So bedienst du den Kartenleger
- Deck, Legeart und Deutung wählen. Die drei
Tafeln oben auf der Seite. Der nächste Knopf
glimmt – er zeigt, wo es weitergeht.
- Karten mischen. Die Seite rückt so, dass der
Knopf oben steht; darunter liegt der Stapel.
- Legen – oder Karte für Karte selbst vom Stapel
abheben, wenn du lieber abhebst.
- Die Deutung erscheint unter dem Tisch, sobald
alle Karten liegen.
Eine Karte anklicken – auf dem Tisch öffnet sich
ein Fenster: das Bild groß, daneben, in welchem Haus sie
liegt und was das heißt.
Ein Kärtchen in der Deutung anklicken führt zurück
auf den Tisch, und die Karte dort leuchtet auf –
so siehst du, wo sie liegt, ohne zu suchen. Mit der Maus
darüber genügt auch: Dann steht das Haus daneben.
Speichern und Laden. Unter der Deutung steht
Legung speichern – die Legung kommt als kleine
Datei auf deinen Rechner, mit Deck, Datum und Uhrzeit im
Namen. Legung laden steht oben neben Mischen und
Legen: Damit holst du sie zurück, genau so, wie sie lag.
Drucken gibt die Deutung aufs Papier – ohne Knöpfe,
ohne Menü, nur die Karten und die Texte.
Die Karten auf den Bildern liegen verdeckt.
Eine Legeart zeigt Plätze, keine Blätter – welche Karte wohin
kommt, entscheidet das Mischen. Die Zahlen sagen, in welcher
Reihenfolge gelegt wird.
Tageskarte 1 Karte
Misch in Ruhe und zieh eine Karte. Sie sagt, was dir heute begegnet – ein Mensch, eine Nachricht, eine Lage.
Herkunft: Allgemein übliche Kurzbefragung, bei Kipper wie bei allen Wahrsagekarten.
1
- Für heute
So legst du sie:
Mischen, abheben, die oberste Karte aufdecken. Mehr ist es nicht – und mehr braucht es für einen Tag auch nicht. Wer unsicher ist, ob er richtig liest, fängt hier an: Eine Karte am Morgen, abends nachsehen, was daraus geworden ist.
So deckst du sie auf:
Die eine Karte an ihrer Stelle umdrehen – seitwärts über die lange Kante, wie ein Buchblatt. Nicht aufnehmen: Auch bei einer einzelnen Karte gewöhnt man sich den Griff an, den man bei neun braucht.
So liest du sie:
Aufdecken und ansehen. Nicht lange grübeln – die erste Regung ist meist die richtige. Merk dir ein Wort dazu und sieh am Abend nach, was daraus geworden ist. So lernt man die Karten schneller als aus jedem Buch.
Drei Karten 3 Karten
Drei Karten nebeneinander. Links, was war, in der Mitte, was ist, rechts, was kommt – und dann alle drei als einen Satz lesen.
Herkunft: Leserichtung nach der Kipper-Lehre: links Vergangenheit, Mitte Gegenwart, rechts Zukunft (kipper-karten.de).
- Was war
- Was ist
- Was kommt
So legst du sie:
Mischen, abheben, dann 3 Karten von oben abnehmen und von LINKS nach RECHTS nebeneinanderlegen. Die Reihenfolge ist die Bedeutung: Was zuerst liegt, gilt zuerst. Erst alle aufdecken, dann lesen – wer nach jeder Karte deutet, verbaut sich den Blick auf das Ganze.
So deckst du sie auf:
Die Karten bleiben LIEGEN. Nicht aufnehmen und woanders offen hinlegen – der Platz ist die Bedeutung. Jede Karte wird an ihrer Stelle umgedreht, und zwar seitwärts über die lange Kante wie ein Buchblatt. Dreht man sie über die kurze, steht sie danach auf dem Kopf. Aufgedeckt wird in der Reihenfolge, in der gelegt wurde: von links nach rechts, alle 3 nacheinander. Erst wenn die letzte offen liegt, wird gedeutet.
So liest du sie:
Erst liegen alle Karten verdeckt, dann werden sie ALLE aufgedeckt – nicht eine nach der anderen gedeutet. Die dritte Karte ändert oft, was die erste bedeutet. Gelesen wird von links nach rechts: zuerst jede für sich, dann die ganze Reihe als einen Satz. Zwei Karten, die nebeneinander liegen, färben aufeinander ab – erst zusammen ergeben sie den Sinn.
Fünfer-Kreuz 5 Karten
Zuerst die Mitte – sie ist das Thema. Dann je eine Karte darüber, links, rechts und darunter. Jede äußere Karte wird zusammen mit der Mitte gelesen: oben, was dich beschäftigt; links, was gerade vorbei ist; rechts, was kommt; unten, was du selbst tun kannst.
Herkunft: Kreuzlegung als erster Schritt der Kipper-Neunerlegung (kipper-karten.de: Karte oben, links, rechts, unten, jeweils mit der Mitte gelesen).
- Mitte – worum es geht
- Oben – was dich beschäftigt
- Links – was vorbei ist
- Rechts – was kommt
- Unten – was du tun kannst
So legst du sie:
Mischen, abheben, 5 Karten abnehmen und in der Reihenfolge der Zahlen an ihren Platz legen – so, wie es die Zeichnung zeigt. Jeder Platz hat seine eigene Bedeutung; welche, steht in der Liste darunter.
So deckst du sie auf:
Die Karten bleiben LIEGEN. Nicht aufnehmen und woanders offen hinlegen – der Platz ist die Bedeutung. Jede Karte wird an ihrer Stelle umgedreht, und zwar seitwärts über die lange Kante wie ein Buchblatt. Dreht man sie über die kurze, steht sie danach auf dem Kopf. Aufgedeckt wird in der Legereihenfolge, also in der Reihenfolge der Zahlen. Erst wenn alle offen liegen, wird gedeutet.
So liest du sie:
Erst die Mitte allein, dann jede äußere Karte zusammen mit der Mitte: oben und Mitte, links und Mitte, rechts und Mitte, unten und Mitte. Zum Schluss die senkrechte und die waagerechte Linie als je einen Satz – links nach rechts ist der Lauf der Zeit.
Neunerlegung 9 Karten
Drei mal drei Karten. Die Mitte ist das Thema. Die linke Spalte ist Vergangenheit, die mittlere Gegenwart, die rechte Zukunft. Die obere Reihe zeigt, was im Kopf vorgeht, die mittlere die Lage, die untere, was geschieht und was du tun kannst. Zum Schluss Reihen, Spalten und die beiden Diagonalen als Sätze lesen.
Herkunft: Kipper-Neunerlegung nach kipper-karten.de: links Vergangenheit, Mitte Gegenwart, rechts Zukunft; oben Gedanken und Einflüsse, unten Handlungen und Ereignisse.
- Was dich beschäftigt hat
- Was dich jetzt beschäftigt
- Was dich beschäftigen wird
- Was war
- Worum es geht
- Was kommt
- Was geschehen ist
- Was du tun kannst
- Was geschehen wird
So legst du sie:
Mischen, abheben, 9 Karten abnehmen und reihenweise legen: erst die obere Reihe von links nach rechts, dann die mittlere, dann die untere. Gelesen wird zuerst die Mitte – dort steht der Kern –, danach die Reihen, danach die Spalten. Karten, die nebeneinander liegen, gehören zusammen.
So deckst du sie auf:
Die Karten bleiben LIEGEN. Nicht aufnehmen und woanders offen hinlegen – der Platz ist die Bedeutung. Jede Karte wird an ihrer Stelle umgedreht, und zwar seitwärts über die lange Kante wie ein Buchblatt. Dreht man sie über die kurze, steht sie danach auf dem Kopf. Aufgedeckt wird reihenweise, wie gelegt wurde: erst die obere Reihe von links nach rechts, dann die mittlere, dann die untere. Nicht mit der Mitte anfangen – die kommt erst beim Lesen zuerst dran.
So liest du sie:
Alle verdeckt legen, dann alle aufdecken. Gelesen wird zuerst die MITTE – dort steht der Kern der Frage. Danach die drei Reihen von oben nach unten, danach die Spalten von links nach rechts. Karten, die sich berühren, gehören zusammen; besonders die vier um die Mitte herum, sie beschreiben, was auf den Kern einwirkt.
Beziehungslegung 7 Karten
Sieben Karten. Links ihre Seite, rechts seine – so, wie sich die beiden Hauptpersonen im Kipperblatt anschauen. Je oben, was gedacht wird, in der Mitte, wie es geht, unten, was gefühlt wird. In der Mitte zwischen beiden liegt, was euch verbindet oder trennt.
Herkunft: Beziehungslegung nach Art der Kipper-Partnerschaftslegungen (Denken, Befinden, Fühlen je Partner, dazu das Verbindende). Seitenwahl nach den Kartenbildern: Weibliche Hauptperson schaut nach rechts, Männliche nach links.
- Sie – wie es ihr geht
- Was sie denkt
- Was sie fühlt
- Was zwischen euch steht
- Er – wie es ihm geht
- Was er denkt
- Was er fühlt
So legst du sie:
Mischen, abheben, 7 Karten abnehmen und in der Reihenfolge der Zahlen an ihren Platz legen – so, wie es die Zeichnung zeigt. Jeder Platz hat seine eigene Bedeutung; welche, steht in der Liste darunter.
So deckst du sie auf:
Die Karten bleiben LIEGEN. Nicht aufnehmen und woanders offen hinlegen – der Platz ist die Bedeutung. Jede Karte wird an ihrer Stelle umgedreht, und zwar seitwärts über die lange Kante wie ein Buchblatt. Dreht man sie über die kurze, steht sie danach auf dem Kopf. Aufgedeckt wird in der Legereihenfolge, also in der Reihenfolge der Zahlen. Erst wenn alle offen liegen, wird gedeutet.
So liest du sie:
Zuerst jede Seite für sich, von oben nach unten: was gedacht wird, wie es geht, was gefühlt wird. Dann die Mitte – sie verbindet oder trennt. Zum Schluss die beiden mittleren Karten der Seiten zusammen mit der Mitte als einen Satz lesen.
Große Tafel 36 Karten
Alle sechsunddreißig Karten, vier Reihen zu acht und vier darunter. Such zuerst deine Hauptperson – Karte 1, wenn du ein Mann bist, Karte 2, wenn du eine Frau bist. Was in ihrer Blickrichtung liegt, kommt auf dich zu; was in ihrem Rücken liegt, ist vorbei. Darüber steht, was dich beschäftigt, darunter, was du in der Hand hast. Die vier Karten ganz unten zeigen die nächsten Wochen. Häuser kennt das Kipperblatt nicht – es zählen die Nachbarn und der Abstand zur anderen Hauptperson.
Herkunft: Große Tafel mit allen 36 Kipperkarten; Hauptperson, Blickrichtung und die vier Wochenkarten nach astrolymp.de und gratisgespraechkartenlegen.com, Blickrichtung „vor ihr Zukunft, hinter ihr Vergangenheit“ nach The Daily Oracle.
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So legst du sie:
Alle Karten, keine bleibt liegen. Mischen, abheben, dann reihenweise auslegen – von links nach rechts, Reihe für Reihe. Zuerst wird die Personenkarte gesucht; wohin sie blickt, liegt die Zukunft, hinter ihr das Gewesene. Dann liest man, was um sie herum liegt, dann die Karten zu den einzelnen Themen. Das ist die ausführlichste Legung und nichts für zwischendurch. Die letzten 4 Karten füllen keine ganze Reihe mehr. Sie liegen MITTIG darunter, in den Spalten 3 bis 6, und gehören zu genau diesen Spalten: Jede sagt etwas über die Spalte, unter der sie steht – was dort im Kern liegt und worauf es dort hinausläuft. Deshalb ist die Mitte keine Frage des Aussehens: Links angehängt stünden sie unter den falschen Spalten.
So deckst du sie auf:
Die Karten bleiben LIEGEN. Nicht aufnehmen und woanders offen hinlegen – der Platz ist die Bedeutung. Jede Karte wird an ihrer Stelle umgedreht, und zwar seitwärts über die lange Kante wie ein Buchblatt. Dreht man sie über die kurze, steht sie danach auf dem Kopf. Bei so vielen Karten deckt man reihenweise auf: eine Reihe ganz umdrehen, dann die nächste. So verliert man nicht den Überblick, und keine Karte rutscht aus ihrer Spalte. Gedeutet wird erst, wenn alle offen liegen.
So liest du sie:
Alle Karten verdeckt auslegen, dann alle aufdecken – hier wird nichts einzeln umgedreht. Zuerst wird die Personenkarte gesucht. Wohin sie blickt, liegt das Kommende; hinter ihr das Gewesene. Dann liest man die Karten, die sie unmittelbar umgeben – oben, unten, links, rechts und über Eck. Danach die Themenkarten: Was liegt neben der Karte für Geld, was neben der für Gesundheit? Je näher eine Karte an der Person liegt, desto eher trifft sie ein. Man muss nicht alle 36 deuten; niemand tut das. Zuletzt die unterste, kurze Reihe: Diese Karten gehören zu den Spalten, unter denen sie liegen, und fassen zusammen, worauf es dort hinausläuft.
Alle Karten und ihre Bedeutung36 Karten
Was eine Karte an ihrem Platz bedeutet, hängt immer auch von ihren Nachbarn ab. Hier steht der Kern – der Rest ergibt sich aus der Legung.

1 · Männliche HauptpersonDer Fragende selbst – oder der Mann, um den es der Fragenden geht.
2 · Weibliche HauptpersonDie Fragende selbst – oder die Frau, um die es dem Fragenden geht.
3 · EhestandskarteEhe und feste Bindung. Auch ein Vertrag, der beide Seiten verpflichtet.
4 · ZusammenkunftEin Treffen, ein Wiedersehen, ein Gespräch unter vier Augen.
5 · Guter HerrEin älterer, hilfsbereiter Mann – Vater, Freund, Arzt, Berater.
6 · Gute DameEine reife, hilfsbereite Frau – Mutter, Freundin, Nachbarin.
7 · Angenehmer BriefEine gute Nachricht. Brief, Anruf, Schriftliches, das freut.
8 · Falsche PersonFalschheit. Neid, Intrige, Gerede – oft eine Frau im Umfeld.
9 · Eine VeränderungEtwas wechselt. Umzug, neue Stelle, ein neuer Lebensabschnitt.
10 · Eine ReiseEs geht fort von hier. Reise, Fahrt, Aufbruch.
11 · Viel Geld gewinnenEs kommt viel Geld herein. Gewinn, Erbe, ein großer Betrag.
12 · Reiches MädchenEine junge, unbeschwerte Frau. Leichtigkeit, Genuss, auch Leichtsinn.
13 · Reicher guter HerrEin junger, vermögender Mann. Finanzielle Sicherheit, Firma, Geschäft.
14 · Traurige NachrichtEine Nachricht, die weh tut. Enttäuschung, Absage, Kummer.
15 · Guter Ausgang in der LiebeDie Liebe geht gut aus. Versöhnung, Harmonie, Zuneigung.
16 · Seine GedankenGedanken und Pläne – was im Kopf vorgeht, besonders bei ihm.
17 · Geschenk bekommenDir wird etwas geschenkt. Freude, Überraschung, Anerkennung.
18 · Ein kleines KindEtwas Kleines fängt an. Ein Kind, ein Neubeginn, Vertrauen.
19 · Ein TodesfallEin Kapitel geht zu Ende. Abschluss, Trauer, Abschied.
20 · HausZuhause und Familie. Besitz, Sicherheit, das eigene Dach.
21 · WohnzimmerDas Privatleben hinter der eigenen Tür. Wohnung, das Innere.
22 · MilitärpersonEin Mann in Uniform. Ordnung, Pflicht, Amt, Disziplin.
23 · GerichtEs wird entschieden, von Amts wegen. Recht, Behörde, Urteil.
24 · DiebstahlEs wird etwas genommen. Verlust, Schaden, Pech.
25 · Zu hohen Ehren kommenAufstieg und Anerkennung. Erfolg, Beförderung, ein guter Ruf.
26 · Großes GlückEs gelingt, und zwar deutlich. Erfüllung, eine Wende zum Guten.
27 · Unverhofftes GeldGeld, mit dem niemand gerechnet hat. Auch ein lohnender Vertrag.
28 · ErwartungEtwas steht noch aus. Warten, Hoffen, Sehnsucht.
29 · GefängnisEs ist eng, es geht nicht weiter. Einsamkeit, Amt, Klinik, Stillstand.
30 · GerichtspersonEine Person vom Gericht. Anwalt, Richter, Notar, Beamter.
31 · Kurze KrankheitEine Schwäche, die vorübergeht. Infekt, Erschöpfung, Stress.
32 · Kummer und WiderwärtigkeitenSorgen und Ärger. Streit, Krise, eine schwere Zeit.
33 · Trübe GedankenDer Kopf sieht schwarz. Grübeln, Angst, Schwermut, Zweifel.
34 · Arbeit, BeschäftigungDas tägliche Tun. Arbeit, Beschäftigung, Fleiß.
35 · Ein langer WegEs dauert, und es ist weit. Geduld ist nötig.
36 · Die Hoffnung, großes WasserZuversicht und Ferne. Hoffnung, Sehnsucht, Ausland, Reise übers Wasser.
Keine dieser Legungen ist Vorschrift. Sie
sind Ordnungen, die sich bewährt haben – weil sie eine Frage in
Teile zerlegen, die man einzeln ansehen kann. Wer eine eigene
Ordnung braucht, darf sie sich ausdenken; sie muss nur vor dem
Mischen feststehen.