Handlesen: Die Nebenlinien

Die Beschreibung, Teil für Teil

Nebenlinien

Die Nebenlinien

In den Büchern stehen mehr als acht Linien. Diese sechs kommen dort vor, sind aber selten, liegen oft nur angedeutet da und lassen sich auf einem Foto kaum sicher finden. Das Programm sucht sie darum nicht – aufgeschrieben gehören sie trotzdem.

Wer eine davon bei sich zu sehen glaubt, kann sie von Hand einzeichnen. Das Programm widerspricht nicht – und es behauptet auch nicht, sie selbst gefunden zu haben.

Die Intuitionslinie

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Die Intuitionslinie in der Handfläche

Wo sie läuft. Ein Bogen am aeusseren Handrand: Er beginnt unten am Mondberg, nahe dem Handgelenk, und schwingt nach oben zum kleinen Finger. Er liegt weiter aussen als alles andere und ist meist fein.

Worum es geht. Die Ueberlieferung liest sie als Empfaenglichkeit fuer das, was nicht ausgesprochen wird – ein Gespuer fuer Stimmungen und fuer das, was zwischen den Zeilen liegt. Sie fehlt bei den meisten Menschen, und das ist kein Mangel. Wo sie steht, gilt sie als Hinweis auf einen Menschen, der Eindruecke stark aufnimmt und danach Ruhe braucht.

Worauf geachtet wird. Ob sie ueberhaupt da ist, wie weit der Bogen ausholt, ob sie durchlaeuft.

Die Milchstrassenlinie

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Die Milchstrassenlinie in der Handfläche

Wo sie läuft. Ein langer, flacher Bogen im unteren Teil der Handflaeche, ueber den Raszetten und unterhalb der Lebenslinie. Sie zieht von der Daumenseite zum Handrand.

Worum es geht. Ihr Name kommt von ihrem Aussehen: ein feiner, oft aus vielen kleinen Strichen bestehender Zug quer durch den unteren Handteil. Die Ueberlieferung liest sie als Reiselust im weitesten Sinn – als Unruhe, die nicht bleiben mag. In aelteren Buechern steht sie fuer Wanderschaft, in neueren fuer Offenheit gegenueber Neuem.

Worauf geachtet wird. Ob sie da ist und wie weit sie reicht.

Die Magenlinie

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Die Magenlinie in der Handfläche

Wo sie läuft. Ein kurzer Zug unterhalb der Herzlinie, etwa unter Mittel- und Ringfinger.

Worum es geht. Zum Namen zuerst, weil er in die Irre fuehrt: Die Ueberlieferung hat ihn gewaehlt, weil sie Gefuehl und Verdauung zusammen dachte – ‚es schlaegt einem auf den Magen‘. Gelesen wird sie als Empfindlichkeit gegenueber Aufregung. Sie ist KEINE Aussage ueber den Magen und keine ueber die Gesundheit. Wer Beschwerden hat, geht zum Arzt und nicht zum Handlesen.

Worauf geachtet wird. Ob sie da ist, wie deutlich.

Die Giftlinie

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Die Giftlinie in der Handfläche

Wo sie läuft. Ein kurzer, schraeger Zug am unteren Handrand, oberhalb der Raszetten, zum Mondberg hin.

Worum es geht. Der lateinische Name Via Lascivia ist aelter als der deutsche und sagt schon, worum es der Ueberlieferung ging: um Empfaenglichkeit fuer Reize aller Art. Spaetere Buecher haben daraus eine Warnung vor Genussmitteln gemacht und ihr den unschoenen Namen gegeben. Das ist Moral von gestern, nicht Beobachtung – und es wird hier nicht so gelesen. Was bleibt: eine feine Empfaenglichkeit fuer Reize.

Worauf geachtet wird. Ob sie da ist.

Die Isislinie

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Die Isislinie in der Handfläche

Wo sie läuft. Ein Bogen, der innerhalb der Lebenslinie um den Daumenballen laeuft – also zwischen Lebenslinie und Daumen.

Worum es geht. Drei Namen fuer eine Linie, und alle drei zielen auf dasselbe: auf ein Mass, das sich jemand selbst setzt. Die Ueberlieferung liest sie als Faehigkeit, sich zu beschraenken. Ob man das Disziplin nennt oder Askese, sagt mehr ueber den aus, der es benennt, als ueber die Hand.

Worauf geachtet wird. Ob sie da ist, wie eng sie am Daumen liegt.

Die Vorgeburtslinie

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Die Vorgeburtslinie in der Handfläche

Wo sie läuft. Ein kurzer Zug ganz unten, dicht ueber oder zwischen den Raszetten, an der Daumenseite.

Worum es geht. Der Name kommt von der Vorstellung, hier sei etwas angelegt, das vor allem Erlebten da war. Die Ueberlieferung liest sie als Grundstimmung, mit der jemand anfaengt. Das ist der aelteste und zugleich der unsicherste Teil der Ueberlieferung – und das steht hier ausdruecklich dabei.

Worauf geachtet wird. Ob sie da ist.

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