Zustände und Gefühle

Gesprochen wird, verstanden nicht.

Eine fremde Sprache im Traum steht für eine Verständigung, die an etwas anderem scheitert als am Willen. Sie kommt in Beziehungen, in denen beide reden und keiner ankommt.

Fremde Wohnung Orte und Räume

Ein Leben, das nicht deines ist – noch nicht.

In einer fremden Wohnung aufzuwachen meint eine Rolle, in der man sich nicht erkennt. Manchmal zeigt es auch eine Möglichkeit: So könnte es auch sein.

Fremder Menschen

Ein Teil von dir, den du noch nicht als deinen erkannt hast.

Fremdes Land Orte und Räume

Alles gilt, nur anders.

Ein fremdes Land steht für eine Lage, in der die gewohnten Regeln nicht greifen. Die Sprache nicht zu verstehen ist dabei das genaueste Bild: Man ist da, aber kommt nicht an.

Fremdheit Zustände und Gefühle

Dabei sein und doch nicht dazugehören.

Unsichtbar zu sein oder nicht dazuzugehören, ist ein eigener Traumtyp und hat wenig mit Scham zu tun. Er kommt in Zeiten, in denen sich die eigene Rolle in einer Gruppe verändert – bei Umzügen, neuen Stellen, in Familien nach einem Todesfall.

Frettchen Tiere

Neugier, die in jede Ritze kommt.

Das Frettchen geht dorthin, wo sonst niemand nachsieht – in Röhren, unter den Boden, in jede Ritze. Im Traum steht es für Wissbegier: Entweder willst du wissen, was andere tun, oder jemand will das von dir wissen. Beides kann zu weit gehen, und genau davor mahnt das Bild. Daneben kennen die Traumbücher zwei weitere Lesarten: etwas Unangenehmes, das einen innerlich lange beschäftigt – und, wenn der Traum freundlich war, Fruchtbarkeit und Zuwachs.

Freude Zustände und Gefühle

Ein guter Zustand – und ein Hinweis, was ihn macht.

Freude im Traum ist selten grundlos. Sieh nach, WORÜBER du dich gefreut hast: Das ist meist etwas, das im Wachen zu kurz kommt.

Freundschaft Menschen

Nähe, die man sich ausgesucht hat.

Freunde sind die einzigen nahen Menschen, die man selbst gewählt hat – deshalb sagen sie im Traum etwas darüber, wofür du dich entschieden hast.

Frieden Zustände und Gefühle

Der Kampf ist zu Ende, und es hat jemand aufgehört.

Frieden ist nicht Ruhe – Ruhe ist ein Zustand, Frieden ist ein Ergebnis. Im Traum steht er für eine Versöhnung, die möglich wäre. Bemerkenswert ist, dass Traumfrieden fast immer nach etwas kommt: Das Davor gehört zur Deutung dazu.

Friedhof Orte und Räume

Abschied – von etwas, nicht von jemandem.

Ein Friedhof im Traum ist ein ruhiger Ort, kein bedrohlicher. Er kommt, wenn etwas zu Ende gegangen ist und noch keinen Platz gefunden hat: eine Beziehung, ein Beruf, ein Selbstbild. Er kündigt keinen Todesfall an.

Friedlich Zustände und Gefühle

Nichts will etwas von dir.

Frieden im Traum ist selten und darf ernst genommen werden. Wo er auftaucht, hat sich etwas beruhigt – manchmal nur für diese eine Nacht, und auch das zählt.

Frieren Körper

Wärme fehlt – meist nicht die des Wetters.

Zu frieren meint fehlende Zuwendung oder eine Umgebung, in der es einem nicht wohl ist. Wo du im Traum gefroren hast, ist die Stelle, an der es dir an Nähe fehlt.

Frisch hergerichtet Orte und Räume

Jemand hat es in Ordnung gebracht.

Ein hergerichteter Ort steht für Aufwand, den jemand betrieben hat. Wer das war – du oder ein anderer –, gehört zur Deutung.

Frisches Wasser Dinge

Das Einfachste und das Beste.

Klares Wasser zu trinken ist eines der wohltuendsten Bilder überhaupt: kein Rausch, kein Genuss, nur das, was fehlt. Es steht für ein Bedürfnis, das endlich gestillt wird.

Frosch Tiere

Zwischen zwei Elementen zu Hause.

Der Frosch lebt im Wasser und an Land. Er steht für Wandlung und für etwas Unscheinbares, in dem mehr steckt, als man sieht.

Frucht Natur und Wetter

Das Ergebnis, das man anfassen kann.

Früchte stehen für Ergebnisse. Unreife meint zu früh, faule zu spät – und das Bild sagt dir, welches von beiden gerade dran ist.

Früher Zustände und Gefühle

Eine Zeit, die vorbei ist.

Wenn der Traum in die Vergangenheit geht, holt er etwas von dort, das heute gebraucht wird. Nicht die Zeit ist das Thema, sondern das, was in ihr möglich war.

Frühling Natur und Wetter

Etwas kommt wieder in Gang.

Der Frühling im Traum steht für Neubeginn nach einer Zeit des Stillstands – oft kurz bevor man es im Wachen selbst bemerkt.

Frühstück Was man tut

Der Tag fängt gemeinsam an.

Das Frühstück steht für einen guten Start und für die Menschen, mit denen man ihn teilt. Allein und im Stehen gegessen, sagt es das Gegenteil.

Fuchs Tiere

Klugheit, die einen Umweg nimmt.

Der Fuchs steht für Schläue – die eigene oder die eines anderen. Ob sie hilft oder schadet, sagt das Gefühl im Traum.

Fülle Dinge

Mehr da, als gebraucht wird.

Fülle ist das genaue Gegenstück zur Leere und im Traum ebenso selten harmlos. Sie kann satt machen oder erdrücken – je nachdem, ob du sie dir genommen oder ob man sie dir aufgeladen hat.

Fund Dinge

Etwas liegt da, und es gehört jetzt dir.

Etwas zu finden heißt im Traum: Es war schon da, du hast es nur gesehen. Das ist eine freundliche Aussage über dich und nicht über das Glück. Was gefunden wurde, lohnt genaues Erinnern – Träume legen einem selten Beliebiges vor die Füße.

Fundament Orte und Räume

Worauf alles ruht.

Das Fundament steht für die Grundlage eines Lebens: Herkunft, Überzeugungen, eine Ehe. Risse darin sind ernst gemeint und trotzdem reparierbar.

Fünf Zustände und Gefühle

Die Zahl der Hand.

Fünf gehört zum Menschen: fünf Finger, fünf Sinne. Sie steht für das, was man selbst greifen und wahrnehmen kann.

Funke Dinge

Winzig und folgenreich.

Der Funke ist der kleinste Anfang, den es gibt. Er steht für Begeisterung, die überspringt – und für den einen Moment, in dem etwas anfängt zu brennen.

Für andere sprechen Was man tut

Du sagst, was alle denken.

Für andere zu sprechen, bringt Verantwortung und Einsamkeit. Im Traum steht es für eine Rolle, in die man geraten ist, ohne sie zu wollen.

Für jemanden einstehen müssen Zustände und Gefühle

Du haftest für fremde Arbeit.

Für etwas geradestehen zu müssen, das man nicht gemacht hat, ist ein Bild für eine Rolle, in die man gedrängt wurde.

Furt Wege und Fahrzeuge

Die eine Stelle, an der man hinüberkommt.

Eine Furt ist keine Brücke: Man wird nass, aber man kommt hinüber. Im Traum steht sie für einen Übergang, der möglich ist, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen. Dass du sie gefunden hast, ist die eigentliche Nachricht.

Fußboden Orte und Räume

Der Grund, auf dem alles steht.

Ein nachgebender Boden meint eine Grundlage, die nicht mehr trägt: eine Gewissheit, ein Verhältnis, eine Stelle.

Füße Körper

Der eigene Stand und das eigene Tempo.

Füße tragen und bestimmen die Richtung. Wunde oder schwere Füße deuten auf einen Weg, der zu viel abverlangt; fehlende Schuhe auf Ungeschütztheit. Frag dich, ob du im Wachen gerade in deinem eigenen Tempo unterwegs bist.

Fußmatte Dinge

Hier bleibt der Dreck.

Die Fußmatte trennt draußen von drinnen. Sie steht für die Gewohnheit, nicht alles mit hineinzunehmen – und, wenn jemand auf ihr herumtritt, für Duldsamkeit ohne Grenze.

Fußsohle Körper

Berührt den Boden unmittelbar.

Die Sohle spürt, worauf man steht. Barfuß im Traum ist nicht arm, sondern ungefiltert: Man bekommt mit, was der Untergrund hergibt.

G

Gähnen Körper

Der Körper fordert Luft und Pause.

Gähnen steht für Langeweile und für Erschöpfung, und im Traum meistens für das Zweite. Es ist ansteckend – auch das gehört in die Deutung, wenn andere dabei waren.

Galgen Dinge

Eine Drohung, die schon dasteht.

Der Galgen ist im Traum fast nie ein Todesbild, sondern eine sichtbare Warnung: Hier hat etwas Konsequenzen. Er steht für einen Druck, der über allem hängt, auch wenn nichts geschieht. Wer ihn nur sieht, ohne dass etwas passiert, kennt genau dieses Warten aus dem Wachen.

Gans Tiere

Wachsamkeit in der Gruppe.

Gänse warnen und ziehen gemeinsam. Sie stehen für Aufmerksamkeit im Verbund und für Reisen, die man nicht allein antritt.

Gänseblümchen Natur und Wetter

Das Einfachste, was blüht.

Das Gänseblümchen ist überall und wird nie bewundert. Im Traum steht es für Glück, das man nicht sucht, weil es zu gewöhnlich aussieht.

Gänsehaut Körper

Der Körper weiß es zuerst.

Gänsehaut kommt bei Kälte, bei Angst und bei Ergriffenheit. Im Traum ist sie ein Hinweis, dass etwas wichtig war – auch wenn der Verstand noch nicht weiß, warum.

Gänseschar Tiere

Viele, laut und wachsam.

Gänse gelten seit der römischen Sage als die besten Wächter. Im Traum stehen sie für ein Umfeld, das alles bemerkt und alles bespricht.

Ganz allein stehend Zustände und Gefühle

Eines, und sonst nichts.

Ein einzelner Gegenstand in einer leeren Umgebung ist vom Traum hervorgehoben. Was dort stand, ist mit Sicherheit gemeint.

Ganz bei sich sein Zustände und Gefühle

Nichts zieht dich weg.

Ganz bei sich zu sein, ist der Gegenpol zu allen Träumen von Zerrissenheit. Es ist der beste Zustand, den ein Traum zeigen kann – und er kommt auch.

Ganz deutlich Zustände und Gefühle

Scharf und unvergesslich.

Was ein Träumender besonders deutlich erinnert, ist vom Traum hervorgehoben. Die Schärfe des Bildes ist ein Maß für sein Gewicht.

Ganz ohne Gefühl Zustände und Gefühle

Es geschieht, und es rührt nicht.

Ein Traum ohne Gefühl ist auffällig: Der Schlaf arbeitet sonst genau damit. Wo es fehlt, ist etwas abgeschaltet – und das ist die Aussage.

Ganz verschwommen Zustände und Gefühle

Da war etwas, und es ist weg.

Unscharfe Stellen sind keine Lücken: Sie zeigen, wo die Erinnerung nicht hinreicht. Was daneben klar geblieben ist, trägt die Deutung.

Ganz vorn stehen Zustände und Gefühle

Vor allen anderen.

Ganz vorn zu stehen, bringt den besten Blick und den meisten Wind. Es steht für eine Stellung, die exponiert ist.

Garage Orte und Räume

Wo das Werkzeug fürs Weiterkommen steht.

Garage und Werkstatt meinen die eigenen Mittel: was man gebrauchen könnte, wenn man es hervorholt.

Garn Dinge

Dünn und erstaunlich fest.

Garn hält Dinge zusammen, die man nicht nageln kann. Ein gerissener Faden steht für eine Verbindung, an der zu stark gezogen wurde.

Garten Natur und Wetter

Das Gepflegte – Leben, das jemand in Ordnung hält.

Ein Garten ist Natur mit Absicht. Er steht für das, was man sich aufgebaut hat und pflegen muss. Verwildert er im Traum, ist etwas zu lange liegen geblieben.

Gartenbank Dinge

Ein Platz zum Sitzen, für zwei.

Eine Bank ist für mehr als einen gemacht, und im Traum zählt, ob jemand danebensaß. Sie steht für Ruhe, die man sich genommen hat, und für Gespräche, die nebeneinander geführt werden statt gegenüber.

Gartenhaus Orte und Räume

Ein kleines Haus neben dem Haus.

Das Gartenhaus steht für einen Bereich, der einem allein gehört: nicht wohnlich, aber ungestört. Ein Bild für ein Steckenpferd oder einen Rückzug.

Gartentor Orte und Räume

Der Übergang ins Eigene.

Ein kleines Tor markiert die Grenze des privaten Bereichs. Ob es offen stand, sagt, wie leicht man gerade an dich herankommt.

Gärtner Menschen

Wer pflegt, damit es wächst.

Der Gärtner steht für Zuwendung mit Maß: nicht alles machen, sondern die Bedingungen schaffen. Ein sehr freundliches Traumbild.

Gasse Orte und Räume

Eng zwischen Häusern.

Die Gasse meint Nähe, die einengt – Verhältnisse, in denen jeder jeden sieht. Sie ist nie leer im Traum, auch wenn niemand da ist.

Gaumen Körper

Wo entschieden wird, was hinuntergeht.

Der Gaumen ist die Grenze zwischen außen und innen: Hier wird geprüft, bevor etwas hinunterkommt. Im Traum steht er für Geschmack im weiteren Sinn – für das, was du dir zumutest. Bleibt etwas stecken, war es zu viel oder zu wenig deins.

Geben Was man tut

Etwas geht von dir weg.

Geben steht für Abgeben – von Besitz, Kraft oder Verantwortung. Ob es leicht fiel, ist die eigentliche Auskunft.

Gebet Was man tut

Sich an etwas Größeres wenden.

Beten im Traum meint die Anerkennung, dass etwas nicht in der eigenen Hand liegt. Das kann Glaube sein oder schlichte Erschöpfung – der Traum unterscheidet das nicht, und das ist in Ordnung.

Gebeugt gehen Körper

Der Rücken trägt zu viel.

Ein gebeugter Gang zeigt eine Last, die man nicht mehr abstellt. Er steht für Verantwortung, die zur Gewohnheit geworden ist.

Gebiet Orte und Räume

Ein Stück Welt, das jemandem zugeordnet ist.

Ein Gebiet hat Grenzen, und Grenzen sind das Thema. Im Traum geht es darum, wo dein Bereich aufhört und der andere anfängt. Fremdes Gebiet zu betreten ist ein unruhiges Bild – es handelt von Zuständigkeiten, nicht von Landkarten.

Gebissen werden Was man tut

Etwas Vertrautes verletzt.

Gebissen zu werden meint im Traum fast immer eine Kränkung von jemandem, dem man nahesteht. Die Wunde ist klein, der Schreck groß – genau so ist es auch im Wachen.

Geblendet werden Natur und Wetter

Zu viel Licht nimmt die Sicht.

Blendung zeigt, dass auch Licht die Sicht nehmen kann. Sie steht für eine Begeisterung oder eine Wahrheit, die im ersten Augenblick alles andere auslöscht.

Geblitzt werden Was man tut

Bei etwas erwischt, das keiner gesehen hat.

Der Blitzer steht am Straßenrand und urteilt ohne Gesicht. Im Traum geht es nicht um Tempo, sondern um das Erwischtwerden selbst – und oft um ein schlechtes Gewissen, das mit dem Autofahren nichts zu tun hat.

Geborgenheit Zustände und Gefühle

Sicher sein, ohne sich anstrengen zu müssen.

Geborgenheit ist das ruhigste Gefühl überhaupt: nichts droht, nichts wird verlangt. Kommt sie im Traum, war sie lange nicht da.

Gebot Was man tut

Der Satz, der sagt, wie es sich gehört.

Das Gebot ist die freundlichere Schwester des Verbots und sitzt tiefer, weil es nie als Zwang auftritt. Wer davon träumt, prüft gerade, wessen Regel das eigentlich war.

Gebraucht werden Zustände und Gefühle

Es geht nicht ohne dich.

Gebraucht zu werden, ist Anerkennung und Bürde. Im Traum ist es meistens ein gutes Gefühl – und die Frage, wie viel davon man verträgt, kommt am nächsten Morgen.

Geburt Was man tut

Etwas kommt heraus und ist nicht mehr rückholbar.

Eine Geburt im Traum meint fast nie ein Kind. Sie steht für etwas Neues, das man hervorgebracht hat und das ab jetzt eigene Ansprüche stellt.

Geburtstag Was man tut

Ein Jahr mehr, und alle schauen hin.

Der Geburtstag meint die Bilanz: Wo stehe ich? Vergessene oder schlecht besuchte Geburtstage sind Träume über das Gefühl, nicht gesehen zu werden.

Gedicht Dinge

Worte, die mehr sagen, als dasteht.

Ein Gedicht im Traum ist ein seltenes und feines Bild: Sprache, die nicht erklärt, sondern trifft. Es steht für etwas, das du fühlst und nicht sachlich sagen kannst. Wenn du dich an Zeilen erinnerst, schreib sie auf – sie sind aus dir.

Geduld Zustände und Gefühle

Zeit lassen können.

Geduld steht für Vertrauen in einen Ablauf, den man nicht beschleunigen kann. Sie ist im Traum immer ein Zeichen von Kraft, nie von Schwäche.

Gefahr Zustände und Gefühle

Ein Alarm ohne Gegenstand.

Gefahr im Traum ist ein Gefühl, kein Ereignis. Sie zeigt eine Anspannung an, die im Wachen keinen Namen hat – und genau deshalb nachts eine Gestalt bekommt.

Gefährte Menschen

Jemand geht denselben Weg, ohne dass du ihn führen musst.

Ein Gefährte ist kein Helfer und kein Führer – er geht einfach mit. Das ist im Traum eines der wärmsten Bilder, die es gibt. Wer neben dir ging, ist dabei weniger wichtig als die Tatsache, dass du nicht allein warst.

Gefangener Menschen

Jemand, der nicht gehen darf.

Der Gefangene steht für einen gebundenen Teil von einem selbst. Ihn zu sehen ist die halbe Befreiung: Man weiß wieder, dass er da ist.

Gefängnis Orte und Räume

Enge, die man selten von außen bekommt.

Ein Gefängnis steht für Selbstbeschränkung: für Regeln, an die man sich hält, ohne dass sie noch jemand durchsetzt.

Gefäß Dinge

Was etwas hält.

Gefäße stehen für die Fähigkeit aufzunehmen. Ein Sprung darin meint, dass etwas nicht mehr hält, was es halten soll.

Gefecht Was man tut

Kurz, hart, und es entscheidet nichts endgültig.

Ein Gefecht ist ein Ausschnitt aus einem längeren Streit. Im Traum steht es für eine einzelne Auseinandersetzung in einer Sache, die weitergeht. Wer gewonnen hat, sagt weniger als die Frage, ob du danach weiterkonntest.

Gefesselt Zustände und Gefühle

Der Wille ist da, der Körper nicht frei.

Gefesselt zu sein gehört zu den schwersten Traumbildern, weil es nicht Schmerz ist, sondern Ohnmacht. Es steht für eine Lage, in der du genau weißt, was zu tun wäre, und es nicht kannst. Wer die Fesseln im Traum gesehen hat, weiß oft auch, wer sie angelegt hat.

Gefüttert werden Was man tut

Ein anderer versorgt dich.

Gefüttert zu werden ist ein Bild aus der frühesten Zeit. Es steht für Fürsorge und für Abhängigkeit – welches von beiden überwiegt, sagt das Gefühl dabei.

Gegend Orte und Räume

Alles um dich herum, ohne Namen.

Die Gegend ist der Hintergrund eines Traums – und gerade deshalb aufschlussreich. Sie ist die Grundstimmung in Landschaftsform. Karg, weit, bewaldet, öde: Wie die Gegend aussah, beschreibt, wie es dir gerade insgesamt geht, unabhängig vom einzelnen Ereignis.

Gegenlicht Zustände und Gefühle

Man sieht nur die Gestalt.

Im Gegenlicht erkennt man, dass jemand da ist, und nicht wer. Ein genaues Bild für eine Beziehung, in der man den anderen nicht deutlich sieht.

Gegenwart Zeit und Erinnerung

Ganz da sein, wo man ist.

Gegenwart ist im Traum seltener, als man denkt – meistens ist man dort mit früher oder später beschäftigt. Wenn sie vorkommt, fühlt sie sich ruhig an, fast unspektakulär. Das ist ihr Kennzeichen.

Gegenwind Zustände und Gefühle

Jeder Schritt kostet doppelt.

Gegenwind macht dieselbe Strecke zur doppelten Arbeit. Er steht für Widerstände, die einen nicht aufhalten und aufreiben.

Gegner Menschen

Der auf der anderen Seite.

Der Gegner ist nicht der Feind: Man braucht ihn für das Spiel. Im Traum steht er für einen Widerstand, an dem man sich misst und ohne den nichts geschieht.

Geheimbund Menschen

Andere wissen etwas, und du gehörst nicht dazu.

Ein Geheimbund im Traum handelt vom Ausgeschlossensein. Er steht für das Gefühl, dass um dich herum etwas besprochen wird, an dem du nicht beteiligt bist. Wirst du aufgenommen, ändert das alles – dann geht es um die Frage, was die Zugehörigkeit kostet.

Geheimnis Zustände und Gefühle

Etwas, das nicht heraus darf.

Ein Geheimnis im Traum meint eine Last, die man allein trägt. Ob sie berechtigt ist, spielt keine Rolle – das Gewicht ist dasselbe.

Geheimzahl Dinge

Der Zugang, den nur Eingeweihte haben.

Eine Zahl, die man wissen muss, um hineinzukommen – und die einem im Traum meistens nicht einfällt. Genau dieses Stocken ist das Bild: Du gehörst eigentlich dazu und kommst trotzdem nicht hinein. Solche Träume kommen in Zeiten, in denen man sich irgendwo fremd fühlt, wo man zu Hause sein sollte.

Gehen können Was man tut

Die Tür steht offen.

Gehen zu können, ohne festgehalten zu werden, ist das Gegenstück zu allen Fesselbildern. Es zeigt eine Handlungsfreiheit, die man vielleicht noch nicht nutzt.

Gehetzt Zustände und Gefühle

Keine Sekunde Pause.

Gehetztsein ist Eile ohne Ziel. Der Traum bildet damit einen Alltag ab, in dem jemand nur noch reagiert.

Gehirn Körper

Die Denkarbeit wird sichtbar.

Vom eigenen Gehirn zu träumen ist selten und meint fast immer Überlastung: Es soll gesehen werden, wie viel dort gleichzeitig läuft.

Gehorsam Was man tut

Tun, was verlangt wird, ohne zu prüfen.

Gehorsam ist bequem und teuer zugleich: Er nimmt die Verantwortung und die Wahl. Im Traum steht er für eine Lage, in der du mitgehst, obwohl etwas in dir widerspricht. Ob du im Traum gehorcht hast oder nicht, ist der bemerkenswerteste Teil – Träume proben so das Wachsein.

Geier Tiere

Wer wartet, bis etwas zu Ende ist.

Der Geier steht für jemanden, der auf ein Ende wartet, um sich zu nehmen. Er tötet nicht – das macht ihn im Traum so unangenehm.

Geisel Zustände und Gefühle

Man hält dich, um jemand anderen zu treffen.

Geisel zu sein ist eine besondere Ohnmacht: Es geht gar nicht um dich. Das Bild steht für eine Lage, in der du zwischen die Fronten geraten bist – zwischen zwei Menschen, zwei Pflichten, zwei Loyalitäten. Der Ausweg liegt bei anderen, und das ist das Schwere daran.

Geist Menschen

Etwas Vergangenes geht noch um.

Ein Geist steht für Unerledigtes: eine Sache, die abgeschlossen sein sollte und es nicht ist. Wer im Traum spukt, hat meist im Wachen noch etwas offen – bei dir oder du bei ihm.

Geiz Zustände und Gefühle

Nichts hergeben.

Geiz im Traum betrifft selten Geld. Er meint zurückgehaltene Zuwendung – bei anderen oder bei sich selbst.

Geknebelt Zustände und Gefühle

Der Schrei ist da und kommt nicht heraus.

Geknebelt zu sein gehört zu den beklemmendsten Traumbildern, weil die Not doppelt ist: die Gefahr und die Stummheit. Es steht für eine Lage, in der du nicht sagen darfst, was los ist. Wer den Knebel angelegt hat, weißt du meistens.

Geländer Dinge

Halt an einer gefährlichen Stelle.

Ein Geländer steht für Sicherung auf einem Weg, der Abstand hat. Fehlt es im Traum, geht es um einen Schritt ohne Rückhalt.

Gelassenheit Zustände und Gefühle

Es berührt, aber es wirft nicht um.

Gelassenheit im Traum bei einem Bild, das früher Angst machte, ist eines der klarsten Zeichen für einen abgeschlossenen inneren Vorgang.

Gelb Natur und Wetter

Die Farbe des Lichts und der Vorsicht.

Gelb ist die hellste Farbe und in der Natur oft ein Warnsignal. Im Traum steht sie für Klarheit, Wachheit – und, wo sie grell wird, für eine Warnung.

Geld Dinge

Wert – seltener der eigene Kontostand.

Geld im Traum meint fast immer Selbstwert: was du dir wert bist, was du gibst, was du bekommst. Geld zu verlieren ist häufiger ein Zeichen für Kränkung als für Sorge ums Konto.

Geldautomat Dinge

Nachsehen, was noch da ist.

Der Geldautomat sagt einem eine Zahl, gegen die man nichts machen kann. Im Traum geht es selten um Geld: Es geht um die Frage, wie viel Vorrat noch da ist – an Kraft, an Zeit, an Geduld.

Geldbörse Dinge

Was man bei sich trägt und verlieren kann.

Die Geldbörse steht für Selbstwert und Ausweis zugleich. Sie zu verlieren meint fast nie Geld, sondern das Gefühl, nicht zu wissen, wer man gerade ist.

Geldschein Dinge

Wert aus Papier.

Der Schein gilt nur, weil alle sich einig sind. Er steht für einen Wert, der auf Übereinkunft beruht – und dafür, wie schnell so etwas kippen kann.

Gelegenheit Was man tut

Eine Tür, die sich wieder schließt.

Die Gelegenheit ist im Traum fast immer knapp – man sieht sie und muss sofort. Genau dieses Gefühl ist die Botschaft: Irgendwo im Wachen steht etwas an, bei dem du glaubst, es gebe nur diesen einen Augenblick. Träume übertreiben das gern, und das zu wissen hilft.

Gelenk Körper

Wo Bewegung möglich sein sollte.

Gelenke stehen für Beweglichkeit im übertragenen Sinn: für die Fähigkeit, eine Haltung zu ändern. Steifheit meint Unnachgiebigkeit – oft die eigene.

Gelesen und keine Antwort Zustände und Gefühle

Angekommen, und nichts kommt zurück.

Zu wissen, dass etwas gelesen wurde, und nichts zu hören, ist eine sehr heutige Form von Kränkung. Sie steht für ein Schweigen, das eine Entscheidung ist.

Geliebt werden Zustände und Gefühle

Zuneigung, die dir gilt.

Geliebt zu werden, ist im Traum kein Wunschdenken, sondern eine Erinnerung an die Fähigkeit, es anzunehmen. Wer so träumt, kann es – auch wenn er es im Wachen nicht glaubt.

Gelobt werden Was man tut

Anerkennung, ausgesprochen.

Lob im Traum kommt häufig von Menschen, deren Anerkennung man im Wachen nie bekommen hat. Der Traum holt nach, was gefehlt hat.

Gemälde Dinge

Ein festgehaltener Augenblick.

Bilder an der Wand stehen für Erinnerungen, die man sich aufgehängt hat. Ein schiefes oder gefallenes Bild meint eine Erinnerung, die nicht mehr passt.

Gemeinde Menschen

Viele, die etwas teilen.

Eine Gemeinde ist mehr als eine Menge: Die Leute darin gehören zusammen. Im Traum geht es um Zugehörigkeit ohne Anstrengung – man ist dabei, weil man dazugehört. Wer sich darin fremd fühlt, kennt diese Empfindung aus dem Wachen genau.

Gemetzel Was man tut

Zerstörung ohne Maß.

Ein sehr hartes Bild, und es meint fast nie Gewalt im Wortsinn. Es steht für eine Erfahrung, bei der alles auf einmal zerstört wurde – eine Kündigung, ein Bruch, ein Verlust. Träume greifen zu drastischen Bildern, wenn das Erlebte im Wachen keinen angemessenen Namen hat.

Gemieden werden Zustände und Gefühle

Alle gehen dir aus dem Weg.

Gemieden zu werden, ohne dass etwas gesagt wird, ist die schwerste Form von Ausschluss: Es gibt nichts zu klären. Der Traum bringt es bei Menschen auf, die sich in einer Gruppe unsicher fühlen.

Gemüse Dinge

Einfache, verlässliche Nahrung.

Gemüse steht für das Bodenständige: nichts Besonderes, aber das, wovon man lebt. Aus dem eigenen Garten bedeutet es zusätzlich Selbständigkeit.

Genau richtig Zustände und Gefühle

Es passt ohne Rest.

Wenn im Traum etwas genau passt, ist das ein ausdrückliches Zeichen: Hier stimmt Anspruch und Wirklichkeit überein. Das kommt selten vor und ist gemeint.

Genehmigung Zustände und Gefühle

Ja oder nein von oben.

Die Genehmigung steht für eine Erlaubnis, auf die man angewiesen ist. Abgelehnt zu werden trifft im Traum härter als im Wachen, weil kein Grund mitgeliefert wird.

Generalprobe Was man tut

Es gilt noch nicht, aber fast.

Die Generalprobe ist der letzte Ort, an dem ein Fehler nichts kostet. Im Traum steht sie für eine Vorbereitung, die schon Ernst genug ist, um Angst zu machen.

Genesen Was man tut

Es geht aufwärts.

Genesungsbilder kommen oft, bevor jemand im Wachen bemerkt, dass eine schwere Zeit vorbei ist. Der Traum ist darin zuverlässiger als das Tagesgefühl.

Genesung Zustände und Gefühle

Es wird wieder.

Genesung ist im Traum eines der klarsten guten Zeichen. Sie zeigt, dass ein Vorgang, der lange gedauert hat, zu Ende geht – körperlich oder nicht.

Gepäck Orte und Räume

Was man mitschleppt.

Gepäck meint das Mitgebrachte: Erfahrungen, Verpflichtungen, alte Geschichten. Zu schweres Gepäck ist eines der ehrlichsten Traumbilder überhaupt.

Gequält werden Zustände und Gefühle

Schmerz, der einen Zweck hat.

Ein schweres Bild, und es meint fast nie Gewalt im Wortsinn. Es steht für eine Belastung, die nicht nachlässt und bei der du das Gefühl hast, sie solle dich brechen. Solche Träume kommen in langen, zermürbenden Zeiten und sind ein Zeichen, dass die Kräfte zur Neige gehen.

Gerade noch Zustände und Gefühle

Es hat eben gereicht.

Etwas gerade noch zu schaffen hinterlässt Erleichterung und einen Schrecken. Im Traum steht es für eine Lage, in der man zu knapp gerechnet hat.

Gericht Orte und Räume

Ein Ort, an dem über dich entschieden wird.

Vor Gericht zu stehen ist eines der ältesten Traumbilder überhaupt. Es geht nie um Paragraphen, sondern um die Frage, ob man richtig gehandelt hat – und wer das beurteilt. In fast allen solchen Träumen fehlt der Ankläger, und das ist der Hinweis.

Gerichtssaal Orte und Räume

Es wird über dich verhandelt.

Der Gerichtssaal steht für eine Prüfung mit Folgen. Er kommt bei Schuldgefühlen jeder Art – auch bei solchen, für die es keinen Anlass gibt.

Geruch Zustände und Gefühle

Eine Erinnerung, die den Verstand umgeht.

Gerüche sind im Traum selten und dann bedeutsam: Kein anderer Sinn ist so eng mit der Erinnerung verbunden, und keiner lässt sich so schlecht in Worte fassen. Wenn in einem Traum etwas gerochen hat, führt die Spur fast immer weit zurück – meist in die Kindheit.

Gerücht Was man tut

Etwas geht um, und niemand steht dafür ein.

Ein Gerücht hat keinen Absender – das macht es so wirksam und so schwer zu bekämpfen. Im Traum steht es für eine Unruhe ohne Quelle: Du spürst, dass über dich gesprochen wird. Ob es stimmt, ist dabei zweitrangig; das Gefühl ist das Bild.

Gerührt sein Zustände und Gefühle

Es geht dir nahe.

Gerührtsein ist ein Gefühl ohne Gegner: Es ist weder gut noch schlecht, es trifft. Im Traum markiert es die Stelle, an der etwas wirklich angekommen ist.

Geschenk Was man tut

Etwas, das ohne Gegenleistung kommt.

Geschenke im Traum stehen für Zuwendung. Ob du es angenommen hast, sagt mehr als das, was darin war.

Geschrei Was man tut

Viele Stimmen, keine Verständigung.

Geschrei ist Lärm mit Not darin. Im Traum steht es für eine Lage, in der alle reden und niemand gehört wird. Das Bild kommt in überfordernden Zeiten – und es sagt weniger über die anderen als darüber, wie viel gerade auf dich einströmt.

Geschwulst Körper

Etwas wächst, wo es nicht hingehört.

Eine Geschwulst im Traum ist fast nie eine Krankheitsvorhersage. Sie steht für etwas, das in dir zunimmt und nicht dazugehört – ein Ärger, ein Verschweigen, eine Sorge. Wo sie saß, ist der Hinweis: am Hals meist das Ungesagte.

Gesetz Dinge

Eine Regel, die nicht von dir kommt.

Ein Gesetz im Traum ist selten das Bürgerliche Gesetzbuch. Es ist die Regel, die über dir steht – oft eine, die man in der Kindheit gelernt und nie wieder geprüft hat. Wenn im Traum etwas verboten ist, lohnt sich die Frage, wer es verboten hat.

Gesicht Körper

Wer man für andere ist.

Das Gesicht steht für die Rolle, die man nach außen spielt. Ein Gesicht, das man im Traum nicht erkennt, gehört fast immer zu einem selbst.

Gesichtslose Gestalt Menschen

Jemand ist da und bleibt unbestimmt.

Eine Gestalt ohne Gesicht steht für eine Rolle ohne Person: Autorität, Bedrohung, Erwartung. Dass der Traum kein Gesicht vergibt, heißt, dass es auf die Person nicht ankommt.

Gespann Tiere

Zwei ziehen dasselbe.

Ein Gespann funktioniert nur im Gleichschritt. Es steht für eine Zusammenarbeit, bei der beide dieselbe Last ziehen – und zieht einer nicht, merkt man es sofort.

Gespannt sein Zustände und Gefühle

Gleich passiert etwas.

Spannung vor einem Ereignis ist im Traum angenehm und anstrengend. Sie zeigt, dass jemand etwas erwartet – und das ist mehr als nichts zu erwarten.

Gespött Zustände und Gefühle

Viele lachen, und du bist der Grund.

Das Gespött ist der Hohn in der Mehrzahl. Es steht für die Angst vor dem Urteil einer Gruppe – und die ist älter als jeder einzelne Mensch darin. Wer solche Träume häufig hat, fühlt sich im Wachen beobachtet und bewertet, oft ohne Anlass.

Gespräch Was man tut

Zwei reden, und beide hören.

Ein wirkliches Gespräch ist in Träumen seltener als Monologe, Rufe und Schweigen – deshalb zählt es, wenn eines vorkommt. Es steht für eine Verständigung, die möglich ist. Woran man sich beim Aufwachen erinnert, sind selten die Worte, sondern ob man gehört wurde.

Geständnis Was man tut

Aussprechen, was man für sich behalten wollte.

Ein Geständnis im Traum ist fast immer eine Erleichterung, selbst wenn es sich im Traum schrecklich anfühlt. Es steht für etwas, das heraus will. Wem du es gesagt hast, ist der Hinweis – und ob du danach aufgewacht bist oder der Traum weiterging.

Gestank Körper

Etwas ist verdorben.

Gestank im Traum meint eine Sache, die nicht mehr gut ist und von der man weggeht. Ein ehrliches Warnsignal des eigenen Gefühls.

Geste Was man tut

Ohne Worte, und trotzdem verstanden.

Eine Geste sagt etwas, wofür die Sprache zu langsam wäre. Im Traum ist sie oft der Kern der ganzen Szene: eine Hand, die sich hebt, ein Kopfschütteln, ein Zeichen. Was du verstanden hast, ohne dass es gesagt wurde, ist die Botschaft.

Gestehen Was man tut

Etwas kommt heraus, von einem selbst.

Ein Geständnis im Traum ist fast immer erleichternd. Es zeigt den Wunsch, etwas nicht mehr allein tragen zu müssen.

Gestern Zustände und Gefühle

Der Tagesrest.

Was der Traum aus dem Vortag aufgreift, nennt man den Tagesrest: Bilder, die noch herumliegen. Sie sind das Material, nicht die Botschaft – der Traum baut damit, meint aber etwas anderes.

Gesundheit Körper

Der Zustand, den man erst bemerkt, wenn er fehlt.

Von Gesundheit zu träumen ist selten – meistens träumt man vom Gegenteil. Wenn ein Traum sie ausdrücklich zeigt, ist das bemerkenswert: Er stellt etwas wieder her. Solche Träume kommen in Genesungszeiten und nach langem Kummer, und sie sind fast immer ein gutes Zeichen.

Getragen werden Zustände und Gefühle

Ein anderer nimmt das Gewicht.

Getragen zu werden, heißt, die eigene Anstrengung für einen Moment abgeben zu dürfen. Es ist ein seltenes und sehr friedliches Bild.

Getreide Natur und Wetter

Das Nötige, in Menge.

Getreide steht für Grundversorgung und für die Frucht langer Arbeit. Ein reifes Feld ist eines der ruhigsten Bilder des Traums.

Getuschel Zustände und Gefühle

Es wird geredet, nicht mit dir.

Getuschel steht für die Sorge, beurteilt zu werden, ohne es zu erfahren. Was gesagt wurde, weiß der Traum selbst nicht – und das ist der Punkt.

Gewächshaus Orte und Räume

Wachstum unter Schutz.

Das Gewächshaus steht für geschützte Bedingungen. Gut zum Anziehen, schlecht auf Dauer – irgendwann muss alles ins Freie.

Gewalt Was man tut

Wo Reden aufhört.

Gewalt im Traum ist selten wörtlich zu nehmen und immer ernst zu nehmen. Sie zeigt an, dass ein Konflikt keine Worte mehr hat. Wichtig ist die Richtung: Gegen dich gerichtet meint Ohnmacht, von dir ausgehend meint eine Wut, die im Wachen keinen Platz bekommt.

Gewand Dinge

Kleidung, die eine Rolle mitbringt.

Ein Gewand ist keine Alltagskleidung: Es macht aus einem Menschen eine Erscheinung – Richter, Priester, Braut. Im Traum steht es für eine Rolle, die du trägst oder tragen sollst. Ob es passte, ist die Frage, die das Bild stellt.

Gewicht Dinge

Wie viel etwas von dir verlangt.

Gewicht im Traum misst keine Kilo, sondern Bedeutung. Was schwer ist, lässt sich nicht nebenbei erledigen – und was auffällig leicht ist, war vielleicht nie so wichtig, wie du gedacht hast.

Gewinnen Was man tut

Du warst besser.

Zu gewinnen ist im Traum weniger eindeutig als im Wachen: Oft kommt danach eine seltsame Leere. Der Traum fragt dann, ob es der richtige Wettbewerb war.

Gewitter Natur und Wetter

Eine Spannung, die sich endlich entlädt.

Ein Gewitter im Traum ist kein Unglück, sondern eine Entladung. Vorher war es schwül – und genau so fühlt sich die Lage im Wachen meist an: etwas hängt in der Luft. Nach dem Gewitter ist die Luft klar, und das gehört zum Bild dazu.

Gewohnheit Was man tut

Etwas geschieht, ohne dass du es entscheidest.

Eine Gewohnheit war einmal eine Entscheidung und ist keine mehr. Im Traum zeigt sie sich als Ablauf, der weiterläuft, obwohl die Umstände sich geändert haben – und genau dieser Riss ist die Aussage.

Gewürz Dinge

Kleine Mengen, großer Unterschied.

Gewürze waren einmal kostbarer als Gold. Sie stehen für das Besondere, das aus dem Alltäglichen etwas macht.

Gezeichnet Körper

Der Schaden ist sichtbar und bleibt.

Ein hartes altes Wort für ein Bild, das im Traum nicht über Körper spricht, sondern über Spuren. Es steht für etwas, das dich verändert hat und das man dir ansieht. Wie du im Traum damit umgegangen bist, ist der eigentliche Inhalt.

Gezeiten Natur und Wetter

Es geht immer hin und zurück.

Die Gezeiten stehen für einen verlässlichen Wechsel: Was weg ist, kommt wieder, und was da ist, geht. Ein tröstliches Bild in unruhigen Zeiten.

Giebel Orte und Räume

Das Gesicht des Hauses.

Der Giebel ist die Seite, die zur Straße zeigt. Er steht für das, was man vorzeigt – die Fassade im wörtlichen Sinn.

Gier Zustände und Gefühle

Nie genug.

Gier meint einen Mangel, der nicht durch das gestillt wird, wonach gegriffen wird. Deshalb hört sie im Traum nicht auf – das gehört zum Bild.

Gießen Was man tut

Zuwendung, die regelmäßig sein muss.

Gießen steht für Pflege, die man nicht einmal leistet, sondern immer wieder. Vergessenes Gießen meint eine Beziehung, die zu lange ohne Aufmerksamkeit war.

Gift Dinge

Etwas Kleines, das langsam alles verdirbt.

Gift wirkt nicht sofort, und daher kommt seine Kraft im Traum. Es steht für Worte oder Verhältnisse, die einen von innen aushöhlen – lange bevor man merkt, woher es kommt.

Gipfel Orte und Räume

Der höchste Punkt.

Oben anzukommen meint ein erreichtes Ziel – und die stille Frage danach, wohin es nun geht. Der Gipfel im Traum ist oft kühl und einsam; das gehört zur Auskunft.

Giraffe Tiere

Sieht weit, reicht hoch.

Die Giraffe steht für Überblick, der Abstand kostet: Wer so weit sieht, ist von dem, was unten geschieht, ein Stück entfernt.

Glas Dinge

Durchsichtig und zerbrechlich zugleich.

Glas trennt, ohne zu verbergen – man sieht hindurch und kommt trotzdem nicht hin. Genau darum geht es meist: um eine Nähe, die sichtbar, aber nicht erreichbar ist. Zerbrochenes Glas ist seltener ein Unglück als ein Ende, das nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Glaser Menschen

Macht den Durchblick wieder heil.

Eine neue Scheibe einzusetzen, stellt etwas her, das man nicht sieht: Durchsicht. Ein feines Bild für Klarheit, die wiederhergestellt wird.

Glatt Zustände und Gefühle

Kein Halt.

Glattes lässt sich nicht greifen. Es steht für etwas Angenehmes, an dem nichts hängenbleibt – und für Menschen, die man nicht fassen kann.

Glatteis Natur und Wetter

Der Boden trägt und gibt keinen Halt.

Glatteis sieht aus wie normaler Boden. Es steht für eine Lage, in der jeder Schritt zum Sturz führen kann, ohne dass man sieht, warum.

Glatze Körper

Nichts mehr zum Verbergen.

Ausfallendes Haar im Traum meint Verlust an Kraft oder an Ansehen – ein sehr altes Bild. Eine freiwillige Glatze steht dagegen für einen bewussten Verzicht.

Glaube Zustände und Gefühle

Sicher sein, ohne Beweis.

Glaube im Traum meint nicht nur Religion. Er meint jedes Festhalten an etwas, wofür es keine Sicherheit gibt – an einem Menschen, an einem Ausgang, an sich selbst.

Glaubenszweifel Zustände und Gefühle

Der Halt, der immer da war, trägt nicht mehr.

Den Glauben zu verlieren ist im Traum kein Streit mit Gott, sondern ein Verlust wie jeder andere – nur tiefer, weil er das trifft, worauf alles andere stand.

Gleichgewicht Körper

Die Mitte halten.

Das Gleichgewicht steht für die Balance zwischen Ansprüchen. Zu schwanken meint, dass gerade zu viel auf einer Seite liegt.

Gleichgültigkeit Zustände und Gefühle

Es berührt dich nicht mehr.

Gleichgültigkeit im Traum ist auffälliger als jedes starke Gefühl, denn Träume sind normalerweise voller Anteilnahme. Wo sie auftritt, hat sich jemand von etwas verabschiedet – oder er schützt sich gerade davor, es zu spüren.

Gleichzeitig Zustände und Gefühle

Mehreres verlangt dasselbe.

Dinge, die im Traum gleichzeitig geschehen, gehören zusammen – auch wenn sie im Wachen nichts miteinander zu tun haben. Der Traum legt sie übereinander, weil sie dasselbe Gefühl machen.

Gleise Wege und Fahrzeuge

Ein Weg, von dem man nicht abbiegen kann.

Gleise führen genau dorthin, wohin sie gelegt wurden – das ist Sicherheit und Enge zugleich. Im Traum stehen sie für eine Lebensbahn, die festgelegt scheint. Auf Gleisen zu gehen ist gefährlich und heißt: Du bewegst dich in einer Spur, die für etwas anderes gemacht ist.

Gletscher Orte und Räume

Bewegt sich, und niemand sieht es.

Der Gletscher schiebt sich um Zentimeter im Jahr und verändert ganze Täler. Er steht für eine Veränderung, die zu langsam ist, um bemerkt zu werden, und zu groß, um sie aufzuhalten.

Glocke Dinge

Ein Zeichen, das alle hören.

Glocken rufen zusammen: zur Andacht, zum Fest, zur Trauer, zur Gefahr. Sie sind das öffentlichste Geräusch, das es gibt. Im Traum stehen sie für etwas, das nicht mehr privat bleiben wird – eine Nachricht, die herauskommt, ein Termin, der feststeht. Welche Art Läuten es war, sagt den Rest: freudig, mahnend oder traurig.

Glockenschlag Dinge

Die Zeit wird ausgerufen.

Glocken teilen den Tag ein und rufen zusammen. Im Traum markieren sie eine Stunde, die zählt – und das Läuten gehört zu Hochzeit wie zu Begräbnis.

Glück Zustände und Gefühle

Ein Zustand, kein Ereignis.

Glück im Traum meint fast nie das große Glück, sondern einen Augenblick ohne Mangel – und deshalb ist es nicht etwas, das einem zustößt, sondern etwas, das gerade nicht fehlt. Es lohnt zu prüfen, was im Traum dabei vorkam: Das ist häufiger der Anlass als der große Umstand, den man vermuten würde.

Glück wünschen Was man tut

Beistand aus der Ferne.

Jemandem Glück zu wünschen ändert nichts und hilft trotzdem. Im Traum steht die Geste für Zuwendung von Menschen, die nicht eingreifen können.

Glühbirne Dinge

Sie geht, bis sie plötzlich nicht mehr geht.

Eine durchgebrannte Birne ist ein kleiner, vollständiger Ausfall. Sie steht für einen Einfall, ein Verständnis oder eine Freude, die unvermittelt weg ist.

Glühwürmchen Tiere

Eigenes Licht, ganz klein.

Das Glühwürmchen steht für eine Hoffnung, die nicht viel hermacht und trotzdem leuchtet. Es kommt in Sommernächten und in Träumen nach schweren Wochen.

Glut Dinge

Feuer ohne Flamme.

Glut unter der Asche hält sich lange und braucht wenig. Sie steht für eine Zuneigung oder einen Zorn, der nicht erloschen ist – nur unsichtbar geworden.

Gnade Zustände und Gefühle

Verschont werden, obwohl man es nicht verdient hätte.

Gnade ist mehr als Vergebung: Sie fragt nicht nach Schuld. Im Traum steht sie für einen Augenblick, in dem etwas Hartes weich wird, ohne dass du etwas dafür getan hast. Solche Bilder kommen bei Menschen, die streng mit sich sind – und sie sind ein Angebot.

Gold Dinge

Der eigene Wert, nicht der Preis.

Gold im Traum meint selten Reichtum. Es steht für das, was wirklich zählt – und manchmal für den Irrtum, den Wert am Glanz zu messen.

Golden Natur und Wetter

Wert und Licht zugleich.

Goldener Glanz steht für etwas Kostbares und für die Sonne. Im Traum färbt er alles, worauf er fällt – und macht es bedeutsam.

Goldklumpen Dinge

Wertvoll, roh, und noch nicht verarbeitet.

Ein Goldklumpen ist Wert ohne Form: Noch hat ihn niemand zu etwas gemacht. Im Traum steht er für eine Begabung oder eine Gelegenheit im Rohzustand. Dass du ihn gefunden hast, ist die halbe Nachricht; was du damit gemacht hast, die andere.

Goldstück Dinge

Wert, den man anfassen kann.

Anders als Geld auf einem Konto hat ein Goldstück Gewicht. Im Traum steht es für etwas Wertvolles, das wirklich da ist – und oft ist das kein Besitz, sondern eine Fähigkeit.

Gosse Orte und Räume

Ganz unten, und es fließt vorbei.

Die Gosse ist der tiefste Punkt der Straße, und dort sammelt sich, was niemand will. Im Traum steht sie für ein Gefühl der Wertlosigkeit – nicht der Armut. Wer dort liegt, hält sich für abgeschrieben, und das ist ein Urteil, keine Lage.

Gotteslästerung Was man tut

Antasten, was unantastbar sein soll.

Auch wer nicht gläubig ist, hat Dinge, die er nicht antastet. Im Traum steht Gotteslästerung für einen Bruch mit etwas Heiligem – und die Erleichterung dabei ist oft größer als die Scham.

Graben Was man tut

Etwas hervorholen, das zugedeckt war.

Graben ist Erinnerungsarbeit. Was man findet, war schon da – nur bedeckt. Das Bild kommt in Zeiten, in denen man alte Dinge ansieht, freiwillig oder weil man muss. Etwas zu vergraben ist die Gegenrichtung und ebenso deutlich.

Grabmal Orte und Räume

Ein Ort für etwas, das vorbei ist.

Ein Grabmal ist gebaute Endgültigkeit, und zugleich ein Ort, an den man zurückkehren kann. Im Traum steht es für eine abgeschlossene Sache, die einen Platz bekommen hat. Wessen Name daraufstand, ist die Deutung – und oft steht gar keiner da.

Grabstein Dinge

Der Name bleibt stehen.

Der Grabstein hält einen Namen fest. Im Traum steht er für Erinnerung, die einen Ort hat – und den eigenen Namen dort zu lesen, meint die Frage, wofür man in Erinnerung bleiben wird.

Grau Zustände und Gefühle

Weder noch.

Grau meint Unentschiedenheit und Ermüdung. Es taucht auf, wenn etwas lange gleich bleibt, ohne gut oder schlecht zu sein.

Grauen Zustände und Gefühle

Angst, die sich nicht auf etwas richtet.

Grauen ist die Angst ohne Gegenüber: Es ist nichts da, vor dem man fliehen könnte, und trotzdem ist alles falsch. Im Traum ist das eine der ehrlichsten Empfindungen überhaupt und schwerer zu erzählen als jeder Verfolgungstraum. Die Stimmung ist hier die ganze Deutung.

Graupel Natur und Wetter

Weder Schnee noch Regen.

Graupel ist das Wetter des Dazwischen: zu kalt für Regen, zu warm für Schnee. Im Traum steht er für eine Zeit, die sich nicht entscheidet – unangenehm, aber nicht schlimm.

Grausamkeit Zustände und Gefühle

Schaden ohne Not.

Grausamkeit unterscheidet sich von Gewalt durch die Kälte: Da ist kein Zorn, nur Absicht. Im Traum trifft sie besonders tief, weil sie unerklärlich bleibt. Sie steht oft für eine Erfahrung, bei der jemand ohne Grund hart zu dir war – und für die Frage, ob du ihm das verziehen hast.

Grenze Orte und Räume

Wo das eine aufhört.

Die Grenze im Traum ist fast immer eine eigene: was man sich erlaubt, was man zulässt. Ob man durchgelassen wurde, ist die Frage, die der Traum stellt.

Grenzstein Dinge

Bis hierhin gehört es dir.

Ein Grenzstein steht fest und wird nicht verhandelt. Er ist das klarste Bild für eine Abgrenzung, die anerkannt ist.

Griff Dinge

Die Stelle zum Anfassen.

Der Griff ist der Teil, für den ein Ding gemacht ist. Ein abgebrochener Griff steht für etwas Nützliches, an das man nicht mehr herankommt.

Grille Tiere

Man hört sie, man sieht sie nicht.

Die Grille steht für einen Gedanken, der ständig da ist, ohne sich zu zeigen. Ihr Zirpen gehört zu warmen, langen Abenden.

Größe Dinge

Das Verhältnis, in dem du zu etwas stehst.

Im Traum stimmen Größen nie zufällig. Was zu groß ist, überfordert; was geschrumpft ist, hat seine Macht über dich verloren. Entscheidend ist immer, wie groß du selbst daneben warst.

Großeltern Menschen

Zwei Geschlechter weiter zurück.

Großeltern im Traum sind selten Personen und meistens eine Haltung: das, was älter ist als die eigenen Eltern und deshalb milder. Sie tauchen auf, wenn man Rat braucht, den die Gegenwart nicht hergibt. Was sie sagen, ist häufig das Vernünftigste im ganzen Traum.

Großmutter Menschen

Herkunft, Trost, das Wissen der Älteren.

Die Großmutter gehört zu den wärmsten Traumbildern überhaupt und ist in fast allen Überlieferungen eine ratgebende Gestalt. Sie taucht auf, wenn Halt gebraucht wird oder wenn eine Entscheidung ansteht, bei der man sich fragt, was die Älteren getan hätten. Lebt sie nicht mehr, ist der Traum Trauerarbeit und keine Botschaft von drüben – er kommt gehäuft an Jahrestagen.

Großvater Menschen

Erfahrung, Ordnung, eine Stimme mit Gewicht.

Der Großvater steht für erworbene Erfahrung und für Regeln, die älter sind als man selbst. Er erscheint häufig, wenn es um Verantwortung geht oder um eine Frage, bei der man eine Instanz vermisst. Wichtig ist sein Ton im Traum: Ein wohlwollender Großvater bestätigt, ein strenger stellt in Frage – und beide Stimmen hat man selbst im Kopf.

Großzügigkeit Zustände und Gefühle

Geben, ohne nachzuzählen.

Großzügig ist nicht, wer viel hat, sondern wer nicht rechnet. Im Traum zeigt sie, dass genug da ist – nicht auf dem Konto, sondern innen.

Grün Zustände und Gefühle

Wachstum und Hoffnung.

Grün ist die Farbe des Lebendigen. Wo sie im Traum auftaucht, ist etwas im Werden – auch wenn das Bild daneben schwierig ist.

Grüßen Was man tut

Einander bemerken.

Der Gruß ist die kleinste Form von Anerkennung. Nicht gegrüßt zu werden ist im Traum eine deutliche Zurückweisung – ohne dass ein Wort fällt.

Gürtel Dinge

Was zusammenhält – und einengt.

Der Gürtel steht für Selbstbeherrschung. Zu eng geschnallt meint Verzicht, der über das Nötige hinausgeht.

Gut aufgehoben sein Zustände und Gefühle

Hier passiert dir nichts.

Gut aufgehoben zu sein, ist das letzte Stichwort dieses Lexikons und nicht zufällig: Es ist der Zustand, auf den alle Traumbilder von Haus, Nest, Wärme und Nähe hinauslaufen. Wer so träumt, hat etwas gefunden – im Traum und vielleicht auch sonst.

Gut aufgewacht Zustände und Gefühle

Der Morgen ist freundlich.

Wer gut aufwacht, hat im Schlaf etwas geordnet bekommen. Das ist die häufigste und unauffälligste Leistung des Traums – und die wichtigste.

Gut zugeredet bekommen Zustände und Gefühle

Jemand spricht dir zu.

Zuspruch im Traum kommt aus einem selbst, auch wenn ihn eine fremde Gestalt ausspricht. Was gesagt wurde, darf man ernst nehmen – es ist der eigene bessere Teil.

Guter Geruch Zustände und Gefühle

Ein Geruch, der etwas aufmacht.

Gerüche gehen im Traum direkt an die Erinnerung – sie umgehen den Verstand. Was da gerochen wurde, führt fast immer zu einer bestimmten Zeit im Leben.

Gymnastik Was man tut

Bewegung, die man sich vornimmt.

Sport im Traum steht selten für den Körper und meistens für Disziplin: Man tut etwas, weil es guttut, nicht weil es Spaß macht. Ob du durchgehalten hast, ist die Auskunft.

H

Haar Körper

Kraft und Selbstbild – das, was man von sich herzeigt.

Hacke Dinge

Trennt Nützliches von Wucherndem.

Die Hacke steht für regelmäßige Pflege, die nie fertig ist. Wer einmal aufhört, hat doppelt zu tun.

Hafen Orte und Räume

Wo Reisen enden und beginnen.

Der Hafen steht für Sicherheit nach Bewegung. Er ist ein Ruhebild – aber auch ein Ort, an dem Schiffe liegen bleiben, die fahren sollten.

Hagel Natur und Wetter

Regen, der schlägt.

Hagel schlägt nieder, was gewachsen ist, und ist in Minuten vorbei. Er steht für einen harten Schlag von außen, der Arbeit von Monaten zunichtemacht.

Hahn Tiere

Der laute Anfang eines Tages.

Der Hahn kündigt an und stellt sich dar. Er steht für Selbstbehauptung, die gehört werden will – manchmal für die eigene, manchmal für die eines anderen, die laut wird.

Hai Tiere

Gefahr unter der Oberfläche.

Der Hai steht für eine Bedrohung im Gefühlsbereich, die man nicht kommen sieht. Er ist fast nie ein Mensch, sondern eine Sorge, die unter allem mitschwimmt.

Haken Dinge

Hält, und man bleibt daran hängen.

Der Haken trägt etwas und fängt etwas ein. „Die Sache hat einen Haken“ ist im Traum keine Redensart, sondern das Bild selbst.

Halb Zustände und Gefühle

Angefangen und nicht fertig.

Etwas Halbes steht für einen Zwischenzustand: nicht mehr nichts und noch nicht alles. Im Traum ist das eine Aufforderung, nicht ein Vorwurf.

Halb voll oder halb leer Zustände und Gefühle

Dieselbe Menge, zwei Urteile.

Ob ein Glas halb voll oder halb leer ist, sagt nichts über das Glas. Im Traum ist es ein Bild für die eigene Grundhaltung – und die ist änderbar.

Halb wach Zustände und Gefühle

Weder Schlaf noch Tag.

Der Zustand zwischen Schlafen und Wachen ist der durchlässigste, den es gibt. Was einem dort einfällt, ist oft brauchbarer als was man am Schreibtisch erarbeitet.

Halbdunkel Natur und Wetter

Man sieht etwas, aber nicht genug.

Halbdunkel ist unangenehmer als völlige Finsternis: Es zeigt Umrisse und lässt sie offen. Ein Bild für unvollständige Auskunft.

Hals Körper

Die enge Stelle zwischen Kopf und Herz.

Der Hals verbindet Denken und Fühlen, und er ist die engste Stelle dazwischen. Ein zugeschnürter Hals meint etwas Ungesagtes, nicht etwas Körperliches.

Halskette Dinge

Schmuck an einer empfindlichen Stelle.

Die Halskette schmückt und liegt zugleich um den Hals. Sie steht für eine Bindung, die schön ist und eng sein kann.

Halt Zustände und Gefühle

Etwas, das bleibt, wenn man loslässt.

Halt ist nicht dasselbe wie Festhalten: Wer sich festhält, hat keinen. Gemeint ist das, was auch dann noch da ist, wenn man die Hand öffnet – ein Mensch, eine Gewohnheit, ein Ort. Träume von Halt kommen, wenn sich zu vieles gleichzeitig bewegt.

Haltestelle Orte und Räume

Warten auf etwas, das kommen soll.

Die Haltestelle ist ein Ort, an dem man nichts tun kann als warten. Sie steht für eine Zeit zwischen zwei Abschnitten, in der nichts von einem abhängt.

Hammer Dinge

Kraft auf einen Punkt.

Der Hammer steht für Durchsetzung: Etwas soll halten oder nachgeben, und dafür braucht es Wucht. Im Traum ist er selten Gewalt – er ist das Werkzeug für das, was sich nicht überreden lässt.

Hamster Tiere

Sammelt über den Bedarf.

Der Hamster steht für Vorsorge, die in Angst gekippt ist. Wer so träumt, legt im Wachen mehr zurück, als er brauchen wird – an Geld, an Kraft oder an Worten.

Hand Körper

Womit man handelt – und was man festhält.

Hand in Hand Zustände und Gefühle

Verbunden und beide frei.

Sich an den Händen zu halten, ist die gleichberechtigtste Geste überhaupt: Beide können loslassen. Sie steht für eine Nähe ohne Besitz.

Handauflegen Was man tut

Heilung durch Berührung.

Das Handauflegen ist eine sehr alte Geste. Im Traum steht sie für Zuwendung ohne Worte – und dafür, dass Berührung selbst etwas ausrichtet.

Handfläche Körper

Die offene Hand.

Die geöffnete Handfläche zeigt, dass nichts verborgen wird. Sie ist die Geste des Anbietens und des Bittens zugleich.

Handgelenk Körper

Schmal und leicht zu halten.

Am Handgelenk gepackt zu werden ist ein Bild für Festhalten gegen den eigenen Willen. Es sagt weniger über Gewalt als über Abhängigkeit.

Händler Menschen

Wer Wert gegen Wert tauscht.

Der Händler stellt die Frage nach dem Geschäft: Was gibst du, was nimmst du, und ist der Tausch gerecht?

Handschuh Dinge

Anfassen, ohne zu berühren.

Handschuhe stehen für Vorsicht im Umgang – für Dinge, die man anpackt, ohne sich die Hände schmutzig machen zu wollen.

Handtasche Dinge

Das Nötigste, mitgenommen.

Die Handtasche enthält, was man außer Haus braucht. Sie zu verlieren, steht für den Verlust der eigenen Handlungsfähigkeit unterwegs.

Handtuch Dinge

Nach dem Waschen.

Das Handtuch steht für das Abschließen einer Reinigung: Es ist vorbei, man macht sich trocken und geht weiter.

Handwerker Menschen

Wer etwas in Ordnung bringt.

Handwerker stehen für Reparatur im Leben. Dass einer im Traum kommt, ist ein gutes Zeichen: Es gibt jemanden, der es kann.

Hängematte Dinge

Ruhe, die an zwei Punkten hängt.

Die Hängematte trägt nur, solange beide Enden halten – darin liegt ihr Bild. Sie steht für eine Erholung, die von etwas abhängt: von zwei Menschen, zwei Umständen, zwei Sicherheiten. Solange sie schaukelt, ist alles gut. Wer daraus fällt, hat einen Halt verloren.

Harfe Dinge

Ein Klang, den man mit bloßen Fingern macht.

Die Harfe braucht kein Werkzeug zwischen Hand und Saite. Im Traum steht sie für etwas Zartes, das unmittelbar berührt – und oft für Trost ohne Worte.

Harke Dinge

Zieht zusammen, was verstreut liegt.

Die Harke ordnet die Oberfläche. Sie steht für das Aufräumen nach einer Arbeit – und dafür, dass man dabei den Boden ebnet.

Harmonie Zustände und Gefühle

Wenn nichts mehr gegeneinander zieht.

Harmonie im Traum ist kein Glückszustand, sondern das Ausbleiben eines Widerspruchs: Nichts zieht mehr in zwei Richtungen. Sie stellt sich nicht durch Anstrengung ein, sondern dadurch, dass etwas aufhört. Wer sie im Traum erlebt, sollte nachsehen, was darin gerade NICHT vorkam.

Hart Zustände und Gefühle

Es gibt nicht nach.

Hartes trägt und verletzt. Im Traum steht es für Haltungen, an denen nichts zu rütteln ist – die eigenen eingeschlossen.

Harz Natur und Wetter

Der Baum verschließt seine Wunde.

Harz tritt aus, wo ein Baum verletzt wurde, und dichtet die Stelle ab. Es steht für Selbstheilung – langsam, klebrig und wirksam.

Hase Tiere

Schnell weg und schnell viel.

Der Hase steht für Fluchtbereitschaft und für Fruchtbarkeit. Welches gemeint ist, sagt der Traum selbst: Wer flieht, meint das eine; wo viele sind, das andere.

Hass Zustände und Gefühle

Wut, die geblieben ist.

Hass im Traum ist Wut, die lange keinen Ausgang hatte. Er richtet sich auf eine Gestalt, meint aber fast immer eine Kränkung, die nie besprochen wurde.

Haus Orte und Räume

Du selbst – jeder Raum ein Teil von dir.

Das Haus ist das umfassendste Traumbild überhaupt: Es bist du. Der Keller ist, was du wegschließt; das Dachgeschoss, was du denkst; die Küche, wovon du lebst; das Schlafzimmer, was niemand sieht. Ein unbekanntes Zimmer zu entdecken ist ein gutes Zeichen – da ist mehr in dir, als du dachtest.

Hausaufgabe Zustände und Gefühle

Etwas war zu tun und blieb liegen.

Die nicht gemachte Hausaufgabe steht für eine Verpflichtung, die man kennt und aufschiebt. Der Traum erinnert daran, ohne zu schimpfen.

Haushalt Orte und Räume

Was täglich getan werden muss, damit es weitergeht.

Der Haushalt ist die Arbeit, die niemand sieht, solange sie getan wird. Im Traum steht er für die Grundordnung des eigenen Lebens. Ist er in Unordnung, fragt der Traum nicht nach Putzen – er fragt, ob das Grundlegende gerade noch geregelt ist.

Hausmeister Menschen

Kennt jede Tür.

Der Hausmeister weiß, wie das Haus funktioniert, und steht nie im Vordergrund. Er ist ein Bild für praktisches Wissen, das unterschätzt wird.

Haustürschlüssel Dinge

Zugang zum Eigenen.

Den Hausschlüssel zu verlieren ist ein häufiges Bild und meint selten Einbruch: Es geht um den Zugang zu sich selbst, der gerade nicht klappt.

Haut Körper

Die Grenze zwischen innen und außen.

Die Haut steht für Empfindlichkeit und Schutz. Wo sie im Traum leidet, geht es um Nähe, die zu viel oder zu wenig war.

Häutung Tiere

Die alte Hülle bleibt liegen.

Die Häutung ist das genaueste Bild für Erneuerung: Was zu eng geworden ist, wird abgestreift und bleibt sichtbar zurück. Das Tier ist danach dasselbe und passt wieder in sich.

Hebamme Menschen

Wer hilft, dass Neues herauskommt.

Die Hebamme steht für Beistand bei etwas, das ohnehin geschieht. Sie macht es nicht, sie begleitet es – das ist im Traum oft genau der Unterschied, um den es geht.

Hebel Dinge

Wenig Kraft, große Wirkung.

Der Hebel macht aus geringem Druck große Bewegung – es kommt nur auf den Ansatzpunkt an. Ein Bild für eine kleine Änderung an der richtigen Stelle.

Heben Was man tut

Gegen die Schwerkraft.

Heben kostet immer Kraft. Es steht für eine Anstrengung, die etwas auf ein anderes Niveau bringt – und für die Frage, ob man es allein schafft.

Hecht Tiere

Wartet still und schlägt zu.

Der Hecht steht für eine Gefahr, die sich nicht bewegt, bis es so weit ist. Im Traum warnt er vor Ruhe, die keine ist.

Hecke Natur und Wetter

Eine Grenze, die lebt.

Die Hecke trennt, ohne zu mauern. Sie steht für eine Abgrenzung, die gewachsen ist – und die man an einer Stelle durchbrechen kann.

Hefe Dinge

Wenig bewirkt viel.

Hefe ist kaum zu sehen und verändert die ganze Masse. Sie steht für einen kleinen Anstoß mit großer Wirkung – im Guten wie im Schlechten.

Heide Natur und Wetter

Weit, karg und trügerisch.

Heide und Moor stehen für Landschaften ohne Halt. Im Sumpf zu versinken meint eine Lage, in der jede Bewegung tiefer hineinführt.

Heilen Was man tut

Etwas wächst wieder zusammen.

Heilung ist ein Vorgang, kein Ereignis – und Träume zeigen sie deshalb gern in kleinen Bildern: eine Wunde, die sich schließt, ein Riss, der verschwindet. Das ist keine Vorhersage über den Körper. Es heißt, dass in dir etwas daran arbeitet.

Heilerin Menschen

Wissen, das nicht aus Büchern kommt.

Die Heilerin steht für altes, erfahrenes Wissen – und oft für einen Teil von dir, der mehr weiß, als du dir eingestehst.

Heiliger Menschen

Ein Vorbild ohne Fehl.

Die Heiligengestalt steht für den eigenen Anspruch an sich selbst. Sie ist meist zu hoch angesetzt, und genau das zeigt der Traum mit dem Abstand, den er zwischen dich und sie legt.

Heilung Körper

Etwas kommt in Ordnung.

Heilungsträume kommen oft, bevor jemand im Wachen bemerkt, dass eine schwere Zeit vorbei ist. Sie sind zuverlässiger als das eigene Gefühl.

Heimat Orte und Räume

Wo man herkommt.

Heimat im Traum ist selten ein Ort auf der Karte. Sie meint den Zustand, in dem man nichts erklären muss – und der Traum ruft sie, wenn dieser Zustand im Wachen fehlt.

Heimatlos Zustände und Gefühle

Überall, und nirgends daheim.

Heimatlosigkeit ist nicht Obdachlosigkeit: Man kann ein Haus haben und trotzdem nirgends hingehören. Im Traum steht das Bild für eine Zeit, in der das Vertraute nicht mehr trägt. Es ist ein Übergangsbild – und Übergänge gehen vorbei.

Heimkehr Was man tut

Wieder bei sich sein.

Heimzukommen ist eines der freundlichsten Traumbilder. Es meint, dass etwas an seinen Platz zurückfindet – oft nach einer Zeit, in der man neben sich stand.

Heimliche Liebe Menschen

Zuneigung, die nicht dastehen darf.

Eine heimliche Liebe im Traum meint nicht zwingend einen Menschen. Sie steht für einen Wunsch, den man vor sich selbst oder vor anderen geheim hält – das kann auch ein Beruf sein oder ein Leben, das man lieber hätte.

Heimweg Wege und Fahrzeuge

Der Weg zurück.

Der Heimweg steht für das Bedürfnis nach einem Ort, an dem man nichts mehr sein muss. Dass er im Traum oft nicht zu finden ist, sagt genau das.

Heimweh Zustände und Gefühle

Zurückwollen.

Heimweh meint nicht nur einen Ort, sondern einen Zustand: als es einfacher war. Es kommt in Zeiten der Überforderung und ist kein Rückschritt.

Heiratsantrag Was man tut

Eine Frage mit Gewicht.

Der Antrag steht für eine Entscheidung, die einer stellt und der andere beantwortet. Im Traum geht es um jede Bindung, die öffentlich werden soll.

Heiserkeit Körper

Die Stimme trägt nicht.

Heiserkeit steht für Reden, das zu lange gegen Widerstand ging. Wenn die Stimme im Traum ganz versagt, ist es keine Krankheit, sondern Erschöpfung vom Nichtgehörtwerden.

Heiterkeit Zustände und Gefühle

Leichtigkeit ohne Anlass.

Heiterkeit ist weniger als Freude und hält länger: Es ist die Stimmung, in der nichts drückt. Träume davon sind selten und sollten notiert werden – sie zeigen, dass so ein Zustand in dir vorhanden ist, auch wenn der Alltag gerade anders aussieht.

Heizung Dinge

Wärme, die Arbeit macht.

Die Heizung steht für Zuwendung, die hergestellt werden muss. Eine kalte Heizung meint eine Beziehung, in der niemand mehr nachlegt.

Hektik Zustände und Gefühle

Zu viel auf einmal.

Hektik zeigt Überlastung, die nicht mehr sortiert wird. Wer so träumt, hat im Wachen zu viele offene Enden – und der Traum legt sie alle in eine Szene.

Held Menschen

Der, der es macht.

Der Held steht für die Fähigkeit, in einer bedrohlichen Lage zu handeln. Im Traum ist er meistens jemand anderes – und das zeigt, wem du diese Fähigkeit gerade zuschreibst.

Helfen Was man tut

Fürsorge – deine oder die für dich.

Wer im Traum hilft, sorgt im Wachen oft für zu viele. Wer gerettet wird, gesteht sich zu, dass er Hilfe brauchen darf – und das fällt vielen schwerer als das Helfen selbst. Achte darauf, in welcher der beiden Rollen du warst.

Hellseher Menschen

Jemand behauptet zu wissen, was kommt.

Der Hellseher im Traum steht für den Wunsch nach Gewissheit – und für das Misstrauen dagegen, beides zugleich. Was er sagt, ist nie eine Vorhersage: Es ist etwas, das du selbst schon vermutest und dir nicht zugestehen willst.

Hellwach Körper

Von null auf ganz da.

Plötzliche Wachheit im Traum zeigt eine Warnung an: Etwas hat die Aufmerksamkeit geweckt, bevor der Verstand es einordnen konnte.

Helm Dinge

Schutz für das Wichtigste.

Der Helm schützt den Kopf gegen einen Schlag, mit dem man rechnet. Er steht für eine Vorsicht, die eine Gefahr schon voraussetzt.

Hemd Dinge

Das Nächste am Körper, das man zeigt.

Das Hemd liegt zwischen Haut und Welt. Ein frisches Hemd steht für einen Neuanfang im Kleinen; „das letzte Hemd“ für alles, was man noch hat.

Henker Menschen

Der, der es ausführt – nicht der, der es beschlossen hat.

Der Henker ist die unheimlichste Gestalt im Traum, weil er kein Urteil fällt: Er führt aus. Er steht für eine Unausweichlichkeit, an der niemand mehr etwas ändert. Manchmal ist er auch der Teil von dir, der gnadenlos durchzieht, was einmal entschieden wurde.

Herbst Natur und Wetter

Ernte und Loslassen zugleich.

Der Herbst steht für das Einbringen dessen, was gewachsen ist – und für das Abgeben dessen, was nicht bleibt.

Herde Tiere

Viele bewegen sich als eines.

Die Herde steht für die Kraft und die Gefahr des Mitlaufens. Ob du dazugehörtest oder danebenstandest, ist die Frage, die der Traum stellt.

Herr und Diener Menschen

Einer schafft an, einer führt aus.

Das Verhältnis von Herr und Diener steht für ein Gefälle, in dem man selbst steckt – im Beruf, in der Familie oder zwischen zwei Seiten von sich.

Herrisch Menschen

Jemand stellt sich über dich.

Ein herrischer Ton im Traum macht klein, ohne dass etwas geschieht. Das Bild kommt, wenn im Wachen jemand über dich bestimmt, der das nicht müsste. Wessen Stimme das war, ist die Frage – und erstaunlich oft ist es eine aus der Vergangenheit.

Herz Körper

Was dir wirklich am Herzen liegt.

Das Herz im Traum ist selten das Organ. Es ist die Mitte, und was daran geschieht, betrifft das Wesentliche. Ein rasendes Herz zeigt Aufregung, ein schweres eine Last, ein verschlossenes einen Rückzug, der schon eine Weile andauert.

Herzklopfen Körper

Der Körper reagiert zuerst.

Herzklopfen im Traum begleitet Aufregung jeder Art – Angst, Freude, Erwartung. Es sagt, dass etwas wichtig war, und nichts über das Herz.

Herzschlag Körper

Aufregung, die man spürt.

Herzklopfen im Traum begleitet Anspannung – Angst oder Freude, der Körper macht da keinen Unterschied. Es ist kein Hinweis auf das Herz, sondern auf die Lage.

Heu Dinge

Eingebracht und trocken gelagert.

Heu ist Vorrat für die karge Zeit. Es steht für Vorsorge, die schon geleistet ist – und beruhigt deshalb im Traum.

Heulen Tiere

Ein langer Laut in die Weite.

Heulen ist ein Ruf über große Entfernung. Es steht für Einsamkeit, die sich mitteilt – und für die Hoffnung, dass jemand antwortet.

Heuschrecke Tiere

Kommt in Mengen und lässt nichts.

Die Heuschrecke steht für einen Verlust, der über einen hereinbricht: nicht ein Schlag, sondern viele auf einmal.

Hexe Menschen

Macht, die man fürchtet.

Die Hexe ist im Traum keine Bösewichtin, sondern Weiblichkeit mit Macht – und die Angst davor. In Märchen wie in Träumen weiß sie Dinge, die den anderen fehlen.

Hilfe holen Was man tut

Nicht allein bleiben damit.

Hilfe zu holen, statt es allein zu versuchen, ist im Traum ein Wendepunkt. Es gilt auch im Wachen: Wer in wirklicher Not ist, muss nicht warten, bis es schlimmer wird – es gibt Stellen, die zuhören, und das ist kein Eingeständnis von Schwäche.

Hilfe von unerwarteter Seite Zustände und Gefühle

Von dort hätte man es nicht erwartet.

Hilfe von jemandem, von dem man sie nicht erwartet hätte, stellt ein Urteil in Frage. Der Traum korrigiert damit eine Zuschreibung.

Hilflosigkeit Zustände und Gefühle

Sehen, was geschieht, und nicht eingreifen können.

Hilflosigkeit ist schwerer als Angst, weil sie keine Richtung hat. Wer sie träumt, steht daneben, während etwas passiert. Meistens geht es dabei um jemand anderen, nicht um einen selbst.

Himmel Orte und Räume

Das Große über allem.

Der Himmel steht für den Rahmen, in dem alles geschieht. Seine Farbe und sein Zustand färben den ganzen Traum – ein klarer Himmel über einem schweren Bild mildert es.

Hin und her überlegen Was man tut

Beide Seiten, immer wieder.

Langes Abwägen im Traum zeigt, dass eine Entscheidung reif ist und nicht getroffen wird. Es geht dabei selten um zu wenig Auskunft.

Hinabsteigen Was man tut

Bewusst nach unten.

Freiwillig hinunterzugehen ist kein Abstieg im schlechten Sinn: Es meint, sich etwas anzusehen, das unten liegt. Ein Bild für Selbsterkundung.

Hinaufklettern Was man tut

Aufstieg mit Händen und Füßen.

Klettern ist Aufstieg, der Einsatz verlangt und Halt sucht. Jeder Griff muss sitzen – deshalb steht es für einen Weg nach oben, den man sich erarbeitet.

Hinaustreten Was man tut

Vom Innen ins Außen.

Hinauszutreten ist ein kleiner, vollständiger Übergang: andere Luft, anderes Licht, anderes Geräusch. Er steht für einen Wechsel der Perspektive.

Hinlegen Was man tut

Aufhören, sich aufrecht zu halten.

Sich hinzulegen ist eine der wenigen Handlungen, die zugleich ein Aufgeben und eine Erlaubnis sind. Im Traum sagt der Ort alles: ein Bett, eine Wiese oder mitten auf dem Weg.

Hinter der Tür Orte und Räume

Etwas ist dort, und du weißt nicht was.

Die verschlossene Tür mit etwas dahinter ist ein Spannungsbild. Ob du aufgemacht hast, ist die eigentliche Handlung des Traums – und wenn nicht, kommt er wieder.

Hinter jemandem stehen Zustände und Gefühle

Rückendeckung geben.

Hinter jemandem zu stehen, heißt im Deutschen längst nicht mehr nur einen Platz. Es steht für Unterstützung, die man nicht aussprechen muss.

Hinterhalt Orte und Räume

Es war vorbereitet, und du wusstest nichts davon.

Der Hinterhalt ist die Gefahr, die sich Zeit genommen hat. Im Traum steht er für ein Misstrauen ohne Beweis – etwas an einer Lage stimmt nicht, und du weißt noch nicht, was. Wer im Traum überfallen wird, sollte nicht den Angreifer suchen, sondern die Stelle, an der er sich unsicher fühlt.

Hinterhof Orte und Räume

Die Seite, die niemand sieht.

Der Hinterhof ist der ungepflegte Teil, in dem das Leben stattfindet. Er steht für das Ungeschönte – und ist oft der ehrlichere Ort.

Hirsch Tiere

Würde, die man sehen kann.

Der Hirsch trägt sein Ansehen auf dem Kopf. Er steht für Stolz und Rang – und dafür, dass beides schwer wiegt. Ein abgeworfenes Geweih meint einen Rang, den man abgelegt hat.

Hirte Menschen

Einer, der vorangeht und zählt.

Der Hirte ist die älteste Gestalt für Verantwortung: Er geht voran, er bleibt wach, und er merkt, wenn eines fehlt. Im Traum ist er entweder jemand, der über dich wacht – oder du selbst, dem etwas anvertraut ist. Die Frage, die das Bild stellt, ist beide Male dieselbe: Ist deine Herde vollzählig, und wann hast du zuletzt nachgesehen?

Hitze Körper

Zu viel Nähe oder zu viel Druck.

Hitze im Traum meint Bedrängnis: eine Lage, in der die Luft knapp wird. Sie unterscheidet sich von Wärme, die guttut.

Hitzewelle Natur und Wetter

Es hört nicht auf, heiß zu sein.

Eine einzelne heiße Stunde ist Sommer; tagelange Hitze ist eine Belastung. Im Traum steht sie für einen Druck, der keine Pause macht – und gegen den auch die Nacht nicht hilft.

Hobbyraum Orte und Räume

Wo man tut, was niemand verlangt.

Räume fürs Eigene stehen für das, was einen ausmacht und keinen Zweck erfüllt. Verstaubt er im Traum, ist etwas zu lange liegen geblieben.

Hobel Dinge

Macht glatt.

Der Hobel nimmt Unebenheiten in dünnen Spänen ab. Er steht für ein Zurechtstutzen – und die Redensart, dass dabei Späne fallen, meint genau das.

Hochgebirge Natur und Wetter

Berge, die zu groß sind, um sie zu besteigen.

Das Hochgebirge ist schön und unzugänglich zugleich. Anders als ein einzelner Berg lädt es nicht zum Steigen ein – es steht für etwas Großes, das man ansieht und nicht angeht.

Hochmut Zustände und Gefühle

Sich über andere stellen.

Hochmut ist Stolz ohne Grund, und der Traum zeigt ihn meist an der Fallhöhe: Wer im Bild oben steht und hinunterblickt, steht selten sicher.

Hochsommer Natur und Wetter

Alles steht im vollen Saft.

Der Hochsommer ist der Höhepunkt des Jahres und zugleich die Zeit, in der nichts vorangeht. Er steht für Fülle, die schwer macht.

Hochstapler Menschen

Jemand spielt eine Rolle, die ihm nicht zusteht.

Der Hochstapler ist im Traum häufig man selbst – und dann geht es um das Gefühl, am eigenen Platz nicht hinzugehören. Das ist verbreiteter, als die Betroffenen glauben, und es sagt nichts über die tatsächliche Eignung aus, sondern über das Zutrauen.

Hochzeit Was man tut

Eine Verbindung – nicht unbedingt mit einem Menschen.

Die Hochzeit steht für ein Zusammenkommen zweier Seiten: zweier Menschen, aber ebenso zweier Anteile in dir, die sich lange gestritten haben. Deshalb träumen auch Menschen davon, die niemanden heiraten wollen.

Hocker Dinge

Sitzen ohne Anlehnen.

Der Hocker gibt keinen Rückhalt. Er steht für einen Platz, an dem man ist, ohne getragen zu werden.

Hof Orte und Räume

Halb draußen, halb geschützt.

Der Hof gehört zum Haus und ist doch im Freien – ein Zwischenraum. Als Traumbild steht er für Bereiche des Lebens, in denen man sich zeigt, ohne sich ganz auszusetzen. Höfe aus der Kindheit tauchen besonders häufig auf.

Hoffnung Zustände und Gefühle

Etwas beginnt wieder möglich zu werden.

Hoffnung im Traum ist kein Wunschdenken, sondern ein Zeichen: Sie stellt sich ein, wenn im Wachen etwas in Bewegung gekommen ist, das man noch nicht bemerkt hat.

Höhe Orte und Räume

Der Überblick und der Absturz in einem.

Von oben sieht man weiter und steht schlechter. Im Traum gehört zur Höhe deshalb fast immer beides: Stolz auf das Erreichte und die Angst davor, wie tief es hinunterginge.

Höhle Orte und Räume

Rückzug – geschützt und eng zugleich.

Anders als der Tunnel führt die Höhle nirgendwo hin; sie ist ein Ort zum Bleiben. Das macht sie zum Bild für Rückzug und Schutz, in vielen Überlieferungen auch für das Mütterliche und für Wiedergeburt: Man geht hinein und kommt anders heraus. Eine Höhle, in der man sich versteckt, ist etwas anderes als eine, in die man neugierig hineingeht.

Hohn Zustände und Gefühle

Gelacht wird, und es ist nicht freundlich.

Ausgelacht zu werden trifft im Traum tiefer als jede Drohung, weil es die Würde angreift und nicht den Körper. Das Bild kommt, wenn man sich im Wachen blamiert fühlt oder fürchtet, nicht ernst genommen zu werden. Wer gelacht hat, ist der Hinweis.

Hölle Orte und Räume

Ein Zustand, aus dem es kein Heraus zu geben scheint.

Die Hölle im Traum ist kein Ort nach dem Tod, sondern ein Zustand: ausweglos, heiß, ohne Ruhe. Sie kommt bei großer Belastung – und sie kommt vor, weil sie ein Bild ist, das jeder kennt, nicht weil sie jemandem droht.

Holunder Natur und Wetter

Der Strauch am Haus.

Der Holunder galt als Schutz des Hauses; man fällte ihn nicht. Im Traum steht er für den Segen, der auf einem Ort liegt – und dafür, dass man ihn nicht antastet.

Holzherd Dinge

Wärme, die Arbeit macht.

Ein Herd, der eingeheizt werden muss, gibt nichts umsonst. Er steht für eine Geborgenheit, die täglich hergestellt wird – und die deswegen mehr wert ist.

Honig Dinge

Süße, für die gearbeitet wurde.

Honig entsteht aus tausend kleinen Wegen. Er steht für ein Ergebnis, das süß ist, weil viel darin steckt – und für Worte, die zu süß sind, um wahr zu sein.

Horchen Was man tut

Etwas erfahren wollen, das nicht für einen bestimmt ist.

Lauschen steht für den Wunsch nach Auskunft ohne zu fragen. Es zeigt meist, dass etwas im Wachen nicht offen gesagt wird.

Horn Tiere

Waffe aus dem eigenen Kopf.

Hörner sind Angriff und Ansehen in einem. Sie stehen für eine Durchsetzungskraft, die zum Wesen gehört und nicht abgelegt werden kann.

Horoskop Dinge

Eine Auskunft über dich, die von außen kommt.

Ein Horoskop im Traum handelt nicht von Astrologie, sondern von der Frage, wer dir sagt, wer du bist. Es kommt in Zeiten, in denen man eine Richtung sucht und sich wünscht, dass sie irgendwo schon aufgeschrieben steht.

Hose Dinge

Kleidung fürs Gehen und Arbeiten.

Die Hose steht für Handlungsfähigkeit im Alltag. Ohne Hose dazustehen ist eines der klassischsten Schambilder – und meint nie den Körper, sondern das Bloßgestelltsein.

Hubschrauber Dinge

Hochkommen, ohne Anlauf zu brauchen.

Der Hubschrauber startet senkrecht und kann stehenbleiben – beides kann sonst nichts. Im Traum steht er für einen Ausweg nach oben und oft für jemanden, der von oben zusieht.

Huf Tiere

Der Schritt ist hörbar.

Hufschlag kündigt an, dass jemand kommt, bevor man ihn sieht. Er steht für ein nahendes Ereignis.

Hufeisen Dinge

Gefundenes Glück.

Das Hufeisen gilt als Glücksbringer, wenn man es findet und nicht kauft. Im Traum steht es für einen Vorteil, der einem zufällt – und den man nicht erzwingen kann.

Hüfte Körper

Die Mitte, die trägt.

Die Hüfte verbindet oben und unten und trägt das Gewicht. Sie steht für das Gleichgewicht zwischen Denken und Tun.

Hügel Orte und Räume

Eine kleine Höhe.

Der Hügel ist der erreichbare Überblick: nicht der große Aufstieg, aber genug, um weiter zu sehen als vorher.

Huhn Tiere

Alltag, Versorgung, das Nächstliegende.

Hühner sind die bodenständigsten Tiere im Traumlexikon: Sie stehen für das Alltägliche und für Vorsorge im Kleinen. Ein Hahn dagegen kündigt an – er ist der Tagesanbruch in Tiergestalt.

Hummel Tiere

Zu schwer und fliegt doch.

Die Hummel gilt als das Tier, das nach den Regeln nicht fliegen dürfte. Sie steht für etwas, das gelingt, obwohl alle Gründe dagegen sprechen.

Hummer Tiere

Harte Schale, die abgeworfen wird.

Der Hummer muss seinen Panzer verlieren, um zu wachsen – und ist in dieser Zeit ohne jeden Schutz. Ein genaues Bild für jede Veränderung, die Mut kostet.

Humpeln Was man tut

Weitergehen, aber nicht mehr richtig.

Humpeln heißt: Es geht noch, und es tut weh. Im Traum steht es für ein Weitermachen mit einer Verletzung, die nicht ausgeheilt ist. Das ist kein Vorwurf – oft bleibt nichts anderes. Aber der Traum meldet, dass es auffällt.

Hund Tiere

Treue – oder das Vertraute, vor dem man sich fürchtet.

Hunger Zustände und Gefühle

Ein Mangel, der nicht satt wird.

Hunger im Traum ist selten körperlich. Er steht für ein Bedürfnis, das übersehen wird – nach Anerkennung, Nähe oder Ruhe.

Hupen Was man tut

Ein Warnruf ohne Worte.

Hupen heißt: Achtung, ich bin hier. Im Traum steht es für einen Hinweis, der dich erreichen soll – oder den du selbst gibst, weil du übersehen wirst. Kurz und scharf wie ein Schreck, und meistens wacht man kurz darauf auf.

Hürde Dinge

Ein Hindernis, das zum Weg gehört.

Die Hürde unterscheidet sich von der Mauer: Sie ist zum Überspringen gemacht. Im Traum steht sie für eine Schwierigkeit, die vorgesehen ist – eine Prüfung, ein Schritt, eine Bedingung. Wie hoch sie war und ob du sie genommen hast, ist die ganze Auskunft.

Husten Körper

Etwas muss heraus.

Husten schafft die Atemwege frei. Im Traum steht es für etwas Festsitzendes, das ausgesprochen werden will – und für die Aufmerksamkeit, die ein Räuspern verlangt.

Hut Dinge

Was man auf dem Kopf trägt – und damit zeigt.

Kopfbedeckungen stehen für Rang und Rolle. Einen Hut zu verlieren meint, in einer Sache nicht mehr als der zu gelten, der man war.

Hüten Was man tut

Aufpassen, dass nichts wegläuft.

Hüten ist Verantwortung ohne Tätigkeit: Man tut nichts und darf nicht weg. Das Bild steht für eine Pflicht, die vor allem Anwesenheit verlangt.

Hyäne Tiere

Lebt von dem, was andere erlegt haben.

Die Hyäne steht für Schadenfreude und für Menschen, die aus fremdem Unglück ihren Vorteil ziehen. Ihr Lachen im Traum ist eines der unangenehmsten Geräusche überhaupt.

Hypnose Zustände und Gefühle

Man tut etwas und ist nicht dabei.

Unter Hypnose zu stehen heißt im Traum: Der Wille gehört jemand anderem. Das Bild steht für eine Beeinflussung, die du spürst und nicht benennen kannst. Wer dich geführt hat, ist die Frage – manchmal ist es eine Gewohnheit und kein Mensch.

I

Ich dachte nur Zustände und Gefühle

Ein Gedanke mitten im Bild.

Gedanken, die man im Traum hatte, sind so wichtig wie die Bilder. Sie sind oft die klarste Stelle des ganzen Traums.

Ich fand es nicht Zustände und Gefühle

Es ist da und nicht zu finden.

Etwas Vorhandenes nicht zu finden, steht für einen Zugang, der blockiert ist – nicht für einen Verlust. Der Unterschied ist tröstlich.

Ich hatte alle Zeit Zustände und Gefühle

Keine Eile.

Zeit im Überfluss ist im Traum ein Zustand der Freiheit. Er kommt selten und tut gut – und er sagt, was gerade fehlt.

Ich hatte es dabei Zustände und Gefühle

Vorgesorgt.

Im Traum genau das dabeizuhaben, was gebraucht wird, ist ein gutes Zeichen: Es zeigt, dass jemand sich vorbereitet fühlt.

Ich kam selbst nicht vor Zustände und Gefühle

Der Traum spielt ohne dich.

Ein Traum, in dem man selbst nicht vorkommt, handelt trotzdem von einem. Alle Gestalten darin sind dann Anteile, und keiner trägt dein Gesicht.

Ich war jemand anderes Zustände und Gefühle

Ein anderes Leben, von innen.

Jemand anderes zu sein heißt, eine fremde Lage von innen zu erleben. Der Traum tut das, wenn Verständnis nötig ist – oft für einen Menschen, mit dem man im Streit liegt.

Ich weiß nicht warum Zustände und Gefühle

Es geschah, und es gab keinen Grund.

Träume brauchen keine Begründung, und das Fehlen einer ist kein Mangel. Wo der Träumende „ich weiß nicht warum“ schreibt, hat ein Gefühl entschieden und nicht der Verstand.

Ich wusste es im Traum Zustände und Gefühle

Ein Wissen ohne Quelle.

Im Traum Dinge zu wissen, ohne sie erfahren zu haben, ist normal – der Traum spart sich die Herleitung. Was du dort wusstest, zählt so viel wie das, was du gesehen hast.

Ideal Zustände und Gefühle

Wie es sein müsste, damit es genügt.

Ein Ideal ist ein Maßstab, den niemand erreicht – das gehört zu seiner Natur. Im Traum erscheint es als etwas Makelloses, das gerade außer Reichweite bleibt. Die nützliche Frage ist nicht, ob du es erreichst, sondern wer den Maßstab aufgestellt hat.

Igel Tiere

Weich innen, stachelig außen.

Der Igel steht für Schutz durch Abwehr. Wer sich einigelt, ist nicht unfreundlich, sondern verletzlich.

Im Arm gehalten werden Zustände und Gefühle

Umschlossen und sicher.

Gehalten zu werden, ist das erste Gefühl, das ein Mensch kennt. Der Traum greift es auf, wenn jemand am Ende seiner Kräfte ist – und es tröstet über das Aufwachen hinaus.

Im Aufzug Orte und Räume

Bewegung in einem geschlossenen Kasten.

Der Aufzug bringt einen hinauf oder hinunter, ohne dass man etwas tut. Steckenzubleiben ist das häufigste Bild damit – und meint einen Wechsel, der nicht vorangeht.

Im Dunkeln tappen Zustände und Gefühle

Nichts zu sehen, und man geht trotzdem.

Im Dunkeln zu tappen, heißt, weiterzumachen ohne Auskunft. Es ist mühsam, und es geht – langsamer, mit den Händen voraus.

Im falschen Wagen Wege und Fahrzeuge

Du fährst, aber nicht dorthin.

Im falschen Fahrzeug zu sitzen, ist schlimmer als zu stehen: Man entfernt sich mit Tempo. Es steht für einen eingeschlagenen Weg, der nicht zum Ziel führt.

Im Feuer stochern Was man tut

Das Feuer am Leben halten.

Nachzulegen und zu schüren, hält eine Wärme aufrecht, die von selbst ausginge. Ein genaues Bild für Beziehungspflege.

Im Hintergrund bleiben Was man tut

Dabei, ohne aufzufallen.

Sich im Hintergrund zu halten, kann Bescheidenheit sein oder Vorsicht. Der Traum zeigt die Haltung und überlässt die Bewertung dir.

Im Mittelpunkt Zustände und Gefühle

Alle schauen, und du kannst nicht weg.

Im Mittelpunkt zu stehen ist ein Wunsch und ein Albtraum, je nachdem, ob man vorbereitet ist. Im Traum kommt es fast immer unvorbereitet. Das Bild handelt von der Angst vor dem Urteil – und manchmal vom Wunsch, endlich gesehen zu werden.

Im Mittelpunkt stehen Zustände und Gefühle

Alles richtet sich nach dir.

Im Mittelpunkt zu stehen, ist Anerkennung und Belastung. Ob es sich gut anfühlte, ist im Traum die ganze Auskunft.

Im Morgengrauen Zustände und Gefühle

Bevor der Tag anfängt.

Die Stunde vor dem Hellwerden gehört den Frühaufstehern und den Schlaflosen. Sie steht für einen Anfang, der noch nicht sichtbar ist.

Im Regen stehen gelassen Zustände und Gefühle

Allein, und es wird nass.

Im Regen stehengelassen zu werden, verbindet Verlassenheit mit Ungemütlichkeit. Der Traum macht aus dem Gefühl ein Wetter.

Im Stich gelassen werden Zustände und Gefühle

Genau dann war niemand da.

Im Stich gelassen zu werden, trifft an der Stelle, an der man sich verlassen hat. Der Traum bringt es auf, wenn jemand lernt, sich auf niemanden mehr zu verlassen.

Imker Menschen

Umgang mit etwas, das stechen kann.

Der Imker geht ruhig mit Tieren um, die wehrhaft sind. Er steht für einen Umgang mit Heiklem, der auf Gelassenheit beruht.

Immer wieder Zustände und Gefühle

Dieselbe Runde.

Wiederholung im Traum ist ein Nachdruck. Was sich wiederholt, ist nicht erledigt – und der Traum hört damit nicht auf, bis es das ist.

Impfung Was man tut

Etwas Kleines aushalten, damit Größeres nicht kommt.

Die Impfung ist freiwilliger Schmerz gegen ein Risiko, das man nicht sieht. Im Traum steht sie für Vorsorge – und manchmal für die Frage, ob man jemandem glaubt, der es besser wissen soll.

In Bewegung Was man tut

Es läuft, auch wenn du nicht weißt, wohin.

Dass sich im Traum etwas bewegt, ist für sich genommen schon eine Aussage – der Gegensatz ist der Stillstand, und der ist in Träumen das Beklemmendste überhaupt. Bewegung heißt: Es geht weiter. Die Richtung kommt später.

In den Keller müssen Zustände und Gefühle

Hinunter, wo es dunkel ist.

In den Keller zu müssen, steht für die Auseinandersetzung mit dem, was man unten weggeräumt hat. Der Weg hinunter ist unangenehm und führt zu etwas, das einem gehört.

In den Nebel geraten Zustände und Gefühle

Die Sicht nimmt ab, Schritt für Schritt.

In Nebel zu geraten, geschieht allmählich. Es steht für eine Lage, in der die Übersicht langsam verlorengeht, ohne dass etwas geschieht.

In den Spiegel sehen Was man tut

Nachsehen, wie man wirkt.

Der prüfende Blick in den Spiegel geht nicht dem Aussehen nach, sondern der Wirkung. Er kommt vor allem, wo man beurteilt werden wird.

In der Tür stehen Orte und Räume

Weder drinnen noch draußen.

In der Tür stehenzubleiben, ist der Augenblick vor der Entscheidung. Der Traum dehnt ihn, weil im Wachen genau dort jemand feststeckt.

In der Warteschleife Zustände und Gefühle

Man hält dich hin.

Die Warteschleife ist ein Warten ohne Aussicht und mit Musik. Sie steht für eine Stelle, die zuständig wäre und sich nicht kümmert.

In die falsche Richtung Wege und Fahrzeuge

Zielstrebig am Ziel vorbei.

In die falsche Richtung zu laufen, ohne es zu merken, steht für eine Anstrengung, die an der eigentlichen Sache vorbeigeht. Der Augenblick des Merkens ist das eigentliche Geschenk des Traums.

In die Tiefe sehen Zustände und Gefühle

Man sieht den Grund nicht.

In eine Tiefe zu sehen, deren Grund man nicht erkennt, steht für die Ahnung, dass da mehr ist. Der Traum verlangt nicht, hineinzusteigen – er zeigt, dass es die Tiefe gibt.

In einer Reihe Zustände und Gefühle

Geordnet und gleich.

Eine Reihe zeigt eine Ordnung, die jemand hergestellt hat. Sie steht für Vergleichbarkeit – und dafür, dass niemand herausragt.

In Ruhe warten Zustände und Gefühle

Warten, ohne zu drängen.

Ruhig zu warten, ist etwas anderes als ausharren: Man hat keine Not. Es steht für ein Vertrauen, dass die Sache ihren Gang geht.

In Schweiß gebadet Körper

Der Körper hat gearbeitet.

Schweißgebadet aufzuwachen, gehört zu heftigen Träumen. Es zeigt an, dass etwas wirklich angestrengt hat – auch wenn man nur gelegen hat.

Innen und außen Orte und Räume

Die wichtigste Grenze überhaupt.

Ob etwas drinnen oder draußen stattfand, entscheidet im Traum über die ganze Lesart: Drinnen gehört zu einem, draußen kommt auf einen zu.

Innenhof Orte und Räume

Draußen und doch umschlossen.

Der Innenhof ist ein geschützter Freiraum. Er steht für die Möglichkeit, offen zu sein, ohne sich preiszugeben.

Ins Bodenlose fallen Zustände und Gefühle

Kein Aufprall, kein Grund.

Endlos zu fallen steht für einen Halt, der weggebrochen ist, ohne dass etwas Neues trägt. Der Sturz im Einschlafen ist etwas anderes – ein Zucken der Muskeln, harmlos und häufig.

Ins Leere greifen Zustände und Gefühle

Die Hand findet nichts.

Ins Leere zu greifen, ist der Augenblick, in dem eine Erwartung platzt. Es steht für einen Halt, mit dem man gerechnet hat und der nicht da war.

Ins Lot bringen Was man tut

Wieder senkrecht.

Etwas ins Lot zu bringen, heißt es nach einem Maßstab auszurichten, der nicht verhandelbar ist. Das Bild steht für eine Richtigstellung.

Inschrift Dinge

Worte, die bleiben sollen.

Eine Inschrift ist Sprache, die jemand für die Dauer gemacht hat. Im Traum steht sie für eine Botschaft mit Gewicht – und häufig kann man sie nicht lesen. Genau das ist dann das Bild: Etwas Wichtiges ist da und noch nicht zu entziffern.

Insekten Tiere

Vieles Kleines, das keine Ruhe lässt.

Insekten im Traum stehen selten für Ekel und fast immer für Unruhe: viele kleine Dinge gleichzeitig. Woran du es erkennst: Meistens ist nicht eines davon das Problem, sondern ihre Zahl.

Insel Natur und Wetter

Abgeschiedenheit – erwünscht oder erzwungen.

Eine Insel ist ein Rückzugsort oder ein Gefängnis, und das hängt allein davon ab, ob du dorthin wolltest. Frag dich, ob du im Traum gern dort warst. Dieselbe Frage lohnt sich für deine Lage im Wachen.

Irrtum Zustände und Gefühle

Du warst sicher, und es stimmte nicht.

Ein Irrtum im Traum ist kein Fehler, sondern eine Korrektur: Etwas wird richtiggestellt, während du zusiehst. Solche Träume kommen, wenn im Wachen eine Überzeugung ins Wanken gerät. Der Schreck dabei gehört dazu und geht vorbei.

Irrweg Wege und Fahrzeuge

Du bist gegangen, und es war nicht dorthin.

Der Irrweg unterscheidet sich vom Verirren: Du hattest eine Richtung, sie war nur falsch. Im Traum steht er für eine Entscheidung, die sich als Umweg herausstellt. Das ist nüchtern gemeint – Umwege sind Wege, und man lernt auf ihnen etwas, das kein Abkürzer weiß.

J

Jacht Wege und Fahrzeuge

Ein Schiff, das niemand braucht.

Die Jacht ist kein Verkehrsmittel, sondern ein Zeichen: Sie sagt, dass jemand es sich leisten kann. Im Traum steht sie für Leichtigkeit und für Abstand – man fährt auf demselben Wasser wie alle und auf andere Weise. Wer an Bord war, ist die Frage.

Jacke Dinge

Schnell an, schnell aus.

Die Jacke ist die leichteste Schutzschicht. Sie steht für eine Haltung, die man anlegt und wieder ablegt, ohne sich zu ändern.

Jäger Menschen

Wer etwas verfolgt, das nicht gefunden werden will.

Der Jäger steht für zielgerichtetes Verfolgen. Ob das im Traum gut ist, hängt davon ab, ob du der Jäger warst oder das Wild.

Jahresringe Natur und Wetter

Die Jahre sind ablesbar.

Jahresringe zeigen jedes gute und jedes schlechte Jahr. Im Traum stehen sie für eine Lebensbilanz, die niemand beschönigen kann – und die auch die mageren Jahre als Wachstum zählt.

Jahreswechsel Zustände und Gefühle

Eine Grenze, die man selbst zieht.

Der Jahreswechsel im Traum meint einen bewussten Schnitt: vorher und nachher. Er kommt oft, wenn jemand etwas beenden möchte und dafür einen Anlass sucht.

Jahreszeit Zeit und Erinnerung

Woran man merkt, wo im Jahr man steht.

Wenn im Traum die Jahreszeit auffällt, stimmt meistens etwas nicht damit: Schnee im Sommer, Blüten im Dezember. Das sagt weniger über die Zeit als über ein Gefühl, das nicht zur Lage passt.

Jahrmarkt Orte und Räume

Alles dreht sich, alles blinkt.

Der Jahrmarkt steht für Abwechslung, die betäubt. Er ist bunt, laut und schnell vorbei – und das Karussell darin ist ein Bild für Bewegung ohne Ziel.

Jedes Werkzeug am Platz Dinge

Man findet alles sofort.

Eine aufgeräumte Werkstatt ist eine Aussage über den, der darin arbeitet. Im Traum steht sie für innere Ordnung – und ein Werkzeug, das fehlt, fällt sofort auf.

Jemand arbeitet Menschen

Der andere ist beschäftigt.

Jemanden arbeiten zu sehen, während man selbst zusieht, wirft eine Frage auf: Soll ich helfen, oder ist es nicht meine Sache? Der Traum stellt sie, ohne sie zu beantworten.

Jemand erzählt dir seinen Traum Was man tut

Ein fremder Traum, dir anvertraut.

Einen Traum erzählt zu bekommen, ist ein Vertrauensbeweis: Man zeigt damit mehr von sich als in jedem Gespräch. Im Traum steht es für Nähe, die gewachsen ist.

Jemand fehlt Zustände und Gefühle

Der leere Platz ist sichtbar.

Dass jemand fehlt, zeigt der Traum oft als leeren Platz in einer sonst vollständigen Szene. Es ist ein Trauerbild, und es ist erlaubt.

Jemand gibt einen Rat Menschen

Ein Vorschlag von außen.

Ein Rat im Traum kommt aus einem selbst, auch wenn ihn ein anderer ausspricht. Ob man ihn befolgt hat, ist der interessantere Teil.

Jemand greift ein Zustände und Gefühle

Es kommt Hilfe.

Wenn im Traum jemand eingreift, hat ein Teil von dir beschlossen, dass es reicht. Wer eingegriffen hat, lohnt einen Blick – es ist oft eine Seite von dir selbst.

Jemand ist im Haus Zustände und Gefühle

Der eigene Bereich ist nicht mehr sicher.

Jemanden im eigenen Haus zu wissen, ist bedrohlicher als jede Gefahr draußen: Der Rückzugsort selbst ist betroffen. Das Bild kommt bei Grenzverletzungen aller Art.

Jemand kommt zurück Zustände und Gefühle

Der Platz ist wieder besetzt.

Wenn jemand im Traum zurückkommt, geht es um das, was mit ihm gegangen ist: Lebendigkeit, Sicherheit, ein Teil von einem selbst. Es ist keine Ankündigung, sondern eine Rückgabe.

Jemand lacht Menschen

Ein Lachen im Raum.

Ein Lachen im Traum kann herzlich sein oder höhnisch – und das entscheidet, ob es ein schöner oder ein schlimmer Traum war. Meistens weiß man es sofort.

Jemand ruft dich Menschen

Du bist gemeint.

Beim Namen gerufen zu werden ist ein starkes Bild: Es meint dich und niemanden sonst. Oft geht es um eine Aufgabe, der man ausweicht.

Jemand sagt nichts Menschen

Anwesend und ohne Wort.

Wer im Traum schweigt, hält etwas zurück – oder du weißt nicht, was er sagen würde. Beides deutet auf eine offene Frage im Wachen.

Jemand schläft Menschen

Ein Mensch, der nichts mitbekommt.

Jemanden schlafen zu sehen, ist ein Bild von Frieden und von Abwesenheit. Man ist allein mit dem, was gerade geschieht.

Jemand wartet auf dich Menschen

Du wirst erwartet.

Ein Wartender steht für eine Verpflichtung, die du kennst. Ob du im Traum hingegangen bist, sagt, wie du im Wachen damit umgehst.

Jemand weint Menschen

Ein Weinen, das man hört.

Jemanden weinen zu hören und nicht zu sehen, ist eines der eindringlichsten Traumbilder. Es steht für einen Kummer, den man wahrnimmt und nicht erreicht.

Jemand zeigt es dir Menschen

Es wird vorgemacht.

Etwas gezeigt zu bekommen, statt es zu lesen, ist die älteste Art zu lernen. Im Traum steht sie für ein Wissen, das man sich zutraut.

Jemandem etwas verdanken Zustände und Gefühle

Ein anderer hat den Unterschied gemacht.

Jemandem etwas zu verdanken, ist eine Schuld, die guttut. Der Traum bringt solche Menschen auf, wenn man sie lange nicht bedacht hat.

Jemandem folgen Was man tut

Sich an jemandem orientieren.

Jemandem zu folgen meint, eine Richtung von außen zu nehmen. Ob das gut ist, hängt daran, wohin es ging – und ob du es wolltest.

Jemandem leuchten Was man tut

Licht für einen anderen halten.

Jemandem zu leuchten, heißt selbst im Halbdunkel zu stehen. Es steht für eine Hilfe, bei der man zurücktritt.

Jemandem zu essen geben Was man tut

Für jemanden sorgen.

Jemanden zu speisen ist die handfesteste Form von Zuneigung, die es gibt. Im Traum steht sie für Fürsorge, die nichts verlangt.

Jemanden retten Was man tut

Für einen anderen einstehen.

Jemanden zu retten zeigt Kraft, die man sich im Wachen oft nicht zutraut. Wen du gerettet hast, ist häufig ein Teil von dir selbst.

Jemanden zudecken Was man tut

Fürsorge im Schlaf des anderen.

Jemanden zuzudecken, ist eine Geste, die der andere nicht mitbekommt. Sie steht für Zuwendung, die kein Publikum braucht – das ist die reinste Form davon.

Jenseits Orte und Räume

Die andere Seite.

Vom Jenseits zu träumen ist unter Trauernden häufig und meint die Sehnsucht nach einem Wiedersehen, nicht das eigene Ende. Solche Träume sind Trost, kein Zeichen.

Jetzt ist es soweit Zustände und Gefühle

Der Augenblick ist da.

Wenn ein Traum sagt, dass es soweit ist, hat eine lange Vorbereitung ihr Ende. Solche Bilder kommen nicht früh und nicht oft.

Joch Dinge

Zwei tragen gemeinsam, ob sie wollen oder nicht.

Das Joch verbindet und zwingt zugleich: Wer darunter steht, muss den Schritt des anderen gehen. Im Traum steht es für eine Bindung, die Arbeit bedeutet – eine Ehe, eine Firma, eine Pflicht. Ob es drückte, weißt du genau.

Jubeln Zustände und Gefühle

Freude, die laut wird.

Jubel ist Freude, die sich nicht mehr halten lässt – und er braucht Zeugen. Im Traum steht er für einen Erfolg, den du teilen willst. Bemerkenswert ist, ob jemand mitgejubelt hat: Allein zu jubeln ist eines der einsamsten Bilder überhaupt.

Jucken Körper

Etwas lässt einen nicht in Ruhe.

Jucken steht für Unruhe ohne klare Ursache: eine Sache, die man nicht benennen kann und die trotzdem stört.

Jugend Zustände und Gefühle

Kraft ohne Erfahrung.

Jung zu sein im Traum meint Möglichkeiten – und manchmal die Sehnsucht nach einer Zeit, in der noch nichts entschieden war.

Junger Mann Menschen

Noch nicht fertig, und schon unterwegs.

Der junge Mann im Traum ist oft der Träumende selbst in einer früheren Fassung – mit allem, was damals möglich schien. Er steht für ungebrauchte Kraft und für die Frage, was aus den damaligen Absichten geworden ist.

Juwelen Dinge

Klein, hart, und mehr wert als alles drumherum.

Juwelen im Traum stehen für etwas Unvergängliches in dir: eine Fähigkeit, eine Erinnerung, ein Mensch. Sie werden gefunden, versteckt oder verloren, und diese Bewegung ist die Deutung. Was glänzt, ist selten das Wichtigste – aber es weist darauf hin.

K

Kabel Dinge

Verbindungen, die man nicht sieht.

Kabel stehen für Beziehungen und Abhängigkeiten. Ein Gewirr davon meint, dass nicht mehr klar ist, was mit was zusammenhängt.

Käfer Tiere

Gepanzert und klein.

Der Käfer steht für Beharrlichkeit im Kleinen. Der Marienkäfer gilt seit jeher als Glückszeichen – und Glück im Traum darf man ruhig als Glück lesen.

Kaffee Dinge

Wachheit und Gesellschaft.

Kaffee steht für den Anfang des Tages und für das Gespräch, zu dem man sich setzt. Er ist selten allein im Bild.

Käfig Dinge

Enge, die von außen kommt – oder so aussieht.

Der Käfig ist eines der eindeutigsten Bilder und trotzdem zweischneidig. Er zeigt eine Einschränkung, aber die entscheidende Frage lautet: Wer hat abgeschlossen? Sehr oft stellt sich im Traum heraus, dass die Tür offen stand. Ein Käfig mit einem Tier darin meint eine Eigenschaft von dir, die du nicht herauslässt – Wut, Sehnsucht, Ehrgeiz.

Kaiser Menschen

Die oberste Stelle, über der nichts mehr kommt.

Der Kaiser ist im Traum die Verkörperung von Macht ohne Widerspruch. Er steht für eine Autorität in deinem Leben, die nicht verhandelt – oder für den Wunsch, selbst einmal das letzte Wort zu haben. Wie er dich behandelt hat, ist die Nachricht.

Kakao Dinge

Die warme Tasse der Kindheit.

Kakao gehört zu kalten Tagen und zu Trost. Er steht für Geborgenheit, wie man sie als Kind erlebt hat.

Kakerlake Tiere

Etwas, das man loswerden will und nicht loswird.

Die Kakerlake steht für Hartnäckiges im Verborgenen. Sie ist unangenehm und selten gefährlich – wie das, wofür sie steht.

Kalender Dinge

Die Zeit als Liste.

Der Kalender meint Verpflichtung. Er kommt, wenn zu viel eingetragen ist – und ein leerer Kalender kann beides sein: Erleichterung oder Angst.

Kalk Natur und Wetter

Aus unendlich vielen kleinen Schalen.

Kalkstein besteht aus Lebewesen, die vor Urzeiten gelebt haben. Er steht für ein Fundament aus lauter Vergangenem.

Kälte Zustände und Gefühle

Abstand – zwischen Menschen oder zu einem Gefühl.

Kälte im Traum ist selten Wetter. Sie beschreibt einen Abstand, der größer geworden ist, als er sein sollte: zu einem Menschen, zu einer Arbeit, manchmal zu sich selbst. Wer im Traum friert und niemand reicht ihm etwas, erlebt das gerade auch im Wachen.

Kaltes Licht Zustände und Gefühle

Alles ist zu sehen.

Kaltes Licht zeigt jede Einzelheit und macht nichts schön. Es gehört zu Ämtern, Fluren und Nächten, in denen niemand schläft.

Kamel Tiere

Kommt lange ohne aus.

Das Kamel steht für Ausdauer unter kargen Bedingungen: Es trägt weit und braucht wenig. Im Traum meint es Menschen, die sich nichts gönnen und trotzdem liefern.

Kamera Dinge

Einen Augenblick festhalten.

Die Kamera hält fest, was vorbeigeht – und wer fotografiert, ist nicht ganz dabei. Beides gehört zur Deutung.

Kamille Natur und Wetter

Das Freundliche am Wegrand.

Die Kamille wächst, wo der Boden getreten ist. Im Traum steht sie für Trost, der ohne Aufwand zu haben ist.

Kamin Orte und Räume

Die Wärme in der Mitte.

Der Kamin ist die alte Mitte eines Hauses. Er steht für Geborgenheit – und ein kalter Ofen für ein Zuhause, in dem etwas ausgegangen ist.

Kamm Dinge

Ordnung am eigenen Kopf.

Sich zu kämmen meint, die eigenen Gedanken zu sortieren. Wo sich der Kamm verfängt, hakt im Wachen etwas.

Kammer Orte und Räume

Klein und ohne Aussicht.

Die Kammer ist der kleinste Raum im Haus. Sie steht für einen Rückzug, der eng ist – Schutz und Beschränkung in einem.

Kämpfen Was man tut

Ein Widerstreit – meistens ein innerer.

Gegen wen gekämpft wird, ist die Frage. Ein fremder Gegner trägt oft einen eigenen Zug, den man ablehnt. Sich im Traum zu wehren ist ein gutes Zeichen: Es heißt, dass du die Auseinandersetzung annimmst.

Känguru Tiere

Trägt das Junge mit sich.

Das Känguru steht für Fürsorge, die nicht loslässt: Das Kind ist dabei, wohin es auch geht. Im Traum kommt das Bild, wenn Verantwortung und eigener Weg sich im Weg stehen.

Kaninchen Tiere

Sanft, wachsam, zahlreich.

Das Kaninchen steht für Schutzbedürftigkeit und für Fruchtbarkeit zugleich. Im Traum ist es fast immer harmlos – und genau darum ein Bild für eigene Anteile, die keinen Schutz haben.

Kanister Dinge

Vorrat zum Mitnehmen.

Der Kanister steht für die Reserve, die man dabeihat. Ein leerer ist schlimmer als keiner: Man hat sich darauf verlassen.

Kanne Dinge

Weitergeben, was man hat.

Die Kanne ist zum Ausschenken da: Sie steht für Zuwendung, die man verteilt. Eine leere Kanne ist ein Bild für Ausgelaugtsein.

Kanone Dinge

Große Wirkung, schlechte Zielgenauigkeit.

Eine Kanone trifft nicht eine Person, sondern eine Gegend. Im Traum steht sie für eine Reaktion, die weit über den Anlass hinausgeht – eine Wut, die zu groß für ihren Grund ist. Wer sie abfeuert, hat lange nichts gesagt.

Kante Orte und Räume

Wo etwas aufhört, und zwar plötzlich.

Eine Kante ist eine Grenze ohne Übergang. Im Traum steht sie für einen Punkt, an dem es nicht mehr allmählich weitergeht: eine Entscheidung, ein Bruch. Wer darauf balanciert, weiß im Wachen genau, worum es geht.

Karpfen Tiere

Ruhig, alt, am Grund.

Der Karpfen steht für Bedächtigkeit und langes Gedächtnis. In alten Deutungen bringt er Glück und Geld – vor allem zum Jahreswechsel.

Karren Dinge

Was man nicht tragen kann, aber trotzdem selbst bewegt.

Der Karren hat keinen Motor und kein Tier davor – er hat dich. Im Traum steht er für eine Last, die man los wäre, wenn man loslassen würde, und die man trotzdem weiterschiebt.

Karren voll Zustände und Gefühle

So viel, wie gerade noch geht.

Eine überladene Karre steht für die Neigung, alles in einem Gang schaffen zu wollen. Zweimal zu fahren, wäre schneller.

Karten Dinge

Man sieht nur die eigenen.

Beim Kartenspiel kennt jeder nur sein Blatt. Es steht für eine Lage, in der man entscheiden muss, ohne alles zu wissen.

Karten gelegt bekommen Was man tut

Jemand sagt dir deine Zukunft.

Sich die Karten legen zu lassen steht für den Wunsch, dass jemand anders die Verantwortung für das Kommende übernimmt. Was dabei gesagt wird, ist im Traum immer das, was man selbst erwartet.

Kartoffel Natur und Wetter

Wächst im Dunkeln, sättigt zuverlässig.

Die Kartoffel ist unscheinbar und hat ganze Bevölkerungen ernährt. Sie steht für das Grundlegende, das niemand rühmt und jeder braucht.

Karton Dinge

Alles eingepackt, nichts am Platz.

Kartons stehen für einen Übergang: Es ist eingepackt und noch nicht ausgepackt. Ungeöffnete Kartons nach langer Zeit meinen einen Umzug, der innerlich nie stattfand.

Karussell Dinge

Bewegung, die nirgendwo ankommt.

Das Karussell dreht sich schnell und kommt nicht weiter – und das ist im Traum selten nur schön. Es steht für etwas, das in Bewegung ist und sich nicht verändert: ein Streit, der immer gleich verläuft, ein Gedanke, der wiederkommt. Absteigen ist die Frage, die das Bild stellt.

Käse Dinge

Aus Milch wird etwas Haltbares.

Käse entsteht durch Reifen und wird mit der Zeit kräftiger. Er steht für etwas, das durch Alter besser wird – und dessen Geruch nicht jedem gefällt.

Kaserne Orte und Räume

Ein Ort, an dem alle dasselbe tun.

In der Kaserne gibt es keine eigene Zeit und keinen eigenen Platz – alles ist geregelt. Im Traum steht sie für eine Lage, in der du funktionierst statt zu leben. Das kann Entlastung sein oder Enge; die Stimmung im Traum entscheidet.

Kastanie Natur und Wetter

Glänzend, geschützt in der Stachelschale.

Die Kastanie ist der Fund der Kindheit: glatt und schön, unter einer wehrhaften Hülle. Sie steht für etwas Wertvolles, an das man erst nach einer Verletzung kommt.

Kätzchen Tiere

Klein, weich, mit Krallen.

Das Kätzchen vereint Zartheit und Eigensinn. Es steht für etwas Anvertrautes, das seinen eigenen Willen schon hat.

Katze Tiere

Eigensinn – das, was sich nicht sagen lässt, was es tun soll.

Kauen Was man tut

Klein machen, bevor es hineingeht.

Lange auf etwas herumzukauen, ist im Traum wie im Sprachgebrauch: Es geht um etwas, das man nicht verdauen kann, ohne es vorher zu zerlegen.

Kaufen Was man tut

Was etwas kostet.

Kaufen im Traum stellt die Frage nach dem Preis – selten nach dem Geld. Was bist du bereit zu geben, und wofür?

Käuflich Zustände und Gefühle

Alles ist zu haben, wenn der Preis stimmt.

Käuflichkeit im Traum handelt von Werten, die zur Ware werden: Zuneigung, Loyalität, Wahrheit. Das Bild kommt, wenn man erlebt hat, dass etwas, das unantastbar schien, doch verhandelbar war. Es hinterlässt eine besondere Art von Ernüchterung.

Käufliche Nähe Menschen

Nähe, für die man zahlt.

Dieses Bild handelt fast nie von Sexualität, sondern von Zuwendung als Ware. Wer davon träumt, hat oft den Eindruck, dass er für Aufmerksamkeit etwas leisten muss.

Kaulquappe Tiere

Noch nicht, was es wird.

Die Kaulquappe steht für einen Zustand mitten in der Verwandlung: Was daraus wird, ist angelegt und noch nicht zu sehen.

Kaum die Augen aufhalten Körper

Der Schlaf holt einen.

Im Traum vor Müdigkeit umzufallen, ist ein doppelter Zustand: Man schläft ja schon. Es steht für eine Erschöpfung, die auch der Schlaf nicht mehr auffängt.

Kegeln Was man tut

Zielen, werfen, und der Rest fällt.

Kegeln ist ein geselliges Bild: Man wirft allein und spielt zusammen. Im Traum geht es oft darum, ob der eigene Wurf getroffen hat – und wer dabei zugesehen hat.

Kehle Körper

Wo die Worte durchmüssen.

Die Kehle ist die Engstelle zwischen Denken und Sprechen. Eine zugeschnürte Kehle im Traum meint etwas, das gesagt werden müsste und nicht herauskommt.

Keil Dinge

Klein, und es bringt Großes auseinander.

Ein Keil wirkt nicht durch Kraft, sondern durch Form: Er findet den Riss und macht ihn größer. Im Traum steht er für etwas Kleines, das zwischen Menschen gerät – ein Satz, ein Verdacht. Wer ihn eingetrieben hat, ist die Frage.

Keimen Natur und Wetter

Etwas kommt aus der Erde.

Keimen ist der Anfang, den man nicht mehr rückgängig machen kann. Im Traum steht es für ein Vorhaben, das aus dem Denken ins Tun gekommen ist.

Kein Geländer Zustände und Gefühle

Nichts zum Festhalten.

Eine Treppe ohne Geländer ist begehbar und unheimlich. Sie steht für einen Weg, den man gehen kann und bei dem einem niemand Sicherheit gibt.

Keine Wahl haben Zustände und Gefühle

Nur ein Weg, und der ist nicht deiner.

Keine Wahl zu haben, ist ein Gefühl und selten ein Befund. Der Traum zeigt die Enge so, wie sie sich anfühlt – im Wachen gibt es fast immer mehr Möglichkeiten, nur unangenehme.

Keks Dinge

Kleine Freude, lange haltbar.

Kekse gehören zu Kindheit und Vorratsdosen. Sie stehen für kleine Tröstungen, die man sich aufhebt.

Kelch Dinge

Ein Gefäß für etwas Feierliches oder Bitteres.

Der Kelch steht zwischen Fest und Prüfung: Man reicht ihn herum, und man muss ihn leeren. Im Traum geht es um etwas, das du annehmen sollst. Ob du getrunken hast, ist die ganze Frage.

Keller Orte und Räume

Was du weggeräumt hast und nicht mehr ansiehst.

Im Keller liegt, was man nicht wegwerfen wollte und nicht brauchen mag. Hinunterzugehen heißt, sich etwas Altem zuzuwenden. Was dort steht, ist meist älter als die Sache, die dich gerade beschäftigt.

Kellerfenster Orte und Räume

Wenig Licht, ganz unten.

Das Kellerfenster ist die einzige Verbindung des Untersten nach draußen. Es steht für einen schmalen Zugang zu dem, was tief liegt – aber es gibt ihn.

Kellergewölbe Orte und Räume

Noch tiefer als der Keller.

Ein Gewölbe unter dem Keller meint eine Schicht unter dem ohnehin Verborgenen. Solche Räume im Traum sind alt – meist älter als man selbst.

Kellertreppe Wege und Fahrzeuge

Der Weg in das, was man nicht täglich ansieht.

Die Kellertreppe ist das Bild für bewusstes Hinabsteigen. Wer sie im Traum geht, sucht etwas – und findet meistens auch.

Kellner Menschen

Bringt, was bestellt wurde.

Der Kellner steht für jemanden, der ausführt, ohne mitzureden. Wenn er im Traum nicht kommt, geht es um ein Bedürfnis, das niemand bemerkt.

Kerker Orte und Räume

Gefangen, und niemand weiß, wo du bist.

Der Kerker ist mehr als ein Gefängnis: Er liegt unten und außer Sicht. Im Traum steht er für eine Not, die niemand bemerkt. Das ist das eigentlich Schwere – nicht die Enge, sondern das Vergessenwerden.

Kerze Dinge

Ein kleines Licht, das man hüten muss.

Anders als die Lampe brennt die Kerze nur so lange, wie jemand aufpasst. Im Traum steht sie für Hoffnung, Erinnerung oder ein Vorhaben, das noch zerbrechlich ist. Ob sie brannte oder ausging, ist die ganze Auskunft.

Kerze in der Nacht Dinge

Ein kleines Licht für jemanden.

Eine Kerze, die für einen Abwesenden brennt, ist eines der ältesten Zeichen von Zuwendung. Sie sagt: Ich denke an dich.

Kerzenhalter Dinge

Das, was die Flamme aufrecht hält.

Der Kerzenhalter brennt nicht selbst – er sorgt nur dafür, dass etwas anderes brennen kann. Im Traum steht er für die stille Rolle: jemand, der hält, damit ein anderer leuchtet.

Kessel Dinge

Druck in einem geschlossenen Raum.

Der Kessel hält Dampf, bis er ihn ablässt. Er steht für angestauten Druck, der ein Ventil braucht – und für die Wucht, wenn er keines hat.

Kette Dinge

Viele Glieder, eine Bindung.

Die Kette meint Bindung, die stärker ist als ein Faden und weniger freiwillig. Ein gerissenes Glied zeigt genau die Stelle, an der es nicht mehr hält.

Keuchen Körper

Der Atem kommt nicht nach.

Keuchen heißt: Du bewegst dich schneller, als deine Kräfte es erlauben. Im Traum ist das ein sehr genaues Bild für Überforderung. Ob du stehengeblieben bist oder weitergelaufen, ist der aufschlussreiche Teil.

Keule Dinge

Die roheste Art, sich durchzusetzen.

Die Keule braucht keine Kunst, nur Kraft. Im Traum steht sie für eine Auseinandersetzung ohne Feinheit: Da wird nicht mehr argumentiert. Wer zur Keule greift, hat die Worte aufgegeben – und das gilt im Traum wie im Wachen.

Kichern Was man tut

Lachen, das man eigentlich unterdrücken wollte.

Kichern kommt gegen den Willen – und meistens im falschen Moment. Im Traum steht es für eine Leichtigkeit, die sich durchsetzt, wo Ernst verlangt wird. Das ist ein freundliches Zeichen: Etwas in dir lässt sich nicht vollständig bändigen.

Kiefer Natur und Wetter

Wächst, wo wenig ist.

Die Kiefer kommt auf Sand und Fels zurecht. Sie steht für Genügsamkeit und für ein Leben, das aus wenig viel macht.

Kies Natur und Wetter

Viele kleine Steine, die nachgeben.

Kies trägt und rutscht. Er steht für einen Untergrund, der ausreicht und bei jedem Schritt Geräusch macht – nichts bleibt unbemerkt.

Kind Menschen

Ein Kind steht für einen Anfang – oder für den Teil von dir, der noch anfängt.

Kinderspiel Was man tut

Tun ohne Zweck.

Im Traum wieder zu spielen ist ein Rückgriff auf eine Zeit, in der nichts dabei herauskommen musste. Es kommt bei Menschen unter Leistungsdruck.

Kinderwagen Wege und Fahrzeuge

Jemand wird geschoben.

Der Kinderwagen steht für Fürsorge in Bewegung: Man geht seinen Weg und nimmt jemanden mit, der noch nicht selbst geht.

Kinderzimmer Orte und Räume

Das eigene Damals.

Das Kinderzimmer steht für die eigene Frühzeit. Es taucht auf, wenn im Wachen etwas geschieht, dessen Muster von dort stammt.

Kindheit Zustände und Gefühle

Die Herkunft meldet sich.

Träume aus der Kindheit sind keine Rückschritte. Sie kommen, wenn im Wachen etwas anliegt, dessen Wurzel dort liegt – und sie zeigen die Wurzel, nicht das Problem.

Kinn Körper

Wird gehoben oder gesenkt.

Das Kinn zeigt Haltung: erhoben heißt Trotz oder Würde, gesenkt heißt Ergebung. Im Traum ist es ein Gradmesser für Selbstbehauptung.

Kirche Orte und Räume

Die Frage nach dem Sinn – oder nach Vergebung.

Auch wer nicht gläubig ist, träumt von Kirchen. Sie stehen für den Ort, an dem etwas größer ist als der Alltag: Gewissen, Sinn, Trost. Wer darin allein ist, sucht meist eine Antwort, die ihm niemand geben kann.

Kirchgang Was man tut

Ein Weg, den man jede Woche geht.

Der Kirchgang ist weniger Glaube als Ordnung: Er gliedert die Woche. Im Traum steht er für eine feste Gewohnheit, die Halt gibt.

Kirsche Natur und Wetter

Klein, rot, verlockend.

Die Kirsche steht für eine kleine Versuchung, bei der es nie bei einer bleibt. Ein freundliches Bild für Genuss ohne große Folgen.

Kissen Dinge

Wo der Kopf liegt.

Das Kissen gehört zum Innersten: Hier denkt und weint man. Es steht für das, was nur du weißt.

Kiste Dinge

Etwas Verschlossenes – und die Frage, was darin ist.

Die Kiste ist das Bild für Verschlossenes: Man sieht sie, aber nicht hinein. Deshalb geht es fast nie um den Behälter, sondern um den Inhalt und darum, ob du ihn ansehen willst. Eine Kiste, die man nicht aufbekommt, deutet auf etwas Zurückgehaltenes – eine Kiste, die man nicht öffnen möchte, auf etwas Zurückgestelltes. Gepackte Kisten gehören zum Aufbruch: Da wird etwas mitgenommen oder zurückgelassen, und beides ist eine Entscheidung.

Kitzeln Körper

Nähe, die zu viel wird.

Kitzeln steht für eine Berührung, die zwischen angenehm und unerträglich schwankt. Im Traum meint es eine Nähe, die man nicht ganz steuern kann.

Klagen Zustände und Gefühle

Laut sagen, dass es zu viel ist.

Klagen ist das Gegenteil von Schweigen, und im Traum ist das meistens der Punkt: Etwas kommt heraus, das im Wachen geschluckt wird. Wer im Traum klagt, hat sich erlaubt, unzufrieden zu sein. Ob jemand zuhört, sagt den Rest.

Klammer Dinge

Hält zwei Dinge zusammen, ohne sie zu verbinden.

Die Klammer hält vorläufig. Sie steht für eine Lösung, die funktioniert und keine ist.

Klang Dinge

Etwas ist hörbar, bevor man es sieht.

Ein Klang im Traum kommt oft vor dem Bild. Er steht für eine Ahnung, die über das Gehör hereinkommt – und Töne täuschen seltener als Bilder.

Klarheit Zustände und Gefühle

Wenn etwas aufhört, mehrdeutig zu sein.

Klarheit im Traum ist kein Wissen, sondern ein Aufhören: Das Schwanken hört auf. Solche Träume kommen oft am Ende einer langen Unentschiedenheit – und sie nennen selten die Lösung, sondern nur die Richtung.

Klassenzimmer Orte und Räume

Alle gleich alt, alle bewertet.

Das Klassenzimmer steht für eine Gruppe, in der man verglichen wird. Wo man saß – vorn, hinten, am Rand – ist im Traum eine Aussage.

Klatschen Was man tut

Zustimmung von außen – aber von wem?

Beifall im Traum ist die Frage nach der Anerkennung: Du stehst da, und andere sagen, dass es gut war. Wichtig ist, wer klatscht. Sind es Fremde, geht es um Ansehen; sind es Bekannte, um Zugehörigkeit. Bleibt es still, wo Beifall kommen sollte, kennst du das Gefühl aus dem Wachen. Und wer selbst klatscht, gibt Anerkennung – auch das will bemerkt sein.

Klebrig Zustände und Gefühle

Es lässt einen nicht los.

Etwas Klebriges bleibt an einem haften, auch wenn man weitergeht. Es steht für eine Sache, die man abschütteln möchte und die mitkommt.

Klee Natur und Wetter

Futter und Glückszeichen.

Klee nährt das Vieh und düngt den Boden; das vierblättrige Blatt gilt als Glück. Im Traum steht er für etwas Bescheidenes, das sich als Segen herausstellt.

Kleid Dinge

Ein Stück, das für einen Anlass gemacht ist.

Das Kleid ist festlicher als die übrige Kleidung: Man traegt es, wenn etwas ansteht. Im Traum geht es deshalb weniger um Stoff als um einen Auftritt – und darum, ob er einem passt. Ein Kleid, das zu weit oder zu eng ist, sagt genau das über die Rolle aus, die gerade von dir verlangt wird.

Kleiderbügel Dinge

Hält die Form, wenn niemand darin steckt.

Der Bügel bewahrt die Gestalt eines Kleidungsstücks. Er steht für eine Rolle, die bereitgehalten wird, auch wenn man sie gerade nicht spielt.

Kleidung Dinge

Die Rolle, in der du dich zeigst.

Kleidung ist im Traum das, was andere von dir sehen sollen. Fremde Kleidung deutet auf eine Rolle, die nicht deine ist; eine Uniform auf Anpassung; zu enge Sachen auf einen Rahmen, aus dem du herausgewachsen bist.

Kleidung in falscher Größe Dinge

Es ist nicht für dich gemacht.

Kleidung, die nicht passt, meint eine Rolle, die nicht zu dir gehört. Zu groß heißt hineinwachsen sollen, zu eng heißt herausgewachsen sein – beides sagt, dass etwas nicht stimmt.

Kleingeld zählen Was man tut

Nachsehen, ob es reicht.

Geld zu zählen, weil man nicht sicher ist, ist ein sehr körperliches Sorgenbild. Es steht für Knappheit jeder Art – auch an Zeit und Kraft.

Kleingemacht werden Zustände und Gefühle

Jemand zieht dich herunter.

Herabgesetzt zu werden, wirkt am stärksten, wenn es beiläufig geschieht. Der Traum zeigt die Wirkung, die sich über Jahre angesammelt hat.

Kleinwerden Was man tut

Sich unbedeutend fühlen.

Kleinzuwerden ist ein klares Bild für Selbstwert. Es kommt in Lagen, in denen jemand über einen bestimmt – oder in denen man sich selbst klein macht.

Klettergerüst Dinge

Höhe ohne Ziel, nur um oben zu sein.

Auf ein Klettergerüst steigt man, weil man es kann – oben wartet nichts. Im Traum steht es für ein Höherkommenwollen, das sich nicht rechtfertigen muss. Das unterscheidet es vom Berg: Der Berg ist eine Aufgabe, das Gerüst ein Übermut.

Klettern Was man tut

Mühsames Höherkommen.

Klettern verlangt Einsatz und geht nicht nebenbei. Im Traum gehört es zu Vorhaben, bei denen es voranginge, wenn man dranbleibt. Wichtig ist, ob du hinuntergesehen hast: Der Blick nach unten ist im Traum der Moment, in dem die Zweifel kommen.

Klingel Dinge

Jemand steht draußen und will herein.

Die Klingel im Traum ist fast immer wichtiger als der, der davorsteht. Ob aufgemacht wurde, ob sie funktioniert hat, ob man sie überhört hat – daran hängt der Sinn.

Klinke Dinge

Das Letzte vor dem Öffnen.

Eine Klinke, die sich nicht bewegen lässt, ist das Bild für einen Schritt, der greifbar nah ist und trotzdem nicht geht.

Klippe Orte und Räume

Wo das Land aufhört.

An der Klippe zu stehen meint eine Entscheidung mit Folgen, die man nicht zurücknehmen kann. Der Traum zeigt sie, bevor sie fällt.

Klopfen Was man tut

Jemand will herein.

Ein Klopfen im Traum ist eines der stärksten Signale: Etwas verlangt Einlass und wartet auf deine Entscheidung. Ob du aufgemacht hast, ist der Kern.

Kloster Orte und Räume

Ein Leben nach fester Ordnung.

Das Kloster steht für Rückzug mit Regel. Es ist Schutz und Einschränkung – und im Traum oft die Sehnsucht nach einem Leben mit weniger Möglichkeiten.

Knarren Dinge

Etwas gibt nach und sagt es.

Knarrende Dielen und quietschende Türen verraten jede Bewegung. Sie stehen für Heimlichkeit, die nicht gelingt.

Kneifen Was man tut

Ein kleiner Schmerz, der nicht aufhört.

Kneifen verletzt nicht und ärgert dauerhaft. Im Traum steht es für eine Art von Bosheit, die klein genug bleibt, um sich nicht beschweren zu können. Genau das macht sie zermürbend – und Träume nehmen sie ernster als der Verstand im Wachen.

Kneten Was man tut

Mit den Händen formen, was nachgibt.

Kneten ist ein beruhigendes Bild: Etwas lässt sich bearbeiten, es wird geschmeidig, und am Ende hat es eine Form. Im Traum steht es für eine Sache, die du gestalten kannst. Das ist seltener, als man denkt, und deshalb bemerkenswert.

Knie Körper

Beugt sich oder nicht.

Das Knie entscheidet über Unterwerfung und Aufrechtstehen. Weiche Knie meinen Angst, ein gebeugtes Knie Demut oder Niederlage – der Satz sagt, welches von beidem.

Knoblauch Natur und Wetter

Man riecht es noch am nächsten Tag.

Knoblauch ist Heilmittel und Abwehrzauber zugleich, und beides hängt am Geruch. Im Traum steht er für etwas Gesundes, das man anderen nicht verbergen kann.

Knochen Körper

Das Tragende, wenn alles andere weg ist.

Knochen stehen für das, was bleibt: Grundsätze, Herkunft, das Gerüst eines Lebens. Ein Bruch meint einen Einschnitt in etwas, das als sicher galt.

Knopf Dinge

Kleiner Halt am Verschluss.

Ein fehlender Knopf ist das leiseste aller Nachlässigkeitsbilder: nichts Schlimmes, aber etwas hält nicht mehr richtig zu. Er kommt in Zeiten, in denen jemand sich selbst hinten anstellt.

Knorriger Baum Natur und Wetter

Schief und sehr alt.

Ein knorriger Baum hat jedem Wind nachgegeben und steht noch. Er ist das Gegenbild zur geraden Fichte – und das langlebigere.

Knospe Natur und Wetter

Kurz davor.

Die Knospe ist der Augenblick vor dem Aufgehen. Sie steht für Ungeduld und dafür, dass die Zeit noch nicht um ist.

Knoten Was man tut

Fest und schwer zu lösen.

Ein Knoten hält, und ein zu fester ist nicht mehr zu öffnen. Er steht für eine Verwicklung, an der man zieht, statt sie zu entwirren.

Knurren Tiere

Die letzte Warnung vor dem Biss.

Knurren ist gefährlicher als Bellen: Es kündigt an. Im Traum steht es für eine Grenze, die gerade noch eingehalten wird.

Kobold Menschen

Stört und hilft.

Der Kobold nimmt nichts und verlegt alles. Er steht für kleine Widrigkeiten, hinter denen keine böse Absicht steckt – und für Hilfe, die nachts geschieht.

Koch Menschen

Macht aus Rohem Genießbares.

Der Koch steht für Verwandlung im Alltäglichen: Aus Einzelteilen wird eine Mahlzeit. Er kommt in Träumen über Fürsorge und über das Zusammensetzen von etwas.

Kochen Was man tut

Aus Rohem etwas machen, das nährt.

Kochen steht für Verwandlung und Fürsorge. Für wen du im Traum gekocht hast, sagt, wem deine Kraft gerade gilt.

Kochlöffel Dinge

Damit nichts anbrennt.

Umrühren verhindert, dass sich etwas am Boden festsetzt. Der Kochlöffel steht für die regelmäßige kleine Aufmerksamkeit, ohne die eine Sache verdirbt.

Koffer Dinge

Was du mitnimmst – und wie schwer es ist.

Der Koffer ist der Inbegriff des Ballasts. Zu viel Gepäck ist eines der klarsten Bilder überhaupt: Da wird mehr mitgeschleppt, als der Weg trägt. Ein verlorener Koffer wirkt zunächst schlimm und ist es oft nicht – achte darauf, ob du erschrocken oder erleichtert warst. Ein Koffer, der sich nicht schließen lässt, zeigt an, dass etwas nicht mehr hineinpasst in das Leben, das du gerade führst.

Kohl Natur und Wetter

Fest geschlossen und nahrhaft.

Der Kohl übersteht den Frost und wird dadurch besser. Er steht für Beständigkeit, die harte Zeiten braucht, um süß zu werden.

Kohle Natur und Wetter

Schwarz und voller Wärme.

Kohle ist gepresster Wald aus grauer Vorzeit. Sie sieht nach nichts aus und gibt Hitze – ein Bild für verborgene Kraft in etwas Unansehnlichem.

Kollege Menschen

Nähe ohne Wahl.

Kollegen sind Menschen, mit denen man auskommen muss, ohne sie ausgesucht zu haben – wie Nachbarn und wie Verwandte. Im Traum stehen sie deshalb für Fragen der Zusammenarbeit und der Grenze: Wie viel gebe ich, wie viel lasse ich zu, wo hört meine Zuständigkeit auf?

Kommando Was man tut

Wer sagt, was geschieht.

Das Kommando zu haben heißt Verantwortung und Freiheit zugleich. Im Traum lohnt die Frage, wer es hatte. Wer es abgibt, sucht Entlastung; wer es übernimmt, traut sich etwas zu, das im Wachen vielleicht noch nicht sichtbar ist.

Kommode Dinge

Schubladen in Reihe.

Die Kommode steht für geordnete Aufbewahrung von Persönlichem. Was in welcher Lade liegt, weiß nur der Besitzer.

Kompass Dinge

Etwas, das die Richtung weiß, wenn du sie nicht weißt.

Der Kompass zeigt immer dasselbe, egal wie man ihn dreht – darin liegt sein Trost. Im Traum steht er für einen inneren Maßstab, der noch funktioniert. Dreht die Nadel durch, gilt das Gegenteil.

Kompliment Was man tut

Jemand sagt laut, was er sieht.

Ein Kompliment im Traum sagt mehr über den Empfänger als über den Absender: Wer es annehmen kann, hat ein gutes Verhältnis zu sich. Wer abwinkt, kennt das auch im Wachen. Wofür du gelobt wurdest, ist die eigentliche Botschaft.

Kompost Dinge

Aus Abfall wird Erde.

Der Kompost braucht Zeit und macht aus Weggeworfenem Boden. Er ist das geduldigste Bild für Verwandlung, das der Garten hergibt.

Konfirmation Was man tut

Aufgenommen werden bei den Großen.

Die Konfirmation ist eine Schwelle mit Datum: Vorher Kind, nachher zugehörig. Im Traum kommt sie in Zeiten, in denen jemand wieder einmal geprüft wird, ob er dazugehört.

Konflikt Zustände und Gefühle

Zwei Richtungen, und beide sind deine.

Ein Konflikt ist nicht Streit mit jemandem, sondern der Zustand, zwei Dinge gleichzeitig zu wollen. Im Traum zeigt er sich als Zerrissenheit oder als zwei Wege. Das Bild ist nützlich: Es benennt eine Spannung, die im Wachen als bloße Unruhe erscheint.

König Menschen

Wer in deinem Leben das Sagen hat.

Königsgestalten stehen für Autorität. Ob sie gerecht sind, sagt dir, wie du gerade über die Menschen denkst, die über dich bestimmen.

Königreich Orte und Räume

Ein Gebiet mit einem Herrn darüber.

Ein Königreich im Traum ist ein Zuständigkeitsbereich: Hier gilt eine Ordnung, und jemand hat sie gemacht. Wenn es dein eigenes ist, geht es um Verantwortung. Wenn es fremd ist, um die Frage, unter welchen Regeln du gerade lebst.

Konkurrent Menschen

Zwei wollen dasselbe, und es gibt nur eines.

Der Konkurrent im Traum trägt oft Züge, die du an dir selbst kennst – das ist kein Zufall. Er steht für einen Wettstreit, bei dem dir viel an dem Preis liegt. Die nützliche Frage ist, ob es wirklich nur eines gibt.

Kopf Körper

Das Denken – und was zu viel darin ist.

Der Kopf steht für Verstand und Übersicht. Kopfschmerzen im Traum meinen fast immer Überlegungen, die keinen Schluss finden.

Kopfhörer Dinge

Die Welt leiser stellen.

Kopfhörer sind eine Wand, die man mitnehmen kann. Im Traum stehen sie für den Wunsch nach Abstand mitten unter Menschen – und manchmal dafür, dass jemand etwas nicht hören will.

Kopfstand Was man tut

Dieselbe Welt, andersherum gesehen.

Etwas auf den Kopf zu stellen heißt, die gewohnte Ordnung zu verlassen. Im Traum ist das selten bedrohlich und oft befreiend: Von unten sieht manches richtiger aus. Das Bild kommt, wenn eine feste Sichtweise ins Rutschen gerät.

Kopie Dinge

Sieht aus wie das Echte und ist es nicht.

Eine Kopie ist vollständig richtig und trotzdem nicht das Original. Im Traum steht sie für etwas, das stimmt und dem trotzdem etwas fehlt – eine Beziehung nach Vorbild, ein Leben, das dem eines anderen nachgebaut ist.

Koralle Dinge

Aus dem Meer und lebendig gewachsen.

Koralle ist Schmuck, der einmal gelebt hat. Sie galt immer als Schutzstein für Kinder und steht für Bewahrung.

Korb Dinge

Tragen, was man gesammelt hat.

Der Korb meint das Zusammengetragene: eine Ernte, eine Sammlung, eine Aufgabe. Ob er voll oder leer war, zeigt, wie du deine eigene Ausbeute gerade siehst.

Korken Dinge

Der Verschluss geht nur einmal auf.

Eine Flasche zu entkorken heißt, etwas Aufgehobenes jetzt zu nutzen. Der Traum fragt, worauf man noch warten will.

Krabbe Tiere

Kommt seitlich näher.

Die Krabbe bewegt sich nie geradeaus. Sie steht für eine Annäherung über Umwege – bei einem selbst oder bei anderen.

Kraft haben Zustände und Gefühle

Es geht dir leicht von der Hand.

Kraft im Traum ist eine Bestandsaufnahme und keine Verheißung: So viel ist gerade da. Wer im Traum Berge versetzt, hat Reserven; wer schon beim Gehen müde wird, weiß es damit auch. Träume sind in dieser Frage zuverlässiger als der eigene Wille.

Kragen Dinge

Der Rand am Hals.

Der hochgeschlagene Kragen ist Abwehr gegen Wetter und Blicke. Jemanden am Kragen zu packen ist das Gegenteil: Zugriff ohne Abstand.

Krähe Tiere

Klug und unbeliebt.

Krähenvögel sind schlau und gelten als Unglücksboten – zu Unrecht. Sie stehen für Verstand ohne Schmeichelei und für Wahrheiten, die niemand hören will.

Krähen Tiere

Der Tag wird ausgerufen.

Der Hahnenschrei beendet die Nacht. In alten Erzählungen vertreibt er, was im Dunkeln umgeht – ein Bild für das Ende einer Spukzeit.

Kralle Tiere

Festhalten und verletzen.

Krallen greifen und reißen. Sie stehen für ein Festhalten, das Spuren hinterlässt – auch bei dem, der festhält.

Krampf Körper

Der Muskel hält fest und lässt nicht los.

Ein Krampf ist Anspannung, die sich verselbständigt hat. Im Traum steht er für eine Haltung, die du zu lange eingenommen hast. Bezeichnend ist die Stelle: eine Faust, die sich nicht öffnet, ist etwas anderes als ein Krampf im Bein.

Krampfader Körper

Was sonst unter der Haut liegt, tritt hervor.

Hervortretende Adern zeigen im Traum, dass etwas Inneres sichtbar wird, das sichtbar nicht sein sollte. Meistens geht es um Anstrengung, die man anderen nicht zeigen wollte.

Kran Dinge

Hebt, was niemand heben kann.

Der Kran macht Lasten beweglich, die ein Mensch nie bewegte. Er steht für eine Hilfe von außen, ohne die es nicht geht.

Kranich Tiere

Zieht weit und in Ordnung.

Der Kranich steht für einen langen Weg, der gemeinsam bewältigt wird. In alten Deutungen kündigt er eine Veränderung der Jahreszeit an – im Leben wie am Himmel.

Krankenhaus Orte und Räume

Ein Ort, an dem man sich versorgen lässt.

Das Krankenhaus im Traum meint selten Krankheit. Es steht für die Notwendigkeit, etwas behandeln zu lassen, statt es weiter auszuhalten.

Krankenwagen Wege und Fahrzeuge

Hilfe, die kommt – und die Lage, die sie nötig macht.

Der Krankenwagen ist ein zweischneidiges Bild: Er sagt, dass es ernst ist, und zugleich, dass Hilfe unterwegs ist. Im Traum kommt er, wenn im Wachen etwas nicht mehr allein zu schaffen ist. Ob er für dich kam oder für jemand anderen, ändert alles.

Krankenzimmer Orte und Räume

Ein Raum zum Gesundwerden.

Das Krankenzimmer steht für eine Zeit, in der man versorgt wird und nichts entscheidet. Sie ist unangenehm und manchmal nötig.

Krankheit Körper

Etwas ist aus dem Gleichgewicht.

Krankheit im Traum ist fast nie eine Vorhersage. Sie zeigt eine Belastung an, die zu lange getragen wird – seelisch oder im Alltag.

Kränkung Zustände und Gefühle

Ein Wort, das lange nachwirkt.

Eine Kränkung ist eine Verletzung ohne Wunde, und deshalb schwer zu zeigen. Im Traum bekommt sie endlich Gestalt. Bemerkenswert ist, dass Träume alte Kränkungen hervorholen, die man für erledigt hielt – dann waren sie es nicht.

Kranz Dinge

Ein Ring aus Grün.

Der Kranz ist Ehrung und Abschied zugleich: Er liegt auf Siegern und auf Gräbern. Seine Form ohne Anfang und Ende gehört zur Deutung.

Kratzer Körper

Oberflächlich und ärgerlich.

Der Kratzer heilt schnell und stört lange. Er steht für eine Kleinigkeit, die man sich länger merkt, als sie verdient.

Kräuter Natur und Wetter

Heilung, die am Wegrand wächst.

Kräuter stehen für Hilfe, die da ist und übersehen wird. Sie erscheinen, wenn eine Lösung näher liegt, als man denkt.

Krawatte Dinge

Ein Stück Stoff um den Hals.

Die Krawatte hat keinen Nutzen außer der Form. Sie steht für eine Pflicht, die man trägt, weil sie erwartet wird – und eine zu enge für den Preis davon.

Krebs Tiere

Rückwärts gehen, hart gepanzert.

Der Krebs steht für Rückzug hinter einen Panzer und für Bewegung, die aussieht wie Rückschritt und keiner ist.

Kreis Dinge

Es kommt immer wieder am selben Punkt an.

Der Kreis ist beides: das Bild für Ganzheit und das Bild für Ausweglosigkeit. Welches gemeint ist, sagt die Bewegung – ob jemand darin steht oder darin läuft.

Kreisen Was man tut

Bewegung ohne Fortschritt.

Im Kreis zu gehen ist das Bild für ein Denken, das nicht zum Ende kommt. Es meint keine Ausweglosigkeit, sondern dass der nächste Schritt woanders liegt als da, wo man sucht.

Kreuz Dinge

Last und Zeichen zugleich.

Das Kreuz steht für etwas, das getragen wird und einen Sinn hat – beides gehört zusammen. Es kommt in Träumen von langer Pflicht und langem Ausharren.

Kreuz und quer Zustände und Gefühle

Kein Muster zu erkennen.

Wo nichts geordnet ist, war entweder Eile oder Gleichgültigkeit. Der Traum zeigt damit, wie viel gerade unbearbeitet herumliegt.

Kreuzung Wege und Fahrzeuge

Eine Entscheidung, die ansteht.

An der Kreuzung wird gewählt, und der Traum stellt einen genau dorthin. Er sagt nicht, welche Richtung stimmt – dafür ist er nicht da. Er sagt, dass gewählt wird, auch wenn man im Wachen so tut, als sei noch Zeit.

Kribbeln Körper

Zwischen taub und wach.

Kribbeln ist das Gefühl beim Aufwachen eines Körperteils. Es steht für etwas in dir, das lange stillgelegen hat und sich wieder meldet.

Kriechen Was man tut

Ganz unten vorankommen.

Kriechen steht für ein Weiterkommen unter größter Mühe und ohne Würde. Es kommt in Träumen von Erschöpfung – und meint trotzdem, dass es vorwärtsgeht.

Krieger Menschen

Einer, der auf den Kampf eingerichtet ist.

Der Krieger ist nicht der Gewalttätige, sondern der Bereite. Er steht für einen Teil von dir, der sich verteidigen kann. In Träumen von Bedrängnis taucht er als Verbündeter auf, und das ist eine gute Nachricht: Die Kraft ist vorhanden.

Krippe Orte und Räume

Ein ärmlicher Platz für etwas Kostbares.

Die Krippe ist der bescheidenste denkbare Anfang – und darin liegt ihre Kraft. Im Traum steht sie für etwas Neues, das unter geringen Umständen beginnt. Das ist kein Mangel, sondern eine Aussage über die Anfänge: Sie sehen selten nach viel aus.

Kristall Natur und Wetter

Ordnung bis ins Kleinste.

Ein Kristall wächst nach einer inneren Regel und wird deshalb regelmäßig. Er steht für Klarheit, die von innen kommt.

Kritik Was man tut

Jemand sagt, was nicht gut war.

Kritik im Traum trifft härter als im Wachen, weil der Traum keine Höflichkeit kennt. Sie kommt, wenn man eine Beurteilung erwartet oder fürchtet. Wichtig ist, ob im Traum etwas Bestimmtes gesagt wurde – dieser Satz ist meist deiner.

Krokodil Tiere

Liegt still und ist nicht harmlos.

Das Krokodil steht für eine Bedrohung, die sich als Baumstamm tarnt. Es kommt in Träumen, in denen jemand ein ungutes Gefühl hat und keinen Grund nennen kann.

Krone Dinge

Rang – zugesprochen oder angemaßt.

Die Krone ist Würde, die von außen verliehen wird, und deshalb immer auch eine Last. Sie taucht auf, wenn es um Anerkennung geht: um eine Rolle, die man bekommen hat, oder um eine, die man sich zutraut. Eine zu große Krone, eine, die herunterfällt, ein Thron, auf dem man sich unwohl fühlt – all das sind Bilder für eine Stellung, die noch nicht passt.

Kronleuchter Dinge

Licht, das etwas darstellen soll.

Der Kronleuchter leuchtet und repräsentiert. Er steht für eine Klarheit, die zugleich Eindruck machen will.

Krönung Was man tut

Ein Rang wird sichtbar gemacht.

Bei einer Krönung wird nicht Macht gegeben, sondern gezeigt – der Rang war vorher schon da. Im Traum steht sie für eine Anerkennung, auf die du gewartet hast. Wer dir die Krone aufgesetzt hat, ist die Frage; manchmal warst du es selbst.

Kröte Tiere

Hässlich und nützlich.

Die Kröte steht für etwas, das abstößt und gut ist – eine Wahrheit, ein Mensch, eine Aufgabe. Im Märchen wird sie geküsst, und das ist keine schlechte Anweisung.

Krücke Dinge

Eine Stütze, die man mitnimmt.

Die Krücke steht für eine Hilfe, ohne die es gerade nicht geht. Sie ist vorübergehend gemeint – und manche behält man zu lange.

Krümel Dinge

Reste, die eine Spur ergeben.

Krümel zeigen, dass jemand hier war. Im Märchen sind sie der Weg zurück – und im Traum die kleinen Hinweise, die zusammen eine Richtung ergeben.

Krumm Zustände und Gefühle

Nicht so, wie es sollte.

Etwas Krummes erfüllt seinen Zweck noch und sieht falsch aus. Es steht für eine Lösung, die funktioniert und nicht stimmt.

Kruste Dinge

Außen hart, innen weich.

Die Kruste schützt das Weiche. Sie steht für eine Härte, die nach außen geht und nicht bis nach innen reicht.

Küche Orte und Räume

Wo aus Zutaten etwas wird.

Die Küche ist im Haus der Ort der Verwandlung – rohe Dinge gehen hinein, fertige kommen heraus. Im Traum steht sie für Vorhaben in Arbeit und für Fürsorge: Wer kocht, versorgt jemanden.

Kuchen Dinge

Etwas Besonderes, geteilt.

Kuchen gibt es zu Anlässen. Er steht für Freude, die man herstellt und weitergibt – und ein Stück vom Kuchen für den eigenen Anteil an etwas.

Kuckuck Tiere

Legt sein Ei in fremde Nester.

Der Kuckuck steht für eine Last, die jemand anderem untergeschoben wird – oder für eine Aufgabe, die man selbst bekommen hat, ohne sie zu wollen.

Kugel Dinge

Rund von allen Seiten, und nicht festzuhalten.

Die Kugel ist vollkommen und deshalb ohne Halt – sie rollt weg, sobald man loslässt. Im Traum steht sie für etwas Ganzes, das man nicht behalten kann.

Kuh Tiere

Nährende Ruhe – oder ungebändigte Kraft.

Die Kuh ist eines der ältesten Bilder für das Nährende und Geduldige; der Stier dagegen für Kraft, die niemand hält. Welches Tier im Traum stand, macht den ganzen Unterschied. Beide gehören zu denselben Fragen: Wer versorgt hier wen, und wer setzt sich durch?

Kühlschrank Dinge

Hält frisch, was bleiben soll.

Der Kühlschrank steht für Vorrat und Versorgung. Ein leerer Kühlschrank ist ein Bild für Mangel, der bevorsteht – und einer voller Verdorbenem für Vorsorge, um die sich niemand gekümmert hat.

Kühnheit Zustände und Gefühle

Machen, bevor man nachdenkt.

Kühnheit ist Mut ohne Zögern – und im Traum eine Kraft, die man wach oft nicht hat. Dass sie da ist, ist der Punkt: Sie gehört dir, auch wenn du sie im Alltag nicht abrufst. Was du im Traum gewagt hast, lohnt eine zweite Überlegung.

Küken Tiere

Etwas Junges, das Wärme braucht.

Nest und Küken stehen für Fürsorge und für Anfänge, die noch nicht allein bestehen. Ein leeres Nest meint das Gegenteil.

Kummer Zustände und Gefühle

Trauer, die keinen Anlass mehr nennt.

Kummer unterscheidet sich von Trauer dadurch, dass er bleibt, wenn der Anlass vorbei ist. Im Traum steht er oft für etwas, das lange nicht ausgesprochen wurde – und was ausgesprochen wird, verliert ihn meistens.

Kündigung Zustände und Gefühle

Der Platz ist weg.

Die Kündigung im Traum meint selten den Arbeitsplatz. Sie steht für die Sorge, nicht mehr gebraucht zu werden – und kommt auch bei Menschen in sicheren Verhältnissen.

Kunst Dinge

Etwas, das nur gemacht wurde, um zu sein.

Kunst im Traum ist das Gegenteil von Zweck. Sie steht für einen Teil in dir, der nichts erledigen will. Wenn ein Traum ein Kunstwerk zeigt, lohnt es sich, genau hinzusehen: Es ist meist aus deinem eigenen Leben zusammengesetzt.

Kur Was man tut

Zeit, die fürs Gesundwerden freigegeben ist.

Die Kur steht für eine Erholung, die erlaubt und verordnet ist. Sie kommt bei Menschen, die sich sonst keine nehmen.

Kurbel Dinge

Es läuft, solange man dreht.

Die Kurbel steht für einen Vorgang, der eigene Kraft braucht und sofort stehenbleibt, wenn man aufhört.

Kürbis Natur und Wetter

Das Größte, was der Garten hergibt.

Der Kürbis kommt am Ende des Jahres und ist der Beweis, dass es ein gutes war. Er steht für ein sichtbares Ergebnis langer Arbeit.

Kurve Wege und Fahrzeuge

Der Weg geht weiter, und man sieht nicht, wohin.

Die Kurve nimmt die Sicht – das ist ihr ganzer Gehalt. Im Traum steht sie für eine Wendung, deren Ausgang noch nicht feststeht. Ob du zu schnell warst, sagt etwas über dein Tempo im Wachen.

Kurz einschlafen Was man tut

Im Traum noch einmal einschlafen.

Im Traum einzuschlafen ist ein besonderes Bild – der Traum baut eine zweite Ebene. Es steht für den Wunsch, aus etwas herauszukommen, das man nicht aushält, oder für echte, tiefe Müdigkeit, die sich bis in den Traum fortsetzt.

Kuss Was man tut

Zustimmung, die ohne Worte auskommt.

Ein Kuss im Traum meint Einverständnis – nicht unbedingt Liebe. Er zeigt, dass zwischen dir und etwas Frieden ist, und das Etwas ist oft eine Sache, kein Mensch.

Küste Orte und Räume

Der lange Rand.

Die Küste meint die Grenze zwischen dem Bekannten und dem Weiten. Am Strand entlangzugehen ist ein Bild fürs Abwägen: nah genug am Wasser, aber noch nicht drin.

Kutsche Dinge

Gefahren werden, langsam und von Lebendigem.

Die Kutsche ist ein Bild aus einer anderen Zeit, und genau so kommt sie im Traum vor: Es geht voran, aber nach altem Maß. Wer auf dem Bock sitzt, ist die eigentliche Frage.

Kutscher Menschen

Hält die Zügel.

Der Kutscher lenkt Kräfte, die stärker sind als er. Er steht für Selbstbeherrschung – und ein Gespann ohne Kutscher für deren Verlust.

L

Labyrinth Orte und Räume

Eine Lage ohne erkennbaren Ausweg – noch.

Lange Gänge und immer neue Abzweigungen kommen, wenn eine Entscheidung ansteht, die man von allen Seiten betrachtet hat und immer noch nicht trifft. Ein Labyrinth hat einen Ausgang; ein Irrgarten ist ein Labyrinth, in dem man ihn nicht sieht.

Lächeln Was man tut

Weniger als Lachen, und oft mehr wert.

Ein Lächeln im Traum ist ein sehr genaues Zeichen, weil es nicht laut ist: Es sagt Zustimmung, Trost oder Spott, und man weiß beim Aufwachen genau, welches. Wenn jemand Verstorbenes im Traum lächelt, ist das für viele Menschen das Tröstlichste, was ein Traum geben kann.

Lachen Was man tut

Erleichterung – oder ihre Maske.

Lachen im Traum ist meist echt und ein gutes Zeichen. Wird aber über dich gelacht, kehrt sich das Bild um und gehört zur Scham. Die Frage ist immer: Hast du mitgelacht?

Lachs Tiere

Kehrt zurück, wo er herkommt.

Der Lachs schwimmt gegen den Strom, um an seinen Ursprung zu gelangen. Kein Tier ist ein besseres Bild für die Rückkehr zu den eigenen Anfängen – und für ihren Preis.

Laden Orte und Räume

Auswahl – und die Frage, was du dir nimmst.

Im Laden geht es um Möglichkeiten und darum, was sie kosten. Ein überfülltes Regal, vor dem man nicht entscheiden kann, ist ein häufiges Bild für zu viele Optionen. Eine leere Auslage steht für das Gegenteil: Es gibt gerade nichts zu wählen.

Lager Orte und Räume

Aufgehoben, aber nicht in Gebrauch.

Ein Lager ist voller Dinge, die man behalten und nicht benutzen will. Im Traum ist es ein sehr genaues Bild für Aufgeschobenes: Pläne, Fähigkeiten, Absichten. Sich dort umzusehen lohnt, denn was im Traumlager steht, hast du selbst hineingestellt.

Lagune Natur und Wetter

Meerwasser, das zur Ruhe gekommen ist.

Die Lagune ist vom Meer abgetrennt und doch aus ihm gemacht: dieselben Gefühle, nur still. Im Traum steht sie für einen Zustand, in dem etwas Großes handhabbar geworden ist. Das ist ein gutes Bild – aber die Verbindung zum offenen Meer ist immer noch da.

Laie Menschen

Dabei sein, ohne es zu können.

Laie zu sein ist im Traum ein Bild für Unsicherheit am falschen Platz: Alle scheinen zu wissen, wie es geht, nur du nicht. Das ist eine der verbreitetsten Traumlagen überhaupt und sagt mehr über das Zutrauen als über das Können.

Lamm Tiere

Neu, weich und ohne Abwehr.

Das Lamm steht für Unschuld und für Schutzlosigkeit – die beiden gehören zusammen. Es kommt in Träumen um etwas Neues, das noch nichts abkann.

Lampe Dinge

Licht, das jemand eingeschaltet hat.

Anders als Tageslicht steht die Lampe für bewusst hergestellte Klarheit: jemand hat hingesehen. Eine kaputte Lampe meint einen Versuch, der nicht reicht.

Lampenfieber Zustände und Gefühle

Angst vor dem eigenen Können.

Lampenfieber gehört zu jeder wichtigen Sache und geht vorüber, sobald es losgeht. Der Traum zeigt es, wenn im Wachen etwas ansteht.

Lampenschirm Dinge

Licht, das niemanden blendet.

Ein Lampenschirm nimmt dem Licht die Härte, ohne es wegzunehmen. Im Traum steht er für eine Wahrheit, die jemand behutsam gesagt hat – oder dafür, dass etwas absichtlich nicht ganz ausgeleuchtet wird.

Land Orte und Räume

Fester Boden unter den Füßen.

Land ist im Traum der Gegenbegriff zum Wasser: Hier trägt es. Wer nach Wasserbildern an Land kommt, hat etwas überstanden – das ist eine der klarsten Abfolgen, die Träume kennen. Wie das Land aussah, sagt, was dich erwartet.

Landen Was man tut

Der Boden ist wieder da.

Zu landen, beendet einen Schwebezustand. Es ist ein Erleichterungsbild und steht für die Rückkehr in die gewöhnlichen Verhältnisse.

Landgut Orte und Räume

Besitz, der Arbeit macht und trägt.

Ein Landgut ist Wohnort und Lebensgrundlage in einem. Im Traum steht es für etwas Gewachsenes, das gepflegt werden muss – eine Familie, ein Betrieb, ein Ruf. Ob es gepflegt oder verfallen war, ist die Auskunft.

Landkarte Dinge

Der Überblick auf Papier.

Die Karte steht für den Plan, den man sich gemacht hat. Eine, die nicht zur Gegend passt, ist das genaue Bild für eine Vorstellung, die an der Wirklichkeit vorbeigeht.

Landstraße Orte und Räume

Ein Weg mit Bäumen und ohne Eile.

Die Landstraße ist das Gegenteil der Autobahn: Sie führt durch etwas hindurch, und man kann abbiegen. Im Traum steht sie für einen Lebensweg, der Umwege erlaubt.

Langeweile Zustände und Gefühle

Zeit, die nicht vergehen will.

Langeweile im Traum ist selten – Träume sind meistens ereignisreich. Wenn sie vorkommt, sagt sie weniger über den Traum als über wach: dass gerade etwas fehlt, wofür es sich lohnt, wach zu sein.

Lanze Dinge

Aus der Distanz, und trotzdem mit ganzer Kraft.

Die Lanze trifft, ohne dass man nah herankommt – sie ist die Waffe des Abstands. Im Traum steht sie für einen Angriff aus sicherer Entfernung oder für ein Eintreten: Eine Lanze für jemanden zu brechen heißt, sich öffentlich auf seine Seite zu stellen.

Lappen Dinge

Womit man saubermacht.

Der Lappen ist das unscheinbarste Werkzeug im Haus und das meistgebrauchte. Er steht für die Arbeit, die niemand würdigt und die jeder bemerkt, wenn sie ausbleibt.

Lärm Zustände und Gefühle

Zu viel auf einmal.

Lärm im Traum steht für Reizüberflutung. Er kommt, wenn zu viele Dinge gleichzeitig etwas wollen – und keines davon laut genug ist, um es allein zu sein.

Lärm von nebenan Zustände und Gefühle

Fremdes Leben dringt herein.

Geräusche durch die Wand stehen für eine Grenze, die zu dünn ist. Man ist allein und nicht für sich.

Lasso Dinge

Einfangen, ohne zu verletzen.

Das Lasso hält fest und tut nicht weh – es ist das Werkzeug dessen, der etwas will und es lebendig will. Im Traum steht es für den Versuch, jemanden oder etwas zu halten, das sich entzieht. Ob es gelungen ist, ist die Deutung.

Last Dinge

Was man mit sich schleppt.

Gepäck im Traum steht für Mitgeschlepptes. Die Frage ist nie, wie schwer es war, sondern wem es gehört.

Lastwagen Wege und Fahrzeuge

Fährt, was andere nicht tragen.

Der Lastwagen steht für Verantwortung in großem Maßstab: viel Gewicht, langer Bremsweg, wenig Wendigkeit.

Laterne Dinge

Licht, das man trägt.

Die Laterne leuchtet nur den nächsten Schritt aus – und genau das ist ihre Aussage. Sie kommt in Zeiten, in denen niemand den ganzen Weg sehen kann.

Laub Natur und Wetter

Abgeworfen, damit der Baum durchkommt.

Laubfall ist kein Sterben, sondern Sparsamkeit. Er steht für einen Verzicht, mit dem man durch eine harte Zeit kommt.

Lauern Was man tut

Warten mit Absicht.

Lauern ist Geduld mit einem Ziel – und im Traum meist unheimlich, weil man nicht weiß, worauf. Es steht für etwas, das auf seinen Augenblick wartet. Ob du selbst gelauert hast, dreht die Deutung um: Dann bist du es, der auf eine Gelegenheit wartet.

Läufer Dinge

Der Weg durchs eigene Haus.

Ein Läufer weist die Richtung durch einen Raum. Er steht für Gewohnheiten – die Wege, die man im eigenen Leben immer gleich geht.

Lauge Dinge

Das Wasser hat gearbeitet.

Trübes Waschwasser zeigt, dass etwas sauber geworden ist. Der Schmutz ist nicht verschwunden – er ist nur woanders.

Laus Tiere

Klein, zahlreich, beschämend.

Läuse sind harmlos und peinlich – genau das macht sie zum Traumbild. Sie stehen für eine Kleinigkeit, die man niemandem erzählen mag.

Lauschen Was man tut

Hören, was nicht für dich gesagt wurde.

Wer im Traum lauscht, will etwas wissen und darf nicht fragen. Genau darin liegt die Aussage: Irgendwo im Wachen gibt es eine Sache, über die nicht offen gesprochen wird. Was du gehört hast, ist dabei weniger wichtig als der Umstand, dass du horchen musstest.

Lauter Fremde Menschen

Umgeben und allein.

Unter Fremden zu sein meint das Gefühl, nicht dazuzugehören, obwohl man mittendrin steht. Es ist eine der einsamsten Traumlagen überhaupt.

Lauter Kinder Menschen

Viel Anfang auf einmal.

Eine Schar Kinder steht für viele kleine Anfänge, die alle Aufmerksamkeit wollen. Es ist ein lebendiges und anstrengendes Bild.

Lautsprecher Dinge

Eine Stimme ohne Gesicht.

Die Durchsage spricht zu allen und zu niemandem. Sie steht für eine Anweisung von oben, gegen die kein Einspruch vorgesehen ist – und im Traum versteht man sie oft nicht.

Lavendel Natur und Wetter

Duft, der beruhigt.

Lavendel gehört zu Wäscheschränken und stillen Abenden. Im Traum steht er für Ordnung, die guttut.

Lawine Natur und Wetter

Ein Anstoß, und alles kommt.

Die Lawine braucht nur eine Kleinigkeit und nimmt dann alles mit. Sie steht für eine Folge von Ereignissen, die niemand mehr aufhält.

Lazarett Orte und Räume

Wo die Versehrten liegen, wenn es zu viele sind.

Das Lazarett ist kein Krankenhaus, es ist ein Notbehelf nach einer Katastrophe. Im Traum steht es für die Zeit danach: Der Kampf ist vorbei, die Verluste liegen da. Solche Bilder kommen, wenn eine harte Phase aufhört und die Erschöpfung zurückbleibt.

Lebendig Zustände und Gefühle

Spüren, dass man da ist.

Sich im Traum lebendig zu fühlen ist mehr als Freude: Es ist das Gefühl, mit sich selbst verbunden zu sein. Solche Träume kommen, wenn im Wachen vieles nur noch abläuft – und sie erinnern daran, dass es anders geht.

Lebensalter Körper

Wo du auf dem Weg gerade stehst.

Wenn ein Traum Alter zum Thema macht, geht es um Zeit und um Rechnung: Was ist noch möglich, was nicht mehr? Erstaunlich oft zeigen Träume einen selbst in einem anderen Alter, als man hat – und dieses Alter ist der eigentliche Hinweis.

Lebensgeschichte Dinge

Das eigene Leben von außen gesehen.

Wer im Traum seine Lebensgeschichte liest oder erzählt, nimmt Abstand von sich selbst. Solche Träume kommen an Wendepunkten – dort, wo jemand wissen will, wie es bis hierher gekommen ist.

Lebewohl Was man tut

Ein Abschied, bei dem beide wissen, dass er einer ist.

Das Lebewohl unterscheidet sich vom bloßen Weggehen: Es ist ausgesprochen. Im Traum steht es für einen Abschluss, den du dir zugestehst. Wem du es gesagt hast, ist die Deutung – und es ist selten der Mensch, an den du beim Aufwachen denkst.

Leck Dinge

Wenig, aber ständig.

Ein Leck ist kein Unglück, sondern eine Dauerbelastung. Es steht für etwas, das immerfort ein bisschen wegnimmt – Kraft, Geld, Zutrauen.

Leder Dinge

Haut, haltbar gemacht.

Leder ist widerstandsfähig und nimmt jede Spur an. Es steht für eine Festigkeit, die ihre Geschichte zeigt.

Leer Zustände und Gefühle

Der Raum ist da, der Inhalt nicht.

Leere im Traum ist nicht dasselbe wie Nichts: Der Behälter, der Raum, die Form sind noch da. Das macht sie so deutlich – man sieht, wo etwas sein sollte.

Leere Zustände und Gefühle

Nichts ist mehr da.

Leere steht für Erschöpfung des Gefühls. Sie kommt nach langen Belastungen und ist kein Fehlen, sondern ein Schutz: Etwas hat abgeschaltet, weil es zuviel war.

Leere Geldbörse Zustände und Gefühle

Nicht zahlen können.

Nicht zahlen zu können, wenn es fällig ist, steht für das Gefühl, einer Anforderung nicht gewachsen zu sein. Es geht selten um Geld.

Leere Taschen Zustände und Gefühle

Nichts dabei.

Leere Taschen stehen für Mittellosigkeit im Augenblick des Bedarfs. Es geht nicht um Armut, sondern um das Gefühl, nichts anbieten zu können.

Leeren Was man tut

Alles heraus, bis nichts mehr drin ist.

Etwas zu leeren ist eine gründliche Handlung: Es bleibt nichts. Im Traum steht es für ein Aufräumen, das keine halben Sachen macht – und manchmal für einen Verlust, den man selbst herbeigeführt hat. Was danach im Gefäß war, ist der Hinweis.

Leeres Haus Orte und Räume

Alles da, niemand darin.

Ein leeres Haus steht für einen Zustand ohne Inhalt: Man funktioniert, aber es wohnt niemand mehr darin. Ein deutliches und ernst gemeintes Bild.

Lehm Natur und Wetter

Schwer, formbar, klebrig.

Lehm hält alles fest, was hineintritt, und lässt sich zu allem formen. Er steht für Verhältnisse, aus denen man schwer herauskommt und in denen viel möglich ist.

Lehre Zustände und Gefühle

Was von einer Erfahrung übrig bleibt.

Eine Lehre ist das, was nach dem Schmerz bleibt und nützt. Wenn ein Traum sie ausdrücklich zeigt – jemand sagt einen Satz, du verstehst plötzlich etwas –, ist das notierenswert. Solche Sätze kommen aus dir und sind selten dumm.

Lehren Was man tut

Weitergeben, was man kann.

Etwas zu lehren heißt, es zweimal zu verstehen. Im Traum steht es für ein Können, das reif genug ist, geteilt zu werden. Wer im Traum lehrt und dabei ins Stocken gerät, zweifelt im Wachen daran, ob er dazu berechtigt ist – meist zu Unrecht.

Lehrer Menschen

Eine Instanz, die beurteilt.

Autoritätsfiguren im Traum sind selten die wirklichen Personen. Sie stehen für die Stimme, die in dir bewertet – oft geerbt und lange nicht mehr überprüft. Es lohnt sich zu fragen, wessen Stimme das eigentlich ist.

Lehrling Menschen

Am Anfang eines Könnens.

Der Lehrling darf noch Fehler machen. Im Traum steht er für einen Bereich, in dem du neu bist – und für die Erleichterung, nicht alles wissen zu müssen.

Leichtigkeit Zustände und Gefühle

Überwindung von Hindernissen, das Loslassen von Sorgen und eine neue Phase der Unbeschwertheit.

Leichtsinn Zustände und Gefühle

Machen, ohne an das Danach zu denken.

Leichtsinn ist Kühnheit ohne Blick auf die Folgen. Im Traum kommt er oft mit einem seltsam guten Gefühl – und dem Wissen, dass es schiefgehen wird. Das Bild handelt von einer Versuchung im Wachen, bei der du die Rechnung schon kennst.

Leid Zustände und Gefühle

Schmerz, der bleibt und niemanden angeht.

Leid im Traum ist selten laut. Es ist die Grundstimmung einer ganzen Szene, nicht ein Ereignis darin. Wenn ein Traum so gefärbt ist, lohnt weniger die Frage nach den Bildern als die nach dem Zeitpunkt: Was ist gerade geschehen oder jährt sich?

Leihen Was man tut

Etwas haben, das zurück muss.

Geliehenes gehört einem nicht, auch wenn man es benutzt – darin liegt die ganze Aussage. Im Traum steht es für etwas in deinem Leben, das dir nur vorläufig gehört: eine Rolle, eine Sicherheit, eine Zeit. Wer im Traum verleiht, gibt etwas aus der Hand und behält den Anspruch darauf.

Leim Dinge

Verbindet und hält nicht ewig.

Geleimt ist nicht dasselbe wie gewachsen. Der Leim steht für eine Reparatur, die hält, solange niemand zieht.

Leinen Dinge

Rau, kühl, unverwüstlich.

Leinen war der Stoff der Aussteuer und der Arbeit. Es steht für Schlichtheit, die Generationen hält.

Leiter Dinge

Aufstieg ohne Geländer.

Die Leiter führt nach oben wie die Treppe, aber ohne Halt und ohne festen Stand – sie lehnt nur an. Genau darin liegt die Aussage: Der Weg nach oben ist da, aber er ist unsicher und hängt an etwas anderem. Eine wackelnde Leiter deutet auf ein Vorhaben, dessen Grundlage nicht trägt.

Lerche Tiere

Singt beim Aufsteigen.

Die Lerche steht für Freude, die sich nicht zurückhalten lässt. Sie gehört zum frühen Morgen und zu Anfängen.

Lesen Was man tut

Verstehen wollen.

Lesen im Traum meint die Suche nach Auskunft. Nicht lesen zu können ist häufig und heißt: Die Antwort liegt vor dir und du erreichst sie noch nicht.

Letzte Worte Zustände und Gefühle

Ein Satz, der bleibt.

Letzte Worte im Traum sind fast immer ein Satz, den man im Wachen nie gehört hat und gebraucht hätte. Der Traum spricht ihn nach – das ist Trost, keine Botschaft.

Leuchtende Farbe Natur und Wetter

Die Farbe drängt sich auf.

Wenn eine Farbe im Traum auffallend leuchtet, ist sie gemeint. Der Traum unterstreicht damit – und unterstreicht nur, was wichtig ist.

Leuchtturm Orte und Räume

Ein Licht, das vor Felsen warnt.

Der Leuchtturm hilft, ohne einzugreifen: Er zeigt nur, wo es gefährlich wird. Ein sehr freundliches Bild für jemanden, der einem Orientierung gibt.

Libelle Tiere

Leicht über tiefem Wasser.

Die Libelle steht für Leichtigkeit, die über dem Gefühl schwebt, ohne hineinzumüssen. Sie lebt kurz und schön – auch das gehört dazu.

Licht Natur und Wetter

Einsicht – etwas wird erkennbar.

Licht im Traum meint Erkenntnis, nicht Glück. Wo es hinfällt, wird etwas sichtbar, und oft ist genau das die Nachricht: Sieh dir an, was im Traum beleuchtet war.

Licht am Ende Zustände und Gefühle

Vorn ist es hell.

Licht am Ende eines dunklen Weges ist ein Hoffnungsbild und eine Richtungsangabe: Es zeigt, wohin man gehen soll.

Licht anmachen Was man tut

Selbst für Helligkeit sorgen.

Das Licht anzumachen, ist die schlichteste Handlung gegen Dunkelheit. Im Traum steht sie für die Entscheidung, hinzusehen.

Lichtung Orte und Räume

Übersicht mitten im Dichten.

Die Lichtung ist der Ort, an dem es hell wird. Sie steht für einen Augenblick der Klarheit in einer unübersichtlichen Zeit.

Liebe Zustände und Gefühle

Die stärkste Bindung, die der Traum kennt.

Liebe im Traum meint selten genau den Menschen, der darin vorkommt. Sie zeigt, wohin die eigene Zuwendung fließt – und manchmal, wohin sie fließen möchte und nicht darf. Wer im Traum liebt und dabei ruhig ist, träumt von Verbundenheit; wer liebt und dabei bangt, träumt vom Verlieren.

Lieferant Menschen

Bringt, was bestellt wurde.

Der Lieferant steht für etwas Erwartetes, das ankommt. Dass er nicht kommt, ist im Traum eine der alltäglichsten Enttäuschungen.

Liegen lassen Was man tut

Es bleibt, wo es ist.

Etwas liegen zu lassen, kann Gleichgültigkeit sein oder Selbstschutz. Der Traum zeigt beides mit demselben Bild – und wie man sich dabei fühlte, ist der Unterschied.

Lilie Natur und Wetter

Rein, groß und feierlich.

Die Lilie gehört zu Festen und zu Abschieden. Sie steht für Würde und für etwas Unberührtes – und ihr schwerer Duft macht sie zugleich zur Blume der Beerdigung.

Linde Natur und Wetter

Der Baum, unter dem man sich trifft.

Die Linde ist seit jeher der Baum der Gemeinschaft: Unter ihr wurde geredet, getanzt und Recht gesprochen. Sie steht für Herzlichkeit und für einen Ort, an dem man dazugehört.

Lindern Was man tut

Nicht heilen, aber leichter machen.

Lindern ist das, was bleibt, wenn Heilen nicht geht – und es ist nicht wenig. Im Traum steht es für eine Hilfe, die die Sache nicht löst und trotzdem zählt. Wer im Traum lindert, weiß, dass er nicht mehr tun kann, und tut es trotzdem.

Lineal Dinge

Die gerade Linie.

Das Lineal steht für Genauigkeit und für Strenge. In alten Zeiten lag es auch auf dem Pult des Lehrers – beides schwingt mit.

Linie Dinge

Hier ist die eine Seite, dort die andere.

Eine Linie trennt, ohne zu hindern – man könnte ja darübergehen. Genau deshalb ist sie im Traum so stark: Sie zeigt eine Grenze, die nur gilt, weil jemand sie anerkennt.

Lippen Körper

Die Tür vor dem, was gesagt werden könnte.

Verschlossene Lippen stehen für Zurückhaltung. Sie sind im Traum oft freundlicher gemeint als gedacht: Nicht alles muss gesagt werden.

List Was man tut

Mit Klugheit erreichen, was mit Kraft nicht geht.

Die List ist die Waffe des Schwächeren – deshalb kommt sie in Träumen vor, in denen man unterlegen ist. Sie ist kein Betrug: Es geht um Findigkeit. Dass dein Traum sie einsetzt, heißt, dass du einen Ausweg siehst, wo Kraft nicht reicht.

Liste Dinge

Wer drauf steht, ist gemeint.

Die Liste ordnet und wählt aus. Auf einer Liste zu stehen ist im Traum beides – Zugehörigkeit und Ausgeliefertsein.

Locker Körper

Die Spannung lässt nach.

Wenn im Traum die Schultern sinken, ist etwas vorbei. Es ist ein kleines Bild und ein deutliches.

Lohn Zustände und Gefühle

Was einem zusteht.

Der Lohn steht für Anerkennung in messbarer Form. Ausbleibender Lohn im Traum ist ein Bild für Mühe, die niemand sieht.

Lokal Orte und Räume

Wo man zusammenkommt, ohne sich zu verpflichten.

Das Lokal ist der Ort der lockeren Geselligkeit – man ist unter Menschen und kann jederzeit gehen. Im Traum steht es für die Frage, wie viel Gesellschaft dir gerade guttut. Ein volles Lokal, in dem man niemanden kennt, ist ein Einsamkeitsbild.

Lorbeer Natur und Wetter

Ein alter Siegeskranz, der von selbst welkt.

Der Lorbeer ist das älteste Zeichen für Anerkennung – und die Redensart vom Ausruhen darauf gehört dazu. Im Traum geht es um einen Erfolg, von dem du noch zehrst. Die Frage ist, wie lange das noch trägt.

Losgehen Was man tut

Der erste Schritt ist getan.

Aufzubrechen, ist der Augenblick, in dem aus einer Absicht ein Weg wird. Der Traum zeigt ihn, wenn im Wachen etwas ansteht – und er ist immer ein gutes Zeichen.

Loslassen Was man tut

Die Hand öffnen.

Loslassen ist im Traum fast immer mit Erleichterung verbunden, auch wenn es vorher schwerfiel. Es meint das Ende einer Anstrengung, nicht das Ende einer Sache.

Loslaufen Was man tut

Der erste Schritt fällt.

Loszulaufen ist der Augenblick, in dem aus einem Vorsatz eine Bewegung wird. Im Traum ist er fast immer erleichternd.

Lösung Zustände und Gefühle

Der Knoten geht auf.

Wenn sich im Traum etwas löst, ist das kein Zufall: Der Schlaf arbeitet an Problemen weiter, und manchmal legt er das Ergebnis vor. Solche Träume lohnen sich aufzuschreiben, bevor man aufsteht – die Lösung verschwindet schneller als das Bild.

Lotse Menschen

Jemand kennt die Untiefen, du nicht.

Der Lotse steuert nicht und weiß trotzdem den Weg – er kennt die eine Stelle, an der man aufläuft. Im Traum steht er für jemanden, dessen Erfahrung dich durch eine schwierige Passage bringt. Ihn anzunehmen ist keine Schwäche.

Löwe Tiere

Der Anspruch, gesehen zu werden.

Der Löwe steht für Stolz und Mut, aber auch für das Bedürfnis nach Rang. Bedroht er, geht es meist um jemanden, dessen Urteil einem zu viel bedeutet.

Löwenzahn Natur und Wetter

Wächst überall, fliegt überallhin.

Der Löwenzahn bricht durch Asphalt und verstreut sich mit dem ersten Windstoß. Er steht für Lebenswillen, den niemand eingeplant hat.

Luchs Tiere

Sieht, was andere übersehen.

Der Luchs steht für scharfe, stille Beobachtung. Er kommt, wenn jemand mehr bemerkt, als er ausspricht – und das kann Vorsicht sein oder Misstrauen.

Lücke Dinge

Wo etwas war und jetzt nichts ist.

Eine Lücke ist auffälliger als das, was fehlt – gerade weil man sieht, dass dort etwas hingehört. Im Traum steht sie für einen Verlust, der noch nicht geschlossen ist. Wo sie war, ist der Hinweis: in einer Reihe von Menschen, in einer Wand, im eigenen Gebiss.

Luft Natur und Wetter

Das Nötigste, und man merkt es nur, wenn es fehlt.

Luft im Traum beschreibt den Spielraum: Wie leicht atmest du hier? Schwere, stickige, kalte oder klare Luft färbt einen ganzen Traum, ohne dass etwas geschieht. Das ist eine der zuverlässigsten Stimmungsangaben überhaupt.

Lüftungsschacht Orte und Räume

Ein enger Weg zwischen Räumen.

Schächte und Rohre verbinden, was getrennt scheint. Durch sie zu kriechen meint einen unbequemen, aber möglichen Übergang.

Lügen Was man tut

Etwas wird anders dargestellt.

Im Traum zu lügen meint eine Rolle, die man spielt. Angelogen zu werden meint ein Misstrauen, das man im Wachen nicht ausspricht.

Luke Orte und Räume

Ein Zugang, den man leicht übersieht.

Eine Luke führt dorthin, wo man selten hinkommt. Sie zu entdecken heißt im Traum fast immer, auf etwas Eigenes zu stoßen.

Lumpen Dinge

Kleidung, die nichts mehr hergibt.

Zerrissene Kleidung steht für eine Rolle, die nicht mehr trägt: Ansehen, Amt, Selbstbild. Der Zustand der Kleidung meint immer den Zustand der Rolle.

Lunge Körper

Raum zum Atmen.

Die Lunge steht für Spielraum. Sie kommt in Träumen von Enge und Weite – und ein tiefer Atemzug ist das schlichteste Zeichen dafür, dass es besser wird.

Lupe Dinge

Kleines wird groß.

Die Lupe zeigt, was zu klein war, um aufzufallen. Sie steht für genaues Hinsehen – und dafür, dass man dabei den Überblick verliert.

Lust Zustände und Gefühle

Etwas zieht dich hin, und es ist angenehm.

Lust ist die Bewegung auf etwas zu – das unterscheidet sie von der Zufriedenheit. Im Traum steht sie für Appetit im weitesten Sinn: auf Menschen, auf Arbeit, auf Leben. Wer davon träumt, hat noch welche.

Luxus Dinge

Mehr, als nötig wäre.

Luxus im Traum handelt vom Erlauben: Darf es mehr sein als das Nötige? Für viele ist das die schwerere Frage als die nach dem Geld. Ob du dich darin wohl gefühlt hast oder fehl am Platz, ist die eigentliche Auskunft.

M

Macht Zustände und Gefühle

Bestimmen können, wie es weitergeht.

Macht im Traum ist nicht Herrschaft, sondern die Möglichkeit zu handeln: Man kann etwas tun, statt es geschehen zu lassen. Wer davon träumt, hat wach oft das Gegenteil erlebt.

Machtlosigkeit Zustände und Gefühle

Zusehen müssen.

Machtlosigkeit ist das Gefühl der Zuschauerrolle im eigenen Leben. Der Traum bringt es, wenn eine Entscheidung woanders fällt – und er übertreibt dabei, damit man es merkt.

Made Tiere

Lebt vom Verfall.

Die Made ist ein Ekelbild und ein Verwandlungsbild zugleich: Aus ihr wird etwas Fliegendes. Im Traum steht sie für einen Zustand, der abstößt und trotzdem weiterführt.

Magen Körper

Wo Sorgen ankommen.

Der Magen ist im Traum die Stelle für Unverdautes – nicht für Essen, sondern für Erlebtes. Ein schwerer Magen meint eine Sache, die man geschluckt hat.

Magnet Dinge

Eine Kraft, gegen die man nichts tut.

Der Magnet wirkt ohne Berührung und ohne Erklärung – genau so fühlt sich Anziehung an. Im Traum steht er für etwas oder jemanden, zu dem es dich zieht, ohne dass du einen Grund angeben könntest. Ob du dich gewehrt hast, ist die Nebenfrage.

Makel Zustände und Gefühle

Ein Fehler, den du an dir siehst.

Ein Makel ist objektiv klein und subjektiv riesig. Im Traum zeigt er sich sichtbar – ein Fleck, eine Narbe, etwas Schiefes – und alle scheinen ihn zu bemerken. Fast immer ist das die eigene Aufmerksamkeit, nicht die der anderen.

Malen Was man tut

Etwas sichtbar machen, das nur du siehst.

Malen heißt, etwas nach außen zu bringen, wofür die Worte fehlen. Deshalb ist es im Traum fast immer ein gutes Zeichen: Es zeigt, dass du einen Weg suchst, etwas auszudrücken. Worauf es ankommt, ist das Bild selbst – und ob du es jemandem gezeigt oder zugedeckt hast, als jemand kam.

Maler Menschen

Wer sichtbar macht, was nicht da war.

Künstlergestalten stehen für Gestaltungskraft. Sie zeigen eine Möglichkeit, die noch niemand benutzt hat – oft deine eigene.

Mangel Zustände und Gefühle

Es ist etwas da, und nicht genug.

Mangel ist nicht Armut: Es ist da, aber zu wenig. Im Traum zeigt sich das an lauter kleinen Stellen – das Essen reicht nicht, der Platz ist zu eng, die Zeit zu knapp. Woran es gefehlt hat, ist die Übersetzung.

Mannschaft Menschen

Zusammen etwas tragen.

Eine Mannschaft steht für Zugehörigkeit mit Aufgabe. Dazu zu gehören oder herauszufallen ist die Frage, die der Traum stellt.

Manöver Was man tut

Eine Bewegung, die etwas anderes bezweckt.

Ein Manöver ist nie das, wonach es aussieht – es dient einem Zweck dahinter. Im Traum steht es für ein Ausweichen mit Absicht: Du tust etwas, um etwas anderem nicht begegnen zu müssen. Was du umfahren hast, ist der Punkt.

Mantel Dinge

Schutz, den man an- und ablegen kann.

Der Mantel steht für eine Haltung, die man nach außen trägt. Ihn auszuziehen heißt, sich zu zeigen; ihn zu verlieren, ungeschützt dazustehen.

Mappe Dinge

Alles Wichtige an einem Ort, und tragbar.

Eine Mappe enthält, was man vorweisen muss. Im Traum steht sie für die eigene Sache – das, was man beibringen kann. Sie zu verlieren oder leer zu finden gehört zu den häufigsten Prüfungsträumen und meint: Du fürchtest, nichts in der Hand zu haben.

Märchen Dinge

Eine Geschichte, die wahr ist, ohne passiert zu sein.

Wenn sich ein Traum wie ein Märchen anfühlt, arbeitet er mit den ältesten Bildern, die es gibt: drei Prüfungen, ein Verbot, ein Helfer. Das ist kein Kinderkram – Märchen erzählen von Übergängen, und genau an einem stehst du dann meistens.

Marder Tiere

Schaden, den man erst spät bemerkt.

Der Marder arbeitet unbemerkt und hinterlässt Spuren. Er steht für kleine Zerstörungen, deren Ursache man lange nicht findet.

Marionette Dinge

Bewegt sich, und nicht von selbst.

Die Marionette ist das schärfste Bild für Fremdbestimmung: Von außen sieht es aus wie eigenes Handeln. Im Traum steht sie für eine Lage, in der du tust, was andere wollen, und es selbst kaum bemerkst. Wer die Fäden hielt, ist die Frage.

Mark Körper

Das Innerste im Festesten.

Das Mark sitzt im Knochen und ist weich. Etwas geht „bis ins Mark“, wenn es den Kern trifft – und genau so meint es der Traum.

Markierung Dinge

Jemand hat gesagt: hier.

Eine Markierung ist eine Nachricht ohne Worte: Sie zeigt auf etwas oder weist einen Weg. Im Traum lohnt die Frage, wer sie angebracht hat. Eine eigene Markierung führt zurück; eine fremde führt irgendwohin.

Markt Orte und Räume

Wo Dinge ihren Preis bekommen.

Ein Markt im Traum stellt die Frage nach Wert und Tausch: Was gibst du, was bekommst du – und ist das Verhältnis noch stimmig?

Marktstand Orte und Räume

Alles liegt offen da.

Der Marktstand zeigt, was jemand zu bieten hat. Er steht für Selbstdarstellung im Guten: Man legt aus, und andere wählen.

Marmelade Dinge

Sommer, haltbar gemacht.

Marmelade ist Obst, das jemand über den Winter gerettet hat. Im Traum steht sie für Vorsorge mit Zuneigung – es macht sich niemand diese Mühe für sich allein.

Marmor Natur und Wetter

Kostbar, kalt, dauerhaft.

Marmor gehört zu Denkmälern und Grabsteinen. Er steht für Würde, die überdauert – und für eine Kälte, die dazugehört.

Maschine Dinge

Läuft, ob man will oder nicht.

Die Maschine steht für einen Ablauf, den jemand einmal in Gang gesetzt hat und der jetzt eigenen Gesetzen folgt. Sie nicht abstellen zu können ist ein häufiges Bild für Überforderung.

Maske Dinge

Ein Gesicht, das nicht das eigene ist.

Die Maske meint eine Rolle. Sie ist nicht Lüge – jeder trägt welche. Die Frage des Traums ist, ob du sie noch abnehmen kannst.

Maßband Dinge

Wie lang es wirklich ist.

Das Maßband bringt Gewissheit statt Schätzung. Im Traum kommt es, wenn jemand wissen will, wo er steht.

Mauer Orte und Räume

Eine Grenze ohne Durchlass.

Anders als das Tor hat die Mauer keine Öffnung – das ist ihr ganzer Unterschied und ihre ganze Aussage. Sie steht für etwas, das gerade nicht verhandelbar ist: eine Absage, eine Regel, ein Mensch, der nicht mit sich reden lässt. Wichtig ist, ob du davor standest oder darauf. Wer oben steht, sieht bereits die andere Seite.

Maultier Tiere

Trägt, was ihm aufgeladen wird.

Das Maultier steht für Belastbarkeit ohne Anerkennung. Es geht auch dort, wo ein Pferd nicht mehr geht – und niemand dankt es ihm.

Maurer Menschen

Setzt Schicht auf Schicht.

Der Maurer steht für stetiges Aufbauen ohne Abkürzung. Was er macht, hält – und braucht Zeit zum Trocknen.

Maus Tiere

Kleine Sorgen, die sich vermehren.

Mäuse stehen für Kleinigkeiten, die nagen – jede für sich harmlos, zusammen aber genug, um einem den Schlaf zu nehmen.

Medaillon Dinge

Ein Bild, nah am Herzen getragen.

Das Medaillon bewahrt jemanden bei sich, der nicht da ist. Es steht für eine Zuneigung, die man mit sich trägt, ohne darüber zu sprechen.

Medizin Dinge

Etwas, das heilen soll.

Medizin im Traum steht für Hilfe, die von außen kommt – und für die Frage, ob man sie annimmt.

Meer Natur und Wetter

Das Gefühl im Großen – weit, alt und ohne Rand.

Das Meer ist das Wasser ohne Grenze und steht für das Gefühlsleben im Ganzen. Am Strand zu stehen heißt, davor zu stehen; hineinzugehen heißt, sich einzulassen.

Mehl Dinge

Das Korn, klein gemahlen.

Mehl ist Vorrat in seiner haltbarsten Form: nicht essbar für sich, aber Grundlage von allem. Es steht für Mittel, die man hat und erst noch gebrauchen muss.

Meinung Was man tut

Wofür du dich erklärst.

Eine Meinung zu haben heißt, angreifbar zu werden. Im Traum steht sie für eine Haltung, die du im Wachen vielleicht zurückhältst. Ob du sie ausgesprochen hast und was danach geschah, ist die Probe, die der Traum durchspielt.

Meise Tiere

Klein, beweglich, zutraulich.

Die Meise steht für kleine Freuden, die man füttern muss, damit sie bleiben. Sie kommt in freundlichen, leichten Träumen.

Meißel Dinge

Nimmt weg, was nicht dazugehört.

Der Bildhauer schlägt alles fort, was nicht zur Figur gehört. Der Meißel steht für ein Herausarbeiten durch Weglassen.

Meister Menschen

Wer kann, was du lernen willst.

Der Meister steht für ein Können, das du anstrebst. Was er im Traum tut, ist meistens genau das, was dir noch fehlt.

Melisse Natur und Wetter

Zitronig und mild.

Die Melisse gilt als das freundlichste Kraut im Garten. Sie steht für Gelassenheit, die sich einstellt, nicht die man erzwingt.

Melken Was man tut

Nehmen, was täglich nachkommt.

Melken ist Ertrag ohne Verlust: Das Tier bleibt. Es steht für eine Einnahmequelle, die man pflegen muss und die nicht versiegt – bis man sie überanstrengt.

Melodie Dinge

Eine Folge von Tönen, die bleibt.

Eine Melodie, die im Traum wiederkehrt, ist fast immer mit einer Erinnerung verknüpft. Welche, weiß man oft erst, wenn man dem Lied nachgeht.

Melone Natur und Wetter

Groß, wasserreich, sommerlich.

Die Melone steht für Fülle ohne Anstrengung: viel und leicht zugleich. Ein Bild für unbeschwerte Zeiten.

Menschen wie du Menschen

Unter seinesgleichen.

Unter Menschen zu sein, die einen verstehen, ist ein Wunschbild und kommt selten. Der Traum zeigt es, wenn das im Wachen fehlt.

Menschenmenge Menschen

Die Frage, wie viel Platz für dich bleibt.

Merkwürdig Zustände und Gefühle

Es passt nicht in die Ordnung.

Wenn ein Träumender etwas merkwürdig findet, hat er im Traum bereits geprüft und für unstimmig befunden. Genau diese Stellen lohnen die Deutung.

Messen Was man tut

Genau wissen wollen.

Messen und Zählen stehen für den Wunsch nach Sicherheit. Sie tauchen auf, wenn jemand einer Sache nicht traut und Beweise sucht.

Messer Dinge

Ein Schnitt – Trennung oder Klarheit.

Ein Messer trennt. Das kann verletzen oder befreien: Es macht einen Unterschied, ob im Traum jemand bedroht wird oder ob etwas durchgeschnitten wird, das zu lange gehalten hat.

Metallischer Geschmack Zustände und Gefühle

Ein Geschmack, der nicht ins Essen gehört.

Ein metallischer Geschmack im Traum steht für Anspannung, die körperlich geworden ist – Angst, Anstrengung, Zorn. Er sagt nichts über den Körper aus.

Metzger Menschen

Trennt sauber und ohne Rührung.

Der Metzger steht für eine Nüchternheit, die nötig und hart ist. Im Traum kommt er, wenn etwas zerlegt werden muss, das einmal lebendig war.

Meute Menschen

Eine Gruppe mit einem einzigen Willen.

Die Meute ist die Menge, die ein Ziel gefunden hat – und das Ziel bist du. Im Traum steht sie für eine Erfahrung, gegen viele gleichzeitig zu stehen. Der Einzelne darin wäre harmlos; das ist das Bedrohliche daran.

Miauen Tiere

Ein Laut, der etwas will.

Katzen miauen fast nur, um Menschen etwas zu sagen. Der Laut steht für eine Bitte, die man nicht überhört und nicht versteht.

Milbe Tiere

Zu klein, um sie zu sehen.

Die Milbe steht für etwas, das an einem zehrt und nicht gefunden wird. Sie kommt in Träumen von unerklärlicher Erschöpfung.

Milch Dinge

Nahrung von Anfang an.

Milch steht für Fürsorge und Herkunft. Saure Milch meint eine Fürsorge, die nicht mehr guttut.

Militär Menschen

Ordnung, die mit Gewalt arbeitet.

Militär im Traum ist selten Krieg. Es ist das Bild für eine Ordnung, die keinen Widerspruch duldet und von außen kommt – eine Firma, eine Familie, eine Regel. Ob es dich beschützt oder besetzt hat, ist die ganze Frage.

Minze Natur und Wetter

Frisch und ausbreitungsfreudig.

Minze erfrischt und nimmt im Beet jeden Platz ein, den sie kriegt. Ein Bild für Belebendes, das man begrenzen muss.

Misere Zustände und Gefühle

Nicht ein Unglück, sondern lauter kleine.

Eine Misere ist ein Zustand, kein Ereignis: Es geht nichts mehr, und es ist nichts Einzelnes schuld. Im Traum zeigt sie sich als Verwahrlosung – ein Haus, das zerfällt, ein Garten voller Unkraut. Das Bild meint dich und nicht das Haus.

Misserfolg Zustände und Gefühle

Es sollte gelingen, und es gelang nicht.

Im Traum zu scheitern ist häufiger als im Traum zu gewinnen – und das ist kein böses Omen. Träume proben schlechte Ausgänge, damit man sie kennt. Bemerkenswert ist, was danach kam: Ob du liegen geblieben bist oder weitergemacht hast, ist die eigentliche Auskunft.

Missklang Zustände und Gefühle

Ein einziger Ton, und alles stimmt nicht mehr.

Ein Missklang ist kein Lärm – er entsteht nur, weil alles andere zusammenpasst. Im Traum steht er für eine Kleinigkeit, die eine gute Sache verdirbt, und dafür, dass man sie hört, auch wenn niemand sie benennt.

Misston Dinge

Ein Ton, der nicht passt.

Der falsche Ton fällt auf, auch wenn niemand Musik versteht. Er steht für eine Kleinigkeit, die den Eindruck vom Ganzen verdirbt.

Misstrauen Zustände und Gefühle

Etwas stimmt nicht.

Misstrauen im Traum kommt selten aus dem Nichts. Es meint meistens eine Beobachtung, die man im Wachen weggeschoben hat – ohne dass sie deshalb zutrifft.

Mistgabel Dinge

Für das, was man nicht mit der Hand anfasst.

Die Gabel hält Abstand zum Unangenehmen und schafft es trotzdem weg. Ein Bild für eine nötige Arbeit, die man nicht mag.

Misthaufen Dinge

Abfall, der fruchtbar macht.

Der Misthaufen ist das anschaulichste Bild dafür, dass aus Unangenehmem etwas Gutes wird. In alten Deutungen bringt er Geld – und das ist wörtlich gemeint: Er macht den Acker reich.

Mit sich im Reinen Zustände und Gefühle

Keine offene Rechnung mit sich selbst.

Mit sich im Reinen zu sein, ist der seltenste und beste Zustand, den ein Traum zeigen kann. Er kommt nach getaner innerer Arbeit.

Mitgefühl Zustände und Gefühle

Der Schmerz eines anderen kommt bei dir an.

Mitgefühl ist nicht Mitleid. Mitleid schaut von oben, Mitgefühl stellt sich daneben. Wer im Traum mitfühlt, ist nicht allein – auch wenn er im Traum niemanden hat.

Mitgenommen werden Wege und Fahrzeuge

Ein anderer fährt, du kommst mit.

Mitgenommen zu werden, ist bequem und unfrei. Der Traum fragt, ob du selbst hättest fahren wollen.

Mitleid Zustände und Gefühle

Fremdes Leid berührt.

Mitleid im Traum gilt oft einer Gestalt, die für dich selbst steht. Wem du im Traum hilfst, dem gönnst du im Wachen vielleicht zu wenig – dir.

Mittag Zustände und Gefühle

Die Mitte des Tages.

Der Mittag steht für die volle Höhe: alles im Licht, nichts im Schatten. In der Lebensdeutung ist er die Mitte, von der aus es in beide Richtungen geht.

Mittagsstille Natur und Wetter

Die Stunde, in der nichts geschieht.

Die Mittagsstille galt früher als die Stunde, in der man nicht arbeiten soll. Sie steht für eine Ruhe, die die Natur selbst verordnet.

Mittellos Zustände und Gefühle

Nichts mehr, womit man handeln könnte.

Mittellosigkeit im Traum handelt von Handlungsfähigkeit, nicht von Geld: Dir fehlt das, womit man etwas erreicht. Das kann Zeit sein, Kraft oder Einfluss. Was dir im Traum gefehlt hat, um weiterzukommen, ist die Übersetzung.

Mitten im Gehen stehenbleiben Was man tut

Etwas hält dich auf.

Ein plötzlicher Halt mitten in der Bewegung steht für einen Gedanken, der alles unterbricht. Was danach kam, ist der Kern des Traums.

Mittendrin Orte und Räume

Von allem gleich weit weg.

In der Mitte zu stehen heißt, keinen Rand zu haben, an den man sich zurückziehen kann. Es ist Zugehörigkeit und Ausgesetztsein zugleich.

Mitternacht Zustände und Gefühle

Die Wende der Nacht.

Mitternacht ist der Umschlagpunkt: Der alte Tag ist vorbei, der neue noch nicht da. Alte Deutungen halten diese Stunde für die durchlässigste – und im Traum passiert dort tatsächlich auffällig oft das Entscheidende.

Mitwisser Menschen

Einer, der dasselbe weiß und schweigt.

Ein Mitwisser bindet: Solange er schweigt, seid ihr verbunden. Im Traum steht er für eine Gemeinsamkeit, die nicht offen liegt. Das kann Freundschaft sein oder Last, und meist ist es beides.

Möbel Dinge

Wie du eingerichtet bist – innerlich.

Wenn das Haus im Traum du selbst bist, sind die Möbel deine Gewohnheiten: das, was feststeht und Platz einnimmt. Ein Schrank bewahrt auf, ein Tisch bringt zusammen, ein Sessel lädt zum Bleiben. Achte darauf, ob die Möbel zu dir passten oder fremd wirkten – fremde Einrichtung im eigenen Zimmer deutet auf ein Leben nach den Maßstäben anderer.

Mode Dinge

Was gerade gilt, und morgen nicht mehr.

Mode im Traum handelt vom Dazugehören: Trägt man, was die anderen tragen? Altmodisch gekleidet zu sein ist eines der häufigsten Bilder für das Gefühl, nicht mehr mitzukommen. Es ist selten wörtlich gemeint.

Modell Dinge

Die Sache im Kleinen.

Ein Modell macht etwas Großes überschaubar. Es steht für den Versuch, eine Lage zu verstehen, bevor man in ihr steht.

Mogeln Was man tut

Der Vorteil war nicht verdient.

Mogeln im Traum betrifft meistens einen selbst und ist selten schlimm. Es zeigt, wo jemand sich etwas nimmt, das ihm nicht zusteht – oft nur einen Vorsprung.

Mohn Natur und Wetter

Leuchtend rot und sofort vorbei.

Der Mohn blüht einen Tag und fällt bei Berührung. Er steht für Rausch, Schlaf und Vergessen – und für eine Schönheit, die man nicht mitnehmen kann.

Mond Natur und Wetter

Das Ahnen – Licht, das nicht alles zeigt.

Der Mond steht für das Innere, für Gefühl und Ahnung. Was bei Mondlicht geschieht, ist im Traum meistens wahrer als das, was bei Tag geschieht – und schwerer zu benennen.

Mondschein Natur und Wetter

Licht, das nichts wärmt.

Mondlicht zeigt Umrisse und keine Farben. Es steht für eine Klarheit, die kühl ist – man sieht genug, um zu gehen, und zu wenig, um zu arbeiten.

Moos Natur und Wetter

Stille, feuchte Beständigkeit.

Moos wächst langsam an geschützten Stellen. Es steht für Ruhezeiten und für Dinge, die lange unberührt geblieben sind.

Mord Was man tut

Etwas wird mit Absicht beendet.

Ein Mord im Traum ist fast nie eine Vorhersage und fast immer ein Ende: Etwas soll aufhören, endgültig. Wenn du selbst tötest, geht es um eine Eigenschaft oder eine Beziehung, die du loswerden willst. Wer getötet wurde, ist die eigentliche Auskunft – und es ist oft ein Teil von dir.

Mörder Menschen

Ein Ende, das jemand herbeiführt.

Der Mörder ist ein heftiges Bild und fast nie eine Gefahr. Er steht für etwas in dir, das einen Teil von dir beenden will: eine Gewohnheit, eine Rolle, eine Bindung. Wer dabei getötet wird, ist die eigentliche Frage.

Morgen Zustände und Gefühle

Ein Anfang.

Der Morgen im Traum steht für Beginn und Frische. Er färbt alles, was in ihm geschieht, freundlicher ein.

Moschus Dinge

Ein Duft, der sich nicht überriechen lässt.

Schwere Düfte bleiben in der Nase, lange nachdem ihre Quelle weg ist. Im Traum stehen sie für eine Erinnerung, die sich nicht abschütteln lässt – Gerüche sind das hartnäckigste Gedächtnis, das der Mensch hat.

Most Dinge

Zwischen Saft und Wein.

Most ist in Gärung: Was er wird, steht noch nicht fest. Er steht für einen Zustand der Umwandlung, der unruhig ist und ein Ergebnis hat.

Motor Dinge

Was einen antreibt.

Ein Motor steht für den eigenen Antrieb. Ein Motor, der nicht anspringt, ist eines der deutlichsten Bilder für Erschöpfung.

Motorrad Wege und Fahrzeuge

Schnelligkeit ohne Schutz.

Das Motorrad steht für Freiheit mit Risiko: schnell vorankommen und dabei ungeschützt sein.

Motte Tiere

Zerstört still oder verbrennt sich.

Die Motte hat zwei Gesichter: Sie frisst unbemerkt Löcher in Bewahrtes, und sie fliegt ins Licht, das sie tötet. Beides sind Bilder für Anziehung ohne Maß.

Möwe Tiere

Freiheit mit Krächzen.

Möwen gehören zum Meer und zur Weite, sind aber laut und dreist. Sie stehen für eine Freiheit, die auch anstrengend ist.

Möwenschrei Tiere

Ein Laut, der nach Weite klingt.

Der Möwenschrei steht für Fernweh und für die Nähe des Meeres. Er ist unfreundlich und trotzdem ein Freiheitsklang.

Mücke Tiere

Sticht, wenn man schläft.

Die Mücke steht für kleine Kränkungen, die man erst später merkt. Einzeln harmlos, in Menge zermürbend.

Müdigkeit Körper

Etwas hat mehr gekostet, als es gebracht hat.

Im Traum müde zu sein ist eine eigentümliche Erfahrung – man schläft ja bereits. Genau deshalb ist es ein deutliches Zeichen: Die Erschöpfung reicht bis in den Schlaf hinein. Solche Träume gehören zu den wenigen, die man ganz wörtlich nehmen darf.

Mühle Orte und Räume

Wo aus Korn Mehl wird.

Die Mühle ist ein altes Bild für Verwandlung durch Geduld: Aus Hartem wird Brauchbares, aber es dauert und es reibt.

Müll Dinge

Was weg soll und noch da ist.

Müll im Traum steht für Erledigtes, das noch herumliegt. Ihn hinauszubringen ist eines der einfachsten guten Zeichen.

Mülleimer Dinge

Hier kommt hinein, was gehen soll.

Der Mülleimer steht für eine Entscheidung gegen etwas. Ein übervoller meint, dass zu lange nichts hinausgetragen wurde.

Müller Menschen

Macht Hartes brauchbar.

Der Müller verwandelt Korn in Mehl und lebt davon, dass andere säen. Er steht für die Arbeit zwischen Ernte und Brot – unscheinbar und unverzichtbar.

Mumie Dinge

Erhalten, aber nicht lebendig.

Die Mumie ist das Bild für etwas, das konserviert wurde, statt zu vergehen: eine Erinnerung, ein Groll, eine Beziehung, die man nicht loslässt. Sie sieht aus wie Bewahren und ist ein Aufhalten. Darin liegt die unangenehme Frage des Bildes.

Mund Körper

Was gesagt wird – und was nicht.

Alles am Mund dreht sich um das Aussprechen. Ein verschlossener oder verklebter Mund gehört zu den häufigen Träumen und zeigt eine Lage, in der etwas gesagt werden müsste und nicht gesagt wird. Wer schweigt, weiß im Traum meist genau, wovon.

Munition Dinge

Womit man sich wehren könnte – solange es reicht.

Munition im Traum ist Vorrat für den Ernstfall: Argumente, Kraft, Beweise. Keine mehr zu haben ist ein sehr genaues Bild für eine Auseinandersetzung, in der dir nichts mehr einfällt. Wer sie zählt, rechnet im Wachen mit Streit.

Münze Dinge

Ein kleiner, klarer Wert.

Die Münze steht für einen abgegrenzten Wert – etwas, das man weggeben kann, ohne sich zu verlieren. Verlorene Münzen meinen Kleinigkeiten, die trotzdem ärgern.

Münze ins Wasser Was man tut

Etwas hergeben für einen Wunsch.

Eine Münze zu opfern, damit ein Wunsch in Erfüllung geht, ist ein sehr alter Brauch. Im Traum steht er für die Bereitschaft, für etwas Ersehntes einen Preis zu zahlen.

Murren Was man tut

Widerspruch, der nicht laut werden darf.

Murren ist der kleinste mögliche Protest: gehört und nicht gemeint. Im Traum steht es für eine Unzufriedenheit, die keinen Weg nach draußen findet. Wer murrt, bleibt – und das ist der Punkt, an dem das Bild unbequem wird.

Muschel Tiere

Verschlossen, und innen etwas Kostbares.

Die Muschel steht für Verschlossenheit mit Grund. Was sie birgt, ist selten von außen zu ahnen – und eine Perle entsteht nur aus einem Ärgernis.

Museum Orte und Räume

Vergangenes, geordnet und angeschaut.

Ein Museum bewahrt und macht unberührbar zugleich. Im Traum steht es für die eigene Vergangenheit, sortiert und hinter Glas. Was in der Vitrine lag, ist der eigentliche Traum – und dass du es nicht anfassen konntest, gehört zur Deutung.

Musik Zustände und Gefühle

Ein Gefühl, für das es keine Worte gibt.

Musik ist im Traum das Reinste, was es gibt: Sie bedeutet nichts und wirkt trotzdem. Erklingt sie, geht es um ein Gefühl, das du nicht in Sätze bringst – und das ist keine Schwäche, sondern eine Eigenschaft der Sache. Achte darauf, ob du mitgesungen oder nur zugehört hast. Der Unterschied ist derselbe wie zwischen Teilnehmen und Danebenstehen.

Musiker Menschen

Wer Gefühl hörbar macht.

Musiker im Traum stehen für Ausdruck. Sie erscheinen, wenn etwas gesagt werden will, wofür Worte nicht reichen.

Muskel Körper

Kraft, die man aufbauen muss.

Muskeln entstehen durch Belastung und schwinden ohne sie. Sie stehen für Fähigkeiten, die Übung brauchen – und dafür, dass Anstrengung nicht umsonst war.

Muster Dinge

Dasselbe, immer wieder, mit System.

Ein Muster im Traum ist selten Dekoration. Es ist der Hinweis auf eine Wiederholung in deinem Leben – etwas läuft immer gleich ab. Träume sind gut darin, solche Schleifen sichtbar zu machen, lange bevor der Verstand sie bemerkt.

Mut Zustände und Gefühle

Trotz Angst weitergehen.

Mut ist nicht Angstlosigkeit – im Traum am wenigsten. Er zeigt sich genau dort, wo du im Bild Angst hattest und trotzdem gegangen bist.

Mut fassen Zustände und Gefühle

Der Augenblick vor dem Sprung.

Mut zu fassen ist im Traum ein deutlicheres Bild als im Wachen, weil man den Moment sieht: eben noch Zögern, dann Bewegung. Dass dein Traum dir diesen Umschlag zeigt, heißt, dass du ihn kennst. Das Zögern davor gehört dazu und ist kein Mangel.

Mutlos Zustände und Gefühle

Es ginge noch, und du willst nicht mehr.

Mutlosigkeit ist nicht Angst – sie ist das Ausbleiben eines Anlaufs. Im Traum steht sie für eine Sache, bei der du innerlich schon aufgegeben hast, während du äußerlich noch weitermachst. Der Traum sagt das deutlicher, als man es sich selbst sagt.

Mutter Menschen

Das Bild für Versorgtwerden – und für das Maß, an dem man sich misst.

Muttermal Körper

Ein Zeichen, das man mitbekommen hat.

Das Muttermal ist da, ohne dass man etwas dafür kann. Es steht für ein Merkmal der Herkunft – etwas, das einen kenntlich macht und das man nicht gewählt hat.

Mutwillen Was man tut

Kaputtmachen, weil man es kann.

Mutwillen ist Zerstörung ohne Zorn – und deshalb im Traum besonders verstörend. Er steht für einen Überdruss, der sich gegen etwas richtet, das einem eigentlich lieb ist. Solche Bilder kommen, wenn man eine Sache satt hat und es sich nicht eingestehen will.

Mütze Dinge

Der Kopf wird bedeckt.

Die Mütze wärmt und verbirgt. Eine tief ins Gesicht gezogene Kapuze steht für den Wunsch, nicht erkannt zu werden.

N

Nabelschnur durchtrennen Was man tut

Die erste Trennung überhaupt.

Die Nabelschnur zu durchtrennen ist die notwendigste aller Trennungen. Sie steht für eine Ablösung, ohne die kein eigenes Leben beginnt – und die deshalb nicht grausam ist.

Nach dem Regen Natur und Wetter

Es ist vorbei und riecht gut.

Die Zeit nach einem Regen ist ein Erleichterungsbild mit Geruch. Sie steht für die ersten Stunden nach einer Auseinandersetzung.

Nachahmung Was man tut

Dasselbe tun wie ein anderer.

Nachahmen ist die älteste Art zu lernen und die schnellste, sich zu verlieren. Im Traum steht es für eine Lage, in der du dich an jemandem orientierst. Ob das gut ist, sagt der Traum meist am Ende – daran, wie du dich dabei gefühlt hast.

Nachbar Menschen

Der halbe Abstand – nah genug, um zu stören.

Nachbarn und Kollegen sind im Traum die Menschen der mittleren Entfernung: nicht Familie, nicht fremd. Sie stehen für Fragen der Grenze – wie viel Nähe man zulässt und wo sie aufhört.

Nachbarhaus Orte und Räume

Ein anderes Leben, gleich daneben.

Das Nachbarhaus steht für Vergleich: für die Art, wie andere es machen. Es taucht auf, wenn jemand mit dem eigenen Leben hadert.

Nachbarschaft Menschen

Die anderen, die man nicht gewählt hat.

Nachbarn stehen für das soziale Umfeld: Menschen, mit denen man auskommen muss, ohne sie gesucht zu haben.

Nachbarschaftshilfe Was man tut

Alle helfen, niemand rechnet ab.

Gemeinsames Anpacken ohne Bezahlung ist ein sehr altes Bild von Gemeinschaft. Im Traum steht es für ein Umfeld, auf das man sich verlassen kann.

Nachdenken Was man tut

Der Kopf arbeitet, und nichts geschieht.

Im Traum nachzudenken ist ungewöhnlich – meistens handelt man dort einfach. Wenn ein Traum das Grübeln zeigt, ist das ein Hinweis auf eine unentschiedene Sache im Wachen. Und darauf, dass das Denken allein sie nicht löst.

Nachdenklich Zustände und Gefühle

Es arbeitet weiter.

Nachdenklichkeit nach einem Traum ist kein Nebenprodukt, sondern das Ergebnis. Wo ein Traum zu denken gibt, hat er seine Arbeit getan.

Nacheifern Was man tut

Jemandem folgen, weil er weiter ist.

Nacheifern heißt, sich an jemandem zu messen. Im Traum steht es für einen Ehrgeiz, der ein Gegenüber braucht. Das treibt an und macht abhängig: Solange der andere den Maßstab setzt, ist das Ziel nicht deins.

Nachfragen Was man tut

Sich Klarheit holen.

Nachzufragen, statt zu vermuten, ist im Traum eine Leistung. Es steht für die Bereitschaft, eine Antwort zu bekommen, die man nicht bestellt hat.

Nachgeben Was man tut

Der andere bekommt recht.

Nachzugeben kann Klugheit sein oder Müdigkeit. Im Traum entscheidet das Gefühl danach: Erleichterung heißt Klugheit, Ärger heißt Müdigkeit.

Nachkommen Menschen

Was von dir weitergeht.

Von Nachkommen zu träumen heißt selten, an Kinder zu denken. Es geht um die Frage, was bleibt – Arbeit, Namen, Weitergegebenes. Solche Träume häufen sich in der Lebensmitte und nach Verlusten in der eigenen Elterngeneration.

Nachlass ordnen Was man tut

Die Dinge eines Menschen durchgehen.

Den Nachlass zu ordnen ist Trauerarbeit mit den Händen. Im Traum steht es für das Sortieren dessen, was von einem Menschen bei einem geblieben ist.

Nachmachen Was man tut

Dasselbe tun, um zu verstehen – oder zu spotten.

Nachmachen hat zwei Gesichter: Lernen und Verhöhnen. Im Traum sagt die Stimmung, welches gemeint ist. Wer nachgemacht wird, fühlt sich durchschaut – und das ist die eigentliche Botschaft solcher Träume.

Nachrechnen Was man tut

Es soll stimmen und stimmt nicht.

Wenn im Traum eine Rechnung nicht aufgeht, fehlt etwas, das niemand benennen kann. Das Bild kommt bei Ungerechtigkeiten, für die es keine Worte gibt.

Nachricht Dinge

Etwas will dich erreichen.

Eine Nachricht im Traum steht für etwas Unerledigtes, das sich meldet. Eine, die man nicht öffnen kann, meint eine Wahrheit, für die man noch nicht bereit ist.

Nachsehen Was man tut

Sichergehen wollen.

Wiederholtes Nachsehen steht für Zweifel. Es kommt, wenn jemand einer Sache oder sich selbst nicht traut.

Nachsicht Zustände und Gefühle

Einen Fehler stehen lassen können.

Nachsicht heißt nicht, dass etwas in Ordnung war. Sie heißt, dass es nicht wichtiger gemacht wird, als es ist. Im Traum richtet sie sich oft gegen jemanden, der sie selbst nie bekommen hat.

Nachsitzen Zustände und Gefühle

Bleiben müssen, wenn andere gehen.

Nachsitzen steht für eine Folge, die man abarbeiten muss, während andere weiter sind. Das Bild kommt bei Rückständen aller Art.

Nächstenliebe Zustände und Gefühle

Helfen, ohne etwas dafür zu wollen.

Nächstenliebe im Traum kommt fast immer unerwartet: Ein Fremder hilft, oder man hilft einem Fremden. Sie steht für die Erfahrung, dass Gutes geschieht, ohne dass jemand dafür bezahlt.

Nacht Orte und Räume

Die Zeit ohne Licht.

Die Nacht ist kein Unglück, sondern der Raum, in dem Dinge geschehen, die das Tageslicht nicht zulässt. Sie senkt die Hemmung und hebt das Gefühl.

Nachthemd Dinge

Kleidung für zu Hause.

Nachtkleidung gehört ins Private. Damit draußen zu stehen meint, in eine Lage geraten zu sein, auf die man nicht vorbereitet war.

Nachtigall Tiere

Schönheit im Dunkeln.

Die Nachtigall steht für Trost, der genau dann kommt, wenn es dunkel ist. Sie gehört zu Liebesträumen und zu Nächten, in denen jemand wach liegt.

Nachtisch Dinge

Das, was nach dem Nötigen kommt.

Den Nachtisch braucht niemand – er ist das Zeichen, dass genug da ist. Im Traum steht er für einen Überschuss und dafür, dass jemand sich Mühe gegeben hat, über das Nötige hinaus.

Nachts bellt ein Hund Tiere

Etwas ist draußen.

Ein Hund, der nachts anschlägt, meldet, ohne zu sagen was. Er steht für eine Warnung ohne Gegenstand – und dafür, dass jemand wacht.

Nachttisch Dinge

Was in Griffweite liegen muss.

Der Nachttisch trägt, was einem nachts wichtig ist. Er steht für die kleinen Sicherheiten vor dem Einschlafen.

Nachtvogel Tiere

Wach, wenn andere schlafen.

Der Ruf eines Nachtvogels galt früher als Todesankündigung – das ist Aberglaube. Als Bild steht er für Wachheit zu einer Stunde, in der niemand sonst wach ist.

Nachtwächter Menschen

Wacht, während andere schlafen.

Der Nachtwächter steht für eine Aufmerksamkeit, die nie ganz aufhört. Im Traum ist er der Teil von dir, der auch nachts aufpasst.

Nacken Körper

Die Stelle, die man nicht sieht.

Der Nacken ist ungeschützt und nicht einsehbar. Etwas im Nacken zu spüren ist eines der häufigsten Angstbilder – es meint eine Bedrohung, der man den Rücken zukehrt.

Nackt unter Leuten Zustände und Gefühle

Alle angezogen, du nicht.

Der Nacktheitstraum ist uralt und weit verbreitet. Er meint nicht den Körper, sondern das Gefühl, durchschaut zu werden: Etwas an dir ist sichtbar, das du für privat hältst.

Nacktheit Körper

Gesehen werden, ohne es zu wollen – oder endlich ohne Versteck.

Nadel Dinge

Kleines, das sticht – und das verbindet.

Die Nadel verletzt und näht zusammen. Beides ist gemeint: eine Kleinigkeit, die wehtut, und die Arbeit, etwas wieder zusammenzufügen.

Nadel und Faden Dinge

Werkzeug des Zusammenfügens.

Nadel und Faden meinen Reparatur in kleinen Schritten. Das Bild kommt, wenn etwas nicht ersetzt, sondern geheilt werden soll.

Nagel Dinge

Was zwei Dinge zusammenhält.

Der Nagel meint eine Festlegung: Ab hier soll es halten. Krumme oder herausstehende Nägel zeigen Entscheidungen, die nicht sauber gefasst wurden.

Nagen Was man tut

Wenig auf einmal, und es hört nicht auf.

Nagen zerstört nicht mit einem Schlag, sondern mit Geduld. Im Traum steht es für einen Zweifel oder einen Vorwurf, der klein bleibt und nicht weggeht. Genau das macht ihn gefährlicher als einen großen Streit.

Nähe Zustände und Gefühle

So nah, dass es etwas bedeutet.

Nähe im Traum ist eine Angabe über Beziehung, nicht über Meter. Wer dir nah war, ist dir nah – oder du wünschst es dir. Bemerkenswert ist, ob es angenehm war: Dieselbe Entfernung kann Geborgenheit sein oder Bedrängnis.

Nähen Was man tut

Zusammenfügen, was getrennt war.

Nähen steht für Versöhnung und Ausbesserung. Die Naht bleibt sichtbar – und das gehört dazu.

Name Zustände und Gefühle

Wer man ist – und für wen.

Beim Namen gerufen zu werden ist ein starkes Traumbild: Es meint, gemeint zu sein. Den eigenen Namen nicht zu wissen meint das Gegenteil.

Namenstag Was man tut

Ein Tag, der zum Namen gehört.

Der Namenstag verbindet einen Menschen mit einer Überlieferung. Er steht für Zugehörigkeit, die man nicht selbst gewählt hat.

Narbe Körper

Geheilt und sichtbar geblieben.

Die Narbe ist das Gegenteil der offenen Wunde: Sie tut nicht mehr weh und erinnert trotzdem. Sie steht für etwas Überstandenes, zu dem man stehen kann.

Narr Menschen

Sagt die Wahrheit im Scherz.

Der Narr darf alles sagen, weil ihn niemand ernst nimmt. Im Traum steht er für eine Einsicht, die du dir nur im Spaß erlaubst.

Nase Körper

Das Gespür.

Die Nase steht für Witterung: für das, was man riecht, bevor man es weiß. Sie taucht auf, wenn jemand etwas ahnt und nicht ausspricht.

Nasenbluten Körper

Etwas bricht heraus, ohne dass man verletzt wurde.

Blut ohne Wunde ist ein beunruhigendes und häufiges Traumbild. Es steht für einen Druck, der sich einen Weg sucht – und für etwas, das nicht zu verbergen ist, weil es im Gesicht steht. Meist geht es um Erschöpfung, nicht um Krankheit.

Nashorn Tiere

Dicke Haut, gerader Weg.

Das Nashorn geht durch, ohne auszuweichen. Es steht für eine Durchsetzungskraft, die keine Umwege kennt – und kein Gespür für das, was dabei zerbricht.

Nebel Natur und Wetter

Unklarheit, die vorübergeht.

Nebel nimmt die Sicht, ohne etwas zu verändern. Er steht für eine Zeit, in der man nicht weiter weiß – und für die Gewissheit, dass sie aufklart.

Nebel am Morgen Natur und Wetter

Er geht weg, wenn die Sonne kommt.

Morgennebel löst sich von selbst auf. Er steht für eine Unklarheit, die sich mit dem Tag klärt – ohne dass man etwas tun muss.

Nebenbuhler Menschen

Einer zu viel.

Der Nebenbuhler steht für die Sorge, ersetzbar zu sein. Er sagt viel über das eigene Zutrauen und wenig über die Wirklichkeit.

Nebeneinander sitzen Zustände und Gefühle

Zusammen sein, ohne etwas zu tun.

Still nebeneinander zu sitzen, ist die schwerste Form von Vertrautheit und die schönste: Man muss nichts füllen. Der Traum zeigt sie selten und nie ohne Grund.

Nebenzimmer Orte und Räume

Was man nicht bewohnt.

Nebenräume stehen für Teile von einem selbst, die man kennt und nicht benutzt. Sie zu betreten ist im Traum fast immer eine gute Entwicklung.

Neffe Menschen

Der Nachwuchs anderer, der einen angeht.

Neffe und Nichte stehen für Verantwortung, die man nicht übernehmen muss und trotzdem spürt. Sie kommen in Träumen über Weitergabe.

Neffe und Nichte Menschen

Familie, aber ohne die Last der eigenen.

Neffen und Nichten stehen im Traum für Zugehörigkeit ohne Verantwortung – man gehört zusammen und muss nicht erziehen. Oft sind sie das Bild für eine unbeschwerte Seite der Familie, die man in der eigenen Kernfamilie vermisst.

Nehmen Was man tut

Sich etwas zueignen.

Nehmen steht für Anspruch. Ob es im Traum erlaubt war, sagt dir, wie du zu deinem eigenen Anspruch stehst.

Neid Zustände und Gefühle

Ein anderer hat, was du willst.

Neid ist ein ehrliches Traumgefühl und ein unangenehmes: Er zeigt genau, was du selbst gern hättest. Insofern ist er weniger ein Makel als eine Auskunft.

Nein sagen können Was man tut

Ein Wort, und es gilt.

Im Traum Nein zu sagen und gehört zu werden, ist eines der wertvollsten Bilder überhaupt. Es zeigt, dass die Grenze vorhanden ist – auch wenn sie im Wachen noch nicht ausgesprochen wird.

Nelke Natur und Wetter

Schlicht, würzig, haltbar.

Die Nelke ist die Blume der einfachen Leute und hält länger als jede Rose. Sie steht für Treue ohne großes Aufheben.

Nerven Körper

Wie viel du gerade aushältst.

Von Nerven zu träumen heißt, dass die Belastbarkeit zum Thema geworden ist. Träume zeigen das als Zittern, Zucken, Überempfindlichkeit gegen Geräusche. Das ist eine Meldung über den Zustand, keine über die Ursache.

Nest Orte und Räume

Gebaut, um etwas auszubrüten.

Das Nest steht für einen Ort, den man für andere herrichtet. Ein leeres Nest meint Kinder, die gegangen sind – und ein unfertiges einen Plan, der noch nicht trägt.

Netz Dinge

Viele Fäden, ein Halt.

Das Netz fängt und es trägt – beides. Ob es dich hält oder festhält, ist die Frage, die der Traum mit dem Gefühl dazu beantwortet.

Neuanfang Zustände und Gefühle

Alles noch einmal, von Anfang an.

Der Neuanfang ist das Gegenstück zum Sterben im Traum: Beide meinen dasselbe von zwei Seiten. Wo etwas zu Ende ging, ist im Bild schon der Anfang mit angelegt.

Neugier Zustände und Gefühle

Wissen wollen.

Neugier treibt die meisten Träume überhaupt erst an: Sie ist der Grund, warum man die Tür aufmacht. Wo sie fehlt, wird ein Traum zäh.

Neuigkeiten Was man tut

Etwas hat sich geändert, und du erfährst es jetzt.

Neuigkeiten im Traum kündigen keine Ereignisse an – sie zeigen eine Erwartungshaltung. Du rechnest mit etwas. Ob die Nachricht gut oder schlecht war, sagt, womit du rechnest, und das ist die aufschlussreiche Hälfte.

Neun Zustände und Gefühle

Kurz vor dem Vollen.

Neun ist die Zahl vor dem Abschluss: neun Monate, dann kommt etwas. Sie steht für Reife, die noch nicht heraus ist.

Nicht allein dastehen Zustände und Gefühle

Mehrere gegen dasselbe.

Zusammenzustehen, verändert eine Lage, ohne sie zu lösen. Im Traum ist es ein Zeichen, dass Rückhalt da ist – und man darf ihn im Wachen suchen.

Nicht angesehen werden Zustände und Gefühle

Anwesend und nicht gesehen.

Übersehen zu werden, trifft tiefer als Ablehnung: Bei Ablehnung ist man wenigstens gemeint. Der Traum bringt dieses Bild bei Menschen, die sich überflüssig fühlen.

Nicht ankommen Was man tut

Der Weg wird länger, je weiter man geht.

Nicht anzukommen meint ein Ziel, das sich verschiebt. Oft gehört es jemand anderem – man läuft auf etwas zu, das man gar nicht selbst gewählt hat.

Nicht aufwachen können Zustände und Gefühle

Der Ausgang ist zu.

Nicht aufwachen zu können, gehört zu den unheimlichsten Erfahrungen im Schlaf und ist körperlich erklärbar: Das Bewusstsein ist schon wach, die Bewegung noch nicht frei. Es geht vorüber, immer.

Nicht dazugehören Zustände und Gefühle

Alle anderen gehören zusammen.

Nicht dazuzugehören, ist eine der häufigsten Traumlagen und meint selten eine bestimmte Gruppe. Es steht für ein Grundgefühl, das seit der Schulzeit dabei ist.

Nicht durchkommen Zustände und Gefühle

Du rufst, und es geht niemand hin.

Jemanden nicht zu erreichen, wenn es dringend ist, gehört zu den häufigsten und quälendsten Traumbildern. Es steht für eine Verbindung, auf die man sich verlassen hat.

Nicht einschlafen können Zustände und Gefühle

Müde und wach zugleich.

Im Traum wach zu liegen ist ein eigenartiges und häufiges Bild. Es steht für eine Unruhe, die auch in der Ruhe nicht aufhört.

Nicht ernst genommen werden Zustände und Gefühle

Es zählt nicht, weil du es sagst.

Nicht ernst genommen zu werden, ist eine Abwertung ohne Streit. Sie steht für ein Umfeld, in dem der eigene Beitrag keinen Wert hat.

Nicht essen können Zustände und Gefühle

Es steht da und geht nicht hinein.

Nicht essen zu können meint eine Zumutung, die man nicht annehmen will – oder einen Kummer, der keinen Platz lässt. Der Traum unterscheidet das nicht; der Tisch drumherum tut es.

Nicht hoch genug kommen Zustände und Gefühle

Es trägt, aber knapp.

Knapp über dem Boden zu fliegen ist ein häufiges Bild für ein Können, das gerade so reicht. Es ist kein Scheitern – man fliegt ja.

Nicht mehr weiterwissen Zustände und Gefühle

Die Kräfte sind zu Ende.

Nicht mehr weiterzuwissen, ist ein Zustand und kein Urteil. Solche Träume kommen in sehr schweren Zeiten, und sie sind ein Grund, mit einem Menschen zu sprechen – mit einem Vertrauten, dem Hausarzt oder einer Beratungsstelle. Eine Traumdeutung kann ein Bild erklären; sie kann nicht begleiten.

Nicht richtig sehen können Körper

Die Augen tun nicht, was sie sollen.

Unscharf zu sehen steht für eine Lage, die man nicht klar beurteilen kann. Der Traum sagt damit: Dir fehlen Auskünfte – nicht: Du siehst schlecht.

Nicht schlafen können Zustände und Gefühle

Keine Ruhe finden, nicht einmal im Traum.

Im Traum wach zu liegen ist ein besonderes Bild: Die Unruhe reicht bis in den Schlaf. Es ist ein deutlicher Hinweis auf eine Sache, die wirklich drückt.

Nicht schreien können Körper

Der Mund ist offen und es kommt nichts.

Nicht schreien zu können, ist im Schlaf körperlich begründet: Die Stimmbänder sind ruhiggestellt. Als Bild trifft es trotzdem genau – es steht für eine Lage, in der man sich nicht bemerkbar machen kann, obwohl es dringend wäre.

Nicht schwimmen können Zustände und Gefühle

Das Wasser trägt dich nicht.

Unterzugehen steht für ein Gefühl, das stärker ist als die eigene Kraft. Es ist ein heftiges Bild und keine Vorhersage – und wer im Traum wieder hochkommt, hat die Auskunft schon bekommen.

Nicht weinen können Zustände und Gefühle

Der Kummer findet keinen Ausgang.

Nicht weinen zu können, obwohl es Grund gäbe, steht für eine Trauer, die keinen Weg nach außen hat. Sie ist deshalb nicht kleiner.

Nicht wissen wohin Zustände und Gefühle

Kein Ziel und kein Ort.

Orientierungslosigkeit ist im Traum eines der häufigsten Grundgefühle. Sie meint nicht Dummheit, sondern eine Lage ohne erkennbare nächste Frage.

Nichts Zustände und Gefühle

Ein leerer Platz, an dem etwas war.

Leere im Traum ist kein Nichts, sondern eine Abwesenheit. Sie zeigt, dass etwas fehlt – und erst dadurch, dass es wichtig war.

Nichts sehen Körper

Die Augen sind offen, und es kommt nichts an.

Im Traum nichts zu sehen ist etwas anderes als Dunkelheit: Es ist nicht der Raum, der schwarz ist, sondern du. Das Bild steht für etwas, das du nicht wahrhaben willst oder nicht erkennen kannst. Wer im Traum wieder sieht, hat meistens einen Preis dafür gezahlt – und der gehört zur Deutung.

Nichts spüren Körper

Die Empfindung ist weg.

Nichts zu spüren, ist keine Ruhe, sondern ein Ausfall. Es steht für einen Schutz, den der Körper einschaltet, wenn zu viel war.

Nichts verstehen Was man tut

Es wird gesprochen und kommt nicht an.

Nichts zu verstehen, obwohl alle reden, ist ein Bild für Ausgeschlossensein. Es kommt in Lagen, in denen jemand nicht mitkommt und es nicht zugeben will.

Nichts zu fressen haben Tiere

Vernachlässigt.

Ein hungriges Tier, das man vergessen hat, ist eines der eindringlichsten Traumbilder. Es steht für ein eigenes Bedürfnis, das seit langem übergangen wird.

Nichts zu tun haben Zustände und Gefühle

Man wird nicht gebraucht.

Untätig herumzustehen, während andere arbeiten, ist im Traum kein Urlaub. Es steht für das Gefühl, keine Aufgabe zu haben.

Nicken Was man tut

Zustimmung ohne Wort.

Ein Nicken genügt, wo Worte zu viel wären. Im Traum steht es für ein Einverständnis, das nicht ausgesprochen werden muss.

Niederknien Was man tut

Freiwillig kleiner werden.

Niederzuknien kann Ehrfurcht sein, Bitte oder Unterwerfung – und im Traum entscheidet das Gefühl. Wenn es sich ruhig anfühlte, war es Ehrfurcht. Wenn es eng war, war es Zwang, auch wenn niemand gezwungen hat.

Niederlage Zustände und Gefühle

Du hast gekämpft, und es hat nicht gereicht.

Die Niederlage ist mehr als ein Misserfolg: Da war ein Gegner. Im Traum steht sie für eine Auseinandersetzung, in der du unterlegen warst – und für die Frage, ob du das anerkennen kannst. Wer im Traum die Hand gibt, hat etwas abgeschlossen.

Niederlegen Was man tut

Etwas aus der Hand geben, das man getragen hat.

Etwas niederzulegen ist eine Entscheidung, kein Scheitern: Man hört auf, weil man will. Im Traum steht es für eine Last, die du ablegen könntest. Was du hingelegt hast, ist die Deutung – und wie leicht es danach war.

Niemand bemerkt es Zustände und Gefühle

Du zeigst etwas, und nichts passiert.

Etwas herzuzeigen und keine Reaktion zu bekommen, ist das Gegenstück zum Bloßgestelltsein – und nicht leichter. Beides meint: Ich weiß nicht, wo ich stehe.

Niemand hört zu Zustände und Gefühle

Du sprichst, und es kommt nicht an.

Zu reden, ohne gehört zu werden, ist eine der einsamsten Traumlagen. Sie steht für ein Anliegen, das im Wachen untergeht – und sie meint häufig einen bestimmten Menschen.

Niemand ist zuständig Zustände und Gefühle

Alle sind da, keiner macht es.

Wenn niemand zuständig ist, bleibt die Sache liegen und der Ärger bei dem, der sie bemerkt. Der Traum zeigt das Gefühl von Ohnmacht gegenüber einer Ordnung ohne Kopf.

Nieselregen Natur und Wetter

Wenig und ohne Ende.

Nieselregen ist kein Unwetter und durchnässt trotzdem. Er steht für eine Trübsal, die nicht groß genug ist, um sie zu benennen, und nicht klein genug, um sie zu übersehen.

Niete Dinge

Gezogen, und nichts drin.

Die Niete ist die Enttäuschung mit Erwartung davor – deshalb trifft sie härter als das bloße Ausbleiben. Im Traum steht sie für eine Hoffnung, die sich nicht erfüllt hat, und für die Frage, warum du überhaupt gezogen hast.

Nische Orte und Räume

Ein eigener Platz im großen Raum.

Die Nische steht für einen kleinen, selbstgewählten Bereich innerhalb von etwas Großem – im Beruf, in der Familie, im eigenen Leben.

Nixe Menschen

Schön und im Wasser zu Hause.

Die Nixe lockt und gehört nicht an Land. Sie steht für eine Anziehung, die aus dem Gefühl kommt und im Alltag nicht leben kann.

Noch einmal gutgegangen Zustände und Gefühle

Es hätte schlimm ausgehen können.

Ein Beinahe-Unglück im Traum lässt einen mit klopfendem Herzen zurück und ohne Schaden. Es steht für eine Warnung, die keine Folgen hatte – und die man ernst nehmen darf.

Noch einmal von vorn Zustände und Gefühle

Zurück auf Anfang.

Noch einmal anfangen zu müssen ist zermürbend und manchmal die einzige Möglichkeit. Ob der Traum es als Strafe oder als Chance zeigt, steht im Gefühl dabei.

Noch nicht ausgepackt Zustände und Gefühle

Man wohnt und ist nicht angekommen.

Ungeöffnete Kisten nach langer Zeit stehen für einen Wechsel, der äußerlich vollzogen und innerlich nicht nachgeholt wurde.

Norden Wege und Fahrzeuge

Die Richtung, die kühl und klar ist.

Himmelsrichtungen im Traum sind Stimmungen: Der Norden steht für Klarheit, Kälte und Ernst. Nach Norden zu gehen heißt, sich einer Sache nüchtern zu stellen. Das ist anstrengend und selten falsch.

Nordlicht Natur und Wetter

Der Himmel tut etwas Unerklärliches.

Das Nordlicht ist ein Naturereignis, das aussieht wie ein Wunder. Es steht für Ehrfurcht – ein Gefühl, das im Alltag selten vorkommt und im Traum bedeutsam ist.

Nordwind Natur und Wetter

Wind, der nichts Gutes bringt.

Der Nordwind ist der Wind, gegen den man sich stellt. Im Traum steht er für Gegenwind von außen – nicht bösartig, aber kalt, und er kommt aus einer festen Richtung.

Not Zustände und Gefühle

Wenn nichts mehr übrig ist zum Abwarten.

Not ist nicht Angst. Angst schaut voraus, Not ist schon da. Im Traum ist sie fast immer mit der Frage verbunden, ob jemand kommt – und ob man rufen darf.

Notizen Dinge

Festhalten, was sonst verlorengeht.

Notizen sind Gedächtnis außerhalb des Kopfes. Im Traum stehen sie für etwas, das du nicht vergessen willst oder darfst. Sie zu verlieren oder nicht entziffern zu können gehört zu den häufigsten Traumärgernissen – und meint meist: Du traust deinem Gedächtnis gerade nicht.

Notlüge Was man tut

Nicht die Wahrheit, und nicht aus Bosheit.

Die Notlüge ist die schwierigste Art zu lügen, weil sie freundlich gemeint ist. Im Traum steht sie an Stellen, an denen jemand geschont wurde, der die Wahrheit gebraucht hätte.

Notruf Was man tut

Um Hilfe rufen – und hoffen, dass jemand hört.

Der Notruf im Traum geht fast nie durch: Die Nummer stimmt nicht, die Tasten sind falsch, niemand hebt ab. Das ist eines der häufigsten Traumbilder überhaupt und meint genau das: das Gefühl, im Ernstfall nicht durchzukommen.

Nüchtern Zustände und Gefühle

Der Schleier ist weg, und alles ist genau so.

Nüchternheit im Traum ist ein Übergang: Eben war etwas groß und jetzt ist es in seiner wirklichen Größe. Das ist nicht kalt gemeint – es ist Klarheit. Solche Träume kommen nach Zeiten der Begeisterung oder der Verzweiflung, beide wirken übertreibend.

Nudeln Dinge

Sättigend und ohne Aufwand.

Nudeln stehen für Unkompliziertes, das satt macht. Im Traum sind sie ein Bild für Versorgung ohne Anspruch.

Nur Bruchstücke Zustände und Gefühle

Einzelne Stücke ohne Faden.

Bruchstücke sind kein schlechter Traum, sondern ein schlecht erinnerter. Jedes einzelne Stück lässt sich trotzdem lesen – und zusammen ergeben sie oft mehr, als man denkt.

Nuss Natur und Wetter

Der Kern sitzt hinter einer harten Schale.

Die Nuss steht für etwas Wertvolles, an das man nur mit Mühe kommt: ein Mensch, eine Aufgabe, eine Wahrheit. Eine taube Nuss meint eine Mühe, die sich nicht gelohnt hat.

Nutzen Zustände und Gefühle

Wozu es gut ist.

Wenn ein Traum nach dem Nutzen fragt, geht es selten um Dinge. Es geht um dich: Wozu bist du gut? Solche Träume kommen in Zeiten, in denen jemand das Gefühl hat, nicht gebraucht zu werden – nach einer Kündigung, im Ruhestand, nach dem Auszug der Kinder.

O

Oase Orte und Räume

Rettung mitten in der Leere.

Die Oase steht für einen Ort der Erholung in schwerer Zeit. Sie ist kein Ziel, sondern eine Rast – und genau das macht sie wertvoll.

Obdachloser Menschen

Kein Ort, der einem gehört.

Wer im Traum kein Obdach hat, dem fehlt ein Rückzug – nicht unbedingt eine Wohnung. Das Bild kommt bei Menschen, die nie zur Ruhe kommen.

Oben Orte und Räume

Über allem anderen.

Oben steht für Überblick, Rang und Abstand. Von oben auf etwas zu sehen, ist beides: klarer und ferner.

Obst Dinge

Etwas ist reif geworden.

Obst steht für Ergebnisse, die von selbst gekommen sind. Faules Obst meint eine Gelegenheit, die zu lange lag.

Obst pflücken Was man tut

Nehmen, was reif ist.

Obst zu pflücken, heißt, etwas zu nehmen, das für einen gewachsen ist. Ob man drankam, ist die eigentliche Frage.

Obstbaum Natur und Wetter

Etwas trägt – oder wird es bald.

Ein blühender Obstbaum steht für Versprechen, ein tragender für Erfüllung. Beides ist gut, aber nicht dasselbe: Die Blüte ist eine Aussicht, die Frucht ein Ergebnis.

Ochse Tiere

Zieht, ohne zu fragen.

Der Ochse steht für Arbeit ohne Widerspruch. Er ist stark und geduldig, und beides wird ihm selten gedankt.

Öde Orte und Räume

Weit, leer, und es kommt nichts mehr.

Öde ist nicht Ruhe – in der Ruhe kann etwas wachsen. Im Traum steht sie für eine Leere, die sich nicht füllt: eine Zeit ohne Ereignisse, eine Arbeit ohne Sinn, ein Tag wie der andere. Das Bild meint selten die Landschaft.

Ödland Orte und Räume

Wo nichts mehr gedeiht.

Ödland steht für eine erschöpfte Gegend – innerlich oder in den Verhältnissen. Es ist nicht feindlich, nur leer.

Ofen Dinge

Gebändigtes Feuer.

Der Ofen ist Wärme mit Wänden drumherum – Leidenschaft, die einen Platz hat. Ein kalter Ofen ist eines der traurigsten Hausbilder überhaupt.

Offenheit Zustände und Gefühle

Sich zeigen, ohne sich abzusichern.

Offenheit ist riskant, und genau daraus bezieht sie ihr Gewicht. Wer im Traum offen ist, hat entschieden, dass ihm die Nähe mehr wert ist als der Schutz.

Öffnen Was man tut

Zugang schaffen.

Etwas zu öffnen ist ein Entschluss zur Neugier. Was dahinter liegt, gehört dir – auch wenn es überrascht.

Ohne Ende Zustände und Gefühle

Es reicht weiter, als man sehen kann.

Grenzenlosigkeit im Traum ist selten erhebend und meistens erdrückend: Was kein Ende hat, kann man nicht bewältigen.

Ohne Fahrschein Zustände und Gefühle

Mitfahren ohne Berechtigung.

Ohne Fahrschein unterwegs zu sein, steht für das Gefühl, irgendwo zu sein, wo man nicht hingehört. Es ist ein sehr verbreitetes Bild bei Menschen, die viel erreicht haben.

Ohne festen Ort Menschen

Zu Hause ist, wo man gerade ist.

Nomaden bleiben nicht, und sie verlieren dabei nichts – das unterscheidet sie vom Heimatlosen. Im Traum stehen sie für ein Leben ohne feste Bindung, das gewählt ist. Ob dich das gelockt oder erschreckt hat, ist die Deutung.

Ohnmacht Zustände und Gefühle

Zusehen müssen.

Ohnmacht im Traum meint eine Lage, in der man verantwortlich gemacht wird für etwas, das man nicht beeinflussen kann. Das Bild ist hart und die Nachricht klar: Die Last gehört nicht dir.

Ohren Körper

Zuhören – oder nicht zuhören können.

Ohren im Traum betreffen immer die Frage, was zu dir durchdringt. Lärm steht für Reizüberflutung, Taubheit für einen Schutz, den du dir gebaut hast. Beides hat mit derselben Sache zu tun: Es kommt zu viel oder zu wenig an.

Ohrenbetäubend Zustände und Gefühle

Zu laut, um es auszuhalten.

Lärm, vor dem man sich die Ohren zuhält, steht für eine Zumutung, gegen die man sich nur noch abschirmen kann.

Ohrring Dinge

Schmuck am Ohr, das hört.

Ohrringe sitzen an der Stelle des Zuhörens. Ein verlorener Ohrring steht in alten Deutungen für ein Wort, das man nicht hätte weitergeben sollen.

Öl Dinge

Macht gleitend.

Öl nimmt die Reibung heraus. Es steht für Vermittlung und für Salbung – und für alles, was schwer zu fassen ist.

Onkel Menschen

Väterlich, aber nicht der Vater.

Der Onkel steht für männliche Anleitung ohne den Anspruch des Vaters. Im Traum ist er oft der, bei dem man etwas durfte, was zu Hause verboten war.

Operation Was man tut

Ein Eingriff, den man geschehen lässt.

Operiert zu werden meint, dass etwas herausgenommen oder gerichtet werden muss – und dass man dabei nichts tun kann als zuzulassen.

Opfer bringen Was man tut

Etwas hergeben für etwas anderes.

Ein Opfer im Traum meint einen Tausch, bei dem etwas Eigenes draufgeht. Ob er sich lohnt, sagt der Traum nicht – er zeigt nur, dass gerade einer stattfindet.

Orange Natur und Wetter

Wärme zwischen Rot und Gelb.

Orange gehört zu Feuer, Herbst und Abendlicht. Es steht für eine Wärme, die freundlich ist und nicht brennt.

Orchidee Natur und Wetter

Selten und heikel.

Die Orchidee ist prachtvoll und schwierig zu halten. Sie steht für eine Beziehung oder eine Begabung, die genaue Pflege braucht.

Ordnung Zustände und Gefühle

Jedes Ding, wo es hingehört.

Ordnung im Traum beruhigt und kann erstarrt wirken. Wo sie übertrieben ist, steht sie für ein Bedürfnis nach Kontrolle, das aus Unruhe kommt.

Orgel Dinge

Ein Klang, der größer ist als der Raum.

Die Orgel füllt alles aus und lässt keinen Platz für ein Gespräch. Im Traum steht sie für etwas Übermächtiges, das nicht bedrohlich sein muss – Feierlichkeit, die überwältigt.

Ostern Was man tut

Nach dem Dunklen wird es hell.

Ostern steht für Wiederkehr nach einer Zeit des Verlusts. Als Bild funktioniert es auch ganz ohne Kirche: Frühling, Suchen, Finden.

Otter Tiere

Verspielt und geschickt.

Der Otter verbindet Leichtigkeit mit Können. Er steht für einen Umgang mit Gefühlen, der nicht schwer wird – ein seltenes und gutes Traumbild.

P

Paartanz Was man tut

Zwei bewegen sich als einer.

Beim Paartanz führt einer und der andere lässt sich führen, und beides muss stimmen. Im Traum ist er das genaueste Bild für ein Verhältnis: Wer geführt hat und ob es sich gut angefühlt hat, sagt alles.

Panik Zustände und Gefühle

Angst ohne Steuerung.

Panik ist Angst, die die Übersicht verloren hat. Im Traum endet sie meist mit dem Aufwachen – und das ist keine Flucht, sondern ein Schutz des Körpers.

Panne Wege und Fahrzeuge

Es geht nicht weiter, und zwar hier.

Die Panne steht für einen Stillstand, den niemand geplant hat. Wo man liegenbleibt, ist im Traum oft bedeutsamer als das, was kaputt war.

Pantoffel Dinge

Man geht damit nicht hinaus.

Hausschuhe stehen für Behaglichkeit und für die Grenze des eigenen Bereichs. Darin draußen zu stehen ist ein Bild für Überrumpelung.

Papagei Tiere

Sagt, was er gehört hat.

Der Papagei steht für nachgesprochene Meinungen. Im Traum fragt er, wessen Sätze du eigentlich benutzt.

Papier Dinge

Etwas Festgehaltenes – oder etwas, das verpflichtet.

Papier hält fest, was sonst vergeht. Im Traum geht es damit um Verbindlichkeit: eine Zusage, eine Abmachung, etwas Aufgeschriebenes, das gilt. Ein leeres Blatt dagegen ist eine Möglichkeit, die noch offen ist. Zerrissenes Papier steht für etwas, das nicht mehr gelten soll.

Pappel Natur und Wetter

Hoch, schmal und immer in Bewegung.

Die Pappel wächst schnell und zittert beim kleinsten Wind. Sie steht für Empfindsamkeit, die man von weitem sieht.

Paradies Orte und Räume

Ein Ort ohne Mangel.

Das Paradies ist ein Sehnsuchtsbild und fast immer ein Rückblick: Es sieht aus wie eine Kindheit, die es so nie gab. Schön zu träumen, und der Weg dorthin führt nach vorn.

Parkett Orte und Räume

Der Boden gibt Laut.

Ein knarrender Boden verrät jeden Schritt. Er steht für eine Lage, in der nichts unbemerkt bleibt – und für Häuser, die ihre Geschichte haben.

Parkplatz Orte und Räume

Abstellen und wiederfinden.

Das eigene Fahrzeug nicht wiederzufinden, ist ein sehr verbreitetes Bild. Es steht für den Verlust eines eigenen Antriebs – man weiß nicht mehr, wo man ihn abgestellt hat.

Patenkind Menschen

Verantwortung aus freien Stücken.

Die Patenschaft ist eine Bindung, die niemand verlangt hat. Sie steht für ein Versprechen, das man gegeben hat und halten will.

Pause Was man tut

Unterbrechung mit Erlaubnis.

Die Pause steht für eine Erholung, die vorgesehen ist. Keine zu bekommen, ist im Traum ein deutliches Zeichen von Überlastung.

Pelz Dinge

Wärme von einem Tier.

Der Pelz steht für Wärme und für Zurschaustellung zugleich – und für die Frage, was er gekostet hat. Im Traum ist er selten einfach nur schön.

Perle Dinge

Aus einer Verletzung wird etwas Schönes.

Die Perle ist das klassische Bild dafür, dass aus lange ertragenem Schmerz etwas Wertvolles wird. Eine gerissene Perlenkette meint das Gegenteil: Mühsam Gefügtes fällt auseinander.

Perücke Dinge

Etwas Eigenes vortäuschen, das nicht nachgewachsen ist.

Die Perücke deckt zu, was fehlt, und jeder weiß es. Im Traum steht sie für einen Mangel, der bemerkt werden könnte – und für die Anstrengung, ihn zu verbergen.

Petroleumlampe Dinge

Licht, das verbraucht wird.

Eine Lampe mit Docht brennt nur, solange Öl da ist. Sie steht für eine Kraft, die sich erschöpft – und die man nachfüllen kann.

Pfad Orte und Räume

Ein Weg, den wenige gehen.

Der schmale Pfad steht für einen eigenen Weg, der nicht ausgebaut ist. Er ist anstrengender als die Straße und führt meistens hin, wo man wirklich hinwollte.

Pfand Dinge

Sicherheit auf Zeit.

Ein Pfand gibt man, damit man wiederkommt. Es steht für eine Bindung, die auf Misstrauen gebaut ist und trotzdem funktioniert.

Pfanne Dinge

Schnelle Hitze, direkter Kontakt.

Die Pfanne gart schnell und verlangt Aufsicht. Sie steht für einen Vorgang, der rasch geht und nicht ohne einen auskommt.

Pfau Tiere

Zeigt, was er hat.

Der Pfau steht für Selbstdarstellung. Sein Rad ist prächtig und völlig unpraktisch – und genau darin liegt die Aussage.

Pfeffer Dinge

Schärfe in kleiner Menge.

Pfeffer bringt Leben in eine Speise und verdirbt sie, wenn es zu viel wird. Er steht für eine Zuspitzung, auf deren Maß es ankommt.

Pfeifen Was man tut

Musik ohne Instrument.

Wer pfeift, ist meistens gelöst – oder will es sein. Das Bild kommt in leichten Träumen und in solchen, in denen jemand sich Mut macht.

Pferd Tiere

Kraft, die einen trägt – wenn man sie lenken kann.

Pflanze Natur und Wetter

Etwas, das Pflege braucht und dann wächst.

Anders als der Baum, der schon da war, ist die Pflanze etwas, um das sich jemand kümmern muss. Sie steht für Vorhaben und Beziehungen im Werden. Ob sie grünt oder vertrocknet ist, ist die ganze Auskunft – und beides bezieht sich meist auf etwas, von dem du selbst schon länger weißt, wie es darum steht.

Pflaster Dinge

Kleine Hilfe für kleine Wunden.

Das Pflaster deckt ab und heilt nicht. Es steht für eine Erstversorgung – und, wenn es zu klein ist, für eine Hilfe, die nicht reicht.

Pflaume Natur und Wetter

Dunkel, weich, spät im Jahr.

Die Pflaume reift, wenn der Sommer schon geht. Sie steht für ein spätes Glück, das die Wärme des ganzen Jahres in sich hat.

Pflegende Menschen

Jemand, der sich kümmert, ohne gefragt zu werden.

Pflegende Gestalten stehen für Fürsorge, die man annimmt oder nicht annehmen will. Sie tauchen auf, wenn jemand Hilfe bräuchte und sie sich nicht zugesteht.

Pflicht Zustände und Gefühle

Tun, weil es getan werden muss.

Pflicht im Traum trägt nie Freude und selten Groll – sie ist einfach schwer. Wer davon träumt, hat meistens lange nicht gefragt, ob es immer noch seine ist.

Pflug Dinge

Aufbrechen, damit etwas hineinkann.

Pflügen sieht aus wie Zerstörung und ist Vorbereitung. Es steht für Umbruch mit Absicht.

Pfusch Dinge

Sieht fertig aus und hält nicht.

Pfusch ist Arbeit, die den Anschein wahrt. Im Traum steht er für etwas in deinem Leben, das nur oberflächlich in Ordnung gebracht wurde – ein Streit, eine Reparatur, eine Entschuldigung. Träume zeigen gern, wann so etwas nachgibt.

Pfütze Natur und Wetter

Wenig Wasser, das trotzdem den Himmel zeigt.

Die Pfütze ist das kleinste Wasser, das es gibt – und sie spiegelt genauso wie ein See. Darin liegt ihre Aussage: Etwas Geringes, über das man hinwegsteigt, zeigt dir dein eigenes Bild. Wer hineintritt, zertritt das Spiegelbild; wer stehen bleibt und hinsieht, findet es. Und sie trocknet von selbst – das Unangenehme daran ist nicht von Dauer.

Picknick Was man tut

Essen ohne Tisch.

Das Picknick steht für Unbeschwertheit: dieselbe Mahlzeit ohne Form und Verpflichtung. Es gehört zu leichten Träumen.

Pilgern Was man tut

Ein Weg, der selbst das Ziel ist.

Pilgern meint eine Anstrengung, die man freiwillig auf sich nimmt, weil sie etwas klärt. Es ist das Gegenteil von Flucht, obwohl beides Weggehen ist.

Pilot Menschen

Hat die Höhe in der Hand.

Der Pilot steht für Verantwortung in großer Höhe und für Vertrauen: Alle anderen sitzen hinten. Im Traum geht es darum, wem du gerade dein Fortkommen überlässt.

Pilz Natur und Wetter

Etwas wächst über Nacht – und ist nicht immer bekömmlich.

Pilze stehen für schnelles Aufkommen aus Verborgenem. Ob nährend oder giftig, entscheidet sich nicht am Pilz, sondern am Kenner.

Pinguin Tiere

Ein Vogel, der nicht fliegt.

Der Pinguin steht für eine Fähigkeit, die man aufgegeben hat, und für eine andere, die dafür gewachsen ist. Unter Wasser ist er unschlagbar.

Pinsel Dinge

Trägt Farbe auf.

Der Pinsel steht für Gestaltung, bei der die Hand zittern darf. Er ist weicher als jedes andere Werkzeug und hinterlässt trotzdem eine deutliche Spur.

Pirat Menschen

Frei und gesetzlos.

Der Pirat steht für eine Freiheit, die sich nimmt, was sie braucht. Im Traum ist er oft anziehend – und das gehört zur Deutung.

Planierraupe Dinge

Platz schaffen, ohne Rücksicht.

Die Planierraupe macht gründlich frei und unterscheidet dabei nicht. Im Traum steht sie für einen Neuanfang mit Gewalt – und für die Frage, was dabei mit weggeschoben wird.

Platz Orte und Räume

Offener Raum mitten im Ort.

Der Platz ist der Ort des Öffentlichen: Hier wird man gesehen. Wie voll oder leer er war, sagt, wie es dir mit dem Gesehenwerden gerade geht.

Platzregen Natur und Wetter

Alles auf einmal.

Ein Wolkenbruch ist heftig und kurz. Er steht für einen Gefühlsausbruch, nach dem es sich klärt – im Unterschied zum Dauerregen.

Plötzlich Zustände und Gefühle

Ohne Übergang.

Träume springen, und dieses Wort markiert die Sprungstelle. Was davor und was danach stand, gehört zusammengelesen – gerade weil dazwischen nichts steht.

Poliert Dinge

Der alte Glanz ist zurück.

Polieren bringt hervor, was unter dem Anlaufen lag. Es steht für eine Wiederherstellung, bei der nichts ersetzt werden muss.

Polizei Menschen

Regeln, Schuld, ein Urteil.

Wo Polizei oder Gericht auftreten, steht ein Urteil an – und zwar meist das eigene über sich selbst. Träume dieser Art häufen sich bei Menschen, die sich für etwas verantwortlich fühlen, wofür sie es nicht sind.

Pony Tiere

Kraft in Kindergröße.

Das Pony ist das Pferd der Kindheit. Es steht für eigene Stärke, wie man sie früher erlebt hat – überschaubar und zutraulich.

Portion Dinge

Wie viel einem zusteht.

Die Portion steht für den zugeteilten Anteil. Zu klein heißt Zurücksetzung, zu groß Überforderung – und beides sagt etwas über das Gefühl von Gerechtigkeit.

Preis bekommen Was man tut

Anerkennung, die man vorzeigen kann.

Der Preis macht eine Leistung sichtbar. Im Traum steht er für das Bedürfnis, dass etwas anerkannt wird – oft eine Arbeit, die niemand bemerkt hat.

Priester Menschen

Die Frage nach dem, was gilt.

Geistliche Gestalten stehen für Sinnfragen und für Vergebung – meist für die, die man sich selbst nicht gibt.

Probe Was man tut

Der Ernstfall ohne Ernst.

Die Probe erlaubt Fehler. Im Traum steht sie für eine Vorbereitung – und für die Erleichterung, dass es noch nicht zählt.

Problem Zustände und Gefühle

Etwas, das nicht aufgeht.

Ein Problem im Traum ist selten dasselbe wie das Problem im Wachen – der Traum sucht sich ein Bild dafür. Wer im Traum weiß, dass er ein Problem hat, ohne es benennen zu können, hat meistens eines, das er auch wach nicht benennt.

Prüfung Orte und Räume

Beurteilt werden, ohne vorbereitet zu sein.

Der berühmteste aller Wiederholungsträume – er kommt noch Jahrzehnte nach der letzten echten Prüfung. Ausgelöst wird er durch jede Lage, in der Leistung bewertet wird, und er sagt nichts über deine Fähigkeiten. Er sagt etwas über die Anspannung davor.

Prüfungsangst Zustände und Gefühle

Geprüft und nicht vorbereitet.

Der Prüfungstraum ist der häufigste Angsttraum überhaupt und kommt bei Menschen, die seit Jahrzehnten keine Prüfung mehr hatten. Er meint nicht Wissen, sondern die Sorge, den Anforderungen nicht zu genügen.

Publikum Menschen

Viele, die zusehen und nicht eingreifen.

Das Publikum steht für die Öffentlichkeit im Kopf: all die Leute, deren Urteil man sich vorstellt. Leere Reihen sind dabei nicht besser, sondern anders schwer.

Puls Körper

Der Takt, den niemand macht.

Den eigenen Puls zu spüren heißt im Traum, sich der eigenen Lebendigkeit zu vergewissern. Das Bild kommt nach Schreck und nach Erschöpfung.

Pumpe Dinge

Holt herauf, was unten ist.

Die Pumpe bringt Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche. Sie steht für Arbeit am Gefühlsleben – mühsam, wiederholt und ergiebig.

Punkt Dinge

Klein, und genau da.

Ein Punkt im Traum ist entweder ein Ziel in weiter Ferne oder etwas, das eben noch groß war. Beides sagt dasselbe: Der Abstand ist das Thema, nicht die Sache.

Pupille Körper

Das Loch, durch das das Licht fällt.

Die Pupille weitet sich bei Dunkelheit und bei Zuneigung. Im Traum steht sie für das, was jemand wirklich aufnimmt – nicht für das, was er sagt.

Puppe Dinge

Ein Wesen zum Üben.

Die Puppe steht für den Umgang mit Gefühlen im Kleinen – und manchmal für einen Menschen, der wie eine behandelt wird. Der Zusammenhang im Traum entscheidet, was gemeint ist.

Putz Orte und Räume

Die glatte Schicht über dem Mauerwerk.

Putz verdeckt und schützt zugleich. Wo er abfällt, kommt zum Vorschein, woraus die Wand wirklich besteht – im Traum ein Bild für eine Fassade, die nicht mehr hält.

Q

Quadrat Dinge

Alles gleich lang, nichts dem Zufall überlassen.

Das Quadrat ist die geordnetste Form, die es gibt – und die unbeweglichste. Im Traum steht es für etwas, das stimmt und trotzdem eng ist.

Qual Zustände und Gefühle

Schmerz, der sich zieht.

Qual ist Leiden mit Dauer: Nicht der Schlag tut weh, sondern dass er nicht aufhört. Im Traum steht sie für eine Lage, die man seit langem erträgt. Solche Bilder sind ernst zu nehmen, weil sie sich nicht aus dem Tag erklären lassen.

Qualle Tiere

Durchsichtig und trotzdem brennend.

Die Qualle steht für etwas, das harmlos aussieht und wehtut. Oft ein Wort, das nebenbei fiel.

Quelle Natur und Wetter

Wo etwas anfängt.

Die Quelle ist der Anfang, und zwar ein Anfang, der von selbst kommt – niemand macht eine Quelle. Im Traum steht sie für Kraft, die nachströmt, und für Ursprünge: die eigene Herkunft, der Beginn einer Sache, der Grund, aus dem etwas fließt. Sie gehört zu den wenigen durchweg guten Bildern.

Querfeldein Wege und Fahrzeuge

Ohne Weg, in die Richtung.

Querfeldein zu gehen, ist kürzer und mühsamer. Es steht für einen eigenen Weg, für den es keine Vorlage gibt.

Quittung Dinge

Der Beweis, dass bezahlt wurde.

Eine Quittung im Traum hat fast immer den übertragenen Sinn: Etwas kommt zurück, und zwar verdient. Sie steht für Folgen einer Handlung, die du kommen siehst. Ob du sie ausgestellt oder bekommen hast, dreht die Deutung.

R

Rabe Tiere

Ein Bote – nicht unbedingt ein schlechter.

Der Rabe hat in den nordischen Überlieferungen einen guten Ruf und in den christlichen einen schlechten; beides steckt noch im Bild. Im Traum bringt er Nachricht, und ob sie erwünscht ist, entscheidet sich woanders.

Rache Zustände und Gefühle

Zurückgeben, was man bekommen hat.

Rache im Traum ist selten eine Absicht – meistens ist sie ein Ventil. Sie zeigt, dass eine Kränkung nicht verarbeitet ist. Bemerkenswert ist, wie du dich danach gefühlt hast: Träume lassen Rache oft schal schmecken, und das ist eine Auskunft.

Rad Dinge

Bewegung, die sich wiederholt.

Das Rad steht für den Lauf der Dinge – für Fortkommen, wenn es rollt, und für Wiederholung, wenn es sich nur dreht.

Radnabe Dinge

Der Punkt, der sich nicht bewegt, während alles kreist.

Die Nabe ist die ruhende Mitte eines Rades: Alles dreht sich, sie nicht. Im Traum ein schönes Bild für einen Menschen oder eine Sache, um die herum das Leben läuft – und für die Frage, ob du die Nabe bist oder die Speiche.

Rahmen Dinge

Er sagt, wo etwas anfängt und aufhört.

Ein Rahmen macht aus einem Ausschnitt ein Bild. Im Traum steht er für die Begrenzung, in der du etwas siehst – und ein leerer Rahmen für eine Stelle, an der etwas fehlt oder noch nicht da ist. Beides ist bedeutsam.

Rakete Dinge

Alles auf einmal, und kein Zurück.

Eine Rakete hat nur einen Start und keine Bremse. Im Traum steht sie für einen Aufbruch mit voller Kraft – großartig und ohne Möglichkeit, es sich anders zu überlegen.

Rampenlicht Orte und Räume

Gesehen werden, ob man will oder nicht.

Im Scheinwerfer steht man allein und sieht das Publikum nicht. Das Bild trifft genau, wie es sich anfühlt, beurteilt zu werden.

Ranken Natur und Wetter

Wächst am anderen hoch.

Ranken brauchen etwas zum Festhalten und kommen dann höher als allein. Sie stehen für eine Entwicklung, die auf Halt angewiesen ist.

Rascheln Tiere

Etwas ist da, und man sieht es nicht.

Rascheln ohne sichtbare Ursache ist eines der wirksamsten Angstgeräusche. Es steht für eine Beunruhigung, die keinen Gegenstand hat.

Rasieren Was man tut

Glatt für den Tag.

Die Rasur gehört zum Morgen und zum Sich-Zeigen. Sich dabei zu schneiden, steht für eine Eile, die etwas kostet.

Rast Was man tut

Unterwegs haltmachen, um weiterzukönnen.

Rast gehört zum Weg – sie ist kein Abbruch. Im Traum ist sie ein freundliches Bild: Du gestehst dir zu, nicht durchzuhalten. Wo du gerastet hast und wer dabei war, gehört zur Deutung.

Rastplatz Orte und Räume

Anhalten, ohne anzukommen.

Eine Rast unterwegs ist erlaubte Unterbrechung. Sie steht für eine Pause, die man sich nimmt, ohne den Weg aufzugeben.

Ratlos Zustände und Gefühle

Keine Idee, was zu tun ist.

Ratlosigkeit ist etwas anderes als Verzweiflung: Man kann noch, man weiß nur nicht was. Im Traum ist sie der Zustand vor einem Einfall.

Ratschlag Was man tut

Jemand sagt dir, was er täte.

Ein Rat im Traum kommt oft von jemandem, der es wissen müsste – und häufig von einem Verstorbenen. Das ist kein Spuk: Es ist die eigene Erfahrung, die sich ein Gesicht sucht.

Ratte Tiere

Etwas, das im Verborgenen frisst.

Die Ratte meint selten einen Menschen und meistens einen Zustand: etwas, das im Dunkeln weiterarbeitet, während man wegsieht. Ekel im Traum gehört dazu und ist kein schlechtes Zeichen – er zeigt, dass du es bemerkst.

Rau Zustände und Gefühle

Widerstand beim Anfassen.

Raues bietet Halt und tut weh. Es steht für einen Umgang, der ehrlich und unfreundlich ist – und an dem man sich festhalten kann.

Räuber Menschen

Nimmt mit Gewalt.

Anders als der Dieb tritt der Räuber offen auf. Er steht für einen Verlust, bei dem man dabei war und nichts machen konnte.

Rauch Dinge

Das Zeichen vor dem Feuer.

Rauch steht für eine Ahnung: Etwas brennt, man sieht es noch nicht. Er ist ein Warnbild ohne Drama – und meistens hat man im Wachen schon gerochen, was gemeint ist.

Raupe Tiere

Was noch nicht zu Ende geworden ist.

Die Raupe steht vor der Wandlung. Sie ist kein Vorstadium im Sinne von unfertig, sondern genau da, wo sie sein muss.

Raureif Natur und Wetter

Schön und kalt.

Raureif überzieht alles mit einer Schicht, die im ersten Sonnenstrahl vergeht. Er steht für eine Schönheit, die aus Kälte entsteht und nicht bleibt.

Rausch Zustände und Gefühle

Weit weg von sich selbst.

Der Rausch im Traum steht für Kontrollverlust, den man herbeigeführt hat. Er ist nicht als Vorwurf gemeint, sondern als Frage: Wovor sollte er helfen?

Rauschmittel Dinge

Ein Ausweg, der keiner ist.

Im Traum steht ein Rauschmittel selten für Sucht. Es ist das Bild für den Wunsch, einen Zustand zu verlassen, ohne die Lage zu ändern. Deshalb lohnt die Frage, wovor du im Traum weggewollt hast – das ist der eigentliche Inhalt, und das Mittel ist nur der Weg dorthin.

Rechnen Was man tut

Zusammenzählen, was bisher war.

Wer rechnet, macht eine Bilanz – und im Traum geht es dabei fast nie um Geld. Es geht darum, was sich gelohnt hat und was nicht. Geht die Rechnung auf, stimmt etwas in deinem Leben zusammen. Geht sie nicht auf oder verrechnest du dich immer wieder, hast du das Gefühl, dass der Aufwand und das, was dabei herauskommt, nicht zueinanderpassen.

Rechnung Dinge

Es wird abgerechnet.

Eine Rechnung im Traum meint selten Geld. Sie steht für etwas, das noch offen ist – und, wenn sie überraschend hoch ausfällt, für unterschätzte Folgen.

Recht Zustände und Gefühle

Auf deiner Seite steht mehr als dein Wille.

Im Recht zu sein und es nicht zu bekommen, ist eines der bittersten Traumbilder überhaupt. Der Traum sagt dann weniger über die Sache als darüber, wie wenig Gerechtigkeit gerade zählt.

Rechte Hand Menschen

Wer neben dem steht, der entscheidet.

Die rechte Hand hat Einfluss und keine Verantwortung. Im Traum steht sie für eine Rolle, in der man viel bewirkt und wenig zu sagen hat – und dafür, dass das auf Dauer nicht reicht.

Regal Dinge

Geordnetes, das sichtbar bleibt.

Regale stehen für Wissen und Ordnung, die man vorzeigt. Ein einstürzendes Regal meint Überlastung in einem Bereich, den man für geregelt hielt.

Regel Zustände und Gefühle

Was gilt, ob man will oder nicht.

Regeln im Traum sind selten die aus dem Gesetzbuch. Es sind die eigenen, meistens früh gelernt – und im Traum merkt man erst, wie streng sie sind.

Regen Natur und Wetter

Lösung – etwas löst sich und fällt.

Regen ist im Traum selten trüb gemeint. Er wäscht, löst und macht fruchtbar, und er steht dem Weinen nahe: etwas kommt herunter und geht danach weiter.

Regenbogen Orte und Räume

Licht nach dem Regen.

Der Regenbogen ist das Bild für Versöhnung nach einer schweren Zeit. Er steht am Ende von etwas, nicht am Anfang – und wo er im Traumverlauf auftaucht, gehört mit gelesen.

Reh Tiere

Scheue Sanftheit.

Das Reh steht für Empfindsamkeit, die leicht erschrickt. Der Hirsch dagegen für Würde und Standhalten – dasselbe Tier, andere Haltung.

Reicher Mann Menschen

Hat, was andere möchten.

Der Reiche im Traum steht für Möglichkeiten, nicht für Geld. Ihm zu begegnen wirft die Frage auf, was du dir zutraust zu wollen.

Reife Natur und Wetter

Der Punkt, an dem etwas geerntet werden darf.

Reife ist Wachstum, das angekommen ist. Im Traum meint sie meistens keine Frucht, sondern eine Entscheidung, die lange gebraucht hat und jetzt getroffen werden kann.

Reifen Natur und Wetter

Der Punkt, an dem es geht.

Reifen ist ein stiller Vorgang, den niemand beschleunigen kann. Der Traum bringt ihn, wenn jemand ungeduldig wird.

Reihenfolge Zustände und Gefühle

Erst das eine, dann das andere.

Eine vertauschte Reihenfolge macht aus richtigen Schritten einen falschen Weg. Der Traum zeigt sie, wenn jemand etwas überspringen will.

Reis Dinge

Viele gleiche Körner.

Reis steht für Fülle aus lauter Kleinem und, beim Streuen zur Hochzeit, für den Wunsch nach Nachkommen und Segen.

Reise Wege und Fahrzeuge

Ein Lebensabschnitt, der sich ändert.

Reisen im Traum meinen den Lebensweg, und das Gepäck meint, was du mitschleppst. Zu viel Gepäck ist eines der klarsten Bilder überhaupt. Ein verlorener Koffer dagegen kann erleichternd sein – achte darauf, wie es sich im Traum anfühlte.

Reißverschluss Dinge

Zwei Seiten greifen ineinander.

Ein klemmender Reißverschluss steht für etwas, das sich nicht mehr schließen lässt. Das Bild ist alltäglich und deshalb besonders genau.

Reiten Was man tut

Eine fremde Kraft lenken.

Reiten heißt, eine Kraft zu führen, die stärker ist als man selbst – und die mitmachen muss. Ob das Pferd gehorchte, ist die eigentliche Auskunft.

Rennen Was man tut

Tempo – auf etwas zu oder von etwas weg.

Rennen ist nur die halbe Auskunft; die andere Hälfte ist die Richtung. Auf ein Ziel zu bedeutet Antrieb, von etwas weg bedeutet Vermeidung. Wer rennt und nicht vorankommt, erlebt im Wachen eine Anstrengung ohne Wirkung – eines der häufigsten und ehrlichsten Traumbilder überhaupt.

Renovieren Was man tut

Das Eigene herrichten.

Renovieren steht für Arbeit an sich selbst. Es ist eines der zuversichtlichsten Traumbilder: Man verlässt nichts, man macht es wieder bewohnbar.

Renovierung Was man tut

Es wird besser, und gerade ist es schlimmer.

Eine Renovierung im Traum trifft fast immer das Haus, und das Haus ist der Träumende. Der Zustand mittendrin – Staub, offene Wände, nichts an seinem Platz – ist die Aussage, nicht das fertige Zimmer.

Rentier Tiere

Zieht mit der Herde durch die Kälte.

Das Rentier steht für Durchhalten in unwirtlicher Zeit, und zwar gemeinsam. Allein kommt es nicht durch – das gehört zum Bild.

Reparatur Was man tut

Etwas geht wieder, und man sieht, wo es kaputt war.

Repariert ist nicht neu – die Stelle bleibt sichtbar. Genau das macht die Reparatur im Traum zu einem freundlichen Bild: Etwas darf beschädigt gewesen sein und trotzdem weiter gebraucht werden.

Reparieren Was man tut

Etwas wieder brauchbar machen.

Reparieren steht für den Versuch, etwas zu retten statt zu ersetzen. Ob es im Traum gelingt, ist die eigentliche Auskunft.

Rest Dinge

Was noch da ist.

Der Rest steht für das, was von etwas Größerem geblieben ist. Im Traum ist er selten traurig – er zeigt, dass es genug gab.

Retter Menschen

Hilfe, die von außen kommen soll.

Retter im Traum zeigen die Hoffnung, dass jemand anders die Sache löst. Kommen sie nicht, heißt das nicht Verlassenheit – sondern dass es an dir liegt.

Rettung Was man tut

Es geht doch noch.

Gerettet zu werden oder zu retten zeigt, dass eine Lage nicht ausweglos ist. Wer im Traum rettet, hat im Wachen oft mehr Kraft, als er sich zutraut.

Reue Zustände und Gefühle

Es hätte anders sein sollen.

Reue im Traum richtet sich oft auf Kleinigkeiten und meint Größeres. Sie will nichts rückgängig machen, sondern etwas zugeben – und das kann man auch heute noch.

Richter Menschen

Das eigene Gewissen im Talar.

Vor Gericht zu stehen meint fast immer Selbstprüfung. Das Urteil im Traum ist deines, auch wenn ein anderer es spricht.

Richtung Wege und Fahrzeuge

Wohin es gehen soll.

Wer im Traum eine Richtung sucht, sucht selten einen Ort. Die falsche Richtung ist dabei oft aufschlussreicher als die richtige: Sie zeigt, wovon du dich gerade wegbewegst.

Riechen Was man tut

Der Sinn, der direkt ans Erinnern geht.

Geruch im Traum ist selten und deshalb bedeutsam: Kein anderer Sinn hängt so eng an alten Erinnerungen. Wonach es gerochen hat, führt fast immer zu einem bestimmten Jahr.

Riegel Dinge

Zusätzlich gesichert.

Ein Riegel geht über das Schloss hinaus: Hier will jemand ganz sichergehen. Er steht für ein Misstrauen, das sich schon eingerichtet hat.

Riese Menschen

Zu groß, um ihm zu begegnen.

Der Riese steht für eine Übermacht: eine Aufgabe, eine Person, eine Angst. Im Märchen wird er nie mit Kraft besiegt, sondern mit List – auch das gehört zur Deutung.

Riesig groß Zustände und Gefühle

Größer, als es sein dürfte.

Wenn im Traum etwas unnatürlich groß ist, hat es Gewicht bekommen. Die Größe ist nicht das Bild, sie ist die Unterstreichung – und sie gilt genau dem, was groß war.

Rinde Natur und Wetter

Die Haut des Baumes.

Die Rinde schützt und wird mit den Jahren rissig. Sie steht für eine Außenseite, der man das Alter ansieht – und die deswegen nicht schwächer ist.

Ring Dinge

Eine Bindung, die keinen Anfang und kein Ende hat.

Der Ring ist geschlossen – das ist seine ganze Bedeutung. Er steht für Versprechen, Zugehörigkeit und Dauer. Deshalb sind die Bilder um ihn so deutlich: Ein Ring, der zu eng sitzt, meint eine Bindung, die einschnürt. Ein verlorener Ring meint nicht das Ende einer Beziehung, sondern die Sorge davor. Und ein Ring, den man abstreift, ist eine Entscheidung, die im Wachen vielleicht noch nicht gefallen ist.

Ringelblume Natur und Wetter

Leuchtend orange am Beetrand.

Die Ringelblume schließt sich vor dem Regen. Sie steht für ein gutes Gespür für Wetterumschwünge – auch für die zwischen Menschen.

Rippe Körper

Der Käfig um das Herz.

Rippen schützen und schließen ein. Sie stehen für eine Deckung, die nötig ist und zugleich einsperrt.

Riss in der Wand Orte und Räume

Von innen heraus.

Ein Riss kommt nicht von außen, sondern vom Setzen des Hauses. Er steht für eine Spannung, die so lange gewirkt hat, bis etwas nachgab.

Ritual Was man tut

Dieselben Schritte, mit Absicht.

Ein Ritual gibt einer Sache Form, damit sie nicht formlos bleibt. Im Traum kommt es, wenn etwas einen Rahmen braucht – ein Abschied zum Beispiel, der nie einen hatte.

Robbe Tiere

Im Wasser gewandt, an Land schwerfällig.

Die Robbe steht für jemanden, der in seinem Element mühelos ist und außerhalb unbeholfen wirkt. Der Traum fragt damit, ob du gerade im richtigen Element bist.

Rohbau Orte und Räume

Das Gerüst steht, mehr nicht.

Der Rohbau steht für etwas Angefangenes, dem noch alles fehlt, was es bewohnbar macht. Er ist kein Scheitern, sondern ein Zwischenstand – sofern weitergebaut wird.

Rolle Dinge

Aufgewickelt und wieder abzuwickeln.

Aufgerollt lässt sich Langes handhaben. Die Rolle steht für etwas, das man in Vorrat hat und nach Bedarf abgibt.

Rollstuhl Wege und Fahrzeuge

Beweglich bleiben mit Hilfe.

Der Rollstuhl steht im Traum für Bewegung, die auf andere angewiesen ist. Ob man selbst die Räder drehte oder geschoben wurde, ist der ganze Unterschied.

Rolltreppe Wege und Fahrzeuge

Aufstieg ohne eigenen Schritt.

Die Rolltreppe bringt einen hinauf, ohne dass man geht. Sie steht für ein Vorankommen, das einem zufällt – und das stillsteht, wenn der Strom weg ist.

Rosa Natur und Wetter

Rot, das zart geworden ist.

Rosa steht für Zuneigung ohne Heftigkeit. Es gehört zu Kindheit und zu einem Blick, der die Dinge milder sieht, als sie sind.

Rose Natur und Wetter

Schönheit mit Dornen.

Die Rose ist das älteste Liebesbild überhaupt, und sie hat Stacheln – beides gehört zusammen. Ihre Farbe und ihr Zustand sagen mehr als die Blume selbst.

Rosenkranz Dinge

Ruhe durch Wiederholung.

Der Rosenkranz ist Gebet, das durch die Finger geht, und seine Kraft liegt in der Wiederholung, nicht im Inhalt. Im Traum steht er für die Suche nach Halt in etwas Gleichmäßigem.

Rost Dinge

Was nicht benutzt wird, setzt an.

Rost ist der Verfall des Zuverlässigen: Metall sollte halten. Im Traum steht er für etwas, das durch Nichtgebrauch unbrauchbar geworden ist – eine Fähigkeit, ein Kontakt, ein Werkzeug. Es ist kein Bruch, es ist Vernachlässigung.

Rot Zustände und Gefühle

Leben, Wut, Begehren – alles, was heiß ist.

Rot ist die auffälligste Traumfarbe. Sie steht für starke Gefühle in beide Richtungen: Liebe und Zorn liegen darin dicht beieinander.

Rot werden Körper

Der Körper verrät es.

Zu erröten, ist nicht zu steuern und für jeden sichtbar. Es steht für ein Gefühl, das sich nicht verbergen lässt – und meistens ist es harmloser, als es sich anfühlt.

Rotkehlchen Tiere

Kommt nah und bleibt frei.

Das Rotkehlchen ist der zutraulichste der wilden Vögel. Es steht für Nähe, die man nicht erzwingen kann und die trotzdem entsteht.

Rücken Körper

Was du trägst, ohne es anzusehen.

Der Rücken trägt, und man sieht ihn nicht. Genau das macht ihn im Traum zum Bild für Lasten, die man übernommen hat, ohne sie je zu prüfen. Schmerzen dort deuten auf Verantwortung, die zu schwer geworden ist.

Rückenwind Zustände und Gefühle

Es geht leichter als sonst.

Rückenwind merkt man erst, wenn er aufhört. Im Traum steht er für eine Zeit, in der vieles zusammenpasst – und die man nutzen sollte.

Rückfall Zustände und Gefühle

Es war schon besser.

Ein Rückfall im Traum ist entmutigend und kein Urteil. Er gehört zu jeder längeren Besserung dazu – und der Traum zeigt ihn, damit man darauf vorbereitet ist.

Rucksack Dinge

Man trägt es und sieht es nicht.

Der Rucksack lässt die Hände frei und drückt auf den Rücken. Er steht für Mitgeschlepptes, das man vergisst, bis man es abnimmt.

Rücksicht Was man tut

Sich zurücknehmen, weil ein anderer da ist.

Rücksicht ist eine Leistung, die niemand sieht. Im Traum steht sie für ein Verhältnis, in dem du dich kleiner machst als nötig. Das kann Liebe sein und Gewohnheit. Ob es erwidert wurde, zeigt der Traum meistens deutlich.

Rückwärts fahren Wege und Fahrzeuge

Bewegung ohne Sicht nach vorn.

Rückwärts zu fahren, ist umständlich und manchmal der einzige Weg heraus. Es steht für einen Rückzug, der Geschick verlangt.

Rückweg Wege und Fahrzeuge

Derselbe Weg, andersherum – und er sieht anders aus.

Der Rückweg ist im Traum selten leicht: Man findet ihn nicht, er ist länger, oder er führt woandershin. Das ist keine Schikane, sondern eine Beobachtung – man kommt nie ganz dorthin zurück, wo man losgegangen ist.

Ruder Dinge

Selbst bestimmen, wohin das Boot geht.

Das Ruder ist das Gegenstück zum Segel: eigene Kraft, eigene Richtung, und anstrengend. Wer im Traum das Ruder verliert, verliert nicht das Boot – nur die Wahl.

Rufen Was man tut

Jemanden erreichen wollen.

Zu rufen meint den Wunsch nach Verbindung. Ob jemand kam, ist die Auskunft – und sagt oft, wie einsam eine Lage gerade ist.

Ruhe Zustände und Gefühle

Wenn nichts mehr an einem zieht.

Ruhe im Traum ist selten Langeweile und fast immer Erholung: Für einen Augenblick verlangt nichts etwas. Ruhe ist nicht die Abwesenheit von Lärm, sondern die Abwesenheit von Ansprüchen – deshalb träumen gerade die davon, bei denen im Wachen ständig jemand etwas will. Woran du es erkennst: Ob dir in der Stille wohl war oder unheimlich.

Ruhestand Zustände und Gefühle

Die Arbeit hört auf, das Leben nicht.

Der Ruhestand steht für einen Abschnitt, in dem die gewohnte Aufgabe wegfällt. Der Traum stellt dann die Frage nach dem, was bleibt.

Ruhm Zustände und Gefühle

Von vielen gekannt werden, die man nicht kennt.

Ruhm im Traum handelt vom Gesehenwerden im großen Maßstab – und fast immer hat er einen Beigeschmack: Niemand kennt dich wirklich. Das Bild kommt, wenn Anerkennung fehlt, und es zeigt gleich mit, dass sie so nicht zu haben ist.

Ruine Orte und Räume

Etwas Gewesenes, das noch steht.

Ruinen meinen keine Katastrophe, sondern Vergangenheit: etwas, das war und nicht mehr trägt. Man kann darin wohnen – das ist meistens die Frage des Traums.

Rund Zustände und Gefühle

Kein Anfang, kein Ende.

Das Runde ist die Form ohne Ecken und ohne Ende: der Ring, der Kreis, die Kugel. Es steht für Vollständigkeit und für Wiederkehr.

Ruß Dinge

Was das Feuer hinterlässt.

Ruß setzt sich überall ab, wo geheizt wird. Er steht für Spuren einer Arbeit oder eines Streits, die man wegwischen muss.

Rüstung Dinge

Schutz, der schwer ist und langsam macht.

Eine Rüstung hält etwas ab und schließt etwas ein. Sie steht für eine Härte, die du dir zugelegt hast, um nicht getroffen zu werden. Im Traum lohnt die Frage, wie lange du sie schon trägst – und ob der Kampf noch stattfindet, für den sie gemacht wurde.

Rutsche Dinge

Hinauf mit Mühe, hinunter von allein.

Die Rutsche macht beides sichtbar, was ein Weg haben kann: die Leiter, die Kraft kostet, und das Gefälle, das keine braucht. Im Traum steht sie für eine Sache, bei der der Aufstieg die ganze Arbeit war. Unten angekommen ist es vorbei, und man steigt wieder.

S

Saal Orte und Räume

Zu groß für einen allein.

Der Saal ist für Versammlungen gemacht. Allein darin zu stehen, ist ein Bild für eine Aufgabe, die eigentlich mehrere bräuchte.

Saatgut Natur und Wetter

Das Jahr fängt im Sack an.

Saatgut ist Zukunft in kleiner Form. Es aufzubewahren statt zu essen war immer die schwerste Entscheidung – und ist ein Bild für jeden Verzicht zugunsten des Kommenden.

Sack Dinge

Getragen und nicht einsehbar.

Anders als der Korb zeigt der Sack nicht, was drin ist. Er steht für Mitgeschlepptes, das man nicht mehr prüft – und das wird mit den Jahren schwer.

Sackgasse Wege und Fahrzeuge

Der Weg hört auf, nicht die Möglichkeit.

Eine Sackgasse im Traum meint einen Versuch, der ausgeschöpft ist. Sie sagt nichts über dich, nur über diesen einen Weg.

Säen Was man tut

Etwas beginnen, das Zeit braucht.

Säen ist das Bild für Geduld: Man tut etwas, dessen Wirkung man nicht gleich sieht. Im Traum ist es fast immer zuversichtlich gemeint.

Saft Dinge

Das Beste aus der Frucht.

Saft ist Frucht ohne Widerstand: süß, schnell, ohne das Feste. Er steht für Genuss, den man bequem haben will.

Säge Dinge

Trennen mit Geduld.

Die Säge trennt langsam und gerade. Sie steht für eine Trennung, die vorbereitet ist – nicht für den Bruch, sondern für den Schnitt, den man beschlossen hat.

Sahne Dinge

Das Reichste oben.

Sahne setzt sich von selbst obenauf. Sie steht für das Beste an einer Sache – und für die Frage, wer es bekommt.

Salamander Tiere

Geht durchs Feuer, sagt die Sage.

Der Salamander galt als Tier, dem Feuer nichts anhaben kann. Er steht für Unversehrtheit nach einer heißen Zeit.

Salbe Dinge

Linderung von außen.

Salbe steht für Trost, der nicht heilt, aber erträglich macht. Sie erscheint in Zeiten, in denen nichts zu lösen und viel auszuhalten ist.

Salbei Natur und Wetter

Das Heilende hat einen Namen.

Salbei heißt so viel wie „der Heilende“. Als Traumbild steht er für das Wissen, dass etwas wieder gut wird – nicht für eine Anwendung.

Salz Dinge

Was haltbar macht – und was brennt.

Salz steht für das Bewahrende und zugleich für Tränen. Beides gehört zusammen: Was schmerzt, bleibt auch am längsten.

Salz streuen Was man tut

Wenig ist genug.

Salz ist unentbehrlich und in zu großer Menge verderblich. Es steht für eine Zutat – ein Wort, eine Schärfe –, bei der es auf das Maß ankommt.

Salzwüste Orte und Räume

Ein Meer, das verdunstet ist.

Die Salzwüste war einmal Wasser. Sie steht für einen Ort, an dem Gefühl gewesen ist und nur der Rückstand blieb.

Same Natur und Wetter

Alles ist schon drin, nur klein.

Der Same enthält die ganze Pflanze und sieht nach nichts aus. Er steht für Anlagen und Vorhaben, die noch niemand erkennt.

Sammeln Was man tut

Zusammentragen, was verstreut liegt.

Sammeln meint Ordnen im Vorfeld: Man weiß noch nicht wofür, aber man legt bereit. Ein Bild für Vorbereitung.

Samt Dinge

Weich und tief in der Farbe.

Samt gehört zu Feierlichkeit und zu Berührung. Er steht für Behaglichkeit mit Würde.

Sand Natur und Wetter

Nicht zu greifen und nicht zu bebauen.

Sand läuft durch jede Hand und trägt kein Fundament. Er steht für Zeit, die vergeht, und für Vorhaben ohne festen Grund.

Sandkasten Orte und Räume

Bauen, was morgen wieder weg ist.

Im Sandkasten wird gebaut, ohne dass etwas bleiben soll – darin liegt seine ganze Freiheit. Im Traum steht er für ein Tun ohne Folgen, und das kann beides sein: erholsam, weil nichts danach kommt, oder vergeblich, weil nichts danach kommt. Die Stimmung entscheidet, welches.

Sanduhr Dinge

Man sieht die Zeit ablaufen.

Die Sanduhr macht Zeit sichtbar. Sie steht für eine Frist, die man vor Augen hat – und die man umdrehen kann.

Sanftmut Zustände und Gefühle

Stark sein und trotzdem leise.

Sanftmut ist keine Schwäche, sondern Kraft, die nicht zuschlägt. Im Traum kommt sie oft von jemandem, von dem man Härte erwartet hätte – und genau das macht sie so deutlich.

Sanitäter Menschen

Erste Hilfe, sofort.

Der Sanitäter steht für Beistand im Augenblick der Not – nicht für Heilung, sondern für das Überstehen der nächsten Stunde.

Sarg Dinge

Der Ort, an dem etwas abgeschlossen wird.

Der Sarg ist ein Behältnis für Abgeschlossenes. Im Traum steht er für ein Ende, das seine Form bekommen hat – und der eigene Sarg fast nie für den eigenen Tod, sondern für eine Rolle, die man ablegt.

Sattheit Zustände und Gefühle

Es reicht, und zwar angenehm.

Satt zu sein ist ein seltenes und gutes Traumgefühl. Es meint einen Zustand ohne Mangel – nicht Überfluss, sondern Genug.

Sauberkeit Dinge

Nichts mehr, das stört.

Sauberkeit im Traum ist eine Erleichterung, solange sie nicht übertrieben wird. Wo alles makellos ist, darf oft auch niemand mehr wohnen.

Sauer Zustände und Gefühle

Wach und unangenehm.

Saures weckt auf. Im Traum steht es für eine Erfahrung, die einem die Augen öffnet und nicht schmeckt.

Säule Orte und Räume

Was das Gebäude hält.

Säulen und Balken stehen für tragende Menschen oder Grundsätze. Ein Riss darin meint, dass etwas Tragendes nachgibt.

Saum Dinge

Der gesicherte Rand.

Der Saum verhindert, dass ein Stoff aufribbelt. Er steht für die kleine Sorgfalt, die verhindert, dass etwas sich auflöst.

Sauna Orte und Räume

Hitze, die man freiwillig aushält.

In der Sauna sind alle gleich und niemand versteckt sich. Im Traum steht sie für eine Anstrengung, die guttut, und für eine Nähe, die nichts mit Vertrautheit zu tun hat.

Schablone Dinge

Immer dasselbe Ergebnis.

Die Schablone macht Gleiches möglich und Eigenes unmöglich. Sie steht für eine Vorgabe, nach der man arbeitet, ohne sie zu prüfen.

Schacht Orte und Räume

Der Weg nach unten.

Ein Schacht führt in die Tiefe und meint Rückblick oder Verdrängtes. Hineinzusehen ist im Traum weniger gefährlich, als es sich anfühlt.

Schaf Tiere

Mitgehen, ohne zu fragen.

Schafe stehen für Anpassung und Schutzlosigkeit zugleich. In der Herde zu sein ist sicher und macht unsichtbar – beides gehört zur Deutung.

Schaffner Menschen

Prüft die Berechtigung.

Der Schaffner fragt, ob du mitfahren darfst. Er steht für die innere Prüfung, ob man an seinem Platz zu Recht sitzt – und kommt in Zeiten des Zweifels.

Schafgarbe Natur und Wetter

Unauffällig und überall.

Die Schafgarbe steht an jedem Feldrand und wurde immer gebraucht. Sie ist ein Bild für verlässliche Hilfe, die nie viel Aufhebens macht.

Schal Dinge

Wärme genau da, wo es zieht.

Der Schal schützt den Hals – die Stelle der Stimme. Er steht für Schutz beim Reden und für Zuwendung, die jemand umgelegt hat.

Scham Zustände und Gefühle

Etwas, das du vor dir selbst nicht gelten lässt.

Scham im Traum ist fast immer strenger als die Wirklichkeit. Sie zeigt, wie hart du mit dir umgehst – und selten, dass du wirklich etwas falsch gemacht hast.

Scharnier Dinge

Der kleine Punkt, an dem sich alles dreht.

Ein Scharnier fällt erst auf, wenn es klemmt. Im Traum steht es für eine Kleinigkeit, an der etwas Großes hängt – und die niemand beachtet hat, solange sie lief.

Schatten Natur und Wetter

Wo das Licht nicht hinkommt.

Der Schatten setzt Licht voraus. Er steht für die Kehrseite einer Sache – und im eigenen Schatten zu stehen heißt, sich selbst im Weg zu sein.

Schatz Dinge

Wert, der verborgen lag.

Der Schatz meint eigene Anlagen, die man nicht nutzt: Fähigkeiten, Erinnerungen, Zuneigung. Dass er vergraben war, gehört zum Bild – jemand hat ihn dort hingelegt.

Schaukel Dinge

Hin und her, ohne anzukommen.

Die Schaukel ist Kindheit und Unentschiedenheit in einem. Sie macht Freude und bringt einen keinen Meter weiter – beides gehört zur Deutung.

Schaukelstuhl Dinge

Bewegung ohne Ortswechsel.

Der Schaukelstuhl beruhigt und bringt nirgendwohin. Er steht für Alter, Zufriedenheit – und manchmal für Stillstand, den man als Ruhe ausgibt.

Schauspieler Menschen

Ein anderer für die Dauer des Stücks.

Der Schauspieler steht für die Rollen, die jeder spielt. Die Frage des Traums ist nie, ob du eine spielst, sondern ob du aufhören kannst.

Scheidung Zustände und Gefühle

Eine Bindung wird aufgelöst.

Die Scheidung im Traum meint selten die Ehe. Sie steht für eine Trennung, die formell wird – von einem Menschen, einer Rolle oder einer Überzeugung.

Scherbe Dinge

Was übrig ist, nachdem es brach.

Scherben meinen das Danach: Nicht der Bruch ist im Bild, sondern sein Rest. Sie kommen, wenn eine Sache vorbei ist und aufgeräumt werden will.

Schere Dinge

Trennen, mit Absicht.

Die Schere steht für einen Schnitt, den man selbst macht. Sie ist kein Unglücksbild, sondern ein Entschluss.

Scheune Orte und Räume

Wo die Ernte liegt.

Die Scheune steht für das Eingebrachte: Was geschafft ist, liegt bereit. Eine leere Scheune meint eine Sorge um das Kommende.

Schicht Was man tut

Die Zeit, die einem zugeteilt ist.

Die Schicht teilt den Tag in Arbeit und Rest. Sie steht für eine Lebensführung, die sich nach fremden Zeiten richtet – und die Nachtschicht für alles, was man außerhalb der normalen Stunden trägt.

Schicksal Zustände und Gefühle

Was nicht bei dir liegt.

Das Schicksal steht für den Teil des Lebens, den niemand verhandelt. Der Traum bringt es auf, wenn jemand sich für etwas verantwortlich macht, das nicht seine Schuld war.

Schieben Was man tut

Von sich weg.

Schieben steht für Kraft nach vorn, bei der man nicht sieht, wohin. Etwas vor sich herzuschieben ist die genaue Sprache für Aufschieben.

Schiedsrichter Menschen

Einer entscheidet für alle.

Der Schiedsrichter steht für eine Instanz, deren Urteil gilt, ob es gerecht war oder nicht. Er kommt bei Konflikten, in denen jemand fremd entscheidet.

Schiene Wege und Fahrzeuge

Der Weg ist vorgegeben.

Schienen lassen nur eine Richtung zu, bis eine Weiche kommt. Sie stehen für ein Leben in festen Bahnen – und die Weiche für den seltenen Augenblick, in dem sich das ändern lässt.

Schiff Wege und Fahrzeuge

Wie du dich durch deine Gefühle bewegst.

Ein Schiff trägt über Wasser, also über das Gefühlsleben. Ein festes Schiff heißt, dass du getragen wirst; ein leckes, dass etwas eindringt. Ein Boot ohne Ruder spricht von Ausgeliefertsein.

Schild Dinge

Schutz, den man selbst hält.

Der Schild steht für eine bewusste Abwehr – nicht Mauer, nicht Flucht, sondern etwas, das man in der Hand hat und wieder senken kann.

Schildkröte Tiere

Langsam, alt, geschützt.

Die Schildkröte trägt ihr Haus mit sich und kommt an, wenn auch spät. Sie steht für Beständigkeit und für einen Schutz, der zugleich einengt.

Schilf Natur und Wetter

Biegt sich und bricht nicht.

Das Schilf steht am Rand des Wassers und gibt jedem Wind nach. Es ist das Bild für Nachgiebigkeit als Stärke.

Schläfe Körper

Dünne Stelle am Kopf.

Die Schläfe ist die verletzlichste Stelle des Schädels. Im Traum steht sie für einen wunden Punkt im Denken – einen Gedanken, an den man nicht rühren darf.

Schlafen Was man tut

Im Traum zu schlafen heißt: noch tiefer.

Im Traum zu schlafen oder aufzuwachen ist ein besonderes Bild. Es zeigt, dass etwas noch eine Schicht darunter liegt – und dass du gerade dorthin unterwegs bist.

Schlafwandeln Was man tut

Sich bewegen, ohne dabei zu sein.

Schlafwandeln im Traum ist ein Bild für Handeln ohne Bewusstsein: Du tust etwas, und niemand steuert. Es steht für Wochen, in denen alles abläuft und nichts entschieden wird. Dass der Traum es zeigt, heißt, dass ein Teil von dir es bemerkt hat.

Schlafzimmer Orte und Räume

Das Innerste, wohin selten jemand kommt.

Das Schlafzimmer steht für Intimität und Erholung. Wer dort im Traum Fremde antrifft, empfindet im Wachen einen Übergriff auf etwas sehr Persönliches.

Schlamm Natur und Wetter

Erde und Wasser, beides unbrauchbar.

Schlamm ist weder Boden noch Wasser. Er steht für eine Lage, in der man weder stehen noch schwimmen kann – und die nach Regen wieder fest wird.

Schlange Tiere

Wandlung – und das, was man kommen sieht, ohne es zu benennen.

Schlauch Dinge

Wasser, das geführt wird.

Der Schlauch steht für gelenktes Gefühl: Es fließt, aber es geht dorthin, wo du es hinhältst. Ein geknickter Schlauch ist ein Bild für etwas Unterbrochenes.

Schleichen Was man tut

Bewegung ohne Geräusch.

Wer schleicht, will nicht bemerkt werden. Im Traum steht es für ein Vorhaben, bei dem man sich nicht ertappen lassen will – auch vor sich selbst.

Schleier Dinge

Etwas bleibt verdeckt.

Schleier und Maske meinen Verhüllung: Entweder verbirgt jemand etwas vor dir, oder du vor dir selbst. Das Gefühl im Traum sagt, welches von beiden.

Schleifstein Dinge

Macht scharf durch Abtrag.

Eine Klinge wird scharf, indem etwas von ihr abgeht. Der Schleifstein steht für eine Schärfung, die Substanz kostet.

Schließen Was man tut

Etwas soll draußen bleiben.

Schließen steht für Abgrenzung. Es ist nicht feindlich: Manchmal ist eine geschlossene Tür das Gesündeste im ganzen Traum.

Schlitten Wege und Fahrzeuge

Läuft von allein bergab.

Der Schlitten braucht kein Antrieb, nur ein Gefälle. Er steht für eine Entwicklung, die von selbst läuft – und schwer zu bremsen ist.

Schloss Dinge

Etwas ist zu – und lässt sich öffnen.

Ein Schloss steht für eine Sache, zu der man Zugang braucht. Dass es ein Schloss gibt, heißt immer auch: Es gibt einen Schlüssel.

Schlucht Orte und Räume

Ein Weg zwischen steilen Wänden.

Die Schlucht meint einen Abschnitt ohne Ausweichmöglichkeit. Man kommt hindurch, aber nur vorwärts – und das engt ein. Von oben gesehen ist sie etwas anderes: dann trennt sie zwei Seiten, die zusammengehören, und es führt keine schnelle Brücke hinüber. Woran du es erkennst: ob du darin gegangen bist oder hineingesehen hast.

Schluckauf Körper

Der Körper stolpert.

Der Schluckauf ist harmlos, störend und nicht abzustellen. Er steht für eine Unterbrechung, die ohne Grund kommt und irgendwann von selbst aufhört.

Schlucken Was man tut

Es geht hinein, ob man will oder nicht.

Etwas hinunterschlucken zu müssen, heißt im Deutschen längst nicht mehr nur Essen. Im Traum steht es für eine Zumutung, die man annimmt, statt sie auszusprechen.

Schlüssel Dinge

Ein Zugang – zu einem Ort, einem Menschen, dir selbst.

Der Schlüssel ist die Lösung, die man hat oder sucht. Ihn zu verlieren heißt, keinen Zugang mehr zu haben; einen neuen zu bekommen meint eine Möglichkeit, die sich auftut.

Schlüsselbrett Dinge

Alle Zugänge an einem Ort.

Das Schlüsselbrett zeigt, zu wie vielem man Zugang hat. Ein fehlender Schlüssel darauf ist deutlicher als jeder Kommentar.

Schlüsselloch Dinge

Sehen, ohne drin zu sein.

Durch ein Schlüsselloch zu sehen meint Anteilnahme von außen: Man weiß etwas, gehört aber nicht dazu. Ein Bild für Neugier und für Ausgeschlossensein zugleich.

Schmerz Körper

Etwas macht sich bemerkbar.

Schmerz im Traum zeigt eine Stelle. WO es wehtat, ist die Deutung – nicht dass es wehtat. Ein Hinweis auf eine Krankheit ist es nicht.

Schmetterling Tiere

Verwandlung, die schon geschehen ist.

Kein anderes Tier zeigt so deutlich, dass etwas geworden ist. Der Schmetterling im Traum kommt oft, wenn eine schwere Zeit hinter einem liegt und man es selbst noch nicht bemerkt hat.

Schmied Menschen

Formen, was hart ist – mit Feuer und Schlägen.

Der Schmied steht für Wandlung unter Druck. Was er bearbeitet, wird nicht zerstört, sondern brauchbar gemacht.

Schminke Dinge

Ein Gesicht über dem Gesicht.

Schminke im Traum verändert nicht, wer jemand ist, sondern wie er gesehen wird. Verläuft sie, ist das eines der deutlichsten Bilder überhaupt: Die Fassung hält nicht mehr.

Schmuck Dinge

Was du wert bist – und wem du es zeigst.

Schmuck wird getragen, damit man ihn sieht. Deshalb geht es im Traum um Geltung und um Wert: Was ist mir kostbar, und was davon zeige ich? Geschenkter Schmuck steht für eine Bindung, verlorener für eine, die lockerer geworden ist. Eine Kette um den Hals hat eine zweite Lesart – sie schmückt und bindet zugleich.

Schnalle Dinge

Verstellbar festgemacht.

Die Schnalle erlaubt, etwas enger oder weiter zu machen. Sie steht für eine Bindung, deren Maß man selbst bestimmt.

Schnaps Dinge

Schnell und stark.

Schnaps steht für eine schnelle Abhilfe gegen etwas, das dadurch nicht besser wird. Er brennt – auch das gehört ins Bild.

Schnauze Tiere

Vorsichtige Annäherung.

Ein Tier, das mit der Schnauze anstupst, sucht Kontakt. Das ist eine der freundlichsten Berührungen, die der Traum kennt.

Schnecke Tiere

Langsam, und das Haus immer dabei.

Die Schnecke steht für Langsamkeit ohne Scham und für Rückzugsmöglichkeit. Wer sein Haus mitträgt, ist nirgends ganz fremd.

Schneckenhaus Dinge

Das Haus, das man mitnimmt.

Das Schneckenhaus ist Schutz und Gepäck in einem. Sich hineinzuziehen, ist im Traum kein Versagen, sondern eine Notwendigkeit – und man kommt wieder heraus.

Schnee Natur und Wetter

Stillstand – und Ruhe, die auch kalt sein kann.

Schnee deckt zu und hält an. Er steht für eine Pause, in der nichts wächst: manchmal wohltuend, manchmal erstarrt. Woran du es erkennst: Ob dir im Traum kalt war.

Schneesturm Natur und Wetter

Kalt und ohne Sicht.

Im Schneetreiben verliert man Richtung und Wärme zugleich. Es steht für eine Überforderung, in der man beides braucht und keines hat.

Schneidebrett Dinge

Die Unterlage zum Zerlegen.

Das Brett steht für einen Ort, an dem etwas zerlegt wird. Es nimmt jeden Schnitt auf – und man sieht ihm die Jahre an.

Schneider Menschen

Passt an, was nicht sitzt.

Der Schneider macht aus einem Stoff etwas, das dir gehört. Er steht für die Anpassung einer Rolle an die eigene Gestalt – nicht umgekehrt.

Schneise Orte und Räume

Jemand hat einen Durchgang gemacht.

Eine Schneise ist ein Weg, den jemand geschlagen hat. Sie steht für eine Bahn, die einem freigemacht wurde – und für den Schaden, den das gekostet hat.

Schnürsenkel Dinge

Kleines Band, große Wirkung.

Offene Schnürsenkel lassen einen stolpern. Sie stehen für eine Kleinigkeit, die man aufschiebt und die einen zu Fall bringt.

Schön und traurig zugleich Zustände und Gefühle

Beides auf einmal.

Wenn ein Traumbild schön ist und weh tut, geht es fast immer um etwas Vergangenes, das gut war. Solche Träume sind Abschiede, und sie helfen.

Schornstein Orte und Räume

Von außen sieht man, dass drinnen geheizt wird.

Der rauchende Schornstein zeigt, dass ein Haus bewohnt ist. Er steht für Lebendigkeit, die man von weitem erkennt – und ein kalter Schornstein für das Gegenteil.

Schornsteinfeger Menschen

Ruß bringt Glück, sagt man.

Der Schornsteinfeger gilt als Glücksbote, weil er einst Hausbrände verhinderte. Im Traum steht er für jemanden, der etwas in Ordnung bringt, wovon man nichts versteht.

Schrank Dinge

Was man wegräumt und behält.

Der Schrank steht für Aufbewahrtes. Was darin liegt, wenn man ihn im Traum öffnet, gehört zu einem selbst – auch wenn es überrascht.

Schranke Wege und Fahrzeuge

Zu, bis etwas vorbei ist.

Die Schranke hält auf, ohne den Weg zu versperren. Sie steht für ein Warten, das vorübergeht – und das man nicht abkürzen sollte.

Schraube Dinge

Halt, den man wieder lösen kann.

Anders als der Nagel ist die Schraube umkehrbar. Sie steht für eine Bindung auf Zeit – und eine lose Schraube für etwas, das nachgezogen gehört, bevor es auseinanderfällt.

Schraubenzieher Dinge

Öffnet, was verschraubt ist.

Der Schraubenzieher kommt an das Innere von Dingen, ohne sie zu zerstören. Er steht für ein Nachsehen, das umkehrbar bleibt.

Schraubstock Dinge

Hält fest, damit gearbeitet werden kann.

Der Schraubstock macht unbeweglich, damit etwas bearbeitet werden kann. Im Traum steht er für eine Lage, in der man festgehalten wird – nützlich oder quälend, je nach Gefühl.

Schreiben Was man tut

Ordnen, was ungeordnet ist.

Schreiben steht für den Versuch, Klarheit zu schaffen. Was man im Traum schreibt, ist oft das, was im Wachen gesagt werden müsste.

Schreiber Menschen

Wer festhält, was sonst vergeht.

Der Schreiber steht für Bewahren und Bezeugen. Er erscheint, wenn etwas nicht vergessen werden soll.

Schreibtisch Orte und Räume

Wo das Gedachte erledigt wird.

Der Schreibtisch steht für die Arbeit am Kopf. Sein Zustand zeigt den Zustand der Aufgaben – und ein leerer ist im Traum beunruhigender als ein voller.

Schreiner Menschen

Macht aus Holz etwas Brauchbares.

Der Schreiner arbeitet mit einem Material, das Maserung hat und eigene Regeln. Er steht für Gestalten mit Rücksicht auf den Werkstoff.

Schrift Dinge

Etwas, das festgehalten wurde.

Schrift im Traum steht für Verbindliches. Unlesbare Schrift meint eine Nachricht, die dich angeht und die du noch nicht entziffert hast.

Schrubben Was man tut

Sauber mit Nachdruck.

Zu schrubben, ohne dass etwas abgeht, ist ein deutliches Bild: Ein Makel lässt sich nicht wegarbeiten, weil er nicht oberflächlich ist.

Schubkarre Dinge

Ein Rad, zwei Griffe, eigene Kraft.

Die Schubkarre erleichtert und verlangt Gleichgewicht. Sie steht für eine Last, die man selbst bewegt und dabei lenken muss.

Schublade Dinge

Wo Kleines verschwindet.

Schubladen stehen für Weggelegtes: Gedanken, Pläne, alte Briefe. Eine, die klemmt, meint etwas, das man nicht mehr hervorholen mag.

Schuhe Dinge

Der Standpunkt, mit dem man geht.

Schuhe stehen für die Rolle, in der man unterwegs ist. Zu enge Schuhe meinen eine Aufgabe, die nicht passt; barfuß zu gehen heißt, ohne Schutz, aber auch ohne Verstellung.

Schuld Zustände und Gefühle

Etwas, das nicht in Ordnung ist.

Schuld im Traum ist fast nie berechtigt und fast immer alt: Sie stammt aus einer Zeit, in der jemand anderes bestimmt hat, was richtig war.

Schuld zuschieben Was man tut

Der andere war es, heißt es.

Die Schuld zugeschoben zu bekommen, steht für eine Rolle, die man in einem Gefüge übernommen hat. Sie ist oft alt und selten geprüft.

Schulden Zustände und Gefühle

Etwas steht noch aus.

Schulden im Traum sind selten Geld. Sie stehen für eine offene Gegenleistung: ein Dank, eine Entschuldigung, eine Rücksicht.

Schule Orte und Räume

Geprüft werden – meist von dir selbst.

Der Prüfungstraum hört nie auf, auch dreißig Jahre nach dem letzten Zeugnis. Er kommt in Zeiten, in denen man sich beurteilt fühlt. Unvorbereitet zu sein bedeutet nicht, dass du unvorbereitet bist – sondern dass du es befürchtest.

Schüler Menschen

Der Teil von dir, der noch nicht kann.

Als Schüler im Traum aufzutreten meint Unsicherheit in einer Sache, in der man eigentlich schon zuständig ist.

Schulter Körper

Was man trägt, liegt hier.

Die Schulter ist die Stelle für Lasten und für Trost. Jemandem die Hand auf die Schulter zu legen ist im Traum eine der stärksten freundlichen Gesten überhaupt.

Schulweg Wege und Fahrzeuge

Der immer gleiche Weg.

Der Schulweg ist der erste Weg, den ein Mensch allein geht. Im Traum steht er für Selbständigkeit, die man einmal gelernt hat – und die wiederkommt, wenn sie gebraucht wird.

Schürze Dinge

Arbeitskleidung fürs Haus.

Die Schürze schützt die gute Kleidung bei der Arbeit. Sie steht für Fürsorge im Alltag – und für Menschen, an die man sich als Kind gelehnt hat.

Schüssel Dinge

Offenes Gefäß für viele.

Die Schüssel steht für Teilen: Aus ihr nimmt man gemeinsam. Sie kommt in Träumen über Familie und Tisch.

Schuster Menschen

Sorgt dafür, dass man weitergeht.

Der Schuster arbeitet an dem, was zwischen dir und dem Boden liegt. Er steht für Hilfe beim Weiterkommen, die man selten bemerkt.

Schwäche Körper

Die Kraft reicht nicht mehr.

Schwäche im Traum ist eine Meldung des Körpers an einen selbst. Sie verlangt keine Deutung, sondern Ruhe.

Schwager Menschen

Angeheiratet und mitgemeint.

Der Schwager gehört zur Familie, ohne dass man ihn gewählt hat. Er steht für das Nebeneinander, zu dem man sich verhalten muss.

Schwalbe Tiere

Kommt wieder, jedes Jahr.

Die Schwalbe steht für Rückkehr und für den Frühling. Ein Nest unter dem Dach gilt seit jeher als Zeichen, dass das Haus in Ordnung ist.

Schwan Tiere

Schönheit mit Abstand.

Der Schwan steht für Anmut und für Unnahbarkeit. Er ist selten freundlich und nie gewöhnlich.

Schwangerschaft Was man tut

Etwas wächst heran, das noch nicht da ist.

Auch Männer träumen davon. Es geht um etwas Werdendes: ein Vorhaben, eine Idee, eine neue Seite an dir. Die Geburt selbst meint den Augenblick, in dem es sichtbar wird – meist mit derselben Mischung aus Angst und Freude.

Schwankend Zustände und Gefühle

Es steht, aber nicht sicher.

Etwas Wackliges hält noch und verlangt ständige Aufmerksamkeit. Ein Bild für Verhältnisse, bei denen man sich nicht entspannen kann.

Schwarz Zustände und Gefühle

Das Unbekannte – nicht das Böse.

Schwarz im Traum ist selten Unheil. Es meint das Ungeformte und Verborgene, und es gehört zu jedem Anfang dazu.

Schwarze Katze von links Tiere

Das bekannteste Unglückszeichen.

Dass eine schwarze Katze von links Unglück bringt, ist Überlieferung und sonst nichts. Als Traumbild steht sie für eine Vorahnung, die man selbst hineinliest – und genau das ist die Auskunft: Du rechnest gerade mit dem Schlechten.

Schweben Was man tut

Leichtigkeit ohne eigenes Zutun.

Schweben unterscheidet sich vom Fliegen: Man macht nichts, es trägt einen. Es meint ein Loslassen, das gelungen ist.

Schweigen Was man tut

Etwas bleibt ungesagt.

Schweigen im Traum ist beredt. Es zeigt, wo im Wachen etwas fehlt – und wem gegenüber.

Schwein Tiere

Fülle ohne Scham.

Das Schwein ist im Traum kein Schimpfwort. Es steht für Genügsamkeit und Fülle und meint oft, dass man sich mehr gönnen darf, als man sich erlaubt.

Schwelle Orte und Räume

Der Augenblick vor dem Hineingehen.

Die Schwelle ist der Ort des Zögerns. Auf ihr zu stehen heißt, dass eine Entscheidung fällig ist und man sie noch offen hält.

Schwere Körper

Bewegen wollen und nicht können.

Die Lähmung im Traum ist körperlich echt – im Schlaf ist die Muskulatur abgeschaltet, und manchmal merkt man das. Sie ist unangenehm und völlig harmlos. Im Bild meint sie Ohnmacht in einer Lage.

Schwere Krankheit Körper

Etwas, das nicht mehr weggeht.

Eine schwere Krankheit im Traum ist so gut wie nie eine Vorhersage. Sie steht für etwas Endgültiges – eine Änderung, mit der man von jetzt an leben muss. Wer solche Träume häufig hat und sich davon belastet fühlt, sollte darüber sprechen: mit einem Vertrauten oder dem Hausarzt.

Schwerhörig sein Zustände und Gefühle

Es kommt nur die Hälfte an.

Im Traum schlecht zu hören, steht für eine Verständigung, bei der man Wesentliches verpasst. Es sagt nichts über die Ohren.

Schwermut Zustände und Gefühle

Traurigkeit ohne Anlass, und sie bleibt.

Schwermut ist keine Trauer: Trauer hat einen Grund und geht vorbei. Schwermut liegt über allem und färbt auch das Schöne ein. Im Traum zeigt sie sich als Landschaft – grau, still, ohne Wind. Das ist ein Zustand, den man ernst nehmen und nicht wegdeuten sollte.

Schwert Dinge

Trennen und Entscheiden.

Das Schwert ist Waffe und Werkzeug der Klarheit: Es trennt sauber, was zusammengehörte. In alten Deutungen steht es für das Wort, das unterscheidet.

Schwester Menschen

Vertrautheit mit Vorgeschichte.

Die Schwester im Traum ist Nähe und Abgrenzung zugleich – niemand kennt einen so lange, und niemand hat einen so früh beurteilt. Sie steht oft für eine Eigenschaft, die man ihr zuschreibt und sich selbst nicht zugesteht. Frag dich, was du an ihr bewunderst oder was dich an ihr stört: Beides sagt mehr über dich als über sie.

Schwiegermutter Menschen

Familie, die man mitbekommen hat.

Die Schwiegermutter steht für die Ansprüche, die mit einer Bindung mitkommen. Der Traum meint meistens diese Ansprüche und nicht die Person.

Schwiele Körper

Der Körper hat sich gewöhnt.

Die Schwiele entsteht, wo lange gearbeitet wurde. Sie steht für eine Härte, die man sich erworben hat – Schutz und Unempfindlichkeit zugleich.

Schwimmbad Orte und Räume

Wasser, das jemand gebaut hat.

Das Schwimmbad ist gezähmtes Wasser: begrenzt, geprüft, mit Rand. Wer davon träumt, hat es mit Gefühlen zu tun, die zugelassen sind – und mit anderen Leuten, die dabei zusehen.

Schwimmen Was man tut

Sich im Gefühl bewegen können.

Wer schwimmt, hält sich im Wasser – also im Gefühl – aus eigener Kraft. Das ist ein gutes Zeichen. Tauchen geht noch weiter: Es meint, sich bewusst nach unten zu begeben, dorthin, wo man sonst nicht hinsieht.

Schwindel Körper

Der Boden kippt.

Schwindel steht für den Verlust des sicheren Standes. Er kommt in Zeiten, in denen jemand nicht mehr weiß, was gilt.

Schwitzen Körper

Anstrengung oder Angst.

Schwitzen im Traum begleitet Anspannung. Es sagt nichts über den Inhalt, aber viel über das Maß: Es war zu viel.

Schwüle Natur und Wetter

Es lädt sich auf.

Schwüle ist die Zeit vor dem Gewitter. Sie steht für eine Spannung, die sich entladen muss, und für die Gereiztheit davor.

Schwur Was man tut

Ein Versprechen mit Gewicht.

Der Schwur bindet stärker als die Zusage. Im Traum kommt er, wenn etwas nicht mehr verhandelbar sein soll – und die Frage ist immer, ob du das willst.

Sechs Zustände und Gefühle

Zweimal drei.

Sechs gilt als Zahl des Ausgleichs – teilbar, gleichmäßig, ohne Spitze. Im Traum ist sie selten auffällig, und das ist ihre Eigenart.

See Orte und Räume

Stilles, tiefes Wasser.

Ein See ist Wasser, das bleibt – anders als der Fluss. Er steht für ein Gefühl, das nicht abfließt: eine alte Trauer, eine lange Bindung. Wie klar er war, sagt, wie weit du hineinsiehst.

Seeigel Tiere

Stachelig und unbeweglich.

Der Seeigel greift nicht an und verletzt, wer auf ihn tritt. Er steht für einen Menschen, der sich nur wehrt, wenn man ihm zu nahe kommt.

Seele Zustände und Gefühle

Das, was man selbst ist.

Die Seele im Traum ist kein Gegenstand, sondern eine Richtung: nach innen. Wo das Wort fällt, geht es um den Kern und nicht mehr um die Umstände.

Seemann Menschen

Zu Hause auf dem Wasser.

Der Seemann lebt mit dem Gefühl statt gegen es. Der Kapitän steht dabei für den Teil von dir, der die Richtung bestimmt – ob er an Bord war, ist die Frage.

Seepferdchen Tiere

Zart und sonderbar.

Das Seepferdchen ist das Tier, bei dem das Männchen die Jungen trägt. Es steht für eine Rollenverteilung, die vom Gewohnten abweicht und trotzdem funktioniert.

Seestern Tiere

Wächst nach, was ihm fehlt.

Der Seestern ersetzt verlorene Arme. Er ist das freundlichste Bild für Heilung, das die Natur hergibt – und es braucht Zeit.

Segel Dinge

Fremde Kraft nutzen, um selbst voranzukommen.

Segeln heißt, etwas zu gebrauchen, das man nicht gemacht hat. Im Traum steht das Segel für Gelegenheiten: Ob Wind darin war, sagt, ob jemand gerade getragen wird oder wartet.

Segen Was man tut

Zustimmung von oben oder von außen.

Der Segen steht für Einverständnis: Jemand, dessen Meinung zählt, ist dafür. Wonach du im Traum das Zeichen bekommst, ist meist genau das, wobei du im Wachen zögerst.

Sehne Körper

Die Verbindung, die zieht.

Die Sehne überträgt Kraft und reißt, wenn es zu viel wird. Sie steht für eine Verbindung unter Zug.

Sehnsucht Zustände und Gefühle

Etwas fehlt, das es gab oder geben könnte.

Sehnsucht im Traum richtet sich selten auf einen Menschen und meistens auf einen Zustand – auf eine Zeit, in der etwas leichter war.

Sehr langsam Zustände und Gefühle

Langsamer, als man aushält.

Zeitlupe im Traum dehnt einen Augenblick, der wichtig ist. Sie steht für eine Lage, in der jede Sekunde spürbar wird – und man nichts tun kann.

Sehr schnell Zustände und Gefühle

Schneller, als man mitkommt.

Übergroße Geschwindigkeit steht für ein Geschehen, das einem aus der Hand läuft. Man ist dabei und nicht mehr beteiligt.

Seide Dinge

Leicht, kostbar, empfindlich.

Seide ist reißfest und sieht zart aus. Sie steht für eine Feinheit, die man unterschätzt – und für Luxus, den man spürt statt zeigt.

Seife Dinge

Womit man sauber wird.

Seife gehört zum Reinigen und damit zum Loswerden. Sie rutscht im Traum gern weg – ein hübsches Bild für etwas, das man nicht zu fassen bekommt.

Seil Dinge

Bindung – Halt oder Fessel.

Ein Seil verbindet und hält, und es kann auch binden. Was davon gemeint ist, sagt dein Gefühl im Traum: Sicherheit oder Enge.

Seitenstraße Orte und Räume

Neben dem Hauptweg.

Die Seitenstraße ist ruhiger und länger. Sie steht für eine Entscheidung gegen den offensichtlichen Weg.

Sekretär Dinge

Ein Möbel mit Geheimfach.

Der Sekretär vereint Schreiben und Verbergen. Er steht für Gedanken, die aufgeschrieben und weggeschlossen werden.

Selbstverständlichkeit Zustände und Gefühle

Etwas können, ohne es sich vorzunehmen.

Selbstverständlichkeit ist das, was andere zu haben scheinen und man selbst nicht: Sie reden, sie gehen hin, sie fragen. Im Traum trägt sie oft eine andere Gestalt – und was einem an ihr auffällt, ist das, was man sich selbst wünscht.

Selbstvertrauen Zustände und Gefühle

Sich selbst etwas zutrauen.

Selbstvertrauen zeigt sich im Traum nicht daran, dass etwas gelingt, sondern daran, dass man es versucht. Wer im Traum vor etwas steht und es nicht anfasst, kennt die Stelle meistens auch im Wachen.

Senkblei Dinge

Die Schwerkraft sagt, wo oben ist.

Das Lot hängt immer senkrecht, gleich wie schief alles drumherum steht. Es ist das genaueste Bild für einen inneren Maßstab, der sich nicht verstellen lässt.

Sense Dinge

Abschneiden, was reif ist.

Die Sense steht für Ernte und für Beenden. Sie ist kein Todesbild, solange sie im Feld steht und nicht in einer Hand, die niemandem gehört.

Setzling Natur und Wetter

Eingesetzt und noch nicht angewachsen.

Der Setzling steht für einen Anfang, den jemand bewusst gemacht hat. Die ersten Wochen entscheiden – und man kann dabei nur gießen.

Seufzen Körper

Ein Gefühl entweicht ohne Worte.

Der Seufzer ist die kürzeste Mitteilung, die es gibt. Im Traum steht er für Erleichterung oder für Ergebung – der Satz davor entscheidet.

Sich abgrenzen Was man tut

Bis hierher.

Eine Grenze zu ziehen, ist im Traum meist die Lösung des ganzen Bildes. Wer es schafft, träumt die Szene danach oft nicht mehr.

Sich abtrocknen Was man tut

Das Nasse ist vorbei.

Sich abzutrocknen, beendet eine Reinigung. Im Traum steht es für den Abschluss eines Vorgangs, nach dem man wieder ansprechbar ist.

Sich abwenden Was man tut

Der Blick geht woanders hin.

Sich abzuwenden, ist die leiseste Form von Ablehnung und oft die härteste: Es fällt kein Wort, und alles ist gesagt.

Sich anbiedern Was man tut

Gefallen wollen und sich dabei verlieren.

Wer sich anbiedert, gibt etwas von sich auf, um dazuzugehören – und merkt es meistens selbst. Im Traum ist das ein beschämendes Bild und ein ehrliches: Es zeigt, wie wichtig einem die Zugehörigkeit ist.

Sich anlehnen dürfen Zustände und Gefühle

Gewicht abgeben können.

Sich bei jemandem anzulehnen, setzt Vertrauen voraus. Im Traum steht es für eine Erlaubnis, die man sich im Wachen selten gibt.

Sich aufopfern Was man tut

Leiden, damit andere es nicht müssen.

Sich aufzuopfern sieht nach Größe aus und ist oft eine Rolle. Im Traum steht das Bild für eine Haltung, bei der du alles trägst und niemand darum gebeten hat. Die nützliche Frage lautet: Wem nützt es wirklich?

Sich ausschreien Was man tut

Schreien, bis es leer ist.

Sich auszuschreien ist kein Angriff – es geht an niemanden. Im Traum steht es für etwas, das heraus muss und keine Worte hat, und danach ist es meistens besser.

Sich ausziehen Was man tut

Die Schicht ablegen, die zwischen dir und den anderen war.

Sich auszuziehen ist im Traum nicht dasselbe wie nackt zu sein: Hier tust du es selbst. Ob es befreiend war oder ausgeliefert, hängt daran, wer zugesehen hat – und ob du es wolltest.

Sich bemühen Was man tut

Es versuchen, ohne zu wissen, ob es reicht.

Sich zu bemühen ist etwas anderes als etwas zu schaffen – und im Traum zählt genau dieser Unterschied. Solche Träume kommen, wenn jemand wach viel tut und wenig Anerkennung dafür bekommt.

Sich betrinken Was man tut

Sich absichtlich aus der Hand geben.

Sich zu betrinken ist ein freiwilliger Kontrollverlust, und im Traum geht es fast immer darum, wovon jemand loskommen will. Ob es in Gesellschaft geschah oder allein, ist der wichtigere Teil des Bildes.

Sich bücken Was man tut

Sich klein machen, um etwas aufzuheben.

Sich zu bücken ist die Geste vor dem Aufheben. Sie kostet Haltung und bringt etwas ein – im Traum ist beides gemeint.

Sich durchsetzen Was man tut

Es wird so gemacht, wie du sagst.

Sich durchzusetzen ist im Traum oft anstrengender als im Wachen. Dass es gelingt, ist ein Hinweis auf eine Kraft, die vorhanden ist.

Sich einfügen Was man tut

Mitmachen, wie es üblich ist.

Sich einzufügen, macht vieles leichter und kostet etwas. Der Traum zeigt den Preis, nicht den Vorwurf.

Sich entschuldigen Was man tut

Einen Fehler benennen.

Sich zu entschuldigen ist mehr als Reue: Es wird ausgesprochen. Im Traum kommt das Bild, wenn etwas zwischen zwei Menschen offen steht.

Sich erinnern Was man tut

Es kommt zurück.

Eine Erinnerung im Traum ist nie zufällig. Was wieder auftaucht, wird gerade gebraucht – auch wenn man nicht weiß, wofür.

Sich etwas zutrauen Zustände und Gefühle

Du hältst es für machbar.

Sich etwas zuzutrauen, ist die Voraussetzung für jedes Tun. Im Traum ist es ein gutes Zeichen: Es zeigt, dass ein Vorhaben im Bereich des Möglichen liegt.

Sich helfen lassen Was man tut

Annehmen, was angeboten wird.

Hilfe anzunehmen, fällt vielen schwerer als zu helfen. Wenn es im Traum gelingt, ist das ein echter Fortschritt.

Sich hinsetzen Was man tut

Aus der Bewegung heraus.

Sich hinzusetzen beendet eine Strecke. Es steht für ein Innehalten, das freiwillig ist – im Unterschied zum Stehenbleiben.

Sich kümmern Was man tut

Für einen anderen sorgen.

Sich zu kümmern ist Zuwendung mit Arbeit. Im Traum steht es häufig bei Menschen, die selbst gerade Zuwendung bräuchten.

Sich nicht wehren können Zustände und Gefühle

Der Widerstand verpufft.

Schläge, die keine Wirkung haben, sind ein häufiges und sehr frustrierendes Traumbild. Es steht für eine Auseinandersetzung, in der die eigenen Mittel nichts ausrichten.

Sich selbst verzeihen Was man tut

Die eigene Anklage fällt weg.

Sich selbst zu verzeihen, ist schwerer als jedem anderen. Wenn der Traum es zeigt, ist im Wachen eine lange Rechnung abgeschlossen worden.

Sich selbst zusehen Zustände und Gefühle

Du bist dabei und daneben.

Sich selbst von außen zu sehen ist kein Fehler im Traum, sondern ein Abstandnehmen. Es kommt, wenn etwas zu nah wäre, um es mitten darin auszuhalten.

Sich strecken Was man tut

Über das eigene Maß hinaus.

Sich zu strecken heißt, nach etwas zu greifen, das knapp zu hoch hängt. Es steht für Ehrgeiz, der noch im Rahmen des Möglichen liegt.

Sich übernehmen Zustände und Gefühle

Mehr gewollt als gekonnt.

Sich zu übernehmen ist keine Schwäche, sondern ein Rechenfehler. Der Traum stellt ihn auf, damit man ihn korrigiert.

Sich umdrehen Was man tut

Zurückschauen, ohne zurückzugehen.

Sich umzudrehen heißt, dem Zurückliegenden noch einmal ins Gesicht zu sehen. Was dann dort war – oder nicht war – ist die Auskunft.

Sich umsehen Was man tut

Erst schauen, dann gehen.

Sich umzusehen, ist Orientierung. Im Traum steht es für ein Innehalten, bei dem man prüft, wo man eigentlich ist.

Sich verabschieden Was man tut

Ein Ende, das man ausspricht.

Ein ausgesprochener Abschied unterscheidet sich vom Verschwinden: Er macht das Ende zu etwas Gemeinsamem. Im Traum ist er heilsam, auch wenn er weh tut.

Sich verirren Was man tut

Die Richtung fehlt, nicht die Kraft.

Sich zu verirren ist eines der häufigsten Traumbilder. Es meint fast nie Hilflosigkeit, sondern zu viele Möglichkeiten und keinen Grund, eine davon zu wählen.

Sich verschlucken Zustände und Gefühle

Es geht in den falschen Hals.

Sich zu verschlucken, ist ein Schreck ohne Folgen und ein genaues Bild: Etwas, das eigentlich guttun sollte, kommt falsch an.

Sich verstecken Was man tut

Nicht gesehen werden wollen.

Sich zu verstecken meint den Wunsch, aus einer Lage herauszukommen, ohne sie zu beenden. Wovor du dich versteckst, ist meist weniger wichtig als wovor du dich drückst.

Sich verstellen Was man tut

Nach außen etwas anderes.

Sich zu verstellen, ist im Traum anstrengend und durchsichtig. Es steht für eine Rolle, die immer schwerer zu halten ist.

Sich vorstellen Was man tut

Den eigenen Namen sagen.

Sich vorzustellen heißt, sich kenntlich zu machen. Den eigenen Namen im Traum nicht zu wissen, ist eines der stärksten Bilder für Unsicherheit über sich selbst.

Sich wehren Was man tut

Nicht mehr hinnehmen.

Sich zu wehren ist im Traum fast immer ein gutes Zeichen, auch wenn es unangenehm aussieht. Es zeigt, dass eine Grenze erreicht ist und erkannt wurde.

Sich zu Hause fühlen Zustände und Gefühle

Man muss nichts erklären.

Sich irgendwo zu Hause zu fühlen, hat mit dem Ort wenig zu tun. Wo das Gefühl im Traum auftritt, ist etwas richtig – und es lohnt, dorthin zu sehen.

Sich zurechtmachen Was man tut

Ein Gesicht für andere.

Sich zurechtzumachen, heißt, ein Bild herzustellen. Im Traum fragt es, wie viel Abstand zwischen diesem Bild und einem selbst liegt.

Sich zusammenreißen Was man tut

Nach außen hält es.

Sich zusammenzureißen, hilft für eine Weile und kostet. Der Traum zeigt, was es kostet – das sieht im Wachen niemand.

Sichel Dinge

Ernte im Kleinen.

Die Sichel schneidet handvollweise, nicht in Bahnen wie die Sense. Sie steht für sorgfältiges Ernten, bei dem man sich bückt.

Sicher auftreten Körper

Jeder Schritt sitzt.

Trittsicherheit steht für Vertrauen in den eigenen Weg. Sie kommt im Traum selten vor und dann mit Bedeutung.

Sicherheit Zustände und Gefühle

Dass nichts droht – und man es glauben kann.

Sicherheit ist nicht die Abwesenheit von Gefahr, sondern die Gewissheit, dass man nicht alles allein aushalten muss. Im Traum hat sie fast immer eine Grenze: ein Bett, eine Tür, ein Kreis, innerhalb dessen nichts geschieht. Woran du es erkennst: Wo diese Grenze verlief – und was gleich dahinter war.

Sicherung Dinge

Der Schutz, der zuerst nachgibt.

Eine durchgebrannte Sicherung meint eine Überlastung, die rechtzeitig abgeschaltet hat. Im Traum ist das kein Versagen, sondern ein Schutz.

Sieb Dinge

Behält das Grobe, lässt das Feine durch.

Das Sieb trennt. Es steht für eine Auswahl – und ein Gedächtnis wie ein Sieb dafür, dass nichts mehr hängenbleibt.

Sieben Dinge

Ein abgeschlossener Lauf.

Die Sieben gilt seit jeher als Zahl der Vollständigkeit – eine Woche, ein Zyklus. Im Traum meint sie meist, dass etwas zu Ende gegangen ist.

Silber Dinge

Heller, kühler Wert.

Silber ist das Mondmetall der alten Deutungen: kühl, klar, dem Gefühl nah. Es steht für Wert, der nicht prahlt – und für Dinge, die man anläuft lässt und wieder blank reiben kann.

Singen Was man tut

Ausdruck ohne Zweck.

Singen und Tanzen sind im Traum Ausdruck um seiner selbst willen – etwas, das man nicht tut, um etwas zu erreichen. Sie tauchen auf, wenn im Wachen alles nur noch Zweck hat. Manchmal ist das der ganze Traum und die ganze Botschaft.

Sinken Was man tut

Nicht Abstieg – Rückweg.

Nach unten zu gehen meint im Traum meistens nicht Scheitern, sondern Vertiefung: zurück zu etwas Früherem, das angesehen werden will.

Sinn Zustände und Gefühle

Wozu das alles.

Die Frage nach dem Sinn taucht im Traum fast nie als Frage auf, sondern als Gefühl von Leere oder von Selbstverständlichkeit. Sie wird nicht beantwortet, indem man nachdenkt, sondern indem etwas wieder zusammenpasst. Wer im Traum fragt, wozu das alles gut sei, hat im Wachen meistens etwas getan, das nicht zu ihm gehört.

Sinneswandel Was man tut

Auf einmal das Gegenteil denken.

Ein Sinneswandel im Traum kommt fast nie aus Einsicht, sondern aus Erschöpfung: Eine Haltung ist nicht mehr zu halten. Was danach kam, ist die eigentliche Auskunft.

Sirene Dinge

Ein Signal, das alle angeht.

Die Sirene meldet eine Gefahr, die nicht die eigene sein muss. Sie steht für eine Warnung, die man hört und auf die man keinen Einfluss hat.

Skelett Körper

Was übrig bleibt.

Das Skelett ist kein Todesbild, sondern ein Bild für das Tragende: Was hält, wenn alles andere weg ist. Im Traum fragt es nach dem eigenen Gerüst.

Skorpion Tiere

Der Stich kommt vom Ende her.

Der Skorpion steht für eine Verletzung, die nachträglich kommt – ein Nachtreten, ein letztes Wort. Klein, aber wirksam.

So angenommen werden, wie man ist Zustände und Gefühle

Nichts muss anders sein.

Angenommen zu werden, ohne sich ändern zu müssen, ist die seltenste und heilsamste Erfahrung, die ein Traum anbieten kann.

Socke Dinge

Die Schicht, die niemand sieht.

Socken sind das Unauffälligste, was man anzieht, und deshalb fällt im Traum jede Abweichung auf: ein Loch, zwei verschiedene, nasse Füße. Es geht um das, was unter dem ordentlichen Äußeren liegt.

Sockel Orte und Räume

Der Ansatz, auf dem etwas steht.

Der Sockel hebt etwas heraus. Er steht für die Bedeutung, die man einer Sache gibt – und dafür, dass sie von dort fallen kann.

Sofa Dinge

Wo man sich fallen lässt.

Das Sofa ist der Ort des Nichtstuns und des Beisammenseins. Es steht für Behaglichkeit – und, wenn es zu viel Raum einnimmt, für Trägheit.

Sohn Menschen

Sorge, Stolz – und das, was von dir weitergeht.

Vom eigenen Sohn zu träumen, hat fast immer mit Loslassen zu tun. Er ist der Teil des eigenen Lebens, der weitergeht und dabei eigene Wege einschlägt. Ist er im Traum jünger, als er wirklich ist, geht es um eine Zeit, in der du noch gebraucht wurdest; ist er älter oder fremd, um die Frage, wer er inzwischen geworden ist. Wer keinen Sohn hat und trotzdem von einem träumt, träumt meist von einem eigenen jungen, ungeschützten Anteil.

Soldat Menschen

Pflicht ohne Wahl.

Soldaten stehen für Zwang und Ordnung von außen: etwas, das getan werden muss, ob man will oder nicht.

Sommer Natur und Wetter

Fülle – und manchmal zu viel davon.

Sommer steht für Reife und Überfluss. Drückende Hitze meint eine Fülle, die keine Luft mehr lässt.

Sonne Natur und Wetter

Klarheit und Kraft von außen.

Die Sonne steht für das, was einem Kraft gibt, ohne dass man etwas dafür tun muss. Sie gehört zu den wenigen Bildern, die im Traum fast immer gut gemeint sind.

Sonnenaufgang Zustände und Gefühle

Es fängt an.

Der Sonnenaufgang ist das deutlichste Anfangsbild, das es gibt. Wo er im Traumverlauf steht, ist entscheidend: am Ende eines schweren Traums bedeutet er sehr viel.

Sonnenblume Natur und Wetter

Dreht sich zum Licht.

Die Sonnenblume folgt der Sonne den ganzen Tag. Sie steht für eine Haltung, die sich am Guten ausrichtet – und für jemanden, der ein Vorbild braucht.

Sonnenfinsternis Natur und Wetter

Der Tag hört mitten am Tag auf.

Die Finsternis am hellen Tag ist das stärkste Störungsbild, das der Himmel hergibt. Sie steht für eine Unterbrechung des Selbstverständlichen – und sie geht vorüber.

Sonnenstrahl Natur und Wetter

Licht an einer Stelle.

Ein einzelner Strahl beleuchtet genau eines. Er ist der Zeigefinger des Traums: Worauf er fiel, gehört gelesen.

Sonnenuntergang Zustände und Gefühle

Es geht zu Ende.

Der Sonnenuntergang steht für einen Abschluss, der nicht bedrohlich ist. Er ist ruhig, oft schön – ein Abschied, der seine Zeit hat.

Sonnenwende Natur und Wetter

Der Wendepunkt des Jahres.

An der Sonnenwende kehrt sich die Richtung um, ohne dass sich etwas ändert. Sie steht für einen Umschlagpunkt, den man erst im Nachhinein bemerkt.

Sonntagskleidung Dinge

Das Beste, was man hat.

Die gute Kleidung kommt nur zu Anlässen heraus. Sie steht für eine Seite von sich, die man nicht jeden Tag zeigt.

Sortieren Was man tut

Ordnung in etwas bringen, das keine hat.

Sortieren im Traum meint den Versuch, Übersicht zu gewinnen. Es kommt häufig vor Entscheidungen und nach Verlusten.

Späne Dinge

Was beim Arbeiten abfällt.

Späne zeigen, dass gearbeitet wurde. Sie sind wertlos und riechen gut – ein freundliches Bild für die Spuren einer Mühe.

Sparbüchse Dinge

Kleines wird zu Großem.

Die Sparbüchse steht für Geduld mit kleinen Beträgen – an Geld, an Zeit, an Mühe. Sie muss zerschlagen werden, um zu nützen.

Sparen Was man tut

Nicht ausgeben, was man ausgeben könnte.

Sparen ist ein Versprechen an das eigene Später. Im Traum geht es selten um Geld: Es geht um Kraft, Zeit oder Zuneigung, die jemand zurückhält – und um die Frage, worauf eigentlich.

Spaten Dinge

Bringt die Erde in Bewegung.

Der Spaten wendet den Boden, damit etwas wachsen kann. Er steht für Vorbereitung, die anstrengend ist und nichts vorzeigt.

Später Zustände und Gefühle

Aufgeschoben ins Unbestimmte.

„Später“ ist im Traum wie im Wachen das Wort, mit dem etwas aus dem Blick gerät. Es steht für einen Vorsatz ohne Termin.

Spätherbst Natur und Wetter

Die Ernte ist herein, das Laub ist weg.

Der Spätherbst steht für die Zeit nach dem Abschluss und vor der Ruhe. Er ist kahl und ehrlich: Man sieht die Umrisse der Dinge.

Spätsommertage Natur und Wetter

Noch einmal Sommer, und man weiß, es ist der letzte.

Die warmen Tage im Herbst sind schön und gezählt. Sie stehen für ein spätes Glück, das man bewusst genießt, weil es endlich ist.

Spatz Tiere

Unscheinbar und zäh.

Der Spatz steht für das Bescheidene, das überall durchkommt. Er ist das Gegenbild zu allem Prächtigen – und überlebt es meistens.

Spazierstock Dinge

Ein dritter Punkt am Boden.

Der Stock gibt Sicherheit und ist ein Zeichen. Er steht für eine Hilfe, die man sichtbar in Anspruch nimmt – das fällt vielen schwerer als die Schwäche selbst.

Specht Tiere

Klopft, bis es aufgeht.

Der Specht steht für Hartnäckigkeit an einer einzigen Stelle. Sein Klopfen im Traum ist oft ein Hinweis: Da ist etwas hinter der Rinde.

Speicher Orte und Räume

Aufbewahrtes, das man nicht wegwirft.

Der Raum unter dem Dach steht für Erinnerungen und Gedanken, die man behält, ohne sie zu benutzen.

Speicherhaus Orte und Räume

Viel liegt bereit.

Ein Lager steht für Vorräte, die nicht genutzt werden. Es ist ein Bild für Möglichkeiten, die man aufhebt statt sie zu gebrauchen.

Speisekammer Orte und Räume

Reserven für schwere Zeiten.

Die Speisekammer meint das, was man zurückgelegt hat. Voll heißt Sicherheit, leer heißt Sorge – selten um Geld.

Speisekarte Dinge

Zu viel Auswahl.

Die Speisekarte steht für eine Wahl, die schwerfällt. Nichts entziffern zu können ist ein häufiges Bild für Entscheidungen ohne ausreichende Auskunft.

Spiegel Dinge

Selbstbetrachtung – und ob du dich erkennst.

Was der Spiegel zeigt, ist die Aussage: dein Gesicht, ein fremdes, gar keines. Ein zerbrochener Spiegel meint ein Selbstbild, das nicht mehr stimmt – nicht sieben Jahre Unglück.

Spiel Was man tut

Ernst ohne Folgen – oder Ernst, den man nicht zugibt.

Im Spiel gelten Regeln, die man vereinbart hat, und der Ausgang zählt eigentlich nicht. Genau deshalb taucht es im Traum auf, wenn im Wachen etwas nach Regeln läuft, die jemand gesetzt hat. Verlieren im Traumspiel ist selten eine Vorhersage; häufiger geht es um die Frage, ob du überhaupt mitspielen willst.

Spielbank Orte und Räume

Wo der Zufall bezahlt wird.

Im Spiel um Geld entscheidet nichts, was man kann – und genau das ist das Bild. Im Traum steht die Spielbank für eine Entscheidung, bei der man sich dem Zufall überlässt, weil man keine bessere Grundlage hat.

Spielplatz Orte und Räume

Wo man spielen darf, weil einen jemand behütet.

Ein Spielplatz ist nicht einfach ein Ort aus der Kindheit, sondern der einzige, der eigens dafür gebaut wurde, dass dort nichts schiefgehen kann: weicher Boden, niedrige Geräte, Erwachsene am Rand. Genau das macht ihn im Traum zum Bild für Geborgenheit – für einen Zustand, in dem man ausprobieren darf, ohne etwas zu riskieren, und in dem nichts geleistet werden muss. Dazu gehören die anderen Kinder: Hier lernt man zum ersten Mal, wer mitspielt und wer zusieht. Und es geht dabei nicht um Erinnerung, sondern um etwas Älteres: Auf einem Spielplatz handelt ein Mensch aus dem Bauch heraus – klettern, rennen, sich messen, sich verstecken. Der Traum zeigt damit das Kind, das man noch ist, und dass es Raum braucht. Wer als Erwachsener davon träumt, vermisst selten den Ort und fast immer diesen Zustand.

Und wenn es genauer dasteht:

Auf dem Spielplatz gespielt

Du warst mitten darin, nicht daneben. Ein Traum, in dem man wirklich spielt, holt keine Erinnerung, sondern einen Zustand: unbeschwert, ohne Zweck, ohne Aufsicht über sich selbst. Er kommt fast immer dann, wenn im Wachen alles einen Zweck hat.

Über den Spielplatz hinweg

Du warst darüber, nicht darauf – und das ist der ganze Unterschied. Nicht Erinnern, sondern Zusehen: Die Unbeschwertheit ist in Sichtweite und nicht in Reichweite. Wer im Traum über seinen eigenen Spielplatz fliegt, ist der Geborgenheit von damals nah genug, um sie zu sehen, und weit genug weg, um sie nicht zu haben.

Andere Kinder auf dem Spielplatz

Dass andere Kinder dabei waren, ist keine Kulisse. Eine Kindgestalt im Traum meint selten ein wirkliches Kind: Sie steht entweder für jemanden aus deinem heutigen Umfeld, den du in dieser Rolle siehst, oder für dich selbst, wie du damals warst. Die Frage, die weiterhilft, ist deshalb nicht, wer die Kinder waren, sondern ob du mitgespielt hast oder danebenstandest – das ist meistens dasselbe Verhältnis wie im Wachen.

Spielregel Zustände und Gefühle

Mitspielen, ohne zu wissen wie.

In ein Spiel geraten, dessen Regeln man nicht kennt, ist ein sehr genaues Bild für neue Verhältnisse – ein Arbeitsplatz, eine Familie, eine Gruppe.

Spinne Tiere

Ein Geflecht, in dem man sitzt – gemacht oder geraten.

Spinnennetz Dinge

Kunstvoll und tödlich.

Das Spinnennetz ist schön gebaut und eine Falle. Es steht für Verhältnisse, die man bewundert und in denen man festhängt.

Spinnrad Dinge

Aus Wolle wird ein Faden.

Spinnen macht aus losem Material etwas Zusammenhängendes. Im Märchen ist die Spindel zugleich das, woran man sich sticht – beides gehört zum Bild.

Spion Menschen

Sieht zu, ohne gesehen zu werden.

Der Spion steht für das Gefühl, beobachtet zu werden. Er kommt bei Menschen, die sich ständig fragen, wie sie wirken.

Spirale Zustände und Gefühle

Im Kreis und doch weiter.

Die Spirale kommt immer wieder an derselben Stelle vorbei und nie auf derselben Höhe. Sie ist das genaueste Bild für Entwicklung, die sich wiederholt und trotzdem voranschreitet.

Spitze Dinge

Stoff, der mehr Loch als Faden ist.

Spitze verhüllt und lässt durchsehen. Sie steht für eine Andeutung – gezeigt und nicht gezeigt zugleich.

Splitter Dinge

Winzig und im Fleisch.

Ein Splitter ist zu klein, um ihn ernst zu nehmen, und stört bei jeder Bewegung. Er steht für eine Kränkung von genau dieser Größe.

Sprechen Was man tut

Sich mitteilen – oder es versuchen.

Sprechen im Traum handelt vom Verstandenwerden. Wer spricht und nicht gehört wird, hat im Wachen meist dasselbe Gefühl.

Spreu Natur und Wetter

Der Rest, der wegfliegt.

Spreu vom Weizen zu trennen heißt, das Wesentliche zu behalten. Im Traum kommt das Bild, wenn eine Auswahl ansteht.

Springen Was man tut

Ein Wagnis mit Anlauf.

Anders als das Fallen ist der Sprung gewollt. Er steht für eine Entscheidung, die man selbst trifft, obwohl sie unsicher ist. Ob du drüben angekommen bist, sagt weniger über den Ausgang als darüber, wie zuversichtlich du gerade bist.

Spritze Dinge

Ein kurzer Schmerz mit Absicht.

Die Spritze steht für eine Hilfe, die durch die Haut geht. Im Traum meint sie etwas Unangenehmes, dem man zustimmt, weil es nötig ist.

Spur Dinge

Jemand war hier, und ist es nicht mehr.

Eine Spur ist Anwesenheit im Rückstand. Im Traum steht sie für jemanden oder etwas, das gerade eben noch da war – und dafür, dass man hinterhergeht statt danebenzugehen.

Stadt Orte und Räume

Viele Menschen auf engem Raum.

Die Stadt steht für das gesellschaftliche Leben mit allem, was dazugehört: Möglichkeiten, Tempo, Anonymität. Wer sich in ihr verläuft, verliert eher die Übersicht als den Weg.

Stall Orte und Räume

Wo das Lebendige untergebracht ist.

Der Stall meint die Versorgung des Triebhaften und Lebendigen in einem selbst – gut untergebracht oder vernachlässigt, das zeigt sein Zustand.

Stallwärme Zustände und Gefühle

Wärme, die von Lebendigem kommt.

Die Wärme eines Stalls ist die älteste Geborgenheit, die der Mensch kennt. Sie steht für Schutz ohne Anspruch.

Standbild Dinge

Ein Mensch, der nicht mehr antwortet.

Ein Standbild ist ein Mensch, aus dem alles Lebendige heraus ist – geblieben ist die Form. Im Traum steht es für jemanden, den du zu etwas gemacht hast: ein Vorbild, eine Erinnerung, ein Urteil. Der Stein fragt zurück, ob die Person wirklich so war.

Ständig unterbrochen Zustände und Gefühle

Nie bis zum Ende.

Dauernde Unterbrechung ist zermürbender als viel Arbeit: Man fängt zehnmal an und wird mit nichts fertig. Der Traum bildet einen Arbeitstag ab, an dem nichts gelungen ist.

Stange Dinge

Gerade und fest.

Die Stange gibt Halt in der Bewegung. Sie steht für etwas Unverrückbares, an dem man sich festhalten kann, solange man unterwegs ist.

Stapeln Was man tut

Eins auf das andere.

Ein Stapel wächst nach oben und wird wacklig. Er steht für Aufgaben, die sich häufen – und für den Punkt, an dem es kippt.

Starre Zustände und Gefühle

Der Körper macht nicht mit.

Starre im Traum ist ein körperlicher Vorgang: Im Schlaf sind die Muskeln ohnehin gelöst, und das erscheint im Bild als Lähmung. Sie ist unheimlich und harmlos – und steht zugleich für Lagen, in denen man nichts tun kann.

Stau Wege und Fahrzeuge

Alle wollen dorthin, niemand kommt an.

Im Stau zu stehen, heißt: Der Weg ist richtig, das Tempo nicht in deiner Hand. Es steht für einen Fortschritt, der von zu vielen abhängt.

Staub Natur und Wetter

Zeit, die sich abgesetzt hat.

Staub zeigt, dass lange nichts bewegt wurde. Er steht für Vernachlässigung ohne bösen Willen – und lässt sich leicht wegwischen.

Staubsauger Dinge

Zieht ein, was herumliegt.

Der Staubsauger steht für gründliches Aufräumen mit Krach. Im Traum meint er den Wunsch, mit allem Kleinkram auf einmal fertigzuwerden.

Staunen Zustände und Gefühle

Etwas ist größer als deine Erwartung.

Staunen ist das einzige Gefühl, das keine Absicht hat – man kann es nicht wollen. Im Traum ist es fast immer ein gutes Zeichen: Wer staunt, ist offen.

Steckdose Dinge

Der Anschluss an die Kraft.

Die Steckdose steht für die Verbindung zu einer Energiequelle. Kein Anschluss zu finden meint, dass einem gerade der Zugang zu den eigenen Kräften fehlt.

Stecknadel Dinge

Klein, spitz, kaum zu finden.

Die Stecknadel steht für eine Kleinigkeit, die weh tut, und für etwas, das zu suchen aussichtslos ist – beides kennt die Redensart.

Stehenbleiben Was man tut

Etwas geht gerade nicht voran.

Im Traum stehenzubleiben ist keine Pause, sondern ein Zustand: Es ginge weiter, aber es geht nicht. Solche Bilder kommen in Zeiten, in denen eine Entscheidung aussteht, die man nicht allein treffen kann – oder nicht allein treffen will.

Stehlen Was man tut

Sich nehmen, was einem nicht zusteht.

Wer im Traum stiehlt, nimmt sich etwas heimlich, statt es zu fordern. Das ist selten eine Warnung vor Diebstahl und fast immer eine Frage: Was willst du haben und traust dich nicht, darum zu bitten? Wird dir dagegen etwas gestohlen, geht es um das Gegenteil – etwas wird dir genommen, ohne dass man dich fragt, und du merkst es erst, wenn es fort ist.

Steigen Was man tut

Etwas kostet Kraft und geht voran.

Aufwärts zu gehen steht für Anstrengung mit Richtung. Wie weit du kamst, ist weniger wichtig als die Frage, ob du weitergehen wolltest.

Steilhang Orte und Räume

Der Punkt, an dem Gehen in Rutschen übergeht.

Ein Steilhang ist kein Abgrund – man kann ihn gehen, aber nicht bummeln. Im Traum meint er eine Lage, die noch zu halten ist, solange man aufpasst.

Stein Natur und Wetter

Das Schwere und Unbewegliche.

Ein Stein steht für Last oder für Beständigkeit, und was davon gemeint ist, sagt sein Gewicht im Traum. Steine im Weg meinen Hindernisse, ein Fels im Rücken Halt.

Stempel Dinge

Ein Aufdruck, der gilt.

Der Stempel macht aus einem Blatt ein Dokument. Er steht für eine Zuschreibung, die von außen kommt und an einem hängenbleibt.

Steppe Orte und Räume

Weit, offen, ohne Deckung.

Die Steppe bietet Übersicht und keinen Schutz. Sie steht für eine Lage, in der man alles kommen sieht und sich nicht verstecken kann.

Sterben Was man tut

Ein Ende, das einem Anfang vorausgeht – kein Vorzeichen.

Vom eigenen Tod zu träumen erschreckt und ist doch eines der freundlicheren Bilder: Etwas an dir ist zu Ende gegangen. Der Traum kommt nach Trennungen, Umzügen, Berufswechseln. Er sagt nichts über die Lebenszeit voraus – diese Deutung ist eine Erfindung der Groschenhefte.

Sterndeutung Was man tut

In etwas Großem nach einer Antwort für sich suchen.

Die Sterndeutung stellt die eigene kleine Frage in einen sehr großen Zusammenhang – und genau darin liegt ihr Trost. Im Traum steht sie für die Suche nach Ordnung in etwas, das zufällig wirkt, und für den Wunsch, dass es einen Plan gibt.

Sterne Natur und Wetter

Orientierung aus großer Entfernung.

Seit die Menschen zur See fahren, führen Sterne nach Hause. Im Traum sind sie ein Ziel, das weit weg, aber sichtbar ist – und gerade die Entfernung gehört zur Botschaft. Etwas ist noch nicht erreichbar und trotzdem schon in Sicht.

Sternschnuppe Natur und Wetter

Kurz und einmalig.

Die Sternschnuppe ist der klassische Wunschanlass. Sie steht für eine Gelegenheit, die vorbei ist, bevor man sie beschreiben kann – und für den Wunsch, der einem dabei einfällt.

Stiefel Dinge

Für schweres Gelände.

Stiefel stehen für die Absicht, durch Unwegsames zu gehen. Sie schützen mehr und sind schwerer – beides gehört zusammen.

Stiefmutter Menschen

An der Stelle eines Elternteils.

Die Stiefmutter hat im Märchen einen schlechten Ruf und im Leben oft eine undankbare Aufgabe. Im Traum steht sie für Fürsorge, die nicht selbstverständlich ist und sich beweisen muss.

Stier Tiere

Wucht, die nicht ausweicht.

Der Stier steht für rohe Kraft und für Trotz – etwas, das man nicht überreden kann. Die Kuh dagegen für Versorgung und Ruhe.

Stift Dinge

Womit man festhält.

Der Stift steht für die Möglichkeit, etwas festzuhalten. Keinen zu finden, wenn man schreiben will, ist ein häufiges und deutliches Bild: Etwas will gesagt werden und findet kein Mittel.

Stille Zustände und Gefühle

Etwas wird nicht gesagt.

Auffällige Stille im Traum – eine Stadt ohne Geräusch, ein Zimmer ohne Stimmen – deutet auf Schweigen im Wachen. Meist gibt es jemanden, mit dem ein Gespräch aussteht.

Stimme Körper

Ob man sich Gehör verschafft – und ob jemand hinhört.

Stimmen Was man tut

Bevor gespielt werden kann.

Ein Instrument zu stimmen ist die Arbeit vor der Arbeit. Sie steht für eine Vorbereitung, die niemand hört und ohne die alles schief klingt.

Stirn Körper

Wo das Denken sichtbar wird.

Die Stirn zeigt, was im Kopf vorgeht, bevor ein Wort fällt. Eine gerunzelte Stirn im Traum meint eine Sorge, die noch nicht ausgesprochen ist; eine glatte meint, dass sie weg ist.

Stollen Orte und Räume

Ein gegrabener Weg im Dunkeln.

Anders als die Höhle ist der Stollen gemacht: Jemand hat sich diesen Weg ins Dunkle gebahnt. Er meint gezielte, mühsame Selbsterkundung – oder Arbeit, die niemand sieht.

Stolpern Was man tut

Ein Fehltritt, kein Sturz.

Stolpern meint einen kleinen Fehler mit Schrecken – etwas, das beinahe schiefging. Im Traum ist es fast immer harmloser, als es sich anfühlt.

Stolz Zustände und Gefühle

Etwas Eigenes hat gehalten.

Stolz im Traum ist selten und wertvoll. Er zeigt an, dass etwas gelungen ist, das man sich im Wachen noch nicht zugesteht.

Stopfen Was man tut

Ein Loch schließen, Faden für Faden.

Stopfen ist die geduldigste Reparatur, die es gibt: Man webt ein Stück Stoff neu. Es steht für eine Ausbesserung, die Zeit kostet und hält.

Storch Tiere

Ankunft und Wiederkehr.

Der Storch steht für Neues, das kommt, und für das Wiederkehrende der Jahreszeiten. Ein zuversichtliches Bild.

Strafe Zustände und Gefühle

Eine Folge, die weh tun soll.

Strafe im Traum ist fast immer selbst verhängt. Sie zeigt, wie streng jemand mit sich umgeht – und selten, was er getan hat.

Straße Wege und Fahrzeuge

Der gemeinsame Weg – nicht der eigene.

Eine Straße ist ein Weg, den viele nehmen. Sie steht für das, was üblich ist. Ein Pfad daneben meint den eigenen Weg.

Streichholz Dinge

Der kleine Anfang von etwas Großem.

Das Streichholz steht für den Anstoß: winzig, kurz, und alles Weitere hängt daran, was danebenliegt.

Streit Was man tut

Etwas Ungesagtes verschafft sich Luft.

Streit im Traum kündigt keinen Streit an. Er zeigt eine Spannung, die im Wachen keinen Platz findet – häufig, weil man sie sich verbietet. Bezeichnend ist weniger, mit wem gestritten wurde, als worum: Das Thema des Traumstreits ist oft dasselbe, das man tagsüber herunterschluckt.

Streiten Was man tut

Zwei Wahrheiten stoßen zusammen.

Streit im Traum meint selten den Menschen, mit dem man streitet. Er meint einen Widerspruch, der ausgetragen werden will – oft in einem selbst.

Streitgespräch Was man tut

Mit Worten kämpfen statt mit Fäusten.

Ein Streitgespräch im Traum ist besser als ein Kampf und anstrengender als Schweigen. Es steht für eine Auseinandersetzung, die im Wachen ansteht und bei der du dir die Argumente zurechtlegst. Dass du im Traum sprichst, heißt: Du hast etwas zu sagen.

Stroh Natur und Wetter

Was bleibt, wenn das Korn heraus ist.

Stroh ist nicht wertlos, aber es nährt nicht. Es steht für eine Form ohne Inhalt – und im Märchen für etwas, das zu Gold werden kann, wenn jemand die Kunst beherrscht.

Strom Dinge

Energie, die von woanders kommt.

Stromausfall im Traum meint, dass eine Versorgung wegbricht – oft Unterstützung, auf die man sich verlassen hat.

Strudel Natur und Wetter

Es zieht nach unten.

Der Strudel zieht mit Kraft in die Tiefe und lässt sich nicht durch Schwimmen überwinden. Er steht für einen Sog, gegen den Anstrengung nichts ausrichtet – man muss heraus, nicht dagegen.

Strumpf Dinge

Zwischen Fuß und Schuh.

Strümpfe sieht niemand, bis man die Schuhe auszieht. Ein Loch darin steht für eine Nachlässigkeit, die unerwartet ans Licht kommt.

Stufe Wege und Fahrzeuge

Ein Schritt, der Höhe verändert.

Einzelne Stufen meinen kleine Veränderungen. Eine fehlende Stufe ist eines der deutlichsten Bilder für eine Lücke im Plan.

Stuhl Dinge

Ein Platz – und wem er gehört.

Stühle stehen für Zugehörigkeit. Ein leerer Stuhl im Traum ist eines der stärksten Bilder für jemanden, der fehlt.

Stumpf Dinge

Es schneidet nicht mehr.

Ein stumpfes Werkzeug ist nicht kaputt und nutzlos. Es steht für eine Fähigkeit, die zu lange nicht gepflegt wurde – und die sich schärfen lässt.

Stunde Zustände und Gefühle

Zeit, gemessen.

Wo im Traum Zeit gemessen wird, steht jemand unter Druck. Wie lange etwas dauerte, ist dabei nie wörtlich zu nehmen – nur, dass es zu lange oder zu kurz war.

Sturm Natur und Wetter

Aufruhr, der von außen kommt.

Ein Sturm steht für Kräfte, auf die man keinen Einfluss hat. Entscheidend ist im Traum nicht der Sturm, sondern ob man Schutz gefunden hat – das sagt, wie es um deine Lage steht.

Sturmbö Natur und Wetter

Ein Stoß, und man steht anders.

Die Bö kommt plötzlich und ist gleich vorbei. Sie steht für eine einzelne heftige Einwirkung, die die Haltung erschüttert.

Stürzen Was man tut

Der Halt gibt nach.

Stürzen ist der häufigste Traum überhaupt und fast nie eine Warnung. Er kommt, wenn jemand die Kontrolle abgeben muss – im Guten wie im Schlechten.

Stute Tiere

Kraft, die weitergibt.

Die Stute mit Fohlen steht für Kraft im Dienst des Nachwuchses. Sie kommt in Träumen von Weitergabe – von Können, von Haltung, von einem Namen.

Suchen Was man tut

Etwas fehlt – und du weißt vielleicht noch nicht, was.

Was gesucht wird, ist der Schlüssel. Schlüssel selbst meinen einen Zugang, eine Tasche die eigene Ausstattung, ein Mensch eine Nähe, die fehlt. Etwas im Traum zu finden ist eine Erleichterung, die meist einer im Wachen vorausgeht.

Summen Tiere

Viele Kleine bei der Arbeit.

Summen ist das Geräusch von Betrieb ohne Hast. Es beruhigt, solange es gleichmäßig bleibt – und macht nervös, sobald es näher kommt.

Sumpf Orte und Räume

Weder Wasser noch Land.

Der Sumpf steht für eine Lage ohne festen Grund, in der jeder Schritt mehr kostet als er bringt. Er kommt in Zeiten, in denen man sich verausgabt, ohne vorwärtszukommen.

Suppe Dinge

Einfache Versorgung.

Suppe meint Fürsorge ohne Aufwand: etwas, das wärmt und nicht viel verlangt. Oft ein Bild aus der Kindheit.

Süß Zustände und Gefühle

Angenehm und leicht zu viel.

Süße steht für Zuwendung und Belohnung. Wo sie überhand nimmt, fragt der Traum, ob sie echt ist.

T

Tadel Zustände und Gefühle

Jemand sagt dir, dass es nicht genügt hat.

Tadel ist nicht Wut – er kommt ruhig und trifft deshalb tiefer. Im Traum spricht ihn oft jemand aus, dessen Zufriedenheit man nie sicher hatte.

Tafel Dinge

Vorn stehen und es zeigen.

An der Tafel zu stehen heißt, vor allen zu denken. Es ist die Urszene des Bloßgestelltwerdens – und für manche auch die des Könnens.

Tagebuch Dinge

Das eigene Leben, mitgeschrieben.

Das Tagebuch steht für Selbstvergewisserung. Dass ein anderer darin liest, ist eines der schärfsten Bilder für eine verletzte Grenze.

Takt Zustände und Gefühle

Der gemeinsame Schritt.

Im Takt zu bleiben heißt, mit anderen zusammenzupassen. Aus dem Takt zu geraten ist kein Fehler, sondern ein Hinweis: Dein Tempo und das der anderen gehen auseinander.

Tal Orte und Räume

Geschützt und tief.

Das Tal ist geborgen und eng zugleich. Es steht für eine Lebenslage, in der es sicher ist, aber der Blick fehlt.

Tankstelle Wege und Fahrzeuge

Ohne Nachfüllen geht es nicht weiter.

Ein leerer Tank ist eines der schlichtesten Erschöpfungsbilder. Die Tankstelle steht für die Notwendigkeit, anzuhalten und aufzufüllen.

Tanne Natur und Wetter

Grün auch im Winter.

Nadelbäume stehen für Beständigkeit durch eine unfreundliche Zeit. Was sie tragen, tragen sie das ganze Jahr.

Tante Menschen

Familie mit Abstand.

Die Tante gehört dazu und wohnt nicht mit im Haus. Sie steht für Zuwendung ohne Erziehungsauftrag – und manchmal für eine Meinung von außen, die in der Familie Gewicht hat.

Tanzen Was man tut

Im Einklang sein – mit sich oder einem anderen.

Tanzen steht für Leichtigkeit und Abstimmung. Allein zu tanzen ist ein gutes Zeichen: Es braucht niemanden dafür.

Tapete Orte und Räume

Die Schicht, die man wechselt.

Die Tapete ist das Änderbare am Raum. Sich lösende Tapete zeigt, dass eine Oberfläche nicht mehr hält – darunter kommt die alte zum Vorschein.

Tasche Dinge

Was du bei dir trägst und was darin fehlt.

Die Tasche enthält das Nötige. Sie zu verlieren, gehört zu den häufigen Träumen und meint fast nie den Gegenstand, sondern die Ausstattung: Bin ich für das, was kommt, gerüstet?

Taschentuch Dinge

Für Tränen und Abschiede.

Das Taschentuch gehört zum Weinen und zum Winken. Es einem anderen zu reichen, ist eine kleine, vollständige Geste von Anteilnahme.

Tasten Was man tut

Suchen mit den Händen, weil die Augen nichts geben.

Wer tastet, hat die Orientierung verloren und sucht trotzdem weiter. Das ist im Traum eine tapfere Handlung – aufgeben wäre leichter. Was die Hand dabei findet, ist die eigentliche Antwort.

Tau Natur und Wetter

Feuchtigkeit ohne Regen.

Tau entsteht über Nacht aus der Luft selbst. Er steht für eine Erfrischung, die von nirgendwoher kommt – und für frühe Stunden.

Taube Tiere

Der Bote des Friedens.

Die Taube steht für Versöhnung und für eine gute Nachricht, die unterwegs ist. In alten Deutungen bringt sie eine Antwort – und zwar eine, auf die man lange gewartet hat.

Taubenschlag Orte und Räume

Ständiges Kommen und Gehen.

Der Taubenschlag steht für Unruhe ohne Streit: Es ist viel los, und jeder findet zurück. Ein Bild für ein volles Haus.

Taufe Was man tut

Etwas bekommt einen Namen und gehört dazu.

Die Taufe steht für Aufnahme und Anfang. Sie erscheint, wenn etwas Neues anerkannt werden will.

Tauschen Was man tut

Beide geben, beide nehmen.

Der Tausch kommt ohne Geld aus und verlangt Einigkeit über den Wert. Er steht für ein Verhältnis auf Augenhöhe.

Tauwetter Natur und Wetter

Das Erstarrte wird wieder flüssig.

Tauwetter ist ein Übergang und macht Matsch. Es steht für eine Entspannung nach langer Kälte – unordentlich, aber in die richtige Richtung.

Tee Dinge

Braucht Zeit zum Ziehen.

Tee steht für Zuwendung mit Ruhe: Man macht ihn für jemanden und wartet. Ein Bild für Fürsorge ohne Hast.

Teich Orte und Räume

Kleines, oft trübes Wasser.

Der Teich ist der kleine Bruder des Sees: überschaubar, aber selten klar. Er meint ein begrenztes Gefühlsthema, an das man sich gewöhnt hat.

Teig Dinge

Noch formbar.

Der Teig lässt sich kneten und muss ruhen. Er steht für ein Vorhaben, das schon zusammengerührt ist und noch Zeit braucht – und das man in Form bringen kann, solange es weich ist.

Teilen Was man tut

Etwas reicht für mehrere.

Teilen steht für Gemeinschaft und für Verzicht zugleich. Was davon überwiegt, zeigt das Gefühl dabei.

Telefon Dinge

Eine Verbindung, die klappt oder nicht.

Das Telefon ist das modernste Traumsymbol und eines der klarsten: Es geht um Kontakt. Kein Empfang, leerer Akku, falsche Nummer – all das sind Bilder für ein Gespräch, das nicht zustande kommt und im Wachen aussteht.

Teller Dinge

Der eigene Anteil.

Der Teller steht für das, was einem zusteht. Ein zu voller Teller ist eines der klarsten Bilder für Überforderung.

Teppich Dinge

Was etwas zudeckt – und weich macht.

Der Teppich hat zwei Gesichter, und beide sind gemeint. Er macht einen Raum wohnlich und dämpft die Schritte; er verdeckt aber auch den Boden. Nicht umsonst kehrt man Dinge "unter den Teppich". Frag dich, ob er im Traum Behaglichkeit war oder eine Abdeckung – und was gegebenenfalls darunter lag.

Teufel Menschen

Die eigene dunkle Seite mit Gesicht.

Der Teufel im Traum ist eine Versuchung, die man sich nicht eingesteht – Zorn, Gier, die Lust am Zerstören. Ihn als Gestalt zu sehen ist besser, als ihn nicht zu sehen: Was ein Gesicht hat, kann man ansprechen.

Therapeut Menschen

Wer beim Sortieren hilft.

Diese Gestalt steht für den Wunsch, etwas geordnet zu bekommen. Was du ihr im Traum erzählst, ist das, was im Wachen ausgesprochen werden will.

Thymian Natur und Wetter

Niedrig, würzig, zäh.

Der Thymian wächst dicht am Boden und braucht Sonne und Steine. Er steht für Kraft, die aus kargen Verhältnissen kommt.

Tier Tiere

Das Lebendige, das nicht verhandelt.

Ein Tier, das du nicht benennen kannst, steht für einen Teil von dir, der nicht auf Vernunft hört: Hunger, Angst, Zärtlichkeit. Wie es dir begegnet ist – zutraulich, scheu, drohend –, sagt, wie du gerade mit diesem Teil umgehst.

Tier befreien Was man tut

Etwas darf wieder es selbst sein.

Ein Tier zu befreien ist eines der klarsten guten Traumbilder. Es meint, dass ein Teil von dir wieder Raum bekommt.

Tier füttern Was man tut

Etwas am Leben halten.

Ein Tier zu füttern meint, eine Eigenschaft oder ein Gefühl zu nähren. Die Frage des Traums ist, welches – und ob es das verdient.

Tierlaut Tiere

Etwas macht sich bemerkbar.

Tierlaute stehen für Gefühle, die sich ohne Worte melden. Wie sie klangen, sagt alles: klagend, drohend oder fröhlich.

Tiger Tiere

Schönheit, die gefährlich ist.

Der Tiger vereint Anmut und Bedrohung. Er steht für eine Leidenschaft, die man bewundert und fürchtet – oft die eigene. Ihn anzusehen und nicht wegzulaufen ist im Traum die eigentliche Leistung.

Tinte Dinge

Schrift, die bleibt – oder verläuft.

Tinte meint Endgültigkeit im Geschriebenen. Verlaufene Tinte steht für eine Aussage, die nicht mehr lesbar ist – ein Vorsatz, aus dem nichts wurde.

Tisch Dinge

Wo man sich gegenübersitzt.

Der Tisch steht für Begegnung und Arbeit. Ein gedeckter Tisch meint Fülle, ein leerer eine Zusammenkunft, die nicht stattfindet.

Tochter Menschen

Nähe, Fürsorge – und die Angst, sie nicht schützen zu können.

Träume von der Tochter drehen sich häufiger als die vom Sohn um Schutz und um das Verhältnis selbst. Sie kommen gehäuft in Zeiten, in denen sich etwas zwischen euch verschiebt – wenn sie auszieht, wenn sie selbst Mutter wird, wenn ein Streit im Raum steht. Auch hier gilt: Wer keine Tochter hat, träumt vom eigenen weichen, empfindsamen Teil.

Toilette Orte und Räume

Wo man loswird, was weg muss.

Die Toilette ist im Traum kein peinliches Bild, sondern ein sachliches: Es geht um Loslassen. Keine zu finden oder keine ungestörte – ein sehr häufiger Traum – meint fehlende Gelegenheit, etwas abzugeben.

Topf Dinge

Worin etwas gar wird.

Töpfe stehen für Verwandlung und Versorgung. Ein überkochender Topf meint ein Gefühl, das nicht mehr im Gefäß bleibt.

Töpfer Menschen

Gibt dem Weichen eine Form.

Der Töpfer arbeitet mit etwas, das jede Form annimmt und dann hart wird. Ein Bild für Erziehung, Prägung und den Punkt, an dem nichts mehr zu ändern ist.

Tor Orte und Räume

Eine Grenze mit einem Durchgang.

Anders als die Mauer hat das Tor einen Durchlass – und genau darum geht es: Eine Grenze ist da, aber sie ist nicht dicht. Im Traum steht das für Übergänge, die möglich sind, aber eine Entscheidung verlangen.

Torbogen Orte und Räume

Ein Durchgang, der feierlich aussieht.

Ein Bogen ist eine Schwelle mit Würde: Man geht nicht einfach durch, man tritt hindurch. Im Traum steht er für einen Übergang, den man bemerkt – anders als eine Tür, durch die man einfach geht.

Totenstille Natur und Wetter

Zu still, um geheuer zu sein.

Vollkommene Stille ist in der Natur ungewöhnlich; die Tiere verstummen vor etwas. Im Traum steht sie für gespannte Erwartung, nicht für Frieden.

Toter Baum Natur und Wetter

Etwas Langgewachsenes ist zu Ende.

Ein toter oder gefällter Baum meint das Ende von etwas, das lange bestanden hat. Der Stumpf zeigt die Jahre – und dass es da war.

Toter Fisch Tiere

Das Lebendige im Wasser ist hin.

Ein toter Fisch steht für ein Gefühl, das abgestorben ist. Das Bild ist unangenehm und eindeutig – und es sagt, dass etwas im Gefühlsleben nicht mehr atmet.

Totes Tier Tiere

Eine Eigenschaft ist erloschen.

Ein totes Tier meint nicht Tod, sondern das Ende von etwas, wofür dieses Tier steht. Ein toter Hund: eine Treue. Ein toter Vogel: eine Freiheit.

Tracht Dinge

Kleidung, die sagt, wo man herkommt.

Die Tracht steht für Herkunft, die man trägt. Sie verbindet mit allen, die dieselbe tragen – und grenzt gegen alle anderen ab.

Tragen Was man tut

Über eine Strecke halten.

Tragen ist Heben über Zeit. Es steht für eine Verantwortung, die nicht schwer sein muss, aber nicht abgestellt wird.

Traktor Wege und Fahrzeuge

Langsam und nicht aufzuhalten.

Der Traktor kommt überall durch und nirgends schnell. Er steht für zähe Kraft, die den Boden bearbeitet statt Strecke zu machen.

Tränen Zustände und Gefühle

Was heraus will – und meistens schon lange drückt.

Traube Natur und Wetter

Viele kleine an einem Stiel.

Die Traube steht für Fülle, die zusammenhängt: Einzelne Freuden, die zu einer werden. In alten Deutungen kündigt sie ein gutes Jahr an.

Trauer Zustände und Gefühle

Ein Verlust – nicht immer einer, der schon geschehen ist.

Trauer im Traum zeigt nicht zwingend einen Verlust an, den es gegeben hat. Oft geht es um einen, der noch nicht zugegeben ist: ein Plan, den man aufgibt, eine Vorstellung von sich selbst, ein Lebensabschnitt. Weinen im Traum ist dabei eher entlastend als schlimm – es ist Arbeit, die stattfindet.

Trauerkleidung Dinge

Der Verlust wird sichtbar getragen.

Schwarze Kleidung zeigt anderen, dass jemand trauert. Sie steht für einen Verlust, den man nicht erklären muss – und für die Zeit, die er braucht.

Trauerweide Natur und Wetter

Beugt sich bis zum Wasser.

Die Trauerweide steht am Wasser und neigt sich hinein – ein Bild für Trauer, die sich dem Gefühl zuwendet, statt sich aufzurichten. Sie bricht dabei nicht; Weidenholz ist biegsam.

Trauerzug Was man tut

Gemeinsam ein Stück mitgehen.

Der Trauerzug bringt jemanden das letzte Stück. Er steht für Abschiednehmen in Gemeinschaft – und dafür, dass man einen Verlust nicht allein tragen muss.

Traum im Traum Zustände und Gefühle

Zwei Ebenen übereinander.

Ein Traum im Traum schiebt etwas eine Stufe weiter weg. Das tut der Schlaf mit Dingen, die im ersten Anlauf zu nah wären – es ist ein Schutz und ein Hinweis auf Gewicht.

Träume aufschreiben Was man tut

Sammeln, was sonst verschwindet.

Wer Träume aufschreibt, erinnert nach wenigen Wochen deutlich mehr – das ist bekannt und leicht nachzuprüfen. Ein Heft neben dem Bett genügt.

Träumen Was man tut

Im Traum wissen, dass es einer ist.

Wer im Traum merkt, dass er träumt, hat einen Schritt Abstand zu sich selbst gewonnen. Das ist kein Kunststück, sondern ein Zustand: Er stellt sich ein, wenn jemand anfängt, sich von außen zu betrachten.

Traumfrau Menschen

Ein Spiegel dessen, wonach du dich sehnst.

Eine Frau, die man im Leben nie getroffen hat, ist im Traum kein Versprechen und kein Versäumnis – sie ist ein Spiegel. Was dir an ihr auffällt, ist das, wonach du dich sehnst: ihre Ruhe, ihre Wärme, ihre Selbstverständlichkeit, die Geborgenheit, die von ihr ausgeht. Deshalb lohnt nicht die Frage, wer sie ist, sondern die: Was hatte sie, das dir fehlt? Dass sie unerreichbar bleibt, gehört zum Bild. Sie ist nicht zum Einholen gemacht, sondern zum Hinsehen.

Traumlose Nacht Zustände und Gefühle

Nichts war da.

Traumlos schläft niemand – man erinnert sich nur nicht. Wer davon träumt, dass er nicht träumt, hat sich vom eigenen Inneren ein Stück entfernt.

Traummann Menschen

Ein Spiegel dessen, wonach du dich sehnst.

Wie bei der Traumfrau: Was dir an ihm auffällt, ist das, wonach du dich sehnst – seine Ruhe, sein Mut, seine Selbstverständlichkeit. Die Frage lautet nicht, wer er ist, sondern: Was hatte er, das dir fehlt? Er bleibt genau so lange außer Reichweite, wie das so ist.

Trauung Was man tut

Zwei werden zu einem Paar, vor Zeugen.

Die Trauung ist ein Übergang, der bezeugt wird. Sie steht für jede Verbindung zweier Seiten – auch für zwei Teile in einem selbst, die sich zusammentun.

Trennen und Sortieren Was man tut

Was zusammengehört, zueinander.

Sortieren schafft Übersicht, bevor etwas entschieden wird. Es ist im Traum eine beruhigende Tätigkeit und kommt in wirren Zeiten.

Trennung Zustände und Gefühle

Etwas geht auseinander.

Trennung im Traum meint selten eine bevorstehende. Sie zeigt einen Abstand, der schon da ist – zu einem Menschen, einer Aufgabe oder einem früheren Bild von sich selbst.

Treppe Orte und Räume

Aufwärts oder abwärts – und ob es mühsam ist.

Die Richtung ist die Aussage. Hinauf heißt Anstrengung und Fortschritt, hinunter heißt Rückzug oder Annäherung an etwas Tieferes. Eine Treppe, die nicht endet, spricht von einer Mühe ohne sichtbares Ziel.

Treppenabsatz Orte und Räume

Auf halber Höhe.

Der Absatz ist die Stelle zum Verschnaufen mitten im Aufstieg. Er steht für ein Innehalten, das weder Ankommen noch Aufgeben ist.

Treppenhaus Orte und Räume

Dazwischen – weder hier noch dort.

Flure und Treppenhäuser sind Übergangsorte. Wer dort lange herumsteht, steckt im Wachen zwischen zwei Entscheidungen.

Tresor Dinge

Sicher verwahrt und schwer zugänglich.

Der Tresor steht für etwas, das man so gut geschützt hat, dass man selbst kaum noch herankommt. Die vergessene Zahlenfolge im Traum ist das Bild dafür.

Treue Zustände und Gefühle

Bleiben, auch wenn es schwer ist.

Treue steht für eine Bindung, die eine Belastung ausgehalten hat. Der Traum bringt sie auf, wenn diese Belastung gerade da ist.

Trichter Dinge

Viel oben, wenig unten.

Der Trichter führt eine Menge auf eine schmale Stelle zusammen. Er steht für Lagen, in denen viel durch ein einziges Nadelöhr muss.

Trinken und nicht satt werden Zustände und Gefühle

Es stillt nichts.

Ein Bedürfnis, das sich nicht stillen lässt, steht für einen Mangel an der falschen Stelle: Man füllt nach, wo nichts fehlt.

Trittleiter Dinge

Ein Stück höher, aus eigener Kraft.

Die Leiter im Haus meint kleine Aufstiege: an etwas heranzukommen, das knapp zu hoch hängt.

Trocken Zustände und Gefühle

Kein Wasser da.

Trockenheit steht für einen Mangel an dem, was belebt: Zuwendung, Anregung, Gefühl. Anders als Kälte tut sie nicht weh – sie zehrt.

Trommel Dinge

Ein Takt, dem alle folgen.

Die Trommel gibt vor, in welchem Tempo gelebt wird. Ob sie dein Takt war oder der eines anderen, ist die eigentliche Frage.

Trommelwirbel Dinge

Gleich passiert etwas.

Der Trommelwirbel kündigt an und verzögert zugleich. Er steht für eine Erwartung, die künstlich in die Länge gezogen wird.

Trost Zustände und Gefühle

Dass jemand bleibt, obwohl er nichts ändern kann.

Trost ist nicht Hilfe. Hilfe beseitigt etwas, Trost hält es mit aus – und deshalb kommt er im Traum fast immer als Anwesenheit, nicht als Handlung: jemand sitzt da, sagt nichts und geht nicht weg.

Trösten Was man tut

Dableiben, ohne zu lösen.

Trost ändert nichts an der Lage und alles am Alleinsein darin. Wer im Traum tröstet, hat etwas zu geben; wer getröstet wird, darf etwas annehmen.

Trotz Zustände und Gefühle

Dagegen, weil dagegen.

Trotz ist Wille ohne Richtung: Hauptsache nicht so, wie der andere will. Er zeigt an, dass jemand sich übergangen fühlt – und das ist die Auskunft, nicht der Trotz selbst.

Trugbild Zustände und Gefühle

Es war da, und es war nie da.

Ein Trugbild zerfällt, wenn man näher kommt – und genau das ist die Bewegung im Traum. Es steht für eine Hoffnung oder eine Befürchtung, die keinen Boden hat. Dass der Traum sie zerfallen lässt, ist nicht grausam, sondern hilfreich: Er räumt auf.

Truhe Dinge

Bewahrtes mit Gewicht.

Eine Truhe enthält im Traum Altes und Wertvolles. Sie zu öffnen heißt, sich der eigenen Geschichte zu stellen.

Tuch Dinge

Weich und formbar.

Stoff steht für das Nachgiebige: Es nimmt jede Form an, die man ihm gibt. Woraus etwas gemacht ist, sagt im Traum viel darüber, wie haltbar es ist.

Tulpe Natur und Wetter

Der erste Farbfleck im Jahr.

Die Tulpe kommt früh und hält nicht lange. Sie steht für eine Freude, die man nehmen soll, solange sie da ist.

Tumult Was man tut

Viele, und keine Ordnung mehr.

Ein Tumult ist Wut in der Mehrzahl: Keiner führt, alle schieben. Im Traum steht er für eine Lage, die außer Kontrolle gerät, ohne dass jemand es gewollt hat. Wo du darin standst – mittendrin oder am Rand –, ist die Deutung.

Tunnel Wege und Fahrzeuge

Ein Abschnitt ohne Aussicht, aber mit Ende.

Der Tunnel ist eng und dunkel und führt trotzdem irgendwohin. Als Traumbild gehört er zu Übergangszeiten: Man steckt darin, es ist unangenehm, und es hört auf. Ob du im Traum Licht gesehen hast, ist die entscheidende Einzelheit.

Tür Orte und Räume

Ein Übergang – offen, verschlossen oder eine Wahl.

Türen sind Entscheidungen. Eine verschlossene meint etwas, das gerade nicht geht; mehrere zur Auswahl meinen, dass du dich noch nicht entschieden hast. Wer nicht hindurchgeht, obwohl die Tür offensteht, zögert im Wachen genauso.

Türkis Natur und Wetter

Wasserfarbe zwischen Blau und Grün.

Türkis gehört zu klarem, flachem Wasser. Es steht für Ruhe, in der man den Grund noch sieht.

Turm Orte und Räume

Hoch, schmal, allein.

Der Turm gibt Übersicht und Abstand zugleich. Er steht für eine Stellung, von der aus man viel sieht und schlecht zu erreichen ist.

Türschloss Dinge

Der Punkt, an dem entschieden wird, wer hereinkommt.

Das Schloss steht für Zugang und Auswahl. Durch ein Schlüsselloch zu sehen meint, etwas zu erfahren, ohne dazuzugehören.

U

Übelkeit Körper

Etwas will nicht bleiben.

Übelkeit im Traum meint Abwehr gegen etwas, das man hineingelassen hat: eine Zumutung, eine Nachricht, ein Verhalten. Sie ist ein deutliches Nein des Körpers.

Über das Wasser gehen Zustände und Gefühle

Es trägt, obwohl es nicht sollte.

Auf dem Wasser zu gehen, ist ein Bild für Zutrauen, das über das Erklärbare hinausgeht. Es kommt in Zeiten, in denen jemand etwas schafft, das er sich nicht zugetraut hätte.

Über den Gartenzaun Was man tut

Nachbarschaft mit Grenze.

Das Gespräch über den Zaun ist Nähe mit klarer Linie: Man redet und bleibt im eigenen Garten. Ein gutes Bild für gelungene Abgrenzung.

Über die Schwelle stolpern Zustände und Gefühle

Der Übergang geht nicht glatt.

An der Schwelle zu stolpern, heißt: Der Schritt wird getan und nicht sauber. Es steht für einen Anfang mit Anfangsschwierigkeiten – und er zählt trotzdem.

Über Steine gehen Was man tut

Trockenen Fußes hinüber.

Von Stein zu Stein über einen Bach zu kommen, verlangt Aufmerksamkeit für jeden einzelnen Schritt. Ein genaues Bild für einen Übergang, der in Etappen geht.

Überall suchen Was man tut

Alles durchgesehen, nichts gefunden.

Alles abzusuchen und nichts zu finden, steht für eine Antwort, die nicht dort liegt, wo man sucht. Der Traum sagt nicht, wo sie ist – nur, dass es woanders ist.

Überdruss Zustände und Gefühle

Genug davon.

Überdruss meint eine Sache, die ihre Zeit hatte. Er ist kein Zorn, sondern ein Nachlassen – und der Traum sagt damit, dass etwas beendet werden darf.

Überflüssig sein Zustände und Gefühle

Es geht auch ohne dich.

Sich überflüssig zu fühlen, ist eine der leisesten und schwersten Kränkungen. Der Traum bringt sie auf, wenn jemand lange nicht gefragt wurde.

Überforderung Zustände und Gefühle

Zu viel, und alles gleichzeitig.

Überforderung zeigt sich im Traum nicht als Gedanke, sondern als Bild: ein Tisch voller Sachen, ein Zimmer, das nicht fertig wird, eine Liste, die länger wird. Woran du es erkennst: Es hört nicht auf, egal was du tust.

Übergangen werden Zustände und Gefühle

Ein anderer wurde genommen.

Übergangen zu werden, kränkt doppelt: wegen der Sache und wegen der Art. Im Traum steht das zweite meistens im Vordergrund.

Überhört werden Zustände und Gefühle

Gesagt und ohne Wirkung.

Etwas zu sagen, auf das niemand eingeht, ist zermürbender als Widerspruch. Der Traum zeigt es bei Menschen, die sich nicht durchsetzen können.

Überqueren Was man tut

Von hier nach dort.

Etwas zu überqueren meint einen Übergang, den man vollzieht. Ob du drüben ankamst, ist die eigentliche Nachricht des Traums.

Überraschung Zustände und Gefühle

Etwas passt nicht in die eigene Ordnung.

Überraschung im Traum meint, dass eine Annahme nicht mehr stimmt. Das ist unbequem und fast immer ein Fortschritt.

Überstunden Zustände und Gefühle

Mehr, als vereinbart war.

Überstunden stehen für eine Anstrengung über die Abmachung hinaus. Der Traum zeigt sie, wenn jemand sich nicht abgrenzen kann – und nicht, wenn er viel arbeitet.

Übervoll Zustände und Gefühle

Mehr passt nicht hinein.

Was übervoll ist, verliert an den Rändern. Das Bild kommt, wenn jemand nichts mehr aufnehmen kann und trotzdem weiter annimmt.

Überwältigt Zustände und Gefühle

Mehr Gefühl, als man fassen kann.

Überwältigt zu sein, kann von Schönem kommen und von Schwerem. Der Traum unterscheidet nicht – er zeigt nur, dass das Maß überschritten war.

Übler Geruch Zustände und Gefühle

Etwas ist verdorben.

Ein schlechter Geruch warnt, bevor man etwas sieht. Im Traum steht er für eine Ahnung, dass an einer Sache etwas nicht stimmt.

Ufer Orte und Räume

Die Kante zwischen Land und Wasser.

Das Ufer ist der Ort der Entscheidung: hineingehen oder nicht. Am Ufer zu stehen meint eine Schwelle im Gefühlsleben, an der gerade gewartet wird.

Uhr Dinge

Der Druck der Zeit.

Uhren im Traum gehen oft falsch oder gar nicht. Sie kommen, wenn man das Gefühl hat, etwas laufe einem davon. Zu spät zu kommen ist einer der häufigsten Träume und meint fast nie einen wirklichen Termin.

Ulme Natur und Wetter

Stark und doch bedroht.

Die Ulme war einmal überall und ist selten geworden. Sie steht für etwas Großes, das von innen krank wird, ohne dass man es von außen sieht.

Um Hilfe bitten Was man tut

Zugeben, dass es allein nicht geht.

Um Hilfe zu bitten ist im Traum oft schwerer als die Not selbst. Dass es gelingt, ist das eigentliche Ereignis eines solchen Traums.

Umarmung Was man tut

Halt, der nichts verlangt.

Umarmt zu werden ist eines der wenigen Traumbilder ohne Doppelboden. Es meint schlicht, dass jemand gehalten wird – und meistens hält man sich selbst.

Umkehren Was man tut

Ein Weg wird abgebrochen – aus gutem Grund oder aus Angst.

Umkehren ist im Traum weder gut noch schlecht; entscheidend ist, warum. Wer umkehrt, weil er etwas vergessen hat, holt etwas nach. Wer umkehrt, weil der Weg unheimlich wurde, weicht aus. Frag dich, was passiert wäre, wenn du weitergegangen wärst.

Umleitung Orte und Räume

Der gerade Weg ist zu.

Die Umleitung meint einen erzwungenen Umweg. Im Traum ist sie kein Unglück, sondern ein Hinweis: Dieser Weg ist gerade nicht deiner.

Umnähen Was man tut

Anpassen an den, der es trägt.

Etwas umzunähen, heißt: Der Mensch bleibt, das Kleid ändert sich. Im Traum steht es für eine Rolle, die man sich passend macht, statt hineinzuwachsen.

Umsteigen Wege und Fahrzeuge

Zwischen zwei Fahrten.

Das Umsteigen ist die kritischste Stelle jeder Reise: Hier geht am meisten schief. Es steht für einen Wechsel, bei dem es auf die Anschlüsse ankommt.

Umtopfen Was man tut

Der Platz ist zu klein geworden.

Umtopfen heißt: Die Wurzeln stoßen an. Es steht für eine Veränderung, die fällig ist, auch wenn nichts schlecht war.

Umzug Was man tut

Ein Lebensabschnitt wechselt.

Ein Umzug im Traum meint Veränderung im Grundsätzlichen. Kisten und Chaos dabei gehören dazu: Übergänge sind unordentlich.

Unausgesprochen Zustände und Gefühle

Beide wissen es, keiner sagt es.

Etwas Unausgesprochenes zwischen zwei Menschen ist im Traum körperlich spürbar: als Schwere, als Stille, als Abstand. Es verschwindet nur durch Reden.

Unbehagen Zustände und Gefühle

Nichts Schlimmes, und es stimmt nicht.

Unbehagen ist ein leises Urteil ohne Begründung. Im Traum ist es genauer als jede Erklärung – und im Wachen wird es zu oft überhört.

Unbeschwertheit Zustände und Gefühle

Nichts bedenken müssen.

Unbeschwertheit ist kein Glück, sondern seine Vorstufe: Es ist nicht so, dass alles gut wäre – es ist so, dass man nicht daran denkt. Im Traum kommt sie fast immer zusammen mit Kindheit oder mit Fliegen, und sie wird selten gehalten.

Unbeweglich Zustände und Gefühle

Nichts geht.

Etwas Unbewegliches widersteht jedem Versuch. Es steht für eine Sache, bei der Anstrengung nicht hilft – nur ein anderer Zugang.

Unedles Metall Dinge

Glänzt wie das Echte und ist es nicht.

Unedles Metall, das wie Silber aussieht, ist ein sehr genaues Bild für etwas, das wertvoll wirkt und keinen Bestand hat. Im Traum geht es um eine Täuschung, die du gerade durchschaust – oder um die Sorge, selbst nicht echt genug zu sein.

Unentschieden Zustände und Gefühle

Keiner setzt sich durch.

Ein Unentschieden beendet nichts. Es steht für einen Streit ohne Ergebnis, der wiederkommen wird.

Unentschlossen Zustände und Gefühle

Beides und keines.

Unentschlossenheit ist ein Zustand, den man aushalten kann und nicht ewig. Der Traum zeigt ihn, wenn eine Frist näher kommt.

Unerledigt Zustände und Gefühle

Es wartet noch.

Unerledigtes ist der häufigste Anlass für unruhige Träume. Was im Traum liegenbleibt, liegt meistens auch im Wachen.

Unerreichbar Zustände und Gefühle

Man sieht es, und es bleibt dort.

Etwas zu sehen und nicht zu bekommen ist eine eigene Art von Schmerz – schärfer als Verlust, weil es nie da war. Im Traum kommt dieses Bild oft mit Höhe oder Entfernung: Man schwebt darüber, steht am anderen Ufer, sieht durch ein Fenster. Die nützliche Frage ist nicht, wie man hinkommt, sondern was es für dich bedeuten würde, dort zu sein.

Unfall Was man tut

Zwei Richtungen treffen aufeinander.

Ein Unfall im Traum ist keine Warnung vor einem wirklichen. Er zeigt einen Zusammenstoß von Absichten – oft zwei eigene, die nicht zusammenpassen.

Ungeborenes Körper

Etwas ist da und noch nicht auf der Welt.

Das Ungeborene ist das Bild für etwas Angefangenes, das noch Schutz braucht: ein Plan, eine Beziehung, eine Veränderung. Es sagt nichts über Kinderwunsch, auch wenn es so aussieht. Was es sagt, ist: Es ist noch zu früh, das herzuzeigen – und es lebt.

Ungebunden Zustände und Gefühle

Niemand wartet, und niemand hält.

Ungebunden zu sein ist im Traum ein Zustand mit zwei Gesichtern, und der Traum zeigt meistens nur eines. Welches, sagt die Stimmung: Leichtigkeit oder Leere. Beides ist derselbe Umstand, verschieden empfunden.

Ungeduld Zustände und Gefühle

Warten geht nicht mehr.

Ungeduld meint eine Sache, die reif ist, aber noch nicht dran. Sie ist im Traum unangenehm und ein gutes Zeichen: Etwas will anfangen.

Ungeheuer Tiere

Angst, die eine Gestalt bekommen hat.

Ungeheuer sind keine Wesen, sondern Gefühle mit Umriss. Dass die Angst eine Gestalt annimmt, ist ein Fortschritt: Was eine Gestalt hat, kann man ansehen.

Ungeziefer loswerden Was man tut

Es kommt wieder.

Ungeziefer, das wiederkommt, steht für ein Problem an der Wurzel: Solange die Ursache bleibt, hilft das Bekämpfen der Erscheinung nicht.

Unglück Zustände und Gefühle

Etwas ist schiefgegangen, und es war nicht deine Schuld.

Unglück im Traum ist fast nie eine Vorhersage. Es ist das Bild für etwas, das ohne dein Zutun gekippt ist. Wichtig ist, wer danach kommt – und ob überhaupt jemand kommt.

Unglücksbote Tiere

Ein Vogel mit schlechtem Ruf.

Dass schwarze Vögel Unglück bringen, ist Überlieferung und nichts weiter. Als Bild steht ein solcher Vogel für eine Erwartung, die man mitbringt – und die den Traum färbt.

Unheimlich Zustände und Gefühle

Nichts geschieht, und es ist nicht geheuer.

Unheimlichkeit entsteht ohne Anlass: Alles ist an seinem Platz und stimmt nicht. Sie steht für ein Misstrauen, für das man keinen Grund nennen kann.

Uniform Dinge

Eine Rolle, die für einen spricht.

Uniformen stehen für Zugehörigkeit und Pflicht. Wer im Traum eine trägt, ist gerade nicht als er selbst unterwegs.

Unkraut Natur und Wetter

Was wächst, ohne dass man es wollte.

Unkraut steht für Gewohnheiten und Sorgen, die von selbst kommen. Es ist nicht böse – es nimmt nur den Platz weg.

Unkraut jäten Was man tut

Mit der Wurzel heraus.

Nur mit der Wurzel gezogen bleibt Unkraut weg. Das Bild steht für eine Bereinigung, die gründlich sein muss, um zu wirken.

Unleserliche Schrift Zustände und Gefühle

Es steht da und gibt nichts her.

Im Traum nicht lesen zu können, ist häufig und harmlos: Das Lesezentrum arbeitet im Schlaf kaum mit. Als Bild steht es für eine Auskunft, die zwar vorliegt und nicht zugänglich ist.

Unreine Haut Körper

Was innen ist, zeigt sich außen – und zwar im Gesicht.

Hautbilder im Traum handeln fast immer von der Grenze zwischen innen und außen. Im Gesicht geht es zusätzlich darum, gesehen zu werden: Etwas zeigt sich genau dort, wo man es nicht verbergen kann.

Unruhe Zustände und Gefühle

Nichts Bestimmtes, aber es lässt nicht los.

Unruhe ist Angst ohne Gegenstand. Sie ist das häufigste Grundgefühl in Träumen belasteter Zeiten und zeigt, dass etwas ansteht, das noch keinen Namen hat.

Unschuldig sein Zustände und Gefühle

Es stimmt nicht, und niemand glaubt es.

Unschuldig beschuldigt zu werden verbindet Ohnmacht und Empörung. Der Traum kommt, wenn jemand sich ungerecht behandelt fühlt und es nicht sagen kann.

Unsicher gehen Körper

Jeder Schritt wird geprüft.

Unsicher zu gehen, kostet Aufmerksamkeit, die anderswo fehlt. Es steht für eine Lage, in der man dem Untergrund nicht traut.

Unsichtbar sein Zustände und Gefühle

Da sein und nicht vorkommen.

Unsichtbar zu sein ist eines der einsamsten Traumbilder. Es meint nicht Verstecken, sondern Übergangenwerden – und der Unterschied ist groß.

Unten Orte und Räume

Unter allem anderen.

Unten steht für das Unbewusste, das Grundlegende und das Geringgeschätzte. Alle drei Bedeutungen schwingen im selben Bild mit.

Unter Dach und Fach Zustände und Gefühle

Fertig und sicher.

Etwas unter Dach und Fach zu haben, kommt vom Einbringen der Ernte. Es steht für einen Abschluss, bei dem nichts mehr schiefgehen kann.

Unter dem Bett Orte und Räume

Der Ort der Kinderangst.

Unter dem Bett liegt in der Kindheit alles, wovor man sich fürchtet. Im Traum steht der Blick dorthin für die Bereitschaft, einer alten Angst ins Gesicht zu sehen.

Unter dem Tuch Dinge

Zugedeckt und noch da.

Möbel unter Tüchern stehen für ein Leben, das stillgelegt wurde. Es ist nichts weg – es wird nur nicht benutzt.

Unter Druck gesetzt Zustände und Gefühle

Jetzt, sofort, ohne Bedenkzeit.

Druck erkennt man daran, dass keine Zeit gelassen wird. Im Traum steht er für eine Entscheidung, bei der jemand es eilig hat – und das ist selten der Träumende.

Unter Eid Zustände und Gefühle

Lügen wird unmöglich gemacht.

Unter Eid zu stehen steht für eine Lage ohne Ausweichen. Der Traum bringt das Bild, wenn im Wachen eine unangenehme Wahrheit ansteht.

Unter Glas Orte und Räume

Geschützt und unter Beobachtung.

Unter Glas wächst alles schneller und hält draußen nichts aus. Das Bild steht für eine Förderung, die schont und nicht abhärtet.

Unterführung Orte und Räume

Unten durch, damit oben nichts stört.

Die Unterführung ist ein Weg unter dem Betrieb hindurch. Sie steht für ein Vorgehen im Verborgenen – sicherer und ungemütlicher als oben.

Unterlagen Dinge

Der Nachweis in Papierform.

Unterlagen stehen für Belegbarkeit. Sie nicht zu finden, wenn man sie braucht, ist ein Bild für das Gefühl, sich nicht rechtfertigen zu können.

Unterschrift Dinge

Der eigene Name als Zusage.

Die Unterschrift ist das Kürzeste, was ein Mensch von sich gibt und das Verbindlichste. Nicht unterschreiben zu können ist ein Bild für Unentschlossenheit.

Unterstand Orte und Räume

Schutz für die Dauer des Wetters.

Sich unterzustellen, ist eine Lösung auf Zeit. Es steht für eine Pause, bis etwas vorbeigezogen ist – und mehr braucht es manchmal nicht.

Unterstreichen Was man tut

Das hier ist wichtig.

Etwas zu unterstreichen, ist eine Betonung für später. Im Traum steht es für eine Stelle, die man sich merken soll.

Unterwäsche Dinge

Das Innerste an Kleidung.

In Unterwäsche gesehen zu werden ist kein erotisches Bild, sondern ein Schambild: Man ist nicht nackt und doch nicht angezogen – genau die Lage, in der man sich unfertig fühlt.

Unvorbereitet dastehen Zustände und Gefühle

Der Moment ist da, du bist es nicht.

Unvorbereitet zu sein, ist der Kern fast aller Angstträume. Er sagt weniger über Nachlässigkeit als über den eigenen Anspruch: Wer diesen Traum hat, verlangt viel von sich.

Unzählbar viele Zustände und Gefühle

Zuviel, um es zu fassen.

Wo eine Menge nicht mehr zählbar ist, geht es nicht um die Anzahl, sondern um die Überforderung. Der Traum sagt damit: Es ist zuviel geworden.

Urgroßeltern Menschen

So weit zurück, wie Erinnerung reicht.

Die Urgroßeltern stehen für alles, was vor der eigenen Erinnerung liegt und trotzdem wirkt: Prägungen, Sätze, Gewohnheiten, deren Herkunft niemand mehr kennt.

Urkunde Dinge

Es ist amtlich.

Die Urkunde bestätigt etwas, das ohne sie genauso wahr wäre. Sie steht für das Bedürfnis nach Anerkennung von außen.

Urteil Zustände und Gefühle

Jetzt gilt es.

Das Urteil beendet eine Ungewissheit – gleich wie es ausfällt. Im Traum ist der Moment davor oft schlimmer als der Spruch.

Urwald Orte und Räume

Zu viel Leben auf einmal.

Der Urwald ist das Gegenteil des Ödlands: alles wuchert, nichts ist geordnet. Er steht für eine innere Fülle, in der man sich verliert.

V

Vase Dinge

Hält Schönes für kurze Zeit.

Die Vase steht für die Pflege einer Freude, die man abgeschnitten hat. Sie hält sie frisch und nicht am Leben.

Vater Menschen

Ordnung, Richtung und die Frage, wer bestimmt.

Veilchen Natur und Wetter

Klein und leicht zu übersehen.

Das Veilchen blüht im Verborgenen und duftet stärker, als es aussieht. Es steht für Bescheidenheit, die mehr wert ist, als sie zeigt.

Veranda Orte und Räume

Halb drinnen, halb draußen.

Die Veranda ist der Übergangsraum zum Freien. Sie steht für einen Zustand, in dem man sich zeigt und doch geschützt bleibt.

Verantwortung Zustände und Gefühle

Es liegt bei dir, ob du willst oder nicht.

Verantwortung im Traum drückt selten als Pflicht und meistens als Einsamkeit: Es ist niemand sonst da. Das Bild meint nicht, dass zu viel auf dir liegt, sondern dass du es allein trägst – und das sind zwei verschiedene Lasten, von denen nur eine sich teilen lässt.

Verband Dinge

Versorgtes, das noch nicht geheilt ist.

Ein Verband zeigt, dass jemand sich gekümmert hat. Er meint eine Verletzung, die anerkannt ist – und das ist mehr, als eine offene Wunde hat.

Verband und Schiene Dinge

Ruhigstellen, damit es heilt.

Eine Schiene nimmt die Beweglichkeit, damit etwas zusammenwachsen kann. Sie steht für eine Einschränkung, die ihren Sinn hat und befristet ist.

Verbergen Was man tut

Es soll niemand sehen.

Etwas zu verbergen kostet ständig Aufmerksamkeit. Der Traum zeigt, wie viel Kraft in das Verstecken geht – nicht, ob es berechtigt ist.

Verbot Was man tut

Jemand anders bestimmt, wo es aufhört.

Ein Verbot im Traum kommt oft ohne Person – es ist einfach da. Das macht es so kenntlich: Es sind die Grenzen, die jemand so lange gelernt hat, dass er den Lehrer vergessen hat.

Verbrennen Was man tut

Endgültig beenden.

Etwas zu verbrennen ist der entschiedenste Abschluss, den es im Traum gibt. Was verbrannt ist, kommt nicht zurück – und manchmal ist genau das die Erleichterung.

Verbrennung Orte und Räume

Was war, wird zu etwas anderem.

Ein hartes Bild, und es meint einen vollständigen Abschluss: Nichts bleibt in der alten Form. Im Traum steht es für eine Veränderung ohne Rückweg. Die Asche gehört dazu – aus ihr wächst etwas, und Träume wissen das.

Verbundenheit Zustände und Gefühle

Mit jemandem etwas gemeinsam haben, ohne es zu sagen.

Verbundenheit braucht keine Worte und im Traum oft nicht einmal eine Handlung – zwei Menschen gehen nebeneinander, und das ist die ganze Szene. Solche Träume sind selten und bleiben lange in Erinnerung.

Verdacht Zustände und Gefühle

Du weißt es nicht, aber du spürst es.

Der Verdacht im Traum hat selten ein Ziel – er ist eine Stimmung, kein Gedanke. Träume dieser Art kommen, wenn jemand wach etwas bemerkt und noch nicht zugelassen hat.

Verdorbenes Essen Dinge

Zu lange gelegen.

Verdorbenes Essen steht für etwas, das seine Zeit hatte und jetzt schadet: ein Vorsatz, eine Bindung, eine Gewohnheit. Der Traum rät, es nicht trotzdem hinunterzuwürgen.

Verdorren Natur und Wetter

Kein Wasser mehr.

Verdorren steht für einen Mangel, der lange gedauert hat: an Zuwendung, an Anregung, an Sinn. Anders als Welken ist es nicht der natürliche Lauf, sondern eine Folge.

Verein Orte und Räume

Eine Gruppe mit einer Tür.

Ein Verein ist die einfachste Form von Zugehörigkeit: Man ist drin oder draußen, und es gibt eine Liste. Im Traum geht es genau darum – um die Frage, wo du dazugehörst. Wer nicht hineingelassen wird, kennt das Gefühl aus dem Wachen, und meistens aus der Kindheit.

Verfallenes Gemäuer Orte und Räume

Was übrig ist von etwas Großem.

Ein Gemäuer, aus dem ein Wald geworden ist, steht für eine Ordnung, die vorbei ist. Es ist kein trauriges Bild: Es wächst wieder etwas.

Verfolgt werden Was man tut

Etwas, dem du ausweichst – und das nicht kleiner wird.

Der häufigste Angsttraum. Entscheidend ist nicht der Verfolger, sondern dass du läufst. Was dich verfolgt, ist fast immer etwas Eigenes: eine Aufgabe, eine Wahrheit, ein Gefühl. Wer sich im Traum einmal umdreht, träumt ihn danach oft nicht mehr.

Vergangenheit Zeit und Erinnerung

Was vorbei ist und trotzdem mitkommt.

Die Vergangenheit meldet sich im Traum immer dann, wenn etwas in ihr nicht abgeschlossen ist. Sie will nicht zurück – sie will zu Ende erzählt werden.

Vergeblich Zustände und Gefühle

Die Mühe hat nichts eingebracht.

Vergeblichkeit im Traum steht für eine Anstrengung, deren Sinn fraglich geworden ist. Sie ist ein Gefühl, keine Bilanz – und die beiden stimmen selten überein.

Vergebung Zustände und Gefühle

Etwas loslassen, das man festhalten dürfte.

Vergebung kommt im Traum fast nie als Wort, sondern als plötzliche Leichtigkeit gegenüber jemandem, mit dem man zerstritten war. Sie kostet niemanden etwas außer dem Recht, weiter zu grollen.

Vergessen Was man tut

Es war da und ist nicht abrufbar.

Etwas im Traum zu vergessen meint selten ein Gedächtnisproblem. Es zeigt, dass etwas verdrängt wird – und was, sagt der Zusammenhang.

Vergessen zu gießen Zustände und Gefühle

Aus Versehen verdorren lassen.

Eine vergessene Pflanze steht für etwas Anvertrautes, das ohne böse Absicht vernachlässigt wurde. Der Traum macht keinen Vorwurf – er erinnert.

Vergessener Traum Zustände und Gefühle

Es war etwas, aber es ist weg.

Ein vergessener Traum ist kein verlorener. Was bleibt – ein Gefühl, ein Wort, eine Farbe – reicht oft aus. Schreib auf, was da ist, auch wenn es wenig ist; der Rest kommt manchmal nach.

Vergissmeinnicht Natur und Wetter

Eine Bitte als Blume.

Das Vergissmeinnicht steht für den Wunsch, in Erinnerung zu bleiben. Es kommt bei Abschieden und in Träumen von Verstorbenen.

Verkehrt herum Zustände und Gefühle

Richtig, nur falsch gedreht.

Etwas Verkehrtherum ist nicht kaputt, sondern falsch gewendet. Das Bild kommt, wenn eine Sache in sich stimmt und im Zusammenhang nicht passt.

Verkrampft Körper

Nichts lässt sich lösen.

Verkrampfung ist Anspannung, die stehengeblieben ist. Sie steht für eine Wachsamkeit, die schon lange keinen Anlass mehr hat.

Verlangen Zustände und Gefühle

Etwas haben wollen, stark.

Verlangen ist Sehnsucht mit Drang: Es duldet keinen Aufschub. Wonach es sich richtet, ist im Traum oft ein Platzhalter für etwas ganz anderes.

Verlassenheit Zustände und Gefühle

Allein gelassen, nicht allein.

Verlassenheit ist schärfer als Einsamkeit: Da war jemand, und er ist gegangen. Der Traum bringt dieses Bild bei Trennungen jeder Art – auch bei solchen, die lange her sind.

Verlegenheit Zustände und Gefühle

Gesehen werden, ungewollt.

Verlegenheit ist die milde Form der Scham. Sie zeigt an, wo jemand sich anders darstellt, als er ist – und wie anstrengend das ist.

Verliebtheit Zustände und Gefühle

Eine Anziehung – nicht immer die zu einem Menschen.

Verliebtheit im Traum meint überraschend oft gar keinen Menschen, sondern eine Möglichkeit: eine Idee, ein Vorhaben, eine Seite des Lebens, die einen anzieht. Wer von einem fremden Gegenüber träumt, träumt meist von einer Eigenschaft, die ihm gerade fehlt. Erst wenn eine bekannte Person auftaucht, lohnt die Frage nach dem Verhältnis.

Verlieren Was man tut

Etwas fehlt – und du merkst es erst jetzt.

Etwas im Traum zu verlieren, kündigt keinen Verlust an. Es zeigt, dass dir etwas bereits fehlt, das du noch nicht benannt hast. Was du verloren hast, ist dabei der ganze Hinweis: Schlüssel, Tasche, Kind, Stimme – jedes meint etwas anderes.

Verlieren im Spiel Was man tut

Ein anderer war besser.

Zu verlieren steht für ein Zurückstehen, das man verkraften muss. Der Traum zeigt es oft milder, als es sich im Wachen anfühlt.

Verlobung Menschen

Zugesagt, noch nicht vollzogen.

Die Verlobung ist ein Versprechen mit Frist. Sie steht für eine Entscheidung, die gefallen ist und noch Zeit hat.

Verlust Zustände und Gefühle

Etwas fehlt, das eben noch da war.

Ein Verlust im Traum meint selten den Gegenstand. Er meint das Loch, das bleibt. Worauf die Suche geht, sagt mehr als das, was verloren wurde.

Vermessen Was man tut

Festlegen, wem was gehört.

Vermessen und Abstecken stehen für die Bestimmung von Grenzen. Der Traum bringt das Bild, wenn zwischen Menschen geklärt werden muss, was wessen Sache ist.

Vermisst werden Zustände und Gefühle

Dein Fehlen fällt auf.

Vermisst zu werden, beantwortet die Frage nach dem eigenen Wert für andere. Es ist ein tröstliches Bild und kommt bei Menschen, die sich für ersetzbar halten.

Verpackt Dinge

Der Inhalt ist noch verborgen.

Ein verpacktes Geschenk steht für eine Zuwendung, die noch nicht angekommen ist. Die Spannung davor gehört dazu – und manchmal ist sie das Beste daran.

Verpassen Was man tut

Da gewesen sein, als es schon vorbei war.

Etwas zu verpassen gehört zu den häufigsten Träumen überhaupt. Er kommt in Zeiten, in denen jemand das Gefühl hat, hinterherzulaufen. Was verpasst wurde, ist dabei fast immer austauschbar – das Hinterherlaufen nicht.

Verrat Zustände und Gefühle

Vertrauen, das nicht gehalten hat.

Verrat im Traum richtet sich häufiger gegen einen selbst als gegen andere: gegen etwas, das man sich vorgenommen und nicht gehalten hat.

Verräter Menschen

Von innen, nicht von außen.

Verrat setzt Vertrauen voraus; deshalb trifft er so. Im Traum steht er oft für ein Versprechen, das man sich selbst gegeben und gebrochen hat.

Verrostet Dinge

Lange nicht bewegt.

Rost kommt vom Stehen, nicht vom Gebrauch. Er steht für eine Gewohnheit, ein Können oder eine Verbindung, die aus Untätigkeit steif geworden ist.

Versagen Zustände und Gefühle

Nicht gekonnt haben, was man gekonnt haben müsste.

Versagen ist nicht Scheitern. Scheitern heißt, es ging nicht; Versagen heißt, es lag an dir. Im Traum kommt es fast immer mit Publikum – und fast nie in einer Sache, die einem gleichgültig ist.

Versammlung Orte und Räume

Viele reden über eine Sache.

Versammlungen stehen für gemeinsame Entscheidungen – und für das Gefühl, darin nicht vorzukommen. Nicht gehört zu werden ist dort das häufigste Bild.

Verschlungen werden Zustände und Gefühle

Von jemandem vereinnahmt, bis nichts bleibt.

Ein drastisches Bild für etwas Alltägliches: Ein Mensch oder eine Aufgabe nimmt dich so vollständig in Anspruch, dass nichts von dir übrig bleibt. Der Traum übertreibt, damit du es bemerkst. Wer dich verschlingen wollte, ist der Hinweis.

Verschwörung Was man tut

Mehrere haben etwas gegen dich besprochen.

Eine Verschwörung im Traum handelt von Misstrauen, nicht von Beweisen. Sie kommt, wenn man spürt, dass eine Gruppe anders spricht, sobald man den Raum verlässt. Ob es stimmt, kann der Traum nicht sagen – nur, dass das Gefühl da ist.

Versehrt Körper

Etwas ist für immer anders.

Versehrt zu sein heißt im Traum nicht Krankheit, sondern bleibende Veränderung. Das Bild kommt nach Verlusten, die nicht rückgängig zu machen sind. Es sagt nicht, dass es vorbei ist – es sagt, dass es anders weitergeht.

Versenkung Was man tut

Nach innen sehen, statt nach außen.

Versenkung im Traum ist ein seltenes Bild und ein freundliches: Der Traum zeigt dich dabei, wie du zur Ruhe kommst. Er tut das nicht als Empfehlung, sondern als Feststellung – die Fähigkeit dazu ist da.

Versetzung Zustände und Gefühle

Anderer Ort, dieselbe Sache.

Versetzt zu werden heißt, dass über einen verfügt wird. Es steht für Ortlosigkeit in einer Ordnung, die man nicht bestimmt.

Versiegelt Dinge

Niemand hat es geöffnet.

Ein unversehrtes Siegel steht für etwas, das niemand angerührt hat. Ein gebrochenes ist die genaue Gegenaussage – und beides sieht man sofort.

Versöhnung Was man tut

Etwas kommt in Ordnung – zumindest in dir.

Versöhnungsträume sind häufiger, als sie erzählt werden, und sie kommen oft ohne Zutun der anderen Seite. Das ist der entscheidende Punkt: Sie zeigen, dass ETWAS IN DIR bereit ist, die Sache ruhen zu lassen. Ob der andere es auch ist, sagt der Traum nicht.

Versprechen Was man tut

Eine Bindung, die man eingeht.

Ein Versprechen im Traum stellt die Frage, wem man sich verpflichtet fühlt – und ob das noch gilt.

Versprecher Zustände und Gefühle

Es kam etwas anderes heraus.

Ein Versprecher bringt hervor, was darunter lag. Im Traum ist er kein Missgeschick, sondern eine Abkürzung zur Wahrheit.

Verstanden werden Zustände und Gefühle

Jemand begreift, ohne dass du es erklärst.

Verstanden zu werden, ist im Traum das Gegenstück zu allen Verständigungsbildern, die scheitern. Wo es geschieht, ist ein echtes Bedürfnis erfüllt.

Verständnis Zustände und Gefühle

Dass jemand weiß, wie es gemeint war.

Verständnis ist im Traum das Gegenstück zum Sprechen ohne Stimme: Man erklärt und erklärt, und es kommt nicht an. Wer davon träumt, hat im Wachen meistens eine bestimmte Person vor Augen – und weiß auch, welche.

Verstecken Was man tut

Etwas soll nicht gesehen werden.

Sich zu verstecken heißt, dass es etwas gibt, das du nicht zeigen willst – oder dass du dich vor einer Aufgabe klein machst. Wer im Traum gefunden wird, empfindet dabei oft Erleichterung. Das ist der Hinweis.

Versteckspiel Was man tut

Gefunden werden wollen.

Beim Versteckspiel will jeder gefunden werden – das ist der Witz daran. Im Traum steht es für den Wunsch, bemerkt zu werden, ohne darum zu bitten.

Verstehen Was man tut

Der Zusammenhang wird sichtbar.

Ein Augenblick des Verstehens im Traum ist ein Geschenk: Er zeigt, dass eine Einsicht bereitliegt. Oft ist der Inhalt beim Aufwachen weg und das Gefühl bleibt – auch das zählt.

Verstopft Dinge

Der Durchgang ist zu.

Etwas Verstopftes ist voll und wirkungslos. Es steht für eine Sache, bei der so viel angesammelt wurde, dass nichts mehr fließt.

Verstorbene Menschen

Kein Unheilszeichen – meistens Trauer, die noch arbeitet.

Vertrag Dinge

Schwarz auf weiß und bindend.

Der Vertrag steht für eine Festlegung, aus der man nicht einfach herauskommt. Etwas zu unterschreiben, ohne es gelesen zu haben, ist ein sehr deutliches Warnbild.

Vertrauen Zustände und Gefühle

Sich auf jemanden legen.

Vertrauen im Traum ist eine Aussage über dich, nicht über den anderen: Es zeigt, wieviel du gerade zulassen kannst.

Vertraulichkeit Zustände und Gefühle

Nähe, die nicht für andere bestimmt ist.

Vertraulichkeit im Traum handelt vom Preisgeben: Du lässt jemanden näher heran, als du es sonst tust. Das ist ein starkes Bild für Zutrauen – und es kommt oft, wenn im Wachen eine Beziehung an einer solchen Schwelle steht.

Vertrautheit Zustände und Gefühle

Nichts muss erklärt werden.

Vertrautheit ist daran zu erkennen, dass Erklärungen wegfallen. Im Traum ist sie oft an Menschen geknüpft, die man lange nicht gesehen hat.

Verwandlung Was man tut

Man ist jemand anders.

Sich im Traum zu verwandeln meint eine Rolle, in die man hineingerät. In WAS man sich verwandelt, ist die eigentliche Deutung – das Tier oder die Gestalt sagt es.

Verwechseln Was man tut

Der Falsche war gemeint.

Eine Verwechslung im Traum meint, dass zwei Menschen oder zwei Sachen dieselbe Stelle in dir besetzen. Der Traum legt sie übereinander, damit man es merkt.

Verwelkte Blumen Natur und Wetter

Schönheit, deren Zeit um ist.

Verwelkte Blumen im Traum sind kein Vorwurf. Sie zeigen, dass eine Freude vorbei ist und ersetzt werden darf – nicht, dass jemand versagt hat.

Verwirrung Zustände und Gefühle

Etwas hat gerade keine klare Form.

Ein unübersichtlicher Traum ist kein misslungener Traum – die Unübersichtlichkeit IST die Aussage. Versuche nicht, ihn zu ordnen. Frag lieber, welche Lage im Wachen sich gerade genauso anfühlt: eine Entscheidung ohne klare Wahl, ein Verhältnis ohne Namen, eine Zeit zwischen zwei Zuständen.

Verzeihen Was man tut

Eine Schuld fallen lassen.

Verzeihen macht nichts ungeschehen und beendet die Rechnung. Im Traum betrifft es häufig einen selbst – und das ist die schwerere Übung.

Verzicht Was man tut

Etwas bewusst nicht nehmen.

Verzicht im Traum meint Selbstbeherrschung – und manchmal Strenge gegen sich selbst, die niemand verlangt hat.

Verzweiflung Zustände und Gefühle

Kein Weg mehr sichtbar.

Verzweiflung im Traum meint eine Lage, in der die eigenen Mittel nicht zu reichen scheinen. Sie ist ein Bild, keine Feststellung über dein Leben – und sie erscheint besonders oft kurz bevor sich etwas löst.

Viele Kinder Menschen

Viele Anfänge auf einmal.

Eine Schar Kinder meint mehrere begonnene Dinge, die alle Aufmerksamkeit wollen. Meistens ist das Bild freundlich gemeint und trotzdem erschöpfend.

Viele Menschen Menschen

Zu viele, um einzeln zu sein.

Eine Menge im Traum hat keine Gesichter – sie ist ein Zustand, kein Personenkreis. Sie steht für Druck von außen und für die Frage, ob man darin noch jemand ist. Wer in einer Menge jemanden sucht, kennt dieses Gefühl aus dem Wachen.

Vier Zustände und Gefühle

Die feste Zahl.

Vier ist die Zahl des Stabilen: vier Wände, vier Beine, vier Himmelsrichtungen. Wo sie im Traum auftaucht, geht es um etwas, das stehen soll.

Violett Natur und Wetter

Zwischen Blau und Rot.

Violett verbindet die kühlste und die wärmste Farbe. Es gehört zu Besinnung und zu Übergängen – und ist seit jeher die Farbe des Geistigen.

Vitrine Dinge

Sichtbar und unantastbar.

In der Vitrine steht, was zu schade zum Benutzen ist. Sie ist ein Bild für Werte, die man bewahrt und nie in Gebrauch nimmt.

Vogel Tiere

Nachricht und Freiheit – etwas, das kommt oder wegwill.

Vogel im Käfig Tiere

Gesang hinter Gittern.

Der Käfigvogel singt und kann nicht fort. Er steht für eine Begabung, die versorgt und nicht freigelassen wird.

Vogelhaus Dinge

Für jemanden sorgen, der nicht bleiben muss.

Wer ein Vogelhaus füllt, gibt etwas, ohne Anspruch auf Gegenleistung – die Vögel kommen oder nicht. Im Traum steht es für eine Zuwendung, die niemanden festhält.

Vogelschwarm Tiere

Aufbruch in großer Zahl.

Ziehende Vögel kündigen einen Wechsel an. Sie stehen für Veränderungen, die nicht aufzuhalten sind und ihre Zeit haben.

Vokabel Dinge

Auswendig gelernt und nicht abrufbar.

Ein Wort, das nicht kommt, obwohl man es kann, steht für Blockade unter Druck. Der Traum zeigt: Das Wissen ist da, der Zugang nicht.

Volles Euter Tiere

Es muss abgegeben werden.

Ein volles Euter drückt und verlangt Entlastung. Es steht für etwas, das man in sich hat und weitergeben muss.

Von innen getrieben Zustände und Gefühle

Etwas in dir treibt.

Ein innerer Antrieb, dem man nicht widerstehen kann, ist im Traum weder gut noch schlecht. Wohin er trieb, ist die Auskunft.

Von jemandem träumen Zustände und Gefühle

Ein bestimmter Mensch war dabei.

Von jemandem zu träumen, sagt nichts darüber, was dieser Mensch tut oder denkt. Es sagt, dass er dir gerade etwas bedeutet – und welche Eigenschaft von ihm du brauchst.

Von oben herabsehen Zustände und Gefühle

Übersicht mit Abstand.

Von oben auf etwas zu sehen, gibt Klarheit und nimmt Anteil. Der Traum stellt damit oft eine Lage dar, aus der man gerade herausgetreten ist.

Vor dem Haus Orte und Räume

Kurz davor, hineinzugehen.

Vor der eigenen Tür zu stehen, ist der Augenblick vor dem Ankommen. Der Traum dehnt ihn, wenn das Hineingehen schwer fällt.

Vor einer Mauer stehen Zustände und Gefühle

Kein Durchkommen, kein Durchblick.

Die Mauer ist das Hindernis ohne Tür. Sie steht für ein Hemmnis, das man nicht verhandeln kann – nur umgehen oder übersteigen.

Vorahnung Zustände und Gefühle

Etwas weiß mehr als der Verstand.

Eine Vorahnung ist meistens eine Beobachtung, die man gemacht und nicht bemerkt hat. Der Traum bringt sie ans Licht – und das ist etwas anderes als Hellsehen.

Vorangehen Was man tut

Die Verantwortung übernehmen.

Vorangehen steht für Führung. Im Traum ist es anstrengend und ehrenvoll zugleich – wie im Wachen.

Vorbild Menschen

So möchte man werden.

Das Vorbild im Traum trägt eine Eigenschaft, die du gerade brauchst. Sie ist nicht bei ihm zu Hause, sondern bei dir – er zeigt sie nur.

Vorfahre Menschen

Wer lange vor dir da war und trotzdem mitredet.

Vorfahren im Traum stehen für das, was man mitbekommen hat, ohne es gewählt zu haben: Eigenschaften, Erwartungen, ein Name. Wer davon träumt, beschäftigt sich meistens mit der Frage, was davon wirklich seins ist.

Vorfahren Menschen

Was man mitbekommen hat, ohne es zu wählen.

Vorfahren stehen für das Weitergegebene: Eigenschaften, Lasten, Begabungen. Sie erscheinen, wenn ein Muster wiederkehrt, das älter ist als man selbst.

Vorfrühling Natur und Wetter

Es geht los, und man sieht fast nichts.

Der Vorfrühling ist die Zeit, in der sich etwas regt, bevor es sichtbar wird. Er steht für einen Anfang, der noch keine Beweise hat.

Vorgarten Orte und Räume

Der Teil, den alle sehen.

Der Vorgarten ist Garten für die anderen. Sein Zustand sagt, wie viel jemandem daran liegt, wie er auf die Nachbarn wirkt.

Vorgebeugt Körper

Angespannt zugewandt.

Wer sich vorbeugt, ist beteiligt: Die Sache geht ihn an. Es steht für Aufmerksamkeit, die Kraft kostet.

Vorgesetzter Menschen

Wer beurteilt, was du leistest.

Vorgesetzte im Traum stehen für Bewertung. Ob sie streng sind, sagt mehr über deinen Anspruch an dich selbst als über die Arbeit.

Vorhang Dinge

Man kann zumachen, ohne abzuschließen.

Vorhänge stehen für wählbare Abgrenzung. Sie zuzuziehen meint Schutzbedürfnis, sie aufzuziehen meint, sich wieder zu zeigen.

Vorhängeschloss Dinge

Sichtbar verschlossen.

Das Vorhängeschloss zeigt allen, dass hier nichts zu holen ist. Es steht für eine Abgrenzung, die man bewusst herzeigt.

Vorn und hinten Orte und Räume

Wohin man sieht und was man nicht sieht.

Vorn ist, worauf man zugeht; hinten ist, was einen einholt. Der Traum arbeitet mit beiden Richtungen sehr genau.

Vorrat Dinge

Was man zurückgelegt hat.

Vorräte stehen für Reserven – an Geld, an Kraft, an Geduld. Leere Vorräte melden Erschöpfung, bevor man sie spürt.

Vorwurf Zustände und Gefühle

Etwas wird einem angelastet.

Ein Vorwurf im Traum klingt oft wörtlich nach jemandem aus der eigenen Vergangenheit. Wessen Stimme es war, ist die wichtige Frage.

Vorzimmer Menschen

Wer durchkommt, entscheidet ein anderer.

Das Vorzimmer steht für eine Hürde vor der eigentlichen Stelle. Im Traum meint es Zugang, der verwaltet wird – und die Ohnmacht, die das macht.

Vulkan Natur und Wetter

Was unten brodelt, kommt heraus.

Der Vulkan steht für einen Zorn, der sich lange aufgestaut hat. Er kündigt sich an, und danach ist der Boden für lange Zeit fruchtbar – beides gehört dazu.

W

Waage Dinge

Zwei Seiten, ein Urteil.

Die Waage meint Abwägen, das einem im Wachen schwerfällt. Ihr Ausschlag ist die eigentliche Auskunft – und dass es eine gibt, heißt, dass die Entscheidung ansteht.

Wachhund Tiere

Treu und angebunden.

Der Kettenhund bewacht, was ihm nicht gehört, und kann nicht weg. Er steht für eine Treue, die zur Fessel geworden ist.

Wacholder Natur und Wetter

Zäh, stachelig, langlebig.

Der Wacholder wächst auf Heideboden und wird sehr alt. Er steht für eine Ausdauer, die sich nicht anbiedert.

Wachsen Was man tut

Etwas nimmt zu.

Im Traum zu wachsen meint Zuwachs an Bedeutung oder Können. Ungewollt zu wachsen kann auch heißen: Etwas wird einem zu groß.

Wachstum Natur und Wetter

Etwas nimmt zu, ohne dass jemand nachhilft.

Wachstum im Traum braucht keinen Beschluss – es geschieht. Deshalb steht es für Entwicklungen, die längst laufen, auch wenn man sie noch nicht zugeben will.

Wachtel Tiere

Versteckt sich, bis es zu spät ist.

Die Wachtel steht für einen Rückzug, der zu lange dauert: Wer sich duckt, wird irgendwann doch aufgescheucht.

Wächter Menschen

Wer entscheidet, wer durchkommt.

Ein Wächter steht vor einem Übergang. Er ist selten feindlich gemeint – meist prüft er nur, ob du wirklich hindurch willst.

Wade Körper

Die Kraft zum Gehen.

Die Wade trägt jeden Schritt. Ein Krampf darin meint eine Anstrengung, die über das Maß ging.

Waffe Dinge

Durchsetzung, die verletzen kann.

Eine Waffe steht für Macht in einem Streit. Sie im Traum in der Hand zu haben ist unangenehm und heißt meistens, dass man mehr Mittel hat, als man einsetzen möchte.

Wahrsagerin Menschen

Sagt, was kommen soll.

Die Wahrsagerin steht für den Wunsch nach Gewissheit. Ihre Auskunft im Traum ist nie eine Vorhersage – sie zeigt, welche Antwort du dir insgeheim wünschst.

Waise Menschen

Ohne Rückhalt dastehen.

Das Waisenbild meint kein wirkliches Verwaistsein. Es steht für ein Gefühl, für sich selbst sorgen zu müssen, bevor man so weit war.

Wal Tiere

Etwas Großes im Gefühl.

Wale leben in der Tiefe und sind trotzdem Säugetiere wie wir. Sie stehen für Gefühle von großem Ausmaß, die nicht bedrohlich sind, sondern nur größer als man selbst.

Wald Natur und Wetter

Das Unübersichtliche, durch das ein Weg führt.

Waldrand Orte und Räume

Die Kante zwischen offen und dicht.

Der Waldrand ist die Schwelle zum Unübersichtlichen. Dort stehenzubleiben, meint eine Entscheidung, die man noch nicht trifft.

Wand Orte und Räume

Eine Grenze, die man nicht verhandelt hat.

Wände stehen für das, was nicht weitergeht. Anders als eine Mauer sind sie Teil eines Hauses – also etwas, das man selbst gebaut hat oder bewohnt.

Wandel Was man tut

Dasselbe und trotzdem ein anderes.

Wandel ist kein Wechsel: Beim Wechsel wird etwas ersetzt, beim Wandel bleibt es und wird anders. Im Traum ist das fast immer ein gutes Zeichen, auch wenn es beim Zusehen unheimlich ist.

Wanderer Menschen

Unterwegs, ohne hier zu bleiben.

Der Wanderer kommt vorbei und geht weiter. Er steht für eine Begegnung ohne Anspruch – und für den Teil in einem, der nirgends ankommen will.

Wandspiegel Dinge

Sich selbst sehen, wie man ist.

Der Spiegel zeigt das Selbstbild. Ein Spiegel, in dem man sich nicht erkennt, meint eine Veränderung, die man noch nicht angenommen hat.

Wanduhr Dinge

Zeit, die man hört.

Eine Uhr im Raum macht Zeit spürbar. Stehen gebliebene Uhren meinen eine Lage, in der nichts vorangeht – oder eine Erinnerung, die festhängt.

Wange Körper

Hier zeigt sich das Gefühl.

Die Wange verrät, was man verbergen will: Scham, Zorn, Freude. Eine gestreichelte Wange steht für Zuwendung, eine geschlagene für Demütigung – nicht für Schmerz.

Wärme Zustände und Gefühle

Nähe, die guttut.

Wärme gehört zu den wenigen Traumbildern, die man ohne Umweg lesen darf. Sie steht für Nähe, Aufgehobensein und Zeiten, in denen etwas leicht fällt. Merk dir, WO im Traum es warm war – das ist ein brauchbarerer Hinweis als jedes bedrohliche Bild.

Warmes Licht Zustände und Gefühle

Licht, das nicht blendet.

Warmes Licht gehört zu Abenden und zu Nähe. Es steht für eine Stimmung, in der niemand etwas beweisen muss.

Wärmflasche Dinge

Wärme, die man sich holt.

Die Wärmflasche gehört zu Fürsorge im Kleinen. Sie steht für Trost, den man sich selbst verschafft – und der reicht weiter, als man denkt.

Wartehalle Orte und Räume

Viele warten auf Verschiedenes.

Die Wartehalle versammelt Menschen, die nichts verbindet außer dem Warten. Sie steht für eine Lebensphase, in der man mit anderen dasselbe durchmacht und doch allein ist.

Warten Was man tut

Stillstand, den ein anderer beendet.

Warten im Traum ist ein Zustand, kein Tun. Es zeigt an, dass du dich in einer Lage für nicht zuständig hältst. Manchmal stimmt das – oft aber wartet man auf eine Erlaubnis, die niemand geben muss.

Warten auf einen Befund Zustände und Gefühle

Die Ungewissheit dauert.

Das Warten auf eine Auskunft, die man nicht beeinflussen kann, ist ein eigener Zustand. Der Traum bildet ihn ab, ohne etwas über den Ausgang zu sagen – er weiß ihn nicht.

Wärter Menschen

Bewacht, was eingesperrt ist.

Der Wärter ist im Traum fast immer eine eigene Instanz: das Über-Ich, das Gewissen, die anerzogene Regel. Er hält den Schlüssel.

Warteschlange Orte und Räume

Drankommen, aber nicht jetzt.

In der Warteschlange ist niemand im Unrecht und trotzdem kommt man nicht weiter. Im Traum steht sie für eine Sache, in der alles richtig läuft und nur die Zeit fehlt – und dafür, dass andere vorne stehen.

Was man gesät hat Zustände und Gefühle

Das Ergebnis der eigenen Aussaat.

Zu ernten, was man gesät hat, ist ein sehr alter Satz und im Traum kein Urteil: Er zeigt nur, dass zwischen Tun und Ergebnis eine lange Zeit liegt.

Waschbär Tiere

Neugierig und dreist.

Der Waschbär nimmt sich, was nicht bewacht ist. Er steht für eine Nachlässigkeit, die ausgenutzt wird – im Traum selten böse, aber lehrreich.

Waschbecken Dinge

Der kleine Ort des Saubermachens.

Das Waschbecken steht für die tägliche, kleine Reinigung – nicht für den großen Neuanfang, sondern für das Abwaschen dessen, was heute war.

Waschbrett Dinge

Saubermachen mit den Armen.

Wäsche von Hand zu waschen ist schwere Arbeit für ein selbstverständliches Ergebnis. Das Bild steht für Mühe, die niemand sieht, weil nur das saubere Hemd auffällt.

Wäsche Dinge

Was gereinigt werden muss – regelmäßig.

Wäsche steht für wiederkehrende Pflichten und für das, was man in Ordnung hält. Schmutzige Wäsche vor anderen meint Scham über etwas Privates.

Wäscheleine Dinge

Alles hängt offen.

Wäsche auf der Leine sieht jeder. Das Bild steht für Persönliches, das öffentlich geworden ist – sauber zwar, aber sichtbar.

Wäschemangel Dinge

Zwischen zwei Walzen glatt.

„Durch die Mangel gedreht werden“ heißt bis heute, hart behandelt worden zu sein. Im Traum steht das Bild für einen Vorgang, aus dem man verändert herauskommt.

Waschen Was man tut

Etwas loswerden wollen.

Waschen meint Reinigung im weiten Sinn: ein schlechtes Gewissen, eine Beziehung, ein Kapitel. Was nicht sauber wird, will anders behandelt werden.

Waschküche Orte und Räume

Wo Schmutziges sauber wird.

Die Waschküche steht für die Arbeit an dem, was man nicht herzeigt. Sie liegt unten im Haus, und das gehört zum Bild.

Waschmaschine Dinge

Dreht, bis es sauber ist.

Die Waschmaschine steht für einen Vorgang, den man in Gang setzt und dann abwarten muss. Im Traum meint sie Aufarbeitung, die ihre Zeit braucht.

Waschschüssel Dinge

Sauberwerden mit wenig.

Die Schüssel steht für Reinigung unter einfachen Verhältnissen. Sie hat etwas Würdiges: Man macht sich zurecht mit dem, was da ist.

Wasser Natur und Wetter

Trennung und Tränen – und alles, was man fühlt, ohne es zu sagen.

Wasserfall Natur und Wetter

Kraft, die sich nicht halten lässt.

Wenn Wasser das Gefühlsleben ist, dann ist der Wasserfall die Stelle, an der es sich nicht mehr aufhalten lässt – laut, unaufhaltsam und beeindruckend zugleich. Er kommt in Zeiten, in denen etwas herausbricht, das lange gestaut war. Ob das erschreckend oder befreiend wirkte, sagt dir, wie du dazu stehst.

Wasserhahn Dinge

Gefühl, das man regulieren kann.

Der Wasserhahn steht für die Steuerung von Gefühl. Ein tropfender meint etwas, das immer weiter geht, obwohl man es abgestellt zu haben glaubte.

Wasserrohr Dinge

Trägt Wasser, wo man es nicht sieht.

Rohre stehen für das Gefühlsleben im Verborgenen. Ein Rohrbruch meint, dass es sich einen Weg gesucht hat – plötzlich und an der falschen Stelle.

Wasserwaage Dinge

Zeigt, ob etwas gerade ist.

Die Wasserwaage lässt sich nicht täuschen. Sie steht für eine Prüfung, bei der das Augenmaß nicht reicht.

Weber Menschen

Aus Fäden wird ein Ganzes.

Weben ist das älteste Bild für das Verfertigen eines Zusammenhangs. Der Weber steht für jemanden, der Einzelnes zu einem Muster fügt – auch ein eigenes Lebensmuster.

Wechsel Was man tut

Das eine hört auf, das andere fängt an.

Ein Wechsel im Traum passiert oft mitten im Bild: Der Raum ist plötzlich ein anderer, die Person auch. Das ist kein Fehler des Traums, sondern seine Art zu sagen, dass gerade etwas umgestellt wird.

Wechselgeld Dinge

Was zurückkommt.

Falsches Wechselgeld steht für ein Gefühl von Übervorteilung, das man nicht beweisen kann. Es ist ein kleiner Betrag und ein großer Ärger.

Wechselhaftes Wetter Natur und Wetter

Nichts bleibt lange.

Wechselhaftes Wetter steht für eine Zeit, in der sich die Lage ständig ändert. Man kann sich nicht einrichten – und das ermüdet mehr als schlechtes Wetter.

Wecker Dinge

Der Tag fängt an, ob man will oder nicht.

Der Wecker steht für den Anfang, den man sich selbst verordnet hat. Dass er im Traum nicht klingelt, ist ein Bild für die Sorge, sich nicht auf sich selbst verlassen zu können.

Weg Wege und Fahrzeuge

Wie es weitergeht – und ob du weißt, wohin.

Eine Kreuzung ist eine Entscheidung, eine Sackgasse ein Irrtum, den du schon ahnst. Ein Weg, der sich verliert, sagt, dass ein Plan nicht mehr trägt. Wichtig ist, ob du im Traum gehst oder stehst.

Und wenn es genauer dasteht:

Ein neuer Weg

Zwei Wege nebeneinander sind kein Bild vom Weg, sondern eines von der Wahl. Dass der zweite im Traum überhaupt sichtbar wird, heißt: Es gibt ihn schon, und du hast ihn bemerkt. Entscheidend ist, was du im Traum damit machst – ob du ihn nimmst, ob du ihn nur ansiehst, und wie es dir dabei ergeht. Solche Träume kommen, wenn im Wachen etwas noch läuft, aber nicht mehr überzeugt.

Der alte Weg

Ein Weg, den du schon kennst, gerät selten ohne Grund ins Traumbild – er ist ja nichts Neues. Dass er trotzdem dasteht, heißt meistens, dass gerade etwas an ihm zur Frage steht. Frag dich, ob du ihn noch wählst oder nur noch nimmst.

Weggabelung Wege und Fahrzeuge

Eine Entscheidung, die ansteht.

Die Gabelung zeigt, dass eine Wahl fällig ist. Welchen Weg du im Traum genommen hast, ist weniger wichtig als die Frage, ob du stehen geblieben bist.

Wegweiser Menschen

Jemand kennt den Weg – und es ist nicht immer ein Fremder.

Eine Gestalt, die im Traum führt, steht für eigene Klarheit. Sie erscheint von außen, weil man sie sich selbst noch nicht zutraut.

Wegwerfen Was man tut

Etwas soll nicht mehr dazugehören.

Wegwerfen ist ein Entschluss. Im Traum ist es fast immer erleichternd – und was man wegwirft, hat man vorher lange getragen.

Wehen Körper

Der Schmerz, der etwas hervorbringt.

Wehen sind der einzige Schmerz, der zielgerichtet ist. Im Traum stehen sie für eine Anstrengung, die weh tut und an deren Ende etwas Neues steht.

Wehmut Zustände und Gefühle

Traurig über etwas Schönes.

Wehmut ist das Gefühl für Vergangenes, das gut war. Sie ist keine Trauer – sie tut nicht weh, sie zieht. Träume mit Wehmut sind fast immer Abschiedsträume.

Wehrlos Zustände und Gefühle

Nichts entgegenzusetzen.

Wehrlos zu sein, heißt nicht schwach zu sein: Es heißt, dass die Mittel nicht passen. Der Traum zeigt die Lage, nicht den Charakter.

Weich Zustände und Gefühle

Es gibt nach.

Weiches nimmt jeden Druck auf und behält die Form nicht. Es steht für Nachgiebigkeit – angenehm zum Anlehnen und untauglich als Fundament.

Weide Natur und Wetter

Biegen, ohne zu brechen.

Die Weide gibt nach und bleibt stehen. Sie steht für Nachgiebigkeit als Stärke – und in ihrer Trauerform für stille Trauer, die nicht zusammenbricht.

Weidevieh Tiere

Ruhe, die sich nicht stören lässt.

Grasendes Vieh ist eines der friedlichsten Traumbilder überhaupt. Es steht für Genügsamkeit und dafür, dass gerade nichts droht.

Weihnachten Was man tut

Familie, Licht und Erwartung.

Weihnachten steht im Traum für Familie und für den Anspruch, dass alles schön sein soll. Genau daran hängt in diesen Träumen meist der Konflikt.

Weihrauch Dinge

Ein Geruch, der einen sofort woanders hinstellt.

Weihrauch gehört zu den stärksten Geruchsbildern, die es gibt – er ruft ganze Jahre auf einmal auf. Im Traum steht er weniger für Glauben als für Herkunft.

Wein Dinge

Lösen – und den Halt verlieren.

Wein steht für Genuss und für Enthemmung zugleich. Betrunken zu sein meint im Traum, dass etwas außer Kontrolle gerät, das man freiwillig begonnen hat.

Weinberg Natur und Wetter

Ertrag aus steilem Gelände.

Der Weinberg steht für Ertrag, der Mühe gekostet hat. Nichts daran ist mühelos, und gerade deshalb zählt es.

Weinen dürfen Zustände und Gefühle

Es darf heraus.

Endlich weinen zu können, ist ein Lösungsbild. Es kommt, wenn jemand lange stark sein musste – und der Traum gibt die Erlaubnis, die im Wachen fehlte.

Weiß Zustände und Gefühle

Unberührt – oder leer.

Weiß steht für Reinheit und für Unbeschriebenheit. Zu viel Weiß kann auch Kälte meinen: ein Raum, in dem noch nichts ist.

Weiter Blick Orte und Räume

Nichts steht im Weg.

Weite Sicht im Traum ist eines der befreiendsten Bilder überhaupt. Sie kommt, wenn sich im Wachen etwas geklärt hat – manchmal, bevor man es merkt.

Welken Was man tut

Etwas bekommt nicht mehr, was es braucht.

Welken meint Mangel, nicht Ende. Eine welkende Pflanze im Traum fragt, wo es an Wasser fehlt – also an Zuwendung.

Welle Natur und Wetter

Es kommt in Schüben.

Wellen kommen und gehen, und eine ist immer größer als die anderen. Sie stehen für Gefühl, das nicht gleichmäßig anbrandet, sondern in Stößen.

Welpe Tiere

Zutraulich und ohne Vorsicht.

Der Welpe steht für Vertrauen, das noch nicht enttäuscht wurde. Er kommt in Träumen über Anfänge, die Pflege brauchen und Freude machen.

Werfen Was man tut

Etwas verlässt die Hand mit Absicht.

Wer wirft, gibt etwas ab und bestimmt die Richtung. Ob jemand es aufgefangen hat, gehört im Traum zur Deutung – ein Wurf ins Leere ist ein anderes Bild.

Werkbank Dinge

Der Platz, an dem gearbeitet wird.

Die Werkbank steht für den eigenen Arbeitsplatz: ordentlich oder überladen, in Benutzung oder verstaubt. Ihr Zustand ist die Aussage.

Werkzeug Dinge

Die Mittel, mit denen du etwas in Ordnung bringst.

Werkzeug im Traum steht für Handlungsfähigkeit. Wer damit arbeitet, traut sich zu, etwas selbst zu richten. Fehlendes oder unpassendes Werkzeug ist das Gegenteil: Da ist eine Aufgabe, für die dir das Mittel fehlt – oft die Zeit, manchmal das Wissen, manchmal nur die Erlaubnis.

Werkzeugkasten Dinge

Die eigenen Mittel, beisammen.

Der Werkzeugkasten steht für Fähigkeiten, die man hat. Ihn nicht zu finden meint, sich unfähig zu fühlen für etwas, das man eigentlich kann.

Wespe Tiere

Sticht ohne zu sterben.

Anders als die Biene kann die Wespe immer wieder stechen. Sie steht für aggressive Nachstellung – eine Auseinandersetzung, die nicht aufhört.

Wetterhahn Dinge

Er zeigt, woher der Wind kommt.

Der Wetterhahn hat keine eigene Richtung und ist deshalb nützlich. Als Bild für einen Menschen ist er es nicht.

Wetterleuchten Natur und Wetter

Ein Gewitter, das noch weit weg ist.

Beim Wetterleuchten sieht man den Blitz und hört den Donner nicht – es ist weit genug. Im Traum steht es für eine Ahnung: Irgendwo braut sich etwas zusammen, und noch ist Zeit.

Wettlauf Was man tut

Dieselbe Strecke, gegeneinander.

Der Wettlauf steht für einen Vergleich, den man selbst gewählt hat. Mit wem du im Traum gelaufen bist, sagt, an wem du dich misst.

Wickel Dinge

Hausmittel, geduldig angewandt.

Der Wickel steht für eine einfache, wiederholte Hilfe. Er gehört zu Fürsorge, wie man sie als Kind erlebt hat.

Widder Tiere

Geht mit dem Kopf voran.

Der Widder steht für Durchsetzung, die nicht verhandelt. Er ist nicht bösartig, nur unnachgiebig – und rennt gelegentlich gegen Wände.

Widerhall Natur und Wetter

Die eigene Stimme kommt wieder.

Was zurückkommt, ist das Eigene – nur später und von woanders her. Der Widerhall steht für Folgen des eigenen Tuns, die einen einholen.

Widerwille Zustände und Gefühle

Etwas tun müssen, wogegen sich alles sträubt.

Widerwille ist schwächer als Ekel und dafür genauer: Er richtet sich auf etwas Bestimmtes. Im Traum zeigt er die Stelle, an der jemand gegen sich selbst handelt.

Wie betäubt Zustände und Gefühle

Alles kommt gedämpft an.

Ein betäubter Zustand ist ein Schutz nach einem Schlag. Der Traum bildet ihn ab, wenn im Wachen etwas noch nicht angekommen ist.

Wie ein Film Zustände und Gefühle

Zugesehen statt erlebt.

Einen Traum wie einen Film zu sehen, schafft Abstand. Es kommt bei Inhalten, die aus der Nähe zu viel wären.

Wieder durchatmen können Zustände und Gefühle

Die Enge ist vorbei.

Wieder Luft zu bekommen, nachdem es eng war, ist das schlichteste Erleichterungsbild überhaupt. Wo es im Traumverlauf steht, hat sich etwas gelöst.

Wieder ganz machen Was man tut

Aus Teilen wieder eines.

Etwas wieder zusammenzusetzen ist die geduldigste Arbeit, die es gibt. Die Bruchstellen bleiben sichtbar – und das Stück ist wieder brauchbar.

Wieder in der Schule sein Zustände und Gefühle

Erwachsen und wieder Schüler.

Als Erwachsener in der Schule zu sitzen, ist ein Traum von Menschen, die sich geprüft fühlen. Er greift auf die erste Erfahrung von Bewertung zurück, weil sie am tiefsten sitzt.

Wieder zueinanderfinden Was man tut

Der Riss schließt sich.

Sich wieder zu vertragen ist im Traum ein Wunschbild und eine Möglichkeit. Es kommt, wenn im Wachen eine Aussprache aussteht.

Wiederfinden Was man tut

Was weg war, ist wieder da.

Etwas wiederzufinden ist mehr als es zu finden – es war ja schon einmal deins. Im Traum ist das eines der freundlichsten Bilder: Nicht alles, was verloren geht, bleibt verloren.

Wiedergutmachen Was man tut

Etwas in Ordnung bringen, das man selbst zerbrochen hat.

Wiedergutmachen ist mehr als bereuen: Es ist eine Handlung. Im Traum steht es für den Wunsch, etwas zurückzunehmen, und für die Frage, ob das noch möglich ist. Wie der andere reagiert hat, ist der aufschlussreiche Teil.

Wiederholung Zustände und Gefühle

Ein Traum, der nicht lockerlässt.

Ein Traum, der wiederkommt, meint es ernster als jeder andere. Solche Träume hören erst auf, wenn die Sache dahinter angesehen wurde – nicht unbedingt gelöst, aber angesehen. Wenn dir ein Traum immer wieder kommt, ist er der wichtigste, den du hast.

Wiederkehrender Traum Zustände und Gefühle

Etwas ist nicht erledigt.

Ein Traum, der wiederkommt, ist beharrlich, nicht bedrohlich. Er hört auf, wenn seine Frage beantwortet ist – und meistens ändert er sich vorher ein wenig. Auf diese Änderung lohnt sich zu achten.

Wiedersehen Was man tut

Etwas Vergangenes meldet sich.

Wer im Traum jemanden wiedertrifft, hat es meist nicht mit diesem Menschen zu tun, sondern mit dem, was er verkörpert – eine Zeit, ein Gefühl, eine Möglichkeit, die man aufgegeben hatte. Solche Träume häufen sich an Wendepunkten.

Wiege Dinge

Der erste eigene Platz.

Die Wiege steht für Anfang und Geborgenheit. Eine leere Wiege ist eines der schwersten Bilder überhaupt und meint fast nie ein Kind, sondern einen unerfüllten Anfang.

Wiehern Tiere

Aufregung mit Stimme.

Ein wieherndes Pferd ist erregt – vor Freude oder vor Angst. Der Laut steht für eine Kraft, die sich bemerkbar macht.

Wiese Natur und Wetter

Offener, freundlicher Raum ohne Grenzen.

Die Wiese ist der freieste Ort im Traumlexikon: kein Zaun, kein Dach, kein Weg, dem man folgen müsste. Sie taucht auf, wenn es Luft gibt – oder wenn welche fehlt und der Traum sie herstellt.

Wiese im Dorf Orte und Räume

Der Platz, der allen gehört.

Der Anger ist gemeinsamer Grund: keiner besitzt ihn, alle nutzen ihn. Im Traum steht er für das, was eine Gemeinschaft zusammenhält – und für die Frage, ob es das noch gibt.

Wiesel Tiere

Schnell und schwer zu fassen.

Das Wiesel steht für Gewandtheit, die auch List sein kann. Es kommt, wenn sich jemand herausredet – man selbst oder ein anderer.

Wildschwein Tiere

Kraft, die nicht ausweicht.

Das Wildschwein bricht durch, statt herumzugehen. Es steht für Durchsetzung ohne Rücksicht – bei einem selbst oder bei anderen.

Willkommen sein Zustände und Gefühle

Man hat auf dich gewartet.

Willkommen zu sein, ist mehr als hereingelassen zu werden: Man ist erwünscht. Im Traum steht es für Zugehörigkeit ohne Bedingung.

Wimper Körper

Schutz und Wunschbild.

Wimpern halten Staub vom Auge fern und gelten zugleich als schön. Eine ausgefallene Wimper war immer ein Wunschanlass – im Traum steht sie für eine kleine, stille Hoffnung.

Wind Natur und Wetter

Veränderung, die von außen kommt und die man nicht bestellt hat.

Wind bewegt, ohne dass man ihn sieht. Er steht für Einflüsse, die man spürt, aber nicht benennen kann – Stimmungen, Nachrichten, das, was in der Luft liegt. Gegenwind heißt Widerstand, Rückenwind heißt, dass etwas dich trägt.

Windstille Natur und Wetter

Nichts rührt sich.

Windstille kann Frieden sein oder die Ruhe vor dem Sturm. Der Traum entscheidet das über das Gefühl – und beides kommt vor.

Winken Was man tut

Gruß über die Entfernung.

Winken überbrückt einen Abstand, den man nicht überwinden kann. Es gehört zu Ankunft und Abschied – und im Traum meistens zum zweiten.

Winter Natur und Wetter

Eine Zeit ohne sichtbares Wachstum.

Winter meint Ruhe und Rückzug. Was in ihm geschieht, geschieht unter der Oberfläche – das ist keine Strafe, das ist eine Phase.

Wintergarten Orte und Räume

Grün mitten im Kalten.

Der Wintergarten hält etwas am Leben, das draußen nicht überstünde. Er steht für einen geschützten Bereich, in dem Zartes weiterwachsen darf.

Winzig klein Zustände und Gefühle

Kleiner, als es sein dürfte.

Etwas, das im Traum schrumpft, hat an Bedeutung verloren – oder man wünscht sich, dass es das täte. Beides kommt vor, und das Gefühl entscheidet.

Wippe Dinge

Der eine hoch, der andere runter.

Die Wippe steht für ein Verhältnis, in dem einer nur steigt, wenn der andere sinkt. Gleichgewicht gibt es darauf nur kurz.

Wirbelwind Natur und Wetter

Dreht sich um sich selbst.

Der Wirbelwind bewegt viel und kommt nicht vom Fleck. Er steht für Aufregung ohne Richtung.

Wirt Menschen

Wer bewirtet, gegen Bezahlung.

Der Wirt steht für Gastfreundschaft mit Rechnung – Zuwendung, die etwas kostet. Das ist kein Vorwurf, nur eine Unterscheidung.

Wissen, dass man träumt Zustände und Gefühle

Im Traum wach sein.

Zu wissen, dass man träumt, ist nichts Besonderes und niemandem vorbehalten. Wer es erlebt, hat meist ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle – und bekommt sie hier für eine Nacht.

Witwe Menschen

Allein nach einer langen Bindung.

Die Witwe steht für ein Leben, das weitergeht, nachdem der wichtigste Teil davon fehlt. Im Traum meint sie Trauer, die Alltag geworden ist.

Wo das Wasser gestanden hat Orte und Räume

Das Wasser ist weg, die Spuren nicht.

Nach einer Überschwemmung bleibt Schlamm. Das Bild steht für die Zeit nach einer heftigen Gefühlslage – die Aufräumarbeit, von der niemand spricht.

Wochenmarkt Orte und Räume

Einmal in der Woche treffen sich alle.

Der Markttag bringt zusammen, was sonst verstreut lebt. Er steht für ein Zusammentreffen, das verlässlich wiederkommt.

Wohnung Orte und Räume

Der eigene Zustand, in Räumen erzählt.

Wohnungen im Traum sind Bilder für einen selbst. Neue Zimmer zu entdecken ist eines der besten Traumbilder überhaupt: Es gibt mehr in dir, als du in Gebrauch hast.

Wohnzimmer Orte und Räume

Wo man sich zeigt und ausruht zugleich.

Das Wohnzimmer ist der Raum für Gäste und für Feierabend. Es steht für die Seite von dir, die andere sehen dürfen und die trotzdem dir gehört.

Wolf Tiere

Das Fremde und Hungrige – anders als der Hund nicht vertraut.

Der Wolf steht für eine Gefahr, die man nicht kennt, und für Hunger im weiten Sinn: nach Leben, nach Anerkennung, nach mehr. Im Rudel meint er Druck von einer Gruppe.

Wolke Orte und Räume

Zwischen dir und dem Licht.

Wolken meinen vorübergehende Trübung. Sie sind das mildeste aller Sorgenbilder: Sie ziehen weiter, und der Traum weiß das.

Wolle Dinge

Aus einem Faden wird eine Fläche.

Wolle und Stricken stehen für geduldiges Aufbauen – und für das Gegenteil, das Aufribbeln. Ein verheddertes Knäuel meint eine Sache, die sich verzogen hat.

Wort Dinge

Etwas, das gesagt ist und nicht zurückkann.

Ein Wort im Traum hat mehr Gewicht als ein ganzer Satz im Wachen. Ob es gegeben, gebrochen oder verschluckt wurde, sagt fast immer, worum es wirklich geht.

Wunde Körper

Eine Verletzung, die noch nicht verheilt ist.

Wunden im Traum sind fast nie körperlich. Sie zeigen etwas, das noch wehtut, und ihr Ort sagt, worum es geht: an der Hand um Tun, am Fuß um den Weg, am Herzen um Nähe. Eine Narbe dagegen ist ein gutes Zeichen – da ist etwas verheilt, wenn auch sichtbar.

Wunder Was man tut

Etwas geht, das nicht gehen konnte.

Das Wunder im Traum ist der Hinweis, dass eine Lage weniger fest ist, als sie wirkt. Träume erlauben sich das – und manchmal ist genau das der Anstoß, den jemand braucht.

Wunsch Zustände und Gefühle

Was fehlt, in einem Bild.

Ein Wunsch im Traum zeigt selten, was man haben will, sondern woran es gerade fehlt – das ist nicht dasselbe. Am häufigsten sind es die Wünsche, die man sich tagsüber nicht zugesteht: Wer gelernt hat, etwas für unerreichbar zu halten, hört auf, davon zu sprechen – aber nicht auf, es zu wollen, und nachts holt es sich den Platz. Träume kleiden einen Mangel dabei in das nächstbeste Bild, und das Bild ist austauschbar, der Mangel nicht. Deshalb hilft die Frage weiter, was sich änderte, wenn der Wunsch morgen erfüllt wäre.

Und wenn es genauer dasteht:

Ein Wunsch geht in Erfüllung

Dass er im Traum erfüllt wird, heißt nicht, dass er sich erfüllen wird – sondern dass er groß genug ist, um sich nachts selbst zu bedienen. Wichtig ist weniger die Erfüllung als das Gefühl danach: Wer im Traum bekommt, was er wollte, und trotzdem leer bleibt, hat sich im Wunsch geirrt und nicht im Leben.

Ein Wunsch bleibt offen

Ein Wunsch, der im Traum offen bleibt, ist kein schlechtes Zeichen, sondern ein genaues: Er zeigt, dass die Sache noch unentschieden ist. Träume schließen selten ab, was im Wachen weitergeht.

Würfel Dinge

Das Ergebnis liegt nicht bei dir.

Der Würfel steht für alles, was vom Zufall abhängt. Er kommt, wenn jemand eine Entscheidung längst abgegeben hat und es sich nicht eingesteht.

Wurm Tiere

Arbeit im Verborgenen – oder Zersetzung.

Der Regenwurm macht Erde fruchtbar, die Made zersetzt. Beide arbeiten unsichtbar. Welches gemeint ist, sagt dein Gefühl: Ekel deutet auf das zweite.

Wurmstichig Natur und Wetter

Außen heil, innen hohl.

Etwas Wurmstichiges sieht in Ordnung aus. Es steht für einen Schaden, der von innen kommt und erst beim Aufschneiden zu sehen ist.

Wurst Dinge

Haltbar gemachtes Fleisch.

Wurst und Speck stehen für Vorrat, der eine Zeit überbrückt. Sie gehören zu Häusern, in denen vorgesorgt wird.

Wurzel schlagen Natur und Wetter

Bleiben wollen.

Wurzeln zu schlagen heißt, sich an einem Ort oder bei einem Menschen einzurichten. Es macht fest und unbeweglich zugleich.

Wurzelwerk Natur und Wetter

Der unsichtbare Teil, der alles hält.

Wurzeln stehen für Herkunft und Halt. Entwurzelt zu sein meint nicht Heimatlosigkeit, sondern den Verlust dessen, woraus man Kraft gezogen hat.

Wüste Natur und Wetter

Leere, die man durchqueren muss.

Die Wüste steht für eine Zeit ohne Nahrung für die Seele. Sie hat immer ein Ende – aber man sieht es nicht, während man hindurchgeht.

Wut Zustände und Gefühle

Ein Gefühl, das sich seinen Platz nimmt.

Wut kommt im Traum häufiger vor als im Wachen, und das hat einen einfachen Grund: Sie ist das Gefühl, das man sich tagsüber am ehesten verbietet. Suche nicht die Person aus dem Traum, sondern die Grenze, die überschritten wurde – Traumwut zeigt fast immer auf eine Stelle, an der du nachgegeben hast, obwohl du nicht wolltest.

Z

Zählen Was man tut

Festhalten, was sich nicht festhalten lässt.

Zählen im Traum ist der Versuch, Ordnung in etwas zu bringen, das keine hat. Es kommt in unruhigen Zeiten und beruhigt nicht.

Zahlungsunfähig Zustände und Gefühle

Die Mittel sind aufgebraucht.

Zahlungsunfähigkeit im Traum handelt selten von Geld. Sie ist das Bild dafür, dass etwas verbraucht ist – Kraft, Geduld, Ansehen. Das ist ein deutliches Zeichen, und der Traum meint damit keine Schande, sondern eine Grenze.

Zahn Körper

Was man zeigt – und womit man zupackt.

Zahnarzt Menschen

Tut weh und macht heil.

Der Zahnarzt steht für eine Hilfe, vor der man sich fürchtet. Im Traum geht es fast nie um Zähne, sondern um eine fällige Sache, die man aufschiebt.

Zähne fallen aus Körper

Etwas, das fest sein sollte, hält nicht.

Der Zahnausfall ist nach dem Fallen der bekannteste Traum überhaupt. Zähne sind das Festeste am Körper und zugleich das, was man beim Lachen und Reden zeigt. Wenn sie ausfallen, geht es um Halt und um das Bild, das man abgibt – nicht um das Gebiss und nicht um einen Todesfall in der Familie, wie die alten Bücher behaupten.

Zähne putzen Was man tut

Die tägliche kleine Ordnung.

Zähneputzen ist die selbstverständlichste Pflege, die es gibt. Im Traum steht sie für Gewohnheiten, die einen Tag zusammenhalten.

Zähneknirschen Körper

Wut, die im Kiefer bleibt.

Zähneknirschen ist unterdrückter Ärger in reinster Form: Der Körper tut, was der Mensch sich verbietet. Im Traum – und oft genug tatsächlich in der Nacht – steht es für etwas, das heraus müsste und nicht darf.

Zahnen Körper

Etwas bricht durch und tut weh.

Der durchbrechende Zahn ist das erste Wachstum, das Schmerzen macht. Er steht für eine Entwicklung, die richtig ist und trotzdem unangenehm.

Zahnrad Dinge

Eins greift ins andere.

Zahnräder laufen nur gemeinsam. Sie stehen für ein Gefüge, in dem jeder von jedem abhängt – und ein klemmendes für die eine Stelle, an der alles stockt.

Zange Dinge

Greift, wo die Hand nicht hinkommt.

Die Zange steht für einen Zugriff, den man sich verschafft hat. Sie hält fester als jede Hand und spürt nichts – beides gehört zur Deutung.

Zärtlichkeit Zustände und Gefühle

Nähe ohne Absicht.

Zärtlichkeit steht für Nähe, die nichts will. Sie ist im Traum oft das Gegenteil dessen, was im Wachen fehlt – und deshalb ein Bild des Mangels, obwohl es schön ist.

Zauberer Menschen

Wandlung ohne sichtbaren Grund.

Der Zauberer steht für die Hoffnung, dass sich etwas ändert, ohne dass man es selbst tun muss. Das ist kein Vorwurf – der Wunsch ist verständlich und der Traum nimmt ihn ernst.

Zaun Orte und Räume

Eine Grenze, über die man sehen kann.

Der Zaun trennt, ohne die Sicht zu nehmen. Er steht für eine Abgrenzung, die man eingerichtet hat und jederzeit ändern könnte.

Zaun flicken Was man tut

Die Grenze in Ordnung halten.

Einen Zaun zu flicken, ist kleine, ständige Arbeit an der eigenen Grenze. Wer sie versäumt, findet eines Tages die Nachbarn im Garten.

Zebra Tiere

Schwarz und weiß nebeneinander.

Das Zebra trägt die Gegensätze auf der Haut. Es steht für eine Sache, bei der beides gilt und keines das andere aufhebt – und für Menschen, die man nicht einordnen kann.

Zebrastreifen Wege und Fahrzeuge

Hinübergehen dürfen.

Der Zebrastreifen ist ein Übergang mit Erlaubnis: Hier müssen die anderen halten. Im Traum geht es darum, ob sie es tun – und ob du dich traust, obwohl du im Recht bist.

Zehe Körper

Vorn, klein, im Weg.

Zehen halten das Gleichgewicht und stoßen sich an. Sie stehen für die kleinen Beschwerlichkeiten, an denen man den ganzen Tag merkt, dass etwas nicht stimmt.

Zehn Zustände und Gefühle

Voll und abgeschlossen.

Zehn ist das runde Maß, mit dem der Mensch zählt. Sie meint Vollständigkeit – etwas ist beisammen.

Zeichen Dinge

Etwas will dir etwas sagen.

Ein Zeichen im Traum ist nie zufällig – es wird als Zeichen erlebt, und das ist der Punkt. Wer darauf wartet, hat eine Entscheidung vor sich, die er nicht allein treffen möchte.

Zeichnen Was man tut

Etwas sichtbar machen, das noch nicht da ist.

Zeichnen heißt, eine Vorstellung aus dem Kopf zu holen. Es steht für Gestaltung und für den Versuch, sich über etwas klar zu werden.

Zeitdruck Zustände und Gefühle

Zu wenig Zeit für zu viel.

Zu-spät-Träume sind so verbreitet wie Prüfungsträume und meinen dasselbe von der anderen Seite: nicht die Angst zu versagen, sondern die, nicht zu genügen. Wer sie oft hat, hat im Wachen meist mehr übernommen, als in einen Tag passt.

Zeitung Dinge

Was alle wissen.

Die Zeitung steht für Öffentliches: eine Sache, die nicht mehr dir allein gehört. Dass dein Name darin steht, ist im Traum meist ein Bild über Scham oder Stolz.

Zelle Orte und Räume

Vier Wände und ein Gitter.

Die Zelle ist der engste Raum, den es gibt. Sie steht für eine Lage, die man als Strafe erlebt – und die man sich oft selbst verhängt hat.

Zelten Orte und Räume

Wohnen mit dünnen Wänden.

Zelten heißt: Man hat ein Zuhause und es schützt kaum. Im Traum steht es für eine Lage, in der man untergekommen ist, ohne angekommen zu sein – vorläufig und offen.

Zerbrechen Was man tut

Etwas hält nicht mehr.

Etwas zerbrechen zu sehen meint ein Ende, das eingetreten ist. Scherben im Traum sind selten Unglück und meistens Erleichterung, die man sich noch nicht zugesteht.

Zerbrochener Spiegel Dinge

Das Bild von einem selbst ist entzwei.

Der Überlieferung nach bringt ein zerbrochener Spiegel sieben Jahre Unglück – das ist Aberglaube und nicht die Deutung. Im Traum steht er für ein Selbstbild, das nicht mehr stimmt: Man sieht sich in Stücken und in keinem ganz.

Zerdrücken Was man tut

Zu fest zugegriffen.

Etwas in der Hand zu zerdrücken steht für einen Zugriff, der kaputt macht, was er halten wollte. Ein Bild für Fürsorge, die zu eng wird.

Zerreißen Was man tut

Etwas Zusammenhängendes trennen.

Zerreißen ist heftiger als Schneiden: Es geht nicht sauber. Das Bild meint eine Trennung, die Schaden hinterlässt.

Zerstören Was man tut

Etwas soll nicht mehr sein.

Zerstören ist Wut in Handlung. Im Traum betrifft es oft eigenes Werk – und dann geht es um einen Neuanfang, der ohne das Alte nicht geht.

Zettel Dinge

Etwas Kurzes, das bleiben soll.

Der Zettel steht für eine Mitteilung ohne Anrede: hingelegt, nicht gesagt. Was darauf steht, ist im Traum fast immer wichtig – auch wenn man es nicht lesen kann.

Zeuge Menschen

Jemand hat es mitbekommen.

Ein Zeuge im Traum macht etwas öffentlich, das man für privat hielt. Das ist unangenehm und oft der erste Schritt zur Erleichterung.

Zeugnis Dinge

Bewertung, schwarz auf weiß.

Das Zeugnis fasst in eine Zahl, was nicht in eine Zahl gehört. Im Traum steht es für ein Urteil über einen selbst – meistens das eigene.

Ziege Tiere

Eigenwillig und genügsam.

Die Ziege kommt überall durch und hält sich an keine Zäune. Sie steht für Zähigkeit und für einen Trotz, der weiterhilft.

Ziehen Was man tut

Zu sich hin.

Ziehen steht für Anstrengung in die eigene Richtung. Etwas hinter sich herzuziehen meint eine Last, die man nicht abgelegt hat.

Ziel Zustände und Gefühle

Der Punkt, auf den zugegangen wird.

Ein Ziel im Traum ist nicht das, was man erreichen will, sondern das, was der Bewegung eine Richtung gibt. Deshalb ist ein Traum, in dem man ankommt, oft weniger aufschlussreich als einer, in dem man unterwegs ist. Wer im Traum ziellos geht, hat im Wachen meistens zu viele Ziele und nicht zu wenige.

Zimmer Orte und Räume

Ein abgegrenzter Bereich deines Lebens.

Räume im Traum sind Lebensbereiche. Ein enger Raum drückt, ein leerer fragt, was fehlt. Ein Raum, den man im eigenen Haus noch nie gesehen hat, ist eine Fähigkeit oder ein Wunsch, den du nicht kanntest.

Zimmermann Menschen

Baut das Tragende.

Der Zimmermann macht das Gerüst, auf dem alles ruht. Er steht für Grundlagenarbeit, die später niemand mehr sieht.

Zirkel Dinge

Ein fester Punkt, ein voller Kreis.

Der Zirkel braucht einen Einstich, um einen Kreis zu ziehen. Er steht für einen festen Bezugspunkt, ohne den nichts rundläuft.

Zitrone Natur und Wetter

Sauer, aber es klärt.

Die Zitrone steht für etwas Unangenehmes, das seinen Zweck hat: eine ehrliche Auskunft, eine bittere Einsicht.

Zittern Körper

Der Körper hält nicht still.

Zittern kommt von Kälte, Angst oder Erschöpfung – und der Traum unterscheidet das nicht immer. Es zeigt, dass die Kräfte am Rand sind.

Zögern Was man tut

Zwischen zwei Schritten stehenbleiben.

Zögern ist nicht Feigheit, sondern ein Abwägen ohne Ergebnis. Der Traum zeigt es, wenn die Frist knapp wird.

Zopf Körper

Haar in Ordnung gebracht.

Der Zopf bändigt, was offen wäre. Er steht für Selbstdisziplin und für Mädchenzeit – je nachdem, wer ihn trägt.

Zu früh Zustände und Gefühle

Da sein, bevor es losgeht.

Zu früh zu kommen ist unangenehmer, als es klingt: Man wartet sichtbar. Es steht für eine Bereitschaft, für die die Umstände noch nicht so weit sind.

Zu Gast sein Was man tut

Aufgenommen, ohne zu Hause zu sein.

Zu Gast zu sein heißt, versorgt zu werden und sich zu benehmen. Es steht für Aufnahme auf Zeit – angenehm und nie ganz selbstverständlich.

Zu genau hingesehen Zustände und Gefühle

Jedes Detail, kein Überblick.

Zu genau hinzusehen, ist eine eigene Art von Blindheit: Man sieht jede Faser und nicht den Stoff. Der Traum rät dann zum Zurücktreten.

Zu Kräften kommen Zustände und Gefühle

Die Kraft kommt zurück.

Wiedererstarken ist ein langsamer Vorgang, den der Traum als Bild zeigt, bevor man ihn im Wachen bemerkt. Es ist eines der zuverlässigsten guten Zeichen.

Zu sich stehen Was man tut

Du sagst: Das bin ich.

Zu sich zu stehen, beendet die Anstrengung des Versteckens. Im Traum ist es fast immer mit aufrechter Haltung verbunden – und das Bild ist wörtlich zu nehmen.

Zu spät gemerkt Zustände und Gefühle

Hinterher sieht man es.

Etwas erst im Nachhinein zu bemerken, ist kein Versagen: Vorher war es nicht zu sehen. Der Traum zeigt es, damit man es beim nächsten Mal früher erkennt.

Zu spät kommen Was man tut

Die Zeit reicht nicht.

Zu spät zu kommen ist ein Druckbild. Es fragt selten nach Pünktlichkeit und meistens danach, wo dir jemand im Nacken sitzt – manchmal du selbst.

Zu viel Zustände und Gefühle

Über der eigenen Grenze.

„Zu viel“ ist kein Mengenwort, sondern ein Urteil über die eigene Kraft. Der Traum setzt die Grenze dort, wo sie im Wachen wirklich liegt.

Zu viele Nachrichten Zustände und Gefühle

Alle wollen etwas, sofort.

Eine Flut von Nachrichten steht für Anforderungen, die gleichzeitig kommen und einzeln nichts bedeuten. Zusammen sind sie zuviel.

Zu wenig Zustände und Gefühle

Es reicht nicht aus.

Ein Mangel im Traum betrifft selten das, was fehlt. Er steht für das Gefühl, nicht auszukommen – mit Geld, mit Zeit, mit sich.

Zu zweit Zustände und Gefühle

Zwei gehören zusammen.

Paare im Traum stehen für Ergänzung oder für Vergleich. Wenn eines von zweien fehlt, ist das die eigentliche Aussage.

Zu zweit und doch allein Zustände und Gefühle

Beieinander, ohne beieinander zu sein.

Diese Einsamkeit ist schärfer als die allein: Der andere ist da. Der Traum bringt sie in langen Verbindungen, die leergelaufen sind.

Zucker Dinge

Süße ohne Nährwert.

Zucker macht alles angenehmer und nichts besser. Er steht für Schönreden – etwas, das man sich oder anderen versüßt, statt es anzusehen.

Zufall Zustände und Gefühle

Ohne Absicht und trotzdem passend.

Im Traum gibt es keinen Zufall – was zufällig wirkt, ist die Art, wie das Bild sich seinen Weg sucht. Gerade diese Stellen lohnen die Aufmerksamkeit.

Zuflucht Orte und Räume

Ein Ort, an dem dir nichts geschieht.

Zuflucht setzt voraus, dass es etwas gibt, vor dem man flieht – deshalb steht in diesem Bild immer beides. Im Traum ist der Zufluchtsort oft einer aus der Kindheit, und das ist kein Zufall: Man sucht dort, wo es einmal funktioniert hat. Dass du einen Ort gefunden hast, ist die gute Hälfte.

Zufriedenheit Zustände und Gefühle

Es reicht.

Zufriedenheit heißt im Traum: kein Mangel. Sie ist selten, unspektakulär und der beste Befund, den ein Traum geben kann.

Zug Wege und Fahrzeuge

Ein Lebensweg, den man nicht allein bestimmt.

Ein Zug fährt auf Schienen und nach Plan – deshalb steht er für Wege, die vorgezeichnet sind: Beruf, Familie, das, was man von dir erwartet. Den Zug zu verpassen ist einer der häufigsten Träume überhaupt und meint fast nie eine wirkliche Gelegenheit, sondern die Angst, etwas zu versäumen.

Zugedeckt aufwachen Zustände und Gefühle

Jemand hat an dich gedacht.

Zugedeckt aufzuwachen, ohne es selbst getan zu haben, ist ein stilles Zeichen von Fürsorge. Es gehört zu den freundlichsten Traumbildern überhaupt.

Zugehörigkeit Zustände und Gefühle

Irgendwo hin zu gehören, ohne sich zu erklären.

Zugehörigkeit ist nicht Anwesenheit: Man kann mitten unter Menschen stehen und nicht dazugehören – und genau das träumen Menschen dann auch. Das Bild dafür ist fast immer ein Raum voller Leute, in dem man niemanden kennt.

Zugewachsen Orte und Räume

Die Natur hat sich zurückgeholt.

Ein zugewachsener Weg wurde lange nicht gegangen. Er steht für eine Verbindung oder eine Fähigkeit, die man aus den Augen verloren hat – freilegen kann man sie.

Zuhören Was man tut

Dasein, ohne zu antworten.

Zuzuhören, ohne gleich etwas zu erwidern, ist eine Leistung. Im Traum steht sie für eine Zuwendung, die nichts kostet und schwer ist.

Zukunft Zeit und Erinnerung

Was noch offen ist.

Die Zukunft im Traum ist ein Raum, kein Zeitpunkt – man betritt ihn. Ob er hell oder verstellt ist, sagt weniger über das Kommende als darüber, wie zuversichtlich du gerade bist.

Zunder Dinge

Wartet nur auf den Funken.

Zunder ist nichts wert und unentbehrlich: Ohne ihn brennt kein Scheit. Er steht für eine Bereitschaft, die auf einen Anlass wartet.

Zunehmender Mond Natur und Wetter

Der Mond ist nie zweimal gleich.

Zu- und abnehmender Mond stehen für Phasen: Etwas wächst oder geht zurück, und beides gehört zu einem Kreislauf. Der Traum beruhigt damit – nichts bleibt, auch das Schlechte nicht.

Zuneigung Zustände und Gefühle

Gemocht werden, ohne etwas dafür zu tun.

Zuneigung im Traum ist selten romantisch und meistens einfacher: jemand ist freundlich, ohne Grund. Wer davon träumt, hat im Wachen häufig das Gefühl, sich alles verdienen zu müssen.

Zunge Körper

Sprechen und Schmecken, dasselbe Werkzeug.

Die Zunge steht für Geschmack im doppelten Sinn: was einem zusagt und wie man redet. Ein bitterer Geschmack meint eine Erfahrung, die nachhängt.

Zur Miete Orte und Räume

Wohnen, wo einem nichts gehört.

Zur Miete zu wohnen heißt im Traum: Der Platz ist deiner auf Zeit, und ein anderer kann ihn dir nehmen. Da Häuser im Traum für einen selbst stehen, geht es um ein Leben, in dem du dich nicht ganz zu Hause fühlst.

Zurückgelehnt Körper

Man muss nicht nach vorn.

Sich zurückzulehnen, heißt, nicht eingreifen zu müssen. Es steht für Gelassenheit – und manchmal für Rückzug aus der Verantwortung.

Zurückhaltung Zustände und Gefühle

Abstand halten, obwohl Nähe möglich wäre.

Zurückhaltung im Traum handelt von einer Grenze, die du selbst ziehst. Sie kann Schutz sein oder Furcht, und der Traum weiß den Unterschied: Achte darauf, ob es sich ruhig anfühlte oder angespannt.

Zurückschneiden Was man tut

Weniger, damit mehr wird.

Ein Zurückschnitt sieht aus wie Zerstörung und ist Pflege. Der Traum bringt das Bild, wenn jemand zu viel gleichzeitig will.

Zurückweisung Zustände und Gefühle

Nein bekommen.

Zurückgewiesen zu werden ist eines der häufigsten Traumbilder überhaupt und fast nie eine Vorhersage. Es zeigt eine Furcht, die gerade Nahrung bekommen hat.

Zusagen Was man tut

Sich binden.

Eine Zusage im Traum stellt die Frage, ob man wirklich will, wozu man Ja sagt. Wer im Traum zusagt und dabei ein flaues Gefühl hat, hat seine Antwort.

Zusammenbrauen Was man tut

Etwas kommt, bevor man es sieht.

Wenn sich im Traum etwas zusammenbraut, ist noch nichts geschehen – und alles schon entschieden. Das Bild gehört zu den ehrlichsten, die es gibt: Es beschreibt das Gefühl vor einem Ereignis, das man kommen sieht und nicht aufhalten kann. Was danach im Traum passiert, ist oft milder als die Ahnung davor.

Zusammenbrechen Zustände und Gefühle

Die Haltung gibt nach.

Zusammenzubrechen, ist im Traum kein Versagen, sondern das Ende einer zu langen Anspannung. Danach kommt fast immer etwas Ruhigeres – im Traum wie im Leben.

Zusammengekauert Körper

So klein wie möglich.

Sich zusammenzukauern, ist die älteste Schutzhaltung, die es gibt. Sie steht für einen Rückzug in sich selbst, wenn sonst kein Schutz da ist.

Zusammensitzen am Abend Was man tut

Der Abend gehört dem Reden.

Abends beieinanderzusitzen und zu erzählen, war einmal die Hauptbeschäftigung nach getaner Arbeit. Im Traum steht es für eine Nähe, die keine Unterhaltung braucht.

Zusammenstoß Was man tut

Zwei Bewegungen, die nicht aneinander vorbeikamen.

Ein Zusammenstoß braucht keine Absicht – es reicht, dass beide unterwegs waren. Im Traum steht er für einen Zusammenprall im Leben, den niemand gewollt hat. Oft geht es um zwei Verpflichtungen, die sich nicht vertragen.

Zuschauen Was man tut

Dabei sein, ohne teilzunehmen.

Im Traum zuzusehen statt zu handeln zeigt eine Lage, in der man sich nicht zuständig fühlt – und oft doch betroffen ist.

Zusehen ohne einzugreifen Was man tut

Dabei und nicht beteiligt.

Zuzusehen, ohne einzugreifen, ist im Traum häufig und unangenehm. Es steht für eine Zurückhaltung, die man hinterher bereut – oder für kluges Abwarten. Das Gefühl entscheidet.

Zuversicht Zustände und Gefühle

Es wird gehen.

Zuversicht ist Hoffnung ohne Anstrengung. Wo sie im Traum auftaucht, hat sich im Wachen etwas gelöst, das man noch nicht bemerkt hat.

Zuwendung Zustände und Gefühle

Dass sich jemand Zeit nimmt.

Zuwendung ist Aufmerksamkeit mit Dauer: nicht bemerkt werden, sondern begleitet. Im Traum steht dafür fast immer eine einfache Handlung – jemand kocht, jemand deckt zu, jemand hört zu Ende zu.

Zwei Dinge

Gegenüber – und Wahl.

Die Zwei steht für Gegensatz und Begegnung. Wo sie auftaucht, geht es um ein Verhältnis oder um eine Entscheidung zwischen zweien.

Zwei, die streiten Menschen

Zwei Seiten, ein Streit.

Zwei Gestalten, die miteinander ringen, sind im Traum fast immer zwei Seiten von einem selbst. Worum sie stritten, ist die offene Frage des Träumenden.

Zwei gleiche Hälften Zustände und Gefühle

Beide Seiten gleich.

Gleichmaß beruhigt und wirkt künstlich. Im Traum steht es für eine Ordnung, die hergestellt wurde – nicht für eine, die gewachsen ist.

Zwei Wege Wege und Fahrzeuge

Einer von beiden.

Eine Weggabelung stellt eine Entscheidung, bei der beides möglich wäre. Welchen du genommen hast, ist im Traum die Antwort – nicht die Frage.

Zweifel Zustände und Gefühle

Zwei Möglichkeiten, keine Gewissheit.

Zweifel ist kein Fehler, sondern der Zustand vor einer Entscheidung. Im Traum erscheint er als Zögern an einer Schwelle – und die Schwelle sagt, worum es geht.

Zweig Natur und Wetter

Was vom Stamm ausgeht.

Zweige stehen für Verästelungen einer Sache: Familienzweige, Nebenwege, Möglichkeiten. Ein abgebrochener Zweig meint eine Linie, die nicht weitergeht.

Zweikampf Was man tut

Zwei, und nur einer bleibt stehen.

Der Zweikampf ist der Streit ohne Ausweichen: Beide haben zugestimmt, und es gibt kein Unentschieden. Im Traum steht er für eine Auseinandersetzung, die du für unausweichlich hältst. Ob das stimmt, ist die Frage, die das Bild dir stellt – und die es nicht beantwortet.

Zweisamkeit Zustände und Gefühle

Zu zweit sein und niemanden vermissen.

Zweisamkeit ist nicht dasselbe wie Liebe und nicht dasselbe wie Nähe. Sie ist der Zustand, in dem zwei genug sind. Im Traum kommt sie oft in ganz kleinen Räumen vor – und das ist kein Zufall.

Zwerg Menschen

Klein, kundig, unterirdisch.

Zwerge kennen den Berg und das Handwerk. Sie stehen für Wissen, das man nicht sieht, und für Helfer, die man unterschätzt.

Zwieback Dinge

Nahrung für schlechte Tage.

Zwieback isst man, wenn nichts anderes geht. Er steht für das Nötigste – und dafür, dass es reicht.

Zwiebel Natur und Wetter

Schale um Schale, und es treibt Tränen.

Die Zwiebel steht für etwas, das man nur in Schichten versteht – und das beim Öffnen weh tut. Ein sehr genaues Bild für Selbsterkenntnis.

Zwinge Dinge

Festhalten, bis es hält.

Die Zwinge hält zwei Teile, bis der Leim fest ist. Sie steht für die Zeit, die eine Verbindung braucht, bevor sie von selbst trägt.

Zwischen zwei Fronten Zustände und Gefühle

Beide Seiten haben recht.

Zwischen zwei Parteien zu stehen, die man beide mag, ist eine der unangenehmsten Lagen überhaupt. Der Traum löst sie nicht auf – er zeigt, dass man sie aushält.

Zwischenraum Orte und Räume

Ein Raum, den niemand eingeplant hat.

Ein Hohlraum im Haus steht für etwas in einem selbst, das im Bauplan nicht vorkommt. Solche Entdeckungen sind im Traum meistens spannend, nicht bedrohlich.

Zwischentür Orte und Räume

Zwei Räume, eine Verbindung.

Die Zwischentür steht für den Übergang zwischen zwei Bereichen des eigenen Lebens. Ob sie offen stand, sagt, wie gut die beiden zusammenpassen.

Zwitschern Tiere

Der Morgen ist da.

Vogelgezwitscher gehört zum frühen Tag und zum Frieden. Es ist eines der wenigen Geräusche, die niemand als Störung empfindet.

Zwölf Zustände und Gefühle

Ein voller Kreis.

Zwölf ist die Zahl des geschlossenen Laufs: Monate, Stunden. Sie steht für einen Zyklus, der sich schließt.

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