Handlesen: Das Fingerhalten

Die Beschreibung, Teil für Teil

Fingerhalten

Das Fingerhalten

Woher es kommt. Jin Shin Jyutsu, eine japanische Uebung, in den zwanziger Jahren von Jiro Murai zusammengetragen und seit den vierziger Jahren durch Mary Burmeister im Westen verbreitet.

Das ist etwas anderes als Handlesen

Das hat mit dem Linienlesen NICHTS zu tun, und es steht hier auch getrennt davon. Die Chirologie liest, was an einer Hand zu sehen ist. Das Fingerhalten liest gar nichts – es ist eine Uebung, die man tut. Zwei verschiedene Sachen, die sich nur denselben Koerperteil teilen.

Wie es geht

Einen Finger der einen Hand mit der ganzen anderen Hand umschliessen und ruhig halten – zwei bis fuenf Minuten, bis man unter den Fingern ein gleichmaessiges Pulsieren spuert. Mehr ist es nicht. Man kann es im Bus tun, im Wartezimmer, nachts im Bett.

Beide Hände haben dieselbe Zuordnung – es ist gleich, welche man hält. Wer will, macht beide nacheinander.

Daumen – der Selbstwert

Gehalten bei: Sorge, Gruebeln, Einsamkeit, Schüchternheit.

„Ich bin frei von Sorgen.“

Zeigefinger – der Mut

Gehalten bei: Angst, Unsicherheit, Mutlosigkeit.

„Ich bin mutig und zuversichtlich.“

Mittelfinger – der Gelassenheits

Gehalten bei: Wut, Ärger, Genervtsein, Unentschlossenheit.

„Ich bin ruhig und gelassen.“

Ringfinger – der Gute-Laune

Gehalten bei: Traurigkeit, Trostlosigkeit, Loslassen.

„Ich lasse los, was mich beschwert.“

Kleiner Finger – der Sonnenschein

Gehalten bei: Stress, Überforderung, Konzentrationsmangel.

„Ich nehme mich an, wie ich bin.“

Was man erwarten darf

Es ist kein Heilverfahren und ersetzt keine Behandlung. Was es unbestritten tut: Man sitzt zwei Minuten still und atmet. Das allein beruhigt, und wer mehr daraus macht, verspricht zu viel.

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